Jahr: 2015

Gülle und kein Ende…

Dieser Brief des Landwirt Franz aus Rheinland-Pfalz, der sehr aktiv in der Öffentlichkeitsarbeit ist, sollte uns zu denken geben. Verfolgt man die Presseartikel und Medienberichte der letzten Tage und Wochen, so sind Gülledüngung und Nitratbelastung von Böden und Grundwasser das beherrschende Thema. Man unterstellt uns förmlich eine mutwillige Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen aus reiner Profitsucht. Wir fluten förmlich unsere Äcker mit diesem Teufelszeug. In einer Diskussion attackierte mich ein Umweltaktivist ganz empört mit der Feststellung: „Eure Gülle besteht zu 90% aus Wasser, der Rest ist Scheiße“. Er war etwas irritiert, als ich ihm zustimmte. Wutbürger haben die Ortsschilder unserer Gemeinde mit Folien „Gülleparadies“ überklebt, in gemeinsamen Aktionen mit Bürgerinitiativen aus Limburg und Brabant (NL) werden die Auswirkungen der Massentierhaltung thematisiert. Wohlgemerkt: aus unserer Gemeinde ist die Nutztierhaltung weitestgehend verschwunden! Bürgerinitiativen fordern, dass die Qualität der landwirtschaftlichen Erzeugnisse der von vor vierzig Jahren entspricht. Die damaligen Produkte, mit der heutigen Analytik untersucht, dürften garnicht in Verkehr gebracht werden und müssten entsorgt werden. Der Einsatz von Quecksilberbeizen, Lindan und DDT, die Düngung mit Schlacken aus der Stahlproduktion (aus …

Pflanzliche Drinks – gesund?

Jeder hat die freie Wahl, ob er Milch trinkt oder sich für einen pflanzlichen Drink entscheidet. Mich interessierte, woraus diese Produkte bestehen. Hier die Übersicht: Viele Inhaltsstoffe pflanzlicher Drinks sind mit E-Nummer gekennzeichnet. Wer dazu detaillierte Informationen erhalten will, findet diese unter www.zusatzstoffe-online.de die meines Erachtens sehr wertfrei und wissenschaftlich fundiert darüber informieren. Auf einige möchte ich hier eingehen. Wasser und Zucker sind verbreitete Rohstoffe für die Herstellung dieser Produkte und bedürfen keiner besonderen Erklärung. Maltodextrin und Inulin sind zuckerähnliche Produkte, die ebenfalls zum Süßen eingesetzt werden. Calciumphosphate E 340, E 341 werden aus Phosphorsäure hergestellt und werden überwiegend als Trennmittel verwendet. Sie gelten als unbedenklich, jedoch gilt ein ADI-Wert (acceptable daily intake = akzeptierte tägliche Aufnahme) von 70 mg je kg Körpergewicht. Gellan E 418 bildet Gele und wird aus Bakterienkulturen von Pseudomonas elodea gewonnen, die erhitzt, filtriert und das Gellan mit Alkohol extrahiert wird. Johannisbrotkernmehl E 410 wird aus dem Samen des Johannisbrotbaumes gewonnen. Es ist ein Kohlenhydrat und ist in der Lage, große Mengen an Wasser zu binden. Lecithine E 322 wirken …

Sind Sie ein Cyberchonder?

Die WHO hat mit Ihrer „Krebswarnung“ von Wurstprodukten ein riesiges Echo in der Öffentlichkeit ausgelöst. Selbstbewusste Menschen wird dieses #Wurstgate vielleicht nachdenklich machen – aber mehr nicht. Doch es gibt sehr viele Menschen, die beim Wort „krebserregend“ sofort Ängste spüren. Man nennt sie im Fachjagon „Hypochonder“.  Ein Hypochonder meint krank zu sein, obwohl er es nicht ist. Cyberchondrie ist dann die internetbasierte Form, wo Informationen aus dem Internet die Ängste auslösen oder verstärken.  So wie diese pauschale Krebswarnung vor Wurst. Viele Medien und Interessensgruppen instrumentalisieren das Thema sehr emotional. Ob nun hier die Wurst, anderswo Pflanzenschutzmittel oder schließlich auch Arzneimittel: Immer wirken emotional aufbereitete Botschaften verstärkend auf die Ängste der Menschen, die kein so dickes Fell haben. Nicht jeder kann und will auch die Studien nicht im einzelnen studieren. Selbst wenn es später relativiert wird, so bleibt doch der Eindruck, „dass da ja schon was dran sein muss“. Nun kann man sich fragen, ob diese Ängste bewusst geschürt werden?  Ängstliche Menschen lassen sich nämlich leichter manipulieren. Das wäre unverantwortlich gegenüber den Menschen, die sich, aus welchen Gründen auch immer, …

WHO warnt vor gefährlichen Strahlen

Nachdem die WHO Fleisch als krebserregend und Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft hat, warnt die WHO nun vor gefährlichen Strahlen durch Radio- und Fernsehsender sowie vor Strahlung durch PC-Bildschirme und Smartphones. Diese Strahlen stehen im Verdacht, im Gehirn als sogenannte Neurotoxine zu wirken und so die Übertragung an den Synapsen-Zwischenräumen zu blockieren. Die Folge: Zuhörer, Zuschauer und Nutzer des Internet verdummen. Besonders deutlich wird dies bei angemeldeten Nutzern von Facebook, wie sich aus den dort abgegebenen Kommentaren ableiten lässt. Die Studie, die im Auftrag der Bundesregierung am Institut für angewandte Verhaltensforschung der Universität Dresden erstellt wurde, sollte der Frage nachgehen, warum gerade dort besonders viele Anhänger der Pegida-Bewegung aktiv sind. Die jetzt gefundenen Ergebnisse, die durch die Untersuchungen an 17 Probanden erzielt wurden, und somit als repräsentativ gelten, überraschen selbst Experten. Bisher war man davon ausgegangen, dass lediglich der übermäßige Konsum von fragwürdigen Formaten der Privatsender dafür verantwortlich sind. Die jetzt ermittelten Resultate zeigen jedoch, dass auch die sich ändernden Berichterstattungen öffentlich-rechtlicher Sender einen zunehmenden Einfluss haben. Als erste Sofortmaßnahme schlägt die WHO vor, auf Radio- …