Monate: Dezember 2017

Ruhe, Muße, Nachdenken…

…dafür bieten die vor uns liegenden Tage hoffentlich Zeit. Der alljährliche „Weihnachts-Stress“ fällt langsam ab und wir kommen etwas zur Ruhe. Wir wünschen euch viele gute Gespräche im Kreise der Familie, von Freunden und Bekannten. Es muss ja nicht unbedingt um Bauern, Bürger und Verbraucher gehen. Aber angesichts voller Teller vielleicht ein wenig Reflexion darüber, ob unsere Probleme wirklich Probleme sind und wir nicht viel Grund haben, sehr dankbar zu sein. Euer Willi und Alois, die jetzt auch mal „durchschnaufen“ werden 0

Frohe Weihnachten 2017

Heiligabend kann kommen. Zwar liegt kein Schnee, das Wetter ist „knüsselich“ wie man hier im Rheinland sagt (Nieselregen und ziemlich warm) aber das kann die Vorfreunde auf Weihnachten nicht trüben. Es ist jedes Jahr eine besondere Atmosphäre, irgendwie hat man in den letzten Tagen viele Vorbereitungen getroffen, damit es ein schönes Fest wird. Wir werden Menschen unsere Weihnachtswünsche senden, zu denen wir lange keinen Kontakt mehr hatten. Wir werden Menschen begegnen, die wir länger nicht mehr gesehen haben und mit denen wir Weihnachten gemeinsam begehen. Alois und ich werden die Weihnachtstage auch im Kreis unserer Lieben verbringen und seltener als sonst am PC sitzen. Einfach mal eine Auszeit von den aufregenden und anregenden Diskussionen der letzten Monate. Vielen Dank dafür und allen von Herzen Frohe Weihnacht   Willi und Alois 0

Experiment: Öffentliche Schlachtung

Wir essen Fleisch und Wurst, vergessen dabei aber, dass dafür Tiere getötet werden müssen. Der WDR hat ein sogenanntes Sozialexperiment gemacht und auf einem Wochenmarkt einen Landwirten 10 Gänse schlachten lassen. Unter den Augen der Öffentlichkeit. Keine Angst, die Schlachtung selbst wird im Video nicht gezeigt, wohl aber die doch recht unterschiedlichen Reaktionen der Passanten. Macht irgendwie nachdenklich… https://www1.wdr.de/mediathek/av/video-experiment-oeffentliche-schlachtung-100.html 0

Ein Schmidt kommt selten allein.

Jetzt meldet sich der deutsche Gewerkschaftler Peter Schmidt in Österreich zu Wort. Er stellt fest: Unsere deutschen Lebensmittel sind zu billig. Ein interessantes Interview auch wenn nicht alles neu ist. Aber einiges, bei dem ich mitgehen kann, vor allem was das Wegwerfen angeht. Die Sache mit den 15.000 l Wasser pro kg Rindfleisch sollte ihm noch jemand erläutern, weil so etwas missverständlich ist. https://kurier.at/wirtschaft/deutscher-gewerkschafter-schmidt-unsere-lebensmittel-sind-zu-billig/302.017.438 0

Regionale Tomaten aus dem Rheinland – ganzjährig

Letzte Woche hatte ich Gelegenheit, mir hier in der Nähe einen Betrieb anzusehen, der Tomaten für den regionalen Markt produziert. Hier der Link auf den Betrieb: http://www.neurather-gaertner.de/ Mein Video dazu findet ihr weiter unten. Hier ein paar Details, die ich behalten habe: Die Unterglasfläche beträgt rund 16 ha. Geheizt werden die Gewächshäuser mit der Abwärme der Kraftwerke Neurath von RWE. Die Wärme kommt mit etwa 90 Grad an und geht mit rund 20 Grad wieder raus. Pro Hektar stehen etwa 50.000 Pflanzen. Es wird zeitlich versetzt gepflanzt, so dass das ganze Jahr über geerntet werden kann. Zwischen dem Abräumen der Kultur und der Neupflanzung sind zwei Wochen Zeit, eine Pflanze steht rund 11 Monate in Kultur und kann etwa 9 Monate geerntet werden. Der Trieb ist dann bis zu 15 m lang. Die Sorten werden in Abstimmung mit den Kunden (LEH) ausgewählt. Der Betrieb produziert vor allem Sorten, die einen besonderen Geschmack haben, verzichtet dabei allerdings auf den höchsten Ertrag. Den Massenmarkt mit billigen Tomaten überlässt man den Holländern. Die  Tomatenpflanzen wachsen auf einem neutralen Substrat, das lediglich der …

So was wünsch ich mir auch…

Irgendwie werde ich schon neidisch auf die Österreicher. Wenn man sich den Lebenslauf von Elisabeth Köstinger ansieht, scheint da viel Sachverstand ins Parlament zu kommen: https://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_57488/#tab-Ueberblick Und auch optisch ist sie so manch einem Landwirtschaftsminister weit voraus. Dass sie beruflich im Bereich Kommunikation tätig war, ist in diesem Fachbereich sicherlich auch ganz nützlich. Wir gratulieren herzlich zum neuen Amt, das sie seit dem 18.12.2017 bekleidet. Bauer Willi und Alois 0

Oh regionaler Tannenbaum…

Hier ist der Alois. In meinem Dorf gab es noch vor ein paar Jahren einige Bauern, die Weihnachtsbäume aus dem heimischen Wald verkauft haben. Doch alle haben den Verkauf aufgegeben. Jetzt müssen auch die Einwohner aus unserem Dorf den Weihnachtsbaum im Supermarkt kaufen. Und diese Bäume kommen garantiert nicht aus dem regionalen, bäuerlichen Wald. Also, da kann jetzt der Verbraucher nun wirklich nichts dafür. 🙁 Sehr gut finde ich daher, dass es in Bayern einen Verein „Bayerische Christbaumanbauer e.V.“ gibt. Und der stellt auch eine Internetseite zur Verfügung, wo man die regionalen Anbieter suchen kann. http://www.bayerische-christbaumanbauer.de/anbieter/                     In meinem Landkreis Oberallgäu ist da allerdings ein weisser Fleck auf der Karte. Irgendwie komisch. Die Bäumchen wachsen ja trotzdem so zahlreich wie früher im heimischen Wald. Solltet Ihr weitere regionale Anbieter oder solche Internetseiten mit regionelen Christbaum-Anbietern wissen, dann postet diese doch als Kommentare. Sind ja noch ein paar Tage, aber auch in diesem Jahr ist Heiligabend am 24. Dezember. Ganz sicher. 🙂 Euer Alois 0

Solidarität ist jetzt gefragt

Wir berichteten vor kurzem über die großen Probleme durch die anhaltende Nässe im norddeutschen Ackerbau. Doch auch in der Viehhaltung spitzt sich die Situation, vor allem in Schleswig-Holstein, Teilen von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern immer mehr zu, weil Lagerkapazitäten für organischen Dünger (vor allem Gülle) immer knapper werden, Normalerweise werden nach der Ernte die Gülleläger geräumt, doch genau in dieser Zeit war keine Ausbringung möglich. Deshalb möchten wir diesen Aufruf starten: Wer hat selbst freie Lagerkapazitäten? Wer kennt Betriebe, die ungenutztes Lager für flüssige Stoffe haben? Wo gibt es Güllebörsen, Maschinenringe oder Genossenschaften, die vermitteln können? Auch unkonventionelle Ideen sind gefragt! Sie müssen aber praktikabel und zulässig sein. Informationen bitte in die Kommentare (bitte PLZ angeben), damit sich diejenigen, die Bedarf haben, sich per PN (Facebook) mit den Anbietern in Verbindung setzen können. Bitte diesen Artikel weiter teilen und auch an die Medien geben. Was die Bauern jetzt brauchen, ist echte, praktische HILFE. Politische Positionierungen oder moralische Appelle helfen in der jetzigen Situation nicht… Bauer Willi (der im Rheinland wohnt (PLZ 41569) und der 40  cbm zur Verfügung stellen kann)         0

Veganer Glühwein

Unsere Leserin Anna-Sophia aus Osnabrück hat uns diesen Schnappschuss vom Weihnachtsmarkt geschickt. Sie hat auch eine Frage: Auf dem Schild steht der Hinweis „Die Filterstoffe sind nicht auf tierischer Basis“. Mich würde interessieren, wie konventionelle Filterstoffe aussehen ? Könnt Ihr Anna-Sophia und mir da eine Auskunft geben? 0

Der Weg des Schweins…

…in Österreich. Die trauen sich etwas – die Österreicher! Beim Projekt „Land schafft Leben“ haben sie im November den kompletten Weg des Schweins ins Visier genommen. Und sie haben eben „keine Sau durchs Dorf getrieben“, sondern wollen zur Versachlichung beitragen. Was meint Ihr. Ist das „Peter dem Fuchs“ gelungen? Auf jeden Fall finde ich die unten stehenden Videos sehr interessant und lehrreich. Euer Bauer Willi   https://www.landschafftleben.at/blog/wir+treiben+keine+sau+durchs+dorf+%E2%80%93+wir+zeigen+das+schwein%E2%80%A6_b1460   0