Wohl kaum ein Thema bewegt die Landwirte in Deutschland derzeit so sehr wie die Koalitionsverhandlungen in Berlin. Was wird mit ihrem Berufsstand passieren, wenn die Grünen mit auf der Regierungsbank sitzen? Wer wird das Landwirtschaftsministerium, wer das Umweltministerium besetzen, dass die Grünen für sich beanspruchen? Auch wenn die Grünen jetzt, nachdem der Wahlkampf vorbei ist, den Willen bekunden, die Änderungen in der Landwirtschaft mit und nicht gegen die Landwirte zu machen, so glaubt ihnen das wohl kein Landwirt mehr. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben bei vielen Bauern tiefe Spuren hinterlassen. Dabei waren es nicht so sehr die immer neuen Regelungen, die wachsende Bürokratie, die zunehmenden Kontrollen, mit denen sie zu kämpfen hatten. Es war das abgrundtiefe Misstrauen und die Respektlosigkeit, die die grünen Landwirtschafts-Minister a.D. Remmel und Meyer dem Berufsstand entgegengebracht haben. Diskussionrunden, die nur für die Galerie abgehalten wurden, aber nicht ernst gemeint waren. Es sind Spuren, die nicht mit dem Grubber so einfach glattgezogen werden können, die in die Seelen gezeichnet wurden und die Verletzungen hinterlassen haben, auch wenn sich das theatralisch anhört. Nichts ist …