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Gewürzgurken aus Indien…saisonal, regional, …egal

Gewürzgurken aus Indien kauft wahrscheinlich keiner bewusst. Gibt es aber bei LIDL im Onlineshop und auch in der Filiale, und da werden sie dann doch gekauft. Hier der Beweis: https://www.lidl.de/de/freshona-cornichons-premium-scharf-wuerzig/p211056 Da frische Gurken nicht transportfähig sind, werden diese in Indien in die Gläser verpackt und mitsamt dem Wasser nach Deutschland transportiert. Die Gurken selbst enthalten zwischen 94 und 96% Wasser… Übrigens ist bei uns gerade Gurkenzeit. Das Einlegen ist relativ einfach. Und statt 95 Cent für 160 g sind heimische Einlegegurken auch preiswerter und regional. Und saisonal. Das wollt ihr doch. Die Gewürzmischung für mehrere Gläser gibt es für ein paar Cent fertig zu kaufen. Nur so mal als Tipp für die Sommerzeit… Euer Bauer Willi Bildquelle: www.lidl.de

Wasch mich, aber mach mich nicht nass…

…so oder ähnlich verhalten sich die Abnehmer, also Weiterverarbeitung und Handel beim Thema Ferkelkastration. Und nicht nur die: auch die politischen Entscheidungsträger sind auf Tauchstation gegangen. Kein Wunder bei dem heißen Wetter. Nadine Henke von Brokser Sauen hat die „Player“ in der Fleischszene befragt und zum Teil auch Antworten bekommen. Ihr Fazit: „Ich bin nicht schlauer als vorher“. Hier ihr Text, den sie am 24.7.2018 veröffentlicht hat. https://broksersauen.wordpress.com/2018/07/24/quo-vadis-ferkelkastration/

Es tut so gut…

…wenn man auf Verständnis trifft. Frau Isabell Prophet hat einen Brief geschrieben, der nicht nur im landwirtschaftlichen Bereich große Beachtung gefunden hat. Wer ihn nicht kennt, hier der Link: http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Stullen-fuer-die-Landwirte Ich wollte wissen, welcher Mensch hinter diesem Brief steckt und habe nachgefragt. Und habe dabei auch viele gute Hinweise bekommen, wie ich/wir reagieren sollten/könnten/müssten. Liebe Frau Prophet, Sie sind Journalistin und Buchautorin und haben einen Brief geschrieben, der im Netz viel beachtet und gerade von Bauern sehr begrüßt wurde. Was hat Sie dazu veranlasst, diese Zeilen zuschreiben? Haben Sie eventuell sogar einen landwirtschaftlichen Hintergrund? Isabell Prophet: Ich komme aus einer Kleinstadt, aus Celle in Niedersachsen. Einen landwirtschaftlichen Hintergrund habe ich nicht, aber seit ich ein kleines Kind bin, laufe ich zwischen Feldern hindurch, verstecke mich im Mais oder bestaune die Traktoren. Natürlich fällt ein Dürrejahr dann auf. Als ich kürzlich meine Heimat besuchte, fand ich eingerollte Maisblätter vor und kümmerliche Ähren. So ist mir bewusst geworden, wie schlimm es teilweise um die Ernte steht. Ich habe dann ein wenig recherchiert – und bin auf einen Zeitungsartikel …

Neue Züchtungsmethoden

Morgen wird bei der EU über die Bewertung der neuen Züchtungstechniken entschieden. Zum Thema GVO habe ich eine interessante Grafik gefunden. Dargestellt ist die Zahl der Toten durch den Verzehr von gentechnisch veränderten Lebensmitteln nach Ländern weltweit.

Agrar-Gipfel zur Dürre – das wär doch was!

Die AbL hat aktuell eine Pressemeldung herausgebracht, die ich persönlich für einen sehr guten Vorschlag halte, zumal nahezu alle bedeutsamen Aspekte Berücksichtigung finden. Jetzt sollte es keine Rolle spielen, wer die Idee zuerst hatte, denn es betrifft alle, die ihre „Werkstatt in der Natur“ haben. Hier der Text in vollem Wortlaut: Nicht Hilferufe nach staatlichen Geldern, sondern alle Marktpartner und Politik sollen Verantwortung übernehmen Der Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL e.V.) fordert Agrarministerin Julia Klöckner auf, sehr zeitnah einen Agrargipfel der gesamten Agrar- und Ernährungsbranche einzuberufen, von den Bauern über die Verarbeiter bis zum Handel. Alle Akteure sollen gemeinsam rasche, unbürokratische Hilfsmaßnahmen auch jenseits finanzieller Unterstützung diskutieren und beschließen. „In dieser prekären Situation vieler dürregeschädigter Höfe müssen die Marktpartner der Landwirtschaft wie Molkereien, Schlachthöfe und Getreidehandel, aber auch wir Bauern, Verantwortung übernehmen. Eine existenzbedrohliche Krise kann nur gemildert werden, durch eine schnelle und faire Anhebung der Erzeugerpreise“, so Martin Schulz, Bauer aus dem Wendland und Ottmar Ilchmann, Bauer aus Ostfriesland in einer Stellungnahme. Die AbL-Sprecher weiter: „Wir Bauern werden mit der schwierigen Situation allein …

Lob von NGO´s…

…ist relativ selten. Doch jetzt wird ausgerechnet ein Pflanzenzüchter von NGO´s gelobt. Und das in Zeiten von Genom Editing und anderen „Schweinereien“ der bösen „Agrarkonzerne“. Doch leider ist der Züchter tot. Dabei hat er sich auch noch mit einer Pflanzen-Art beschäftigt, die überhaupt nicht bei uns heimisch ist. Warum er trotzdem von den NGO´s verehrt wird, könnt ihr hier nachlesen: https://ooe.lko.at/die-guten-alte-zeiten-oder-w%C3%A4re-haberlandt-auch-heute-so-erfolgreich+2500+2760251

Uralt…

Wer weiß, was das ist? Am Rande unseres Gartens sind doch ein paar Körner aufgelaufen und das Getreide ist jetzt vor der Druschreife. Für den Mähdrescher aber dann doch zu wenig. Wir wollen es ernten und im nächsten Jahr wieder einen Versuch starten, denn der diesjährige ist aus unerfindlichen Gründen schief gegangen. Schnecken? Vögel? Wir wissen es nicht. Wir machen also eine eigene Saatgutvermehrung, die wir aber der Saatgut-Treuhand nicht melden. :-). Das muss man nämlich normalerweise machen, wenn man eigenes Saatgut herstellt. Die Halme sind rund 1,50 m hoch. Es ist eine sehr alte Getreide-Art. Eine kleine Rate-Hilfe: es ist kein Einkorn, sondern man nennt es auch Zweikorn. Diese Art wird seit mindestens 10.000 Jahren kultiviert und hat ihren Ursprung im Nahen Osten. Die schwarze Farbe hat das Getreide aufgrund des Beta-Carotins. Jetzt müsst ihr aber selber darauf kommen. 🙂 Euer Bauer Willi

Das ist erst der Anfang…

Zurzeit wird viel über die Dürre in Deutschland und anderen Ländern berichtet. Besonders die Waldbrände in Schweden kommen in den Nachrichten vor, weil sie außer Kontrolle geraten sind. 30 Grad am Polarkreis und andere Rekorde werden zitiert. Das Wort „Klimawandel“ bekommt spätestens jetzt eine reale Dimension. Ich schreibe diesen Artikel am 21. Juli. Wir haben die Getreideernte gestern beendet, drei Wochen früher als normal. Die Erträge lagen unter dem Durchschnitt, aber für die Verhältnisse der letzten Wochen sind wir noch zufrieden. Es hätte schlimmer kommen können, wenn man die Nachrichten aus dem Norden der Republik hört. Doch das ist noch nicht das Ende, wenn sich jetzt die Trockenheit und Hitze weiter verschärft. Am Schluss des Textes ein paar persönliche Worte. Ein Rundumschlag, aber den muss ich einfach mal loswerden. Mindestens bis Anfang August heiß und trocken Unsere Zuckerrüben lassen tagsüber die Blätter hängen, stehen aber morgens noch auf. Der untere Blattkranz welkt, was ein erstes Zeichen dafür ist, dass die Pflanze nicht mehr wächst und sich auf schlechtere Zeiten einstellt. Überleben ist jetzt die Devise. In ein paar …

Danke an den WDR…

…und an Sven Kroll für die guten Fragen zum Thema Trockenheit und die Auswirkungen in der Landwirtschaft. Wer die Sendung nicht sehen konnte, hier das Video dazu: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/hier-und-heute/video-bauer-willi-und-die-hitze-100.html Ist nicht einfach, in einer Live-Sendung immer die richtigen Antworten zu finden. Ich hoffe aber, dass das Wesentliche rübergekommen ist. Wer will, kann sich auch mal die vielen Kommentare bei Facebook ansehen. Euer Bauer Willi

Zielkonflikt: Hagelschaden oder Hagelschutz?

Vor 10 Tagen hat es in Südtirol, im Gebiet um den Kalterer See, gehagelt. Da ich dort zwei Freunde habe, Toni Ortler und Klemens Kössler, habe ich mir das angesehen und den beiden ein paar Fragen gestellt. Die Hagelschauer dauerte nur rund 15 Minuten, die Hagelkörner waren nicht mal kirschgroß, aber die Dauer reichte, um im Zentrum des Hagelgebietes beim Wein sämtliche Blätter zu zerstören und auch Schäden am Holz zu verursachen. Die Trauben sind nicht mehr verwertbar. Totalschaden Bei den Äpfeln sieht man den Schaden auf den ersten Blick nicht. Zwar haben die Blätter auch Löcher und Risse, aber dies sieht man erst, wenn man sich die Bestände genauer ansieht. Die Früchte haben etwa die halbe Endgröße, aber durch die Einschläge überall Druckstellen, die natürlich nicht wieder auswachsen. Die fertigen Früchte sind zur Ernte nur noch für die industrielle Verarbeitung (Saft, Kompott) zu gebrauchen, denn der Kunde mag nur optisch lupenreine Früchte. Im Gebiet sieht man einige Flächen mit Hagelschutznetzen. Ich habe Toni und Klemens gefragt, warum sie bisher noch keine solchen Netze haben. …