Wozu mache ich das eigentlich noch?
Diese und ähnliche Sätze höre ich immer wieder, wenn ich mich mit Berufskollegen und -kolleginnen unterhalte. Die Antwort darauf ist nicht einfach. Vor die Welle kommen Ich hatte 2018 eine Einladung von Julia Klöckner zu einem Gespräch im Ministerium. In diesem Gespräch (es ging um die Grünen Kreuze) meinte die Ministerin, dass „ihr Bauern vor die Welle kommen müsst“. Wer könnte diesem Satz nicht zustimmen? Fakt ist aber, dass es eine Utopie ist und das aus mehreren Gründen. Investitionen in der Landwirtschaft haben meist eine Nutzungszeit von 20 Jahren und mehr. Ein Umbau eines Stalles, z.B. aus Gründen des Tierwohls, kann also nicht nach 5 oder 8 Jahren wieder erfolgen. Wer vor 5 Jahren einen Sauenstall mit 6 Quadratmeter pro Sau gebaut hat, kann nicht „mal so eben“ auf den neuen Standard von 6,5 qm umbauen, zumal noch Kredite getilgt werden müssen. Der „Erfindungsreichtum“ von NGO´s ist immer schneller als die Reaktionszeit in der landwirtschaftlichen Praxis. Deshalb lautet auch die Standardantwort der NGO´s auf eine Verbesserung: „das geht uns noch nicht weit genug“. Und schon …










