Monate: November 2023

Vegane und vegetarische Aktien

Die Überschrift klingt etwas komisch, aber eine andere Bezeichnung ist mir nicht eingefallen. Ich hatte gehört, dass die Aktien von Beyond Meat und Oatly sich nicht wie erwartet entwickelt haben. Ich habe mir darauf hin mal die Zahlen von Firmen, die im Bereich Fleischersatz und Milchersatz unterwegs sind, etwas detaillierter angesehen und ihren Aktienwert im Frühjahr 2021 mit heute verglichen.Es sieht so aus, als wenn der Glaube in das Geschäftsmodell etwas gelitten hat. https://www.trendlink.com/top-aktien/fleischersatz Zur Legende: Die rote Säule nach unten ist die Entwicklung in Prozent, die Säulen nach oben sind die Kurse in Euro. Warum ich das bringe? Weil in den Medien der Eindruck erweckt wird, als wären vegetarische und vegane Lebensmittel der neue Trend und würden enorm wachsen. Das war vor zwei Jahren tatsächlich so. 2021 traten viele  Unternehmen in diesen Markt  ein. Nach einer kurzen Phase des steilen Aufstiegs folgte dann bei nahezu allen Unternehmen (die Auswahl habe ich so von boerse.de übernommen) ein langsamer aber stetiger Rückgang. Im Falle von Oatly wird dem Management vorgeworfen, dass ihre Expansion völlig an der …

SWR: „Greenpeace und Gentechnik“

Wenn diese beiden Worte in einer Überschrift vorkommen, kann ja wohl nichts Gutes dabei herauskommen. Dachte ich. Und dann kam es ganz anders. Der SWR hat hier wirklich eine Reportage gesendet, in der Greenpeace nicht gut wegkommt. Und ab etwa Minute 13:00 die ganz klare Aussage, dass alle wesentlichen Institute weltweit zu dem Ergebnis kommen, dass von Gentechnik keine Gefahr für den Menschen ausgeht. Wann hat man so etwas schon mal in den öffentlich-rechtlichen Medien gehört?! https://www.ardmediathek.de/video/swr-wissen/greenpeace-und-die-gruene-gentechnik/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE5NDUwMDY Einer der Kernaussagen: Greenpeace hat mit seiner sturen und unfachlichen Kampagne gegen alles, was Gentechnik ist, der Sache und sich selbst geschadet. Sie sind nicht mehr glaubwürdig. Und unglaubwürdig zu sein ist wohl das Schlimmste, was einer NGO passieren kann. Und jetzt ist es wirklich öffentlich! Gezeigt wird dies unter anderem am Beispiel Golden Rice, der für viele Menschen ein segensreiches Nahrungsmittel wäre. Benedikt Haerlin, Mitglied der Grünen, kommt auch zu Wort. Er ist der Meinung, dass man über die Unabhängigkeit von Leopoldina und Max-Planck-Gesellschaft „nachdenken“ müsste. So argumentiert übrigens auch Renate Künast. Und dann ist dann noch …

Dirk Steffens: Viele Vorwürfe – keine Lösung

Dirk Steffens und seine Reportagen schätze ich sehr. Er hat jetzt ein Buch geschrieben und macht Werbung dafür. Deshalb auch ein Interview mit dem „Merkur“ https://www.merkur.de/wirtschaft/ernaehrung-regenwald-soja-fleisch-nachhaltig-dirk-steffens-regional-bio-waldbraende-92596994.html Bei diesem Satz aus dem Interview bin ich ausgestiegen. „Heute fahren schwere, dumme Maschinen viel Chemie auf den Feldern aus. Das verdichtet den Boden. Wenn der Dünger auch noch nach dem Gießkannen-Prinzip verteilt wird, ist das sehr belastend für die Bodenlebewesen. Wir brauchen deshalb eine präzisere, digitalisierte Landwirtschaft.“ Ich schaue mal, ob ich ihn auch zu einem etwas tiefgründigeren und fachlich anspruchsvollerem Gespräch bewegen kann. Die Anfrage ist jedenfalls raus. Ach so: das hier hat mich auch geärgert. „Durch das Umpflügen liegt die Erde nackt da, Wind und Wasser haben leichtes Spiel, um den Boden abzutragen. Zum anderen laugen wir unsere Äcker oft aus: Wenn wir ständig Dünger, Gülle und Pestizide darauf kippen, schwächt das die Millionen Lebewesen, die den fruchtbaren Humus erzeugen. Bisher gleicht man das aus, indem man mehr Dünger auf die Felder bringt. Aber man muss nicht Agrarwissenschaft studiert haben, um zu wissen, dass das nicht …

Zu wenig Fleisch…

Auf einem Portal für Juristen habe ich unter der Rubrik „Kurioses“ eine Schadensersatzklage eines Amerikaners gefunden, der über zu wenig Fleisch in einer Pizza-Füllung klagt. https://www.lto.de/recht/kurioses/k/schadensersatz-5-fuenf-millionen-dollar-new-york-taco-bell-pizza-fuellung/ Ob so was auch in Deutschland passieren könnte? Und wie dann wohl die Medien darüber berichten?

Die Geschichte der Landwirtschaft – Tierhaltung

Das ZDF hat aktuell zwei Dokumentationen zur Landwirtschaft gesendet, wovon sich eine mit der Tierhaltung, die andere mit dem Ackerbau beschäftigen. Im Großen und Ganzen eine faire Berichterstattung mit vielen Zahlen und Fakten. Auch wenn es einzelne Punkte gab, an denen ich schwer atmen musste…. Sehr positiv vertritt Bettina Hueske, die ich kenne und auf deren Betrieb ich schon mal sein konnte, die Belange der konventionellen Landwirtschaft. Der Bio-Kollege kommt auch symphatisch rüber. Mehrfach wird erwähnt, dass er „alte Rassen“ züchtet und mästet, was beim Zuschauer vermutlich gut ankommt. Was mir in der Dokumentation fehlt, ist die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit, besonders beim Bio-Betrieb. Bei mir ist jedoch der Eindruck entstanden, dass man mit dem Verkauf von Bio-Fleisch nicht wirklich reich werden kann…. In jedem Fall lohnt es sich, die 45 Minuten anzuschauen und eventuell auch dem ein oder anderen Nicht-Landwirt zu empfehlen. Mein Eintrag in das ZDF-Zeugnis: Es bemühte sich stets im Rahmen der beschränkten Möglichkeiten.  (befriedigend bis ausreichend) https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-geschichte-der-landwirtschaft-von-der-weide-auf-den-teller-100.html

Energiewende: ich will es wirklich nur verstehen

Ich habe mir mal einen Tag im Oktober herausgesucht um zu sehen, wo der Strom erzeugt wurde, den wir am 25. Oktober um 19 Uhr verbraucht haben. Geholt habe ich mir die Daten hier: https://www.smard.de/home Demnach waren es rund 64 GWh Stromverbrauch und 61,5 GWh Erzeugung. Meiner Interpretation nach müssen die fehlenden 2,5 GWh importiert worden sein. Aus welcher Quelle dieser Strom stammt, habe ich nicht gefunden. Erneuerbare Stromquellen Wenn ich richtig gerechnet habe, kamen 23,1 GWh aus erneuerbaren Energiequellen. Aus Photovoltaik kam nichts (war ja dunkel) aus Windkraft 17,1 GWh. Biomasse machte immerhin auch 4,6 GWh aus. Konventionelle Stromquellen Aus konventionellen Kraftwerken stammten 38,3 GWh, das sind rund 62% des hier erzeugten Stroms. Aus Braun- und Steinkohle stammten 23,1 GWh (zufällig genau so viel wie aus allen erneuerbaren Energiequellen zusammen) Erdgas machte 9,7 GWh aus. Bei all diesen fossilen Energieträgern wird Kohlendioxid freigesetzt, das vor Millionen von Jahren als organische Masse gespeichert wurde. Die heimischen Kohlekraftwerke sollen in den Jahren 2030 bis 2038 abgeschaltet werden. Die rheinischen Kohlekraftwerke, die ich vom Fenster aus sehen …