Bauer Willi
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Ein Engel

Gestern abend, nach meinem Vortrag in Gaukönigshofen über das „Dilemma der Essensmacher“ ist mir etwas passiert, was ich noch nie erlebt habe. Nachdem die meisten Zuhöher schon den Saal verlassen hatten, kamen zwei bayrische Landfrauen zu mir und haben mir dieses kleine Kärtchen mit einem handgeschnitzten Engel in die Hand gedrückt. Ohne viele Worte. Das hat mich sehr berührt…
Wollte ich euch nur mal sagen, weil es so gut in die Adventszeit passt. Danke, liebe Landfrauen. Der Engel wird einen Platz an unserer Krippe bekommen.

Euer Bauer Willi

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12 Kommentare

  1. Aufklärer sagt

    Dankbarkeit ist ein preiswertes aber sehr wertvolles Geschenk, das wir unseren Mitmenschen jederzeit machen können.

    Wir sollten dankbar sein für die, die unser Leben organisieren, für die, die dafür sorgen das wir etwas zu Essen auf dem Teller haben. Auch wenn das nicht jedem immer unter allen Umständen gefällt wie es gerade läuft. Ja auch wenn man bedenkt, das alle dafür ja bezahlte Arbeitsleistung erbringen, also schon faktisch entlohnt sind.

    Trotzdem ist es wie Bauer Willi hiermit anspricht schön wenn man für seine tägliche Arbeit gelobt und Dank bekommt – vor allem wenn sie gesellschaftlich so wichtig ist wie die Nahrungsmittelproduktion.

    Mich packt regelmäßig der Zorn, wenn ich mitbekomme wie herablassend und rücksichtslos manche Menschen über die Zunft der Landwirte sprechen und schreiben – Kritik ja, das mach ich auch gern, Meinung hab ich da auch, aber dieser Hatespeech gegen Landwirte ist schlimm und fußt auf Lügen, eklatantem Bildungsmangel und teilweise Boshaftigkeit mit geplantem Kampagnen-Aktionismus zu Gunsten wirrer Ideologieträume oder Geschäftemachern.

    Solawi und Vegan, Bio oder Gourmet / Feinkost / Etiketten-Edelfutter sind halt keine alternativen Wege, sondern teure Therapiemaßnahmen entwurzelter Menschen.

    Wir haben unsere humanen Wurzeln vergessen, die im göttlichen Bilde ruhen. Dankbarkeit ist ein hohes Gebot der Zwischenmenschlichkeit. Wer nur noch über das was ihm gegeben ist schimpft, braucht sich nicht selbstherrlich auf die Brust schlagen und meinen er bete Gott an oder würde eine überlegene Moral besitzen oder eine gute Idee verfolgen. Seine Handlungen zeigen das er auf dem Holzweg ist!

    Schon Jesus wies darauf hin, das er viele, die Herr Herr rufen von ihm abgewiesen würden. Warum? Er sagte, das er sie nicht kennt, weil sie Täter der Gesetzlosigkeit sind.

    Macht euch mal mehr Gedanken liebe Leute über euer Verhalten gegenüber anderen Menschen – Böses wird nicht durch Feindbilder bekämpft, sondern durch selbstloses Gutes förderndes Verhalten. Durch lieblich-löbliche Zwischenmenschlichkeit!

    Das könnt ihr ganz bestimmt auch und dann werdet ihr sehen: Dankbarkeit geben macht glücklich.

    Vielen Dank liebe Landwirte und hart arbeitende Menschen für eure guten Dienstleistungen! Lasst euch nicht unterkriegen von den vielen Nörglern, lasst euch nicht irritieren vom Kreischen in den asozialen Netzwerken!

    Unsere Landwirtschaft ist besser als je zuvor! Ihr produziert mehr und günstiger, in sehr guter Qualität – Wenn auch Kontrolle nötig ist, damit in den komplexen Produktionsprozessen und gegen kriminelle Energie. Trotzdem brauchts nicht spezielle teure Siegel und ritualisiert produzierte Nahrungsmittel um klar zu sehen: Die Produkte sind gut bis sehr gut und das zeigt deutlich das eure Arbeit erstklassig ist!

    Man kann heute leichter Geld verdienen als sich als Landwirt dem Zorn des Zeitgeistes auszusetzen, das steht mal fest. Umso mehr verdienen alle, die wegen der Berufung ihres Lebens weiterhin Landwirte trotz aller Herausforderungen sein wollen, großes Lob und Dankbarkeit!

    Und Ja, ihr verdient mehr als ihr für eure Produkte bekommt – das steht auch fest. Trotzdem ist das ein Problem des Kapitalismus und nicht die Schuld der Konsumenten per se, die selbst ähnliche Probleme haben – schließlich sinken die Löhne seit Jahrzehnten bzw. steigen kaum – Armut greift um sich, Altersarmut, Familienarmut und zwischenmenschliche Armut. Dazu kommen andere Probleme oben drauf. Konsumenten habens nicht leichter als Produzenten, ganz sicher nicht!
    Billig ist keine Strafe am Landwirt sondern Überlebensstrategie für Millionen vor allem arme Bürger in „reicheren“ Ländern.

    Viel Freude bei der produktiven Arbeit und gutes Auskommen wünscht

    Aufklärer

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    • Gephard sagt

      Gehören Bio-Bauern nicht der Zunft der Landwirte an? Und Solawi wird nicht von Landwirten betrieben?

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      • Aufklärer sagt

        Ja und Nein. Mir schwebte das zumeist von Laien und Amateuren praktizierte Konzept vor, das sich eher um einige kleine Felderchen dreht und weniger in Landwirtschaft als Beruf und Unternehmertum wurzelt.
        Soweit mir bekannt ist das ja meist eine aus linkslinken Charakterköpfen (lieb gemeint 🙂 ) gebildet sich als weltanschauliche Gruppe verstehend, die etwa einen größeren Garten bis vielleicht einen Kleinbetrieb eher arbeitsteillig organisieren und Nahrung nicht offen vermarkten im eigentlichen Sinne, sondern genossenschaftsartig gemeinsam wirtschaften und anbauen was geht und verteilen was wächst und geerntet wird. Wenns nicht reicht gehts halt in die (Bio-)Supermarkt.

        Sie haben Recht soweit ich das sehe, das das auch mit Landwirten organisiert werden kann. Wikipedia gibt da einen Überblick.

        Für mich bleibt es eine Hobbylandwirtschaft. Es gibt wenige solcher „Vereine“. Es ist sicher gut um identitär-gourmetös-komatöse Gesellschaftsvisionen zu „leben“, Mit der Versorgung von Millionen und Abermilliionen Menschen hat das aber nichts zu tun. 102 Betriebe dieser Art soll es in ganz Deutschland geben. Was ist das mehr als Hobby einiger Lebenssinnsucher? Nicht das diese Grundidee schlecht wäre, nur ihre Kraft für die Menschheitsernährung ist zweifelhaft.

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  2. Friedrich sagt

    Das Wort Danke kommt bei vielen Menschen nicht mehr vor. Gut , daß es bei uns noch nicht so weit ist. Wer mit der Natur arbeitet und lebt , weiß das nicht alles selbstverständlich ist.

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    • Ja,
      das darf nicht vernachlässgt werden, es muß unbedingt an die nächste Generation weitergegeben werden, finde ich!

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