Jahr: 2017

Der Fall DEVK

In den sozialen Netzwerken sorgt derzeit ein Beitrag der DEVK, einem Versicherungsunternehmen, für Aufregung. Veröffentlicht wurde er am 5.11.2017. In diesem Artikel sammelt die DEVK Spenden für die Tierrechts-Organisation Animal Equality. Hier ein Srceenshot des Facebook-Artikels.                       Die Online-Plattform „agrarheute“ hat sich darauf hin mit der DEVK in Verbindung gesetzt und einige Fragen gestellt. Die DEVK antwortete darauf folgendermaßen: (Zitat) „Es tut uns sehr leid, dass sich viele Menschen durch unseren Post zu Animal Equaliy angegriffen fühlen. Es geht uns auf keinen Fall darum, die Landwirtschaft oder Tierhaltung im Allgemeinen anzugreifen. Dennoch sind Missstände in der Massentierhaltung in manchen Betrieben ein Problem. Unser Post soll Leute für dieses Thema sensibilisieren. Dabei distanzieren wir uns ausdrücklich von kriminellen Handlungen.“ (Zitat Ende) Fazit: Das Unternehmen ist sich sehr wohl bewusst, was sie losgetreten haben. Es finden sich in den Kommentaren auch viele Befürworter der Spendenaktion, die sich zumindest verbal so äußern. Da sich bisher erst 18 Spender (8.11. um 12:00 Uhr) gefunden haben, belegt aber auch, dass es …

Exklusive Genüsse…

Ein Glück, dass unsere deutschen Lebensmittel so günstig sind… … im Verhältnis zu den „exklusiven Genüssen“ … Jetzt aber nichts wie hin, gilt nur noch bis zum 11.11, einem wichtigen Feiertag im Rheinland. Und man gönnt sich ja sonst nix! 😉

Folgenabschätzer

Ein sperriges Wort und von mir erfunden. Bei Google findet man das jedenfalls nicht. Was ist ein „Folgenabschätzer“? Hier meine Interpretation: Es handelt sich dabei um eine Person oder Institution, die vor einer Entscheidung lange überlegt und vordenkt, welche Folgen zu erwarten sind. Hier ein paar Beispiele: Die Förderung von Biomasse zur Energiegewinnung hat zur Folge, dass es Menschen gibt, die diese Förderung annehmen und Biogas-Anlagen bauen. Deshalb gibt es ja diese Förderung. Diese Anlagen werden dann mit Silomais „gefüttert“. Die Folge: es wird mehr Mais angebaut. Die Folge? Die Produktion von Ökostrom ist teuer als konventioneller Strom. Die Folge: der Konsument muss mehr für den Strom ausgeben. Will man auf Atom- und Kohlestrom ganz verzichten, benötigt man Stromspeicher. Große Stromspeicher. Große Stromspeicher kosten Geld. Die Folge: Strom wird noch teurer. Ohne Speicher sinkt die Versorgungssicherheit und es kann zu Stromausfällen kommen. Die Folge? Mehr Bio-Landwirtschaft bedeutet geringere Erntemengen. Die Folge: die Preise für Lebensmittel steigen, weil die Produktionskosten pro Einheit höher  sind. Gleichzeitig müssen mehr Lebensmittel importiert werden, weil die Fläche begrenzt ist. Die …

Spendenaktion vorgeschlagen…

Hatte eben einen Anruf von der DEVK. Sie haben wohl gemerkt, dass sie mit der Spendenaktion für fragwürdige Tierrechtler ins Klo gegriffen haben. Hab der DEVK vorgeschlagen, jetzt mal was für Landwirte zu tun und heimischelandwirtschaft.de zu unterstützen. Und gegen das Waldsterben könnten sie auch was tun. Die Lärchen verlieren nämlich massenhaft die Nadeln…und keiner spendet…

Filmprojekt Burnout im Stall – Wege aus der Krise

Der WDR sucht für eine Reportage mit dem Titel „Burnout im Stall – Wege aus der Krise“ Bäuerinnen und Bauern, die bereit sind darüber zu sprechen und die sich von der Kamera begleiten lassen würden. Der bekannt Filmemacher Valentin Thurn, mit dem ich auch schon sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet habe, legt „seine Hand dafür“ ins Feuer, dass diese Filmproduktion sehr seriös ist. Und dass mit dem Thema und den Menschen sehr sensibel umgegangen wird. Das Ziel ist, dass Bauern sich äußern zu finanziellen Schwierigkeiten, zu viel Arbeit und mangelnde Wertschätzung. Mit den Interessenten wird zunächst ein persönlicher Termin zum Kennenlernen gemacht werden. Danach kann jeder frei entscheiden. Kontakt zur verantwortlichen Redakteurin: Heidrun Seeger, mail-an-burnout@web.de/ Tel.:  0176-525 888 21 Euer Bauer Willi  

Wenn im Bergwald die Bäume fliegen…

Hier ist der Alois. Ich zeige Euch heute mal etwas ganz Besonderes, was man nicht alle Tage zu sehen bekommt: Einen Holzeinschlag im Bergwald an meinem Hausberg Grünten, wo das Holz mit einer mobilen Seilbahn „ausgeflogen“ wird. Das Video entstand schon Mitte Oktober. Jetzt liegt dort oben bereits der Schnee. Wegen Borkenkäferbefall war im steilen Bergwald ein Holzeinschlag notwendig geworden. Und da hat man bei der Holzbergung ein großes Problem, da nicht mit Schlepper und Seilwinde gearbeitet werden kann. Also entschied sich die Alpgenossenschaft kurzerhand für einen sogenannten „Seilbahn-Hieb“, d.h. die Bäume wurden mit einer mobilen Seilbahn geborgen. Die im Video gezeigte Seilbahn hat eine Länge von ca. 500 Meter. Die „Gipfelstation“ der Seilbahn (also der obere Endpunkt am Berg) bilden Umlenkrollen für die Zugseile, die an Baumstümpfen festgezurrt wurden. Und im Tal unten, an der „Talstation“ stand der Kranwagen mit 2 Winden, die die „Laufkatze“ den Berg hinauf und wieder hinab schickten. Zwei Bäume wurden als Masten hergerichtet, d.h. ein schwindelfreier „Holzer“ (so nennt bei uns die Waldarbeiter) kletterte auf den Baum und sägte …

Von Österreich lernen heißt…

…ne, nicht siegen lernen. Schließlich sind wir (Deutsche) ja Weltmeister… 🙂 Aber wusstet ihr, dass Österreich im Sojaanbau in Europa ganz weit vorne ist? Und dass ein Österreicher die Sojapflanze nicht nur in Europa „gesellschaftsfähig“ gemacht hat? Und das schon 1878! Soja hat Potential! Dies und mehr lest ihr im folgenden Artikel. https://ooe.lko.at/weltkultur-mit-österreichischen-wurzeln+2500+2624441

Chronik eines Skandals

Ein immer wieder bemerkenswerter und zu bemerkender Dreiteiler aus dem Alltag. Erstaunend in seinem konformen Ablauf und noch erstaunlicher in seinen nicht konformen Konsequenzen. So geschehen in Österreich im Jahr 2017 und zusammengefasst von Bauer Fritz. Teil 1: Der Skandal 27.9.2017: Alles beginnt mit der Meldung „Greenpeace-schlägt-Alarm-Gesundheitsgefahr-durch-Palmöl“ (http://www.greenpeace.org/austria/de/News/Aktuelle-Meldungen/Konsum-News/2017/Greenpeace-schlagt-Alarm-Gesundheitsgefahr-durch-Palmol/) Elf Lebensmittel wurden getestet. Drei davon enthalten kein Palmöl. Die Greenpeace-Testergebnisse zeigen bei Produkten mit Palmöl derart hohe Konzentrationen von 3-MCPD-Ester, dass vor allem bei Kindern die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von 0,8 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht rasch überschritten wird. Auch bei Glycidyl-Ester wurden hohe Konzentrationen gefunden. Setzen auch Sie sich für den Schutz des Regenwaldes ein und unterzeichnen Sie unsere Petition. 27.9.: Auf den Online-Seiten der diversen etwa 10 größten österreichischen Tagezeitungen erscheinen je nach Qualitätsanspruch, Blattlinie und Format Headlines in unterschiedlichen Schriftgrößen, Aufrüttelungsgrad und Menge an Rufzeichen. Im Folgenden gebe ich daher immer nur eine Überschrift exemplarisch wieder. „Palmöl-Test: Handel nimmt belastete Produkte aus Regal“ (https://kurier.at/genuss/greenpeace-gesundheitsgefahr-durch-palmoel/288.637.638) 28.9.: Die Gesundheitsministerin wird befragt und berichtet im Radio, daß die ständigen Lebensmittelüberwachungen ihrer Behörden bisher nichts Beanstandenswertes ergeben hätten, man sich …

Zwischenfrucht und „Kartoffel“weizen

Unsere Zwischenfrüchte am 3. November. Und gleich daneben der sogenannte „Kartoffel“weizen. Ihr wisst schon, das Video von der Saat habt ihr ja vor kurzem gesehen. Mittlerweile sind alle Körner gekeimt und das erste Blatt ist schon zu sehen. Muss man aber genau hinschauen. 😉 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Exporte Hühnerfleisch Afrika

Welche Mengen an Geflügelfleisch exportiert Deutschland eigentlich nach Afrika? Das wollte ich mal wissen und habe mir beim Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft die Zahlen besorgt. Zu Geflügel zählen nicht nur Hühner, sondern auch Puten, Gänse und Enten. Und die Summe von allem habe ich genommen. Das waren 2016 rund 491.000 t. 2014 exportierte Deutschland davon 40.967 t nach Afrika, 2016 waren es 17.219 t. Von dieser Menge gingen 3.942 t nach Südafrika, das sind rund 23%. Weitere größere Importländer sind Ghana und Benin. In nahezu allen  Ländern hat die Menge abgenommen, lediglich Mauretanien und die Kapverden verzeichnen eine Zunahme. Da die Kapverden mittlerweile ein beliebtes Urlaubsziel geworden ist, könnte die Zunahme damit erklärt werden. Im Jahr 2016 betrug die Bevölkerung von Afrika 1,216 Milliarden Menschen. Auf den Markt gelangt das Fleisch durch Händler, die Geflügelfleisch in Deutschland aufkaufen. Exporterstattungen werden nicht gezahlt. In Ländern wie Kamerun, Nigeria und Senegal, die ein Importverbot ausgesprochen haben, ist die Produktion von einheimischen Geflügel zwar geringfügig gestiegen, es besteht seitdem aber eine Versorgungslücke, die zum einen zu Schmuggel aus den …