Wenn man die Nachrichten der letzten Tage hört, so ist vom Erfolg der Großen Koalition zu hören, die sich mit verschiedenen Maßnahmen für mehr Wohnungsbau einsetzt. Und auch alle anderen Parteien sind sich einig: mehr und vor allem bezahlbare Wohnungen müssen her. Von 1,5 Millionen neuen Wohnungen ist die Rede. Klingt erst einmal logisch und vernünftig, denn wer möchte nicht ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung sein eigen nennen? Hinzu kommt: Kredite sind günstig wie nie, und die Banken freuen sich, wenn sie Geld verleihen können. Die (Bau-)Wirtschaft freut es natürlich auch. Ein klassisches Konjunkturprogramm. Mehr Wachstum, mehr Wohlstand, so die Devise. Mehr Wohnungen und Eigenheime bedeutet aber auch, dass dafür Acker-Flächen versiegelt werden. Nicht nur für die Wohnhäuser, sondern auch für die Infrastruktur und, was ganz wichtig ist, auch für Ausgleichsflächen. Und auch da sind sich wieder alle Parteien einig: die Natur muss geschützt werden, der Flächenfraß muss unbedingt gestoppt werden. Ja, was denn nun? Beides zusammen, also mehr Wohnungsbau und weniger Flächenversiegelung, geht doch wohl nicht, oder? Ich kann mir schon denken, für was sich der Bürger entscheidet. …