Bauer Willi
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Landwirtschaft: Zielkonflikte und Zukunft

Ich bin von einer Tageszeitung befragt worden, wo ich Zielkonflikte rund um die Landwirtschaft sehe und wie ich persönlich die Zukunft der Landwirtschaft sehe. Hier das Interview.

Welches sind aus Ihrer Sicht die entscheidenden Zielkonflikte in der Agrarbranche?

Landwirtschaft ist immer ein Eingriff in die Natur. Den größten Zielkonflikt stellt die Frage dar, ob wir Nahrungsmittel erzeugen sollen, so wie wir es bisher getan haben, oder ob wir andere Ziele verfolgen sollen, wie Naturschutz, Artenschutz und Klimaschutz. Das können wir auch machen, wenn die Richtlinien klar festgelegt werden und uns der entsprechende Deckungsbeitrag gezahlt wird. Diese Frage möchte ich von der Gesellschaft beantwortet haben. Weitere Beispiele wären der Konflikt Weidehaltung – Wolf, bäuerliche Landwirtschaft –Anbindehaltung, Verbot Glyphosat – Humusaufbau oder auch Wohnungsbau – Artenvielfalt

Wie können diese Zielkonflikte aufgelöst werden?

Aus meiner Sicht sind sie nicht zu lösen, weil das eine Ziel dem anderen diametral widerspricht. Wenn ich Weidehaltung in einer Region mit Wölfen haben möchte, dann geht das nur, wenn ich 1,80 Meter hohe Zäune errichte und diese möglicherweise noch unter Strom setze. Dann sind zwar die Weidetiere geschützt, aber die Wildtiere können das Gebiet natürlich nicht mehr passieren. Wenn ich die Anbindehaltung verbiete, werden viele, besonders kleine Betriebe aufhören, Kühe zu halten. Und wo Wohnhäuser gebaut werden, fliegen keine Insekten.

Unsere Mitbürger wollen den Wolf, keinen Anbindehaltung und preiswerte Baugrundstücke. Das ist verständlich, aber widerspricht ihren eigenen moralischen Ansprüchen. Das sind nur einige wenige Beispiele.

Was können die Landwirte dazu beitragen?

Sie können sich zu Wort melden. Dran bleiben, das Gespräch suchen,  Politiker zu sich nach Hause auf den Hof einladen oder auch Naturschützer. Ja, das ist nicht bequem. Die Berufs-Verbände können die Aufgabe alleine nicht bewältigen, hier braucht es das Engagement jedes einzelnen.

Welche Zukunftsvision/-vorstellung haben Sie für die Agrarbranche?

Das sehe ich ähnlich wie die DZ-Bank, die in einer Studie aus 2017 prognostizieren, dass im Jahr 2040 noch etwa 100.000 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland existieren. Das sind zwei Drittel weniger als heute. Ich bin mir fast sicher, dass diese Zahl noch zu hoch gegriffen ist und es noch viel schneller gehen wird. Mir fehlt die Fantasie, wie der Trend der Monopolisierung, der im vor- und nachgelagerten Bereich stattfindet aufzuhalten ist. Auch der Trend zur vertikalen Integration (wie in der Geflügelbranche) wird weiter zunehmen. Daher ist es für mich denkbar, dass die Urproduktion zukünftig zum Teil vom Lebensmitteleinzelhandel selbst übernommen wird. Die Landwirte werden dann Dienstleister sein. Außerdem werden sich bestimmt Märkte verändern, beispielsweise wird die Nachfrage nach Schweinefleisch weiter abnehmen, der für Geflügel zunehmen. Gleichzeitig werden sich neue Märkte entwickeln. Welche das sind, ist heute schwer zu sagen. Das Thema „essbare Insekten“ scheint derzeit vom Tisch zu sein. Ob es „Laborfleisch“ in die Regale schafft, scheint mir derzeit auch zweifelhaft, denn es wird nicht mehr darüber berichtet. Vertical Farming ist auch aus den Berichterstattung verschwunden. 30% Bio bis 2030, wie von Özdemir mal als Zielgröße angesetzt, ist ohnehin für jeden erkennbar unrealistisch.

Alles, was einmal als wahrscheinlich galt, gilt heute nicht mehr. Von daher gilt der simple Satz: „Eine Prognose ist besonders dann schwierig, wenn sie die Zukunft betrifft“.

 

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54 Kommentare

  1. Kemetbauer sagt

    Agrarkommissar C. Hansen hält an 25% Öko bis 2030 fest. Nur mal so als Gegenargument zur Aussage im Thema.

    • hier die Zahlen % Fläche und ha absolut der letzten 4 Jahre von 2022 bis 2025 für D. 2026 liegt noch nicht vor.
      2022 11,26% über 1,8 Mio ha
      2023 11,4% 1,89 Mio ha
      2024 11,4% bis 11,5% 1,91 Mio ha
      2025 11,7% 1,93 Mio ha
      Die normale Umstellungszeit soll bei 2 bis 3 Jahren liegen. Eine Aufweichung der Regeln d.h kürzere Umstellungszeiten wird derzeit diskutiert. Man muß kein Mathe Genie sein um an den Zahlen der letzen 4 Jahre die Entwicklung zu sehen, für D muß jetzt sehr schnell sehr viel passieren d.h statt ca 0,1% Wachstum p.a sind 3% p.a = das 30fache der heutigen Steigerung p.a notwendig.
      Viel Glück! Träume sind nicht verboten.
      Übrigens in der EU liegt die Bio Fläche derzeit bei ca 10 % noch unter der Fläche in D. Gut aber vielleicht hat C Hansen eine andere streng geheime vertrauliche Statistik und einen Massnahmenplan die 25% in 2030 ermöglichen.

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      • Kemetbauer sagt

        @L
        Ach Limes, mit Beginn der Umstellung zählen die Betriebe schon zu den Biobetrieben.
        Ich hatte den obigen Beitrag nicht als Ausdruck meiner Erwartungshaltung gedacht. Hansen hält an dem Ziel fest und man darf gespannt sein, mit welchen Mitteln (Förderung) er es erreichen will. Ich finde das nett!

        • @K
          Landwirte können meist rechnen von einem Politiker muß man dies nicht erwarten. Warum sie solche absurden Theorien wie von C Hansen übernehmen bleibt ihr Geheimnis. Aber was solls.

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          • Kemetbauer sagt

            @L
            Schon lustig, ich zitiere einen Politiker und schon sind Sie aus dem Häuschen. Schenkelkloppf!

  2. evonik sagt

    Chef Willi hat geschrieben:

    Gleichzeitig werden sich neue Märkte entwickeln. Welche das sind, ist heute schwer zu sagen.

    Ich denke wir sollten selber neue Märkte erschließen. Die Biobauern haben es doch auch geschafft.
    Ich wünsche mir aber, dass wir nicht so viele Lügen brauchen um ins Geschäft zu kommen.

    Mein Ansatz wäre:

    Rassistische Ernährung.

  3. Christina sagt

    Mein Mann und mein Sohn waren heute auf einer Fortbildung an der THM Gießen, allg. Themen betr. Bauforum. Dort wurden die Teilnehmer befragt, wer beruflich KI nutze und die KI-Wissensdatenbanken mit seinen Daten gefüttert habe. 95./. der Teilnehmer bejahten, die KI zu benutzen bzw. benutzt zu haben. 5 ./. von den 95 gaben an, die KI mit ihren eigenen (!) Daten aus den Büros zu füttern/gefüttert zu haben. Der Referent erklärte, dass Daten zur Machtfrage werden, ein Architekt kennt 100 Projekte, der globale KI-Anbieter kennt Millionen. Fazit: Der Ingenieur verschwindet nicht, aber seine Rolle verändert sich.
    Einer der Anwesenden fragte daraufhin, wie man dann seinem Kunden erklären soll, dass er den Architekt dafür bezahlt, dass er nur noch die KI nutze …??!

    Die Worte „Die physische Baustelle bleibt länger menschlich, wird aber kontinuierlich digital überwacht“ waren abschließend zum Mitnehmen fürs Gehirn.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ich sehe für meinen Bereich keinen Nutzen der KI. In der Regel sind es juristische oder normative Fragen, die Sachverständige und Gutachter nutzen.
      Gibt aber schon reichlich Probleme deswegen bei Gericht.
      Viel mehr Anträge und Klagen bei Gericht: Offenbar liegt das an KI | ndr.de https://share.google/ymScgmHMpYT6Q7t5q

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      • Georg Model sagt

        Ja Reinhard, das mit den vielen Klagen kann ich nachvollziehen. Gestern schlug mir die KI ja vor, der SVLFG eine Frist zu zur Widerspruchsbeartbeitung zu setzen und und bei Nichterfüllung Untätigkeitsklage beim Sozialgericht zu stellen.
        Die Musterschreiben zu den Anträgen waren gleich dabei ohne das ich danach fragte.
        Wenn es einem so einfach gemacht wird und es auch nichts kostet wundert mich
        gar nichts mehr. Aber die Ki sicher nicht allein an dem Klageaufkommen Schuld.
        Die Leute sind unzufriedener und ärmer geworden und haben das Vertrauen in Politik und Verwaltung verloren. Leider gibt es auch viele wokes oder unfähiges Personal in den Ämtern, so das man da schon allein wegen den Formalitäten und und nicht nur wegen der eigentlichen Sache vor Gericht sein Recht und seine Würde einfordern muss.

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  4. Smarti sagt

    Danke für diesen guten Artikel, da ist wirklich gut zusammengefasst, was es so an Zielkonflikten in der Landwirtschaft gibt. Zwischen den Zeilen meine ich zu lesen, dass es fast keine Lösungen für den Erhalt der meisten Betriebe in Deutschland gibt. Nicht, weil es die landwirtschaftlichen Produkte nicht brauchen würde, sondern weil es dem Landwirt unmöglich gemacht wird, sie zu einem vernünftigen Preis zu produzieren und zu verkaufen. Jedenfalls sehe ich das so – je länger je mehr – auch wenn sich Alles in mir dagegen sträubt !
    Ohne Landwirtschaft gibt es kein Leben ! Jedenfalls keines mit Holzmöbeln, Käse, Wein und Schnipo… die Produzenten zu gängeln bis zur Aufgabe finde ich gelinde gesagt etwas blöd. Noch blöder als die Energieerzeugung in Deutschland zu verbieten.

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  5. Frikadellen piet sagt

    moin in der Beschreibung sieht man gut, dass wir Landwirte an vieles denken müssen. wir lösen diesen Konflikt aber in der Regel sehr gut, aber es gibt immer Leute die meinen es besser zu können und uns kritisieren. bei der Kritik ist aber selten ein guter Verbesserungsvorschlag, wir würden uns natürlich freuen, wenn man die uns macht. munter bleiben

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    • Genau,
      vielleicht ist der Mensch in seiner dazu gemacht, mehr Stress und Verantwortung zu übernehmen.
      Wer aber täglich nur 8 Stunden. mit weniger Verantwortung arbeitet, der fühlt sich nicht ausgelastet und ist unzufrieden.

      In dieser Unzufriedenheit greift er die Bauern, die Schwarzen Schafe unserer Gesellschaft respektlos an.

      Macht man das?

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  6. Ludwig sagt

    Landwirt78 hat schon Recht aber letztlich bestimmen weniger als 10% die Meinungsmache in der Gesellschaft. Da können wir über die Landwirtschaft als Ernährer der Bevölkerung , oder die Multifunktionalität , usw. reden . Das interessiert keinen. Erst wenn der Keller nach einem Starkregen absäuft oder der Frontlader zum Heben schwerer Lasten benötigt wird , dann will man natürlich kurz mal ohne Kosten sein Problem gelöst haben. Danach kennt man uns nicht mehr. — Jetzt haben wir viele Jahre der Demütigung hinter uns . Viele Höfe haben inzwischen dicht gemacht und es geht noch weiter , gerade jetzt. Doch die Weltlage verändert sich nicht zum Guten für unser Land. Der Exportweltmeister ist dabei von – Außen _- aber auch durch die Ideologiepolitik von – Innen – erledigt zu werden. Man könnte auch von wirtschaftlichen Selbstmord sprechen. – Warum wird so mancher fragen ? 1. Ukrainekrieg , 2. Irankrieg , 3. Ölkrieg im Roten Meer , 4. Versorgungsengpässe von Öl und Getreide weltweit , 5. LA NINO steht einmalig heftig vor der Tür. 6. Deutsche Gasvorratskrise, 7. Düngerversorgungskrise 8. Beginnender Hunger in Afrika, usw. .Das ließe sich sicherlich noch erweitern , aber man hat den Eindruck , daß es in unserem Land keiner richtig realisiert. Ich gehe davon aus , daß es zum Jahreswechsel notgedrungen allgemein spätestens realisiert wird. Dann werden sich die vielen Defizite unserer Regierenden in Brüssel und Berlin zeigen. Da helfen dann keine medialen Ablenkungsmanöver mehr , denn dann geht es ins Eingemachte. Die derzeit steigenden Sprit-,Düngerpreise usw. werden nicht mehr nur unsere einzigen Probleme sein. Kann nur jedem raten je nach persönlicher oder betrieblicher Lage sich vorzubereiten. Wenn es dann richtig wehtut , dann werden unsere lieben Nichtbauern wie immer in Notzeiten bei uns vor der Tür stehen und immer alles Gute von uns erwarten , aber das wird nichts mehr , denn der breit aufgestellte Hof ist Geschichte . Selbst das wissen die Lieben in ihrer egoistischen Gleichgültigkeit nicht mehr.

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  7. Country One sagt

    Was etwas zu kurz kommt ist die Tatsache, dass keine Fläche aus der Produktion genommen wird. So gesehen ist die Reduzierung der landwirtschaftlichen Betriebe nicht gleichbedeutend mit der Reduzierung der landwirtschaftlichen Produktion. So lange dies so ist, wird der Strukturwandel weiter vorangetrieben werden.
    Dass dies kein „schmerzfreier“ Prozess ist, der unter Umständen auch viel Leid produziert, sei unbenommen.

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    • Schorsch Summerer sagt

      Es wird Fläche aus der Produktion genommen. Jeden Tag. Für Gebäude und Infrastruktur und für die Ausgleichsflächen. Meist gute produktive Flächen. Ausgeglichen wird der Verlust in Gegenden und Ländern mit weniger Produktivität. Aber dank der sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen ist die Produktion dort billiger als bei uns. Mit verheerenden Auswirkungen auf die Natur.

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  8. Schorsch Summerer sagt

    jede Entscheidung hat Konsequenzen.
    Preisdruck führt zu großen Betrieben. Mehr Naturschutzflächen hier führt zu mehr Importen.
    Wer importiert verliert den Einfluss auf die Art der Produktion sondern muß nehmen was er bekommt. So einfach ist das.

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    • Landwirt78 sagt

      Das war doch schon immer so. Ich war in dem Alter auch super optimistisch. Das liegt in der Natur der Dinge, ändert aber nichts am Ergebnis. Die Bedingungen sind, wie sie sind: bescheiden. Der eine merkt es früher, der andere braucht eben ein paar Jahre länger, bis er es geschnallt hat. Optimismus zahlt keine Pacht.

      Eine Redewendung ist bei mir hängen geblieben, und sie gewinnt für mich mit jedem Jahr an Bedeutung: Reg dich nicht über Dinge auf, die du nicht ändern kannst. Ändere die Dinge, die du ändern kannst.

      Die Politik und das Verhalten anderer Menschen kann man nicht nachhaltig ändern. Aber das, was man selbst tut, kann man sehr leicht ändern.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ich finde den Spruch schon immer wohlfeil. Wann hat denn der Jungbauer politisch Einfluss genommen? Hat er nicht eher die Politik zähneknirschend akzeptiert, so lange die Produktivitätssteigerung ihm ein auskömmliches Einkommen ermöglichte? Man hatte jahrelang Zeit sich politisch gegen die Brüsseler Auflagen zu stemmen…..und? Hat er es getan? mimimi

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        • Stadtmensch sagt

          Man kann sich ja gepflegt seinem Weltschmerz hingeben und trotzdem Folge eins von „Lost & Lässig“ hören!

          Die Jugend so: „In meiner idealen Welt gibt es keine Kuhmilch“ (irgendwo inner Mitte)

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        • Georg Model sagt

          ja, Bei der Beratung vom Verband und Amt sowie Input aus den Fach- , und Meisterschulen ect. wohl kein Wunder wenn man an Anfang etwas gefördert wird und nach Jahrzenten die Ernüchterrung erst kommt das man eigentlich nur gemolken wurde und sein Kapital verbrannt hat.
          German way of young farmers ! Aber hoffentlich geht es den german young Leaders
          bald auch so !

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      • „Optimismus zahlt keine Pacht. “

        Stimmt, Optimismus ist Verpächter !
        Ganz im Ernst: Ich lese aus Willis Zeilen auch durchaus Optimismus heraus. Ein Unternehmer muss Optimist sein. Es geht doch gerade in der Landwirtschaft sehr häufig darum, das Land aber auch die dazugehörige Immobilie in die nächste, auch gerne übernächste Generation zu bringen . Das ist auch bei anderen Familienunternehmern die intrinsische Motivation.
        Dass sich “ die Märkte“ dabei ständig ändern, ist auch nichts Neues. Deswegen ist doch eine marktwirtschaftliche Ordnung so überlegen. Und dem Kapital kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu.
        Klar , es ist ein stetiger Wandel – war es bisher auch- aber es ergeben sich daraus auch Chancen.

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  9. Johann sagt

    Bei uns, in Österreich gibt es jetzt einen Konflikt mit einem Rechenzentrum. Dieses soll 4 ha groß werden. Da gibt es Widerstand. Dort soll am Dach eine Fotovoltaik-Anlage kommen. Wenn auf dem Feld nur VT- Anlage errichtet würde, würde es von den NGOs als umweltfreundlich gelten, wenn aber darunter dieses Rechenzentrum geplant ist, gibt es Widerstand. Niemand kann beurteilen, ob diese große Anlage benötigt wird, aber welcher Unterschied besteht hier beim Bodenverbrauch?

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Unter einer PV kann man wenigstens Schafe halten. Und ein RZ – es ist übrigens 70 ha groß, nicht 4 – braucht viel mehr Strom, als die PV am Dach erzeugt.

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      • Bauer Willi sagt

        @Elisabeth, in Brandenburg gibt es einen „Solar-Park“ von 177 ha Größe. Bitte teile mir mit, wie viele Schafe man darunter halten kann…

        Wir bekommen hier im Rheinland (Rheinisches Braunkohle-Revier) 3 KI-Zentren u.a. von Microsoft. Auf Äckern, die zwischen 85 un 95 Bodenpunkte von 100 haben.

        Prinzip: Kohle machen ohne Kohle…
        Ich kann es keinem verdenken.

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  10. Christina sagt

    Landwirt78 hat schon recht, so sieht die Lage tatsächlich irgendwie aus. Ich höre Ähnliches aus dem Familien- und Bekanntenkreis, die LWS betreiben, keiner will aufgeben oder auch negativ sein, trotzdem sorgen sich alle, schimpfen und ja, auch jammern ist angesagt. Und dann beginnt man, sich gegenseitig zu beschimpfen und sich nieder zu machen. Das gehört nicht da hin!!
    Wem ist damit geholfen?
    Ich stimme zu, dass dem Landwirt kaum jmd zur Seite steht, dass seine Sorgen oft nicht interessieren, den Politikern schon mal gar nicht, und dass die Verbraucher nicht bedenken, wie es in der Zukunft mit der Landwirtschaft weiter geht oder weiter gehen soll…
    Dass vielen alles egal ist, Hauptsache das Essen kommt irgendwie aufn Tisch!
    Ich möchte aber auch mal klar stellen, dass hier auf dem Blog manchmal Anfeindungen gegenüber dem Verbraucher gemacht werden, dass gepiesackt wird, weil der V anders denkt und agiert. Weil er sich gönnt, in Urlaub zu fahren. Weil er billig einkauft. Weil er sich keine Gedanken macht, wo das Essen eigentlich her kommt … Jeder lebt sein Leben und handelt doch so, wie er meint und kann! Miteinander geht doch besser, oder?! Leider gelingt das immer weniger!

    Willis Berichte sind immer sehr zum Nachdenken!! 😉🧐 Sehr sachlich! Aufn Punkt gebracht.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Christina, wenn es dem Menschen gelungen ist, seine fundamentalen Bedürfnisse zu erfüllen, dann wendet er sich den Dingen zu, die er „gefühlt“ meint, verändern zu müssen oder zu wollen.
      Das können soziale Missstände, politische Unzulänglichkeiten, ökologische Gefahren, Ernährungsfragen, Fragen ewiger Jugend und Schönheit usw. usw. sein.
      Es haben sich inzwischen unzählige Interessengruppen gebildet, die je nach Interesse ihre Forderungen sogar so weit treiben, dass sie in das Leben aller eingreifen.
      Das Leben nach der „eigenen Facon“ wurde umgedeutet zur absoluten freien Individualität. Gemeinschaft und soziale Zusammenhänge sind inzwischen weitgehend verloren. Ich habe die These, dass nur in schlechten Zeiten das „Gute“ wachsen wird….

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    • Bauer Willi sagt

      @Christina
      „Anfeindungen“ gegenüber dem Verbraucher sind es nicht. Es ist nur die enttäuschende Tatsache, dass wir Landwirte zur Kenntnis nehmen müssen, dass wir der Gesellschaft schlicht egal sind. Aber wie ist es denn bei uns mit anderen Branchen? Haben wir Mitleid mit Apothekern oder Ärzten?
      Der Verbraucher kauft so, wie es ihm der Kopf vorgibt: Gut und günstig. Bei Umfragen natürlich beim Bio-Bauern. Wir belügen uns selbst. Wissenschaftlich bewiesen.

      https://www.bauerwilli.com/wir-beluegen-uns-selbst/
      https://www.bauerwilli.com/wir-beluegen-uns-selbst-2-0/

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      • Christina sagt

        Willi, stimmt ja, was Sie sagen! Wir belügen uns alle, und der Verbraucher wird immer billig kaufen wollen, weil er sein Geld lieber für andere Dinge ausgeben will.
        Er will das Leben genießen, aber spart an guten Lebensmitteln…
        Wissen Sie, wie oft wir bei uns im Planungsbüro hören, dass dem Bauherrn alles zu teuer ist, sei es das Baumaterial oder unsere Honorarnote für die Planung?! Wir hören nur noch, wie teuer das Bauen ist, wie teuer unsere Kosten sind. Jeder will aber das schönste und größte Haus bauen, nur kosten darf es nicht viel.
        Es ist schon eigenartig, dass z.B. über Kosten für Rechtsanwalt oder Handwerker gejammert, aber hier anstandslos bezahlt wird. Diese Branchen braucht man ja immer wieder mal, und das Essen gibt‘s ja im Supermarkt ☺️

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      • Georg Model sagt

        Ja, laut der Ki von Google ist der Stadtmensch Schuld an unsere Missere. Er will bilige Lebensmittel, Naturschutz und dei regierung soll auch nicht Schuld sein, sondern handelt nur nach der Gunst von Wählerstimmn. Der Stadtmensch und die vielen Beamte und Angestellten welche uns verwalten und Politiker welche über uns Bestimmen sollen keine Bezug mehr zum ländlichenraum haben und wir müssen uns einfach damit Abfinden das es so ist. Punkt.
        Diese Antwort kamm aber erst durch mehrmaliges nachhaken zustande , weil selbst diese Ki dem Mainstream folgt und ständig ausgewichen ist wie ein Politiker.
        Ich habe dann die Ki gefragt warum mir sie zur meiner Frage „Warum behandelt unsere ReGIERung uns Bauern so schlecht ?“ zuert ausgewichen ist und ob sie auch aus der Stadt komme ?. Darauf hatte sie geantwortet sie sei nicht aus der Stadt nur eine KI. daraufhin Frage sie aber ob ich gerade ein spezielles Problem wie zb. Agrardiesel oder ähnliches habe.
        Diese KI kann aber hier nicht auf dem laufenden sein wenn diese nur nach einem Problem fragt. Wir haben doch nur noch Probleme.
        Ich sprach dann die SVLFG an und siehe da aufeinmal konnte die KI wieder sehr flüssig kommunizieren und sehr viel berichten von anderen Dingen wollte sie zuerst nichts wissen ! Eben nach Mainstream geeicht.
        Bei Anfragen zu einen Elektronikproblem im PKW konnte sie mir leider auch nicht helfen. Als ich haber das Problem selber durch einen Hardwaretrick gelöst hatte und ich sie daraufhin konfrontierte, wusste sie aufeinmal alles und und auf meine Frage warum sie mir diesen Trick nicht verraten hat, meinte sienur, sie beziehe ihre Informationen nur auf offizielen Berichten Leitfäden, Reparaturbanleitungen ect.
        und nicht auf Insider Tricks. Nächstes mal Frage ich die KI wieviel Euro sie
        für individueller Insiderinfos verlangt.So finanzieren sich wahrscheinlich google und andere !!!
        sowie Altparteien und große Verbände !!!

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        • Landwirt78 sagt

          Die kostenlose Ki ist allenfalls für bessere Suchergebnisse geeignet. Sonst kommt da nichts gutes bei raus. Die sind so trainiert das sie dir in der Regel zustimmen. Nutze auf jedenfall den prompt Cowboy. Da sind die Ergebnisse schon etwas besser.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Sind wir schon soweit, dass man einer KI eine Kompetenz zuschreibt? Das ist dann der Anfang der Verblödung, und ihr spielt dabei mit. Hinterher weint ihr dann ob der Tatsache, dass KI euer ganzes Leben bestimmt.
            KI ist eine Rückwärtsgewandter Datensammel- und Zusammensetzmaschine deren Weiterentwicklung uns das Leben noch sehr schwer machen wird. Aber dieses neue Heilsversprechen wird kommen, so oder so.

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            • landwirt78 sagt

              Jeder, der sich etwas intensiver mit dem Thema KI beschäftigt, weiß, dass diese Beschreibung so nicht stimmt. KI ist längst nicht nur eine „rückwärtsgewandte Datensammel- und Zusammensetzmaschine“. Moderne Modelle können Muster erkennen, Zusammenhänge herstellen, Probleme analysieren und auf neue Fragestellungen reagieren – in vielen Bereichen in einer Geschwindigkeit und Breite, die ein einzelner Mensch mit einem klassischen Computer niemals erreichen könnte.

              Natürlich sollte man KI nicht blind vertrauen oder ihr automatisch Kompetenz zuschreiben. Genau das Gegenteil ist sinnvoll: Ergebnisse prüfen, hinterfragen und die Grenzen kennen. Aber KI pauschal als Beginn der „Verblödung“ abzutun, ist genauso undifferenziert wie sie als Heilsversprechen zu betrachten.

              Entscheidend ist nicht, ob KI kommt – sie ist längst da –, sondern wie kompetent wir lernen, mit ihr umzugehen. Und genau diese Kompetenz setzt voraus, dass man sich ernsthaft mit den Möglichkeiten und Grenzen der Technologie beschäftigt, statt sie pauschal abzuwerten.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Diejenigen, die sich mit KI beschäftigen, die werden die für dich nutzen, sonst nichts. Ich lehne KI rundweg ab, um nicht verantwortlich zu sein, für die damit verursachte Katastrophe. Mach, was du willst, relativiere, reguliere…..ob und wie dein Einfluss oder der anderer jemals eine Wirkung hinsichtlich der Eingrenzung haben wird, bezweifle ich ganz stark.
                Mark my words!😎

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  11. Reinhard Seevers sagt

    Ich finde den Artikel den besten, den Willi bisher geschrieben hat. Umfassend, ohne Vorwürfe gegenüber den Bürgern, nüchtern und ungeschminkt. Ich erkenne darin die Essenz jahrelanger Diskussionen auf diesem Blog.
    Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐⭐

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  12. Landwirt78 sagt

    Hallo Willi,
    im Interview hättest du ruhig die Wahrheit sagen können: Es interessiert keinen, wo die Lebensmittel herkommen. Hauptsache billig, und der Urlaub ist gerettet.
    Du willst, dass die Gesellschaft die Frage nach den Zielkonflikten beantwortet? Die hat sie längst beantwortet. Jeden Tag, an jeder Kasse, in jedem Discounter. Die „moralischen Ansprüche“ enden dort, wo das Sonderangebot anfängt. Und die Politik löst die Zielkonflikte auf ihre Art: Sie verbietet hier, was sie über Importe von anderswo wieder hereinholt. Problem gelöst, nur eben nicht bei uns.
    Deckungsbeitrag für Naturschutz? Wer schon mal in einem Förderprogramm war, kennt das Spiel: Antrag, Kontrolle, Sanktion, und nach fünf Jahren gelten neue Regeln.
    Sich zu Wort melden, Politiker auf den Hof einladen? Das machen wir seit Jahrzehnten. Wir sind mit Tausenden Schleppern durch Berlin gefahren, bei Minusgraden, auf eigene Kosten. Und was hat sich geändert? Man hat uns freundlich zugehört, Fotos gemacht, und dann wurde entschieden wie vorher.
    Die 100.000 Betriebe der DZ-Bank sind keine Prognose, das ist der Plan. Und dass wir einmal Dienstleister für den Lebensmitteleinzelhandel werden, ist auch keine Zukunftsvision. Das sind wir schon heute. Den Preis machen vier Handelsketten, wir dürfen liefern. Das ganze Risiko aber tragen wir allein: Wetter, Preise, Auflagen, Seuchen.
    Und wenn es schiefgeht, ist keiner da. Wenn eine Airline pleitegeht, kümmert sich der Staat darum, dass die Urlauber wieder nach Hause kommen. Wenn ein Hof aufgibt, interessiert das niemanden. Meistens gibt es nicht einmal eine Pleite. Die Betriebe siechen still dahin, Jahr für Jahr, weil die Familien bis zuletzt an das Gute glauben. Bis irgendwann das Tor zu ist und die Ställe leer stehen. Nach Generationen.
    Ich sage es ganz offen: Ich kann heute keinem jungen Menschen mehr mit ruhigem Gewissen sagen, dass Landwirtschaft in Deutschland Zukunft hat. Und die meisten haben das ohnehin längst verstanden. Die Hofnachfolger bleiben aus, nicht weil ihnen die Liebe zum Beruf fehlt, sondern weil sie gesehen haben, was ihre Eltern dafür bezahlt haben.
    Wir haben enorme gesellschaftliche Probleme, die sich nicht in einer oder zwei Generationen lösen lassen. Ich komme einfach zu dem Schluss: Rette sich, wer kann. Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht.

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    • Stadtmensch sagt

      Als ehemaliger Ossi kann ich nicht verstehen, wie man so ängstlich am Bestehenden festhalten kann.
      Bei uns sind hier in den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts quasi über Nacht die Lebensperspektiven der erwerbsfähigen Bevölkerung über den Haufen geworfen worden. Da hieß es unisono „Jammerossi“!, wenn dabei was schief ging.

      Für die meisten der Betroffenen ab Altersgrenze 45+ endete damals die „Erwerbsbiographie“ oder glitt ab in eine Abfolge von Demütigungen bis zum Renteneintritt.

      Hier läuft gerade die Ausstellung „Architektonische Agonie in Licht und Schatten“. Mit etwas Abstand findet man sich in seiner kurzen Lebensspanne hineingeworfen in ein herrliches Zeitalter permanenter Revolutionen. Warum das nicht annehmen und das beste draus machen?

      Was ist denn schlimm an „Vertikaler Integration“ und Dienstleisterexistenz? An fremdbestimmter, abhängiger Beschäftigung? Wer A wie Kapitalismus westlicher Prägung sagt, muss auch B wie Monopolbildung, Finanzoligarchie und Neo-Feudalismus sagen. Da ist am Ende fast niemand mehr Herr oder Frau über die eigene Zeit.
      Das ist einfach die Konsequenz der vorherrschenden Ideologie, dass Geld, Boden und Arbeitskraft Waren sind die man ganz normal handelt. (Nachzulesen bei Karl Polanyi). Dass man sein Geld am Aktienmarkt für sich „arbeiten“ lässt, dass man lebt um zu konsumieren und wegzuwerfen.

      Bevor man nicht über das ganze Bild spricht, bleibt doch alles immer nur armselige Rechthaberei auf dürftiger Grundlage. Meine Meinung…

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      • Reinhard Seevers sagt

        Stadtmensch, wenn man so denken will und kann, dann ist man entweder materiell abgesichert oder es ist einem egal, wie man durchs Loch kommen wird.
        In unserem System ist die finanzielle Sicherheit der Maßstab für die Freiheit. Ohne Moos nix los. Und wer viel hat, der hat noch mehr Freiheiten sich ein schönes Leben gönnen zu können.
        Da der Mensch ein schwaches Wesen ist und das „Ich“ es nicht dauerhaft schafft zwischen dem „ES“ und dem „Über-Ich“ zu vermitteln, deswegen überwiegt häufig das „Es“.
        Der Kollektivistische Ansatz funktioniert ja auch nur durch Zwang, Regulierung und Kontrolle…..da ist auch nur der frei, der die Macht über die drei Dinge inne hat….also, was sollen wir wollen?

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        • Stadtmensch sagt

          „also, was sollen wir wollen?“

          Ist ja schonmal gut, dass sich einige Leute diese Fragen überhaupt noch stellen.
          Übrigens sind die empirischen Befunde von Großmeister Freud von der modernen Neurobiologie großteils überholt und widerlegt.

          „oder es ist einem egal, wie man durchs Loch kommen wird.“

          Genau, wir wollen leben und nicht überleben! Wir schauen uns also an, was der kumulierte Wählerwille, der sich Parteiprogrammen manifestiert, für unsere einzige Ressource (Kinder und deren Befähigung) so übrig hat. Na gute n8 und kee bedde…

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          • Reinhard Seevers sagt

            Stadtmensch, sag mal….gibt es eigentlich so etwas wie eine Wunschwelt, oder ein Idealwesen dem du entsprechen wollen würdest oder welche du der Menschheit gerne zuweisen möchtest? Oder bist du ausschließlich negativ unterwegs? Ich meine, irgendeinen profanen irdischen Programmierfehler musst du doch auch haben…..raus mit der Sprache! 😆

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              • Reinhard Seevers sagt

                Neeee, das glaub ich nicht…..der Stadtmensch ist ein „Guter“. Er will nur nicht einer Meinung, Ideologie, Richtung etc. das Wort reden. Er ist ein Freigeist und gleichzeitig ein „Suchender“, so meine Interpretation.

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              • Thomas Bröcker sagt

                @evonik
                Jeder Gedanke, der am System der unkontrollierten Geldvermehrung kratzt wird als Angriff auf das „Wertesystem“ diskreditiert. Dabei ist es genau dieses System, das in schöner Regelmäßigkeit in der Diskrepanz von parasitärem Einkommen ohne Leistung Macht- und Kaufkraftzuweisung an einige Wenige explodieren lässt. Wenn die dem gegenüberstehenden Schulden nebst Zinsen nicht mehr bedient werden können … ist auch egal, alle Sachwerte werden soweit wie möglich aufgekauft … und dann lässt man es halt knallen. Da stehen wir schon wieder kurz davor.

                Lohnt es sich etwa nicht über Alternativen nachzudenken ? Wir produzieren auf Deibel komm raus Konsumartikel um sie dann großteils möglichst schnell wegzuwerfen. Wenn da das Wachstum kippt, bauen wir eben Zeugs um uns möglichst effektiv gegenseitig umzubringen. Das sind gesetzmäßig wiederkehrende Zyklen, aus denen wir regelbasiert raus müssen ansonsten ist jedes Gerede von der „Zukunft unser Kinder und Enkel“ der blanke Zynismus.

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                • evonik sagt

                  Ich habe doch nichts gegen Alternativen. Bin ja selber auf der Suche, bzw. nach Bestätigungen für meine Vorstellungen.
                  Mich gruselt nur vor roten Tendenzen.

                  Nach meinen Beobachtungen führt rote Politik zu Faulheit und Dummheit.
                  Ganz aktuell haben wir ja wieder PISA-Krise. Konnte man doch vor schon 20 Jahren beobachten, dass in dauerhaft rot regierten Regionen immer die Schüler schlechter waren als in den schwarzen. Und in BaWü waren nach einer Legislatur Grün/Rot die Schülerleistungen von der Spitze ins hintere Mittelfeld versunken. Und Kretschmann ist auch noch studierter Lehrer.
                  Was ich schon mal geschrieben habe:
                  Die schlechten Pisa-Ergebnisse sind überwiegend Folgen des Feminismus. Jeder „spinnerten“ Frau hat man auch noch Rechte eingeredet. Der Feminismus wurde zuerst von den Grünen und dann von den Roten gefördert. Als die CDU dann massiv Stimmen von Frauen verloren hatte hat man die Merkel installiert. An das Thema wird sich von unseren Dämmergraden aber niemand ran wagen und deshalb sehe ich sehr schwarz für die Zukunft unserer Kinder.

                  Die Aufrüstung sehe ich positiv. Ich denke es geht den Europäern darum, die Besatzungsmacht los zu werden. Die ersten 100 Millionen Sondervermögen für die Bundeswehr wurde ja kurz nach der Sprengung der Pipes im Norden aufgenommen.
                  Die Amis würden einen Krieg in Europa locker hinnehmen. Wir müssten dann ja z,B. auch Waffen bei denen kaufen. Jetzt kaufen wir ne Menge F 35 und müssen die Amis fragen, ob wir sie einsetzen dürfen. Armes Europa! Den Niedergang Europas haben wir hauptsächlich den Kommunisten und Sozialisten, die in vielen europäischen Ländern regiert haben, zu verdanken.
                  Die Roten haben eine angenehme Ausstrahlung. So Richtung Liebe. Ich vermute der Merz ist darauf reingefallen und in der Folge wird seine Politik linker.

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                • “ Dabei ist es genau dieses System, das in schöner Regelmäßigkeit in der Diskrepanz von parasitärem Einkommen ohne Leistung Macht- und Kaufkraftzuweisung an einige Wenige explodieren lässt. “

                  Ich habe keine Ahnung, was parasitäres Einkommen sein soll. Für mich ist ein solcher Blick auf andere Menschen auch inakzeptabel.
                  Dass die Einkommensverteilung in unserem Land besonders ungleich ausfällt, kann ich nicht erkennen.

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      • Bauer Willi sagt

        @Stadtmensch
        Nichts ist schlimm an „Vertikaler Integration“. Die Geflügelbranche fährt sehr gut damit. Und auch Dienstleistung ist in Ordnung. Hier in der Nähe ist ein Betrieb, der sich als Erlebnisbauernhof vermarktet. 5 km bis zum Kölner Dom, also 1 Million potentieller Kunden.

        https://erlebnisbauernhof-gertrudenhof.de/

        Gnadenhof und Foodsharing darf nicht fehlen. Blühwiesen-Patenschaften sowieso. Gestern war er im WDR TV mit seinem Kürbismarkt. Dem ist egal, wie der Weizenpreis sich gerade entwickelt.

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  13. Rathje Clasen sagt

    Landwirtschaft ist einer der naturverträglichsten Berufe überhaupt, schwarze Schafe gibt es auch da natürlich immer.
    Naturzerstörend ist schlimmer:

    Ich denke da gerade an versiegelte Industriegebiete mit ihren Arbeitsplätzen und
    all die Verwaltungstempel, damit dieses Land funktioniert.

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    • Die heutigen Landwirte bewirtschaften so naturnah wie möglich.
      Man denke nur an die vielen staatlichen Auflagen und den integrierten Pflanzenschutz.

      Der einfache Städter weiß das nicht mal.

      Interessierte erkundigen sich.

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