Jahr: 2017

Regionales aus dem Rheinland…

Und dann noch aus unserem Dorf! Besser geht´s nicht. Heute mal ein Video von der Möhrenernte. Florian von der Fa. Brocker hat mir alles erzählt denn mit Möhren kenne ich mich auch nicht aus. Die Ernte ist in vollem Gange. Die Möhren werden aus dem Boden gezogen, mit den „Knipsern“ (Messer) wird das Laub kurz oberhalb des Kopfes abge“knipst“ (keine Verletzungen an der Möhre!) und dann mit Erde in Kisten gepackt. Diese Kisten kommen mitsamt der Erde sofort in das Kühllager, wo sie bei einer Temperatur knapp oberhalb von 0 Grad bis April/Mai gelagert werden können. Erst dann werden sie gewaschen und verpackt. Alles, damit wir dann noch frische Möhren essen können. Übrigens hat Brocker Möhren auch eine eigene Facebook-Seite. Die freuen sich sicher über einen Like Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Nüchtern betrachtet…

Nüchtern ist man dann, wenn man vorher nichts gegessen hat. „Kommen Sie zur Blutabnahme bitte nüchtern“ heißt es beim Arzt. Nüchtern ist man auch, wenn man keinen Alkohol trinkt. Nüchtern zu sein ist für uns also eine bewusste Entscheidung. Für uns! Nicht für alle Menschen, denn rund 800 Mio. Menschen weltweit sind unterernährt. Doch die Zahl ist ständig weniger geworden, trotz wachsender Weltbevölkerung. Mehr als die doppelte Zahl, nämlich rund 2 Milliarden (mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung!) sind übergewichtig. Wie werden in Zukunft alle satt? Eine Überschrift und eine Frage, die wir oft in den Medien finden. Es gibt unzählige Beiträge, Analysen, Dokumentationen und Meinungen zu diesem Thema. Dabei ist die Frage eigentlich falsch gestellt: Warum werden heute nicht alle satt? Denn bevor wir uns Gedanken darüber machen, was passiert, wenn 10 Mrd. den Planeten bevölkern, sollten wir doch dafür sorgen, dass heute alle satt werden. Nüchtern betrachtet ist das ganz einfach: das, was die einen zu viel essen, sollten die bekommen, die zu wenig haben. Damit würde die Zahl der Unterernährten und der …

Bruchteilsgemeinschaft – was ist das denn?

Wer häufiger hier auf dem Blog ist, wird wissen, dass ich eine Kooperation mit unserem Nachbarn habe. Die hat schon mein Vater 1970 begonnen und jeder kann sich jetzt ausrechnen, wie alt die nun ist. Angefangen hat alles mit einem Mähdrescher, der zusammen angeschafft wurde. Jeder hat seinen alten Mähdrescher verkauft und für den neuen Mähdrescher 50% des Kaufpreises überwiesen. Wenn Reparaturen fällig waren, ging das genau so. Jeder von uns beiden hat eine Rechnung über die Hälfte der Reparaturkosten bekommen. Nach dem Mähdrescher ging es weiter mit dem Trecker (Traktor, Schlepper). Auch hier wieder fifty-fifty. Dann kamen zwei Nachbarn auf uns zu, denen wir erzählt haben, dass wir eine neue Sämaschine mit Kreiselegge kaufen wollten. Sie fragten, ob sie sich daran beteiligen könnten. Weil es beim Säen von Getreide oder Raps nicht auf die Stunde oder den Tag ankommt, haben wir das gemacht. Um aber nicht jedes Jahr die Anteile neu ausrechnen zu müssen, haben wir als Schlüssel für die Aufteilung der Kosten nach der Betriebsgröße gemacht. Es spielt also keine Rolle, wieviel Getreide/Raps …

Die Amnesie der Grünen

Amnesie (altgriechisch μνήμη mnémē, deutsch ‚Gedächtnis‘, ‚Erinnerung‘ mit Alpha privativum) bezeichnet eine Form der Störung des Gedächtnisses für zeitliche oder inhaltliche Erinnerungen. (Quelle: Wikipedia) So eine Erkrankung muss wohl in den letzten Monaten bei dem überwiegenden Teil der Grünen eingesetzt haben. Aber worum geht es? Es geht um das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) Dieses Bundesinstitut wurde 2003 von der damaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) ins Leben gerufen um dem damaligen BSE-Skandal angemessen zu begegnen. Ihre damalige Rede ist sehr beachtenswert und hier nachzulesen: http://www.bfr.bund.de/cm/343/rede_der_bundesministerin.pdf Für den eiligen Leser hier ein paar Auszüge: Der gesundheitliche Verbraucherschutz in Deutschland und in der ganzen EU musste neu organisiert werden. Hinter dieser funktionellen und strukturellen Trennung steckt der Gedanke, dass die Bewertung von Risiken unabhängig erfolgen muss. Erstens unabhängig von politischen Erwägungen, zweitens unabhängig von wirtschaftli chen Interessen und drittens auch unabhängig von den Anforderungen des Krisenma nagements. Wer Risiken bewertet, muss in erster Linie zwei Dingen verpflichtet sein: Den Grundsät- zen der Wissenschaft und der Verantwortung gegenüber den Menschen. Wer Risiken bewertet, muss das unvoreingenommen tun können – ohne …

Nach dem Sturm…

Da bin ich wieder. Weil mir doch noch was eingefallen ist. Aber nicht so was Aufregendes wie gestern. Nach dem Sturm vom Wochenende sind unheimlich viele Blätter gefallen. Und weil ich ein gehorsames Kind bin, bin ich dem Wunsch meiner Mutter (94) gefolgt und habe die zusammengekehrt und auf den Komposthaufen gebracht. Aber warum eigentlich? Warum lassen wir die Blätter nicht einfach liegen? Mit „wir“ meine ich euch und mich. Die Blätter würden doch im Laufe des Winters sicherlich von den Regenwürmern in die Erde gezogen, von ihnen verdaut und zur Humusbildung beitragen. So wie ich das auch mit den Zwischenfrüchten auf dem Feld mache. Unser Problem ist doch, dass das nicht ordentlich aussieht (s.o. Mutter:  „Willi, mach mal die Blätter weg“). Und genau das ist es, was unserer Natur fehlt. Unordnung, Dreck, Mist, Schutthaufen, ja selbst Kadaver, die in der Natur vergehen. Das alles darf aber heute nicht mehr sein. Auch wir Landwirte haben es gerne ordentlich. Also bitte nur eine Kultur auf dem Acker und keine „Unkräuter“. Warum ist klar: wir wollen nur die …

Verbieten! Sofort! Weltweit!

Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen! Ihr habt es geschafft. Nach etwas mehr als zweieinhalb Jahren und über 50.000 Kommentaren werfe ich das Handtuch. Ihr habt mich zwar nicht überzeugt, aber ich gebe auf. Ich bin es einfach leid, mir ständig anhören zu müssen, ich würde euch vergiften. Ich bin es leid, euch Nachhilfe in Bodenbearbeitung, Fruchtfolge, Düngung und all den anderen Dingen meines Alltags geben zu sollen. Ich will auch nicht mehr der Schuldige für alle Mißstände dieser Welt sein, angefangen vom Klimawandel, dem Aussterben von Insekten, Pflanzen, Vögeln und was sonst noch allem. Ich bin nicht mehr euer Prügelknabe. Schluss, Ende, Aus. Wozu brauchen wir Wissenschaft? Ihr könnt ja jetzt Arbeitsgruppen bilden und Volksbegehren und Unterschriftensammlungen in Gang setzen, bei denen ihr basis-demokratisch abstimmt, was in Zukunft erlaubt ist und was nicht. Studien, Grenzwerte, Analysen, Zeitreihen, Risikobewertung? So ein Quatsch! Fakten stören das Volksempfinden. Wie sich die Menschen fühlen steht im Vordergrund. Und wer was anderes behauptet, wer versucht, sachlich aufzuklären, ist von der Industrielobby gekauft. Nur die Mehrheit kann entscheiden, was richtig und was …

Den Wandel selbst gestalten…

Zu Veränderungen bereit sein, Mut machen und Freude an der Arbeit haben. Das ist der Inhalt eines tollen Videos der LWK Oldenburg vom Unternehmertag 2017. Ein Video, dass sich nicht nur Landwirte sondern auch unsere Mitbürger anschauen müssen, weil es auch die menschliche Seite der Landwirtschaft beleuchtet. (Ab Minute 4:30) Und die wird leider bei allen kontroversen Diskussionen um die Sache oft ausgeblendet. Schließlich können Veränderungen nur von Menschen herbeigeführt werden. Deshalb das Video unbedingt bis zum Schluss anschauen. Es lohnt sich. Weil es Mut macht…   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Und ja, ich muss mal wieder zum Friseur…  (oder „Frisör“?) Euer Bauer Willi P.S.: Auf dieser Seite ganz unten könnt ihr euch auch alle Kurzfassungen der Vorträge herunterladen: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/7/nav/1095/article/31511.html

Kartoffelweizen…

…ist der Weizen, der nach Kartoffeln gesät wird. Es gibt auch noch Rübenweizen, Rapsweizen und Stoppelweizen (nach Getreide). Das Video (20.10.17) ist jetzt nicht soo schrecklich aufregend, aber weil wir wieder Minimalbodenbearbeitung gemacht haben, liegt das Kartoffel“stroh“ (eigentlich ja Kartoffelkraut) obenauf und es darf bei der Saat nicht vor der Sämaschine stopfen. Mit unserer Scheibenschar-Sämaschine geht das aber sehr gut. Ich will euch ja mit durch unser landwirtschaftliches Jahr nehmen und dann gehört so ein eher langweiliges Video auch mit dazu. Nach dem Kartoffelweizen säen ist erst einmal Pause, bis die nächsten Rüben gerodet werden. Dann wird noch der restliche Rübenweizen gesät und die meiste Arbeit (auf dem Acker) für dieses Jahr ist getan. Euer Bauer Willi Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Bauer Willi – Insekten und Geziefer

Heute wollen wir mal ausnahmsweise einen Artikel bringen, in der die Arbeit von uns gelobt wird. Ist aber auszuhalten. Lesenswert ist auch der weitere Text, in dem sich Tilman Gedanken darüber macht, warum das Thema Insekten so emotional diskutiert wird. Wir wollen nichts vorwegnehmen aber es hat was mit der eigenen Unzulänglichkeit zu tun….Also lesen… 🙂 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen