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Sticht der Herzbube?

Diese Meldung dürfte viele Menschen erfreuen. Aber das Entscheidende ist, dass diese teureren Eier auch gekauft werden. Die Pressemeldung stammt vom Januar 2017. Weiß jemand, ob die Marke angenommen wird (gekauft wird) oder ob es eher mühsam ist? http://www.rewe-group.com/de/newsroom/pressemitteilungen/1570-penny-herzbube-eier-fuer-mehr-tierwohl.html 0

Frühjahrsfrost – lange Unterhosen für Pflanzen erwünscht

Nachtfrost-Gefahr! Nicht nur für alle Gartenfreunde der Hinweis, dass in den kommenden Nächten die Gefahr von Nachtfrost besteht. Regional können dabei Temperaturen am Boden bis -9 Grad auftreten! Hier eine Karte, die die Temperaturen am Boden ausweist. Die Angaben in den Wetterberichten gelten für 2 m über dem Boden (Lufttemperatur). Leider gibt es für unsere Kulturen keine lange Unterhose. Hoffentlich geht das mit unseren kleinen Rüben gut… Und noch was: frei liegende Wasserleitungen entwässern!! 0

Lidl gewinnt…

…den Fairtrade-Award 2016. Aus diesem Grund (und nur aus diesem Grund, weil wir dort aus Prinzip nicht einkaufen) bin ich zum  Lidl-Laden bei uns im Ort gefahren, um mir mal anzusehen, wie ernst es Lidl mit dem Fairen Handel meint. Schon von weitem große Plakate (siehe Fotos) und auch im Laden überall die Hinweise auf diesen Preis. Die Realität: Im Laden finde ich – nach einigem Suchen – zwei Produkte, die mit „Fairtrade“ gekennzeichnet sind. Kaffee (als Pads und als ganze Bohne!) und Multivitamin-Saft (12 x 1 Liter im Tetrapak). Eine davon ist verkauft. Der Multivitamin-Saft zu 99 Cent ist geräumt.  Neu im Sortiment ist die „Faire Milch“, auch hier fehlt von den 12 Packungen eine einzige. Allerdings ist die die faire Milch nur als H-Milch verfügbar, nicht als Frischmilch. Was mir auch auffällt: Auf dem Plakat mit dem Award wird ein Schlepper, werden Gänse, Ziegen und Getreideähren gezeigt und auch ein Winzer im Weinberg. Doch Produkte aus der heimischen Landwirtschaft, die fair gehandelt wurden, finde ich im Laden keine. Fairer Handel gilt wohl nur für Bauern, die …

Vielfeldig…

Als ich neulich durchs Feld fuhr und die vielen verschiedenen Kulturen, besonders den blühenden Raps, gesehen habe, erinnerte ich mich an einen Spruch, den ich neben der Autobahn in Richtung Hannover gelesen habe. Jetzt sag bloß keiner, dass da ein „r“ bei vielfeldig fehlt. Tja, man muss schon ein wenig nachdenken 😉 0

Deutschlandfunk

Deutsche Landwirte fühlen sich an den Pranger gestellt und ärgern sich, dass ihre Stimmen kaum gehört werden. Das hat sich geändert…. Dazu ein aktueller Radio-Podcast aus dem Deutschlandfunk: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/04/25/dlf_20160425_1950_98e375a9.mp3 0

„Hilf dir selbst…

…dann hilft Dir Gott.“  So die Erkenntnis des Milchpolitischen Frühschoppen des Milchindustrieverband (MIV) während der Grünen Woche in Berlin. Der Titel der Veranstaltung: „Wer hilft den Milchbauern?“ Auch wenn die Redner es blumig umschrieben haben: helfen wird den Milchbauern keiner. Nicht die EU, nicht die Bundesregierung, nicht die Molkereien, nicht der Lebensmitteleinzelhandel und erst recht nicht der Verbraucher. Und Charles Darwin wird wohl recht behalten mit seiner Erkenntnis „Survival of the fittest“ (Der Fitteste wird überleben). Und das muss nicht unbedingt der Größere oder der Stärkere sein, sondern der, der sich gut und schnell anpassen kann… Vorschläge zur Anpassung wurden genannt (im Video aber nur kurz beleuchtet) aber sie fanden kaum Resonanz. Meine persönliche Erkenntnis: Die Molkerei-Branche steht zur Zeit ziemlich ratlos da. Und auch für sie gilt der Spruch von Darwin. http://www.milchindustrie.de/aktuelles/videos/ Danke an den MIV für das Video Produzent: www.stories-unlimited.de 0

Englische Übersetzung – Dear Consumer

Die amerikanische Juristin Erin Covert bot uns an den Beitrag „Lieber Verbraucher“ ins Englische zu übersetzen, wenn sie ihn auf ihrem eigenen Blog veröffentlichen dürfe. Willi stimmt zu und Erin übersetzte prompt.  Das ist doch praktische transatlantische Zusammenarbeit. 🙂  Erin publiziert auf http://ag-hag.org/ und auf Twitter @theaghag. Die original englische Version veröffentlichte sie unter http://ag-hag.org/farmer-willi/ Dazugehöriger Artikel: Farmers and Consumers find a place to vent.   This article was originally published on January 19, 2015 by “Farmer Willi” at the website Ask the Farmer, http://fragdenlandwirt.com/lieber-verbraucher/, and translated from German with the author’s permission by Erin Covert. DEAR CONSUMER I’m completely fed up today. This morning I caught a glimpse of my neighbor’s invoice for french-fry potatoes outside of his normal contract. 1 truckload = 25 tons = 250 euros [US $282]. For those of you who can’t do math, that is 1 cent per kilogram [1.12 cents per 2.2 pounds]! And you all know what a kilo of frozen french fries costs. Someone’s stuffing his pockets with that. Then I saw the 2015 MATIF prices …

Nachbars Zaun

Lieber Verbraucher – was ich verstanden habe…

Der nachfolgende Artikel wendet sich in erster Linie an diejenigen, die den Artikel „Lieber Verbraucher“ gelesen haben. Lieber Verbraucher – was ich verstanden habe… … dass die überwiegende Zahl der Kommentatoren meinen emotionalen Unmut verstanden haben.  Und meine – wirklich ganz persönlichen Sichtweise –  nachvollziehen können.  Aber es gibt auch Fragen, auf  die ich keine Antwort habe.  Beispiel: was antworte ich Menschen, die den Cent dreimal umdrehen müssen und auf billigste Lebensmittel angewiesen sind? Die empfinden meinen pauschalen Angriff auf „die Verbraucher“ als arrogant und zynisch. Und das verstehe ich. Es gibt auch Stimmen, die mir zu verstehen geben, dass es sie nicht interessiert, wie es mir geht und mir weinerliche Heuchelei vorwerfen.  Schade. Ich hab zwar meinen Emotionen freien Lauf gelassen, fand die aber nicht weinerlich. Eher das Gegenteil. Heuchelei würde Vorsatz bedeuten. Das trifft mich. Das im freien Markt halt jeder sehen muss wo er bleibt: das ist mir überhaupt nicht neu. Doch wo sollen – Ihrer Meinung nach – jetzt die Lösungen herkommen? Die Politik… …wurde sehr häufig genannt. Meine – wieder …

Nachbars Zaun

Entschuldigung lieber Verbraucher

Da bin ich mit meinem Brief „Lieber Verbraucher“ vielleicht doch etwas über das Ziel hinausgeschossen. Aber es gibt Tage, da bekommt man nur schlechte Nachrichten und gestern war so einer. Mein Frust über die niedrigen Erlöse und die steigenden haben mein Nervenkostüm halt arg strapaziert. Bin auch Verbraucher Und irgendwo bin ich ja auch Verbraucher. Wenn ich bei einem dieser großen Discounter, egal ob der mit A oder der mit L als Anfangsbuchstaben, in der Non-Food-Abteilung eine Gartenschere für 3,99 € sehe, greife ich auch zu. Ich will ja auch billig. Obwohl ich genau weiß, dass die nicht viel taugt. Aber das scheint so ein Reflex zu sein. Und ich weiß auch, dass die wahrscheinlich in Asien gefertigt wurde, wo von gesetzlichem Mindestlohn keine Rede sein kann. Trotzdem falle auch ich immer wieder darauf rein. Zusammenhänge Auch ich habe halt von vielen Dingen keine Ahnung. Doch wenn ich darüber aufgeklärt würde, würde ich wahrscheinlich anders handeln. Bei Kleidung z.B. mache ich das. Weil hier jeder aufgeklärte Bundesbürger wissen müsste, dass man für 3 € kein …