Bauer Willi
Kommentare 62

Aktuell: BÖLW zum „Dürregipfel“

Ohne jeden Kommentar hier die Stellungnahme des Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft zum „Dürregipfel“.

https://boelw.de/fileadmin/media/pdf/Themen/Klima/180731_BOELW_Info_Duerregipfel.pdf

 

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62 Kommentare

  1. Mr Tom sagt

    Wieso sind denn die Biobetriebe in Ihrer Existenz bedroht, wo doch die Biolandwirtschaft der einzig heilsbringende Weg aus der sogenannten Klimakrise ist?
    Die Bios müssten doch spätesten jetzt Gelegenheit haben, den Konvis endlich mal zeigen wie´s gemacht wird.

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    • bauerhans sagt

      270000 bauern produzieren unelastisch unflexibel und stehen 5 „aufkäufern“ gegenüber.

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      • Brötchen sagt

        normalerweise müsste alle Lebensmittelpreise durch die Decke schiessen. schweinpreise sinken, michpreise.. … 76 gab es Probleme mit der getränkeversorgung im Osten, auch schon klimawandel😣 der Verbraucher merkte direkt was! heute ändert sich nichts! also das gelabere man könnte beim aufkäufer andere Preise durchsetzten grenzt für mich an Autismus

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    • Obstbäuerin sagt

      Warum werden Textilien und Schuhe nicht mehr in Deutschland produziert, Geno? Alle zu dumm?

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      • eben nicht! sie haben erkannt, dass sie nicht zu den marktpreisen in deutschland produzieren können.

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        • Obstbäuerin sagt

          Also sollte der kluge Bauer aufhören, Lebensmittel in Deutschland zu produzieren?

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          • solange er von seinen handelspartnern und den verbrauchern für seine produkte keinen angemessenen (fairen) preis bekommt, ist das der einzige kluge ausweg!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Es gibt keine dicken Kartoffel mehr, das liegt daran dass es keine Dummen Bauern mehr gibt.

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  2. Hans-Günter Felser sagt

    Ein Boden, der weniger als 5 kg Kohlenstoff/m2 hat, gilt als Wüste. Wüstenboden kann keine Feuchtigkeit halten. Die Bäume und Sträucher, die Schutzhecken (Schutz für die Äcker!) sind weg. Regen geht als Oberflächenwasser weg, aber wird nicht ausreichend (bis gar nicht mehr) von den humuslosen Böden aufgenommen, kommt daher nicht mehr ins Grundwasser. Bereits 1974 hat der Club of Rome genau dieses vorhergesagt, was jetzt eintritt. Aber sie wurden verlacht…. Und die, die das in hohem Maße mit zu verantworten haben, geben jetzt die armen Opfer. – Ich habe da kein Verständnis für, da kann ich noch nicht einmal drüber lachen. Heute fiel andernorts der Begriff „Agrarprostituierte“ -damit sind wohl die gemeint, die jetzt schon im behüteten Subventions-Nest den Schnabel weit sperren, um einen warmen Regen von „der Milliarde!“ zu bekommen. Soweit will ich nicht gehen, aber das Geschiele nach Geldtöpfen, die es noch nicht einmal gibt, ist schon erbarmungswürdig. Was ist aus dem früher so selbständigen, stolzen Bauern geworden? Ich will Sie nicht so beschimpfen, mit dem Begriff weiter oben, der mir über den Weg lief heute. Ich wäre schon froh, wenn endlich eine Mitverantwortung eingesehen würde, ein Wunsch entstünde, das zu verbessern, wieder eine Landschaft gestaltet würde, wo es auch regnen kann. Wo auch Feuchtigkeit gebunden wird. Wo wieder am gesunden Klimageschehen teilgenommen wird. Wo nicht gesagt wird: „Wir machen die Schutzstreifen weg, weil wir Profit machen wollen und wer was anders fordert ist ein Spinner“. Und wollen die Landwirte weiter über die Warner lachen und lachen und lachen? Klimawandel? – So ein Spinner! Sowas gibt es nicht! So weiter? Oder… geht es vielleicht doch anders, liebe Landwirte und Landwirtinnen? War denn alles, was die Altvorderen auf dem Acker zum Schutz angelegt hatten, Dreck und Dummheit? – Sind Sie sicher, dass Sie alles viel besser wissen?

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    • Walter Parthon sagt

      Und die tausende Kreuzfahrtschiffe und Flugzeuge sind komplett unbeteiligt daran. Gut das ein Sender der durch zwangsabgaben finanziert wird nur das liefert was die Leute hören wollen. Es ist einfacher anderen die schuld zu geben als sein eigenes Verhalten zu ändern.

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      • Hans-Günter Felser sagt

        An Walter Parthon: Die Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe sind keineswegs unbeteiligt daran.
        Das wird aber an anderer Stelle mit den Verantwortlichen der Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe ausgemacht, bzw. mit den Konsumenten und ihrem Verhalten.
        Hier aber geht es um die Landwirtschaft und ich lasse es (zumindest nicht als Antwort auf meinen Kommentar) nicht zu, dass wieder jeder auf den anderen zeigt und alles verwässert, verschwurbelt und verdummbeutelt!
        Hier (!) geht es, JETZT UND HIER, geehrter Herr Walter Parthon, in einem Landwirtschaftsblog, um die Landwirtschaft! Und nicht um irgendwas anderes!
        Keine Störmanöver, kein „woanders ist auch Sch..ße“, etc. ….. – Nein, schön beim Thema bleiben, herzlichen Dank!

        Zum Thema „Staatsrundfunk“ habe ich auch schon meine Meinung gesagt: Ich bin keineswegs damit einverstanden und wenn inzwischen Konsenz ist, dass eine öffentlich-rechtliche Anstalt (angeblich das BfR) eine Behörde ist, dann ist es der ZDF etc. auch. Bundes-Behörde ZDF! Da sind wir uns dann auch wieder einig.

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    • Obstbäuerin sagt

      Früher gab es auch mal weise Frauen, ihre Hilfe wurde gern in Anspruch genommen aber wenn ein Unglück geschah, z.B. eine Hungersnot, brauchte es einen Schuldigen. Da wurde aus der Weisen eine Hexe und alle wussten es schon immer – sie war das alleinige Übel. Wenn sie gestand, bekam sie mildernde Umstände und wurde vor dem Verbrennen vergiftet.

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    • fingerphilosoph sagt

      „wieder eine Landschaft gestaltet wird, wo es auch regnen kann. Wo auch Feuchtigkeit gebunden wird. Wo am gesunden Klimageschehen teilgenommen wird …“

      Wenn ich solche Kommentare lese, denke ich: es ist eh alles zu spät, und es ist völlig wurscht, was jeder Einzelne für sich oder die Gesellschaft insgesamt macht. Was ist denn das für eine Vorstellung: der Mensch dreht an ein paar Stellschrauben, von denen eine „konventionelle Landwirtschaft“ heißt, und schon machen Umwelt und Klima haargenau, was der Mensch will, und der Mensch kann es sogar regnen lassen, wie er will.

      Das ist magisches Denken in der Art des Kindes, das glaubt, wenn es beim Hüpfen nicht auf die Spalten der Bürgersteigplatten tritt, dann bekommt es eine Eins in Mathe oder ein Pony.
      Ich finde das genauso erbarmungswürdig wie das Schielen nach irgendwelchen Geldtöpfen.

      Ich mache zu einem guten Teil dieses magische Denken, das sich nicht sehr von Allmachtswahn unterscheidet, mit verantwortlich, dass Natur mehr und mehr verschwindet. An der Basis jeder neuen Technik steht genau diese Art von magischem Denken. Es inspiriert den Menschen zum Bau von neuen Maschinen, weiterer Energieverschwendung, weiterer Entindividualisierung, weiterer Bürokratisierung. Technisierung ist nun mal der Gegenspieler und Zerstörer von Natur.

      Nichts für ungut, Hans-Günther Felser, ich versteh durchaus, dass Sie gern in einer anderen Welt leben würden, aber mit diesen Ihren Ansichten sind Sie genauso Teil des Systems wie der konventionelle Landwirt.

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      • Hans-Günter Felser sagt

        an fingerphilosoph:
        So einfach ist es nicht mit den Stellschrauben, aber darüber zu lachen, gibt dann noch paar Schulterklopfer von Gleichgesinnten, denen es an jeglichem Verständnis für die geringsten Zusammenhänge mangelt; das, was sie selber nicht verstehen, als Kinderdenken abtun. Eine reife Leistung, in der Tat.

        Wo auf der freien Fläche in der Nacht lediglich die Tageshitze emittiert wird, ist es in einem belaubten, kühlen Fleckchen sogar möglich, selbst in diesen heißen Tagen reichlich Abendtau aufzufangen. Das ist eine erhebliche Hilfe für die Pflanzen, die sich über Nacht wieder regenerieren können. Das ist kein Kinderdenken, sondern das kann jeder beobachten, der in der Lage und Willens ist, zu erkennen.

        Ich weiß überhaupt nicht, was daran Lächerlich sein sollte, die Landschaft wieder zu genesen. Es hat auch nichts mit „magischem Denken“ zu tun.
        Eine etwas größere „Stellschraube“ wäre z.B., nicht alle Regenwälder abzuholzen.
        Ein andere ist, nicht alle Flächen zu versiegeln. Wieder eine ist, statt endlosen Einheitskulturen und Monokulturen zu etablieren, zu Mischkulturen zu gelangen.
        Eine weitere ist eben, auf den gesamten lanwirtschaftlichen Flächen wieder Saumbiotope, Schutzstreifen und auch mehr Bäume anzusiedeln, statt diese immer mehr zu entfernen. Kühlende Flächen müssen her. Man muss nicht Regenforscher zu sein, um festszustellen, wo bevorzugt Wolken abregnen.

        Dieses nicht zu erkennen, dass wir sehr wohl am Klima Anteil haben, ist dann wahrhaftig der Grund, warum „es …. eh alles zu spät…ist, und es ist völlig wurscht, was jeder Einzelne für sich oder die Gesellschaft insgesamt macht.“
        Traurig, so was. Homo sapiens, der „vernunftbegabte Mensch“ degradierte sich heute Morgen selber in obigem Aufsatz zum „schicksalsergebenen, fingerphilosophischen Menschen“, zum „beißend spottendem, aber wenig hilfreichen „Homo Lethargicus“ oder gar zum ignoranten „Homo non empathicus“.

        Wenn schon Allmachtsgedanken, magisches Denken und Kinderglauben ins Spiel gebracht wurden – Was ich hier oft feststelle, ist: In diesem Forum tummeln sich auffällig Hobby-Psychologen, die andere profilieren wollen. – Lassen Sie es besser, es gelingt Ihnen nicht! Es erhöht Sie keineswegs, vermag aber auch nicht, andere zu schmähen. Es zeigt nur auf, in welchem Zustand Sie sich selber befinden.

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        • fingerphilosoph sagt

          Wenn Sie sich unter „vernunftbegabt“ vorstellen, dass der Mensch im Einklang mit der Natur lebt, dann haben Sie nicht verstanden, was Menschsein bedeutet. Der Mensch hat niemals im Einklang mit der Natur gelebt, sondern schon vor 70.000 Jahren überall, wo er hinkam, die Großtiere ausgerottet, inklusive seiner eigenen Verwandten. Nachdem der Mensch sich über die ganze Welt ausgebreitet hatte, hat er die Landwirtschaft erfunden, um die Dichte seiner Verbreitung zu erhöhen und sich weiter vermehren zu können. Und als die Landwirtschaft nicht mehr ausreichte, ist er zur weiteren Verbreitung auf die Industrialisierung ausgewichen. Naturkulisse in Form von Naturparks und wohlgefälligen Landschaften ist nur dank industrialisierter Landwirtschaft möglich. Wenn Sie die industrialisierte LW hier in unserem Land nicht akzeptieren, führt das nur dazu, dass sie sich ins Ausland verlagert, wo sie die Folgen dann nicht sehen müssen, sondern sich einreden können, in „genesener Landschaft“ zu leben.

          Es gibt kein Land, das mehr auf Mülltrennung achtet und sich umweltbewusster gibt als Deutschland, und trotzdem ist Deutschland Weltmeister in Sachen Verpackungsmüll, den es dann zu großen Teilen überdies nach China oder jetzt neuerdings nach Malaysien oder Thailand exportiert.

          Da bin ich lieber ein „Homo lethargicus“ oder ein ignoranter „homo non empathicus“, als bei diesen verlogenen Spielchen mitzumachen.

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          • Hans-Günter Felser sagt

            an fingerphilosoph:
            Ich teile Ihre Einschätzung, dass „Menschsein“ ein ständiges Scheitern ist, nicht.
            Ganz sicher gab und gibt es Kulturen, die eine Achtsamkeit gegenüber der Natur entwickeln konnten.
            Zu zerstören ist aber immer schneller und auch einfacher, als etwas zu gestalten und aufzubauen. Insofern sind die Zerstörer auch wesentlich lauter, daher werden sie eher wahrgenommen.
            Der „ignorante Mensch“ rottet gerade in kürzester Zeit soviele Arten aus, wie es per Evolution hunderte Millionen an Jahren brauchte, dass sich diese entwickeln konnten.

            Pro Jahr gehen brutto etwa 9 Mio. ha Tropenwald weltweit verloren (im Zeitraum 2000-2012) – das entspricht der Fläche Portugals – und das jedes Jahr! Umgerechnet, verschwindet alle 2,5 Sekunden Tropenwald von der Größe eines Fußballfeldes!
            Wer glaubt, das habe keinerlei Einfluss auf das regionale und weltweite Klima?

            Europaweit werden die Saumbiotope auf der landwirtschaftlichen Fläche eliminiert. Der Natur werden derweil Reservate zugesprochen. Der Klimaprozess (ob im regionalen Kleinklima oder auch dem Weltklima) ist aber auf das Gesamte angewiesen.

            Der größte Faktor, der uns neben Gier und Unverstand, in die Klimakatastrophe treibt, ist der hier zelebrierte Fatalismus.

            Es wird nach dieser Dürre aber auch wieder regnen. Mehr, als wir ertragen können. Wo gesunde Puffer fehlen, kommt eben das volle Erlebnis ganz brachial. – Dann aber nicht jammern, bitte.

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            • fingerphilosoph sagt

              Wo denn gibt es die Kulturen, die eine Achtsamkeit gegenüber der Natur entwickelt haben oder noch entwickeln?
              Kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit den Aborigines in Australien, den Yanomani in Südamerika oder den Indianern.

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    • Thomas Apfel sagt

      Lieber Herr Felser, zum Ersten finde ich Ihren Ton absolut anmaßend und unangebracht.
      Ich habe Ihre Videos bei Youtube hinsichtlich Ihres „Hortus Humus“ angesehen.
      Sie haben sich ja offensichtlich hinsichtlich Humusbildung einiges Wissen und Halbwissen angeeignet. Im Übrigen spielt neben dem Humusgehalt der Tongehalt im Boden die überaus wichtigste Rolle für Wasser- und Nährstoffhaltevermögen. Dahingehend dürften Sie in Ihrer Wohngegend sehr bevorteilt sein gegenüber zum Beispiel den Sandböden in unserer Gegend.
      Des weiteren sind 5 kg C org (nicht Humus !) bezogen auf den Acker-Horizont (Krume)
      von 25 cm = 1,5 % C org. Dieser Wert wird auf den meisten diluvialen Sanden nicht erreicht.
      Frau Dr. Gruber von der BIO- Fraktion der Mecklenburger Landwirtschaftlichen Versuchsstation in Gülzow ist im Langzeitversuch (25 Jahre Bio-Anbau) auf diesen Standorten von 0,9 % auf 1,2 % gekommen. Das Ganze bei Öko- Gemischtbetriebs- Ansatz, also mit Stallmist und Zwischenfrucht und allen Heilsversprechen der Öko- Landwirtschaft.
      Auch hier wird die eingebrachte Menge an organischer Substanz wie bei den Kovi´s einfach nur verstoffwechselt (Stichwort belüftende Bodenbearbeitung) Der Kohlenstoffgehalt des Bodens stellt sich Standortspezifisch egal bei welcher Bewirtschaftung auf ein Fließgleichgewicht ein, welches nur schwer zu verändern ist.
      Da ich, wie Sie vermutlich auch, die Herangehensweise von Walter Witte (Kaltkompostierung) kenne und schätze, habe ich für Sie folgenden Vorschlag: Sie bringen Ihr „Hortus Humus Konzept“ zu Papier (in technologisch umsetzbarer Form) und ich gebe Ihnen die Gelegenheit dieses Konzept bei uns auf einer Fläche von 1 – 3 ha Gemüseanbau umzusetzen. Bedingung ist die exakte Erfassung aller Input und Output Daten.
      Sie ordnen sich dann in unserem Gesamtkonzept neben einer bio- Veganen SOLAWI, einer Initiative für Apfelmost aus Streuobstwiesen, einem Bioland – Obstbaubetrieb und
      300 ha IP- Obstanbau ein. Na, Interesse oder nur Andere belehren ??

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      • Hans-Günter Felser sagt

        an Thomas Apfel: Wenn Sie Ihre Empfindung bezüglich „des Tons“ wieder im Griff haben und meinen Kommentar nachlesen, werden Sie erkennen, dass ich keineswegs „belehre“. Ich habe den Wunsch geäußert, dass mal darüber nachgedacht wird, dass die Schutzstreifen und Saumbiotope sehr wohl eine wichtige klimatechnische Bedeutung haben könnten.
        Stattdessen wieder Erklärungen, warum was nicht funktioniert.

        Stattdessen: „Sie haben sich ja offensichtlich hinsichtlich Humusbildung einiges Wissen und Halbwissen angeeignet.“ – Ich weiß zu wenig, habe das Wissen nicht gepachtet und stochere, wie wir alle wohl, im Trüben; dennoch bemühe ich mich jedoch, in meiner Begrenztheit, zu lernen.
        Soviel weiß ich zumindest: Dass Sie auf der Fläche nicht soviel Humus aufbauen könnten, wie es ein Kleingärtner vermag. Selbst, wenn Sie es wollten mit all ihrer Kraft und Ihres „Ganzwissens“, über dass Sie verfügen mögen. Dazu müsste man aber auch mal anfangen.

        Sich an mir abzuarbeiten, bringt wenig. Ich bin überhaupt nicht wichtig.

        Wichtig wäre, dass sie die aktuelle Situation („die große Dürre“) zum Anlass nehmen, darüber zu diskutieren, ob das einfach nur Zufall ist, oder gottgewollt, etc. – oder ob es da Zusammenhänge gibt, die wir alle zum Besseren verändern können.

        Ob der Gedanke, die Landschaft der Welt klimagünstig zu gestalten, ein bloßer Kinder-Gedanke ist oder ob da -auch wenn nur ansatzweise – was dran sein könnte.

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        • fingerphilosoph sagt

          „Die Landschaft klimagünstig zu gestalten“: doch nur in Bezug auf den Menschen und seine vertechnisierte Umwelt, in der Bahnen und Flieger weder mit 1 cm Schneefall noch mit Temperaturen über 35 Grad zurechtkommen.

          Nord- und Südpol sind erst seit 2,5 Millionen Jahren beide zugleich vereist, und das läuft unter Eiszeit, die für die Artenvielfalt eben gar nicht förderlich ist. Diese Haltung, das Weltklima allein an den Bedürfnissen der Menschen zu messen und die Erwärmung verhindern zu wollen, ist durch und durch anthropozentrisch. Von mir aus, aber tun Sie bitte nicht so, als wären sie ein Fürsprecher von anderen Arten oder von Natur.

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          • Hans-Günter Felser sagt

            an fingerphilosoph: Jetzt reden/schreiben Sie recht wirr. Sind Sie etwa heiß gelaufen?
            Der Mensch ist mit anderen Lebewesen verwandt, die ähnliche Klimaanforderungen aufweisen. Ich weiß daher, ab wann eine Katze oder ein Pferd in der Hitze leidet und auch die Viehbauern ekennen, wann die Kuh nicht mehr ins Freie will, sondern einen Schattenplatz bevorzugt.
            Warum sprechen Sie mir also ab, Fürsprecher für „andere Arten oder (!) von Natur“ zu sein? Hat die Natur eine Stimme, die Sie in der Lage sind zu hören?

            +2
            • fingerphilosoph sagt

              Der Mensch ist ein Lebewesen, das in der Eiszeit entstand und mit Hilfe des Feuers auch die Kaltzeiten innerhalb der Eiszeit gut überstanden hat. Damit hat er eine Sonderrolle und weiß nichts über die Klimaanforderungen von Wildtieren, die eben kein Feuer benutzen. Katze, Pferd und Kuh sind keine Wildtiere, sondern Lebewesen, die der Mensch auf seine eigenen Bedürfnisse hin gezüchtet hat.

              Durch fortschreitende Vertechnisierung verkümmern allerdings zunehmend und ziemlich schnell die körpereigenen Anpassungsfähigkeiten. Der Homo sapiens ist gegenüber Klimaschwankungen erheblich anfälliger sein Vorfahre, der Homo erectus, und natürlich auch anfälliger als Wildtiere. Und der Mensch des 21. Jhs. ist anfälliger gegenüber Klimaschwankungen als der mittelalterliche Mensch. Dank Vertechnisierung entwickeln wir uns zu Mimosen.
              Am anfälligsten ist aber die moderne Technik inklusive Elektronik, mit der wir uns umgeben.

              Bis vor 200 Jahren kam der Mensch ohne Zentralheizung und ohne Klimaanlage aus. Da gab es Zeiten, wo es wesentlich heißer und wesentlich kälter war als heutzutage. Es gibt bspw. eine Geschichte über eine Fete bei Ludwig XIV., wo beim Bankett während der Mahlzeit die Speisen auf dem Tisch eingefroren sind. Offenbar haben die sich nicht mal Mäntel übergezogen.

              Die Erde gibt es seit 4.400 Millionen Jahren, davon waren 515 Millionen Jahre Eiszeiten, was heißt, dass mindestens ein Pol mit Eis bedeckt war. Im Jahr 2018 sind immer noch beide Pole mit Eis bedeckt, was heißt, dass wir immer noch innerhalb einer Eiszeit leben, nämlich der Känozoischen. Die ersten Vielzeller entstanden nach der allerersten Eiszeit vor 2.400 Millionen Jahren. Die kambrische Artenexplosion ereignete sich zwischen zwei Eiszeiten in einer eisfreien Zeit vor 543 Millionen Jahren.
              Damit will ich sagen, die Erde ist überwiegend ein eisfreier Planet und das Leben bzw. die meisten Lebewesen mögen es gern wärmer als jetzt gerade.

              Was derzeit stattfindet, ist ein vollkommen anthropozentrisches Klimatheater. Um nicht zu sagen anthropozentrische Klimahysterie moderner Mimosen.

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            • Brötchen sagt

              fingerphilosoph hast du für deine Thesen Beweise? das die anpassungsfähigkeit sinkt? meines Erachtens ist das Mythos. Bsp. ich bin fan von alten Handwerkszeug, sägen, hobel, Bohrer, sense. ich mache jedes Jahr Heu von ca. 1ha und mähe das mit der Hand. das ist anstrengend, aber mit einer guten Sense schafft man eine Menge und wenn man einen Rhythmus einhält. jedenfalls kam mir der Gedanke, damals waren ja mehrere Schnitter aktiv und die hatten den ganzen Tag Zeit. jedenfalls sind 1 ha mit drei Mann schnell abgemäht. will damit sagen, damals ging vieles auch ruhiger ab und da war nicht so ein stress, man hatte ja auch nichts, was man verpasst hätte. natürlich darf man nicht ausser acht lassen, die waren nicht so gut genährt und hatten sicherlich, da ein wehwechen und da eine Verletzung, die nicht auskuriert war. das gleiche mit Wildtiere, ich halte auch so genannte robustrassen, da hat man auch ab und an Verluste, die habe ich mit modernen Rassen nie erlebt. ja und der alte landmais den hat der moderne hybridmais locker überholt, später gelegt und der landmais ist dann noch umgekippt, so das ich nochmal häufeln musste. wie gesagt Mythos und Wirklichkeit.

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            • Mark sagt

              Was das bedenkliche an der Klimahysterie ist, das Leute wie Herr Felsner (der allerdings nur nachplappert) anderen weismachen wollen, man müsse nur die Landwirtschaft etwas „ökologischer“ machen, die Humusgehalte der Böden steigern (was zunächst mal den Output verringert) und weniger Vieh halten und schon ändert sich das Klima wie er es gerne hätte. Naiv! Aber selbst bis in die höchste Politik wird dieser Schwachsinn mittlerweile diskutiert.
              Es werden eine große Transformation und eine Decarbonisierung gefordert. Kohlendioxid und Methan werden für den schlimmen Klimawandel verantwortlich gemacht. Dabei ist Kohlendioxid ein Spurengas. Nur vier von 10.000 Molekülen in unserer Atmosphäre sind CO2-Moleküle, und die Menge, welche die menschliche Industrie über die gesamte Erdgeschichte der Atmosphäre hinzugefügt haben, macht nur einen Bruchteil von einem der vier Moleküle aus (ca 5%).

              Der Treibhauseffekt der Erde, also das Zurückhalten von Infrarotstrahlung durch Treibhausgase in der Atmosphäre, so heißt es, wird verstärkt durch Emissionen der Industrie, welche für eine vom Menschen verursachte globale Erwärmung verantwortlich gemacht werden. Aber selbst der Treibhauseffekt wird durch natürliche Faktoren gesteuert. Das dominante Treibhausgas der Erde ist weder Kohlendioxid noch Methan, sondern Wasserdampf. Bis zu 90% des Treibhauseffektes gehen auf Wasserdampf und Wolken zurück.
              Sogar der weitaus größte Teil des in der Atmosphäre enthaltenen Kohlendioxids ist natürlichen Ursprungs. Die Ozeane enthalten 50 mal die Menge Kohlendioxid wie in der Atmosphäre. Sie setzen unentwegt CO2 frei und absorbieren CO2. Wenn Pflanzen sterben, setzen sie CO2 frei, und absorbieren es, wenn sie wachsen. Vulkane über der Meeresoberfläche und etwa 10 mal so viele darunter emittieren kontinuierlich CO2 und andere Gase in die Umwelt. Jeden Tag bläst die Natur etwa 20 mal so viel CO2 in die Atmosphäre wie die durch menschliche Aktivitäten ausgelösten CO2- Emissionen. insgesamt . Falls wir alle durch den Menschen verursachte CO2-Emissionen zum Halten bringen könnten, würden wir trotzdem keine Änderung der globalen Temperaturen messen können.Soviel zu den Einflussmöglichkeiten desn Menschen auf das Klima!

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            • fingerphilosoph sagt

              @Brötchen

              Das Leben im Mittelalter war stressfreier, schon allein deshalb, weil die Leute den Tag nicht künstlich verlängerten, es enorm viele Feiertage gab und Handwerk einen hohen Anteil an Routinearbeiten hat.
              Die Erfahrung von Missernten, Hunger und Mangel gehörte für den Mittelaltermenschen dazu, aber gerade deshalb war er robuster und hat mehr ausgehalten als der moderne Mensch. Die Kindersterblichkeit war natürlich hoch, was andererseits die Selektion der Überlebensfähigen bedeutete. Ich glaube nicht, dass der heutige Durchschnittsmensch unter Bedingungen wie im Mittelalter dauerhaft überleben könnte. Während es umgekehrt kein Problem sein dürfte. Ich schätze mal, Bauunternehmen wären von mittelalterlichen Kirchenbauarbeitern ziemlich angetan. Und wenn nicht, bekommt er ja Hartz IV.
              Landwirtschaftliche Erzeugnisse, ob Mais oder Robustrassen, sind Züchtungen. Die Selektion erfolgt immer durch Menschen, nicht durch Umweltbedingungen. Nutztiere und -pflanzen haben gar nicht mehr die Möglichkeit, eigene Anpassungsmechanismen zu entwickeln.
              Überlebensfähigkeit und Robustheit ist übrigens nicht identisch mit Leistungsfähigkeit und Effizienz.

              @ Mark

              Wenn ein Boot mit zehn Passagieren untergeht und nur fünf Schwimmringe an Bord sind, dann kannst du auf zweierlei Weise versuchen, an einen Schwimmring zu kommen: entweder du nimmst ihn dir einfach oder du erzählst fünf Passagieren eine Story vom Pferd und redest ihnen dabei ein, dass sie egoistisch, gierig, maßlos, inhuman oder Umweltsünder sind, wenn sie nach dem Ring greifen. So geht das halt mit Religionen. 🙂

              +1
            • Hans-Günter Felser sagt

              an fingerphilosoph: Sie schreiben wirres und unrichtiges Zeug.
              „Der Mensch ist ein Lebewesen, das in der Eiszeit entstand und mit Hilfe des Feuers auch die Kaltzeiten innerhalb der Eiszeit gut überstanden hat. Damit hat er eine Sonderrolle und weiß nichts über die Klimaanforderungen von Wildtieren, die eben kein Feuer benutzen. Katze, Pferd und Kuh sind keine Wildtiere, sondern Lebewesen, die der Mensch auf seine eigenen Bedürfnisse hin gezüchtet hat.“
              Der Mensch hat laut Ihrer Betrachtung eine Sonderrolle, weil er Feuer machen kann. Warum schließt das aus, dass er über die Natur Bescheid weiß?
              Sie schreiben weiterhin: „Bis vor 200 Jahren kam der Mensch ohne Zentralheizung und ohne Klimaanlage aus“ Was denn jetzt? Hat er mithilfe des Feuers jetzt die kalten Perioden überstanden oder nicht? Sie widersprechen sich Satz für Satz.
              Erste Fußbodenheizungen wurden bereits von den Römern verwendet -kennen Sie den Begriff „Hypokaustum“? Das ist dann schon vor 2000 Jahren gewesen. Später, etwa 700 n. Chr., haben die Koreaner, die Fußbodenheizung „Ondol“ in Gebrauch genommen. Davor gab es auch Feuerstellen und Kamine, Feuerschalen, Heizkörper bis zurück in die Antike und davor, „Archäologen haben vor der Klisoura-Höhle im Süden Griechenlands die ältesten Tonherde ausgegraben. Die Herde im nordwestlichen Peloponnes sind 23.000 bis 34.000 Jahre alt.“ (Wikipedia „Herd“) Etwas mehr als Ihre „200 Jahre“, oder?
              Ihre „Idee“, dass der Mensch eine dümmliche Kanaille ist, die nichts in den Griff kriegt, spiegelt Ihre Misanthropie.
              Da laut Ihnen eh´ nichts zu ändern ist, ist also alles Kismet – vorherbestimmt und unabänderlich- und wir brauchen uns folglich weiter nicht zu unterhalten.
              Sie können Ihre Kommentare daher eigentlich einstellen, da Sie hier lediglich Ihren Pessimismus wirkungsvoll und dünkelhaft zelebrieren.
              Oder geht es Ihnen um die paar Daumen-hochs? Ist das Ihr Antrieb?

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            • Hans-Günter Felser sagt

              an Mark: Sie schreiben „Was das bedenkliche an der Klimahysterie ist, das Leute wie Herr Felsner (der allerdings nur nachplappert) anderen weismachen wollen, man müsse nur die Landwirtschaft etwas „ökologischer“ machen, die Humusgehalte der Böden steigern (was zunächst mal den Output verringert) und weniger Vieh halten und schon ändert sich das Klima wie er es gerne hätte. Naiv! Aber selbst bis in die höchste Politik wird dieser Schwachsinn mittlerweile diskutiert.“
              Da Sie vorgeben, sich doch so sehr in Genauigkeit an Quellen zu orientieren, rate ich Ihnen, nochmal genau zu lesen, statt zu interpretieren und dazu zu erfinden.
              Dann würden Sie zum Beispiel keine Aussage finden, dass ich eine Reduzierung der Tiere fordere – Fehler!
              Von CO² habe ich auch keinen Ton gesagt/geschrieben.
              Insofern frage ich mich, wem Sie da „nachplappern“ ?

              – Sie erreichen für Ihre eigenen Kommentare nicht im Ansatz die Qualität, die Sie von anderen einfordern.

              +2
    • Paulus sagt

      Werter Herr Felser, Sie gestatten mir einen dezenten Hinweis? Schon Ihr erster Satz „Ein Boden, der weniger als 5 kg Kohlenstoff/m2 hat, gilt als Wüste.“ ist schlicht Unfug.

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      • Hans-Günter Felser sagt

        an Paulus: Keine Angst – Sie werden Ihre Ignoranz bei Ihrem Alter nicht mehr ausbaden müssen. Es ist erstaunlich, dass gerade Leute, die auf die nachhaltige Güte ihres Ackerbodens angewiesen sind, weder dessen schleichende Degradation noch einen Klimawandel, gar eine Desertifikation erkennen wollen/können, vermutlich ist das Problem der Pflugsohle auch nur „schlicht Unfug“ und Klimawandel ist auch nur „schlicht Unfug“.
        Ist das das berühmte Kopf-in-den-Sand-stecken ? Nur zu!
        – Aber vorsicht: Zur Zeit sehr heiß!

        +2
        • sonnenblume sagt

          Hallo Herr Felser
          Diese Dürreperiode die wir hier bei uns erleben, hat es in diesem Ausmass auch schon im Jahr 1959 gegeben. Zu der Zeit gab es noch keinen modernen Ackerbau und trotzdem verbrannten Felder und Wiesen. Bis zum Juni des Jahres standen die Kulturen sehr gut und es hatte eine sehr gute Heuernte gegeben. Danach dann bis in den Oktober Trockenheit und Hitze. Die Tiere wurden in der Zeit mit Kraftfutter und Abfallprodukten aus den Brauerreien gefüttert. Im Winter mit Heu und Kraftfutter. Minderwertige Futterrüben die man im Herbst noch geerntet hatte verfaulten in der Miete. Heute arbeiten wir wassersparend mit einem, maximal zwei Arbeitsgängen bei der Feldbestellung, weil es hier in der Regel im Frühjahr oder Frühsommer eine sehr trockene Periode gibt. Den Erfolg dieser Arbeit kann man heute sehen, aber da es bis Mitte August, oder im schlimmsten Fall bis September keine Veränderung in der Großwetterlage geben soll, hilft uns das in diesem Jahr auch nicht weiter. Man kann sicher an vielen kleinen Schrauben drehen und die Böden verbessern und schützen. Aber letztendlich können wir die Großwetterlage an sich damit auch nicht beeinflussen.

          0
          • Hans-Günter Felser sagt

            An „Sonnenblume“ – Sie schreiben: „Diese Dürreperiode die wir hier bei uns erleben, hat es in diesem Ausmass auch schon im Jahr 1959 gegeben.“ Und „Aber letztendlich können wir die Großwetterlage an sich damit auch nicht beeinflussen. “
            – Aber das tun wir doch und zwar im ungünstigen Sinne!
            Begreifen Sie das denn nicht?
            Diese Hinweise, dass es „früher“ auch schon mal zu Temperaturanomalien gekommen ist, sind zwar hilfreich, wenn dann das Ganze gesehen wird, nicht aber, um den Trend zu betrachten. Daher sind sie eher eine Vernebelungs- und Verharmlosungstaktik, ob gewollt oder nicht.

            Und so, wie wir durch unser Verhalten das Schlechte hervorrufen, können wir auch die Genesung herbeiführen. Für manche ein naiver Kindheitsgedanke, für manche nicht. Aber mit Verneinern und Verweigerern wird es tatsächlich nichts, dann müssen wir eben die Konsequenzen alle tragen. Das Erwachen kommt dann auch für die jetzigen Spötter. Das widerum finde ich dann mehr als dumm, wenn deren Erkenntnis dann doch noch heranreift, wenn es aber schon zu spät ist.
            Kaputtmachen war schon immer einfacher als Erhalten und Aufbauen.

            Hier sehen Sie Fakten, da können Sie dann doch einen Trend ersehen, oder? Oder auch wieder „fake-news“? http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/hitze-sommer-weist-hoechste-temperaturanomalie-seit-1881-auf-a-1221615.html

            +1
            • Bauer Willi sagt

              Guter Kommentar. Das wichtigste Wort ist „Wir“. Also alle! In den Medien wird aber gerne erzählt, das alleine die Bauern der Grund für den Klimawandel sind. Logisch, warum das behauptet wird. So liefert man dem Leser und Zuschauer einen Schuldigen und nimmt ihn aus der Verantwortung. Und das kommt verdammt gut an, denn wer will schon selber bei sich anfangen.
              Klar ist auch, dass wir Bauern jetzt ernsthafter über unsere Möglichkeiten nachdenken müssen. Da ist aber keiner, der uns Tipps gibt, was wir ändern sollen. Humus, Fruchtfolge, alles richtig. Was aber, wenn man das schon alles praktiziert?
              Bauer Willi

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            • sonnenblume sagt

              Hallo Herr Felser! Wer hilft uns denn auf dem Weg zum Guten? Wir arbeiten an einem System, bei dem gute Ansätze aus dem Bioanbau und aus der konv. Landwirtschaft vereint werden sollen. Eigentlich ist unser Betrieb viel zu klein, um für ein solches Projekt die nötigen Mittel – das sehen wir jetzt als Hobby – und Versuchsflächen zu stellen. Aber wir halten das für notwendig und richtig. Da geht es dann um die Technik, Pflanzenauswahl usw. und man darf am Ende auch die Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit im Großen nicht vergessen.
              Wäre es nicht Aufgabe der NGO´s derartige Projekte anzugehen und den Landwirten fundierte Fakten und Modelle an die Hand zu geben, statt immer nur mit Parolen und Schlagworten in den Medien Aufmerksamkeit zu suchen? Vorbild sein durch Vormachen!!! Beide Bewirtschaftungsformen, sowohl der “ gute“ konv. Ackerbau als auch der “ gute „Bioackerbau -nicht jeder Bioackerbau ist gut!- haben Vor- und Nachteile. Dann könnte und würde sich sicher bald eine Diskussion auf Augenhöhe ergeben, wovon alle einen Nutzen hätten.

              0
      • Hans-Günter Felser sagt

        an Paulus: Letzens flogen so geschätzt etwa 20 Tonnen Staub, der sich von einem Acker gemacht hatte, hinter mir über die Autobahn in eine Böschung – war das Ihr Acker?

        0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ach sie ärmster,
          was sie alles erdulden müssen.

          Sind sie froh, dass die 20 Tonnen nicht in ihrem Garten gelandet sind, sonst müssten sie ihre Zucchini ausgraben.

          +1
    • Erndlsepp sagt

      Glaubst du,daß es so trocken ist weil die Bauern alles falsch bewirtschaften oder kannst du das Wetter machen. Schon mal darüber nachgedacht, daß der Mars derzeit so nah an der Erde ist wie seit 2003 nicht mehr,damals hatten wir die selbe Dürre. Gibt es einen Zusammenhang. Du bist doch so ein Gescheiter und kannst dich informieren. Gib uns bescheid wenn du was weißt.

      0
    • Inga sagt

      also Her Felser dann hast du von Bauer Willis Erklärungen hier nichts mit bekommen!
      Wie baut er die Humusschicht auf und hat sogar mehr auf seinen Äckern als zur Zeit seines Vaters?

      Auch viele Agraringenieure und Biologen haben Club of Rome
      gelesen und danach gehandelt,

      Wer sperrt da den Schnabel auf:
      „behüteten Subventions-Nest den Schnabel weit sperren“

      ich denke das bist du, nur weil du dir einbildest, dass dein Garten auch als landw. Fläche ausgewiesen wird, oder willst du sie lieber als ausgewiesene Baufläche?
      Weiß doch was ein qm Bauland kostet!

      0
  3. Bauer S sagt

    Danke .Habe mir angewöhnt durch das Feld zufahren. Ist einfach Grausam wie die Jahresarbeit dahin Sicht. Werden sehen wie es weiter geht. Ist in 40 Jahren nicht das erstmal , aber vielleicht die größte Dürre . Also schönen Sommer.

    +1
  4. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, mein Fazit heute zum sogenannten Dürregipfel. Meinungen in der Tagesschau. Frau Bundeslandwirtschaftsministerin:“Wir müssen immer daran denken, es sind Steuergelder“
    und wir haben den Bundesrechnungshof im Rücken. Es gibt unzählige Fälle wo der Bundesrechnungshof die Regierung abgemahnt hat. Die hat sich einen Dreck daraus gemacht,und nun wird dieser als Alibi verpflichtet!!!!!Die Supergrüne Katrin-Göring Eckert fordert: Die Landwirtschaft muß umsteuern, wie, sagt Sie natürlich nicht. Kann Sie auch nicht. Da Sie Null Ahnung von dieser Materie hat. Mein Eindruck zur Situation.
    Es wird 2030 keineLandwirtschaft mehr in dieser Form wie heute geben. Wird es 2030 überhaupt noch Landwirtschaft in Deutschland geben?

    +5
  5. Bauer S sagt

    Habe Landwirtschaft eingestellt und machen Party. Alles andere ist nur Stress. Machen weiter wenn wieder Regen fällt. Raps und Zwischenfrucht kann man wahrscheinlich abhaken. Also schönen Sommer!

    +1
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wollte auch mal umstellen,
      vom alten Rinderstall zu einem Swingerclub.
      Meine Frau hat die Notwendigkeit leider nicht gesehen. 😉 🙂 🙂

      +5
  6. Friedrich sagt

    Da fällt mir noch ein Aspekt für die Dürrehilfen ein. Die Bauern bekommen Weltmarktpreise für ihre Produkte , aber müßen zu unseren Sozial-und Umweltstandards arbeiten. Die Kosten hierfür betragen rd. 500 Euro/ha. Wir bekommen aber rd.280 Euro/ha
    Prämie dafür. Machen also Verluste. Der Weltmarktpreis für einen Facharbeiter oder Lehrer beträgt 300 – 500 Euro/Monat. Jeder hier in Deutschland weiß was er Netto verdient , dann weiß er auch die Differenz zum Weltmarktpreis und sollte sich glücklich schätzen. Es wird aber von den Bauern verlangt unter Weltmarktpreis seine Produkte anzubieten. Ob das wohl Gerecht ist ?— Zu dem DBV- Rukwied kann ich nur „Unglücklich“ sagen, aber ohne diese Mrd.-Forderung würde auch keiner zuhören.

    +8
  7. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, eine Meinung zur Dürrehilfe hat heute der agrarpolitische Sprecher der SPD Bundestagsfraktion Rainer Spiering geäußert.Sinngemäß: Wir sollten beider Hilfe die Realitionen im Auge behalten. Was bekommen Hotelies im Sauerland oder im Allgäu
    wenn der Winter ausfällt. Was erhält die Tourismusbranche. Das muss man auch beachten.
    Dazu habe ich auch eine Meinung, die hebe ich mir für etwas später auf.

    +1
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn im Schwarzwald kein Schnee fällt, bekommen die Hotelies nix, brauchen auch nichts, man höre und Staune, ohne Schnee ist der Umsatz besser.

      0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Es scheint nicht logisch, ist aber so.
          Offensichtlich machen Tagestorristen mehr Umsatz, als die Wintersportler, die nur Skifahren und am Abend wieder nach Haue fahren.
          Man kann dies nicht mit der Alpenregion vergleichen, wo man 1 bis 3 Wochen Winterurlaub macht.

          Im letzten Winter waren die Skiliftbetreiber entzückt vom Umsatz und wenn die nicht jammern, muss es gut gewesen sein.

          +1
  8. Bauer Fritz sagt

    Kommt mir vor, wie wenn Zwergenkönige sich um einen Kuchen raufen, der noch gar nicht gebacken ist. Jeder sagt: „Bitte, bitte macht ´nen Kuchen. Und dann krieg ich aber unbedingt das größte Stück. Weil ich bin immer so lieb und ich tu immer alles, damit mit alle alle lieb haben. Aber die anderen sind immer so pfui. Und drum dürfen die ja nicht soviel wie ich bekommen.“

    Schön zu sehen, wenn selbst unter dramatischen Umständen jeder noch sein Extra-Süppchen drauf kochen kann. Würg ….

    +1
  9. Friedrich sagt

    @Mark. so sehe ich das auch. Seit über zehn Jahren hat sich die Temperatur nicht mehr gesteigert, aber alles redet noch vom Klimawandel. Die Biobetriebe pflügen wieder , während die konv. Betriebe mulchen. Mulchen verbessert die Humusvermehrung. Habe von amtl. Stelle meine Klimabilanz errechnen lassen . Hier hat man 40% CO2-verbesserung festgestellt. Das schafft kein Biobetrieb. Von der LUFA habe ich den Humusgehalt feststellen lassen und damit auch 40% Zunahme testiert bekommen. Das gilt stellvertretend für alle konv. Betriebe. Da brauchen wir keine Nachhilfe. Bei mir waren 1959 , 1976 und eben jetzt 2018 Dürrejahre und alles redet jetzt von Klimawandel. Dürrejahre sind Katastrophenjahre für die Bauern. Grundsätzlich bin ich gegen staatl. Hilfen und selbst fordere ich für mich keine , aber es gibt in Deutschland eben diese Dürre mit diesem bibl. Ausmaß , daß ich für die betroffenen Höfe die a.o. Hilfen befürworte und volkwirtschaftlich für absolut nötig errachte. Wenn die Politik keine positiven Zeichen für die Höfe setzt , werden die Banken diese setzen . Mit entsprechender Zerschlagung von ca . 10% der Höfe. Auch sollte nicht vergessen werden , daß im vor- und nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft ebenfalls schwere Verwerfungen stattfinden werden. So oder so fallen in der Volkwirtschaft Kosten an. Die Landwirtschaft trägt erheblich zu einer gesunden Umwelt bei. Windräder , PV-Anlagen und Biogasanlagen werden sehr viel von Bauern betrieben.Leider wird uns das nicht angerechnet. Jeder Bürger sollte einmal seine Klimabilanz berechnen , dann würde herauskommen , daß nicht die Bauern , sondern die meisten Bürger was fürs Klima tun müßten.

    +13
    • Paulus sagt

      Hallo Friedrich, damit man sich überhaupt ein Bild machen kann, solltest Du aber auch den Zeitraum angeben in dem diese nicht unerheblichen Verbesserungen bezügl. CO2 und Humusaufbau erfolgten.
      WKA, Photovoltaik und Biogasanlagen zähle ich grundsätzlich nicht zur LW sondern betrachte sie korrekterweise als der Energiewirtschaft zugehörig. Wenn ich Mais, Silphie und wer weiß was alles ausschließlich dazu anbaue um es in den Fermenter zu schicken, ist das etwas grundsätzlich anderes als wenn ich auf den gleichen Flächen Nahrungsmittel erzeuge. Darüber helfen auch die als Dünger eingesetzten Gärreste nicht hinweg; das wiederum ist schlicht ein Teil der Abfallwirtschaft und unterliegt nach meiner Kenntnis auch zumindest z.T. deren Vorschriften und Regeln.

      Grundsätzlich gehe ich mit deiner Auffassung konform, dass es aufgrund der Dürre Hilfen bzw. Erleichterungen, welcher Art auch immer, für die betroffen Landwirte geben muss. Das wird wohl auch ein großer Teil der Bevölkerung so sehen, zumindest in meinem Umfeld ist das so.
      Euer Vorturner, dieser manchmal etwas tölpelhaft auftretende Herr Rukwied bedient sich, gelinde ausgedrückt, einer etwas unglücklichen Art der Kommunikation. Die Aussage, erst mal den Notstand auszurufen und pauschal mal so eine Mrd. zu „fordern“ war keine Glanzleistung und widerspricht diametral einiger seiner früheren Ausführungen bezüglich des freien bäuerlichen Unternehmertums.

      +4
      • Brötchen sagt

        Paulus das mit dem Notstand war taktisch, weil wenn kein bundesweiter Notstand vorliegt, sind die Länder zuständig. weiss jetzt nicht, ob Eu Mittel da auch mit dranhängen. das „musste“ er so machen.

        0
      • Mark sagt

        @Paulus
        Das mit dem Vorturner sehe ich genau so.

        Allerdings ist festzustellen, dass die Energierzeugung immer schon ein wichtiger Teil der Landwirtschaft neben der Erzeugung von Nahrungsmitteln war. Neben der Produktion von Brennstoffen war dies im vorindustriellen Zeitalter vor allem die Bereitstellung von (tierischer) Zugkraft. Letzeres umfasste z.T. mehr als ein Drittel der landwirtschaftlichen Gesamtproduktion. Die Entstehung von Lebensmittelüberschüssen trotz steigener Bevölkerung im Industriezeitalter ist, wie auch f…ph hier schon des öfteren richtig erwähnt hat, auf den massiven Einsatz von „Fremdenergie“ in der Landwirtschaft zurück zu führen. Der Anbau von Mais für Biogas oder Raps für Biodiesel ist alsao ein klassischer Zweig der Landwirtschaft und unterscheidet sich in keinster Weise von Mais- oder Rapsanbau zu Futter oder Ernährungszwecken.

        +2
  10. Mark sagt

    Was der BÖLW alles weiß. Das sind schon Helle Köpfe! Die Extremwetterlage wird dem ominösen Klimmawandel in die Schuhe geschoben, und mit diesem kann man dann auch die absurdesten Forderungen aufstellen.
    Dabei ist die Sachlage doch etwas anders:
    In weiten Teilen Deutschlands wird die Höhe der Hochsommerniederschläge im Juli und August maßgeblich von der Atlantischen Multidekadischen Oszillation (AMO) bestimmt. Unterschiedliche Niederschlagsmengen im Juli und August wirken sich direkt auf die Erntebedingungen der Mähdruschfrüchte aus. In Phasen mit positiver AMO wie um 1960 oder um 2010 ist die Ernte wegen der Nässe problematischer als in Phasen mit negativem AMO-Index. In Phasen mit positiver AMO sind die Wachstumsbedingungen für Sommerfrüchte wie Mais oder Zuckerrüben günstiger. In Phasen mit negativer AMO gibt es häufiger Trockenschäden. Verwunderlich, dass dieser Zusammenhang in den letzten regenreichen Sommern nicht in der Fachpresse diskutiert wurde. Die derzeitige Temperaturanomalie des Nordatlantikwassers entspricht der Anomalie in negativen AMO-Phasen. Damit schließt sich der Kreis zum Dürresommer 2018. Vom unterkühlten Nordatlantikwasser dampft deutlich wenigerWasserdampf in die Atmosphäre als von wärmerem Wasser, mit geringerer Niederschlagsaktivität im nördlichen Mitteleuropa.Das Wetter kann von Jahr zu Jahr extrem unterschiedlich sein. Selbst inZyklusphasen mit stark erhöhten Sommerniederschlägen kann es Einzeljahre mit extremer Dürre geben. Die sind aber in diesen Phasen seltener. Aus Klimatrends lässt sich nichtauf den Wettercharakter des nächsten Jahres oder einzelner Jahre schließen. Niemand kann in einem chaotischen Wettersystem die Zukunft vorhersagen.

    +13
    • Obstbäuerin sagt

      Auch die Grünen reihen sich jetzt in die Befürworterriege für Hilfen ein aber nur, wenn bestimmte Forderungen erfüllt werden. Siehe oben. Obwohl sich ganz klar zeigt, dass Bio-Betriebe durch die Dürre noch schlechter dran sind als konventionelle, möchte man die Gunst der Stunde nutzen und die politischen Forderungen für die zukünftige Umverteilung der EU-Gelder in Richtung Bio als Gesamtpaket mit der Dürrehilfe verknüpfen. Ich finde das sowohl vom BÖLW als auch von den Grünen »wider die guten Sitten« um es mal vorsichtig zu formulieren.

      +6
  11. Christian sagt

    Nun ja,
    Ich finde die Argumentation etwas widersprüchlich. Eingangs wird auf die Auswirkungen der Trockenheit besonders für Biobetriebe aufmerksam gemacht, weil sie durch die Bewirtschaftungsweise viel geringere Erträge einfahren, und im Rest des Artikels wird eben diese Wirtschaftsweise hoch gelobt und als einzig wahrer Ausweg dargestellt. Recht haben sie mit dem weiter sinkenden Humusanteil in den Böden und dem Zusammenhng mit der Wasserspeicherkapazität, jedoch halte ich einen Humusaufbau von 0,4% jährlich für zu gering, wenn man von einer jährlichen Mineralisationsrate von 0,2-2% rechnet.
    Sind aber nicht grade im konventionellen Anbau in den letzten Jahren Bodenschonende Bewirtschaftungsweisen entwickelt worden, bzw, sind diese nicht auf dem Vormarsch gewesen? Ich rede hier von Direkt- und Mulchsaatsystemen, die im Bezug auf Schutz des Bodenlebens viele Vorteile gegenüber dem Pflug haben ( der im übrigen auf Biobetrieben überwiegend eingesetzt wird) Aber diese Systeme werden gerade durch das Aus von Glyphosat schneller verschwinden, als man gucken kann. Da frage ich mich doch wo die Logik ist.
    Aber die Menschen da oben, die die Entscheidungen für uns treffen, wissen es ja alle besser…
    Zu guter letzt möchte ich noch eine kurze Sache sagen. Ich bin der Meinung es wird immer zum Schluss der Ernte abgerechnet. Die letzten zwei Jahre waren in manchen Regionen durch die Frühjahrstrockenheit mindestens genauso schlimm (auch Ertragseinbußen von 30%) da habt auch niemand lauthals nach Hilfen für uns geschrieen. Erst wenn das ganze Ausmaß der diesjährigen Trockenheit in bereinigten Zahlen dargestellt werden kann, finde ich, sollte über mögliche Maßnahmen gesprochen werden. Schließlich erhält unter normalen Bedingungen auch niemand das Geld zu Anfang seiner Ernte…

    +2
    • Bauer Willi sagt

      Habe in unserem Betrieb in 30 Jahren den Humusgehalt von 1,8 auf 2,3% angehoben. Kann man auch in Prozent rechnen, dann wirkt das besser.
      Wir machen seit 15 Jahren Mulchsaat bei ALLEN Kulturen, mein Kompagnon auch bei Kartoffeln. Die Fruchtfolge ist fünffeldrig. Noch Fragen?
      Bauer Willi

      +1
  12. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, was die Hilfe des Staates bei der Unterstützung der Landwirtschaft durch die BVVG
    betrifft, das haben wir im Hochwasserjahr 2013 an der Elbe erfahren können.
    Großzügig wurde uns mitgeteilt, das die BVVG mit einer Pachtstundung uns natürlich unter die Arme greift. Ganz am Ende ihres Schreibens, dann der berümte Pferdefuß. Dafür müsse man aber bereit sein, einen ordendlichen Marktüblichen Zins zu zahlen und der hatte es in sich.
    Das Thema war dann für uns gegessen.Wenn jetzt die Forderung des BÖLW sogar nach einener Pachtpreissenkung kommt, kann ich nur Sagen der BÖLW kennt die Führung der BVVG nicht. Bei Pacht ausschreibung ihre Flächen zählt nur das Höchstgebot.
    In meinen Augen ist die BVVG die größte legale Mafiaorganisation in Deutschland.

    +2
    • Borchert Alexander sagt

      Hallo Brandenburger, ich hatte mit der BVVG bis jetzt nichts zu tun, aber es gibt in Deutschland zahlenmäßig mehr „mafiöse“ Verpächter als aktive Pächter. Doch sind Verpächter wirklich mafiös? Sie nehmen nur das, was sie bekommen. Höchstgebote geben die Aktiven ab.
      Ich war jahrelang bwl. Lehrer an der Landwirtschaftsschule. Ich habe oft Vollkosten gerechnet und da waren ohne Zuckerrüben immer nur 150 -200 €/ha Pacht als Maximum drin. Von 2009 bis 2011 waren es eher 0 €/ha. Und dann hieß es immer: „Dafür bekommst Du nichst zum Pachten“.

      0
      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin@Borchert, Alexander.Die BVVG eine Tochter der ehemaligen Treuhandanstalt untersteht dem Finanzminister. Was Du da über Verpächter schilderst ist nicht annährend vergleichbar mit dieser Einrichtung. Ein privater Verpächter bei Euch wie bei uns, weiss wo seine Flächen liegen , wie sie bewirtschaftet werden und wie der ackerbauliche Zustand ist, sollte es zu einer Neuverpachtung kommen.Nach der politischen Revolution hatten wir als Genossenschaft ca. 1.200,00 ha BVVG Fläche.
        Die Pachverträge waren langjährig 8-12 Jahre. Das änderte sich mit der Zeit, zur Zeit liegt die Pachdauer bei 4 höchstens bei 5 Jahre Alle BVVG Flächen waren immer in einem hervorragenden ackerbaulichem Zustand. Das konnte durch die Turnusgemäße Beprobung des Nährstoff und Humusgehaltes nachgewiesen werden.
        Ein landwirtschaftliches Unternehmen oder Landwirt der heute eine Ausschreibung mit der kurzen Pachtzeit gewinnt macht so gut wie nichts. Er beutet den Boden aus. Grunddüngung wie Phosphor,Kali, oder Natrium Null. Stalldung ,Gülle Null.Kalkversorgung auch wenn Bedarf bestehen sollte Null. Aber Stickstoff volle Pulle, er will ja Ertrag.
        Bei seiner Behandlung des Bodens muß er ja davon ausgehen, das er die nächste Ausschreibungsrunde verliert. Den Vorschlag der unserseitz der BVVG einmal unterbreitet wurde . Ergebnis der Bodenuntersuchung zu Beginn und zum Ende der Pacht wurde überhaupt nich in Erwägung gezogen.
        Also Du siehst kein Vergleich mit Deinen Erfahrungen. Pachtfläche der BVVG letzter Stand den ich kenne, Null ha.

        0

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