Bauer Willi
Kommentare 416

Her mit euren Vorschlägen!

Ich bin von den Veranstaltern der Demonstration “Wir haben es satt” gefragt worden, ob ich mir vorstellen kann, bei der Abschlusskundgebung am 20. Januar am Brandenburger Tor ein paar Worte zu sagen. Als konventioneller Landwirt und als jemand, der mit dieser Demo nicht sehr viel anfangen kann, weil ich persönlich diese eher als ein Bündnis der Agrarkritiker sehe. Und genau deshalb habe ich zugesagt. Um ins Gespräch zu kommen.

Die Journalistin und Buchautorin Tanja Busse wird mir ein paar Fragen stellen. Insgesamt sind für meinen Auftritt sechs Minuten eingeplant, weil ja die verschiedenen Veranstalter ja auch noch reden. Bei der Vielzahl der teilnehmenden Organisationen sicher kein einfaches Unterfangen.

Jetzt meine Bitte: Schickt mir in den Kommentaren eure Vorschläge, was ihr sagen würdet.

Es ist klar, dass ich das nicht alles unterbringen kann, aber vielleicht ergeben sich ja Schwerpunkte.

Im Anschluss an die Schlusskundgebung werde ich in der Heinrich-Böll-Stiftung (Schumann Str. 8) noch eine Podiumsdiskussion mit einem Bio-Bauern führen. Dieser Dialog wird von Benedikt Härlin moderiert. Solche Diskussionen habe ich  schon häufiger geführt und freue mich, dass wir auch hier in einen Dialog kommen.

Wenn ihr in Berlin seid, könnt ihr ja mal vorbeischauen. Ich werde versuchen – von unterwegs oder hinterher – davon zu berichten. Aber auch an anderen Tagen habe ich interessante Termine rund um die Grüne Woche.

Euer Bauer Willi

 

 

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416 Kommentare

  1. Robert S. sagt

    Helllo,

    die Demo WHES ist sehr diverse. Natürlich gibt es Kritiker der konventionellen Lanwirtschaft.
    Es gibt aber auch Demonstraten, die sich für faire Milchpreise und das Überleben der kleinen und mittleren Landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland einsetzen.

    Es ist gut zu reden und das sich beide Seiten unterhalten. Ich denke, dann wird eine große Schnittmenge deutlich.

  2. Ole Peters sagt

    Die Landwirtschaft muss lauter werden
    1. Wir müssen es schaffen, die Thesen und Behauptungen der NGOs mit Wissenschaftlichen Erkenntnissen zu widerlegen. Die unabhängigen wissenschaftlichen Institutionen sehen die Landwirtschaft bei weiten nicht so kritisch wie die öffentliche Meinung.
    2. Es reicht nicht wenn die Landwirte sich gegenseitig davon überzeugen, dass wir einen guten Job machen und wichtige Aufgaben in der Gesellschaft übernehmen. Wir müssen in die für uns unangenehmen Gesellschaften rein und dort aktiv und fachlich unsere Standpunkte vertreten.
    3. Jeder Landwirt muss sein eigenes Handeln kritisch hinterfragen. So kann es nicht sein, dass z.B. mit Glyphosat behandelte Flächen wochenlang an Straßen unbearbeitet gelassen werden.
    4. Junge Landwirte/innen oder Menschen die sich der Landwirtschaft zugehörig fühlen müssen sich aktiv am politischen Leben beteiligen, sonst entscheiden andere für uns, die keine Ahnung davon haben.
    5. Landwirte müssen mit einer Stimme sprechen. Viele Landwirte sind sich untereinander nicht einig über die Ausrichtung der Politik.
    6. Die Produktion von Bioprodukten nicht pauschal immer in gut oder schlecht zu unterteilen. Vielmehr sollte diese Produktionsrichtung als eine Ergänzung unseres guten konventionellen Angebots betrachtet werden. Kritik in diese Richtung erzeugt immer Gegenkritik.
    7. Auch mal Emotionen Nutzen. Wir haben alle das Glück in einem sehr Fruchtbaren Bereich der Erde zu leben. Und wer wenn nicht wir haben die Möglichkeit aber auch die Pflicht angesichts von fast 10 Milliarden Menschen im Jahre 2050 den Hunger auf dieser Erde zu bekämpfen. Oder wollen wir auf der Welt eine Geburtenkontrolle, weil wir nicht mehr alle satt bekommen?
    8. Es sind mehr betroffen als man denkt.
    Die meisten Arbeitsplätze in Deutschland sind mehr oder weniger von der Landwirtschaft abhängig. Wir müssen es schaffen bei diesen Menschen des Vor- bzw. Nachgelagerten Bereich ein Bewusstsein der Abhängigkeit von der Landwirtschaft zu erreichen. Vielen ist dies leider nicht so ganz bewusst. Geht es dem Landwirt gut sichert es auch den Arbeitsplatz der z.B. Handwerker, die Tierärzte, Mitarbeiter beim Landhandel, Chemieindustrie, Maschinenbauunternehmen und viele weitere.

    Wir arbeiten alle in einem tollen und vielfältigen Beruf von dem ich auch noch die nächsten 40 Jahre leben möchte.

  3. Harald Müller sagt

    Ein Hinweis auf so manche nationale Selbstversorgungsgrade löst immer wieder wieder Erstaunen aus:
    Eier: ~70 %
    Obst und Gemüse: ~20 %

    Der Selbstversorgungsgrad bei Schweinefleisch ist zwar auf 120 % angestiegen, was ja auch von WHES gerne kritisiert wird (“früher gab es doch auch nur den Sonntagsbraten!!!!!”).
    Interessanter sind aber die Zahlen zu Teilsegmenten:
    Nach meiner persönlichen Einschätzung (offizielle Zahlen gibt es eher nicht) haben wir beim “Sonntagsbraten” (also bei Edelteilen) mittlerweile einen der Selbstversorgungsgrad von sagenhaften 80% erreicht (je edler, desto geringer). Dafür haben wir bei Innereien aber bereits vor Jahren die 1000% (!) überschritten.

    Das Thema “Innereien” kommt überraschenderweise sogar im neuesten Fleischatlas der Heinrich-Böll-Stiftung vor, wenn auch auf recht naivem Niveau. Aber damit kann man den WHES-Demonstranten prima den Spiegel vorhalten…

  4. Bauer Willi sagt

    Vielen Dank für die vielen guten und unterschiedlichen Vorschläge. Es ist aber unmöglich, dass in ein paar Minuten hineinzupacken.

    Diejenigen, die sich noch weiter untereinander persönlich austauschen wollen, möchte ich – auch im Interesse der übrigen Leser´- bitten, dies doch bitte per PN zu machen.

    Vielen Dank
    Bauer Willi

  5. Mark sagt

    Wenn sich in einen Zickenrieg auch noch Kerle einmischen, hat das noch nie zu Befriedung geführt. So langsam wirds peinlich (drei gegen eine, darauf wäre ich nicht stolz).

    • Paulus sagt

      Zickenkrieg hin oder her, ich sag jetzt mal was unter Männern.
      Sandra Harms 300 ha hören sich doch nicht schlecht an und ihre schönen Augen gefallen mir auch.

      Ach, wäre ich noch jung und ein Adonis, ich würde sie zu gern betören. Schmachtender Minnegesang zur Laute würde nächstens unter ihrem Fenster erklingen. Ich grüßte mit Gesang die Süße. Nehmt Jungfrau, herzgeliebtes Mägdelein doch dieses Kränzlein das ich für euch wand. Im Grase pflückte ich der Blumen Pracht und pflocht sie mit Bedacht. Solch hohe Lust konnt’ ich mir nie vermuten. Jedoch, was nützen all mein Singen und die Glut?
      Am hellen Tage seh ich meine Falten, es bleibt mir nur dein Brennholz spalten.
      Ein junger Ritter, reich an Tugend, geschmückt mit Anmut und mit Jugend, wird dich erobern, edles Weib. Für dich allein schlägt ein Organ in seiner Brust. Nicht nur die Holde, nein, 300 ha gilt‘s zu kriegen und dafür frisst so mancher Ritter Fliegen.
      Greif zu bevor dein Haar ergraut, sonst wird es nichts mit stolzer Braut.

      Zu Frau Wosnitza fällt mir auf die Schnelle nichts ein. Insofern widme ich ihr eine leere Seite.

      Scherz beiseite werte Sandra Harms, ich hoffe Sie empfinden es nicht als unanständig.
      Ansonsten bitte ich schon mal in aller Form um Entschuldigung.
      Als Bauernsohn, der in seiner Schulzeit selbst von den Lehrern schon mal als Bauernlümmel bezeichnet wurde, stimme ich ihnen in den wesentlichen Punkten ihrer Kritik zu.
      Die Bilder weiter unten zeigen die üblichen Demonstrationsnomaden, die tingeln dank Spendengeldern halt so von Event zu Event. Für Geld kann ich die überall hin bestellen.

      @AdT, das mit dem gendern habe ich noch nicht verstanden. Ich dachte da käme immer ein x am Ende. Was ist denn nun juristisch korrekt?

  6. Sabine sagt

    Ups, mal einen Tag nix gelesen und schon fast 300 Kommentare. Also auf die Gefahr, dass vieles doppelt ist:
    Ich denke, wir brauchen das, was Politiker meinen, wenn sie von einem gesellschaftlichen Dialog reden. Dabei geht es nicht um was die Bauern im Land zu tun und zu lassen haben. Sondern wie wir ländliche Räume entwickeln wollen und wie Städte in Zukunft aussehen und funktionieren. Das fängt dabei an, dass viele Gemeinden scheinbar meinen, dass Entwicklung im ländlichen Raum heißt, dass man mal fix ein Gewerbegebiet ausweist und Städte meinen, dass Einkaufszentren auf der grünen Wiese irgendwie Arbeitsplätze schaffen. Ich glaub das nicht. Ich sehe nur, wie so mehr Individualverkehr auf die Straßen gebracht wird. Der ländliche Raum braucht dringend eine bessere analoge und digitale Infrastruktur, denn es geht nicht nur darum Ärzte aufs Land zu holen, sondern jungen Menschen wieder nicht nur eine Wohnung, sondern auch einen Lebensmittelpunkt auf dem Land schaffen zu können und zu vermeiden, dass Dörfer fern ab von Ballungsräumen ausbluten und Dörfer in der Nähe von Ballungsräumen zu sehr teuren Schlafstädten werden, wo zwischen 8 Uhr morgens und 6 Uhr abends tote Hose ist, weil alles was sich ohne Rollator fortbewegen kann in die nächste Stadt fahren muss, um zu arbeiten, zur Schule zu gehen oder einzukaufen.
    Also Möglichkeiten qualifizierte Arbeitsplätze und gute Versorgungsstrukturen auf dem Land erschließen. Wer ne halbe Stunde in eine Richtung fahren muss um die Kinder zum Kindergarten zu bringen und eine halbe Stunde in die andere Richtung, um zu arbeiten, der wird sich dreimal überlegen, ob er das Elternhaus behält und renoviert und dem fehlt diese Zeit sich in der freiwilligen Feuerwehr oder im Sportverein im Dorf einzubringen. Denn diese oft abfällig als Vereinsmeierei bezeichneten Strukturen waren ja in der Vergangenheit häufig die Orte, wo Dörfer ihre Stärke hatten.
    Die Frage ist auch, wie wollen wir dass in Zukunft mit Lebensmitteln und deren Erzeugern umgegangen wird. Wollen wir weiter einfach nur viel und billig, egal woher es kommt, egal was dem Erzeuger gezahlt wurde und egal nach welchen Standards dort mit Tier und Umwelt umgegangen wird? Wollen wir wirklich demnächst auch Putenschnitzel aus JWD, nur weils da billiger ist? Reicht es nicht, dass wir schon nicht mehr so genau wissen wo unsere Unterhosen herkommen?
    Landschaft pflegen und Biodiversität erhalten, wäre ein nächster großer Brocken in der Diskussion. Es sollte jedem, auch den Leuten aus der Stadt klar sein, dass unsere gesamte Umwelt hier in D eine Kulturlandschaft ist. Einfach Naturschutzgebiete ausweisen und ja nicht mehr in die Natur eingreifen, dass ging und geht immer wieder nach hinten los und verringert oft die Artenvielfalt ähnlich dramatisch, wie die so oft gescholtene moderne Landwirtschaft. Wenn wir aber Heideflächen, Hackwälder, Flußauen, Magerwiesen und andere Wildtier-Habitate erhalten wollen, brauchen wir einen bundesweiten Plan und eine Zusammenarbeit aller Behörden und Verbände auf allen Ebenen. Einfach mal irgendwo ein Ausgleichsgebiet mit Bäumchen bepflanzen ist eigentlich ein Unsinn, der sich von selber entlarven sollte. Tut er aber bisher nicht. Warum nicht? Da müssen wir weg von der oft an Kleinstaaterei grenzenden Zuständigkeitswirrwarr. Bisher wird Landbesitzern und damit auch den Bauern oft ein Paket an Verboten vor die Füße geschmissen und gemonitort bis der Arzt kommt und dann kommt noch die Behörde XY und wirft am Ende alles wieder um. Ich sag nur: Willis Feldhamster. Sowas darf in einem gut organisiertem Land nicht passieren. Klare Zuständigkeiten sinnvoll gebündelt in einer Behörde mit weniger Papierkrieg für alle mit klaren Zielen vor Ort und ordentlicher Bezahlung für die, die unsere Heimat pflegen und erhalten.
    Märkte für heimische Erzeuger weiter öffnen, könnte ein großer Schritt sein. Wenn der Mini-Bauern-Laden auf dem Dorf 3000 Euro für eine Computerkasse braucht, weil ihr sonst der Laden dicht gemacht wird, frag ich mich welche Bremse denn da wieder den Amtsschimmel gestochen hat. Was glauben die eigentlich auf den Ämtern wieviel Steuern man da hinterziehen kann? Neues Zulassen und auch mal Experimente auf dem Land unterstützen. Ein Beispiel was mir übel aufgestoßen ist, ist das Theater um mobile Stalleinheiten. Da investieren Landwirte in Hennen-Mobile, mobile Ställe für Rind oder Schwein und bekommen Tierschutz- und Innovationspreise dafür und das Landratsamt kommt mit einem Bußgeldbescheid um die Ecke, weil die prämierte Haltung angeblich die Landschaft verschandelt oder das Hennenmobil laut Baugesetz XY dann doch eine Immobilie ist und jedes mal, wenn diese Immobilie bewegt wird ein neues Baugenehmigungsverfahren fällig wird. Da denkt man doch man hat es mit Schildbürgern zu tun. Wir können nur herausfinden, ob eine neue Haltungsform tierfreundlicher ist und sich wirtschaftlich trägt, wenn wir es zulassen, dass Bauern solche Anlagen bauen und bewirtschaften. Das gilt für Mobilställe genauso wie für anderen neue Haltungsformen wie Tiefeinstreu für Kühe und Frischluftterrassen für Schweine. Es gibt viele Ideen in der Landwirtschaft auch was neue Kulturen angeht, aber das alles scheitert oft daran, dass die Genehmigungen an X-verschiedenen Stellen einfach abgelehnt werden. Warum ist das so? Warum ist man da nicht offener für die sonst so gelobten Innovationen? Den so sehe ich, wenigstens aus der Ferne die Landwirtschaft, als ein Bereich wo viele Leute engagiert nach neuen Wegen suchen, die von Strukturen und Vorschriften verbaut werden. Wege, die zu der von Politik und Verbrauchern so sehr geforderten große Wende in der Landwirtschaft führen können.

  7. Schlagwort-Generierung durch unzulässige Verkürzung und Vereinfachung zur Manipulation des Massenmenschen wäre so ein Thema.

    Der gesamte Verpackungs- und sonstige Müll wird auf die Plastiktüte reduziert.
    Die Herstellung chemischer “Gift”-Stoffe fokussiert sich auf Glyphosat, als ob es sonst nichts und nicht weit gefährlicheren Stoffe gäbe.
    Die industrielle Landwirtschaft wird zum Buhmann für die Lebensweise von uns allen, die in toto weder nachhaltig noch umweltverträglich ist.
    Der Einfluss des Menschen auf den Globus erscheint nur in Form von CO2

    “Plastikmüll”, “Glyphosat”, “industrielle LW”, “CO2” etc. werden zu Reizwörtern umfunktioniert, mit denen man beim Massenmenschen gezielt bestimmte, feststehende Reaktionen auslösen kann (Stichwort Pawlow’sche Hunde). Durch solche “Meme” werden die Massen heute wie Instrumente gestimmt bzw. instrumentalisiert.

  8. Paulus sagt

    Interessante Diskussion hier, vor allem unter den sich uneinigen Vertretern der eigenen Zunft.
    „Wir haben Agrarindustrie satt“, lese ich auf dem Transparent. Ehrlich gesagt bin ich ganz froh darüber, dass mich die Agrarindustrie ernährt, wer immer auch dazu gehört. Die überwiegende Anzahl der Bauern dürfte es bei realistischer Betrachtung ähnlich sehen. Ob bäuerliche Familienbetriebe oder bäuerlich industrielle- oder Großbetriebe meine Ernährung sichern ist mir im Grunde ehrlich gesagt egal.
    Die Bauern fragten doch auch nicht, ob ein neuer Anhänger oder ein Ackergerät im Familienbetrieb eines Stellmachers oder eines Schmiedes oder in der Industrie gefertigt wurden. Sie haben sich eindeutig und ohne wenn und aber für die Industrie entschieden. Kollektive Jammerei und überholtes Anspruchsdenken, bei gleichzeitig hohem Statusbewusstsein und einer gewissen Überheblichkeit kommen bei den Otto-Normalverbrauchern äußerst schlecht an.

    Das Ideal vom bäuerlichen Familienbetrieb einschl. der optischen Idylle, wie es so manchen weltfremden Menschen und wahrscheinlich auch so manchen Teilnehmern der Demo vorschwebt ist doch Operette.

    • Ich seh das so sagt

      Man könnte erwähnen, daß auch nicht bäuerlichen Demonstranten wohl in den meisten Fällen nichts dagegen haben, daß etwa ihre Autos industriell gefertigt werden – es sei denn man führe Rolls Royce. 🙂
      Und wohl auch bei den allermeisten Gütern des täglichen Bedarfes wird man den Produkten der entsprechenden ……-Industrie in ähnlichem Ausmaß den Vorzug geben.

  9. Guten Tag Willi,

    Du legst doch großen Wert darauf vor allem inhaltlich, fundiert und anhand von konkreten Zahlen und Fakten zu arbeiten. Vor einigen Tagen hatte ich dich gebeten mal zu den beiden folgenden Papieren Stellung zu nehmen die ja doch sehr konkrete Lösungsvorschläge für die Umgestaltung der GAP sowie der Schweinehaltung darstellen.

    Hier nochmal die Links:
    GAP: http://www.abl-ev.de/uploads/media/17-11-29-AbL_Punktesystem_-_Agrarpolitik_auf_Qualit%C3%A4t_ausrichten__kl_.pdf

    Schweinehaltung: http://www.abl-ev.de/uploads/media/AbL_-_Umbau_der_Schweinehaltung._Nutztierstrategie_konkret_-_Sept_2017.pdf

    Leider hatte ich noch keine Rückmeldung von Dir erhalten. Stattdessen hast Du dich mit Greenpeacaktivisten beschäftigt die Kirchen besetzen um gegen Braunkohleabbau zu demonstrieren und hast hierzu ausführliche Videos gedreht. Nicht zu verachten waren auch die Inhalte und Fakten deiner Videos zur Weidehaltung – gefilmt aus einem fahrenden ICE. Inhaltliche Gespräche unter KollegInnen und das durcharbeiten von Inhaltlichen Papiern wäre doch sehr viel eher in deinem Sinne oder?

    Ich freu mich auf deine Einschätzung und konkreten Verbesserungsvorschläge zu den Papieren – her mit den Zahlen, Fakten und Lösungsvorschlägen!
    Phillip Brändle

    P.S.: Ich empfinde die Auswahl deiner Bilder zur WHES-Demo als sehr tendenziös!

    • Ottmar Ilchmann sagt

      Ist schon okay, Phillip, die Bilder sind da entstanden, also kann man sie auch auswählen. Gehört zur Meinungsfreiheit.

      • Es muss halt immer das extrem sein. Extrem leer, extrem großer Trecker (936 Fent). Warum nicht einfach den Durschnitt zeigen? Gruppen und Personen die sich darauf spezialisiert haben in unserer Gesellschaft immer die extreme zu zeigen um dadurch Aufmerksamkeit zu erregen gibt es doch wahrlich schon genug – nutzen nur keinem was!
        Liebe Grüße,
        Phillip

        • Ottmar Ilchmann sagt

          Stimmt, aber Willi muss ja nicht unparteiisch sein. Er hätte ja auch den kleinsten Oldtimer-Trecker auswählen können, wäre auch wieder extrem gewesen.

    • Bauer Willi sagt

      Lieber Herr Brändle,
      wie Sie sich vielleicht vorstellen können, kann ich nicht auf jeden Link mit sehr umfangreichen Quellen reagieren. Wenn Sie das bedauern, kann ich das verstehen aber nicht ändern. Lösungsvorschläge werden ich in Berlin bringen, sofern die Zeit es zulässt. Aber wenn Sie alle bisherigen Artikel auf unserer Seite studiert haben, werden Sie dort auch jetzt schon eine ganze Reihe finden. Was die Auswahl der Bilder angeht: ich habe auch andere Bilder von Mini-Treckern. Die wären auch nicht repräsentativ gewesen. Ich fand den Spruch “Auch Bio kann groß” sehr aussagekräftig. Weil er stimmt.
      Bauer Willi

  10. Berthold Lauer sagt

    Wir brauchen nicht mit dem Finger auf andere Länder zu zeigen! Diese Demo macht es mehr als deutlich: Auch bei uns wird im 21. Jahrhundert noch gegen Andersgläubige zu Felde gezogen. Von wegen Toleranz!! Das woran ich glaube, ist Fakt! Und jeder andere muss das genauso sehen und praktizieren! Das ist das Credo dieser Demonstranten!!
    Dabei bietet Landwirtschaft in ihrer Vielfalt, wie sie bei uns praktiziert wird, eigentlich für jeden etwas, das seiner Überzeugung entspricht. Aber nein, man muss ja die Welt retten und mit missionarischem Eifer Andersdenkende bekehren. Religiöser oder pseudoreligiöser Fanatismus war schon immer ein großes Übel!!

    • Inga sagt

      wo das letztere gar nichts mir der Landwirtschaft zu tun hat,

      sie wird nur als Thema benutzt!

      Weil ja gegen sie so viele Vorurteile bestehen.

      Da kann man ja drauf rumtrampeln, um sein Ego zu befriedigen!

      Anschließend wird eine Bratwurst verzehrt.
      Ohne deren Herstellungsweise zu kennen und zu wissen wo die her kommt!

      Und wo das Brötchen dazu wächst weiß auch keiner.

      Und Senf wächst auch auf dem Feld!

  11. Klemens Kössler sagt

    Willi ich beneide dich um deine Kraft in dieser Diskussion.
    Bin mir überzeugt dass du dich von Suggestivfragen nicht so schnell einwickeln lässt.
    Mitten in Berlin erreichst du eine Menge Leute die die Welt besser machen wollen so wie wir auch, der Unterschied ist aber dass die “Städter” dem Landvolk den Landwirten sagen was zu machen ist, sich selber aber nicht in der Pflicht sehen und auch nur die Möglichkeit des Protestes kennen und sonst gar nichts. Meist läuft es ja darauf hinaus dass Bauer mit Verboten und Kontrollen gegängelt werden die Lebensmittelimporte aber immer größer werden.
    Verlange Konsequenz vom Verbraucher dass er nur diejenigen Produkte kauft wo er überzeugt ist dass seine Forderungen Tierwohl, Umweltschonung, Artgerecht usw. erfüllt werden.
    Von den Politikern müssen wir Bauern verlangen dass all die Verbote und Gängelungen auch für die Produzenten der importierten Lebensmittel gelten, dass besonders Umweltbelastende Importe wie Flugananas, -Mangos verboten werden und Palmölimporte verboten werden um die Welt besser zu machen.
    Versuche den Verbrauchern klar zu machen dass das Idealbild der Familienbetriebe mit dem momentanen freien Import von Lebensmitteln nach Europa weltweit zerstört wird und Großkonzerne von all den Polemiken in Europa profitieren da die Europäische Produktion immer mehr zurückgedrängt wird.
    Dein Prinzip ” an der Kasse gibt jeder Verbraucher die Wahlstimme für die landwirtschaftliche Produktion ab” wird immer deutlicher.
    Der Landwirt kann nicht mit einer heuchlerischen Gesellschaft überleben welche für Verantwortungsvolle Landwirtschaft kein Geld ausgeben will aber fünf mal im Jahr eine Flugreise unternimmt, Klimakiller und Umweltkiller Nummer eins sind Flugreisen.
    Die Gesellschaft muss Konsequent sein um die Welt zu verbessern der Bauer allein hat nicht die Macht das zu tun.

  12. Friedrich sagt

    Alle reden vom Bäuerlichen Familienbetrieb. Wie soll das laufen , wenn jedes Jahr 8 – 10.000 Höfe schließen ? Wie soll Weidehaltung und der Wolf gehen ? Die Umweltgruppen wissen alles besser , aber es fehlen die praktikablen Vorschläge.
    Warum wird die, auf den Höfen erzeugte Grüne Energie nicht der Landwirtschaft bei der Klimabilanz angerechnet ?
    Warum bekommen wir hier Weltmarktpreise ?
    Warum ist die Verbrennung von Getreide wirtschaftlicher , als die Verwendung als Nahrungs-oder Futtermittel ?
    Wie soll Tierschutz bei Produktion unter Gestehungskosten funktionieren ?
    Wie wollen sie die Verbraucher zu höheren Nahrungsmittelausgaben überzeugen ?
    Warum gibt es keine klaren Einkaufs- und Verkaufsvorgaben für den LEH um Natur und Tiere zu schützen ? (siehe Frankreich )

  13. Schmeckt gut sagt

    Ich denke, das entscheidende für uns Bauern ist, wie wir unsere Familien in Zukunft ernähren können und wie/ob wir den Hof erhalten können. Das Produktionsrisiko gilt es abzusichern (Mengensteuerung!!, Versicherung, Stellung gegenüber Handel und Verarbeiter, Stellung der Erzeuger in den Richtlinien der Erzeugerverbänden…). Dies ist insbesondere für kleinere Strukturen (Erzeugung, Verarbeitung, Handel) wichtig, bei denen die Geldgeber schnell einen Ausstieg vornehmen können – bei größeren Betrieben (Erzeugung, Verarbeitung, Handel) ist dies ungleich schwerer, weil es um sehr viel mehr Geld geht. Es ist egal, ob Bio oder Konvi. Du hast es schon oft erwähnt – wir können beides, wir benötigen aber Sicherheit. Ich weiß auch von vielen Gesprächen mit biologisch wirtschaftenden Kollegen, dass es genauso gesehen wird und die selben Probleme vorhanden sind.

  14. Mark sagt

    Nur einen Satz:
    Das Schlimmste, was den Demonstranten passieren könnte, ist, wenn alle Forderungen, die sie stellen, erfüllt würden!

  15. bauerhans sagt

    ich hatte eben im FLEISCHATLAS gelesen.
    da ist soviel widersprüchliches drin,dass man auf einzelheiten gar nicht eingehen kann.

    forderungen an die landwirtschaft zu stellen ist einfach,dafür zu sorgen,dass bauern dauerhaft ausreichende einkommen erzielen,wäre wünschenswert.

  16. Das neue ökologisch ist integriert-vegan!

    ,Hallo Leute, wenn ihr was fürs Klima tun wollt, um nur einen Aspekt zu nennen, fahrt Bus und Bahn und esst vegan. Zugegeben, das mit Bus und Bahn ist schwierig.’

    😉

      • Wenn ich der Koch bin, solltest Du schon mit leerem Magen kommen, bauerhans.

        Bauer Willi kann den Naturbelassenheitsfetischisten unter den Teilnehmern ruhig mal sagen: ‘Omnivore sein heißt, Ihr könnt Fleisch essen – Ihr müsst es nicht. Weniger Fleisch/Milch/Eier = weniger Kupfersulfat für Euer Essen.’

        Das ist die ungeschminkte Wahrheit. Darauf müssten die doch stehen. Auf ungeschminkt jedenfalls. 😉

        • Inga sagt

          ja VAGAN ist ein Teil von der Förderung der Ökologie. Aber nicht alles. Man kann nicht von jetzt auf gleich umstellen.

          Ein verantwortungsvoller Bauer hat noch mehr zu berücksichtigen, um die Natur zu erhalten, damit die und auch seine Landwirtschaft weiter in der Ökologie besteht.

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