Jahr: 2016

Tag der bäuerlichen Einheit…

Ja, heute ist der Tag der deutschen Einheit. Wieso dann „bäuerliche Einheit“? Der Gedanke kam mir, als ich mir die rund 25.000 Kommentare, die bisher auf unserem Blog geschrieben wurden, einmal durch den Kopf habe gehen lassen. Da herrscht durchaus nicht immer bäuerliche Einheit. Da schimpfen gerne schon mal die „Konventionellen“ auf die „Bio’s“, die „Kleinen“ auf die „Großen“, alle auf „die Verbände“ und „die Politiker“ , die Verbraucher, den Lebensmitteleinzelhandel und so weiter. Meist bleibt es beim Schimpfen, selten werden Lösungen angeboten wie es anders, und vor allem, besser gemacht werden könnte. Schuld sind meist „die Anderen“. Dabei nehme ich mich von diesem Verhalten auch nicht aus. Auch ich neige dazu, mal schnell zu kritisieren ohne mich ernsthaft an den Lösungen zu beteiligen. Doch das ist nicht gut. Mit diesen, oft offen, ausgeführten Auseinandersetzungen geben wir Bauern in der Öffentlichkeit kein gutes Bild ab. „Sollen die sich doch mal erst selbst einig werden“ lautet dann oft die öffentliche Meinung. Und hat damit Recht. Doch wie soll man Einigkeit unter allen herstellen? Nehmen wir einmal die Verbände. Da kritisiert …

Erntedank 2016

Heute wird es eventuell kurz in den Nachrichten vorkommen: „Am ersten Sonntag im Oktober feiern die Landwirte wieder ihr traditionelles Erntedankfest.“ Ehrlich gesagt ist mir dieses Jahr nicht so richtig danach. Die Rapsernte war schlecht, die Getreideernte miserabel und die Preise sind im Keller. Warum soll ich da als Bauer Erntedank „feiern“? Und überhaupt, warum eigentlich nur die Bauern? Klar, wir haben es geerntet, aber bekommen tun es doch unsere Mitbürger. Wie schaut es eigentlich mit denen aus? Können die mit diesem Tag eigentlich noch was anfangen? Und ist denen Halloween nicht längst viel wichtiger geworden als so eine verstaubte Folklore? Gut, die Kirchen machen an diesem Tag auch etwas Spektakel. Da wird Obst und Gemüse aufgefahren, oft von den Bauern gespendet. Noch eine Erntekrone dabei, ein paar Zierkürbisse und schon ergibt das Ganze ein buntes Bild rund um den Altar. Es kommen auch mehr Leute als sonst in die Kirche, vielleicht kann man ja etwas abstauben von den vielen Früchten, die gespendet wurden. In der Predigt wird dann wieder mit inhaltsschwerer Stimme von der …

Ein Abschied mit Dankbarkeit

Am 30.September sind wir mit unseren „Moggele“ von der Alp gegangen – bei sommerlichen Temperaturen. Der Klimawandel lässt grüßen. Das ist eine Woche später als die letzten Jahre. Vom Futter her könnten wir noch ein paar Tage bleiben. Aber die Nächte sind inzwischen richtig kalt. Die Sonne kommt sehr spät und meine „Moggele“ sind unruhig und schier nicht mehr zu halten. So ist das jedes Jahr. Das Vieh spürt auch die Jahreszeit. Es spürt auch, dass die Alpzeit zu Ende geht. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Es war ein guter Alpsommer, obwohl das Wetter so manche nasse Kapriole schlug. Aber insgesamt hat es immer gewachsen und es war warm. Wir wurden von schlimmen Unwettern verschont. Es verunglückte kein Stück Vieh oder wurde krank. Wir können also dankbar zurückblicken auf eine guten Alpsommer 2016. Heute, am 1. Oktober 2016, ist nun der …

Euer REGIO DAY

Heute ist er da, euer Regio Day. Heute wollen wir andere Menschen an der Entstehung unserer Lebensmittel teilhaben lassen. Und jeder von euch hat sich etwas einfallen lassen, wie er seine Mitbürger zu sich auf den Hof, in den Laden oder den weiterverarbeitenden Betrieb einlädt. Dieser REGIO DAY ist für Euch gemacht Wir sind dankbar für euer Engagement. Jede Handreichung, jede Geste, jedes Wort zählt und ist wichtig. Wir wollen unsere Mitmenschen berühren, sie für unsere Arbeit begeistern, ohne viel Worte, einfach nur durch die Vorstellung dessen, was wir tagtäglich machen. Was ist überzeugender, als das persönliche Gespräch? Wer kann Lebensmittel besser erklären als derjenige, der tagtäglich an der Herstellung beteiligt ist? Eben. Und deshalb ist es so toll, das sich Menschen gefunden haben, dies auch in die Tat umzusetzen. In Deutschland, Österreich, Italien und Luxemburg. Wir sind jedenfalls gespannt, wie es bei euch und bei uns morgen zugeht. Ein wenig nervös sind wir auch schon. Danke 🙂 Die Bauern Willi und Alois und das ganze Team des Regio Day  

Tierwert

Ich lese gerade das Buch von Dr. Anton Hofreiter „Fleischfabrik Deutschland“. Schließlich muß man sich ja mit den Kritikern befassen. Es ist eine Aneinanderreihung der üblichen Argumente, ich habe nichts Neues gefunden. Eigentlich wirbt er mit diesem Buch für sich als Person. Er betont immer wieder, was er alles abschaffen würde. Oder seine Partei, die Grünen, wenn sie denn in die Regierungsverantwortung kämen. Was mir persönlich fehlt, sind die Lösungen. Wie üblich bei solchen Büchern, die meist nur anklagen. Übrigens habe ich mir auch das Inhaltsverzeichnis von „Das Schweine-System“ angesehen, geschrieben von einem „Experten“ von Greenpeace. Dafür gebe ich aber nicht nochmal 20 € aus…Der hat nur abgeschrieben…

Wirtschaftlichkeit Zweinutzungshuhn

Hühner Teil 5: Warum das Zweinutzungshuhn derzeit (noch) keine wirkliche Alternative ist. Obwohl alle davon reden, dass es doch gut wäre, wenn… Und was der Handel tun könnte. Aber der macht es sich einfach. Hier ist auch der Konsument gefragt, darauf zu drängen, dass die Vielfalt größer wird. Fragt doch einfach mal nach Seidenhühnern… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Industrielle Hühnerhaltung

Hühner Teil 4: Industrielle Hühnerhaltung, männliche Küken vergasen. Wie und unter welchen Bedingungen können Alternativen eine Chance haben? Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Bauer unser

Ein Trailer, der neugierig macht, allein schon mit seiner breiten Meinungsvielfalt. Kennt jemand den Film? Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Der Rheinländer

Hühner Teil 3: Der Rheinländer (oder richtiger das Rheinländer-Huhn) als Zweinutzungsrasse Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Schnäbel kürzen

Hühner Teil 2: Die schwierigste aller Fragen zuerst: Schnäbelkürzen, Federpicken und Kannibalismus. Antworten einer Wissenschaftlerin, die mich erstaunt haben. Ich habe einiges dazugelernt. Wer an einer sachlichen Auseinandersetzung ernsthaft interessiert ist, muss dieses Video sehen. Und zwar bis zum Schluß. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren