Bauer Willi
Kommentare 85

So was wünsch ich mir auch…

Irgendwie werde ich schon neidisch auf die Österreicher. Wenn man sich den Lebenslauf von Elisabeth Köstinger ansieht, scheint da viel Sachverstand ins Parlament zu kommen:

https://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_57488/#tab-Ueberblick

Elisabeth Köstinger

Und auch optisch ist sie so manch einem Landwirtschaftsminister weit voraus. Dass sie beruflich im Bereich Kommunikation tätig war, ist in diesem Fachbereich sicherlich auch ganz nützlich. Wir gratulieren herzlich zum neuen Amt, das sie seit dem 18.12.2017 bekleidet.

Bauer Willi und Alois

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85 Kommentare

  1. Eckehard Niemann sagt

    DIE PRESSE – 19.01.2018
    Warum „Landwirtschaft“ im Superministerium von Köstinger keinen Platz hat
    Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus soll Zukunftsthemen besetzen. Dazu gehöre die Landwirtschaft, die im Zentrum des Ministeriums stehe, auch ohne genannt zu werden, wird argumentiert.
    Ein Agrarministerium, das den Titel Landwirtschaft nicht mehr im Namen trägt? Das sorgt für Kopfschütteln bei manchen Bauern und Kritikern. Das unter schwarz-blau thematisch stark erweiterte Ministerium, das erstmals eine Frau an der Spitze hat, nennt sich nunmehr ja „Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus“. Also kommen streng genommen auch Umwelt- und Energieagenden im Namen nicht vor.
    Die heimische Agrarspitze – Ministerin Elisabeth Köstinger, LKÖ-Präsident Hermann Schultes, Bauernbund-Chef Georg Strasser (alle ÖVP) – am Rande einer Pressekonferenz bei der Grünen Woche am Freitag in Berlin aufs Fehlen des Agrarthemas im Namen angesprochen, brachte sinngemäß auch die Antwort, dass die Landwirtschaft so wichtig sei, dass man sie gar nicht erwähnen müsse.
    „Lange nachgedacht“
    Der gesamte Themenkomplex, den das Riesenressort abdecke, sei „zusammengefasst eine Aufwertung und legt dar, dass die Landwirtschaft im Zentrum sein wird“, so Köstinger. Es sei überlegt worden, wie man die Themen der Zukunft „besetzen“ könne, verwies die Ministerin auch aufs Energiethema, sowie den Klima- und Umweltschutz.
    „Wir haben sehr lange darüber nachgedacht“, betonte die Ministerin zur Benennung des Ministeriums. Der Begriff Landwirtschaft sei sich „in der Vielfalt der Aufgaben nicht mehr ausgegangen“.
    Bauernbundchef Strasser sagte, dass ein 2017 begonnener Strategieprozess des Bauernbundes unter anderem zum Ergebnis hatte, das die Öffnung für andere Themen ein Leitmotiv wurde. „Es geht um die Frage, was die bäuerliche Familie braucht. Und das ist nicht nur die klassische. Die Diskussion um den Namen ist also ein Luxusproblem.“ Denn das Ministerium decke alle Themen ab, die für den ländlichen Raum entscheidend seien. (APA)

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  2. Altbauer Jochen sagt

    Soll man Menschen die ein ansprechendes Erscheinungsbild
    abgeben von der Politik ausschließen ?
    Für sein äußeres kann jeder etwas tun, wenn er möchte.
    Wirkliche Attraktivität kommt sowieso von innen !
    >Einen Menschen erkennt man, wenn er den Mund aufmacht<
    -Da ist was dran !

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  3. Alois Wohlfahrt sagt

    Schon interessant, was hier alles „hineininterpretiert“ wird. 🙁
    Darum werden wir in ein paar Tagen das „Regierungsprogramm zu Landwirtschaft und ländlicher Raum“ der neuen österreichischen Regierung im Blog zur Diskussion stellen.
    Fakt ist, dass Frau Köstinger schon längst in diesem Metier politisch sehr profiliert unterwegs ist. Ich stand mit Frau Köstinger beim Ökozozialen Forum in Wien bei der Abschluss-Diskussion zur Wintertagung 2016 gemeinsam auf dem Podium. Seitdem verfolge ich interessiert ihren politischen Weg. Mir wurde damals schon klar, dass in Österreich eine „etwas selbstbewusstere, bäuerliche Agrarpolitik“ gemacht wird als in Deutschland, wo Globalisierung und Co. mehr Gewicht hat als die heimische Landwirtschaft.
    Frau Köstinger war als Generalsekretärin von Anfang an im engen Team von Sebastian Kurz bei seinem Projekt der „Erneuerung der ÖVP“. Sie vertritt sehr selbstbewusst „bäuerliches Gedankengut“ in der Politik. Insofern ist es schon etwas Besonderes, dass die der wichtigste Werte der Bäuerlichkeit nun sogar als Behördenname festgeschrieben wurde: Ministerium für Landwirtschaft und Nachhaltigkeit!

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  4. Berthold Lauer sagt

    Es sollte sein wie immer: An ihren Taten werden sie gemessen! Im übrigen: Ich kann mich an keinen Landwirtschaftsminister (oder auch Agrarkommissar) erinnern, über den nicht geschimpft wurde, auch und insbesondere wenn er einen landwirtschaftlichen Hintergrund hatte. Der Stallgeruch ist für mich nicht wichtig, wichtig ist, dass die jeweilige Person ihr Amt ohne Scheuklappen sachlich, pragmatisch und weitgehend ideologiefrei ausübt. Und da kann der „fachfremde“ Blick von außen für uns Bauern durchaus auch von Vorteil sein.

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  5. Friedrich sagt

    Gut , daß es neue Gesichter und politische Richtungen gibt. Das stärkt letztlich die Demokratie. Falsch kann es nur sein , wenn unsere großen deutschen Parteien ein weiter so machen. Dann gehören sie abgewählt. Ohne die Linke,FDP und AFD , die ja das -Salz in der Suppe sind , würde unsere Demokratie einschlafen. Was SPD und CDU uns in den letzten Jahren geboten haben und z. Zt. bieten ist schon eine Schweinerei. Abgeordnete in den Parlamenten dürften nur max. zwei Wahlperioden dabei sein , sonst kommt , wie zu erleben, der Einschlaf. Auch haben es unsere grünen Politiker zu doll getrieben und haben damit die AFD möglich gemacht. Für uns Bauern ist es schon mal gut , daß in NRW und Niedersachsen
    keine Grünen Landwirtschaftsminister mehr am Ruder sind. Ich wünsche der Ministerin in Österreich eine gute Hand . Die neue Regierung dort wird schon einiges an Salz in der EU beitragen. Warten wir es mal ab , was die jungen Leute so machen.

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Friedrich,mein Motto gib der Jugend eine Chance. Lege Ihr aber Zügel an ,wenn Sie bereit ist
      die Realität zu verlassen. Landwirtschaft ist kein Wunschkonzert und schon gar keine Spielwiese.
      Besonders dann wenn es zur Gefährtung des Berufsstandes kommt.

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  6. Eckehard Niemann sagt

    Wen „Sachverstand“ und Schönheit blenden,
    der wird politisch schmerzhaft enden.
    Wenn Inhalte und Ziele nicht mehr zählen,
    kann man auch rechte Beauties wählen:
    Drum, „Bauer Willi“, sag´ ich laut:
    ICH HÄTTE DIR MEHR ZUGETRAUT…

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      • Eckehard Niemann sagt

        Ausführlichere Erklärung: Ich würde mir wünschen, dass man eine neue Ministerin im Kontext des gesamten Regierungsprogramms und nach den agrarischen Regierungszielen bewertet – und nicht vorrangig danach, in welchen Bereichen jemand vorher tätig war (WIE war er denn dort tätig?) und auch nicht danach, wie er aussieht oder geschminkt ist…

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        • Ich seh das so sagt

          Werter Herr Niemann
          Nun ist es bei Politker(inne)n ja schon etwas Außergewöhnliches wenn man für seine bisherige Tätigkeit eine durchaus gute Nachrede hat. (z.B.: https://kurier.at/politik/inland/eu-abgeordnete-elisabeth-koestinger-gilt-als-fixstarterin-im-team-kurz/264.107.171 „Da sie auf EU-Ebene für Agrar-Agenden zuständig ist, wäre sie prädestiniert als Ersatz für Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter. Köstinger, aufgewachsen auf einem Bio-Bauernhof in St. Paul im Lavanttal, betrat 2002 als Bundesleiterin der Landjugend die politische Bühne. 2009 wurde sie vom Bauernbund als Spitzenkandidatin für die EU-Wahl ins Feld geschickt – und erreichte mehr als 44.000 Vorzugsstimmen. „Offen, freundlich, herzlich“, schwärmen ihre Kollegen im Europäischen Parlament und einer fügt hinzu: „Aber als Feindin möchte ich sie nicht haben.“
          In vielen Verhandlungen habe sie „neben den Deutschen und den Franzosen, die schon sehr fleißig und beinhart sind, bewiesen, dass sie den Männer in nichts nachsteht“, schildert er. Und gezeigt, dass „die freundliche Elli gewaltige Zähne hat“.)

          Wenn Willi und Alois sich so eine Frau – mit Fleiß, Sachkenntnis und politischem Durchsetzungswillen – als Ministerin für den Agrarbereich auch für Deutschland wünschen, haben auch die österreichischen Bauern sicher nichts dagegen. Es darf aber ruhig auch ein Mann sein -geschminkt oder ungeschminkt 🙂
          Wir harren schon gespannt, was euch der Osterhase so bringen wird. Früher wird´s wohl nichts werden – oder ?

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        • Bauer Willi sagt

          @Eckehard Niemann
          „offen, freundlich, herzlich“ so steht es im Kommentar von „Ich seh das so“. Dem ist nichts hinzuzufügen. Alois hat sie schon persönlich getroffen und kann das bestätigen.
          Bauer Willi

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          • Eckehard Niemann sagt

            „Offen, herzlich und freundlich“ – auch dies sagt überhaupt nichts aus darüber, welche agrarpolitischen Ziele die Dame verfolgt. Ich finde, die Kriterien zur Bewertung von Politik und Politikern von „Bauer Willi“ werden immer nichtssagender. Lieber „Bauer Willi“ – bitte keine weiteren Rechtfertigungs-Versuche, sondern stattdessen Selbstkritik und neuen Anlauf zur wirklich agrarpolitischen Bewertung der Ministerin!

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  7. Eva-Maria sagt

    Ja, unsere fesche, junge Landwirtschaftsministerin kann sich sehen lassen. Die Österreicher hoffen sehr darauf, dass die neue Regierung manches verbessern wird. Ich glaube, wir haben gut gewählt und können auf unseren jungen, politisch talentierten Kanzler und sein Team stolz sein.

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