Bauer Willi
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Gewürzgurken aus Indien…saisonal, regional, …egal

Gewürzgurken aus Indien kauft wahrscheinlich keiner bewusst. Gibt es aber bei LIDL im Onlineshop und auch in der Filiale, und da werden sie dann doch gekauft. Hier der Beweis:

https://www.lidl.de/de/freshona-cornichons-premium-scharf-wuerzig/p211056

Da frische Gurken nicht transportfähig sind, werden diese in Indien in die Gläser verpackt und mitsamt dem Wasser nach Deutschland transportiert. Die Gurken selbst enthalten zwischen 94 und 96% Wasser…

Übrigens ist bei uns gerade Gurkenzeit. Das Einlegen ist relativ einfach. Und statt 95 Cent für 160 g sind heimische Einlegegurken auch preiswerter und regional. Und saisonal. Das wollt ihr doch. Die Gewürzmischung für mehrere Gläser gibt es für ein paar Cent fertig zu kaufen.

Nur so mal als Tipp für die Sommerzeit…

Euer Bauer Willi

Bildquelle: www.lidl.de

(Aufrufe 6.125 gesamt, 3 heute)
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50 Kommentare

  1. Wo soll die Gurke denn sonst her kommen? Deutsche Bauern ernten keine Winziggurken. Versucht man Einleger zum Einlegen zu bekommen, weigert sich der geneigte Deutsche Bauer auf dem Wochenmarkt, einem nur kleine zu verkaufen. Man müsse sie schon so nehmen, wie sie sind. Natürlich 2/3 große, die teils nicht mal ins Glas passen – und dann hin und wieder eine kleine. Da kaufe ich auch welche vom Mars.

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  2. Friedrich sagt

    @fingerp. Der Selbstversorgungsgrad bei Schweinefleisch ergibt sich aus der eigenen Ferkelproduktion mit rd. 40 Mill. Ferkeln. Geschlachtet werden aber in Deutschland 56 – 58 Mill. Schweine. Durch die Sklavenarbeiter in _dt. Schlachthöfen wird hier 30% billiger geschlachtet und zerlegt als in den Niederlanden und Dänemark. Dort werden nämlich korrekte Tariflöhne bezahlt, aber bei uns ist billig auch von der Politik gewollt. – So, zu den 40 Mill. Ferkeln kommen dann ca. 12/13 Mill. Ferkel in die dt. Mastställe aus Dänemark und den Nierderlanden. Die restl. Mastschweine werden lebend aus Dänemark und den Niederlanden nach Deutschland gekarrt und hier geschlachtet. Damit haben wir natürlich rechnerisch 120% Selbstversorgung, aber bei genauer Rechnung stellt sich das ganz anders dar. Durch die politische Gängelung der Ferkelerzeuger und der Billigpolitik kann hier kaum ein Ferkelerzeuger noch kostendeckend arbeiten. Per Saldo sind wir also
    Schweinefleischimporteur. Durch die ständigen Falschmeldungen der NGOs und der Nachplapperei der Medien wird die Lage für die dt. Schweinehalter immer schlimmer.
    Leider setzen sich unsere Politiker mit der Realität auch nicht auseinander , sondern plappern dummerhaft alles nach. MIt Sachkenntnis würde sonst so ein Stuss nicht herauskommen. Dies gilt auch bei Kastenstand,Kupieren, Kastration usw. . Auch die Plapperei , daß alle 45 Jahre nur die Schweinebetriebe kontrolliert werden ist eine Träumerei. Bei mir haben in den letzten 13 Jahren von sechs Organisatione 55 Stallkontrollen stattgefunden. Unser Veterinäramt kommt spätestens alle 5 Jahre in die Betriebe. Bei mir haben die schon dreimal immer dieselben Sauenbuchten nachgemessen. (Immer derselbe Tierarzt)

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  3. Der Marktauf in unserem Ort hat renoviert und wirbt damit, dass er jetzt ein ganzes Regal mit regionalen Artikeln bietet. Das schaue ich mir mal an. Scheint auf jeden Fall ein Thema zu sein, und das freut mich.

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  4. Friedrich sagt

    Der LEH kauft immer das billigste , genauso wie der Verbraucher. Sonst würde es ja in den Regalen bleiben, oder ? Regional heißt für die Großen LEHs, Deutschland , denn die Mengen müßen ja irgend woher kommen. Wenn der LEH es ernst meinen würde , dann wäre nicht ständig Preisdruck bei Schweinen , obwohl die Schweinestückzahlen am Schlachthof ständig zurückgehen, ja die Schlachtstellen Schweine suchen. Die Marktmacht ist so stark , daß bei diesen Preisen kaum noch eine gedeiliche Landwirtschaft möglich ist. Wo ist die Politik, das Kartellamt und schreitet wegen des Monopols des LEH ein ? Nichts zu sehen. Auch jetzt , wo überall im Lande Dürre ist und der Notstand auf dem Lande ausgerufen werden müßte , nichts. Alle Verantwortlichen ducken sich weg. Aber wenn z.B. die Autoindustrie Absatzprobleme hätte und 30.000 Arbeitsplätze gefährdet wären , dann ständen alle Politiker in der „Ersten Reihe “ und würden sich gegenseitig an Vorschlägen überbieten. Die Dürre wird zu starken Einbrüchen in der ldw. Zulieferindustrie führen, weil kein Geld für Investitionen und Ausrüstung vorhanden ist. Erst dann werden einige aufwachen. Mit dieser Politik fürs Land gehen ganze Regionen kaputt, aber die Berliner merkens nicht. Die kriegen noch nicht mal einen Dürregipfel hin, weil in Berlin und den Landesparlamenten nur Trollos sitzen.Sprücheklopfer ohne Kompetenz.

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  5. fingerphilosoph sagt

    Es ist auch Doppelmoral, wenn der Bauer behauptet, er würde regionale Produkte verkaufen, wenn er zu deren Erzeugung Treibstoff und Kunstdünger auf Erdölbasis verwendet, oder Saatgut, das er von einer Saatgutfirma eingekauft hat, oder seine Viecher mit Soja aus Brasilien oder USA füttert oder Ferkel aus Holland einkauft.

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    • Brötchen sagt

      fingerphilosoph, es gibt zwei Strategien, man kann immer gucken, wie böse der andere ist, oder man kann versuchen sich seine kleine Welt nach seinen Möglichkeiten zu gestalten. deswegen baue ich Gemüse an und züchte alte Rassen, womit ich mein Geld ausgebe, was ich in der massentierhaltung verdiene. um zu meinen Tieren zu kommen vergurke ich jede Woche 150 km mit dem Auto plus futterzukauf nicht gerechnet. jetzt zu deinem Bsp. kws saatzucht ist eine mittelständische Firma in d. Stickstoff wird in Wittenberg hergestellt. pflanzenschutzmittel auch. weiter wird mit gülle gedüngt, was unsere Schweine produzieren. der Traktor kommt auch aus d. gut das Personal kommt aus mv. gut Soja kommt aus den USA. damit wird Roggen produziert, den unsere Schweine wieder fressen. die Ferkel sind aus bb. das Stroh geht an viele reiterhöfe zur Bespassung der Städter. ich denke schon, das unser Produkt fast regional ist. aber gut, mir ist das schnurz, wir machen mehr, als wir schwadronieren.

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      • fingerphilosoph sagt

        Brötchen, was ich lese ist, dass deutsche Bauern jährlich 4,5 Millionen Tonnen Soja als Tierfutter einkaufen und der Selbstversorgergrad bei Schweinefleisch 120% beträgt, was heißt, dass sich der Export von deutschem Schweinefleisch in den letzten 7 Jahren verdoppelt hat. Auf diesem Hintergrund ist es Doppelmoral, dem Verbraucher vorzuwerfen, dass er indische Gewürzgurken kauft. Ich schreibe das hier ja nur, weil der Bauer dem Verbraucher seine Doppelmoral hier ständig unter die Nase reibt.

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        • Bauer Willi sagt

          Zum Selbstversorgungsgrad von 120% muss man wissen. dass Deutschland z.B. Schweinefilet importiert, weil es selbst nicht genug davon hat. Und so ein Schwein hat auch nur ein Filetstück. Was wird vom Schwein in Deutschland sonst noch gegessen? Richtig, Schnitzel! Vielleicht noch etwas Bratwurst.

          Was passiert mit Schweineleber, -lunge,- füssen, – schwänzen? Richtig, die werden exportiert. Warum? Weil sie in Deutschland unverkäuflich sind. Ein Schwein hat vier Füße.

          Jetzt komm mir bloß nicht mit Hunde- und Katzenfutter. Der deutsche Verbraucher braucht sich für seine Doppelmoral nicht entschuldigen. Er soll die Verantwortung für Fehlentwicklungen nur nicht immer beim Bauern suchen.
          Schönes, sonniges und trockenes Wochenende. Auch wenn ich mir was anderes wünsche.
          Bauer Willi

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          • fingerphilosoph sagt

            Der Bauer muss sich für seine Doppelmoral auch nicht entschuldigen. Er soll die Schuld nur nicht immer beim Verbraucher oder beim LEH suchen.

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            • Inga sagt

              Es geht doch hier nur darum, dass die Verbraucher Gemüse vom Indischen Boden genießen, nicht von regionalen Böden, den die regionalen Bauern in Ordnung halten; neben der Flur, die die Verbraucher nach Feierabend und im Urlaub auch genießen können.

              Und von da aus der Weg in die Fabrik kürzer ist.

              Ob das der Berbraucher Fingerphilosoph auch versteht?

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          • fingerphilosoph sagt

            Ja, der Herr vom Bauernbund Brandenburg hat die Doppelmoral auch gut drauf. Hochinteressant, dass ein Bauernvertreter Glyphosatrückstände moniert, wo die Bauern doch unisono der Meinung sind, dass Backpulver viel giftiger ist.

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            • Brötchen sagt

              Fingerphilosoph die Marketingstrategie ist stark verbesserungswürdig! Alles wissen es niemand kann es 😉

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            • Inga sagt

              Was ist da für eine Doppelmoral dran, wenn Backpulver giftiger ist als Glyphosat!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Der LD 50 Wert von Backpulver ist niederer als von Glyphosat.
              Von Giftigkeit würde ich die diesem Fall nicht reden.

              Giftig ist zb. Botox, das bei manchen Frauen zu Schönheit verhelfen soll.

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            • Inga sagt

              Was ist der LD Wert, Ehemalaiger Landwirt?

              Es kommt ja auch darauf an, wie oft man damit in Verbindung kommt, oder!

              „Von Giftigkeit würde ich die diesem Fall nicht reden.“

              also in beiden Fällen nicht, oder?

              Wer hat wohl Freude an de3m ganzen Stress da drum rum?

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        • Brötchen sagt

          Fingerphilosoph, ähm ich habe niemanden Doppelmoral vorgeworfen, ich habe das bsp. mit der Reibung gebracht. Außerdem habe ich 3o Jahre in einem autarken Staat gelebt, will ich nicht mehr und muss ich nicht mehr haben! Wir hatten in D auch schonmal einen SVG von 80 % das ist noch nicht so lange her. Um das beurteilen zu können, muss man eine Menge wissen. Z.b. werden Schweine in D geschlachtet, die aus Holland kommen. Dänemark hat 400 % SVG Holland auch. Dänemark hat die Mast weitgehend verlagert und produziert nur noch Ferkel, die werden in D. gemästet und geschlachtet. Dänemark hat grosse weite Landesteile da kann man nur Veredlung machen, da ist nichts ausser Tourismus. Die Mast hat sich nach d. verlagert, weil bei uns die ak günstiger ist und die Schlachtung effektiver. Ein grosses dänisches Schlachtunternehmen ist deshalb auch in D. Und Polen tätig. Ein Grossteil der Wertschöpfung in Niedersachsen macht die Verarbeitung aus. Glaube so 2 Mrd waren das. den Schinken aus Italien das sind meist dt. Schweine. Will sagen der SVG sagt so gut wie nichts aus, weil viel in der EU hin und her gehandelt wird. Z.b. gehen bestimmte Teilstück nach Holland und die machen wieder irgendeine Wurst und wir bekommen belgische Wasserschweine, weil die gerade günstig sind usw….was das Soja betrifft, Tiermast ohne Soja ist zur Zeit in D. nicht sinnvoll und wirtschaftlich machbar, Konv. und Öko auch! Also wenn die Sojakarte als Argument kommt, kann ich nur mit den Schultern zucken. es ist aber so, wir produzieren Getreide was sonst nicht verwertet werden kann. das ist so, wie wenn du Eierkuchen backen willst und du hast das Mehl, kannst aber keine Eier kaufen und sollst dann Fischsuppe ranmachen. und wenn ich geld habe, was konvertibel ist, dann wäre ich doch blöd, wenn ich statt dem guten Soja jetzt mich mit Lupinen rumquäle. Wie gesagt es gibt kein vergleichbares Eiweißfuttermittel als Soja in Preis/Leistung. Alles andere kann man machen, es ist aber nur ein kleiner Baustein und kann Soja nicht ersetzen.

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          • fingerphilosoph sagt

            Ja, ist ja schon gut, aber sag mich doch bitte, warum dann die indischen Gewürzgurken hier angeprangert werden? „Regional“ ist angesichts dessen, was Du das schreibst, doch sowieso eine Farce.

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            • Brötchen sagt

              Musst du den Willi fragen;) ich hatte Sozialismus muss ich nicht mehr haben. Inder wollen auch leben.
              Und Südtiroler Hagel find ich auch nicht so toll und ich kann da auch mitfühlen, aber ich unterstütze dann doch lieber die obstbäuerin.;)

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            • Inga sagt

              oh Brötchen, hier sagst du was:

              „ich hatte Sozialismus muss ich nicht mehr haben. Inder wollen auch leben.“

              also musst du eine Diktatur nicht mehr haben!

              So,
              wenn die Bauern die Umwelt schonen sollen,
              dann müssen auch ihre Produkte gekauft werden.
              Damit sie unterstützt werden und diesen für lau weiter machen können.

              Hengstenberg verkauft ja nun auch das Kraut und die Gurken von regionalen Bauern.

              Ich möchte gerne mal wissen, ob in den indischen Einkochsud deutsche Gurken drin stecken???

              Ja, Brötchen auch die Ökologie diktiert uns was!

              Das nehmen wir aber alle freiwillig hin, oder?

              Der lieben Umwelt, von der wir alle abhängig sind, zu liebe!

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            • Obstbäuerin sagt

              Indische Gurken sind nur deswegen von übel, weil sie den Gemüsebauern hier und vor Ort im Spreewald die Produktion unmöglich machen. Mit einem ständig steigendem Mindestlohn bei handarbeitsintensiven Kulturen und einem Preis auf niedrigem Niveau ist die Produktion in Deutschland nicht mehr möglich. Das gilt für immer mehr Kulturen im Obst- und Gemüseanbau.

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        • Inga sagt

          Fingerphilosoph,
          warum brauchen die deutschen Bauern Soja?

          Weil es der Verbraucher verlangt.
          Er will Fleischqualität.
          Und nur Filet und Schnitzel.
          Die bkeomtm man mit Getreide und Kartoffel nicht hin.
          Deswegen brauchen wir Soja.
          Eine Umzüchtung der Schweine ist auch wegen dem Verbraucher geschehen, die alten robusten Rassen sind viel zu fett. Die konnte man mit Kartoffeln füttern. aber nur mit gekochten.

          Weil der Markt es so verlangt hat und deswegen Druck auf die Bauern gemacht hat.

          Das dem Bauern in die Schuhe zu schieben ist echte Dummheit!
          Und Undankbarkeit.
          Wann hast du das letzte mal “Ferkelfüßchen“ (die Füße des geschlachteten Schweines) oder Eisbein in Sauerkraut gegessen?

          Früher wurde nichts weg geschmissen!

          Wenn du aber nur das gute Fleisch willst und das Fett auch nicht, deswegen mußten die Bauern die Schweinerassen umzüchten und mit dem eiweißreichen und guten Aminosäuren enthaltene Soja füttern. Sonst bekommt man das vom Verbraucher geforderte Fleisch nicht hin!
          Da ist der Bauer keine Schuld dran, sondern der König im LEH, wo der Kunde König ist!
          Staatlich wurde es bestimmt auch gefördert!

          Nicht nur er Bauer verlangt vom Verbraucher, dass er regional kauft, auch damit die Produkte nicht so lange umweltbelastend durch die Gegend geschaukelt werden.

          Also Spreewald ist näher als Indien.

          So,
          wollen wir nur noch Gurken aus Indien kaufen, weil sie billiger sind?

          Dann können es sich ja die Bauern im Spreewald gut gehen lassen, Sie können eine Industrie da hinstellen und ihr Familieneinkommen viel bequemer in der Industrie verdienen. Die Umwelt im Spreewald ist ja egal, was soll sie uns kümmern, Hauptsache es geht uns gut!
          Alles zubetonieren und bunt anstreichen! Toll!
          Fertig, willst du das?

          Oder willst du lieber die Spreewaldbauern (mit ihren Produkten kaufen) fördern, damit sie die Umwelt dort, Landschaft und den Wald erhalten?

          Sonst wird die Umwelt von unseren Steuergeldern erhalten, wie in den Alpen!
          Das ist dann eventuell teurer für uns alle!

          Hauptsache Du hast billige Gurken von weit her !!!

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Gerade erst wurde mit den USA ein Deal gemacht, Europa darf weiterhin Autos verkaufen, muss dafür den USA Soja abkaufen, was anderes soll man mit dem Soja machen, als an Tiere verfüttern.
          Soll sich der deutsche Bauer dem Soja aus den USA verweigern, was sagt die IG Metall dazu?

          Möglicherweise erledigt sich das Problem von alleine, mit Schnitzel aus China:

          https://www.agrarheute.com/tier/schwein/aufreger-schweinehochhaeuser-china-546894

          https://www.agrarheute.com/tier/schwein/einblicke-chinas-schweinehochhaeuser-546548

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    • Obstbäuerin sagt

      Globalisierung ist der Tod für regionale Produkte. Wir erleben es täglich hautnah.

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin fingerphilosoph, dieser von Dir aufgestellten Logik kann ich nicht folgen.Warum kauft wohl der Bauer
      die Ferkel in Holland? Möglich das wir ab 1.1.2019 alle unsere Ferkel in anderen Ländern kaufen müssen darüber lohnt es sich einmal nachzudenken.

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      • fingerphilosoph sagt

        Der Bauer kauft die Ferkel in Holland, weil ihm das mit dem „regional“ hinten runter geht.

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        • bauerhans sagt

          nein,weil er ne grosse partie (800) aus einem betrieb hier nicht bekommt.

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        • Bauer Willi sagt

          Ganz schön zynisch. Weißt Du, wie viele Ferkelerzeuger alleine in den letzten 6 Monaten die Stall-Tore für immer zugemacht haben? Weißt Du auch warum? Weil Sie mit den immer neuen Forderungen nicht mehr mitkommen und schlechtem Geld nicht noch gutes hinterherwerfen wollen.
          Bauer Willi

          +8
          • Inga sagt

            Ob sich das Herr Fingerphilosoph

            vorstellen kann, Bauer Willi?

            Ob er ionseinem Beruf so neue Forderungen hat?

            „neuen Forderungen nicht mehr mitkommen und schlechtem Geld nicht noch gutes hinterherwerfen wollen.

            Ob er weiß was das hießt:
            schelchtem Geld gutes hinterher werfen?

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        • Brötchen sagt

          Ne der kauft die weil er ein Angebot bekommt und das vergleicht er und da hängt noch vieles anderes dran. Regional spielt mit eine Rolle aber nicht nur! Schweinemast funktioniert so 55 euro kostet Ferkel, 60 Euro kostet Futter, Tierarzt, Wasser, energie und Arbeit kostet je ein euro. Als Erlös bekommst du ca. 120 euro. Jeden Euro den du im Einkauf sparst verdienst du! Drei Durchgänge im Jahr bei 1500 Schweinen sind 540000 euro, davon haste vielleicht 13000 Euro verdient. So grob überschlagen. dein Wochenmarktbauer
          mästet pro Jahr 100 Schweine und bekommt pro Tier 400 euro, sind 40000 euro. Die muss er schlachten und verwerten, kommt er vielleicht auf die gleiche Summe. Letztendlich. Eventuell mit Ferkeln aus der Bretagne.

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          • fingerphilosoph sagt

            Ja, da gibt es halt das Angebot von indischen Gewürzgurken und Gewürzgurken von Hengstenberg oder Kühne. Regional spielt mit eine Rolle aber nicht nur. Jeden Euro, den du beim Einkauf sparst, verdienst du.

            Das ist die Denkweise, die Bauer Willi hier dem Verbraucher ständig unter die Nase reibt. Warum sollen für Bauern andere Regeln gelten als für Verbraucher?

            +1
  6. Thomas sagt

    Hallo Willi,
    das sind unsere Partner der regionalen Landwirtschaft!
    Eigentlich sollte die Landwirte mit einen Bummeleinkauf der mindestens 4 Stunden dauert, Lidl Märkte in Deutschland lahmlegen! Das heißt ein Artikel in den Einkaufswagen, dann im Markt einfach spazierengehen.
    Und vor und im Markt das Gespräch mit dem Verbraucher suchen.
    Bei jeder neuen überregionalen Preisschlacht sollten die Landwirte die Aktion wiederholen.
    Lidl kann sich, ja dann über ihre Handelstätigkeit Gedanken machen.

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  7. Brötchen sagt

    ja Willi ist schon klar;) ich habe letztes Jahr so grosse schnappgläser gekauft, glaube da kostet eins so 7 Euro. wie viel Gurken machst du in ein Glas?😉 ich war mal bei uns in der spreewaldgurkenfabrik in golßen. glaube da ist jetzt wieder das gurkenfest, da kann man die Fabrik besichtigen.

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    • Bauer Willi sagt

      Wie viel Gläser soll ich Dir schicken? Wir haben gerade so um die 50 im Keller stehen, die wir nicht mehr brauchen. Wenn Du sie nicht nimmst, kommen sie zum Altglas. Zwei Wochen warte ich noch auf deine Antwort…
      Bauer Willi

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      • Brötchen sagt

        danke Willi, meine Frau schmeist schon weg, wir haben genug! Wie gesagt ich habe jetzt die teuren Schnappi Gläser, da kann der Winter kommen;) ich hab no Keller und ein kleines ossihäusel, desterwegen problemo di Plaza 😉

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  8. Brötchen sagt

    ein Grossteil der Gurken kommt nicht mehr aus d. sondern aus China, Indien und Polen. ich lege auch jedes Jahr ein, mit ein paar Cent ist das nicht getan, die Gläser sind teuer und die würzeinlegemischung auch. meine Mutter macht immer schnellgurken. letztens war ich heidelbeerselbstpflücken 5 kg. wir machen vorwiegend Marmelade, weil die besser schmeckt als gekauft. rechnen darf man aber nicht, ausser man verkauft die Gläser für 5 € 100ml, das habe ich schon gesehen. letztes Jahr waren wir Pfirsiche pflücken, die waren so schön und die meisten lagen unten. billig war das auch nicht, aber Marmelade ist unschlagbar

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin, wenn Du alle Deine Gartenprodukte in Geld umrechnest ganz Du es gleich stecken lassen. Für mich zählt ,Frische,Geschmack und das ich diese selber produziert habe.
      Gläser brauch man auch nicht jedes Jahr neukaufen gegenfalls die Deckel.
      Den Jungs bei LIDL und anderen, sollte wir die Frage stellen wie Sie es mit einheimischen,regionalen Erzeugnissen halten auf die angeblich alle LEH so großen Wert legen und die vom Kunden doch so gewünscht sind.

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      • Brötchen sagt

        bb du das ist reine geldvernichtung, aber eine schöne beschäftigung😁

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    • Bauer Willi sagt

      Wir sammeln alte Marmeladengläser. Und die Gurkengläser vom Vorjahr. Da kommen in unserem Haushalt schnell mal über 100 zusammen. Die Würzmischung kann man sich auch selbst aus den einzelnen Bestandteilen zusammenstellen. Ist keine Hexerei und die Fertigmischung lassen sich die Hersteller bezahlen.
      Was ich sagen will: 1. wer saisonal und regional möchte, sollte auf indische Ware verzichten. Oder 2. indische Ware kaufen und nicht behaupten, er kaufe regional und saisonal. Zweiteres erlebe ich aber immer wieder und das ist doppelte Moral.
      Bauer Willi

      +5
      • AdT sagt

        Das mit der Doppelmoral ist vielen gar nicht bewusst. Doppelmoral ist wichtig. Denn Doppelmoral ist der Kitt der Moral. Stimmen Wollen und Handeln/Reden immer überein, bröckelt ganz schnell die Moral.

        Denn was wäre, wenn jeder sein Fremdgehen herausposaunt, seinen Kindern erzählt, wie ihm die eingepferchten Schweinchen am A… vorbeigehen, wie er seinem Patienten eine unnötige lukrative Op aufgeschwatzt hat, die diesen nie wieder richtig gehen lässt, er bei der Abrechnung betrogen hat?

        Wir wären schon mit 6 Jahren Zyniker gewesen, ohne Ideale in der Jugend…

        +2
        • Bauer Willi sagt

          Man kann aber auch sein Leben lang Optimist sein und an das Gute im Menschen und an eine Veränderung glauben. Anders wäre so ein Blog nicht zu betreiben… 🙂
          Bauer Willi

          +7
          • AdT sagt

            Ja, die Doppelmoral hilft dabei. Klar, sie vertuscht und zementiert vieles, sie hilft uns aber auch, an das Gute im Menschen zu glauben, weil sie uns nicht alles Schlechte wissen lässt. Damit schafft die Doppelmoral die Voraussetzungen für selbst erfüllende Prophezeiungen („der Mensch ist gut“), und wir verhalten uns tatsächlich gut, jedenfalls öfter und sind nicht so miesepetrig. 🙂 Man könnte zwar sagen, die Doppelmoral ist ein Abfall von der Moral. Das stimmt, aber sie ist das Netz, in das man mal fallen darf, um sich wieder nach oben zur Moralität zu schwingen. Sonst lägen wir sogleich auf dem kalten Boden. Du siehst, ich sehe sogar die Doppelmoral optimistisch. Anders könnte ich meinen Beruf auch nicht ausüben. 🙂

            +3
      • Thea S sagt

        Saisonal und regional kaufen und Doppelmoral? Hatte Bauer Willi nicht auf FB stolz gepostet, er kaufte Bodenseeäpfel (neue Ernte)? In der Region um Rommerskirchen hat die Apfelsaison vermutlich noch nicht begonnen, und regional und saisonal gibt es noch nichts. Doppelmoral halt überall.

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