Ein Gastbeitrag von Arnold Krämer
Der Ärger über Politik, auch Agrarpolitik ist weit verbreitet. Die Diskutanten nicht nur hier im Blog von Bauer Willi liefern dafür regelmäßig die entsprechenden Beispiele und Belege. Die spürbare Verdrossenheit im Berufsstand, Folge von Ermüdung, Frustration und Desillusionierung, hat seine Gründe, auf die nachfolgend näher eingegangen werden soll.
Die Anregungen dazu stammen aus einem Artikel der Monatszeitschrift Cicero,
„Magazin für politische Kultur“.
https://www.cicero.de/wirtschaft/linke-wirtschaftspolitik-bis-zum-bitteren-ende.
Die Überschrift meines Beitrags stammt dagegen von dem renommierten Göttinger Agrarökonom Prof. Dr. Günther Schmitt. Dieser hatte 1984 in der Zeitschrift „Agrarwirtschaft“ die fehlende Berücksichtigung volkswirtschaftlicher und wohlfahrtsökonomischer Aspekte in der Gestaltung der EU-Agrarpolitik beklagt. Er hoffte, dass „die Interessen weniger [damals aber] einflussreicher Gruppen zurückgedrängt werden“ und sich „soziale Gruppen finden, die den Auffassungen von Agrarökonomen innerhalb des demokratischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse die notwendige politische Legitimation vermitteln“. Sein Wunsch ist nicht in Erfüllung gegangen.
In den letzten Jahrzehnten haben sich unbestreitbar wichtige zusätzliche Erkenntnisse rund um das Thema Landwirtschaft ergeben. Deshalb bestimmen in der EU- und in der Berliner Agrarpolitik nicht wie gehofft, ökonomische Aspekte das Politikgeschehen, sondern überwiegend ökologische Themen wie z.B. Klima, Biodiversität, Tierwohl. Viele neue „soziale Gruppen“, die sich in der Zwischenzeit in Hülle und Fülle in NGO’s gefunden haben, treiben mit diesen Inhalten Politik, Wissenschaft und Medien vor sich her oder haben sogar von ihnen „Besitz ergriffen“. Die Feststellungen von Prof. Schmitt von vor rund 40 Jahren sind heute grundsätzlich dieselben, werden aber offensichtlich nur von der unmittelbar betroffenen Berufsgruppe, den Landwirten, genauer gesagt sogar nur Teilen davon, so gesehen und so formuliert.
Die Chance, die Agrarpolitik heute in angemessener Weise neu, d. h. ökonomisch
rationaler auszurichten, ist trotz vielfacher Absichtserklärungen nach wie vor gering.
Große Teile von Parteien, Mainstream-Wissenschaft, Medien und Kommissions-
Apparat „marschieren nach wie vor im „ökologischen Gleichschritt“, auch wenn
dieser angesichts krisenhafter ökonomischer Erscheinungen nicht mehr so „zackig“
ist wie vor der Corona-Krise und dem Ukrainekrieg.
Agrarpolitik sinnvoll zu gestalten und zu organisieren ist in Deutschland grundsätzlich sehr schwierig. Da sind einerseits die historisch bedeutsame EU-Ebene, der Bund mit nationaler Gesetzgebungskompetenz aber wenig eigener Agrarverwaltung, die Länder mit wesentlichen Teilen der Agrarverwaltung und die kommunale Ebene mit ihren nicht zu unterschätzenden Planungsinstrumenten, aber auch eine strukturell außerordentlich und zunehmend differenzierte Landwirtschaft. Andererseits will Agrarpolitik nicht nur Rahmenbedingungen (Leitplanken) für die (Land-) Wirtschaft formulieren, sondern auch die Produktionsprozesse selbst lenken und steuern. Es geht ihr dabei nicht nur um „Produktqualität“ und Produktsicherheit im weitesten Sinne, sondern im Interesse mancher gesellschaftlicher Gruppen auch um „Prozessqualität“, also die Art und Weise und die Dokumentation wie Ackerfrüchte, Milch, Eier und Fleisch produziert werden.
Dass bei letzterem, aber nicht nur dort, mittlerweile maßlos überzogen wurde, werden alle Betroffenen in der gesamten Wertschöpfungskette fast uneingeschränkt unterschreiben. Die negativen Auswirkungen erfordern deshalb dringend „Reparaturbetrieb“ durch die Politik aber auch durch die teilweise nicht „unschuldigen“, an Fehlentwicklungen beteiligten, Wirtschaftsakteure. Absichtserklärungen durch die jetzige CDU-geführte Bundesregierung gibt es zwar, stoßen aber auch an Grenzen und auf Widerstand.
Dafür sind vier Gründe zu nennen:
1. Auf allen bereits genannten politischen Ebenen hat es die vielleicht noch
marktwirtschaftlich und ökonomisch orientierte CDU/CSU mit SPD und
Grünen zu tun, deren Markenkern Umverteilung, aber vor allem (auch bei der
SPD) Umweltschutz und Ökologie sind. Bestimmte im weitesten Sinne
ökologische Positionen zu räumen, wäre so etwas wie Selbstaufgabe und
würde die immer angestrebte Wiederwahl und damit verbundenen
Machterhalt gefährden. Umgekehrt gilt dies bei bestimmten Themen aber
auch für CDU und CSU.
2. Politische Entscheidungen produzieren immer Gewinner und Verlierer.
Interessengruppen, die den Zugang zu den politischen und sonstigen
Entscheidungsträgern suchen (und finden), sind jeweils dem einen oder
anderen Lager zuzuordnen. Sie argumentieren dabei oft nicht einmal offen für
ihre Gruppe, sondern versuchen, „das Gute für alle“ hervorzuheben. Das wird
besonders deutlich, wenn man sich jetzt z. B. den Vorschlag des BUND zur
Neuorganisation der EU- Prämienzahlung und zugehörige Diskussionen
anschaut. https://www.agrarheute.com/politik/basispraemie-ueberfluessig-
brandgefaehrliches-spiel-naturschuetzer-642420
3. Rund um das landwirtschaftliche Regelungswerk sind zum Teil über
Jahrzehnte Institutionen, Verwaltungsapparate und Profiteure (Stichwort u.a.
NGO’ s) im wirtschaftlichen Umfeld der Landwirtschaft entstanden, die ein
Interesse am Selbsterhalt haben oder sogar an Bedeutung zunehmen wollen.
Nicht selten erfahren Letztere sogar finanzielle Unterstützung als reiner
Interessenverband durch den Steuerzahler. Wer dazu mehr wissen will, richte
einfach einmal folgende konkrete Frage an ChatGPT: „Welche NGO‘s
bekommen staatliches Geld und verwenden dieses zumindest teilweise für
politische Interessenvertretung zur Änderung der EU-Agrarsubventionen?“
Einen nicht unbedeutenden Anteil an Fehlentwicklungen hat aber auch der
Berufsstand selbst. Er unterwirft sich in großen Teilen aus Gründen der
Marktabgrenzung in überfüllten Märkten (Stichworte: Eigenkontrollsystem,
Siegel, QS, ITW,) freiwillig zusätzlichen wirtschaftsinternen Vorschriften und
muss sich deshalb nicht darüber beklagen, dass immer mehr Bürokratie ohne
wirtschaftlichen Nutzen entsteht.
4. Narrative der Ökologie sind wirkmächtiger als nackte ökonomische Fakten.
Mit dem Schlagwort „Vergiften uns die Bauern?“ oder dem Bild vom
Nutztierhalter als Tierquäler konnte man z. B. in der Vergangenheit wesentlich
mehr Wähler vor allem in den Städten für sich gewinnen als mit Hinweisen auf
die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft für den vor- und
nachgelagerten Sektor im ländlichen Raum. Dass Landwirte auch
nennenswert Steuerzahler (Einkommensteuer, Gewerbesteuer) sind, ist vielen
Menschen unvorstellbar, weil man ihnen jahrzehntelang das Narrativ vom
Landwirt als Subventionsempfänger eingetrichtert hat. Dabei sind
Transferzahlungen mittlerweile so transparent, dass sie meist schlichtweg
weitergeleitet werden (müssen) z.B. an Verpächter oder bei Investitionen an
die Firmen, die die Investitionsgüter bereitstellen. Und sind die hohen
Subventionsanteile im Einkommen von Ökobetrieben nicht letztlich
Subventionen für die Konsumenten von Ökoprodukten? Viele Narrative haben
es geschafft, die ökonomische Wirklichkeit über einen langen Zeitraum zu
verdrängen. Jetzt wird es sehr schwierig, sie angesichts der erkennbaren und
spürbaren Krise zurückzudrängen.
Fazit:
Mein Urteil fällt sehr pessimistisch aus: Der Weg der Landwirtschaft in eine noch
tiefere ökonomische Krise ist kaum mehr aufzuhalten. Eine Agrarwende fordern
weiterhin vor allem jene, die eine wirtschaftlich ausgerichtete konventionelle
Landwirtschaft ablehnen. Die notwendige „Entfesselung“ des Sektors findet
dagegen nur wenig Gehör. Der Deutsche Bauernverband setzt wie gewohnt auf
staatliche Unterstützung, während alternative Berufsverbände wie AbL und LSV
vor allem bestehende Strukturen bewahren wollen. Spürbarer Handlungsdruck
wird wohl erst entstehen, wenn Staat und Bürger ernsthaft an ihre finanziellen
Grenzen stoßen.
Gastartikel stellen die Meinung des Autors dar


Wieder mal ein super Beitrag, Danke Bauer Willi 🙏.
Zum Thema NGOs sollte man vielleicht mal drehen, denn nicht „die Bauer vergiften“ , so dern vorallem viele NGOs vergiften das Klima,, mit ihren ewigen Spaltungsaktionen, einseitigen Info- und Propaganda Kampagnen, mit Hetzr und Lügen (s. Düngen, Wolf, Fleisch,…), NGOs vergiften das Klima, zwischen Stadt und Land, das Klima von Zusammenhalt 🙏
Das Fazit von AK „Spürbarer Handlungsdruck wird wohl erst entstehen, wenn Staat und Bürger ernsthaft an ihre finanziellen Grenzen stoßen.“ sowie seinen Aussagen zu NGOs treffen den Kern der Herausforderungen in D für Politik auch die Agrarpolitik die aber immer unwichtiger wird angesichts der Entwicklungen.
2025 waren rund 46,0 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Im Vorjahr 2024 gab es so viele Erwerbstätige wie noch nie seit der deutschen Vereinigung 1990.
Beschäftigungszugewinne ausschließlich in Dienstleistungsbereichen dort waren 34,9 Millionen = 75,9 % aller Erwerbstätigen beschäftigt, 164 000 mehr als 2024. Rückgang im Produzierenden Gewerbe um 166000 Erwerbtätige auf rund 10,5 Mio = 22,8% aller vs 23,2% in 2024. Nur 1,2 % der Erwerbstätigen 562 000 Personen arbeiteten im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei. Ein erneuter Rückgang analog der vergangenen 30 Jahre. Interessant die destatis Grafik Erwerbstätigkeiten nach Wirtschaftsbereichen seit 1991.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/01/PD26_001_13321.html
lt einer BMEL Statistik arbeiteten in 2023 875.900 Personen in der Landwirtschaft davon 398.300 Familienarbeitskräfte, 234.800 Angestellte und 242.800 Saisonarbeitskräfte, die zeitweise bei der Ernte mithelfen. 1991 waren es 1,8 Mio und 2010 1,1 Mio. Als Grund für den Rückgang um die Hälfte wird technischer Fortschritt genannt. Die Grafik in der BMEL Statistik zeigt nochmal im Detail die Entwicklung seit 1991.
https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/landwirtschaftliche-arbeitskraefte
thematisiert wurde von AK als auch in den Kommentaren das Thema NGOs. Zu den Beschäftigten bei NGO`s habe ich nur aktuelle Zahlen aus 2025 gefunden.
In Deutschland sind 536.240 Personen bei 15.944 erfassten NGOs tätig also fast so viele wie in der Landwirtschaft ohne Saisonarbeitskräfte. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis es in diesem Geschäftsbereich mehr Beschäftigte als in der Landwirtschaft gibt. Da ein grosser Teil dieser Angestellten wohl mit öffentlichen Geldern bezahlt wird ist es natürlich logisch das diese Organisatonen (Bsp BUND Forderungen) versuchen Geld auch im Agrarbudget (GAP) abzuschöpfen um weiter zu wachsen. Mal sehen wie lange dies mit noch mehr Steuergeldern möglich ist. Interessant ist in der listfix Statistik auch die Aufgliederung nach Tätigkeitsbereich, Bundesländern, Unternehmensgrössenklassen und Rechtsformen.
https://listflix.de/unternehmen/statistiken/ngo-report/
neben den NGOs die sich über diverse Wege auch mit Steuergeldern bzw Steuergeschenken finanzieren hat der Staat noch 5,5 Mio Beschäftigtete seiner eigenen Organisationen zu finanzieren. Dazu gehören auch Pensionärinnen und Pensionäre deren Zahl sich in den vergangenen 30 Jahren mehr als verdoppelt hat.
https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Oeffentlicher-Dienst/_inhalt.html
Danke für die umfangreiche Recherche!!!
Was die Wertigkeit der deutschen LW in unserem Staat betrifft, zeigte die Klausurtagung unserer Politgranden in Neuhardenberg vergangene Woche! Wo war unser LW-Minister ( auf den Pressefotos nicht: OTZ )!Man hat über die Wirtschaft gesprochen aber kaum über die Landwirtschaft, obwohl die alle sich davon ernähren…Oder habe ich da was verpasst? War eine Woche in SH…
@ Thomas Bröcker
„Beide Systeme (öffentliche Verwaltung und NGO´s) sind inzwischen in einer unheilvollen „Symbiose“ beziehungsweise in einer Phase der „Parasitierung“ der jeweils anderen Seite.“
Die Leidtragenden sind schon jetzt alle Dritten in der Realwirtschaft und insbesondere die in der Landwirtschaft.
Die Betroffenheit der Landwirtschaft ist besonders groß, weil
1. dieser Wirtschaftssektor in aller Öffentlichkeit produziert
2. seine Wirtschaftsweisen Emotionen auslösen
3. seine Produkte nicht knapp, sondern immer noch besonders reichlich vorhanden sind
4. und jeder glaubt, etwas von den Dingen zu verstehen
Die politisch Verantwortlichen werden die Situation aus den von mir genannten Gründen in absehbarerZeit nicht auflösen können. Dafür sind sie zu schwach und viel zu sehr mit sich selbst und den Symptomen vieler Fehlentwicklungen beschäftigt. Man will ja nicht Probleme lösen, sondern „die Demokratie retten“.
Das kommt dem eigentlichen Problem etwas näher. Die Demokratie sollte bewahrt werden, die Politik sollte nicht ausschliesslich verteufelt werden…da ist Vieles gut gemeint, nur schlecht umgesetzt. Dafür ist der gesamte Beamten- und Verwaltungssektor völlig aus dem Ruder gelaufen. Faktisch automatisierte Beförderung und Gehaltssteigerungen haben sich zu einer nie gekannten Machtorgie entwickelt. Entscheidungen werden in der Ich-Form formuliert, bei Einspruch, getreu dem Motto: eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, von einer nächsten Stufe bestätigt…und wer will (und kann?!) sich schon ständig mit der Verwaltungsgerichtsbarkeit auseinandersetzen…Ich habe selbst erlebt, wie Politiker, die „was anderes“ wollten, gepflegt von diesen Spezies auf das Gesetzgebungsverfahren und deren schön langsame Umsetzung verwiesen wurde. Genau diese Kruste liegt über D!
Bürokratie schafft Transparenz und Rechtsstaatlichkeit. Das kostet genau so viel wie Deregulierung. Um in einer deregulierten Umgebung wirtschaften zu können, musst du alles mit Juristen durchsetzen und da gewinnt der mit den exklusivsten. teuersten Rechtsverdrehern. Das geht echt auf den Magen, wenn Recht vom Geldbeutel abhängt.
Die Landwirtschaft hat leider Pech, weil sie nicht ohne Weiteres ihren Standort verlagern kann. Und dass sie Maßnahmen zum Erhalt der Ökosystemdienstleistungen, Klimawandelanpassung, Durchfüttern von nichtsnutzigen Tierarten nebenbei selbst finanzieren soll. Ich verstehe den Frust.
Ich frage mich auch, was Stallbauarchitekten machen, wenn sie ihre Expertise im Behördendschungel nicht mehr versilbern können.. oder Steuerberater…abwink.
Wann begreift man, dass es in der Natur keinen Sinn und Zweck gibt?
Umarmt das Chaos!
Lese gerade: Passt irgendwie! Island will nicht in die EU! Warum? Schutz der Fischereirechte und der eigenen LW!!! Eine sehr richtige Entscheidung zum Schutz der eigenen Souveränität des Landes in diesem für Island wichtigen Bereiches! Wozu auch eine ständige Erweiterung des Staatenverbundes?
Das als kleine Ergänzung zum Artikel von A.K. wie man LW in Europa zukunftsfähig gestalten kann…
War auch mein erster Gedanke. Gut gemacht Island
wenn Förster und Ranger unsere Landschaftspflege übernehmen, dann erzeugen wir keine Lebensmittel mit den grössten Auflagen für Gesundheit und Umwelt mehr.
Dann holen wir sie alle aus dem Auskand, wo weniger diese Auflagen sind.
Ist das gesünder?
Die Zuckersteuer wird erhoben, damit die Ärzte nicht mwhr so über Übergewichtige und Fettlebern klagen müssen.
Kostet den KK zu viel.
Wenn Zuckersteuer bezahlt werden muss,
dann überlegt sich CocaCola und Ferero, Naschwerkhersteller und andere Zuckerhaltige Produkthersteller, ob sie Produkte mit weniger Zucker bei gleichen Aroma herstellen können.
Inga, du hast es erkannt, lol, Prof. Roeb hatte es doch gesagt, in D, A und CH brauchen wir keine Landwirtschaftliche Lebensmittel-Produktion, wozu auch auf doch sooo vielen unwirtschaftlichen Flächen. Und Prof. Dr. Günther Schmitt hatte doch 1984 schon erkannt und beklagt dass volkwirtschaftliche Grundsätze im Denken auf EU-Ebene fehlen.
Bei der großen Mehrheit der Deutschen Politiker ist solches erst gar nicht vorhanden, da sie (überwiegend Juristen) niemals die BWL- undVWL-Grundlagen während ihres Studiums kennenlernen konnten, weil dieser Stoff für diese „Ebenen“ nicht relevant erscheinen mag. Und Inga , Hand aufs Herz, ich kenne keinen Förster der Landschaftspflege kann, wie den auch bei dem Studium??? Und Ranger brauchen wir auch nicht bei uns, lass diese Typen drüben über dem großen Teich, wo sie enstanden und der Begriff geboren wurde.. Wir, die Landwirte und Bauern können Traktor fahren und mit denen auch umgehen und in der Regel mit dem angehängten Mulcher den Grünaufwuchs niederhalten. Siehe mein Kommentar. Winzer können auch nicht nur in der Ebene mit ihren kleinen Schleppern fahren sondern auch in Hanglagen und Steillagen und wenn sie mit Verstand und guten Nerven ausgestattet sind und ein wenig aufpassen überleben sie das und können alt werden.
Ja richtig.
Den Teil der Landwirtschaft müssten dann die beamteten Ranger auch noch lernen.
Inga, ich habe dich schon mal gefragt in welchem Land du lebst, und das ist ernst gemeint denn wir brauchen keine „Reintscher“ kapiere das doch bitte, bitte. Und ja es ist schwer vorstellbar wenn meine damalige Idee umgesetzt werden würde (Landwirte und die o.g. Berufe als Beamte mit Gehalt und Urlaub und geregelter Arbeitszeit und den Pensionsansprüchen etc. etc. etc.) und da gibt es doch keine Ausgleichszahlungen und Prämien und den ganzen Wust an Bürokratie mehr.
Und noch was, da wäre noch der weise Spruch der Cree (nordam. Ureinwohner)
der endet so: ….. dann werden sie bemerken dass man Geld nicht essen kann…..
wenn die beamteten Ranger, ehemalige Bauern die Landschaft pflegen, brauchen wir keine Landwirtschaft mehr..
Die vielen Subventionen sparen wir auch.
Bis jetzt machen es die Bauern so nebenher mit.
Na ja mit Auflagen, wofür sie Subventionren bekommen.
Na Inga ich hasse es immer noch wenn du diesen blödsinnigen „Ranger“-Begriff verwendest. Natürlich könnten die Bauern weiterhin die Landwirtschaft betreiben aber mit Beamtenvergütung und allem was dazugehört. Das wäre nicht gut weil eben zu teuer und deshalb meine Idee (eigentlich die vom dicken Helmut) wir machen aus D eine grüne Oase inmitten Europa, natürlich könnte man auch gigantische Flächen mit Blumensamen aussäen und da sind wir wieder beim dicken Helmut und er hätte mit seinen „blühenden Landschaften“ die die im Osten sehen werden endlich Recht gehabt…. Wenn du zur Zeit der Rapsblüte im Ossiland unterwegs bist siehst du sie schon heute, aber wie so oft sehen manche vor all der vielen Bäumen keinen Wald mehr.
Und du hast uns/mir immer noch nicht verraten wo du lebst. Ich werde es nicht weitersagen, versprochen wir sind ja hier unter uns…
Ich wollte nur fragen, Martin,
was billiger ist,
die Subventionen für die Bauern, die dafür verpflichtet werden, nebenher die Landschaft pflegen, oder die beamteten Ranger, die die Aufgabe der Pflege übernehmen, falls es keine Lanfwirtschaft in Deutschland mehr gibt.
Nur weil der Herr Roeb Professor ist, muss es ja nicht bedeuten, dass er Ahnung hat. Die Zeiten ändern sich und neuerdings können auch Leute ohne nennenswerte akademische Meriten berufen werden ( s. Frau Baerbock).
Dem Herrn Professor scheint offensichtlich entgangen zu sein, dass das erweiterte Agribusiness 2024 rund 5,3 Millionen Arbeitsplätze, entsprechend etwa 11,6 % aller Arbeitsplätze in Deutschland umfasste. Natürlich kann man hingehen und Flächen versiegeln mit Einrichtungen für Tourismus, Altenpflege, Einfamilienhäusern, Rechen- und Logistikzentren, Gewerbeparks, Straßen…. also eine Entfesselung loslassen, aber es zerstört unwiederbringlich eine regenerative (solar angetriebene) Wertschöpfung, Bin einigermaßen fassungslos.
🥴….was laberst du da eigentlich? Tabletten einzuwerfen vergessen?🤗
Nicht aufregen, denk ans Cortisol!
https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20200311-lebensmittelwirtschaft-aktuelle-branchenzahlen-infografik-video-veroeffentlicht
@Stadtmensch, wir aus der Lw-schaft wissen sehr wohl wer alles partizipiert an unserem Schaffen und Wirken und wie das „Gemeinwohl“ bei uns stark verwurzelt ist. Das ändert aber nichts an der Einstellung der Regierenden und sehr großer Teile des Pläbs oder Volkes und allen die meinen sie gehören nicht dazu.
Antwort für Reinhard
Ich halte die die Existenz von „marktfernen“ Lobbygruppen ((Umweltschutz-NGO) für ein Symptom einer noch nicht ganz toten Demokratie.
Es heißt, sie wären so eine Art Frühwarnsystem für bedenkliche Tendenzen, die nun mal beim fröhlichen Wettlauf in Richtung Unbewohnbarkeit des Planeten entstehen.
Die andere Krux, also der sich selbst legitimierende, absichtlich ineffizient gehaltene Verwaltungsapparat ist in meinen Augen bloß Symptom der Krisenhaftigkeit des aktuellen Wirtschaftssystems.
Die sog. Realwirtschaft bietet schlicht keine auskömmliche Beschäftigungsmöglichkeit für all die Menschen, die ein hohes Gehalt beziehen und effektiv kaum zum gesellschaftlichen Wohlstand beitragen (dürfen).
Natürlich kann man wie in Argentinien kurzen Prozess (Befreiungsschlag) machen, aber das ist eher ungünstig für den Zusammenhalt (Assabiyya) und der ist ganz wichtig bei Großen Sprünge, wie sie eventuell notwendig werden.
Zusammenhalt (Assabiyya
Ich frage mich momentan warum der Stadtmensch hier noch das arabische Fremdwort anhängt.
Wahrscheinlich will ersiees sich als besonders gebildet darstellen damit das dumme Volk beeindruckt ist und ihmihr folgt.
Im Islam wird die Assabiyya eher kritisch gesehen:
https://www.igmg.org/hutba-die-gefahren-der-asabiyya/
Wir Deutschen sollten da auch besonders vorsichtig sein. Vor 100 Jahren den Braunen nachgelaufen, dann den Siegermächten und heute- weil auf brauner Erde grüne Pflanzen wachsen- den Grünen.
„weil auf brauner Erde grüne Pflanzen wachsen- den Grünen“
Hat halt jeder so sein „ceterum censeo“…
Um den Begriff Asabiya und seine Kultur evolutionäre Bedeutung richtig einordnen zu können, reicht es bei weitem nicht, ihn einer KI vorzuwerfen. Ich empfehle als Einstieg: „Tagebuch der Menschheit“: 272-275, 295, 408-410, 417, 427, uswusf…
Ansonsten natürlich guter Punkt vom Imam: die glaubensstarken Zeitgenossen haben da offensichtlich etwas falsch verstanden, wenn sie hierzulande mit Messern und Äxten aufeinander losgehen.
Für meine These von den grünen Pflanzen auf brauner Erde habe ich ein weiteres Indiz gefunden:
Der Mann von der Kandidatin der Grünen war Neonazi:
https://www.focus.de/politik/deutschland/mann-von-top-gruener-war-neonazi-es-war-eine-lebenswelt_bf80de6a-8682-465a-b23d-75acb2075e76.html
Nach 45 waren auch keine N…. mehr da oder man sah einfach keine mehr oder so. Und alle wurden sie die besten Demokraten forever denn sie waren entn……..t worden nur im Osten hat man das nicht bemerkt. Warum auch immer und ausserdem hat doch jeder das Recht alles zu sagen was er denkt und auch das Recht seine Meinung zu ändern und aus seinen Fehlern in der Jugend zu lernen und so weiter und so fort. Ich muss aufhören sonst falle ich in ein falsches Licht und ihr denkt was hat der eingeworfen….
„nur im Osten hat man das nicht bemerkt“ Der wa gut!
„Braunbuch: Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und Westberlin – Staat, Wirtschaft, Verwaltung, Armee, Justiz, Wissenschaft“
Aber macht euch keine Sorgen! Die Soziologie wieder mal…
Hat rausgefunden, dass wir uns heutzutage „nur“ noch mit 3,5% hardcore Neonazis rumärgern müssen: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/vortrag-warum-waehlen-so-viele-deutsche-die-afd
Mehrheit der AfD Wähler findet Demokratie – also aktuell zu Text geronnene Machtverhältnisse – akzeptabel.
Die Wohlgesinnten ( Jonathan Littell) der Republik sind in der Mehrheit – auch gruselig.
@stadtmensch: für eine kurze Reaktion beschreibt dein Kommentar zu viel Konfliktpotential auf einmal. Deshalb zwei Antworten.
„Ich halte die die Existenz von „marktfernen“ Lobbygruppen ((Umweltschutz-NGO) für ein Symptom einer noch nicht ganz toten Demokratie.“
Die Aussage ist prinzipiell richtig, wenn man noch davon ausgeht, dass wir uns in einer funktionierenden Demokratie befinden. Zur Wahrheit gehört nämlich auch, dass diese NGO´s sich auch zu Konzernen entwickelt haben, deren Selbstzweck in großen Teilen die Erzielung von Einnahmen ist um teure Chefetagen und ein teures (möglichst voluminöses) Beschäftigungssystem für ebenso viele Bullshit Jobs wie in der öffentliche Verwaltung organisieren („Angstindustrie“, „Mitleidsindustrie“)
Beide Systeme (öffentliche Verwaltung und NGO´s sind inzwischen in einer unheilvollen „Symbiose“ beziehungsweise in einer Phase der „Parasitierung“ der jeweils anderen Seite.
Das ist inzwischen ein (gewollter) Gordischer Knoten, an dem beide Seiten verzweifeln, oder gleichgültig werden und sich mit der guten Futtersituation an den üppigen Fleischtöpfen beider Seiten arrangieren.
Diese Situation der genseitigen Lähmung führt auch zur Demokratie- und Politikverdrossenheit vieler Menschen. Es ist Zeit für ein neues Modell zur Organisation des Zusammenlebens … ich sehe aber keins am Horizont, sondern eher einen Trend zur Selbstzerstörung.
In so einer Situation zerfleddert der gesellschaftlich Zusammenhalt in Partialinteressen und Rückzug ins Private. Nur wird das „Private“ beim momentan mit Händen zu greifenden Trend zum „Großen Knall“ nicht verschont bleiben.
Danke. Für mich ist es schon mal ermutigend, dass es da draußen noch Leute zu geben scheint, die noch nicht resigniert haben. Die Neuorganisation des Zusammenlebens wollen ja „beide Seiten“: die einen sagen „ihr müsst so weiter machen wie bisher – nur härter, schneller, länger, weiter“ und die anderen sagen: „es reicht langsam, der Laden ist so dermaßen aus dem Gleichgewicht in jeder Hinsicht, lasst ihn fallen“. Die Bewohner dieses Landes sind im Schnitt so dermaßen reich, ich weiß nicht warum die ständig vom „Überleben“ reden. Dann müssen wir eben den Uferrandstreifen mit umpflügen und die Flächenversiegelungsrate erhöhen. Das wird uns retten.
Dieser Staat verteilt „Wohltaten“ in alle Richtungen auch der Wirtschaft selbst, läuft aber Gefahr diese Wohlaten nicht länger bezahlen zu können, weil
1. Die Steuerbelastungen die wirklich Wertschöpfenden der Realwirtschaft demotivieren
2. Die Wertschöpfungspotentiale immer mehr beschnitten werden.
3. Die Ansprüche nicht stagnieren oder geringer werden (können), sondern wachsen
Das Selbstverständnis von Politik und seinen Aufgaben gehört auf den Prüfstand
@stadtmensch
„Die andere Krux, also der sich selbst legitimierende, absichtlich ineffizient gehaltene Verwaltungsapparat ist in meinen Augen bloß Symptom der Krisenhaftigkeit des aktuellen Wirtschaftssystems.
Die sog. Realwirtschaft bietet schlicht keine auskömmliche Beschäftigungsmöglichkeit für all die Menschen, die ein hohes Gehalt beziehen und effektiv kaum zum gesellschaftlichen Wohlstand beitragen (dürfen).“
Auch das ist nur ein Produkt gegenseitiger Lähmung, dem versucht wir mit immer mehr Personal und Detailsteuerung entgegenzuwirken.
Wir hatten am Freitag einen Vor-Ort Termin zu den aktuellen Problemen in Gartenbau und Landwirtschaft mit unserer Landwirtschaftsministerin.
Sie kommt ja aus der landwirtschaftlichen Praxis und versucht wirklich Bürokratieabbau und Vereinfachung vieler Regeln voranzutreiben. Was ich da inzwischen aber sehe, ist (nach außen) noch keine Resignation, aber die blanke Verzweiflung mit diesem gegenseitigen Selbstbehinderungssystem überhaupt arbeiten zu können. Mehr als die Hälfte aller Ressourcen ist inzwischen mit der Beantwortung von Anfragen von NGO´s und der Abwehr von potentiellen oder schon realen Klagen derselben gebunden.
Dieser ganze Selbstbeschäftigungsapparat produziert nur Rechtsunsicherheit und lähmt inzwischen einen großen Teil von wirtschaftlicher Initiative. Eigentlich wird nur noch „geredet“ statt wieder zu einer Einstellung von „Wir machen das jetzt erstmal so“ zu kommen.
Ihre beiden Antworten gehören ganz nach oben. Bitte kopieren Sie das mit Hinweis dorthin.
Kurze Ergänzung dazu. In den Ämtern, ich spreche hier von den Bauämtern, weil ich dort täglichen Kontakt habe, fehlen inzwischen die Sachbearbeiter aufgrund der Demographie. Die Ämter bekommen die Stellen auch nicht besetzt, weil schlicht die Bewerber fehlen. Wenn Stellen wieder besetzt werden, sind es hâufig junge Absolventen die nun unsicher und unerfahren ohne den Rückhalt älterer Kollegen Verwaltungsakte vollziehen, wo es einem graut. Dann kommt es zu formalen Maximalforderungen oder gar Fehlentscheidungen, die wir mit einem Anwalt korrigieren müssen…..es ist dermaßen frustrierend.
Passend dazu auch:
https://youtu.be/txPixrn3fxA?is=YrRv3UgMTHeUMty5
Die Musik im Abspann ist nicht schlecht. Was ist das?
Ansonsten halt der üblich Käse: ich als Leistungsträger will keine Steuern mehr zahlen, wozu soll ich dem Pleps Schwimmhallen, Bibliotheken, Radwege, Erziehung zu respektvollem Miteinander und sonwas alles finanzieren? Ich will einen Polizeistaat und Gated Communities! Am besten schwimmende Städte, damit ich das Elend der Abgehängten nicht mehr sehen muss…
Der teure Kriegskurs wird von über 40% der Bürger mitgetragen. Da brauchen wir selbstverständlich auch viele zusätzliche fleißige Staatsdiener, die das organisieren.
Das Video, das mir YT gerade vorgeschlagen hat, passt ganz gut zu Ihrem Kommentar:
https://www.youtube.com/watch?v=9y0pV4fHqdY&t=672s
Ich finde das passt sehr gut zum Aufstieg der Grünen und der folgenden Etablierung grüner Themen.
Z.B. Erneuerbare Energien, da hat niemand soweit gedacht um eine Veränderung der Luftströmungen vorher zu sehen.
Z.B. Feminismus, da hat auch niemand vorhergesehen, dass eine Verdummung unserer Kinder folgen wird.
Z.B. Öko-Landwirtschaft, da hat auch niemand realisiert, dass unsere Methoden der Pflanzenzüchtung weitaus gefährlicher sind, als die Methoden von Monsanto und Co.
Wer schreibt der bleibt, heisst es bei den Handwerksbetrieben die funktionieren. Sie
lassen sich höchtens von professionelen Bauträgern etwas drücken, wenn sie den Auftrag
brauchen. Ansonsten wird jede Stunde auf Regie abgerechnet. Wir haben uns mit unserer
drauf los Produziererei in eine Billigecke gebracht. Fast wie die armen Menschen die
Schuhe ,Billigkleidung oder Kaffe herstellen müssen.Das mit dem Schreiben gilt bei
uns bei den Ausgleichszahlungen.
Sehr guter Beitrag, Herr Krämer. Es stellt sich nun die Frage wie man das ändern kann. Mit den beteiligten Akteuren jedenfalls nicht und eine Änderung bedeutet erstmal eine völlig andere Politik vom Grundsatz her (Energie, Soziales, Umwelt, usw). Das bedeutet wie sie schon schreiben für viele das Sägen am eigenen Stuhl. Nun die Frage: sind die Entwicklungen in Ostdeutschland eine Lösung des Problems?
Mit den Entwicklungen in Ostdeutschland werden sich CDU/CSU noch mehr abschotten und gleichzeitig weiter mit abnehmender Eigenbedeutung von linken Parteien abhängig machen. Mit denen ist aber nur eine „Agrarwende“ Richtung Planwirtschaft machbar und schon gar keine Kurskorrektur in Brüssel. Für einen Kurswechsel in Brüssel bräuchte es eine sehr starke und klar legitimierte Bundesregierung.
Ich sehe zunächst keine Besserung
„Ich sehe zunächst keine Besserung.“
Seh ich genauso. Die Bundespolitik wird sich kein Stück ändern. Das Beharrungsvermögen bleibt mind. bis zur kommenden Bundestagswahl bestehen. Und auch danach ist längst keine Besserung für die Agrarbranche erwartbar. Wichtig ist erstmal der Weckruf. 😎
Hr. Krämer, Sie hatten doch neulich geschrieben, dass „ihre Bauern“ vor lauter finanzieller Stärke kaum laufen können.
Ich denke bei den Führungskräften des BV wird es kaum anders sein.
Die Bio-LW wird hoch subventioniert.
Also wer soll da eine Motivation haben irgendwas in irgendeine andere Richtung zu ändern?
Für die Masse der Betriebe ist-wie Sie richtig schreiben- keine Besserung in Sicht. Zumal sich durch den Klimawandel im Norden des Planeten die Bedingungen für lw. Produktion verbessern.
„Spürbarer Handlungsdruck
wird wohl erst entstehen, wenn Staat und Bürger ernsthaft an ihre finanziellen
Grenzen stoßen.“
DAS ist der einzige Hebel, der alle Handelnden zu grundsätzlichen Änderungen und Anpassungen bewegen wird. Fragt sich nur, wer und wie viele dann real auf der Strecke bleiben werden und ob der Kollateralschaden gesellschaftlich aufzufangen sein wird. 🤔
Gilt im Übrigen auch für die Industrie und den Sozialstaat. Money makes the world go around.
Eines lehrt uns ja zum Glück die ganze Menschheitsgeschichte: es gibt nichts, was so ist, wie es sein sollte – und der einzige Hebel, da stimme ich Ihnen ganz zu, ist der monetäre Hebel. Und: es werden viele auf der Strecke bleiben, die sich der Wirklichkeit nicht stellen wollten, aber es werden auch viele überleben und von vorne anfangen.
Da geht es den Bauern so, wie dem Rest der Welt, nur: die Bauern haben deutlich bessere Chancen zum Überleben, die sind schon von Berufswegen gezwungen, sich der Wirklich- keit zu stellen, die können das besser, weil sie es müssen 🙂
Auf das Umkippen des monetären Hebels warte ich schon lange und wundere mich immer, dass es noch nicht passiert ist….
@AK
Danke für den Beitrag. Die Vorlesungen von Prof. G.S. gehörten für mich zum absoluten Muss.
Viele mühsame Diskussionen wären gar nicht nötig, wenn die Gesellschaft (Politik) folgende Fragen endlich klären würde: Wieviel und welche Nahrungsmittel sollen im eigenen Land produziert werden? Zu welchem Lohn sollen diejenigen Menschen, die hier arbeiten entschädigt werden? Woher kommt das Geld für diese Löhne? Welche Rahmenbedingungen sind dazu notwendig?
@Werner
„Die Gesellschaft“ gibt es eigentlich nicht. Zwar meinen einige, sie würden die Meinung des Volkes vertreten, besetzen aber oft nur eine kleine Nische. Wenn Du die Politik meinst: cih weiß nicht, ob es gut ist, darauf zu vertrauen, dass unsere Politiker diese Fragen überhaupt beantworten können! Bei vielen Produkten entsteht ja der Preis auf dem Weltmarkt und da ist regional wenig Einfluss.
Löhne: der Mindestlohn ist ja für viele Landwirte ein riesiger Kostenfaktor, der nicht einmal in der EU nicht einheitlich geregelt ist. Daher entsteht ja auch der unfaire Wettbewerb.
Mir hat mal ein Prof. Roeb ins Gesicht gesagt: Wir brauchen die deutsche Landwirtschaft nicht. Und das gilt auch für die Schweiz und Österreich.
„Mir hat mal ein Prof. Roeb ins Gesicht gesagt: Wir brauchen die deutsche Landwirtschaft nicht. Und das gilt auch für die Schweiz und Österreich.“
Das war ja das Kredo vieler in Zeiten unbeschränkter Kapitalverfügbarkeit. Interessant wird es, wenn das Geld knapp wird. Dann rufen alle nach Resilienz. ….
um satt zu werden vielleicht nicht.
Aber wie gesund würden wir uns ernähren und wie sähe dann unsere Landschaft aus?
Könnten das die Förster und Ranger übernehmen?
Was würde das dem Steuerzahler kosten?
Als der dicke Helmut einst unser Land in der Zukunft als Diensleistungsland sah, haben wir bei der Landjugend und im engeren Kreis mit Freunden heftig diskutiert wie das werden soll.
Mein Vorschlag war damals:
„Die Bauern/Landwirte alle verbeamten, jeder behält einen Traktor und ein passendes Mulchgerät dazu damit er seine bis dahin bewirtschafteten Flächen zweimal im Jahr, oder auch öfters, je nach Lage oder Nutzung mehrfach mulchen also pflegen kann. Mehrfach muß eben ein Golfplatz und/oder ein Freizeitpark bzw. -fläche gemulcht werden damit die Bevölkerung ihre Freizeit schön und genussvoll verbringen kann. Das kann der Bauer/Landwirt/Winzer/Forstwirt natürlich auch, denn die haben dann alle eben auch diese heilige Freizeit. Erarbeitet werden diese Arbeitspläne von den Mitarbeitern der Landwirtschaftsämtern/Landwirtschaftskammern, denn sonst würden die ja arbeitslos.
Ah ja hab fast vergessen, die sind ja schon Beamte.“
So jetzt ihr Griffelspitzer da draussen: wäre das denn monetär betrachtet nicht eine wesentlich günstigere Alternative für unser schönes Land??
Das Dienstleistungsland werden doch gerade, leider auf eine andere Art:
Die deutschen Firmen werden an ausländische Institutionen verkauft und wir sollen denen möglichst dienen.
Wenn wir uns wieder einen größeren Teil vom „Weltkuchen“ heraus schneiden wollen, dann brauchen wir Männer wie den Siegmund statt sozialistischer „Männerkastration“!
Ich habe die Wahlsendung vom MDR gesehen und schreibe mal:
Der Siegmund hat Liebe im Herzen und Energie. Fachlich sage ich nix, da müsste ich mich erst intensiver damit befassen.
Programm wohl nicht gelesen? Nach den Rückzug von Herr Lucke ist aus der AFD eine AGD geworden, wobei G für „gegen steht“. In meiner Augen eine ist sie eine leere Produktionsfläche für alle Wünsche frustrierten Leuten. Wir sollten das selber Denken, Hinterfragen, Kontrollieren en Nachbessern nicht auslagern
Wir sollten das selber Denken, Hinterfragen, Kontrollieren en Nachbessern nicht auslagern
Da frage ich mich, wer dazu fähig ist. Wenn die Leute vom vorhandenen politischen System an der Nase herum geführt werden, kommt bei den Denkern nur Mist raus.
Programm der AfD habe ich nicht gelesen(muss ja momentan nicht wählen) aber ich habe bei den momentanen Zuständen z. B. eine Sympathie für die Aufhebung der Schulpflicht.
Ich habe neulich was von Guericke
https://www.google.com/search?gs_ssp=eJzj4tDP1TdIMTc3N2D04kgvTS3KTM5OBQA3owXp&q=guericke&rlz=1C1UIGB_enDE971DE971&oq=guericke&aqs=chrome.1.0i512j46i512j0i512j46i175i199i512j0i512l5.12579j0j15&sourceid=chrome&ie=UTF-8
gelesen. Da war der Vater gut situiert und der Sohn hatte Privat-Unterricht. Der Sohn hat dann was geleistet. Das könnten sich heute auch viele leisten .Irgendwann müsste dann Leistung kontrolliert werden und Kinder die zu schlecht sind werden schulpflichtig.
Danke für den Diskurs, ich meine mit SELBST Denken, etc. wir Einwohner und Einwohnerinnen, (ich bin auch zuhause in S-A). natürlich müssen wir insgesamt besser managen, und da kann jeder mit seine/ ihre Einkauf- Entscheidungen etwas mit-gestalten. Wenn man unsere LWS in S-A anschaut, machen wir viele Nahrungsmittel für den Europäischen Export, da fällt das Wahlprogramm der empfohlene Partei uns auch da auf die Füssen. Und ohne viele fleißige Leuten von Ausserhalb lauft Einiges in LWS und Gesundheits- Sektor gar nicht mehr.
Es geht doch nicht um die Menschen, die regulär hier sind, es geht um all jene ohne Aufenthaltstitel und diejenigen, die gesetzlich zur Ausreise verpflichtet sind, aber dennoch hier bleiben. Warum wird das Märchen von allen Migranten aufrecht erhalten? Ist das Vorsatz oder Dummheit?
Ja,
und man hätte viele landw. Subventionen gespart!
@ Ingeborg
Merkwürdige Fragestellung finde ich. Ich vernehme täglich, dass wir uns jetzt gerade schlecht ernähren, deswegen wird doch u.a. über den Zucker elaboriert.
Und welchen Part sollten Förster und Ranger übernehmen? Baumumarmungsseninare?
Ich verstehe den Beitrag nicht, oder soll er ironisch gemeint sein?🫤
die übernehmen die Landschaftspflege, falls es keine Landwirte mehr gibt.
Nur für die Leute, die glauben, dass wir keine Landwirtschaft mehr brauchen.