Alle Artikel in: Bauer Willi

Gemüse, Salat und anderes… – ein Gartenrundgang

Auf unserem Hof wächst auch was anderes als nur Getreide, Raps und Zuckerrüben. Hier ein Gang durch das Gemüsefeld, dass von unserem Sohn angelegt und gepflegt wird. Bis auf eine Spritzung gegen Blattläuse in den Dicken Bohnen (es ging wirklich nicht anders) alles ohne Pflanzenschutzmittel. Aber mit unglaublich viel Liebe und noch mehr Handarbeit! Ihr werdet Kulturen sehen, die ihr wahrscheinlich noch nie gesehen habt. Oder wer kennt Yacon und Süßkartoffeln aus dem eigenen Garten? Oder blaue und rote Kartoffeln? Schon mal Soja im Anbau gesehen? Oder Bischofsmütze? Na, dann schaut mal rein. Lohnt sich, bis zum Schluss… Euer Bauer Willi Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Das brachte die Ernte…

Ich habe euch ja vor ein paar Tagen versprochen, die Zahlen der Weizenernte 2017 zu bringen. Und jetzt nicht die Welt-Weizenernte, sondern die von unserem Betrieb. 🙂 Die Buchstaben A bis G sind unsere verschiedenen Parzellen, die Zahlen darunter der Weizen-Ertrag in Tonnen pro Hektar. Über den Säulen habe ich die Saattermine angegeben, denn in diesem Jahr hatte dieser Faktor zumindest bei uns einen besonders großen Einfluss. Die Parzelle G wurde aber auch deshalb erst im Dezember gesät, weil die Gemeinde dort ein Rohr verlegt hat und deshalb die Einsaat erst erfolgen konnte, als der Graben wieder verfüllt war. Auch auf die Qualität hatte der Saattermin einen Einfluß: Von den Parzellen A bis C haben wir Brotweizen geerntet, die restlichen Parzellen brachten nur Futterweizen, weil vor allem das Hektoliter-Gewicht zu niedrig war. (Logisch, daher auch der niedrigere Ertrag) Der Eiweißgehalt hingegen war bei diesen Partien extrem hoch, in der Spitze sogar 16%. (Konzentrationseffekt) Normal wäre es bei uns so um die 12,5 bis 13%. Zum Glück waren die Parzellen A bis C unsere größten Flächen, …

Was hat Fipronil mit Hunden und Katzen zu tun?

Nachdem, was ich bisher weiß, wurde das Insektizid Fipronil von gewerblichen Unternehmen aus den Niederlanden nicht nur dort, sondern auch in deutschen Hühnerställen zur Desinfektion eingesetzt. Der Wirkstoff ist in Deutschland bei Tieren, die selbst oder deren Produkte verzehrt werden, verboten. In gutem Glauben, einen Profi mit dieser Maßnahme beauftragt zu haben, haben diese landwirtschaftlichen Betriebe nun ein Problem und sind gesperrt worden. Die Eier müssen vernichtet werden. Fipronil wurde auch in Bio-Eiern gefunden, denn die Desinfektion eines Stalles ist keine Frage der Größe oder der Wirtschaftsweise (bio/konventionell) sondern gute fachliche Praxis. http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-08/fipronil-bio-eier-belastung Fipronil und Imidacloprid  (aus der Gruppe der Neonicotinoide) finden sich als Wirkstoffe aber auch in frei verkäuflichen Produkten gegen Zecken und Flöhe bei Hunden, Katzen und je nach Produkt auch bei Zierkaninchen. Meist wird eine Pipette so auf den Rücken des Tieres geträufelt, dass das Tier an der Stelle nicht lecken kann. Von dort verteilt sich der Wirkstoff über den gesamten Körper. Die Tiere sollen solange nicht gestreichelt werden, bis die Flüssigkeit getrocknet ist. Auch sollen die Tiere 48 Stunden nicht gebadet werden. Mehr zu diesem Thema und …

Fahrverbote jetzt!

Seit langem ist bekannt, dass Fahrzeuge, die mit fossiler Energie betrieben werden, einen negativen Einfluss auf Klima, Umwelt und Gesundheit haben. Deshalb fordere ich eine sofortiges Verbot der Nutzung aller Fahrzeuge, die mit fossiler Energie (Benzin, Diesel, Kerosin, Erdgas) betrieben werden. Eine Nutzung darf erst dann wieder erlaubt werden, wenn zweifelsfrei erwiesen ist, dass alle Maßnahmen ergriffen wurden, dass die Verbrennung der fossilen Energie umweltneutral und ohne jede Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen ist. Alle politischen Parteien sollten endlich konsequent handeln. Enttäuschend ist auch die Haltung vieler Umweltverbände, die offensichtlich vor der mächtigen Automobil-Lobby eingeknickt sind. Selbst die Deutsche Umwelthilfe fordert halbherzig lediglich ein Fahrverbot von Dieselfahrzeugen in deutschen Innenstädten. Was soll das? Jetzt besteht die historische Chance, alle fossil betriebenen Fahrzeuge zu verbannen. Weltweit!  Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim diskutieren… Euer Bauer Willi

Getreideernte geht zu Ende…

Gestern Abend wurde die Getreide- und Rapsernte 2017 bei uns beendet. Wir sind alle froh, dass wir es wieder geschafft haben. Allen Berufskollegen, die noch ernten müssen, vor allem denjenigen, die unter den starken Niederschlägen der vergangenen Wochen gelitten haben, drücken wir ganz fest die Daumen, dass es jetzt zügig voran geht. Über Erträge und Preise können wir uns dann immer noch unterhalten… Euer Bauer Willi

Lieber ohne…frei von…

Auf etwas zu verzichten ist der neue Kult beim Essen, der neue Mainstream. Essen muss nicht mehr Spaß machen, Selbstkontrolle steht im Zentrum. Nur wer entsagt, ist wirklich rein. Essen wird somit zum sozialen Abzeichen, in gewisser Weise zur Ersatzreligion. Es ist die Lust, etwas nicht nötig zu haben, die die Nahrungsaufnahme zu einer fast kultischen Handlung macht. Da ist die Rede von Entschlackung (Schlacke ?) und Entgiftung (Gift ?) des Körpers. Wir wählen unser Essen ja sehr bewusst aus und lesen selbstverständlich sämtliche Labels, die auf der Packung stehen. Doch der Griff nach Lebensmitteln, die » frei von « etwas sind, wird heutzutage in vielen Fällen nicht mehr durch ein gesundheitliches Problem bestimmt (ich entschuldige mich bei allen wirklich Betroffenen), sondern ist Ausdruck einer inneren Haltung. Manche Zeitgenossen finden es einfach schick, sich durch den Biss in eine fleischfreie Wurst oder einen cholesterinfreien Schokoriegel selbst zu optimieren und sich von dem gedankenlos vor sich hin schlemmenden Pöbel abzusetzen. Und eine große Supermarktkette greift dies prompt auf und bietet eine eigene Produktpalette unter der Marke …

Die Sache mit der Fallzahl…

… ist ein „Erklär-Video“ nach dem Muster der Sendung mit der Maus. Hat aber nichts mit dem Gesundheitswesen zu tun, sondern mit Weizen. Neulich habe ich mit Alois telefoniert und ihm erzählt, was mit der Weizenqualität passiert, wenn es dauernd regnet und das Getreide eigentlich reif ist. Und weil beim letzten Video der Handy-Akku leer war, als ich im Getreidelabor „meiner“ Genossenschaft war, bin ich jetzt noch mal hingefahren und wir haben mit Weizen aus dem Vorjahr den ganzen Vorgang der Qualitätsbestimmung mal aufgenommen.   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Jetzt weiß auch der Allgäuer Biobauer Alois, wie es geht. Und wenn ihr einen Lehrer oder eine Lehrerin in der Bekanntschaft habt, könnt ihr denen das Video ja auch mal zeigen. Euer Bauer Willi P.S: An meine Berufskollegen oder die Fachleute von den Mühlen: ich hoffe, ich habe alles richtig erklärt. Aber …

Nix als Widersprüche…

Ein Gastartikel von Sandra, die ganz schön verärgert ist über die Forderungen des Umweltministeriums. Und die vernünftige Lösungsansätze vermisst. Mir läuft gerade einmal mehr die Galle über, meine Stirn zieht Falten und ansprechen sollte man mich besser auch nicht. Denn unsere allseits bekannte Frau Ministerin Dr. Barbara Hendricks und ihr Ministerium bringen mich zur Weißglut – logisches Denken, Folgen abschätzen, Ursachen zu erkennen – bislang suche ich das im Bundesumweltministerium vergeblich. Ich frage mich, was wollen die eigentlich? Heute geht es einmal mehr darum, die weitere Zulassung von Glyphosat zu verhindern. Gut, ok. Soll sie versuchen, aber STOP! War da nicht etwas mit dem Emissionsausstoß in der Landwirtschaft, der ihr sauer aufstößt, und den sie gerne weg haben möchte…? Dumm nur, dass Glyphosat mit der Feldspritze ausgebracht 3 mal weniger CO2 ausstößt als die Alternative, das Pflügen. Blühstreifen, Brache und Zwischenfrüchte findet die gute Frau Hendricks ganz toll, ihre Leute natürlich auch… aber STOP ZUM ZWEITEN MAL! Blühstreifen und Greening machen wir Bauern ja. Dumm nur, dass keiner aus dem Ministerium, in der Lage ist …

Online-Petition – jetzt sofort unterschreiben!

Es ist ja heute allgemein üblich geworden, Probleme mit Online-Petitionen lösen zu wollen und dazu die Verantwortung an Dritte zu delegieren. Das versuchen wir jetzt auch einmal. Alois und ich sind vollkommen unzufrieden mit dem Wetter. Alois müsste dringend den dritten Schnitt einbringen, ich bin immer noch nicht mit der Weizenernte fertig. Und dauernd regnet, nein, schüttet es wie aus Eimern. Doch nicht nur die Bauern sind unzufrieden, auch die Urlauber werden langsam sauer weil sie Sommerferien haben und sich kaum draußen aufhalten können. Und das ist nicht das erste Mal so! Wer ist verantwortlich? Petrus! Deshalb: unterschreiben Sie die Petition sofort, bevor die Ernte verdirbt und die Sommerferien vorbei sind. https://www.change.org/p/petrus-kein-regen-w%C3%A4hrend-der-ernte-und-ferienzeit Willi und Alois

Eine Frage der Treckerfarbe…?

Ein Gastbeitrag von „Gurkenhobel“, der selbst kein Landwirt ist, aber der Landwirtschaft nahe steht. Ist das Abstellen des Motors wirklich eine Frage der Schleppermarke? Lieber Bauer Willi, ich möchte auch mal was loswerden. Wir wollen ja Dialog. Du kennst ja mein Büro, mein Fenster geht direkt raus zur Filiale der Genossenschaft, wo zurzeit die Traktoren Schlange stehen und Getreide und Raps aus der Region anliefern. Das ist schön, ich gucke gerne Trecker. Ich arbeite ja schließlich auch im vorgelagerten Bereich. Dadurch erlebe ich immer wieder, dass sehr viele Landwirte jammern, dass das Saatgut zu teuer wäre, dass Pflanzenschutz zu teuer wäre, dass die Erzeugerpreise zu niedrig sind, und so weiter. Eines aber, und das erlebe ich gerade wieder, scheint noch nicht teuer genug zu sein: Diesel! Da stehen riesige Trecker (JD 8er usw.) 10 Minuten in der Schlange vor der Waage und dröhnen im Leerlauf vor sich hin, die Captains der Giganten stehen daneben und brüllen sich über den Maschinenlärm hinweg gegenseitig ihre Ernteerfahrungen zu. Ein Claas-Besitzer ist der einzige, der seinen Bock abstellt. Ich …