Bauer Willi
Kommentare 38

Die Sache mit der Fallzahl…

… ist ein „Erklär-Video“ nach dem Muster der Sendung mit der Maus. Hat aber nichts mit dem Gesundheitswesen zu tun, sondern mit Weizen.

Neulich habe ich mit Alois telefoniert und ihm erzählt, was mit der Weizenqualität passiert, wenn es dauernd regnet und das Getreide eigentlich reif ist. Und weil beim letzten Video der Handy-Akku leer war, als ich im Getreidelabor „meiner“ Genossenschaft war, bin ich jetzt noch mal hingefahren und wir haben mit Weizen aus dem Vorjahr den ganzen Vorgang der Qualitätsbestimmung mal aufgenommen.

 

Jetzt weiß auch der Allgäuer Biobauer Alois, wie es geht. Und wenn ihr einen Lehrer oder eine Lehrerin in der Bekanntschaft habt, könnt ihr denen das Video ja auch mal zeigen.

Euer Bauer Willi

P.S: An meine Berufskollegen oder die Fachleute von den Mühlen: ich hoffe, ich habe alles richtig erklärt. Aber besser weiß ich es auch nicht 🙂

P.P.S: Danke an Frau Linek. Sie haben das prima gemacht!

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38 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Gut erklärt Willi. Wir lagern den Weizen erst einmal ein , bevor wir ihn je nach Preis verkaufen. Vierzig Prozent verfüttern wir an unsere Schweine. Von jedem Anhänger nehmen
    wir ein Rückstellmuster . Immer für ein Silo in einen gesonderten Eimer. Nach der Weizenernte nehme ich von jedem Eimer der einzelnen Silos eine Mischprobe und tüte die von jedem Eimer drei Weizenmuster ab. Diese Weizenproben sende ich an drei verschiedene Labore von Handel und Genossenschaften. Die Analyseergebnisse sind nicht immer identisch , zeigen aber die Richtung an, sodaß man später beim Verkauf sich seiner Qualitäten sicher sein kann. Es wird viel über die Qualitäten geredet ,dabei werden nur rd.25 %
    vom Weizen für die menschliche Ernährung gebraucht. Alles andere wird verfüttert. Leider ist es so , daß meistens die Futtermühlen mehr für den „Backweizen“ bezahlen , als die Brotmühlen. Auch haben wir über die Jahre festgestellt , daß die Fallzahl im Hoflager noch ansteigt.

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    • Ich seh das so sagt

      Wenn sie sich in dem von ihnen beigefügten Link die Tabelle rechts ansehen, sehen sie die Preisdifferenzierung für heuer. Diese können je nach Mengenanfall in den einzelnen Gruppen zueinander noch schwanken, meist nach unten, selten nach oben. Zu Veränderungen nach oben kommt es üblicherweise bestenfalls erst dann, wenn die Aufkäufer im Laufe der Wochen nach der Ernte sehen, daß auch anderswo (z.B. D, F, Ostländer, Ukraine) auch zuwenig von der gewünschten Ware geerntet wurde.

      Wenn sie einen Vertrag gemacht haben mit Preisfixierung ist das nur dann gut, wenn sie eben alle Parameter des Vertrages erfüllen. Sonst fallen sie unweigerlich in die darunterliegende Gruppe. Sollten sie die Parameter übererfüllen, liegt es am Vertragspartner ihnen eventuell mehr zu bezahlen, verpflichtet ist er dazu meist nicht.

      Motto: Preis runter geht immer sehr schnell, rauf nur sehr langsam.

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    • Bauer Willi sagt

      Ich mache Vorkontrakte mit einer genau definierten Qualität. Und die muss ich liefern! Vertrag ist Vertrag! Wenn ich selber die Ware nicht habe, muss ich sie besorgen. Drum mache ich auch im Vorfeld nur in dem Umfang Kontrakte wie ich glaube auch erfüllen zu können. Voriges Jahr war es rund die Hälfte der erwarteten Ernte. Dann habe ich aber ganz schön geschwitzt, das Menge und Qualität reichte.
      In diesem Jahr habe ich weniger vorkontrahiert. Ob es richtig war, kann ich Dir Mitte nächsten Jahres sagen.
      Bauer Willi

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  2. bauerhans sagt

    die fallzahl spielt bei unserem landhandel keine rolle,weils eh nur futterweizen ist.
    das hektolitergewicht schon,weils da abzüge geben kann.

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    • Inga sagt

      Weiles in diesem Jahr nur Futterweizen ist, bauerhans, oder Euer Landhandel nicht mit Brotgetreidemühlen handelt?

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      • bauerhans sagt

        der ertrag von futter- zu brotweizen ist höher als der preisaufschlag für brotweizen.

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