Autor: Bauer Willi

Filmprojekt Burnout im Stall – Wege aus der Krise

Der WDR sucht für eine Reportage mit dem Titel „Burnout im Stall – Wege aus der Krise“ Bäuerinnen und Bauern, die bereit sind darüber zu sprechen und die sich von der Kamera begleiten lassen würden. Der bekannt Filmemacher Valentin Thurn, mit dem ich auch schon sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet habe, legt „seine Hand dafür“ ins Feuer, dass diese Filmproduktion sehr seriös ist. Und dass mit dem Thema und den Menschen sehr sensibel umgegangen wird. Das Ziel ist, dass Bauern sich äußern zu finanziellen Schwierigkeiten, zu viel Arbeit und mangelnde Wertschätzung. Mit den Interessenten wird zunächst ein persönlicher Termin zum Kennenlernen gemacht werden. Danach kann jeder frei entscheiden. Kontakt zur verantwortlichen Redakteurin: Heidrun Seeger, mail-an-burnout@web.de/ Tel.:  0176-525 888 21 Euer Bauer Willi  

Wenn im Bergwald die Bäume fliegen…

Hier ist der Alois. Ich zeige Euch heute mal etwas ganz Besonderes, was man nicht alle Tage zu sehen bekommt: Einen Holzeinschlag im Bergwald an meinem Hausberg Grünten, wo das Holz mit einer mobilen Seilbahn „ausgeflogen“ wird. Das Video entstand schon Mitte Oktober. Jetzt liegt dort oben bereits der Schnee. Wegen Borkenkäferbefall war im steilen Bergwald ein Holzeinschlag notwendig geworden. Und da hat man bei der Holzbergung ein großes Problem, da nicht mit Schlepper und Seilwinde gearbeitet werden kann. Also entschied sich die Alpgenossenschaft kurzerhand für einen sogenannten „Seilbahn-Hieb“, d.h. die Bäume wurden mit einer mobilen Seilbahn geborgen. Die im Video gezeigte Seilbahn hat eine Länge von ca. 500 Meter. Die „Gipfelstation“ der Seilbahn (also der obere Endpunkt am Berg) bilden Umlenkrollen für die Zugseile, die an Baumstümpfen festgezurrt wurden. Und im Tal unten, an der „Talstation“ stand der Kranwagen mit 2 Winden, die die „Laufkatze“ den Berg hinauf und wieder hinab schickten. Zwei Bäume wurden als Masten hergerichtet, d.h. ein schwindelfreier „Holzer“ (so nennt bei uns die Waldarbeiter) kletterte auf den Baum und sägte …

Von Österreich lernen heißt…

…ne, nicht siegen lernen. Schließlich sind wir (Deutsche) ja Weltmeister… 🙂 Aber wusstet ihr, dass Österreich im Sojaanbau in Europa ganz weit vorne ist? Und dass ein Österreicher die Sojapflanze nicht nur in Europa „gesellschaftsfähig“ gemacht hat? Und das schon 1878! Soja hat Potential! Dies und mehr lest ihr im folgenden Artikel. https://ooe.lko.at/weltkultur-mit-österreichischen-wurzeln+2500+2624441

Chronik eines Skandals

Ein immer wieder bemerkenswerter und zu bemerkender Dreiteiler aus dem Alltag. Erstaunend in seinem konformen Ablauf und noch erstaunlicher in seinen nicht konformen Konsequenzen. So geschehen in Österreich im Jahr 2017 und zusammengefasst von Bauer Fritz. Teil 1: Der Skandal 27.9.2017: Alles beginnt mit der Meldung „Greenpeace-schlägt-Alarm-Gesundheitsgefahr-durch-Palmöl“ (http://www.greenpeace.org/austria/de/News/Aktuelle-Meldungen/Konsum-News/2017/Greenpeace-schlagt-Alarm-Gesundheitsgefahr-durch-Palmol/) Elf Lebensmittel wurden getestet. Drei davon enthalten kein Palmöl. Die Greenpeace-Testergebnisse zeigen bei Produkten mit Palmöl derart hohe Konzentrationen von 3-MCPD-Ester, dass vor allem bei Kindern die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von 0,8 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht rasch überschritten wird. Auch bei Glycidyl-Ester wurden hohe Konzentrationen gefunden. Setzen auch Sie sich für den Schutz des Regenwaldes ein und unterzeichnen Sie unsere Petition. 27.9.: Auf den Online-Seiten der diversen etwa 10 größten österreichischen Tagezeitungen erscheinen je nach Qualitätsanspruch, Blattlinie und Format Headlines in unterschiedlichen Schriftgrößen, Aufrüttelungsgrad und Menge an Rufzeichen. Im Folgenden gebe ich daher immer nur eine Überschrift exemplarisch wieder. „Palmöl-Test: Handel nimmt belastete Produkte aus Regal“ (https://kurier.at/genuss/greenpeace-gesundheitsgefahr-durch-palmoel/288.637.638) 28.9.: Die Gesundheitsministerin wird befragt und berichtet im Radio, daß die ständigen Lebensmittelüberwachungen ihrer Behörden bisher nichts Beanstandenswertes ergeben hätten, man sich …

Zwischenfrucht und „Kartoffel“weizen

Unsere Zwischenfrüchte am 3. November. Und gleich daneben der sogenannte „Kartoffel“weizen. Ihr wisst schon, das Video von der Saat habt ihr ja vor kurzem gesehen. Mittlerweile sind alle Körner gekeimt und das erste Blatt ist schon zu sehen. Muss man aber genau hinschauen. 😉 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Exporte Hühnerfleisch Afrika

Welche Mengen an Geflügelfleisch exportiert Deutschland eigentlich nach Afrika? Das wollte ich mal wissen und habe mir beim Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft die Zahlen besorgt. Zu Geflügel zählen nicht nur Hühner, sondern auch Puten, Gänse und Enten. Und die Summe von allem habe ich genommen. Das waren 2016 rund 491.000 t. 2014 exportierte Deutschland davon 40.967 t nach Afrika, 2016 waren es 17.219 t. Von dieser Menge gingen 3.942 t nach Südafrika, das sind rund 23%. Weitere größere Importländer sind Ghana und Benin. In nahezu allen  Ländern hat die Menge abgenommen, lediglich Mauretanien und die Kapverden verzeichnen eine Zunahme. Da die Kapverden mittlerweile ein beliebtes Urlaubsziel geworden ist, könnte die Zunahme damit erklärt werden. Im Jahr 2016 betrug die Bevölkerung von Afrika 1,216 Milliarden Menschen. Auf den Markt gelangt das Fleisch durch Händler, die Geflügelfleisch in Deutschland aufkaufen. Exporterstattungen werden nicht gezahlt. In Ländern wie Kamerun, Nigeria und Senegal, die ein Importverbot ausgesprochen haben, ist die Produktion von einheimischen Geflügel zwar geringfügig gestiegen, es besteht seitdem aber eine Versorgungslücke, die zum einen zu Schmuggel aus den …

Regionales aus dem Rheinland…

Und dann noch aus unserem Dorf! Besser geht´s nicht. Heute mal ein Video von der Möhrenernte. Florian von der Fa. Brocker hat mir alles erzählt denn mit Möhren kenne ich mich auch nicht aus. Die Ernte ist in vollem Gange. Die Möhren werden aus dem Boden gezogen, mit den „Knipsern“ (Messer) wird das Laub kurz oberhalb des Kopfes abge“knipst“ (keine Verletzungen an der Möhre!) und dann mit Erde in Kisten gepackt. Diese Kisten kommen mitsamt der Erde sofort in das Kühllager, wo sie bei einer Temperatur knapp oberhalb von 0 Grad bis April/Mai gelagert werden können. Erst dann werden sie gewaschen und verpackt. Alles, damit wir dann noch frische Möhren essen können. Übrigens hat Brocker Möhren auch eine eigene Facebook-Seite. Die freuen sich sicher über einen Like Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Nüchtern betrachtet…

Nüchtern ist man dann, wenn man vorher nichts gegessen hat. „Kommen Sie zur Blutabnahme bitte nüchtern“ heißt es beim Arzt. Nüchtern ist man auch, wenn man keinen Alkohol trinkt. Nüchtern zu sein ist für uns also eine bewusste Entscheidung. Für uns! Nicht für alle Menschen, denn rund 800 Mio. Menschen weltweit sind unterernährt. Doch die Zahl ist ständig weniger geworden, trotz wachsender Weltbevölkerung. Mehr als die doppelte Zahl, nämlich rund 2 Milliarden (mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung!) sind übergewichtig. Wie werden in Zukunft alle satt? Eine Überschrift und eine Frage, die wir oft in den Medien finden. Es gibt unzählige Beiträge, Analysen, Dokumentationen und Meinungen zu diesem Thema. Dabei ist die Frage eigentlich falsch gestellt: Warum werden heute nicht alle satt? Denn bevor wir uns Gedanken darüber machen, was passiert, wenn 10 Mrd. den Planeten bevölkern, sollten wir doch dafür sorgen, dass heute alle satt werden. Nüchtern betrachtet ist das ganz einfach: das, was die einen zu viel essen, sollten die bekommen, die zu wenig haben. Damit würde die Zahl der Unterernährten und der …

Bruchteilsgemeinschaft – was ist das denn?

Wer häufiger hier auf dem Blog ist, wird wissen, dass ich eine Kooperation mit unserem Nachbarn habe. Die hat schon mein Vater 1970 begonnen und jeder kann sich jetzt ausrechnen, wie alt die nun ist. Angefangen hat alles mit einem Mähdrescher, der zusammen angeschafft wurde. Jeder hat seinen alten Mähdrescher verkauft und für den neuen Mähdrescher 50% des Kaufpreises überwiesen. Wenn Reparaturen fällig waren, ging das genau so. Jeder von uns beiden hat eine Rechnung über die Hälfte der Reparaturkosten bekommen. Nach dem Mähdrescher ging es weiter mit dem Trecker (Traktor, Schlepper). Auch hier wieder fifty-fifty. Dann kamen zwei Nachbarn auf uns zu, denen wir erzählt haben, dass wir eine neue Sämaschine mit Kreiselegge kaufen wollten. Sie fragten, ob sie sich daran beteiligen könnten. Weil es beim Säen von Getreide oder Raps nicht auf die Stunde oder den Tag ankommt, haben wir das gemacht. Um aber nicht jedes Jahr die Anteile neu ausrechnen zu müssen, haben wir als Schlüssel für die Aufteilung der Kosten nach der Betriebsgröße gemacht. Es spielt also keine Rolle, wieviel Getreide/Raps …

Die Amnesie der Grünen

Amnesie (altgriechisch μνήμη mnémē, deutsch ‚Gedächtnis‘, ‚Erinnerung‘ mit Alpha privativum) bezeichnet eine Form der Störung des Gedächtnisses für zeitliche oder inhaltliche Erinnerungen. (Quelle: Wikipedia) So eine Erkrankung muss wohl in den letzten Monaten bei dem überwiegenden Teil der Grünen eingesetzt haben. Aber worum geht es? Es geht um das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) Dieses Bundesinstitut wurde 2003 von der damaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) ins Leben gerufen um dem damaligen BSE-Skandal angemessen zu begegnen. Ihre damalige Rede ist sehr beachtenswert und hier nachzulesen: http://www.bfr.bund.de/cm/343/rede_der_bundesministerin.pdf Für den eiligen Leser hier ein paar Auszüge: Der gesundheitliche Verbraucherschutz in Deutschland und in der ganzen EU musste neu organisiert werden. Hinter dieser funktionellen und strukturellen Trennung steckt der Gedanke, dass die Bewertung von Risiken unabhängig erfolgen muss. Erstens unabhängig von politischen Erwägungen, zweitens unabhängig von wirtschaftli chen Interessen und drittens auch unabhängig von den Anforderungen des Krisenma nagements. Wer Risiken bewertet, muss in erster Linie zwei Dingen verpflichtet sein: Den Grundsät- zen der Wissenschaft und der Verantwortung gegenüber den Menschen. Wer Risiken bewertet, muss das unvoreingenommen tun können – ohne …