Bauer Willi
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Dirk Steffens: Viele Vorwürfe – keine Lösung

Dirk Steffens und seine Reportagen schätze ich sehr. Er hat jetzt ein Buch geschrieben und macht Werbung dafür. Deshalb auch ein Interview mit dem “Merkur”

https://www.merkur.de/wirtschaft/ernaehrung-regenwald-soja-fleisch-nachhaltig-dirk-steffens-regional-bio-waldbraende-92596994.html

Bei diesem Satz aus dem Interview bin ich ausgestiegen. “Heute fahren schwere, dumme Maschinen viel Chemie auf den Feldern aus. Das verdichtet den Boden. Wenn der Dünger auch noch nach dem Gießkannen-Prinzip verteilt wird, ist das sehr belastend für die Bodenlebewesen. Wir brauchen deshalb eine präzisere, digitalisierte Landwirtschaft.”

Ich schaue mal, ob ich ihn auch zu einem etwas tiefgründigeren und fachlich anspruchsvollerem Gespräch bewegen kann. Die Anfrage ist jedenfalls raus.

Ach so: das hier hat mich auch geärgert. “Durch das Umpflügen liegt die Erde nackt da, Wind und Wasser haben leichtes Spiel, um den Boden abzutragen. Zum anderen laugen wir unsere Äcker oft aus: Wenn wir ständig Dünger, Gülle und Pestizide darauf kippen, schwächt das die Millionen Lebewesen, die den fruchtbaren Humus erzeugen. Bisher gleicht man das aus, indem man mehr Dünger auf die Felder bringt. Aber man muss nicht Agrarwissenschaft studiert haben, um zu wissen, dass das nicht auf Dauer funktioniert.”

Ärgern tun mich das, weil ich Agrarwissenschaften studiert habe und besser weiß. Und Pflügen tun wir schon lange nicht mehr.

Vielleicht fragt Dirk Steffens demnächst mal jemanden, der Ahnung von der Sache hat. Ich sage einem gelernten Fernmeldemechaniker ja auch nicht, wie er seinen Beruf auszuüben hat.

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162 Kommentare

  1. firedragon sagt

    Ich amüsiere mich sehr über den Schlagabtausch, den Ihr hier mit dem Herrn Hauschke betreibt.

    Nur mal am Rande – ich frage mich ernsthaft, wie es der Mensch ohne Strom, Kühlkette, LKW Transporte, Computer und den ganzen Mist, den er zum Überleben nicht braucht(e), geschafft hat, zu überleben.
    Alles was Sie aufzählen, Herr Hauschke, sind Annehmlichkeiten. Es ist schön, dass die Menschheit über diese verfügt. Diese Annehmlichkeiten sind es, die es den Menschen ermöglicht, sich über Sachen “aufzuregen”, weil sie durch diese Annehmlichkeiten, die Zeit dazu haben.
    Gäbe es all diese Annehmlichkeiten nicht, müssten sicher 80 – 90 % der Menschen dafür sorgen, dass sie irgendwas zum Essen haben – auch ein Herr Hauschke, womöglich.

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  2. Stefan Hauschke sagt

    Vielen Dank, dass Sie so heroisch die Menschheit ernähren, wenn bei der nächsten Pandemie für die unterbezahlten Krankenschwestern geklatscht wird anstatt sie anständig zu bezahlen, werde ich anregen auch für sie mit zu klatschen.

    Narürlich ist der Beruf des Landwirtes wichtig, aber der Mensch lebt nicht von Brot allein, jeder leistet seinen Beitrag. Ohne die ganzen Arbeiter im Niedriglohnsektor wäre das Leben in Deutschland ziemlich teuer. Also kommen Sie bitte von Ihrem hohen Roß runter.

    Rettungssanitäter sollen dann vermutlich auch mit dem Lastenfahrrad zum Unfallort…

    Was Sie da von sich geben ist BILD Niveau.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ganz ruhig…ihr ADHS bricht durch. Ich bin kein Landwirt. Nahrung ist für alle Menschen die Grundlage des Lebens. Ohne Nahrung kann weder der Rettungssanitäter noch die Krankenschwester ihren Dienst antreten. Es geht auch nicht darum, Leistungen von Menschen an und für Menschen gegeneinander auszuspielen. Aber Menschen, die lediglich schreibend, singend und redend durch den Tag gehen, können dies nur, weil sie ernährt werden. Deren Leistung für die Gesellschaft stelle ich mal in Frage. Gleiches gilt für sämtliche Werbung und den Profisport usw.

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      • Stefan Hauschke sagt

        Gratulation, mit ihrem AD(H)S Kommentar haben Sie jetzt nochmal unterstrichen, auf welchem Niveau Sie zu argumentieren pflegen. Von nix ne Ahnung Hauptsache empört sein und provozieren. Ohne die Schreiber, Sänger und Redner wären wir noch Jäger und Sammler und könnten diese Unterhaltung wohl so nicht führen. Werbung und Sportübertragungen ignoriere ich, aber nur weil ich damit nichts anfangen kann, maße ich mir nicht an diese Bewertung für andere zu treffen zu können.

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        • Reinhard Seevers sagt

          “Andererseits habe ich AD(H)S und reagiere bei diesem speziellem Thema auch sehr allergisch ….”

          Haben Sie doch selbst offengelegt. Ergo darf ich Sie doch daran erinnern, ich bin eben empathisch.

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        • Reinhard Seevers sagt

          “….maße ich mir nicht an diese Bewertung für andere zu treffen zu können.”

          Ich tue das, so wie andere sich in gleichem Maße über Landwirtschaft eine Bewertung anmaßen.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Viele junge Menschen reagieren auf Artensterben und Klimawandel mit schweren Depressionen. Die haben dann keinen Appetit mehr. Der Mensch lebt wirklich nicht vom Brot allein.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Elisabeth, auch Depressive müssen essen, sonst verhungern sie. Ob es gerade Brot ist, sei dahingestellt.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Ein Symptom einer schweren Depression ist Appetitmangel. Das ist eine lebensbedrohliche Krankheit, auch wegen der Suizidgefahr. Ich kannte so jemanden in meinem sozialen Umfeld.

        • Schmeckt gut sagt

          Ernsthaft Erlisabeth? Die allermeisten Menschen haben nur noch sehr wenig Kontakt zur “echten” Natur. Es wird ihnen ein immerwährender “Medienbrei” von kaputter Natur vorgebetet. Und dies Vorbeten meine ich auch so, denn es ist eine Art Religion der Transformierer geworden. Bauern sind ständig in der “echten” Natur und sehen, wie sich vieles schon grundlegend verändert. Und zwar zu Positiven. Darüber gibt es keine Berichte. Kann auch garnicht, da dies bewußt überhört wird. Womit wir bei den Depressionen wären. Oft nurur mir Zuhören und Reden können Depressionen bekämpft werden und dies einfache Rezept wird täglich im Medienbrei zerkocht und verbrannt.

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          • Stefan Hauschke sagt

            Selbstverständlich wird über positive Veränderungen berichtet, man muss dafür nur die richtigen Sendungen und Reportagen schauen, das Angebot an seriösen Formaten ist riesig, diese suchen und einschalten muss man aber schon selber. Nicht nur das schauen was einem vorgeschlagen wird.
            Ich weiß noch, wie in der Stadt der Balkon nach einer Woche schwarz von Ruß war, der Rhein war Tod, die Ozonschicht war in Mitleidenschaft gezogen. Durch Filteranlagen wurde die Luft sauberer, durch Abwasserreinigung kann man Rheinwasser sogar vielerorts wieder trinken und dank FCKW Verbot ist das Ozonloch auch weg. All das wäre ohne Transformation nicht möglich gewesen, die Zivilisationen sind in einem ständigen Wandel und müssen sich transformieren.
            Ich kann mich aber auch noch daran erinnern, wie nach einer längeren Autofahrt die Windschutzscheibe von Toten Insekten zugekleistert war, heute kann man die an einer Hand abzählen.
            Das Insektensterben ist ein neues Problem das gelöst werden muss, wie viele andere auch, dafür braucht es Transformationen, da sehe ich nichts religiöses drin. Religiös geprägt ist aus meiner sicht eher das Festhalten an der Vergangenheit und die Angst vor Veränderungen.

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            • Schmeckt gut sagt

              Stefan, es gibt kein Insektensterben in D – die “Obstbäuerin” wird es bestätigen. Und wie sie richtig bemerken, ist in der Zivilisation/der Industrie viel zum Positiven passiert. Die Transformation (ich finde dieses Wort dämlich) in der Landwirtschaft findet/fand gleichzeitig und ständig statt – seit Jahrtausenden. Es bemerkt aber nur der Landbewohner, er hat eben engeren Kontakt zur Natur. Er bemerkt heute, dass die Nutztiere immer weniger werden. Er bemerkt, dass überall Naturschutzgebiete entstehen, vorrangig nach Jahren mit Büschen, Bäumen, Disteln, Binsen, Brennesseln… als Bewuchs. Er bemerkt, dass sich die Flora und Fauna in den Gebieten, die der “Natur” überlassen werden, ohne Eingriffe der Menschen eben nicht zum Positiven verändert, sondern eintöniger wird. Er bemerkt, dass tote Insekten auf der Windschutzscheibe in trockenen Jahren kaum zu finden sind. Er bemerkt, dass es in nassen Monaten sehr schnell deutlich mehr werden (das ist Fakt). Er bemerkt, dass Schwalben auf den Höfen reichlich zu finden sind, in Neubaugebieten kaum (eine neue Zählung auf Milchviehbetrieben belegt dies überdeutlich). Letzendlich weiß der Landbewohner, dass Bauern die Kulturlandschaft erhalten und pflegen können, dass sie dies KnowHow haben. Es aber immer weniger Höfe gibt, weil es sich, politisch gewollt, nicht mehr rechnet. Es wird also in Zukunft kaum noch Mallocher geben, die die Kulturlandschaft (nichts anderes ist es) pflegen. Wie also soll es laufen? Werden wir Wege finden, genügend Höfe zu erhalten? An diesem Scheideweg sind wir. Wie auch bei den Handwerksbetrieben, bei Textil, bei Möbeln, auch bei Landärzten, Pflegeeinrichtungen… schon passiert. Überall fehlen die Mallocher. Dienstleistung und Verwalten ist einfachere Arbeit, macht aber letztendlich nicht satt und schafft kein trockenes und warmes Umfeld. Und bitte nicht weiter auf den Autoscheiben rumreiten. Das Thema hatten wir schon ausgiebig.

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              • Stefan Hauschke sagt

                Das Wort Transformation habe ich von Ihnen nur übernommen, ich verwende das auch nicht. Ist aber eigentlich auch egal, ob wir das Kind nun Veränderung, Wandel, Transformation oder sonst wie nennen, sind alles Synonyme.
                Ich bin inzwischen seit ca. 8 Jahren Landbewohner und hier bei uns gehen Naturschutzgebiete und Landwirtschaft in einander über, und die Bereiche, wo Totholz nicht beseitigt wird und alles der Natur überlassen wird ist wirklich idyllisch – ich sehe mit eigenen Augen, wie schön etwas werden kann wenn man es sich komplett selbst überlässt, wenn Sie das Gegenteil behaupten glaube ich Ihnen einfach nicht, da ich den Gegenbeweis direkt vor der Tür habe. Und ich bin in den letzten 8 Jahren selbst über die kleinsten Waldwege im Umkreis von 20 km gejoggt, gewalkt oder Radgefahren. Ich mag es aber auch zwischen den Feldern Sport zu treiben, auch die zahlreichen Windräder stören hier kaum jemanden. Ich sehe in all dem keinen Widerspruch.
                Und natürlich gibt es ein Insektensternen, ich will nicht darauf rumreiten sondern darauf hinweisen, dass ich auch das mit eigenen Augen sehen konnte. Zählungen von Insekten untermauern das. Das Obstbauern keine Probleme mit der Bestäubung haben ist kein Beweis dafür, dass es kein Insektensterben gibt.
                Das es zu wenig Malocher und Landärzte gibt, da haben Sie recht.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Je nach Weltanschauung wird die sog. Transformation für die jeweiligen Zwecke benutzt.
              Früher, als die Insekten noch die Windschautzscheiben verdreckten, da haben Menschen noch Kartoffeln im Keller gelagert, Kohl statt Avocados, Chia-Samen, Qinoa oder Flohsamen gegessen.
              Jeder sucht sich seine Transformation so aus, wie sie ihm passt.
              P.S:
              Das Ozonloch ist immer noch da, größer denn je, guckst du:
              https://www.rnd.de/wissen/ozonloch-ueber-der-antarktis-2023-wieder-auf-rekordgroesse-warum-GKPZR6YWRJBPJIMREE3KDZIRKU.html

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              • Peter sagt

                auf der verlinkten Seite steht 6mal könnte/könne…es kann aber auch alles ganz anders sein. Tolles Bespiel für die derzeitige Wissenslandschaft.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Genau Peter, aber man “weiß”, dass die deutsche Landwirtschaft am Insektensterben schuld sei…..Es ist so perfide.

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                • Stefan Hauschke sagt

                  Ich mag keine Pauschalisierungen, die Landwirtschaft ist sicherlich nicht schuld.
                  Einen sehr großen Anteil am Insektensterben haben z.B. auch die Lichtverschmutzung, die Versiegelung von Böden, unter anderem auch das Anlegen von diesen hässlichen Steingarten.
                  Ganz unschuldig wird die Landwirtschaft nicht sein, aber wir alle brauchen die Nahrung, also sind wir auch alle verantwortlich. Man muss Lösungen finden, bei denen die Umwelt so gut es geht Geschütz wird, die Erträge ausreichend sind und die Landwirte ein erträgliches Auskommen haben, so erträglich, dass es einen Anreiz gibt diesen Beruf zu ergreifen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Zitat Hauschke:
                  “Man muss Lösungen finden, bei denen die Umwelt so gut es geht Geschütz wird, die Erträge ausreichend sind und die Landwirte ein erträgliches Auskommen haben, so erträglich, dass es einen Anreiz gibt diesen Beruf zu ergreifen.”

                  Richtig! Daran wird gearbeitet….leider wird derzeit ausschließlich die Landwirtschaft zum Schuldigen erklärt und mit Gesetzen und Auflagen drangsaliert, ohne dass “wir” (da ist es wieder das wir) alle einbezogen werden.
                  Rechnen Sie einfach mal die Anzahl der Fahrzeuge, die täglich deutsche Straßen befahren multipliziert mit der Frontfläche der Fahrzeuge und weiterhin multipliziert mit der Fahrtstrecke und sagen mir dann, ob nicht ein generelles Fahrverbot auch zur Lösung beitragen könnte. Nun, blöder Vorschlag oder? Wird niemals geschehen. Aber der Pflanzenschutz, der kann für eine kleine Gruppe der Ernährer ordnungsrechtlich verfügt werden. DESHALB ringen wir doch hier so.

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              • Stefan Hauschke sagt

                In dem Artikel steht auch, dass sich die Ozonschicht seit dem Verbot von FCKW wieder erholt hat und immer dicker wird. Und ds steht auch, das noch daran geforscht wird, ob das aktuelle Ozonloch durch einen Vulkanausbruch verursacht wurde.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Sie haben geschrieben: …” dank FCKW Verbot ist das Ozonloch auch weg.”

                  Nun relativieren Sie Ihre Aussage? Schmunzel….

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                • Stefan Hauschke sagt

                  @Seevers
                  Bitte keine Haarspaltereien, die Ozonschicht hat sich regeneriert und tut das immer noch. Dass das Ozonloch komplett weg ist, war jedoch eine Fehlerhafte Aussage von mir gewesen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Jaaaa, nein, keine Haarspaltereien bitte…..😎

                  Im Text steht als letzter Satz:
                  “Forschende warnen aber auch davor, dass der Klimawandel den Abbau des Ozonlochs verlangsamen oder sogar umkehren könnte.”

                  Man wird uns schon so weit dressieren, dass wir über alle Stöckchen springen. Vorsichtshalber hat man noch ein wissenschaftliches “nichts Genaues weiß man nicht” angefügt.

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            • Reinhard Seevers sagt

              “Das Insektensterben ist ein neues Problem das gelöst werden muss, wie viele andere auch, dafür braucht es Transformationen, da sehe ich nichts religiöses drin.”

              Interessant….und diese Veränderung/Tranformation muss allein die Landwirtschaft umsetzen, in dem sie die Pflanzenschutzmenge halbieren muss und damit die Lebensgrundlage für die Ernährung reduziert?
              Welchen Anteil haben die 99% der restlichen Bevölkerung an dieser Transformation, keine?

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          • Ertl Elisabeth sagt

            Es wird Vieles dramatischer dargestellt. als es ist, aber beschönigen hilft auch nicht weiter. Bei uns hat heuer die Kirschessigfliege das gesamte Wildost vernichtet, daher haben die Vögel (45 Arten hab ich auf unserem Grund gezählt) in ihrer Not alle unsere Trauben gefressen, und ich muss sie schon jetzt füttern, wenn sie über die Runden kommen sollen.
            Der Trockenheit der letzten Jahre hat alle Feuchtstellen ausgetrocknet, und wir hören keine Frösche mehr quaken.
            Mich macht das schon auch traurig.

            Die Landwirtschaft muss für Vieles als Sündenbock herhalten, das stimmt. Aber umgekehrt geht es auch nicht an, alles was man tut, mit dem Argument Versorgungssicherheit zu rechtfertigen.

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            • Stefan Hauschke sagt

              Ich finde es schön, dass es noch Menschen gibt die zur Selbstkritik fähig sind und bemüht sind die Dinge differenziert zu betrachten.
              Und Selbstkritik heißt nicht, dass man alle Schuld der Welt auf sich nimmt, sondern einfach nur das eigene Handeln und eigene Aussagen kritisch zu hinterfragen.
              Dabei kann man auch durchaus zu dem Schluss kommen, dass es einem nicht möglich ist anders zu wirtschaften, dann muss das kommuniziert werden und es ist eine Aufgabe der Gesellschaft das zu ändern. Die Realität sieht natürlich leider oft anders aus, aber ganz ehrlich, wir haben alle unser Päckchen zu tragen. Ich arbeite bei einem Zulieferer für die Baubranche und es verdichten sich die Hinweise, dass es bei uns zu Entlassungen kommen wird.

              Das Problem ist vermutlich, dass einem Selbstkritik gerne als Schwäche ausgelegt wird, für mich ist das aber ein Zeichen von Größe.

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              • Reinhard Seevers sagt

                “Ich arbeite bei einem Zulieferer für die Baubranche und es verdichten sich die Hinweise, dass es bei uns zu Entlassungen kommen wird.”

                Es wird viel zu viel gebaut. zu viel Ressourcen verschwendet und zu viel Fläch versiegelt. Es müssen auch Überkapazitäten abgebaut werden. Die Branche muss endlich selbstkritischer werden, finde ich.

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                • Stefan Hauschke sagt

                  Es muss nicht weniger gebaut werden, schließlich fehlen jede Menge Sozialwohnungen, da sie keine sozislwohnung benötigen interessiert sie das aber vermutlich nicht.

                  Es muss aber anders gebaut werden.
                  Weniger Bodenversiegelung ist ein Aspekt, in Großstädten wären z.B. vertikale Gärten wie in Singapur ein Vorbild.

                  Aber Sie wollten ja ohne hin nur provozieren und keinen konstruktiven Dialog führen, weshalb ich es dabei belasse.

                  Eine Branche kann übrigens nicht selbstkritisch sein, dass können nur einzelne Personen. Aber Ihnen ist vermutlich keine andere Möglichkeit eingefallen, wie Sie diese Spitze hier unterbringen können.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Es gibt genügend freien Wohnraum im Lande. Man muss die Menschen nur so verteilen, dass die leeren Wohnungen auch genutzt werden können. Schließlich ist es ja auch ganz einfach die Nutztierhaltung auf Deutschland so zu verteilen, dass überall gleich viele pro ha möglich sind. Wo ein Wille, da ein Weg.
                  Herr Hauschke, Sie müssen einem Architekten nicht erklären, wie gebaut werden muss oder sollte. Sie müssen den Menschen, die das Geld fürs Bauen ausgeben nur etwas framen und schupsen….viel Spaß dabei!

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                • Stefan Hauschke sagt

                  Ihnen auch weiterhin viel Spaß dabei sich zu empören Herr Seevers!

        • Peter sagt

          Richtig, dann müssen aber PIK und RIFS umbenannt werden in PIzFvJD…Potsdamer-Institut-zur-Förderung-von-Jugend-Depressionen. Hätte es „früher“ Leute gegeben, welche sich im laufenden Straßenverkehr auf die Kreuzung kleben, dann wäre die sofortige Zwangseinweisung in die geschlossene Station einer psychiatrischen Klinik die Folge gewesen…heute nennt man die Aktivisten. Zu hinterfragen ist immer wieder, was hier falsch läuft!

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      • Stefan Hauschke sagt

        Ja dieser dezente Hinweis ist schon häufiger gefallen.
        Unsere Welt ist aber so vernetzt, dass wir nicht nur bei zu wenig Nahrung alle sterben werden.

  3. Stefan Hauschke sagt

    Bin ich schon über den Wikipediaeintrag drauf gestoßen, auch auf Ihre Sauerei! 😀 Niemand ist frei von Geschwurbel und Ideologie auch ich nicht 😉
    Wenn ich noch Zeit finde, mich näher mit dem Thema zu befassen, werde ich an Ihr Buch denken^^

  4. Stefan Hauschke sagt

    Wenn ich hier lese wie präzise der Einsatz von Düngemitteln oder Pestiziden geplant und bemessen wird, kann ich gut nachvollziehen, dass seine Formulierungen sauer aufstoßen.

    Ohne über diese Tatsache nachzudenken, würde ich die Formulierung aber einfach nur so interpretieren, dass man Maßvoll mit diesen Mitteln umgehen soll, und das das anscheinend nicht alle machen. Stellt sich dann die Frage, wo er meint, dass nicht so gearbeitet wird. Tatsächlich in Deutschland oder bezieht sich das vielleicht auf die globale Arbeitsweise?

    Vielleicht ist das ja tatsächlich nur ein kommunikatives Missverständnis, falls jemand das 4-Ohren Modell von Schulz von Thun kennt:
    Vielleicht war die Aussage einfach nur als als Apell gedacht, Pestizide Maßvoll einzusetzen. Wer das bereits tut kann das dann leicht auf der Beziehungsebene als Kritik auffassen.

    Wie auch immer, der Steffens ist auch nur ein Mensch der mit Wasser kocht und nicht unfehlbar.
    Seiner Naturdokumentationen finde ich sehr gut und ich habe nicht das Gefühl, dass er versucht zu polarisieren, im Gegenteil. Die eine oder andere Ungenauigkeit ist mir bei ihm sicher auch schon mal aufgefallen, aber ich mach selbst genügend Fehler, da will ich nicht jedes wort auf die Goldwaage legen.

    Andererseits habe ich AD(H)S und reagiere bei diesem speziellem Thema auch sehr allergisch auf gewisse Aussagen. Es wird z.B. gerne schnell daher gesagt, dass Kinder mit Medikamenten ruhig gestellt werden. Da steht dann die Sachaussage hinter, dass die Verschreibung von Medikamenten um ein vielfaches zugenommen hat und der Apell, dass nicht vorschnell Medikamente verschrieben werden sollten.
    Jemand wie ich, der bis zu seinem 29ten Lebensjahr durch Folgeerkrankungen wegen eines unbehandelten ADH)S sehr gelitten hat und dem durch Medikamenten in der Kindheit dieses Leid erspart geblieben wäre, nimmt das natürlich sehr negativ auf der Beziehungsebene auf.

    Die Gesellschaft ist derzeit extrem gespalten und es ist schon fast ein Volkssport sich gegenseitig zu diffamieren. Die Phrase “Deutschland wird an die Wand gefahren” kann ich inzwischen schon nicht mehr hören. Nicht weil ich den immer in der Springerpresse lese, sonder im Büro und im Freundeskreis. Es gibt kaum noch jemanden der differenziert, es gibt nur noch schwarz und weiß, dagegen oder dafür, nichts dazwischen.

    In diesem Sinne hoffe ich, dass Steffens auf Ihre Anfrage eingeht und sich dem Diskurs mit Ihnen stellt.

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    • Bauer Willi sagt

      @Stefan
      Sie haben weiter unten gefragt, warum ich so allergisch auf die Worte von Herrn Steffens reagiert habe. Ich habe das erläutert, Sie haben nicht darauf reagiert.

      Ich weiß nicht, an welcher Stelle ich den Begriff “heroisch” erwähnt habe oder die Arbeit der Landwirte so darstelle.

      Mit einem haben Sie allerdings Unrecht: der Mensch lebt vom Brot. Wenn er das nicht mehr hat, hört er auf zu existieren.

      Ich wünsche mir auch, dass sich Herr Steffens meldet. Die Mail ist seit 6 Tagen raus und bisher gab es keinerlei Reaktion.

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      • Stefan Hauschke sagt

        Der Kommentar mit “Heroisch” war eine Antwort auf Herrn Seevers und hatte mit Ihnen überhaupt nichts zu tun. Auf Ihren Kommentar habe ich sogar eine sehr Ausführliche Antwort verfasst und dachte eigentlich klar darauf eingegangen zu sein…

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      • Stefan Hauschke sagt

        Wie gesagt, dass mit dem “heroisch”, also der komplette Kommentar, war an Herr Seevers gerichtet, da er die Lebensmittelproduktion als das einzig wichtige hingestellt hat.
        Wenn der Mensch nicht mehr als Brot hat, ist das nur noch ein vegetieren, als soziales Wesen benötigt ein Mensch sehr viel mehr, deswegen die Betonung auf ‘”allein”.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Jeder versucht sein Handeln und sein Dasein irgendwie zu rechtfertigen. Das soziale Wesen lebt seit Jahrtausenden zusammen und hat sich derart vermehrt, dass es an die globalen Grenzen stößt. Die Ursache der Vermehrung liegt nicht in seiner sozialen Kompetenz, sondern an der Fähigkeit Nahrung im Überfluss zu erzeugen.
          Die Folge der Arbeitsteilung und die Schaffung der Bürgergesellschaft haben dazu geführt, dass die Erzeugung von Nahrung in den entwickelten Ländern auf den Schultern einer absoluten Minderheit liegt. Sie schrumpft weiter und wer meint er lebe nicht vom Brot allein, kann ja gerne seine brotlose Kunst fortführen. Die Folgen wird dann eben die Mehrheit spüren.

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        • Der Genosse sagt

          Herr Hauschke, die Lebensmittelproduktion ist alles. Keine Gesellschaft kann ohne Lebensmittel existieren. Sehr wohl aber ohne Fitnessstudios, Autos, Computer, Sachbearbeiter, Theater usw.

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          • Stefan Hauschke sagt

            Ohne Computet bricht die Stromversorgung zusammen, die Kühlketten werden unterbrochen und die Nahrung verrottet. Ohne Autos/Lkws kommt die Nahrung nicht zum Verbraucher, ohne Sachbearbeiter werden keine LKWs disponiert die Nahrung transportieren usw. Wenn man ein bisschen versucht über den Tellerrand zu schauen findet man noch mehr Beispiele, dass die Nahrungsmittelproduktion nicht alles ist.
            Wir sitzen alle im selben Boot.

            • Reinhard Seevers sagt

              Falsch, die genannten Mittel und Wege sind allein zur Aufrechterhaltung des derzeitigen Versorgungssystems notwendig. Man kann mit der Hände Arbeit die Nahrung erzeugen, nur muss das dann eben jeder für sich tun. Will man das nicht, muss man sich auf die Technologien und die Abhängigkeiten einlassen, so wie es die letzten 100 Jahre vermehrt getan wurde. MC Donalds braucht man nicht, man konnte sich ihn aber leisten, organisatorisch, technologisch, wie auch monetär. Gesellschaft schafft sich seine Pfadabhängigkeit selber…..
              Back to the roots wird es nicht geben. Aber man muss sich auch nicht wundern, wenn irgendwann so wenige Bock auf Gängelung haben werden, dass der LKW nichts mehr zu transportieren haben wird.

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              • Brötchen sagt

                Getreide hält sich ohne Schädlingsbefall ewig und Heu und Stroh trocken gelagert auch.
                Das kann man wieder rum mit Tieren veredeln.
                Deswegen ist ja Tierhaltung quasi essentiell und unentbehrlich.

                “Kühlketten werden unterbrochen und die Nahrung verrottet. Ohne Autos/Lkws kommt die Nahrung nicht zum Verbraucher, ohne Sachbearbeiter werden keine LKWs disponiert die Nahrung transportieren usw. ”

                Das braucht es alles nicht, wenn man unbedingt will!

                Einfach mal in einen Stall und in einen Betrieb gehen und sich die Lagerbestände zeigen lassen.

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                • Brötchen sagt

                  übrigens der Inhalt im Ei trocknet nur langsam aus, wenn die Schale intakt ist, hält sich der Inhalt unverdorben fast ein halbes Jahr!
                  Ist dann nur etwas zähflüssig.
                  Alles Öko und alles natur und ohne Kühlung!

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                • Stefan Hauschke sagt

                  Der einzelne Bauer überlebt vermutlich etwas länger, zumindest bis dann die Plünderer auf der Suche nach Nahrung vorbeischauen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  “Getreide hält sich ohne Schädlingsbefall ewig und Heu und Stroh trocken gelagert auch.
                  Das kann man wieder rum mit Tieren veredeln.
                  Deswegen ist ja Tierhaltung quasi essentiell und unentbehrlich.”

                  Diese Kernbotschaft Brötchen, die hat nicht mal der Andreas Sentker kapiert….obwohl er aus dem Emsland stammt.

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard wir haben hier noch Roggen liegen bestimmt 4 Jahre.
                  Lupinen lagen 6 Jahre.
                  Gerste auch noch ein Haufen auch 3 Jahre glaube ich.
                  Stroh ist das gute von 2018……goldgelb, kannste Gold draus spinnen 😉

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                • Brötchen sagt

                  Ging mir noch durch den Kopf das Wichtigste bei manchen Stämmen in Afrika und Europäische Gebirge sind die Getreidespeicher. Die wurden extra gebaut, möglichst mäusesicher. Etwas höher gelegen.
                  Wenn die gut gefüllt sind hälste gut aus, zwar jetzt nicht der volle Komfort, musst aber nicht verhungern.

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                • Stefan Hauschke sagt

                  Noch viel Spaß beim Sonnen in Selbstgefälligkeit, Sie wissen wie man anderen die eigenen Belange näherbringt. Ich habe in diesem Forum viel gelernt, Danke dafür.

                • Bauer Willi sagt

                  @Stefan H.
                  Das freut mich! Seit vielen Jahren höre ich, dass dieser Blog den Horizont erweitert. Auch wenn man mit seiner Meinung nicht immer „durchkommt“.

              • Stefan Hauschke sagt

                Ohne das derzeitige Versorgungssystem werden wir alle sterben, wir drehen uns im Kreis.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Nicht alle….nur diejenigen, die abhängig vom Versorgen sind….ganz viel werden etwas später auf natürlichem Wege selbstverständlich auch sterben, das stimmt natürlich.😎

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                • Brötchen sagt

                  nö die Landwirtschaft nicht, die kommt soweit klar!
                  Wird zwar schwierig.

                  Vielleicht dreht sich der Hauschke im Kreis.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Brötchen gibt dann ja vielleicht auch wieder nen Tauschhandel zwischen LPG Tier und LPG Pflanze…gibst du mir, so geb ich dir. Ist die so gepriesene Kreislaufwirtschaft ala Sentker.

            • Bauer Willi sagt

              @SH
              Ich brauche auf unserem Hof keinen Computer, keinen LKW und keinen Sachbearbeiter.
              Unsere Familie und die kleinere Verwandtschaft bekomme ich so durch…

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    • “Die Gesellschaft ist derzeit extrem gespalten …
      Die Phrase “Deutschland wird an die Wand gefahren” kann ich inzwischen schon nicht mehr hören. ”

      Mir gefällt die Story von der angeblich gespaltene Gesellschaft auch nicht besser.
      Und diese Behauptung, für die der empirische Beleg fehlt, findet sich paradoxerweise in ganz unterschiedlichen Diskussionsstrategien .
      Was möchte denn jemand der Spaltung / Polarisierung beklagt? Mehr oder weniger Diskurs?

      • Stefan Hauschke sagt

        Ich denke hier geht es mehr um die Qualität des Diskurses, aber das wird dann schon oft zur Glaubensfrage, was die Wurzel des Problems ist.

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  5. Brötchen sagt

    Familie Flug nach Bangkok mit 4 Personen 11,5 t Co3

    das entspricht 790 kg Rindfleisch oder 3352 kg Schweinefleisch

    wenn ich auf den Flug als Familie verzichte könnte ich zehn Jahre als eine Person die Menge an Fleisch verzehren.

    oder ich könnte 12 m3 Wein trinken.

    noch Fragen Kienzle?!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Vielleicht will Steffens mit seiner Botschaft nur einen Ablass für seine eigenen Verfehlungen leisten. Bei der Menge an Flugreisen darf er sein Leben lang kein Fleisch mehr essen….Shit Happens, Dirk.

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      • Stefan Hauschke sagt

        Einem international arbeitenden Journalisten vorzuwerfen, dass er zu viel fliegt ist genauso sinnfrei, wie es einem Außenminister vorzuwerfen, oder um es mal richtig zu überspitzen, einem Piloten 😀
        Man kann kaum einen Fuß vor die Tür setzen, ohne der Umwelt oder wem auch immer in irgendeiner Form zu schaden.
        Aber das heißt nicht, dass es sinnlos ist auf eine Verbesserung der Umstände hinzuarbeiten.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Das ist mir zu einfach. Urlaubsflüge sind schlecht, berufliche aber zu rechtfertigen? Wer noch nie Nahrung produziert hat und existenziell zum Erhalt der Menschheit beigetragen hat, aber das Flugzeug rechtfertigt und gleichzeitig Bauern sagen will, wie man Nahrung erzeugt, der ist für mich komplett unglaubwürdig und heuchlerisch.

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        • Jochen Böhrer sagt

          Genau so sinnfrei ist es, einem Bauer vorzuwerfen, dass er mit der Erzeugung von Nahrungsmitteln Klimagase erzeugt. Zumal sich der Großteil dieser eingerechneten Klimagase in einem stetigen Kreislauf befindet und niemals mit der Verbrennung fossilier Brennstoffe vergleichbar sind. Völlig klimaneutral wäre es, auf Landwirtschaft zu verzichten und wieder als Jäger und Sammler zu agieren. Selbstverständlich aber nur mit Rohkost.

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          • Stefan Hauschke sagt

            Den Schuh mit den Klimagasen würde ich mir als Landwirt doch gar nicht anziehen, sonst müsste man ja schon ein schlechtes gewissen haben, wenn man selbst aufs klo geht. Wir brauchen die Landwirtschaft zum Überleben genauso wie wir Computer, Autos, Schiffe, Treibstoffe und Strom im allgemeinen brauchen, um alles am Laufen zu halten. Es sind einfach zu viele Menschen auf diesem Planeten, als dass es möglich wäre der Umwelt nicht zu schaden. Normalerweise sorgen z.B. Krankheiten dafür, daß eine Population einer Art nicht zu groß wird und das Gesamtsystem schädigt. Solche Mechanismen hat der Mensch bisher erfolgreich ausgehebelt, damit das Problem aber nur in die Zukunft verlegt. Daher muss der Mensch selber darauf achten, dass er die Schädigung seines Lebensraums nicht zu weit treibt. Und niemand weiß, wo genau die Grenze ist, hinter der man zu wenig unternimmt und das Fortbestehen der eigenen Art in seiner aktuellen Form gefährdet.

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            • Jochen Böhrer sagt

              Wir ziehen uns keinen Schuh an. Uns wird ein Sack mit falschen Argumenten übergestülpt. Aus dem wir uns nur mit Richtigstellungen befreien können. Leider sehr erfolglos. Denn der Sack wird von Medien, NGOs und vielen Politikern zugeschnürt und Teile der Bevölkerung werden zum aufgewiegelten Mob und schlagen noch oben drauf.

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    • Jochen Böhrer sagt

      Nein. Das entspricht NICHT den genannten Mengen Fleisch. Denn die dem Fleisch angelasteten Klimagase befinden sich in einem stetigen und aktuellen Kreislauf. Sie reichern die Atmosphäre nicht nachhaltig an und sind deshalb nicht mit dem CO2 aus fossilen Brennstoffen vergleichbar, wie es durch die Verbrennung von Kerosin entsteht.

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      • Mit dem Vorurteil soll doch nur die Zeorie mit dem Methangas aus dem Kuhmägen bekräftigt werden.
        Das macht denen doch Spaß.

  6. Smarti sagt

    Bei gleichen Artikel auf Fb hat Cord Hartmann zu Recht kritisiert, dass Herr Steffen dem Pflug so kritisch gegenüber steht. Dabei ist es doch Vorschrift, einen Acker mindestens jedes 5.te Jahr zu pflügen – egal ob das gerade sinnvoll ist oder nicht. Wird das nicht gemacht, so verliert das Land seinen Ackerstatus und es ist für immer verboten, da jemals wieder Getreide oder andere Ackerfrüchte anzubauen ! Also hypen die Medien, die von der Regierung bezahlt werden, einen Journalisten, der uns dafür scharf angreift ( Acker pflügen ), eben WEIL wir den dummen Vorschriften der Regierung Folge leisten.
    Herr Steffen, bitte kümmern Sie sich darum, dass dieser Passus geändert wird und wir Landwirte endlich kein Grünland mehr umpflügen müssen ! Fragen Sie Herrn Özdemir warum das so ist ?

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    • Jochen Böhrer sagt

      Ganz so ist es nicht. Grünland kann auch durch mehrmaliges Grubbern wieder zu Acker gewandelt werden. Noch besser mit Glyphosat. So es denn erlaubt bliebe. Aber es gibt genug Betriebe, die auf ihren Böden und mit ihrer Fruchtfolge gute Gründe haben, zumindest alle paar Jahre zu pflügen. Hier bei mir in der Gegend ist vernünftige Weizensaat derzeit und vermutlich auch die ganze nächste Zeit nur nach Pflug möglich. Leider gibt es viele Bauern, welche pfluglos zum Dogma erhoben haben und ihre eigenen Kollegen öffentlich als schlecht wirtschaftend darstellen. Das hat ungefähr die gleiche Qualität, wie wenn sich manche in Diskussionen über Glyphosat gleich bemüßigt sehen, ganz ausdrücklich zu betonen, dass sie das “Zeugs” schon jahrelang nimmer einsetzen

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      • Smarti sagt

        Herr Böhrer, ich dachte dabei z.B. an unsere Klee-Weidelgrasmähweiden, die ich eben nicht nach 5 Jahren vernichten will ( die Technik dabei ist ja fast egal ) sondern weiter behalten will, solange es gut passt. Also wenn die Wildschweine auf einem Acker ( Grünland eingesät ) so richtig arg gewütet haben, dann möchte ich doch lieber dieses eine Stück schon nach 2 Jahren wieder pflügen und Hafer ansäen und dafür ein anderes Stück 7 Jahre stehen lassen. Wo ist da das Problem, ausser das es ein Gängelgesetz ist ?

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  7. Stefan Hauschke sagt

    Hallo zusammen,

    sind seine Aussagen denn nun einfach falsch oder predigt er nur, was eigentlich schon lange Praxis ist?
    Das würde mich als Ahnungslosen jetzt mal interessieren.

    Kochen hier die Gemüter nur so hoch, weil er so tut, als ob die Landwirte noch arbeiten wie vor 100 Jahren, oder stellt er belegbar falsche Behauptungen auf. Oder sind seine Thesen in der Fachwelt einfach umstritten?

    Ich bin nicht vom Fach und auf Journalisten angewiesen, die unterschiedlichste Themen für Laien verständlich vermitteln.

    Gruß
    Stefan

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    • Jochen Böhrer sagt

      Was dieser Steffens verbreutet, sind aufgeschnappte Schlagworte und ideologsch geprägtes Viertelwissen. Wo er Recht hat: Durch Digitalisierung und moderne Technik lassen sich ohne Ertragseinbußen Dünger und Pflanzenschutz einsparen. So eine Spritze mit Isobus, Einzeldüsenschaltung, Pulsweitenmodulation und Parametererfassung kostet nur läppische 150000 Euro. Wenn man auf den Hektar 30 Euro einspart, hat der 100-Hektar Betrieb schon in 50 Jahren seine Kosten wieder drin.
      Das Geschwurbel dieses Steffens von “Reduktion des Bodenlebens und des Humus durch Düngung” wurde ganz aktuell wieder durch die Auswertung von Langzeitversuchen widerlegt, die teilweise schon Jahrzehnte laufen. https://llh.hessen.de/pflanze/boden-und-duengung/humus-und-boden/humusaufbau-welche-pflanzenbaulichen-massnahmen-bringen-was/ Zitat: “Im Oberboden (0 – 30 cm) und im oberen Unterboden (30 – 50 cm) führte mineralische N- und NPK-Düngung, Beregnung, Stroheinarbeitung und Stallmistgabe zu gesteigerten SOC-Vorräten, wobei letztere den nachweislich größten Einfluss hatte.”

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    • Smarti sagt

      Hallo Stefan, danke für Ihr Interesse. Wenn ich alle Thesen von Herrn Steffens abarbeiten wollte, müsste ich ja auch ein Buch schreiben… und dazu fehlt mir die Lust. Bauer Willi kann das auch viel besser. Aber wenn Sie eine konkrete Frage haben, dann werden ich gerne darauf antworten. Vieles sollten Sie ja auch schon wissen, zumindest wenn Sie nicht zum ersten Mal hier sind.
      LG Smarty

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      • Stefan Hauschke sagt

        Um ehrlich zu sein war ich gestern zum ersten Mal hier. Ich Interessiere mich in erster Linie für Wissenschaft und Technik und die Diskussion um die Erneuerbaren hat mich hier hingeführt. Auf das Gediet habe ich auch schon jede Menge Zeit investiert, beim Thema Landwirtschaft hab ich aber überhaupt keine Ahnung. Natürlich spielt Wissenschaft und Technik auch eine große Rolle in der Landwirtschaft, aber da hatte ich halt nur sporadisch Kontakt zu wie zum Beispiel bei dem Thema, ob Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlich genutzten Feldern Sinn machen, wo die Meinungen ja auch, wie bei vielen Themen, teils weit auseinander gehen.
        Ich informiere mich sehr vielseitig und mache gerne Exkurse in andere Bereiche, das hier ist so ein Exkurs. Ich bin bekennender Wähler der Grünen (oder wie ein AfD wählender Freund gerne sagt, ein Schlafschaf) aber nicht wegen landwirtschaftlichen Themen, da erlaube ich mir keine Meinung, bin nur vorsichtig interessiert, hoffe das ist ok.

        LG Stefan

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    • Bauer Willi sagt

      @Stefan
      Was Dirk Steffens sagt ist einfach nur unwissenschaftlich. Beispiel Düngung: wir Landwirte ernähren unsere Pflanzen. Das ist der Sinn von Düngung. Wir müssen, gesetzlich vorgeschrieben, vorher eine Düngebedarfsplanung machen und dokumentieren. Nach der Ernte müssen wir den Entzug durch die produzierten Lebensmittel mit der Düngung bilanzieren. Das alles machen wir schon viele Jahre so und deshalb ist die Aussage von Steffens so unsachlich und beinahe schon beleidigend.
      Gleiches gilt auch für das “abkippen von Pestiziden auf die Äcker”. Das ist einfach nur unterirdisch und bedient den Mainstream.
      Was wir brauchen, sind Journalisten, die sich die Mühe machen, sich mit Fakten auseinanderzusetzen.

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  8. Limes sagt

    interessanter Beitrag von Prof Falter im Merkur
    https://www.merkur.de/politik/ard-zdf-oeffentliche-meinung-spd-gruene-cdu-talkshow-zr-92654851.html

    Auszüge: “In den vergangenen zwanzig Jahren ist nach meiner Beobachtung die Tendenz zum Haltungs- oder Überzeugungs-Journalismus stärker geworden, gerade bei jüngeren Journalisten. Man möchte Haltung zeigen und Zuschauer und Hörer zur eigenen Überzeugung bekehren. Viele betrachten heute ihr Medium als Instrument, mit dem man den Leuten die richtige Richtung – und das ist fast nie die rechte – zeigt. Die Journalisten von ARD und ZDF sind mehrheitlich Grünen-Anhänger oder definieren sich als links, wie wir aus Befragungen wissen. Man merkt die Veränderung durchaus auch in der Programmgestaltung. Teile von ARD und ZDF arbeiten offen gegen die Mehrheitsmeinung und versuchen diese zu ändern. Das hat etwas Bevormundendes. So fällt die Häufung von Sendungen über vegane Ernährung auf.”

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  9. Limes sagt

    Über diese Sätze habe ich mich auch gewundert: “ Zum anderen laugen wir unsere Äcker oft aus: Wenn wir ständig Dünger, Gülle und Pestizide darauf kippen, schwächt das die Millionen Lebewesen, die den fruchtbaren Humus erzeugen. Bisher gleicht man das aus, indem man mehr Dünger auf die Felder bringt. Aber man muss nicht Agrarwissenschaft studiert haben, um zu wissen, dass das nicht auf Dauer funktioniert.”
    Einen Gedanken kann ich modifiziert übernehmen: Aber man muss nicht Agrarwissenschaft studiert haben, um zu wissen, dass die Formulierungen populistischer Unfug sind. War wohl zu oft im Dschungel unterwegs und meint mit Dschungel Camp Sprech Aufmerksamkeit zu generieren.
    Man nimmt dann halt zur Kenntnis so formulieren heute Journalisten um Aufmerksamkeit zu erlangen! Passt wohl in die heutige oberflächliche Zeit.

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  10. Arnold Krämer sagt

    Wenn Laien versuchen, Landwirtschaft zu erklären, kann nichts Gutes dabei heraus kommen, weil sie der Komplexität des Sektors produktionstechnisch wie ökonomisch nicht gerecht werden KÖNNEN. Sie stiften nur weitere Verwirrung.

    Ich empfehle allen zum Verständnis nicht nur der ökonomischen Gesetzmäßigkeiten des Agrarsektors den Artikel von Prof. Kuhlmann, Gießen in der Jubiläumsausgabe” 100 Jahre Berichte über Landwirtschaft”

    https://www.buel.bmel.de/index.php/buel/announcement/view/193

    Wem die ökonomischen Fachbegriffe dann aber zu fremd und zu mühsam sind, lese bitte nur die Seiten 31 bis 34. Das kann und sollte jeder verstehen und nachvollziehen können.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Schöne Zusammenfassung der hier getätigten tausenden von Beiträgen…..so haben wir es ja auch herausgearbeitet.
      Die Frage stellt sich nun, wer für die Entwicklung und Fortführung der Nahrungserzeugung verantwortlich zeichnen soll und dies auch real durchführen soll. Die Schlaumeier der Presse jedenfalls nicht. Die Politiker auch nicht. Der Bürger schon mal gar nicht…..evtl. Großkonzerne oder die verbleibenden wenigen Bauern? Es fehlt an “Visionen”!

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  11. Sebastian sagt

    Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt. Digitale Landwirtschaft ist sinnvoll, warum nicht mit Satelliten oder Drohnen arbeiten?
    Dass schwere Maschinen Böden verdichten ist doch klar, oder? Deswegen nehmen Landwirte häufig Maschinen mit großen Reifen und zudem digitale Hilfsmittel. Die Tatsachen, dass das bereits häufig genutzt wird zeigt doch, dass Steffens offensichtlich Recht hat.

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    • Bauer Willi sagt

      @Sebastian
      Daran zweifelt niemand und es ist auch sinnvoll, mit Satelliten zu arbeiten. Machen wir mit unserem Schlepper schon seit vielen Jahren. Und das mit breiten Reifen und Luftdruckregelanlagen gearbeitet wird, ist auch schon lange in der Landwirtschaft Praxis. Genau das sollte Herr Steffens schreiben: “Die Bauern machen alles, um negative Effekte zu vermeiden”. Aber nein, er betet das nach, was schon Tausend andere vor ihm auch schon gesagt haben. Das ist die Kritik!

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      • Arnold Krämer sagt

        Sichwort: mit Satelliten arbeiten!
        Habe in der letzten Woche erfahren, dass die Prüfdienste der LWK Niedersachsen im Sommer 4 Wochen nur sehr eingeschränkt arbeiten konnten. Von den 2 Satelliten, die man für die Feldmessungen draußen benötigt, war der russische ausgefallen (warum , keine Ahnung).

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        • Bauer Willi sagt

          Arnold,
          ich hab mit Putin telefoniert, der soll den Satellit mal eine Zeitlang abschalten, weil in Niedersachsen Kontrollen sind.
          Man kann sich auf ihn verlassen (Achtung: Satire)

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        • Smarti sagt

          Herr Krämer, von wo kommt denn der andere Satellit ? Vielleicht könnte man da was deichseln 🙂 . Hi, hi, wie peinlich wäre das denn ?

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      • Limes sagt

        Satelliten/ GPS Einsatz in der Landwirtschaft ist aber leider kaum jemand bewusst.
        Vor einigen Jahren selbst erlebt. Samstag abend beim Grillen mit Nachbarn Traktorgeräusch und gleich die Frage was macht der Bauer da wohl am Wochenende. Gut sag ich dann gehen wir mal schauen. Er hat Kartoffeln gelegt alles in einem Arbeitsgang Bodenbearbeitung – Düngen – Legen. Männer sind nun mal Technikaffin und haben den Sensor auf dem Traktor entdeckt. Alle haben gestaunt als der Bauer erklärte es ist ein GPS Sender und der steuert exakt die Arbeit heute und auch in Zukunft bei weiteren Massnahmen PSM (Einzeldüsensteurung Vorgewende & Keil) sowie Düngen. Damit es besonders genau ist gibt es noch zusätzlich zu GPS ein Signal vom nahe gelegenen Feuerwehrhaus. Ja das hatte keiner auf dem Radarschirm.

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        • Arnold Krämer sagt

          In der übernächsten Woche gibt es auf der Agritechnica in Hannover auch für die Stadtbevölkerung sehr viel zu sehen und zu bestaunen. Vielleicht sollten DBV und DLG ermäßigte Tickets für diesen Personenkreis ermöglichen. Es wäre ein kleiner Beitrag, um das Ansehen des Berufsstand und seines vor- und nachgelagerten Bereichs zumindest etwas zu verbessern.

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          • Bauer Willi sagt

            Sehr gute Idee. Sollten die Aussteller aber auch machen…
            Vielleicht auch einen Schul-Tag mit Führungen! Damit die Lehrer:innen auch was sehen und erfahren.

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        • Heinrich sagt

          Fällt das Signal einmal aus (kommt mal vor) wird es für die jungen Fahrer heute schon schwierig geradeaus, geschweige denn Anschluss zu fahren :))

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          • Jochen Böhrer sagt

            Der ein oder andere Strommast musste schon dran glauben, weil er nicht digitalisiert war.

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    • Thorens sagt

      “…Digitale Landwirtschaft ist sinnvoll…”

      Wenn man es sich einmal genau überlegt, dann ist das ein Widerspruch in sich.
      Digital = 1 oder 0 – schwarz oder weiß, ja oder nein.

      Genau das geht in einer Landwirtschaft eben nicht, wo von Fall zu Fall auch alle möglichen Zwischentöne in Betracht gezogen werden müssen, soll es zum Erfolg führen.

      Digital gesteuerte Aggregate oder Maschinen indes sind inzwischen vielfach schon Standard in der Landwirtschaft.

      3
      • Wolfsfeind sagt

        wenn sie etwas Digital fotografieren ist ihr Bild nicht nur Schwarz oder Weiß hier hapert Ihre Theorie 🍺

        • Thorens sagt

          Das Fotografieren ist ja nicht digital, nur die Verarbeitung der erfassten Daten.
          Zwar ist nicht alles, was hinkt, ein Vergleich, in diesem Fall aber doch. Prost!

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    • Danny sagt

      Schon mal was von einer Druckzwiebel gehört? Bei der Ausbildung zum Landwirt lernt man das spätestens im BGJ aber die meisten angehenden Azubis wissen das schon längst von Ihren Eltern! Da der Boden bei den Landwirten die Existenzgrundlage ist werden die meisten die Verdichtung und Kapilarzerstörung vehinern….

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    • Jochen Böhrer sagt

      Wenn es mal nur noch Betriebe mit über 1000 Hektar und Schlaggrößen über 20 Hektar gibt, wird das flächendeckend wirtschaftlich eingesetzt werden. Wollen wir da hin?

      1
  12. Eifelbauer sagt

    Das Problem (fast) aller dieser Welterklärer: Sie theoretisieren und verallgemeinern in ihren
    Beiträgen zur Volksbelehrung und – Erziehung überwiegend ohne Bezug zur Praxis.
    Dieser Praxisbezug wird zwar vor allem in Fernsehberichten oft dem geneigten Zuschauer durch
    das Vorführen von Einzelbeispielen vorgegaukelt, wird aber in den seltensten Fällen der Gesamtbetrachtung eines Sachverhaltes, geschweige denn der Lösung eines Problems gerecht.
    Offensichtlich wird dieser Mangel bei vielen Veranstaltungen (Talk- und Diskussionsrunden,Fachvorträge)
    wo zwar jede Menge schlaue, oft auch prominente Menschen vermeintliche Tatsachen schildern,die sie
    nur vom Hörensagen oder aus einer Perspektive kennen um anschliessend Lösungen zu präsentieren, die
    bei denjenigen,die vor Ort die Umsetzung realisieren sollen nur Kopfschütteln auslösen.
    Beispiel in jüngster Vergangenheit:
    Thema Wolf – nach gefühlt wie vielen Sendungen ohne praktischen Bezug schafft es endlich auch mal ein
    Christian Lohmeyer als betroffener Tierhalter in ein Fernsehformat der vordersten Reihe, dies jedoch dann zu nachtschlafender Zeit.
    Warum schafft es ein ausgewiesener Fachmann wie Dr. Kremer -Schillings, der ja auch einen mittlerweile
    hohen Bekanntheitsgrad ausserhalb des landwirtschaftlichen Fachpublikums besitzt so selten in
    Sendungen, die einer grösseren Öffentlichkeit zugänglich sind um den Menschen aus der Sicht des
    Praktikers mal zu erklären,warum die eine oder andere Sache sich eben NICHT so verhält, wie dies
    von den Mainstreammedien gerne dargestellt wird.
    Woran liegt’s Willi, willst Du nicht, oder wollen Sie Dich gar nicht haben ?

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    • Arnold Krämer sagt

      Viele der Welterklärer, die die Landwirtschafts auf’s Korn nehmen, stammen von landw. Betrieben, haben – aus welchen Gründen auch immer – (anders als z.B. der fleißige Kommentator R. Seevers👍), die Entwicklung des Agrarsektors der letzten Jahrzehnte nicht wirklich auf dem Schirm, fühlen sich aber berufen zu erklären und zu missionieren. (Psychologen könnten dafür vielleicht Erklärungen finden). Tanja Busse, im ZDF-Film über die Geschichte der Landwirtschaft auch eine “Kronzeugin”, gehört mit ihrem Buch “Die Wegwerfkuh” genauso wie Steffens in diese Kategorie “Welterklärer”.
      Das ist kein leichtes Geschäft, weil immer weniger gelesen wird. Nur Leute wie z.B. Wagenknecht und Sarrazin können von den Verkaufserlösen ihrer Bücher gut leben.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ich glaube eines der Hauptprobleme ist die Verwendung des Begriffes “WIR”. Wir wird in jedem Kontext gebraucht, meint mal wir als Bürger, mal wir als Nation, mal wir in Europa, und dann wir als alle Bürger der Welt.
        Mit dem WIR kann man immer alles verorten, weil jeder Weltretter ein Beispiel im Gepäck hat, auch wenn es nicht zu uns passen sollte. so ist doch das Glyphosat in Brasilien ein großes Problem….und da wir es auch verwenden, ist es automatisch auch bei uns ein Problem.
        So geht es mit fast allen Problemlagen. Man nutzt globale Problemlagen, um sie national aufzublasen und damit politisch umzusetzen. Das ist so offensichtlich….fällt in China ein Sack Reis um, wird gefragt, ob das nicht auch bei uns passieren könne, obwohl wir gar kein Reis haben.

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        • Arnold Krämer sagt

          Wechselweise und fallweise werden tatsächlich in allen Diskussionen unterschiedliche Ebenen betrachtet bzw. argumentativ benutzt. Insofern sind fast alle agrarpolitischen und ernährungspolitischen Diskussionen im Lande “unsauber” bis verlogen.

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      • Heinrich sagt

        Herr Krämer, die Antipartie gegenüber der Landwirtschaft findet sich bei Herrn Steffen in seiner Kindheit. Die offentsichtlich nicht freiwillige Mithilfe auf dem elterlichen Hof hat zu einer frühen, mit 16 Jahren, Flucht in die Stadt (Hamburg) geführt.

        Auf die richtige Feststellung das täglich Fläche zur Nahrungsmittelerzeugung verloren geht, zieht er bedingt aus seiner Jugendpsychose (Wahrnehmungs-, Realitätsverlust) die falschen Rückschlüsse:

        “Für jeden der acht Milliarden Menschen steht weniger Fläche als ein Fußballfeld zur Verfügung, um ihn satt zu machen – mehr nicht. Und jetzt wird diese Fläche jeden Tag kleiner: Zum einen, weil die Bevölkerung weiter wächst. Zum anderen, weil wir von dieser knappen Fläche jedes Jahr zwölf Millionen Hektar verlieren. Schuld ist zu einem großen Teil nicht zeitgemäße Landwirtschaft. Hier gibt es zwei Faktoren: …..”

        Er geht ja noch weiter. Kinder genießen keine Sonderrechte im Grundgesetz (Herr steffen hat keine Kinder) der Artenschutz soll aber im Grundgesetz verankert werden (wohin das führt: siehe Tierschutz):

        ” Sie fordern mit Ihrer Stiftung, den Artenschutz ins Grundgesetz aufzunehmen. Was würde das ändern?

        Unser Grundgesetz ist dafür da, das Grundsätzliche zu regeln, also die wirklich wichtigen Sachen. Wenn wir glauben, dass Freiheit, Demokratie und Menschenrechte da reingehören, dann müssen wir uns auch fragen: Sind diese Dinge überhaupt möglich ohne eine Umwelt, auf deren Funktionsfähigkeit diese menschliche Zivilisation basiert?….”

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      • Stadtmensch sagt

        “fühlen sich aber berufen zu erklären und zu missionieren”

        In der Zeit hatten sie vor Jahren mal einen Artikel in dem eine Erklärung versucht wurde, warum das beim Thema Landwirtschaft so ist. Finde ich leider nicht mehr…

        Ungefähr so:

        Die Landirtschaft ist eines der letzten Gebiete, das für Alle verständlich und nachvollziehbar erscheint. Wobei “nachvollziehbar” im eigententlichen Wortsinn gemeint ist. Also jeder traut sich zu, ein Saatbett bereiten zu können und darauf eine Nutzpflanze zur Erntereife zu bringen.
        Und zwar nur, weil das evtl. auf dem eigenen Hobbybeet irgendwie gelingt.
        Das gleiche gilt bestimmt auch für Tierhaltung.

        Eine Vorstellung von der Komplexität der Aufgabenstellung, diese Vorgehensweise auf ein Niveau zu skalieren, dass eine genormte Produktqualität in einer Menge erzeugt wird, die man anschließend auch verkaufen kann, um damit den Betrieb aufrecht zu erhalten, kann sich nur entwickeln, wenn die geneigten Medienkonsumenten nicht verblendet werden. Damit liegt der Ball wieder beim Herrn Steffens.

        Wenns dem Herrn Steffens um die Steigerung der Quote und bessere Verkaufserlöse für seine Produktionen geht, könnte er sich ein Beispiel an Henry Ford nehmen. Der hatte als Gegner der Demokratie und dem Nationalsozialismus nahestehend den Konsum demokratisiert, indem er die Massenproduktion erfunden hat.
        Gewendet auf die Situation von Steffens hieße das, als ideologisch vorgeprägter Journalist? keine Produkte für eine kleine Esoteriker-Elite zu hohen Preisen zu schaffen, sondern Qualität mit garantiertem Erkenntnisgewinn für ein breites Publikum anzubieten.

        Dann werden auch die Diskussionen besser…

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    • Bauer Willi sagt

      @Eifelbauer
      Ich mache den Blog nun schon seit Januar 2015. Im Dezember 2019 habe ich bei Angela Merkel im Kanzleramt gesessen, vorher schon zweimal im Landwirtschaftsministerium im Büro der Ministerin. Weil ich grüne Kreuze aufgestellt hatte und das der Ministerin missfiel. Zu meinen guten Bekannten gehören unter anderem Reinhold Messner, Sven Plöger und Johann Lafer. In der Politik viele CDU-MdB´s, Robert Habeck, Renate Künast, Carina Konrad und Gero Hocker. Die wissen alle, wer ich bin und ich hatte zu allen schon persönliche Kontakt und mit ihnen Auge in Auge gesprochen. Dazu kommen Verbindungen zum Handel und Weiterverarbeitung. Ich habe einige Visitenkarten von “Medienschaffenden” Ich bin also ganz gut vernetzt, mache das aber bewusst nicht öffentlich.
      Worauf ich stolz bin: meine Beiträge werden außerhalb der landwirtschaftlichen Blase wahrgenommen. Es wird anerkannt, dass dieser Blog fachlich hohe Qualitäten hat und zwar auch eine politische Meinung bezieht (macht ja jeder) aber dies in einem Stil, der nicht populistisch oder reißerisch ist. Eben seriös, so gut das eben geht.
      Das führt dazu, dass meine Themen oft einige Tage später auch von den großen Medien aufgegriffen werden und sogar Zitate verwendet werden (in der Regel ohne Quellenangabe) . Das freut mich, weil es um die Themen geht, nicht um Personen.
      Ich werde auch zu Tagungen und Workshops von amtlichen Stellen (z.B. BfN) als Vertreter der Landwirtschaft eingeladen. Auch damit mache ich keine Werbung.
      Die gängigen NGO und Splittergruppen wie AbL oder BDM kennen mich und folgen mir auf diversen Kanälen, meist bei X, dem früheren Twitter. (Bin übrigens auch noch bei Facebook, YouTube und Instagram)

      Und trotzdem: wir Landwirte, die Agrarbranche, ist weder in den sozialen Medien noch bei den Öffentlich-Rechtlichen oder den Zeitungen so präsent, dass wir wirklich wahrgenommen werden.

      Anthony Lee, Christian Lohmeyer, Markus Wipperfürth und ich haben eine kleine WhatsApp-Gruppe, über die wir in Verbindung stehen. Wir sind uns auch in der Unterstützung der Freien Wähler einig. Mit Reinhard Jung von den Freien Bauern telefoniere ich monatlich mindestens ein Mal, wir sind in vielen Dingen einer Meinung.

      Keinerlei Kontakte habe ich zum DBV in Berlin. Das Verhältnis zum RLV ist neutral.

      Wie man hoffentlich sieht: mehr geht einfach nicht mehr. Was viele vergessen: es gibt auch noch ein Leben außerhalb von Bauer Willi.

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      • Bauer Willi sagt

        Nachtrag: Der Blog hat in den letzten 7 Tagen 70.000 Aufrufe. Da ist Facebook, Twitter, Instagram und Youtube noch nicht dabei.

        Bei Facebook hatte ich neulich einen Post, der es auf 250.000 erreichte Leser gebracht hat. Was immer das auch heißt…Dafür sind die Kommentare da oft nicht so “hochwertig” 🙂 Geistiges FastFood

        Ne, bilde ich mir nichts drauf ein, freut mich aber.

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        • Eifelbauer sagt

          Lieber Bauer Willi,
          meine Ausführungen sollten in keinster Weise als Kritik an Dir verstanden werden, sondern
          an der Berichterstattung einschliesslich der Expertenauswahl bei verschiedenen(vor allem
          Redaktionen des ÖRR) Medien.
          Ich und fast alle Teilnehmer dieses Blog ,glaube ich,wissen Deinen Einsatz zu schätzen und
          haben dies auch hier in unzähligen Kommentaren schon zum Ausdruck gebracht.
          Deine Schilderung zu Deinem Verhältnis zu handelnden Personen im Bereich Landwirtschaft
          bestätigt mir aber meine skeptische Einstellung gegenüber unserer Berufsvertretung (DBV), die ja
          für sich in Anspruch nehmen den gesamten Berufsstand zu vertreten.
          Wenn man auf die Expertise und auch die Liebe zur Landwirtschaft,verbunden mit der
          Bereitschaft sich dafür ganz entschieden zu engagieren, von Menschen wie Dir und vielen
          anderen verzichten kann, dann ist anscheinend die Lage anscheinend noch nicht beschissen genug und offenbart doch für meine Begriffe einigen Dünkel.

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      • Eifelbauer sagt

        Lieber Bauer Willi,
        meine Ausführungen sollten in keinster Weise als Kritik an Dir verstanden werden, sondern
        an der Berichterstattung einschliesslich der Expertenauswahl bei verschiedenen(vor allem
        Redaktionen des ÖRR) Medien.
        Ich und fast alle Teilnehmer dieses Blog ,glaube ich,wissen Deinen Einsatz zu schätzen und
        haben dies auch hier in unzähligen Kommentaren schon zum Ausdruck gebracht.
        Deine Schilderung zu Deinem Verhältnis zu handelnden Personen im Bereich Landwirtschaft
        bestätigt mir aber meine skeptische Einstellung gegenüber unserer Berufsvertretung (DBV), die ja
        für sich in Anspruch nehmen den gesamten Berufsstand zu vertreten.
        Wenn man auf die Expertise und auch die Liebe zur Landwirtschaft,verbunden mit der
        Bereitschaft sich dafür ganz entschieden zu engagieren, von Menschen wie Dir und vielen
        anderen verzichten kann, dann ist anscheinend die Lage anscheinend noch nicht beschissen genug und offenbart doch für meine Begriffe einigen Dünkel.

  13. Heinrich sagt

    Dirk Steffens ist kein Kind das in der Stadt aufgewachsen ist:

    https://www.noz.de/deutschland-welt/promi-show/artikel/dirk-steffens-sein-weg-vom-bauernhof-zum-artenschutz-20499438

    Zitat: ” Herr Steffens, Sie wussten schon mit sechs, dass Sie Naturfilmer werden wollen. Wer oder was hat das ausgelöst?

    Bernhard Grzimek. Ich hab seine Filme früher auf unserem alten Schwarz-Weiß-Fernseher gesehen und gedacht: Mein Gott, ist das großartig. Meine Eltern hatten einen Obsthof als landwirtschaftlichen Nebenerwerb, da bin ich mit Tieren aufgewachsen. Mein bester Freund war unser Hund. Ich hatte Schildkröten und Katzen, habe Frösche eingesammelt und Nistkästen gebaut. Das Klischee vom angehenden Tierfilmer vielleicht – aber es war halt so. ”

    Das Interview ist sehr aufschlussreich und sollte vor weiteren Kommentaren gelesen werden.

    3
  14. Bauer Fritz sagt

    Wenn der Herr einer von Deutschlands besten Wissenschaftsjournalisten sein soll, fällt einem unweigerlich das Karl Kraus Zitat ein “Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.”

    Die aktuelle Mainstream-Kultur scheint es zu sein, gerade konventionelle Bauern als dumme, unbelehrbare, dafür aber geldgierige Außenseiter hinzustellen, die mit großen aber dafür dummen Maschinen, Unmengen an Giften (Gülle, Dünger, Pflanzenschutzmittel, Verzeihung, die heißen klarerweise Pestizide) rauszuhauen, weil sie ja ohnehin nichts kosten und was sollten sie auch sonst noch den ganzen Tag tun, wenn sie mit Tier quälen fertig sind.

    In der Tonart würde man meinen sind doch eigentlich schon genügend Machwerke “rausgehauen” worden. Man muß wohl sagen, “aber anscheinend eben noch nicht von Jedem”.

    Und der Herr ist ja zweifelsohne einer von den Guten, die zumindest mal die Welt retten. Und da schadet es auch nicht, wenn man sich mit den Guten und Großen gleich mal “gewinnbringend” vernetzt, etwa mit EDEKA: https://verbund.edeka/verantwortung/dirk-steffens/

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    • Wolfsfeind sagt

      interessant
      Steffens meint: Die wichtigste Ursache für all unsere Umweltprobleme ist nicht Autofahren oder Kohlestrom, sondern die Art und Weise, wie wir Nahrung produzieren. Wollen wir die Welt retten, müssen wir uns also vor allem damit beschäftigen.
      …. seine Flugreisen mehrfach in die ganze Welt hätte er noch erwähnen dürfen.
      Wer einen CO² Fußabdruck wie Steffens hat darf eigentlich sofort Stillschweigend sein.

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      • Heinrich sagt

        “….. seine Flugreisen mehrfach in die ganze Welt hätte er noch erwähnen dürfen.”

        Hat er. Aber er gleicht das aus:
        Zitat NOZ Interview:

        ° Womit tragen Sie und ich zum Artensterben bei?

        Bei mir ist es vor allem das Fliegen, das ich versuche zu kompensieren, indem ich für jeden geflogenen Kilometer eine Abgabe zusätzlich zum Flugpreis zahle, von der Klimaschutzprojekte finanziert werden.”

        Ja so geht Klimaschutz, sofern die Finaziellen Mittel vorhanden sind.

        3
        • Limes sagt

          alternativ in die Kirche gehen und um Vergebung der Sünden bitten das ist günstiger. Zusätzlich hat man sich bewegt, etwas für seine Fitness getan und kann guten Gewissens eine Fleischwurst essen.

          3
        • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

          Wir Zwangszahler des “Staatsfernsehen” zahlen doch seine “Dienstreisen”!

          5
  15. Thorens sagt

    Dirk Steffens, der Gutmensch, der mit ganzen Filmaufnahmeteams zu den entlegendsten Winkeln des Planeten jetsettet, um den Daheimgebliebenen zu zeigen, wie empfindlich die Ökosysteme dort sind, die die Menschen des “Jetset” durch ihren Lebensstil so gefährden, hat sich selbst mit genau dem selben Verhalten ein veritables Geschäftsmodell geschaffen. Greenwashing vom Feinsten. Und dieser Fernmeldetechniker lehrt nun, zwangsgebührenfinanziert in gleicher Manier, wie Landwirtschaft zu funktionieren hat?
    Ja leck…

    16
    • Heinrich sagt

      Thorens, ja es ist sein Geschäftsmodell, es ist es aber est geworden, der Antrieb war ein anderer:

      Zitat aus einem Interview: “Als Jugendlicher und junger Erwachsener hatte ich ziemlich ernsthafte Probleme damit, mich in Systeme und Strukturen einzupassen, ich bin von der Schule geflogen, hatte die „falschen“ Freunde und regelmäßig irgendwelchen Ärger. Aber bitte nicht falsch verstehen, das war keine lässige Rocker-Außenseiter-Geschichte, ich war alles andere als cool, das war eher eine triste Phase der Orientierungslosigkeit. Der Beruf „Weltreisender“ ist dann zu meinem Ausweg aus dem Frust geworden.”

      3
      • Smarti sagt

        Herr Steffens ist sicher ein sehr intelligenter, empathischen Mensch, der ausserdem sehr gut reden und schreiben kann. Er hat seine Heimat gefunden… wie ganz viele Menschen, die nur das beste wollen. Er hat Angst um “Mutter Erde” und vervielfacht ( meiner Meinung nach ) deren Probleme.

        5
    • André sagt

      lustig… ich bin auch gelernter “Fernmelder”. In meiner Lehrzeit hatten wir auch so einen, der auch Probleme hatte sich in Systeme und Strukturen einzupassen.
      Einmal sogar fragte uns unser Lehrmeister (als der Typ nicht da war) warum wir uns den nicht mal im Dunkeln (natürlich außerhalb der Firma) vorknöpfen und ihm mal die Delle aus dem Helm polieren…
      Das war tatsächlich so. Aber auch der kam mit seinem “Handeln” durch.
      Für mich war und ist es bis heute in dieser schnellen, industriellen Welt, vor allem in der der Kommunikationsbranche ein Segen, dass ich aus der Landwirtschaft komme und hier noch heute meine Bodenhaftung behalten habe.
      So manchen “Gelehrten” konnte ich damit ins Abseits stellen, wenn der meinte etwas besseres, ein Gutmensch, oder sonst was zu sein.
      Wir müssen diese Leute von allen Seiten beschießen und dagegen gehen, was die da so absondern.
      Wenn wir es nur hier tun, verbleibt es vermutlich auch nur hier.
      Danke @Willi, dass du diese Menschen immer wieder entlarvst!!!

      9
  16. Smarti sagt

    Herr Steffens, danke für Ihren Einsatz.
    Sie helfen mir als Landwirtin sehr. Indem Sie die “Massen” von Landwirtschaftsvernichtern anfeuern, noch schneller gegen die Wand zu rennen.
    Was Anderes als eine massive Wand aus Armut, Hunger und Elend ist die Zerstörung der heutigen Landwirtschaft ?
    So wie gestern bei Bauer Willi die Energiewende diskutiert hat… niemand hat eine Lösung – aber das was jetzt schon da ist, ist böse. Soll abgeschafft werden… obwohl jetzt schon zu wenig da ist.
    Warum ich “für” Sie bin ? Je schneller Ihr Landwirtschaftsvernichter Euch Eure Köpfe einrennt, desto schneller wird die breite Masse der Bevölkerung aufwachen. So erhoffe ich mir eine kleine Chance, dass wenigstens noch ein paar Landwirtschaftliche Unternehmen da sind, die wieder anfangen können, Nahrung zu produzieren um so einen Bürgerkrieg zu verhindern.

    10
  17. Christina sagt

    Ich muss zugeben, dass ich mir Steffens Buch gekauft, aber mehr oder weniger beim Lesen “überpflogen” habe, hatte andere Vorstellungen über den Inhalt. Nach einigen Buchseiten, die ich tatsächlich gelesen habe, war ich vom Text irgendwie überfordert, weil mir nicht bewusst war, auf was Steffens eigentlich tatsächlich hinaus wollte, auf die Ernährung, auf die Landwirtschaft, auf herrschende Zustände, ja, auf was…?? Mir sind diverse Textzeilen, u. a. die, die Bauer Willi erwähnt hat, auch sehr negativ aufgefallen und hab gedacht, was will der Steffens, der macht ja wieder die Landwirtschaft schlecht …
    Jetzt frage ich mich, ob es Sinn macht, auch das Buch vom Landwirt des Jahres 2022, Benedikt Bösel (s. auch Interview Steffens mit “Merkur”), zu lesen; vielleicht kommt von Euch/Ihnen mal ein Kommentar dazu.
    Beiläufige Frage an Bauer Willi und auch an Euch/Ihnen: Was haltet Ihr von Anthony Lee? (Den müssten doch einige von Euch/Ihnen kennen?!) Weiß der Lee, wovon er spricht, wenn er über Landwirtschaft redet? Wäre sehr froh, wenn sich jmd dazu äußert; das würde mich sehr interessieren! Vielen Dank für jeden Kommentar!

    2
    • Reinhard Seevers sagt

      Auf jeden Fall sind beide, sowohl Bösel, als auch Lee Quereinsteiger. Der Eine ist Vorzeige-Bio, der andere wird inzwischen den Schwurblern zugeordnet…von medialer Seite.

      2
    • Smarti sagt

      Hallo Christina, vom fachlichen her gesehen her gesehen hat Herr Lee meiner Meinung nach immer recht. Er stellt Lügen und Fehltritte der Grünen ( auch Andere, aber die Grünen sind einfach gerade richtig gut im Lügenmodus ) und stellt damit die Regierung auch manchmal bloss. Das ist nicht so gern gesehen und deshalb soll er in die rechte Ecke gestellt werden. Ich finde, Herr Lee macht das sehr gut. Die Beiträge der freien Bauern finde ich auch richtig gut. Es braucht immer mehr Mut, “gegen” diese Landwirtschaftsabschaffer ( wegen Stimmen, Macht, Geld, um seine eigenen Fehler zu übertuschen…) zu sein.
      Bauern Willi, die freien Bauern und Anthony Lee machen einen super Job ! Jeder auf seine Art.

      14
      • Was die 3 von Dir genannten Bauernvertreter verbindet: sie sind authentisch!! Das ist mir allemal lieber als das weichgespülte Gesülze anderer “professioneller Berufstandsvertreter”.

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      “Was haltet Ihr von Anthony Lee?”

      Er ist für mich der geborene Politiker!
      Emotional,sachlich,ehrlich,direkt,den Finger immer in “der Wunde”!
      Wirkt autentisch,überhaupt nicht arrogant!
      War Soldat,Polizist und ist jetzt Landwirt.
      In China wäre er schon im Umerziehungslager.
      Wohnt in meiner Nähe,aber ich kenne ihn leider nicht persönlich.

      5
  18. Ludwig sagt

    Ich tue mir ARD und ZDF schon lange nicht mehr an. Die machen linksgrüne Regierungspolitik und keine breite neutrale Information damit sich der Bürger selbst seine Meinung bilden kann. Bei Gesprächen in Vereinen usw. kann man ganz klar anhand der Argumentation der Leute erkennen , woher die Infos kommen. Wirkliche substanzielle Infos lassen sich doch leider nur durch spezielle Fachbücher , alternative Medien , NZZ, Weltwoche , usw. erfahren. Wenn man dann von allem überall nur 50% glaubt , dann kommt man der Wahrheit sicherlich schon ein wenig näher. Die jetzige Politik fährt uns im Euro und Wirtschaft gegen die Wand. “Wir sind vom 50.Stockwerk im freien Fall und sagen auf Höhe des 10. Stockwerks , es ist doch immer noch gut gegangen”. Überall machen sich in unserem Gemeinwesen jetzt die vielen Fehlentscheidungen der letzten 18 Jahre bemerkbar
    und die jetzige Regierung steuert nicht dagegen , sondern erhöht das Tempo des Niederganges.

    15
    • Smarti sagt

      “Sondern erhöht das Tempo des Untergangs” – lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Lass sie rennen… wer sich denen jetzt noch in den Weg stellt, wird überrannt.
      Nimm Dein Zeug und Dein Wissen, stell dich an den Rand und guck zu..

      6
  19. Limes sagt

    “Heute fahren schwere, dumme Maschinen viel Chemie auf den Feldern aus. Das verdichtet den Boden. Wenn der Dünger auch noch nach dem Gießkannen-Prinzip verteilt wird, ist das sehr belastend für die Bodenlebewesen. Wir brauchen deshalb eine präzisere, digitalisierte Landwirtschaft.”
    Hab das mal als Vorlage für einen anderen Geschäftsbereich genommen. Hier das Ergebnis:
    Heute verbreiten dumme Internet und TV Maschinen sowie Bücher Klatsch und Tratsch. Das führt zu Volksverdummung. Das verwendete Papier stammt von Bäumen aus dem brasilianischen Regenwald. Wenn der Unsinn auch noch gedankenlos nach dem Gießkannen-Prinzip verteilt wird, ist das sehr belastend für Lebewesen und fociert den Abbau der Regenwälder. Wir brauchen deshalb präzisere, qualitativ hochwertige Beiträge.

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  20. ReinerStoff sagt

    Muss man den Typen kennen?

    “Und Pflügen tun wir schon lange nicht mehr.”

    @Bauer Willi
    Ob solche Aussagen der Sache dienlich sind, ist in meinen Augen auch fraglich, weil es ja quasi eine Bestätigung des genannten Autors ist und sich wie eine Rechtfertigung liest.
    Wer ist denn “wir” in diesem Falle, wohl nur ihr eigener Betrieb, denn andere Landwirte pflügen selbstverständlich nach wie vor, als überzeugter Pflüger ich selbst ebenso.

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    • Bauer Willi sagt

      @ReinerStoff

      Es ist eine Feststellung. Mit “wir” ist der Verfasser des Textes gemeint, also ich. Der Trend zu konservierender Bodenbearbeitung besteht schon lange.
      Ob der Begriff “überzeugter Pflüger” der Sache dienlich ist? 🙂
      Übrigens pflügen wir ab und an auch schon mal. Oft da, wo die Rübenmiete gelegen hat. Ich sehe die Bodenbearbeitung also nicht ideologisch sondern pragmatisch.

      6
      • Reinhard Seevers sagt

        Ich hatte bereits letzte Woche geschrieben, dass es heikel sei, innerhalb der Branche ein neues Kapitel hinsichtlich “richtiger” und “falscher” Bodenbearbeitung aufzumachen. Es ging dabei auch noch um Gesundheitsaspekte mit Hilfe ‘richtiger” Bodenbearbeitung. Ebenfalls hat ein Teilnehmer bereits formuliert, dass je mehr die Diskussion bis in kleinste Produktionstechnische Bereiche geführt wird, umso vertrackter wird eine Erklärung oder Auflösung des Spezialbereiches. Steffens kann diese Tatsache gut nutzen und Nebelkerzen werfen, in dem er WIR und UNSERE als Wegmarke nutzt und damit alle anspricht…..und wir kloppen uns dann die Schädel ein.

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      • feizelmeier sagt

        Gepflügte Äcker bringen bei uns immer mehr Ertrag und sind unkrautfreier zur nächsten Saison. Wir haben viele Versuche hinter uns und sind wieder beim Pflügen gelandet. Biobauern beginnen bei uns bereits wieder mit dem Pflügen, obwohl das bei manchen Bioverbänden nicht gern gesehen wird.

        6
  21. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Dirk Steffens ist ein populistischer Spinner!
    Bratwurst essen,aber nur Bio,weil dafür kein Soya im Regenwald angebaut wird,ist eine total weltfremde Aussage. Ich empfehle ihm,seinen Weltrettungsfilm unbedingt in China zu zeigen!

    13
    • Smarti sagt

      Herr Gresshöner, da haben Sie Recht. Aber trotzdem glauben diesem Einflüsterer viel mehr Leute als den aktiven Landwirten. Warum ? Wenn man sich eine Waage denkt, dann hockt das Geld immer auf der Seite der Steffens dieser Welt. Dort wird Geld gemacht, dort wird “Meinung gebildet”.

      5
  22. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Dirk Steffens kritisiert generell die Art und Weise, wie insbesondere bei der modernen konventionellen Wirtschaftsweise heute Ackerbau betrieben wird.

    Back to the roots – heute, morgen, wieder wirtschaften wie unsere Altvorderen dereinst!?

    Ein Dirk Steffens vermag sich agrumentativ so weit nur aus seinem kleinen Guckloch lehnen zu können, weil die LW dato innerhalb dekadenter Wohlstandsgebiete in unseren weltweiten Gunstregionen äußerst erfolgreich abliefert in schönster Kontinuität.

    Ergo ist demnach genau dort das weltweite Fiasko generell zu verorten!?

    Die Menschenmassen rund um unseren Blauen Planeten leben allerdings nicht wie die Maden im Speck. Immerhin um die 800 Mio. Erdenbürger, die nicht in das richtige Fleckchen hineingeboren wurden, stehen morgens hungrig auf und gehen so auch wieder zu Bett.

    Meint Steffens jetzt ernsthaft, einen solchen katastrophalen Zustandsbericht -ein wahrhaftiges Armutszeugnis für WEN!?- noch weiter verschärfen zu dürfen zu Lasten eben jener Menschlein, die ohnehin noch nie auf der Sonnenseite des Lebens geparkt wurden!?

    Was fordert Steffens!?
    -Einen noch weiteren Verfall der Sitten und damit vollends den kulturellen Niedergang!?
    -Wie will er den Zugang zu eben jenen „fetten Trögen“ hermetisch abschotten, wo es im Verlaufe der Evolution schon immer ganze Völkerwanderungen hinzog!?
    -Um Nahrungsmittel, werter Herr Steffens, sind innerhalb unserer Menschheitsgeschichte immer wieder die grausam blutigsten Kriege entbrannt. – Das ist nicht neu, verfügt ein Dirk Steffens eben dieses Wissen vielleicht nicht!?

    Natürlich ist die Feder schuld, wenn der Schreiberling wenig taugt…

    Dirk Steffens maßt sich an, die konventionelle LW diskreditieren zu dürfen – als kleines Bäuerlein maße ich es mir an, einen solchen „investigativen Journalismus“ in die Kategorie „unterstes Niveau“ einstufen zu wollen. Dieser Journalist sollte sein Wissensfundament dringend erweitern, um auf einer gesunderen Basis die komplexen Zusammenhänge zunächst erfassen und hernach korrekter analysieren zu wollen.

    „Das Halbwissen ist siegreicher, als das Ganzwissen: Es kennt die Dinge einfacher, als sie sind, und macht daher seine Meinung fasslicher und überzeugender.“ (Nietzsche) …

    24
  23. Dirk Steffens ist ein Populist, sein Geschäftsmodell ist das medienwirksame Reiten der Mainstreamwellen mit Hilfe von oberflächlichen, primitven Narrativen. Ich bezweifle, dass er an Fakten oder einer sachlichen Diskussion überhaupt interessiert ist. Allerdings beherrscht er sein populistisches Handwerk sehr gut. Geschickt wirft er Köder aus, um diejenigen, die er angreift zu spalten. So auch hier mit seiner Forderung nach angeblich heilsbringendem “precision farming”, wohlwissend, dass ein Teil der Landwirte und sogar der große Verband darauf abfährt. So hat er einen Teil der Bauern zunächst sogar hinter sich, und kann dann sogar mit deren Hilfe auf die anderen eindreschen, um natürlich später auch gegen den Rest der Bauern zu Felde zu ziehen. Schlimm ist , dass viele Bauern dies nicht durchschauen und diesem Populisten genauso wie ein großer Teil der Bevölkerung auf den Leim gehen.

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    • Smarti sagt

      Mark, danke für diese Erklärung. Genauso sehe ich dies auch. Wann soll denn ein (erfolgreicher) Landwirt, der bis zum Hals und drüber mit Arbeit und Verantwortung überhäuft ist, noch gegen abertausende solcher Grünpiss-Ableger argumentieren. Warum soll denn dieser Landwirt zum Tausendsten Mal gegen Leute argumentieren, denen es am A. vorbei geht, wie schwierig Landwirtschaft funktioniert und was Sie bewirkt. Oder einfach was passiert, wenn die Landwirtschaft weg ist. Das sind Landwirtschaftsvernichter und wer die Landwirtschaft hier zerstört, der tötet Menschen.
      Ein Landwirt, der psychisch gesund bleiben will, kann sich diesen Grünpiss-Unsinn einfach nicht täglich antun… zumindest ich würde durchdrehen. Alle Nichtlandwirte, die sich seit Jahren auf diesen Lügenseiten ( manchmal auch mit einem Körnchen Wahrheit ) aufhalten, sind entweder Landwirtschaftsminister oder Journalisten, Lehrer oder Staatsangestellte.
      Kann man dies noch einmal stoppen ? In Deutschland meiner Meinung nach nicht.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Smarti, schau dir Mal den Werdegang von Steffens an, dann wirst du merken, dass er sich einige wirklich einflussreiche Bereiche erarbeitet hat. Die Kollegen schauen zu ihm auf, Politik zählt auf seine Kompetenz und Fernsehzuschauer lieben ihn.
        https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dirk_Steffens
        Das ist ein richtig dickes Brett und mit Populismusvorwürfen wird man nicht punkten können. Hier wäre eine öffentliche Diskussion mit Agrarexperten angesagt…
        wobei unter denen ja eben auch keine Einigkeit besteht. Shit Happens.

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        • Smarti sagt

          Herr Seevers, leider habe ich die Hoffnung aufgegeben zu diskutieren bzw. den Erklärbär zu machen. Das was Steffens und Co machen, beruht auf jahrelanger Einimpfung von Lügen… genau so wie es auch heute in den Schulen, bei den Studenten und bei den Journalisten gelehrt wird.
          Das ist wie Einer gegen Hundert… wobei die “Einen” selber auch nur menschlich sind und deshalb auch nicht mal einer Meinung sind…
          Die Lebensmittelpreise müssen hoch… damit die Menschen noch vor der Wand zu stoppen sind.
          Oder selber mal mit Kampfparolen anfangen:
          – 100 % Bio bedeuten 8 mal so hohe Lebensmittelpreise wie heute.
          – 100 % Bio bedeutet, dass nur noch jeder 4.te Haushalt sich genug zu Essen leisten kann.
          Ob diese Aussagen stimmen ? Keine Ahnung, aber von meinem Gefühl her schon – und das reicht ja für Kampfparolen. Der, wo die grösseren Lügen erzählt, der gewinnt heutzutage. Ist halt die Frage, ob man lieber aufgibt, oder sich den Anderen gleich macht.

          6
          • Reinhard Seevers sagt

            Die Ökonomie ist die einzige Bremse, die alles regelt. Jeder Versuch Menschen zu beeinflussen oder zu framen, sie zu einer Kaufentscheidung zu bewegen, endet mit dem Zücken der Geldbörse. Und wenn auch der LEH irgendwann den “wahren” Preis für Lebensmittel nehmen sollte, weil er meint einem Zeitgeist entsprechen zu müssen, auch dann wird der Kunde mit den Füßen abstimmen, oder auf die Straße gehen.
            Aldi und Lidl haben angeblich sofort reagiert, als sie erfahren haben, dass ihre Lieferanten für Bananen und Kaffee keine gerechte Löhne an ihre Mittelamerikanischen Arbeiter zahlen würden……Im Gegensatz zu EDEKA, Rewe und Co. Schaun mer mal, ob der Kunde nun schwupp di wupp zu Aldi und Lidl rennt, um “faire” Produkte zu kaufen. Das Aufpolieren des Image hat eine geringe Halbwertzeit, denn der Kunde hat zunehmend weniger im Portemonnaie. Es sind verrückte Zeiten oder?

            7
      • Andreas sagt

        ” Das sind Landwirtschaftsvernichter und wer die Landwirtschaft hier zerstört, der tötet Menschen.”
        @Buntes Smarti- Genau das Gegenteil ist der Fall !
        Je mehr Bauern aufhören, umso mehr wird erzeugt.
        Aufhören tun doch die frustrierten, die sowieso nicht in der Lage sind, etwas aus ihren
        Erbe zu machen und lieber jammern als zu arbeiten.
        Die Leistungsfähigen, die die Grundstücke dann pachten oder kaufen erzeugen in der Regel viel mehr als die Aufgeber und tragen damit zur Welternährung bei.
        Ich habe auch lange gegen “Wachsen und Weichen” gekämpft, musste aber einsehen dass der BBV recht hatte

        0
        • Reinhard Seevers sagt

          Steile These Andreas. Ich glaube ganz trifft es die Lage nicht. Größer Betriebe arbeiten in größeren Einheiten und lassen die ein oder andere unrentable Fläche auch schon mal liegen.
          Ich glaube aber auch, dass die Resilienz des Systems stabiler ist, je mehr Aktive darin wirtschaften und damit auch die Weitergabe von Erfahrungswissen nachhaltiger erhalten werden kann. So lange alles rund läuft, so lange ist der Größere im Vorteil. Er ist aber extrem abhängig von den im System für ihn wichtigen Zuarbeiter.
          Wir merken es zunehmend, dass 24/7 immer weniger Menschen bereit sind für das am Laufen Halten von Technik da zu sein. Auch in der Logistik wird es in unserem Land schwierig große Einheiten von A nach B zu bekommen……Groß bleibt relativ.

          5
        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Ach, sieh’ an, die Allmacht der Naturgewalt auf zwei Beinen:

          Fressen oder gefressen werden…!?

          “Homo homini lupust est.”

          9
        • Smarti sagt

          Andreas, ein Beispiel das mir gerade einfällt: für die Bewilligung von Freiflächen-Solaranlagen ist die extensive Blumenwiese “zu gut zum Bebauen” und muss geschützt werden. Aber die angeblich “giftige, übernutzte Ackerfläche daneben” darf bebaut werden, weil deren Wert sich angeblich durch das brachstellen erhöht. Oder Ausgleichsflächen: es gibt ungleich mehr Ausgleichspunkte, wenn ein Acker zur Wiese umgewandelt wird wie alle anderen Massnahmen.
          Oder die ganzen Industriegebiete: “ist ja nur vergiftetes Ackerland” gut dass der Bauer da weg ist.

          4
        • Smarti sagt

          Andreas, das kann ich gerade live zu gucken. Da pachtet einer Wiesen im grossen Stil und mulcht ! die einmal im Jahr. Ein Schweizer… der Sinn erschliesst sich mir nicht – gut, es hat einige Bäume drauf, aber mähen könnte man trotzdem. Ein zweiter Schweizer zahlt ebenfalls gut das doppelte des Wertes, düngt massiv und macht 3-4 Schnitte für Pferdefutter (Heu- oder Grascops). Da wird Heu oder im Herbst Frischgras über 100 km weit gefahren, nochmals nachgetrocknet mit Diesel, geschnipselt, pelletiert und im 15 kg Plastiksack verpackt. Das Kilo ist dann über 1.20 Euro wert, als Pferdefutter oder Rinderfutter.

          2
  24. Reinhard Seevers sagt

    Zitat Steffens: “Zum anderen laugen wir unsere Äcker oft aus….”

    WIR…..UNSERE…..Er laugt seine Böden aus? Es ist doch immer wieder das gleiche wording.

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  25. Ferkelhebamme sagt

    Was macht ihr mit den Bildschirmen auf den dummen Maschinen? Auch drei Netflix-Serien gleichzeitig gucken?

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  26. Heinrich Steggemann sagt

    Hatte letzte Tage noch ein Gespräch zum Thema Bodenleben im Nachgang einer Veranstaltung. Der Gesprächspartner hatte viele Bücher gelesen. Verdient sein Familieneinkommen als Betriebselektriker bei einem Süsswarenhersteller und hatte auf dieser Veranstaltung zur rechtlichen Situation von Regelbauwerken zur Wasserrückhaltung in periodisch trockenfallenden Gräben seinen Prototyp vorgestellt.
    Seine angelesene Meinung war, das zu viel gepflügt und mechanisch bearbeitet wird und damit das Bodenleben zurückgefahren wird und man unnötig Wasser vergeudet. Auf meine Frage wie wir denn einer Erntekultur die Konkurrenz ohne Chemie und mechanische Eingriffe vom Hals schaffen könnten, kam keine Antwort, weil er davon nichts gelesen hatte.

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  27. Frikadellen piet 45 sagt

    guten Morgen der Junge ist in diesem Bereich ganz schön ahnungslos los und meint die Landwirte als dumm darstellen zu können obwohl er anscheinend in vielen Punkten überhaupt keine Ahnung hat ich glaube auch dass er schwer zu belehren ist wie das ganze Boden leben und so weiter funktioniert vor allem Dingen dass sie großen Trecker auf breite Reifen mit niedrigen Luftdruck haben der den Boden gar nicht toll belastet und vor allen Dingen der Jünger sehr präzise bestenfalls GPS gesteuert aus gebracht wird da wo der Boden Fehlbedarf hat wird viel gedüngt und da wo wenig wird wenig
    bestenfalls hatte Mähdrescher auch GBS und sagt wo wenig geerntet wird

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    • Frikadellen piet 45 sagt

      heutzutage wird sogar mit deinem Chlorophyll Messgerät am Trecker geduldent dadurch wird da wo der Boden schlechter ist weniger Geduld und wo er besser ist mehr das merkt sogar der Mähdrescherfahrer da der Bestand viel gleichmäßiger ist
      es wird also weniger teurer Dünger ins Grundwasser ausgewaschen das kann man bei dem Bodenproben feststellen

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