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Netzwerk Agrar: Frag den Landwirt

Frag den Landwirt ist seit Herbst 2014 im Netz und mit rund 17.000 Freunden eine weit verbreitete Plattform. Vorgestellt werden landwirtschaftliche Betriebe aber auch viele Themen rund um die Landwirtschaft (Schwerpunkt Viehhaltung) werden aufgearbeitet. Aktualisierung täglich, rege Diskussionstätigkeit. Wenn man fachliche Informationen und fachliche Diskussionen rund um das ganze Thema Landwirtschaft sucht, dann ist man hier richtig. Zudem kann jeder zu allen Themen Fragen direkt an die Landwirte stellen. Dort bleibt garantiert keine Frage offen. Frag den Landwirt ist auf folgenden Kanälen aktiv: Facebook Twitter www.fragdenlandwirt.de  

Netzwerk Agrar: Stallbesuch

Stallbesuch ist ein Projekt von Thomas Wengenroth. Zu finden unter: www.stallbesuch.de Facebook Youtube Twitter Das Projekt Stallbesuch besticht vor allem mit seinen oft tiefgründigen Videos für die Thomas Wengenroth viele Tausend Kilometer im Jahr fährt. Bei seinen „Stallbesuchen“ mit der Kamera leuchtet er auch sehr gerne hinter die Kulissen. Mit seinen Interviews lässt er Bauern, aber auch Experten zu Wort kommen. So z.B. das sehr interessante Interview zum nationalen Dialog zur Nutztierhaltung mit Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Präsident des Thünen-Instituts. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Aktuellster Besuch: Melkzeit bei… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Darüber hinaus ist Thomas Wengenroth ein sehr engagierter Netzwerker, der viele Infos im Netz rechiert …

Landwirt – Verbraucher, Verbraucher – Landwirt. Versuch eines Wörterbuches

Wieder ein Artikel von Alex, die mit ihrem letzten Beitrag „Du bist so ein Bauer!“ den Nerv vieler Lesern getroffen hat. Die Geschichte von Landwirten und Verbrauchern ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Kommunikation ist bekanntlich DAS Mittel schlechthin, um Missverständnisse zu lösen. Um das klassische Aneinander-Vorbeireden zu vermeiden, hier ein kleines Wörterbuch: (bei weitem nicht vollständig, Ergänzungen sind erwünscht) Artgerechtheit, die (Verwechslung mögl. mit: Tiergerechtheit, die) Verbraucher: Tiere laufen draußen auf der Wiese in kleinen Gruppen und nehmen dort ihr natürliches Futter auf. Jungtiere bleiben bei der Mutter. So, dass man die Tiere auch sehen kann. Wenn der Bauer sie in Ställen verstecken muss, stimmt doch was nicht! Je nach Ausprägung der Auffassung von Artgerechtheit auch mit einem Nichtvorhandensein von Zäunen und jeglichen Eingriffen durch den Menschen gekoppelt: Freie Tiere in einer freien Landschaft! Landwirt: Unterschiedliche Ansprüche für die einzelne Tierart je nach Alter, Geschlecht und Nutzungsrichtung. Es werden unterschiedliche Ställe gebaut. Es wird unterschiedlich geheizt und beleuchtet. Schweine bekommen Beschäftigungsmaterial, die Kühe Bürsten, Hühner Plätze zum Scharren. Viele zu erfüllende Vorschriften, noch mehr zu …

Cicero – Ein Blick von aussen

Diesmal schreibt Marie, die als Journalistin  für das politische Magazin Cicero schreibt und die sonst übliche, rosarote Brille abgesetzt hat. Wohl auch, weil sie seit knapp zwei Jahren auf einem Bauernhof mit Pferden, Schafen, Gänsen und Hühnern in der Lüneburger Heide lebt. Wieder ein Blick von außen. Danke, Marie! Auf meinen gebeugten Rücken prasselt der Regen, ich wate durch eine Pfütze aus Schlamm und Pferdeäppeln. An der Weide, auf der ich meine Arbeit verrichte, fahren Autos vorbei, die Fahrer schauen nicht auf zu mir, der Frau, die da im Matsch steht. Schnell fahren sie durch die an diesem Morgen unwirtliche Landschaft, um Unterschlupf zu finden, vielleicht in gemütlich geheizten Büros, wo sie ihre Computer hochfahren und in ein mitgebrachtes Sandwich beißen. Mit den schmutzigen Äckern, an denen sie eben noch vorbeigefahren sind, hat ihr Leben nichts zu tun. Ich ziehe die Kapuze ins Gesicht und schaufle den nächsten Haufen feuchter Pferdeäppel in die Schubkarre. Kaum etwas stimmt einen verletzlicher als im Angesicht anderer, vermeintlich niedere Arbeiten zu erledigen. Gleichzeitig entwickeln Menschen aus solchen Situationen einen …

Reif für die Insel

Unsere Sprache verrät es: Eine „Insel der Glückseligkeit“ ist der Inbegriff für das perfekte Dasein. Überschaubar und sicher sein im tosenden Meer der Befindlichkeiten. Und dazu einen eigenen Hof. Die Krönung wäre also ein eigener Bauernhof auf der eigenen Insel. Fernsehtipp: 05.07.2015, 14:00 Uhr NDR, Insel Öhe – Familienglück und Kuhgebrüll. Eigene Insel – eigener Hof Das gibt es tatsächlich. Mathias Schilling heisst der Inselbauer. Er besitzt die 72 Hektar große Insel Öhe, gleich neben dem Urlaubsparadies Rügen an der Ostsee. Dort grasen seine französischen Fleischrinder auf naturbelassenen Salzwiesen. Doch es nicht mein Ziel Ihnen verklärende Romantik zu zeigen. Die Inselstory bietet die Gelegenheit, einen Blick auf eine erfolgreiche unternehmerische Überlebensstrategie eines Bauern zu richten. Denn so eine Insel ist mitten im Wasser und Sie ahnen es vielleicht schon: Der Bauer kann nicht einfach zupachten und vergrößern. Und auch nicht intensivieren, weil der Gewässerschutz das nicht zulässt. Im Sinne der klassischen Wachsen-oder-Weichen-Theorie ist das also eine mehr oder weniger „beschissene“ Situation. Das akzeptierten auch schon die alten LPG-Herrscher in der DDR-Zeit. Weil die Insel damals …

Preisliste

Diesen Artikel hat Uli, ein sehr interessierter und bewusster Verbraucher, geschrieben. Er hat recherchiert, ob die dritte Option zu wachsen oder weichen, die Nische, ein gangbarer Weg ist? Und er kommt zu erstaunlichen Ergebnissen.   Ich hatte bereits darüber geschrieben, wie wichtig eine professionelle Vermarktung ist und hatte eine Lanze für die Handelsketten gebrochen (https://www.bauerwilli.com/wachsen-oder-weichen-oder/#comment-4452). Kommentare dazu kamen fast keine. Für die Bauern hier im Blog scheint Vermarktung also kein Thema zu sein. Mir hat das keine Ruhe gelassen und ich habe jetzt eine Liste von Preisen recherchiert, die für sich spricht und hoffentlich nicht nur mir die Augen öffnet. Es geht um die Marktnische für Fleisch aus artgerechter Haltung. Als Beispiel habe ich den Preis für Schweineschnitzel gewählt. Für mich (exotischer Kunde) kommt noch hinzu, daß die Betäubung im Schlachthaus nicht durch CO2 erfolgen soll. Wie für alle Verbraucher zählt für mich nur der Preis. Ich kaufe also das günstigste Schnitzel, das meinen Anforderungen genügt. Meine Recherche ergab folgende Hitliste: 6. Platz – 39,50 Euro / kg Die vom Foristen Gernot verlinkte http://www.meinekleinefarm.org/ Es …

Fleischbeschau und Eiertanz – Sieben Schritte zum perfekten Verbraucher!

Wer möchte das nicht? Bewusst einkaufen und dabei alles erfolgreich beachten, auf das man eben Wert legt: Regionale und saisonale Produkte wegen der CO2-Bilanz und zur Förderung der ansässigen Landwirtschaft. Bio, damit man sich und seine Familie nicht mit Schadstoffen vergiftet. Lieber ein paar Euro mehr ausgeben, damit das den Tieren und den Erzeugern zu Gute kommt. Achtung, der folgende Text von Alex enthält Ironie. Sollten Sie im Zweifel sein, ob diese für Sie geeignet ist, fragen Sie bitte Ihren ortsansässigen Landwirt. 1.  Glauben Sie nur, was Sie sehen! Seien Sie kritisch und schauen Sie sich die Verpackungen der Lebensmittel genau an. Sind weidende Kühe auf dem Joghurtbecher, der Milchtüte oder gar dem Paket Hackfleisch zu 1,69 Euro abgebildet? Greifen Sie zu! Jeder weiß ja schließlich, dass Weidehaltung für Rinder das Beste und Natürlichste ist. Orientieren Sie sich an Siegeln, Logos und generell allen offiziell aussehenden, aufgedruckten Bildchen von ca. 3 x 3 cm Größe. Wird schon seine Richtigkeit haben. Wer hat denn schon Zeit, jedes Logo auswendig zu lernen? Sie müssen schließlich bewusst einkaufen! …

Aldi und die Milch-Antwort

Manche Leser waren „entsetzt“, dass Bauer Willi zu einem „Bettelbrief“ an Aldi aufruft. Doch wir wollen Dialog, haben wir uns auf die Fahnen geschrieben. Und so ist eine persönliche EMail an Aldi auch eine Form der Kommunikation zwischen Verbrauchern und dem Handel – außerhalb von kaufen oder nicht kaufen. Aldi und Co sollten wissen, wie wir und andere darüber denken. Also müssen wir es ihnen sagen. Die große Resonanz des Aufrufs hat uns jedenfalls bestätigt, dass hier viel „Emotion“ liegt. So wie viele andere hat Willi natürlich auch eine EMail an Aldi gesendet. Erstaunlich ist schon, dass jede EMail per Ticketsystem verarbeitet wird. Auch wenn es ein Standardtext ist. Es ist trotzdem eine persönliche Antwort. Wir sehen dadurch auch, wie wichtig einem Giganten wie Aldi sogar die Einzelkommunikation mit Verbrauchern ist. Da kann man durchaus was lernen. Darum veröffentlichen wir die Kommunikation von „Verbraucher Willi“ mit Aldi, damit jeder sich selbst ein Bild darüber machen kann. Es bleiben die Zweifel, was diese Preissenkung wirklich bringt? Ausser der Ansage, dass alle die Preise senken. Willi schrieb …

Du bist so ein Bauer!

Dieser Artikel stammt von Alexandra, genannt Alex. Sie stammt nicht aus der Landwirtschaft, kommt nicht vom Hof, ist also, wie man so schön sagt, „fachfremd“. Sie beschäftigt sich aber im Rahmen ihres Studiums mit dem Bild des Bauern. Und Sie hat uns diesen Artikel geschickt, quasi den Blick von außen. Und der hat uns sehr nachdenklich gemacht… „Du bist so ein Bauer!“ Auch Landwirte in meinem Umfeld benutzen diesen Satz. Zum Beispiel, wenn jemand seine frisch gewaschene Hose mit einem Fleck dekoriert oder mit etwas mit Getöse umgeworfen hat. Und Recht haben sie – sie sind ja tatsächlich Bauern. Was sagt uns das? Klischees setzen sich durch und das nicht nur bei Verbrauchern. Auch bei Menschen, die bei „Landwirtschaft“ kein Kinderbuch-Idyll vor Augen haben. Kaum jemand wird abstreiten, dass Bauern schon so ein besonderes Völkchen sind. Aber was ist denn eigentlich „typisch Bauer“? Dazu möchte ich eine kleine Geschichte erzählen: Es war einmal ein Bauer, der bewirtschaftete mit seiner Familie einen abgeschiedenen Hof. Der Hof war schon seit vielen Generationen immer an den erstgeborenen Sohn …

Belohnungssystem für brave Bauern

Heute ist der 17. April 2015 und bei Willi pflanzen sie Kartoffeln. Ich aber säe nichts und trotzdem ist es für meinen Betrieb der wichtigste Tag im Jahr: Denn ich stelle heute den Mehrfachantrag für die staatlichen Direktzahlungen für meinen Bio-Betrieb! Es hat sich schon bis zum letzten Staatsbürger rumgesprochen. Die Bauern bekommen Subventionen vom Staat. Als Landwirt wirst Du dafür schon mal dumm angequatscht.  Aber es ist Realität, dass man als Bauer dieses Geld braucht. Insbesondere für mich als extensiver Bio-Betrieb, da ich bewusst auf Mehrertrag durch Intensivierung verzichte. Und weil kein Landwirt gerne auf den Zuschuss verzichtet, ist es ein ideales Lenkungssystem des Staates für die geworden, die sich immer noch für selbstständige Bauern halten. Es begann mit der Förderung der Mehrproduktion (damit alle genug und günstig essen können) und heute ist halt die Extensivierung gewollt. Damit es dabei nach Recht und Gesetz zugeht, haben die Staatsverwaltungen (von der EU bis auf die Bundesländerebene) eine gewaltige Bürokratie dazu aufgebaut. Jede Menge Vorgaben, Formulare, Stichtage und Kontrollen. Jedes Jahr auf’s Neue muss jeder Betrieb …