Meine Berghütte ist ein kleines Juwel. Nicht, weil sie soviel wert wäre, sondern weil sie mich immer wieder die Einfachheit des Lebens erfahren lässt. Sie steht an einem steilen Berghang am Grünten. Keine befahrbare Straße führt hinauf und sie ist auch weitab von den Wanderwegen auf denen im Allgäu die Touristen und Freizeitmenschen unterwegs sind. Nur zu Fuß und mit meinem Allradquad komme ich da rauf. Oder manchmal, wenn es ganz trocken ist, traue ich mich da mit dem Traktor hoch. Um mal etwas Schweres zu transportieren, wie einen neuen Holzofen und Baustoffe vor ein paar Jahren. So viele Menschen träumen heute vom einfachen, naturnahen Leben. Ich habe den Luxus, dass ich den Traum jederzeit, innerhalb eine halben Stunde Fußmarsch, ausleben kann. Ich gehe einfach auf meine Hütte oder fahre mit dem Quad hinauf. Dort habe ich einen Brunnen mit Quellwasser, einen Herd, einen Ofen, eine Stube, ein Matrazenlager und jede Menge Handwerkszeuge. Aber keinen Strom, keine Heizung, keine Microwelle, keine Spülmaschine und schon gar kein WLAN mit Internet. Und in das Kompostklo darf nicht …