Jahr: 2016

Klimaschutz und Veggieday

Zum Klimaschutzplan ein passender Kommentar von schillipaeppa. Ob sich die SPD mit den drei Veggie-Tagen einen Gefallen tut? Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Hendricks Wunschzettel

„Jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf treiben“ könnte die Überschrift über dem vom Bundesumweltministerium vorgelegten Entwurf des Klimaschutzplanes auch lauten. Wenn man es denn landwirtschaftlich ausdrücken möchte. Punkte, die für Landwirte und Lebensmittelkonsumenten (und das sind wir ja alle) interessant sind, lauten: Der Anteil der Ökolandwirtschaft soll bis 2030 verdreifacht werden Der Fleischkonsum soll bis 2050 mindestens halbiert werden (300 bis 600 g pro Woche) Vor allem Wiederkäuerbestände sollen abgebaut werden Genehmigungen für Stallneubauten sollen verwehrt werden Landwirte sollen weniger düngen Weitere Maßnahmen, die der Klimaschutzplan vorsieht Ab 2030 keine PKW und Kleinlastwagen, die mit Benzin oder Diesel betrieben werden (Hinweis auf Wasserstoff) Subventionierung des Fahrradfahrens Verbot von Torf für Hobbygärtner Ab 2030 Verbot von Gas- und Ölheizungen bei Neubauten Ausbau von regenerativen Energien auf das drei- bis vierfache Das Papier, für das Frau Hendricks (SPD) die Federführung hat, wurde mit Wirtschaftsminister Gabriel (SPD) abgestimmt und wir derzeit im Kanzleramt geprüft. Weitere Ausführungen finden Sie hier: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiepolitik/spd-legt-klimaschutzplan-2050-vor-14315757.html Mein persönliches Fazit: Ich bin sprachlos. Euer Bauer Willi

Lieber Herr Hofreiter…

…ich lese jetzt überall, dass Sie die Massentierhaltung bis 2036 abschaffen wollen. Sie werden dann 66 Jahre alt sein, also kurz vor der Rente stehen. Von daher ist der Zeitraum klug gewählt, weil Sie das Ergebnis Ihrer Forderung dann noch in Ihrem aktiven Politikerleben erleben könnten. Ich bin Bauer und habe da ein paar Fragen und Bemerkungen zu Ihrer Aussage. Ist das Ihre persönliche Meinung oder die Meinung Ihrer Fraktion? Dazu lese ich in den Pressemitteilungen nämlich nichts. Wenn es nur Ihre persönliche Meinung ist, bräuchte ich nämlich die anderen Fragen erst nicht zu stellen. Was genau meinen Sie mit Massentierhaltung? Wenn aus den Niederlanden Bio-Eier aus Ställen mit 10.000 Hühner beim Aldi landen, ist das dann in Ordnung? Wahrscheinlich nicht, werden Sie sagen, aber nur deshalb sind diese Bio-Eier so billig. Sie meinen vielleicht Weideschweine, die frei herumlaufen können. Ja, das wäre möglich, benötigt aber viel mehr Fläche und das Kilo Schweinefleisch kostet dann 7 Euro statt 1,50. Und da wäre noch das Problem mit unkontrolliertem Nitrateintrag, denn die Schweine scheißen ja dann in der freien …

Tierwohl kostet Geld und Engagement

Dieser Kommentar von Oda Lambrecht setzt sich kritisch mit den Forderungen der Bürger, einem zögerlichen Verhalten der Landwirte, der Verweigerungshaltung des Lebensmitteleinzelhandels und der, so wörtlich „Verlogenheit“ der Konsumenten beim Thema Tierwohl auseinander. Das Fazit ist so simpel wie unrealistisch. Lesen Sie selbst. http://www.ndr.de/nachrichten/Tierhaltung-Endlich-ueber-Geld-reden,bauerntag114.html

Tierhaltung 2030

Ein kritischer Kommentar von Thomas Wengenroth zur Diskussion über die Nutztierhaltung 2030 auf dem Bauerntag 2016. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen  

Villnöss – erfolgreich anders

Heute ist mein letzter Tag im Urlaub. Eigentlich wollte ich ja  mal nichts schreiben, aber was ich hier gehört habe, ist so positiv, dass ich das einfach mal in die Tastatur hämmern muss. Es ist das absolute Gegenmodell zu Aldi. Es zeigt, wie Landwirte einen Markt entwickelt haben, der ihnen heute ein Einkommen ermöglicht, das unabhängig von großen Lebensmittelketten funktioniert. Es geht um das Villnösser Brillenschaf. Hatte ich vorher noch nie von gehört, aber die laufen rund um unsere Ferienwohnung. Was ich auch nicht wusste, dass diese Rasse beinahe ausgestorben wäre. 1998 gab es noch 200 Tiere. Bis ein paar engagierte Menschen auf die Idee kamen, das Aussterben zu verhindern. Einer davon war Günther, der Zuchtwart für die Region zwischen Bozen und Brenner (ich hoffe, das stimmt so) Günther ist aber nicht nur Zuchtwart, sondern auch ein Typ. Anfang 40, Bart, wettergegerbte Haut, Frauentyp (meint jedenfalls meine Frau…). Und kann einem einen Knopf an die Backe reden. Nicht aufdringlich sondern überzeugend. Einen eigenen Webauftritt hat er natürlich auch http://www.villnoesser-brillenschaf.eu/ Drei Bauern gab es 1998 noch, die diese Rasse …

Öko oder Marktwirtschaft

Dieser Beitrag stammt von Fred. Fred ist kein Landwirt und er macht sich seine Gedanken von dem Spannungsfeld des Landwirts zwischen Öko und Marktwirtschaft. Unsere Politik träumt von der Bio-Landwirtschaft, die auch ihre Berechtigung hat, vergisst aber, dass dies Maßnahmen für die oberen 20% der Bevölkerung sind. Wenn ein großer Discounter die Abnahme von Milch, Käse oder andere Lebensmitteln ausschreibt, dann ist das eine riesige Größenordnung und natürlich stehen dort die verschiedenen Molkereien usw. (auch die Genossenschaften) in einem Preiskampf. Es ist einfach falsch nur auf den Landwirt oder nur auf den Verbraucher zu schauen. Wir müssen das Gesamtsystem verstehen. Landwirte können sich besser präsentieren (da sollten die mal ihren verschiedenen Interessenverbänden auf die Finger klopfen). Landwirte müssen aber auch modern arbeiten dürfen. Niemand sagt der Autoindustrie, sie solle wie 1950 produzieren. Über die Landwirtschaft scheint es diese Traumwelt noch zu geben. Auch bei einigen Politikern. Verbraucher müssen mündig sein. Idealerweise kann jeder kochen und versteht was in den Produkten drin ist, die er oder sie im Supermarkt, beim Pizza-Dienst oder im Restaurant bekommt. Und …

Glexit – Ideologie ersetzt Wissenschaft

Und wieder einmal hat sich die Politik vor einer Entscheidung gedrückt. Die Zulassung von Glyphosat steht immer noch aus, weil sich Politiker von SPD und Grünen beharrlich weigern, die von unabhängigen Wissenschaftlern gewonnenen Erkenntnisse anzuerkennen. Das ist der eigentliche Skandal. Somit wird Politik abhängig von Beliebigkeiten, von Stimmungen und Meinungen, denen man glaubt, folgen zu müssen. Und Beispiele, wie solche Politiker Erfolge verzeichnen, erkennt man an Personen wie Donald Trump in den USA, Boris Johnson in England oder Toni Hofreiter in Deutschland. Was sie eint ist die ausgefallene Frisur und das populistische Gerede. Nein, Greenpeace, Foodwatch und Campact stellen nicht Volkes Stimme dar. Sie verstehen es aber sehr gut, in Zeiten der Sinnkrise mit vermeintlichen Skandalen zu punkten und Ängste zu erzeugen. Dabei geht es nicht um eine tatsächliche Gefahr oder ein reales Risiko: Die Meldung allein reicht schon und das Ziel ist erreicht. Kennzeichnend und besonders perfide empfinde ich jedoch, dass weder die genannten Organisationen noch die politischen Parteien die Alternativen zum Verbot von Glyphosat benennen. Mich erinnert dass alles ein wenig an den …

Im Dialog: Sven Plöger und das „Stand-Wetter“

Es gibt Sachen, die ich noch nicht wusste. Sven Plöger über Stand-Wetter, Jet-Streams und Klimawandel. Herr Plöger, was ist eigentlich „gutes Wetter“? Bei uns scheint die Sonne und es hat seit zwei Wochen nicht mehr geregnet. Für mich als Bauer ist das kein gutes Wetter… Viele Menschen übersetzen „gut“ mit „Sonnenschein“. Aber diesem Satz wird logischerweise kein Landwirt zustimmen. Die richtige Mischung macht´s und drum steht oben auf meiner Homepage der Satz: „Ich kann nicht behaupten, dass Regenwetter schlechtes Wetter wäre. Denn ohne Regen gibt es kein Leben und ohne Wolken kein Wetter“. Zuviel Regen, so wie Ende Mai und Anfang Juni, ist aber natürlich genauso wenig hilfreich wie eine lange Dürrezeit. Es gibt ja eine klare Entwicklung bei der Entwicklung der Temperaturen. Sie steigen. Es gibt aber Zweifler, die nicht daran glauben, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wurde. Was sagen Sie diesen Zweiflern? Dass dieser Klimawandel global schneller abläuft als alle vorherigen und dass ein Planet die Dinge nicht aus Lust und Laune beschleunigt, sondern auf physikalische Vorgänge reagiert. Hier stecken wir Menschen …