Jahr: 2016

Eigentlich wäre es Zeit….

Jetzt wäre eigentlich die Zeit, dass Alois mit seinen „Moggele“ auf die Alp ziehen würde. Wenn da nicht der Wetterbericht für die nächsten Tage wäre: anhaltender Regen und sogar Schnee werden für das Allgäu vorhergesagt. Darum entscheidet sich Alois erst mal nur die Viehtränke zu putzen. Da hat sich im Winter einiges angesammelt. Jetzt wartet er halt noch ein paar Tage mit dem Alpauftrieb. Als Bauer muss man flexibel sein… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Bio: Importe nach Deutschland

Die AMI hat in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau eine Statistik zusammengestellt, die auf der BioFach am 17.2.2012 vorgestellt wurde. Diese Statistik weist aus, welche Bio-Produkte in welcher Menge in Deutschland hergestellt wurden und welche Mengen in 2010 aus welchen Ländern importiert wurden. Neuere Zahlen sind mir nicht bekannt. Eine recht gute Selbstversorgung ist bei Roggen, Gerste, Hafer und Dinkel festzustellen. Bei Mais beträgt der Importanteil 42%, wobei die Hauptlieferanten Rumänien, Italien, Slowakei und Ungarn sind. 76% aller Bio-Ölsaaten werden importiert, wobei Soja mit 93% den höchsten Anteil einnimmt. Hier sind die Lieferanten Argentinien und Brasilien. Leinsaat (95%) kommt aus Kanada, Argentinien, China und Russland. Bei Sesam (100%, aber einer sehr kleinen Menge) sind die Lieferanten Ägypten und Uganda. Auch bei Obst und Gemüse wird ein sehr hoher Anteil importiert. Neben den Niederlanden, Dänemark, Österreich, Spanien und Italien werden als Lieferanten auch Israel, Argentinien, Bulgarien und Neuseeland genannt. Dass Bananen zu 100% importiert werden (immerhin 72.000 to und damit die höchste Importmenge aller Kulturen) und aus Kolumbien, Ecuador und der Dominikanischen Republik stammen, verwundert …

Bio: Umfrage und Kaufverhalten

Wenn ich mich mit Freunden und Bekannten über das Thema Ernährung und Landwirtschaft unterhalte, bekomme ich eigentlich immer zur Antwort, dass „sie ja auch sehr bewusst und bevorzugt Bio einkaufen“. Es fällt mir nicht immer leicht, das auch zu glauben und so habe ich mich mal auf die Suche gemacht, ob es dazu Informationsmaterial gibt. Und ich bin fündig geworden. Die Zahlen stammen zwar aus 2013, dafür sind aber sowohl die Umfragewerte des BMELV, die in der FAZ veröffentlicht wurde, als auch die Zahlen der tatsächlichen Marktanteile von diversen Bio-Produkten (Gesellschaft für Konsumforschung, GfK) aus dem gleichen Jahr! Neuere Daten habe ich nicht gefunden. Das Mittel über alle Bio-Lebensmittel macht an den Gesamtausgaben für Lebensmittel in 2013 laut GfK 3,9% aus. 2009 lag der Wert bei 3,1%.  Nochmal: es handelt sich nicht um die Menge, sondern um den prozentualen Anteil an den Ausgaben, also dem Wert. Was mir auffällt, ist, dass die Werte für die  Aussagen der Befragung (grüne Säulen) „kaufe ich immer in Bio-Qualität“ und dem tatsächlichen Marktanteil relativ gut passen. Setzt man dann aber die Säule für „kaufe ich häufig in …

Im Dialog: mit Herrn Ilchmann

In der Reihe „Im Dialog“ habe ich diesmal Kontakt zur AbL aufgenommen, über die ich nicht viel weiß. Wenn man nichts weiß, muss man fragen.  Herr Ilchmann hat mir Rede und Antwort gestanden. Herr Ilchmann, können Sie sich unseren Lesern kurz vorstellen. Welche Position haben Sie bei der AbL und was machen Sie privat? Bei der AbL Niedersachsen/Bremen bin ich Landesvorsitzender, 2014 wurde ich dann als stellvertretender Vorsitzender in den Bundesvorstand gewählt und habe dort Milch und Milchpolitik als Arbeitsschwerpunkt. Ich bin 54 Jahre alt und lebe und arbeite mit meiner Frau und zwei erwachsenen Söhnen  auf einem konventionellen Milchviehbetrieb in Rhauderfehn/Ostfriesland. Wir haben 60 Milchkühe auf 60 ha Landfläche, davon 25 ha Acker und 35 ha Grünland. Herr Ilchmann, ich bin kein Mitglied der AbL. Erklären Sie mir bitte, warum ich das werden sollte. Gerade Sie sollten AbL-Mitglied werden, denn Sie sind ein selbstständig und unabhängig denkender Bauer und engagieren sich für die Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Solche Leute gehören in die AbL! Für Sie hätte es den Vorteil, Mitglied einer Gemeinschaft zu …

Die Gutshofidylle im Kühlregal

Kennen Sie » Gut Ponholz « ? Klar, das ist der Bauernhof, von dem Netto seine Fleisch- und Wurstwaren bezieht. Bei Aldi Nord kommen die vom » Gut Drei Eichen « und vom » Güldenhof“. Penny kauft auf dem » Mühlenhof « ein und Tengelmann auf dem » Birkenhof «. Norma vertreibt Waren vom » Gut Langenhof « und » Gut Bartenhof «. Macht doch einen guten Eindruck, wenn auf der Packung wahlweise ein Gutshaus oder auch Fachwerkhaus zu sehen ist. Warum man in einer Mühle in Rügenwald Aufschnitt produziert, ist mir allerdings nicht ganz klar. Ich dachte immer, dass in einer Mühle Mehl gemahlen wird. Aber Rügenwalder Mehl – gibt’s das eigentlich ? Auf Nachfrage geben alle Supermärkte zu, dass die Höfe nicht existieren. Sie sind nur erfunden worden, um dem Konsumenten ein gutes Gefühl zu vermitteln, denn bodenständiges Landleben liegt voll im Trend, die Lust aufs Land ist in. Und das nutzen Hersteller wie Händler gleicher- maßen aus, schließlich ist es legal, seine Produkte unter einer angemeldeten Marke zu verkaufen, auch wenn es …

Zu hohe Liefermengen

Es geht auch anders: Konsequente Schritte des Geschäftsführers der Berchtesgadener Milch: Um den Mitgliedern der genossenschaftlichen Molkerei weiterhin einen attraktiven Milchpreis zahlen zu können, besucht er persönlich diejenigen Betriebe, die es mit der Anlieferung „übertreiben“. Dazu auch Aussagen von Mitgliedern der Molkerei. Sehenswerter Bericht ( 4 min) http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/unser-land/milchpreis-brandbrief-berchtesgadener-land-100.html#&time=

Edeka Südwest gibt für Milch Preisgarantie

Es geht auch anders. Edeka Südwest senkt den Milchpreis NICHT! Mit der Auflage, dass die Molkereien dies den Milchbauern zugute kommen lassen. Ein Lichtblick und ein Zeichen, dass es einige im Lebensmitteleinzelhandel gibt, denen die Erzeuger nicht egal sind. http://web.de/magazine/wirtschaft/edeka-suedwest-regionalen-milchbauern-preisgarantie-31523048