Autor: Bauer Willi

Sturm auf dem Weg nach Berlin

Wollte eigentlich um 11 Uhr ab Köln nach Berlin starten. Daraus wird nichts, weil der Zugverkehr wegen des Orkantiefs komplett eingestellt ist. Bin jetzt wieder zuhause (mit dem Taxi) und habe um 12 Uhr dieses kleine Video aufgenommen. Mal sehen wann wieder Züge fahren… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Wir können alles…

…und wenn´s sein muss auch Hochdeutsch. Wir Bauern können sogar vieles gleichzeitig: Lebensmittel und Futtermittel und Energie und (Vertrags-)Naturschutz und… und…und.  Es muss aber auch bezahlt werden. Was ist euch das Wichtigste? Worauf wollt ihr verzichten? Bin heute unterwegs nach Berlin, werde also nicht viel mitdiskutieren können. Euer Bauer Willi

Gummistiefel statt Tastatur…

Nehmen wir einmal an, wir Bauern würden alle Forderungen der Gesellschaft, der NGO, der Kirchen, des LEH und was weiß ich sonst noch, erfüllen. Nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. Richtig viel Platz für die Tiere, alle mit Auslauf. Und Zweinutzungsrassen, die neben Fleisch auch noch Milch und Eier liefern. Wir würden auf mineralische Düngung verzichten und keine Pflanzenschutzmittel einsetzen. Unkraut kann man ja mechanisch oder von Hand entfernen. Befall mit Pilzen und Insekten muss man in Kauf nehmen, das hilft auch der Artenvielfalt. Die Fruchtfolge wird erweitert, neben Getreide, Raps, Rüben, Kartoffeln und Mais werden jetzt auch Leguminosen für den Stickstoff angebaut. Hört sich gut an. Und das geht auch. Allerdings nur, wenn zwei Dinge dazu kommen. Erstens muss ich für die so erzeugten Produkte mehr Geld bekommen, weil ich mehr Arbeit und weniger Ertrag habe, zweitens brauche ich Leute, die mir bei der Arbeit helfen. Alleine schaffe ich das nicht mehr. Zum höheren Preis: Nehmen wir einfach mal an, der Preis für alle Lebensmittel verdoppelt sich. Nehmt einfach mal euren letzten Einkaufszettel und multipliziert …

Agrar-Roboter

Vollautomatischer Apfelernter, selbstfahrende Hackmaschine, punktuelle Applikation von Herbiziden auf die Einzelpflanze: Das und noch mehr an technischen Neuerungen ist in dem Video zu sehen. Toll anzusehen. Aber was macht diese Technik aus den Landwirten? Werde ich mir als (klein)bäuerlicher Familienbetrieb mit 40 ha so was überhaupt leisten können? Doch wohl eher nicht. Wer das kann, sind Großbetriebe. Die will aber keiner. Und nun? https://www.facebook.com/agriculturechannel/videos/1311654255605424/  

Das Geschäftsmodell und die bäuerliche Landwirtschaft

Tilman Ziegler setzt sich in seinem Blogbeitrag kritisch mit dem Geschäftsmodell der erfolgreichen Industrieländer auseinander. Dabei könne die bäuerliche Landwirtschaft nur verlieren, ist sein knallhartes Resumee. Aber vielleicht seht ihr das anders…? Jedenfalls passt so eine Diskussion sehr gut zur Grünen Woche in Berlin. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen  

Star-Trek

Wir haben am 14. Januar unseren Sonntagsspaziergang gemacht. Über unserer Zwischenfrucht habe ich einen Schwarm Stare gesehen. Jetzt will ich die ja noch bei der Vogelzählung des NABU eingeben (geht noch bis zum 15.1.) aber auch die genaue Zahl finden. Nach meiner Beobachtung sind es 78. Wie ich das gemacht habe? Ich habe das Video einfach angehalten und dann mit der Maus gezählt. So werden übrigens auch in zoologischen Gärten Schwarmfische gezählt. Vom Foto. Also: wer noch Vögel beobachtet hat, kann die noch bis Montag Abend eingeben. Wäre doch schön, wenn es diesen Winter besonders viele Vögel werden….Ihr wisst schon… 🙂 https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/mitmachen/13147.html?ref=ms Ist übrigens meine sechste Eingabe. Und jedes Mal wurde ich als neuer Beobachter in die Statistik aufgenommen. Euer Bauer Willi Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Kein Schmerz oder kein…

Ein internationales Forscherteam hat sich mit dem weit verbreiteten Schmerzmittel Ibuprofen beschäftigt. Demnach steht der Wirkstoff im Verdacht, beim Mann Unfruchtbarkeit auszulösen. Veröffentlich wurde der Artikel in den „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“ http://www.pnas.org/content/early/2018/01/03/1715035115.full https://kurier.at/wellness/fuehrt-ibuprofen-zu-unfruchtbarkeit-beim-mann/305.865.118 Ich erinnere mich da an einen Satz von Frau Hendricks: „Solange die gesundheitlichen Risiken nicht restlos geklärt sind sollte das Mittel nicht zugelassen werden. Es gilt das Vorsorgeprinzip.“  Es ging dabei um ein Pflanzenschutzmittel. https://www.bmub.bund.de/rede/statement-von-dr-barbara-hendricks-zur-wiederzulassung-von-glyphosat/ Gilt das Vorsorgeprinzip nur bei Pflanzenschutzmitteln? Muss der Gesetzgeber jetzt nicht auch handeln? Ibuprofen ist frei verkäuflich, ebenso wie andere Schmerzmittel auch. Wer glaubt, dass er jetzt auf Aspirin oder Paracetamol ausweichen kann, sollte folgenden Artikel lesen. Demnach ist Paracetamol bereits in geringer Überdosierung tödlich, aber auch bei normaler Einnahme drohen Leberschäden. https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/medikamente/risiko/tid-24809/toedliche-schmerzmittel-verbieten-aspirin-und-paracetamol-gefaehrden-leben_aid_703225.html+ Übrigens dürfen Landwirte Pflanzenschutzmittel nur dann anwenden, wenn sie über einen gültigen Sachkunde-Ausweis verfügen. Jede Anwendung ist zu dokumentieren und wird bei Kontrollen überprüft. Das ist bei den genannten Schmerzmitteln nicht der Fall. Eines ist klar: sowohl Pflanzenschutzmittel als auch Medikamente sind potentiell giftig. Bei …

Her mit euren Vorschlägen!

Ich bin von den Veranstaltern der Demonstration „Wir haben es satt“ gefragt worden, ob ich mir vorstellen kann, bei der Abschlusskundgebung am 20. Januar am Brandenburger Tor ein paar Worte zu sagen. Als konventioneller Landwirt und als jemand, der mit dieser Demo nicht sehr viel anfangen kann, weil ich persönlich diese eher als ein Bündnis der Agrarkritiker sehe. Und genau deshalb habe ich zugesagt. Um ins Gespräch zu kommen. Die Journalistin und Buchautorin Tanja Busse wird mir ein paar Fragen stellen. Insgesamt sind für meinen Auftritt sechs Minuten eingeplant, weil ja die verschiedenen Veranstalter ja auch noch reden. Bei der Vielzahl der teilnehmenden Organisationen sicher kein einfaches Unterfangen. Jetzt meine Bitte: Schickt mir in den Kommentaren eure Vorschläge, was ihr sagen würdet. Es ist klar, dass ich das nicht alles unterbringen kann, aber vielleicht ergeben sich ja Schwerpunkte. Im Anschluss an die Schlusskundgebung werde ich in der Heinrich-Böll-Stiftung (Schumann Str. 8) noch eine Podiumsdiskussion mit einem Bio-Bauern führen. Dieser Dialog wird von Benedikt Härlin moderiert. Solche Diskussionen habe ich  schon häufiger geführt und freue mich, dass wir auch hier in einen Dialog kommen. Wenn …

Lieber NABU, was stimmt denn nun???

Ich war am 10. Januar, auf der Seite des NABU und habe dort folgenden Text gefunden: Der Star ist „Vogel des Jahres 2018“     Der Star ist kein gewöhnlicher Allerweltsvogel, denn er hat herausragende Talente: Der Star kann andere Vögel und Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen und in seinen Gesang einbauen. Zu hören sind dann sogar Handyklingeltöne, Hundebellen oder Alarmanlagen. Zum Star unter den Vögeln wird er auch durch seine atemberaubenden Schwarmformationen, bei denen hunderttausende Individuen perfekt aufeinander abgestimmt durch die Lüfte gleiten. Der Star ist den Menschen vertraut und weit verbreitet. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft. https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/index.html Und dann sehe ich mir die Vogelzählung des NABU auf der gleichen Seite vom 10. Januar an und finde folgende Angaben: Laut der Statistik dieses Tages waren es 39% mehr als im Vorjahr. Aber auch über die letzten Jahre kann ich da keinen negativen Trend erkennen.  Was stimmt denn nun, lieber NABU? Bitte um Antwort. Und noch eine Frage:  was …