Im Januar war ich zu Vorträgen in Triesdorf, in Würzburg und in Raisting von den dort tätigen Zuchtverbänden eingeladen. Für mich waren es Tage, in denen ich einiges gelernt habe, zumal ich von Tierhaltung wenig Ahnung habe.
Die führende Rasse in diesen Gebieten ist das Fleckvieh. Diese Rasse hat zwar nicht die gleiche Milchleistung wie Holstein-Frisian in Norddeutschland, aber bringt es doch auf 8.000 bis 9.000 kg. Weil die Rasse gleichzeitig gutes Fleisch liefert, werden Kälber von 85 – 100 kg zu Preisen von 550 € an aufwärts gehandelt. Wir (meine Frau und unsere Tochter waren auch mit) konnten selbst bei der Kälberauktion in Ansbach dabei sein, wo an einem Tag über 1.100 Kälber versteigert wurden.
Eine weitere Rasse, die aber mittlerweile selten geworden ist, war im Zuchtverband Franken das Gelbvieh. Hier liegt die Milchleistung mit 5.500 bis 7.000 kg deutlich niedriger als beim Fleckvieh. Diese Rasse steht meist in kleineren Betrieben, deren Zukunft ungewiss ist. Wenn diese Betriebe aufhören, ist es um die Zukunft des Gelbviehs schlecht bestellt. Im Zuchtverband Weilheim spielt neben dem Fleckvieh auch noch das Braunvieh noch eine Rolle. Eine noch seltenere Rasse ist hier das „Murnau-Werdenfelser Rind“. Wenn ich es richtig verstanden habe, reden wir von etwa 300 Exemplaren dieser Rasse, die folglich vom Aussterben bedroht ist, auch wenn die Zahl derzeit noch konstant ist.
Was diese Zweinutzungs-Rassen auszeichnet: die Milchkühe sind sehr langlebig. Nicht wenige Tiere bringen es auf Lebensleistungen von 100.000 kg, manche sogar über 150.000 kg. Dies ist ein Zeichen dafür, dass es den Tieren gut geht und sie sehr alt werden.
Jetzt höre ich schon die Kritiker: „Ausbeutung“ und „Tierquäler“ und „Vegan ist die Zukunft“.
Diesen Kritikern möchte ich ein paar Fragen stellen:
- Wie können Landschaften, in denen außer Gras und Wald nichts wächst, für den menschlichen Verzehr anders genutzt werden als mit Nutztierhaltung?
- Wenn in diesen Landschaften keine Nutztierhaltung stattfindet, warum sollen dort Menschen leben?
- Und was passiert damit, wenn die Menschen dort nicht mehr leben? Womit bestreiten sie ihr Einkommen?
- Wenn in den Graslandschaften keine Kalorien mehr über die Nutztierhaltung entstehen, woher kommen die fehlenden Kalorien dann? Wer kann das Gras sonst nutzen?
- Was passiert, wenn die Graslandschaften ab sofort nicht mehr genutzt werden? Welche Landschaft entsteht dann? Denken Sie dabei auch an die Almen in den Alpen!!
Wenn Sie diese Fragen ohne Ideologie und ehrlich beantworten, werden Sie zu dem Ergebnis kommen, dass die Nutztierhaltung in diesen Regionen nicht wegzudenken ist.


Man kann alles auch ganz anders sehen, so wie das z.B. demnächst in Hofgeismar vorgetragen wird:
https://akademie-hofgeismar.de/wp-content/uploads/2026/01/Sind-wir-noch-zu-retten_Tierschutztagung_EAH.pdf
Oh, ja…..ein schöner femininer Stuhlkreis. 🥳
Ja, So kann man das abtun. Die Frage ist immer nur, welchen Zugang haben diese Personen zu den politisch relevanten Akteuren?
Wenn man gegenhalten will, muss man die Positionen kennen. Der Termin ist ungünstig für mich, sonst wäre ich dabei, so wie auch vor 4 Jahren, als Tierschutz schon mal in ähnlicher Form thematisiert wurde. Damals waren die Grünen mit Ophelia Nick als StS gerade wieder in die Regierung gekommen.
Mit diesen „Tagesordnungspunkten“ stufe ich sowas als gefährliche Sekte mit pseudowissenschaftlichen Ansätzen und sicher interessanter Finanzierung ein. Einfluss und Umsetzung dieser Spinnerein sind genau das, was den „Laden“ immer mehr zum kippen bringt. 🤮
vielleicht wollen die da in der ev. Akademie die Räume an irgendwelche Ideologen vermieten.
Oder gibt es Fördergelder für?
Was soll es wem bringen, sich diese Themen anzutun? Hat sich für die Tierhaltung in den letzten Jahren irgendetwas zum Positiven gewendet?
Bei diesen Vorträgen mal 50 Landwirte im Publikum, die würden den Saal aufmischen mit den richtigen Fragen.
feminin oder evangrlisch?
@AK
Ich hätte Angst, dort als konventioneller Landwirt geteert und gefedert zu werden. Ausser einem Mitarbeiter des Ministeriums ist auch niemand dabei, der irgendetwas mit „normaler“ Landwirtschaft zu tun hat.
Ich bin ehrlich: ich fahre da nicht hin, weil ich jede Diskussion mit Veganern für sinnlos halte. Ich habe es oft genug versucht.
Ich bin ja durchaus eine Freundin indigener Lebenshaltungen. Aber genau als solche muss ich diesen Leuten sagen, dass der Amazonas dort am artenreichsten ist, wo er schon lang von Menschen genutzt wird. Und die bewirtschafteten Außenzonen des Nationalparks Hohe Tauern in den Zentralalpen wurden in den 1980er Jahren nicht deshalb geschaffen, weil man leidern den wirtschaftlichen Interessen der Landwirte entgegenkommen musste, wie heutige Naturschützer behaupten, sondern weil man im Schweizerischen Nationalpark, wo man alle Menschen abgesiedelt hatte, schlechte ökologische Erfahrungen gemacht hatte. In den Alpen nimmt die Biodiversität ohne Almwirtschaft ab, nicht zu. Aber da gibt es diese Extremisten, die man nicht einmal damit beeindrucken kann. Für die ist „Prozessschutz“ der höchte Wert, und da ist dann die Artenvielfalt plötzlich kein Kriterium mehr. Das heißt dann: Wenn Flächen erodieren, weil die Viehwirtschaft aufgegeben wird, dann bleibt ihnen der Mund offen vor Faszination, weil eine von Schutthaufen durchsetzte Weidefläche mit umgestürzten Bäumen so herrlich wild aussieht. Denn, nicht wahr, was die Natur von sich aus macht, das ist immer vorbildlich. Nur dass sie den Menschen hervor gebracht hat, ist blöd.
Während die Nutztierhaltung hier von moralischen Ansprüchen aber mangelnder Zahlungsbereitschaft vollkommen überfordert wird, rüsten andere EU(!)-Länder auf:
https://www.agrarheute.com/tier/schwein/xxl-schweinestall-so-gelingen-1100-g-zunahme-638995
Dauerhaft fixiert im Kastenstand, auch im Wartestall, Zähneschleifen, Schwanzkupieren Standard, keine Kastrations-Narkose. In der EU.
Hocheffizient, kostengünstig.
Ungarn war innerhalb des Ostblocks immer „anders“. Ungarn hatte zweimal an der Seite Deutschlands gegen Russland gekämpft und ihnen wurde dennoch eine Form der Wirtschaft speziell im Agrarbereich erlaubt, welches den Ungarn in der ganzen Nachkriegszeit den Anschluss an den Westen ermöglichte. Das Selbstbewusstsein dieses Landes ist schon bewundernswert, erst Recht im Angesicht des Widerstandes gegen die EU-Vereinheitlichungspolitik.
Selbstdenken scheint erfolgreich zu sein.😎
RS: Genauso ist es! Zu Ostblockzeiten fuhren wir jaehrlich nach Ungarn in das Land des “ Gulaschkommunismus.” Die haben eben noch Nationalbewusstsein, was uns Deutschen abhanden gekommen scheint!
„Die haben eben noch Nationalbewusstsein, was uns Deutschen abhanden gekommen scheint!“
Neee, es wurde uns ausgetrieben und ist nun geächtet- siehe Angela Merkel, als sie dem Gröhe 2013 die Fahne aus der Hand riss…..😎
Regenbogen geht, schwarz-rot-gold geht gar nicht. 👉
RS: Gut pariert!!!
Ferkelhebeamme: Genauso wie im Artikel dargestellt,sollte moderne Schweinezucht und ~ mast laufen! Da geht mir als ehemaliger “Schweinefürst” das Herz auf! Alles unter dem Aspekt maximaler Ökonomie und nachhaltig unter industriemaessingen Bedingungen! Die MTZ , EA,Verluste,kupieren sprechen für sich und zeigen, das es den Tieren von Geburt bis zur Schlachtung gut geht! Diese ganze Tierwohlduskussion bei uns ist lachhaft und reduziert das Engagement in der Schweineproduktion! Ungarn ist für mich in jeder Beziehung ein Vorbild, gerade auch was deren Verhalten in der EU betrifft…
@Andreas
VORSICHT !! FAKENEWSALARM !!
Richtigstellung
Genau die TU München hat bewiesen, dass Vegane Kost – natürlich vom Acker – mit dem Faktor 1 zu 9 Nebenprodukte produziert.
Das heißt, 1 kg Vegan-Essen verursacht 9kg Nebenprodukte die nur vom Tiermagen verwertet werden können.
Was für Grasland zutrifft, trifft auf für Ackerfrüchte zu.
@Altbauer
VORSICHT !! FAKENEWSALARM !!
Richtigstellung:
Bei Vollkornmehl und Vollkornflocken fallen sicher keine 90 % Nebenprodukte an,
wie sie behaupten.
Auch aus dem Treber, der bei der Bierherstellung anfällt lassen sich hochwertige Lebensmittel herstellen:
https://campus.uni-saarland.de/forschung/brot-aus-brauerei-abfaellen
Crispr Cas eröffnet jetzt sogar die Möglichkeit aus Biertreber Fleisch herzustellen, dass nicht gekennzeichnet werden muss:
https://www.inside-getraenke.de/nachrichten/detail/news/xxx-xxx-xxxx00
@Altbauer
Hier noch ein interessanter Bericht zur Biertreberverwertung:
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/innovation-stoertebeker-stellt-fleischersatz-aus-biertreber-her/100156505.html
Als Verwerter von Abfallstoffen aus der veganen Lebensmittelerzeugung sind mir meine
Milchkühe zu wertvoll.
Wenn die Rinder so wichtig sind, für den Erhalt der Graslandschaften,
was ist dann mit den Milchkühen und vor allem mit dem Mastvieh,
dass vor allem mit Mais und Kraftfutter gefüttert wird ?
Unsere Kühe und das Mastvieh fressen nur Gras, Klee und Kräuter.
Die Früchte von unserem Ackerland gehen alle in die menschliche Ernährung.
Ein Projekt mit der TU-München hat bewiesen, dass die Omega 3 – Werte bei
der Milch und vor allen beim Fleisch viel höher sind, als bei Mais-Getreide-Fütterung
Andreas, Sie wissen ganz genau, dass für einen gesunden Acker ein Wechsel in der Fruchtfolge notwendig ist. Was pflanzen Sie nach Weizen ( für die menschliche Ernährung ) und wie viel von der Pflanze isst der Mensch genau ?
Jedes Getreidekorn kann von Menschen oder von Tieren gegessen werden. Aber dazu muss es erstmal angebaut werden… wenn auf dem Land erstmal „Urwald“ wächst, weil kein Einkommen mehr zu erzielen ist bzw. die Nimmlinge den Giblingen den garaus gemacht haben, dann wird es schwierig. Der Wandel ist so gefährlich, weil die Landwirte leise den Betrieb schliessen, weil die Schliessungen von Schlachthöfen und Molkereien schleichend erfolgen.
@S
Bei einer konv. Ackerbewirtschaftung von „Fruchtfolge“ zu sprechen, halte ich für spaßig. Fruchtfolge ist so definiert: Sie umfasst den Anbau von verschiedenen ldw. Kulturen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Sie ist gegliedert in Fruchtfolgeglieder, wobei jedes Glied aus einer auf- und einer abtragenden Frucht besteht“. Quelle: Aereboe, Hansen, Römer, Handbuch der Landwirtschaft.
Na, erkennt da jemand aus dem konv. Anbau seine Realität?
Kemetbauer, wie steht man denn zum Ewigkeitsroggen?
https://www.naturkundemuseum.uni-halle.de/sammlungen/ewiger_roggenanbau/
Die Uni Graz hat auch gerade eine Versuchsreihe in Bezug auf mehrjährigen Weizenanbau veröffentlicht, der Vorteile im Mikrobiom des Bodens nachweist.
Nichts Genaues weiß man nicht.
@RS
Alle Pflanzen hinterlassen Spuren im Boden. Einige Kulturen sind selbstverträglich und andere benötigen eine Anbaupause. Der Dauerroggenanbau in der Region Bernburg brachte z.T. erstaunliche Ernteergebnisse. Schon nach wenigen Jahren brachen die Erträge ein, um sich dann wieder zu erholen. Das Niveau der ersten Anbaujahre wurde jedoch nie wieder erreicht. Leider wurde in den frühen Jahren des Versuchs nicht so viel Wert auf die möglichen Veränderungen beim Bodenleben (Fauna und Flora) gelegt. Der Daueranbau wurde in Varianten mit und ohne Düngung gefahren. Der Stallmist hatte die nachhaltigste Düngewirkung.
@Kemetbauer
Wenn auf unserem Acker Weizen, Gerste, Raps, Zuckerrüben und Kartoffeln wachsen, genügt das dann Ihren Vorstellungen von Fruchtfolge? Ich kenne einige Bio-Betriebe, die weder Raps, Zuckerrüben noch Kartoffeln anbauen…
Das ist jetzt nicht gegen Bio gerichtet, aber es ist halt zu einfach, so gegen konventionelle Landwirte zu schießen.
@BW
Wo ist denn in Ihrer „Fruchtfolge“ die auftragende Komponente? Richtig, Sie benötigen die nicht, weil die Nährstoffe aus dem Sack kommen. Noch 1976 war der Acker-:Grünlandanteil 57:43%. Heute sind wir z.B. in Sachsen-Anhalt bei 82:18%. Entsprechend gering ist hier auch die wirkliche Veredlung.
In Bio-Betrieben wird die Fruchtfolge durch mehrjährige Kulturen aufgelockert. Außerdem werden oft Exoten angebaut, weil im Naturkostbereich eher eine vielfältige Ernährung gefördert wird.
Andreas: Haben Sie schon mal etwas von Intensivviehhaltung gehört! Da geht’s um Ökonomie und Leistung/Tier und Tag! Bei meiner Milchproduktion habe ich mich vom Weidegang verabschiedet auf Ganzjahreshaltung und Grabnerkettenanbindung, und die Leistung konnte enorm gesteigert werden( Grünfutter wurde geerntet und frisch verfüttert, Mais als Langgut gehäckselt, Ruebenblatt,Anwelksilage, KF)! Ebenso die Bullenmast( Laufstall in der Vormast und Anbindehaltung Endmast).Fütterung mit Anwelk- und Maissilage im Mix mit KF und NaOH aufgeschlossenen Strohpellets! Bullen gingen ausschließlich in den Export! Nutzung des Grünlandes mit Jungvieh bzw.Pension im Oberland! Alles zu VEG Zeiten gemanagt!
Und heute: Bei mir vor Ort, moderner MK Stall mit 285 MK, hoher pro Kuhleistungen, 4 Melkroboter,Einstreu automatisch über Rohrleitung zum Kuhplatz, Verteilung Futter( TMR) automatisch und Entmisten! Alles in einem großen Laufstall und ohne Weidegang!
Wen’s interessiert zum Nachlesen meines Beitrages eben: http://www.agrar-kauern.de
@CB
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Milchkühe den KZ-Hühnern folgen werden. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch ein Blick in die Seiten von „Qualzucht“.
Welche Relevanz sollte der Blick in die Seiten von Qualzucht haben?
@SR
Für Sie keine.
Dieser Omega 3-hoaks ist auch wieder so eine Volksverblödung auf die Menschen mit indoktrinierter Denke reinfallen. Ich schmeiß mich wech…😆
Also bei Schafen ist das wirklich so: Bei Weidetieren, die viel Sonnen kriegen, ist der Omega3 – Gehalt sogar höher als bei Wild!
Kann schon sein, denn die Weidetiere fressen Gras (wenn es kein Kf gibt) und das Wild bedient sich auch mal an Feldfrüchten.
Der Seevers muss überall seinen Senf dazu geben, auch wenn er nix versteht. Ich hoffe mal, dass er nur seine Kundschaft verteidigen will.
Jedenfalls müssen wir das Essen optimieren, aber da sind andere Faktoren vorerst wichtiger.
Schenkelklopfer…….😆
@Elisabeth
Eine Portion Lachs (ca. 178 g) liefert rund 4.000 mg Omega-3.
Ein Glas Milch (ca. 244 ml) enthält etwa 183 mg Omega-3
20 Gläser Milch ersetzen eine Portion Lachs…
Die Nahrungsergänzungsindustrie bietet für dieses große Problem Fischöl-Kapseln an. Drei Kapseln pro Tag helfen gegen die westliche Fehlernährung. Wie viel Omega3 die Kapseln enthalten wird verschwiegen…..ist nicht so wichtig, Hauptsache gut isses.🤮
Es ging mir da nicht um einen Wettbewerb mit Fisch oder anderen Omega 3 – Bomben. Ich hab nur gelesen, dass bei Schweinen der Gehalt an Omega 3 sich wenig unterscheidet bei im Stall oder im Freiland gehaltenen Tieren, während der Unterschied bei Schafen erheblich ist.
Klarer Fall für die „Gen-Schere“! Schafe mit Schuppen brauchen nicht mehr geschoren werden, können besser schwimmen und der Gehalt an Omega 3 spart den Human-Mediziner…😁
Ich fühle mich nicht zu alt um täglich dazu-zu-lernen Herr Seevers, die Nahrstoffdichte und Nahrungsmittel-Qualität ist heutzutage immer einfacher zu bestimmen im Labor. Dass ist gerade für unseren Bodenständige Landwirtschaft wichtig, zynisch gesagt selbst als „Daseinsberechtigung“. Mehr daruber im Netz bei Dan Kittredge zu finden. Wir wollen es bei der Milch- und Fleischproduktion in Europäische Praxis-Versuche einsetzen als Teil des Monitoring. Im Ausland sind die schon längst weiter.
Wie viel Liter welcher Milch muss ich trinken um welchen Wert meiner Omega-3 Versorgung zu erreichen? Wie weiß ich, dass ich eine Unter- oder Überversorgung habe? Wer garantiert, dass in jedem Tetrapack oder in jeder Flasche die angegebene Menge enthalten ist?
Lasst euch weiter für blöd verkaufen…..der eine von den Gesundheitsaposteln, der andere von der Werbung des LEH oder oder.
Sie formulieren Ihre Kommentare zwar gern etwas provokant, Herr Seevers, aber Sie haben vollkommen recht. Um die Omega-3-FS herum ist ein äußerst lukratives Universum von teils risikobehafteten Halbwahrheiten entstanden, die sich hartnäckig halten, obwohl es wirklich nicht schwierig ist, an seriöse Informationen zu kommen, z. B. hier:
https://www.akdae.de/arzneimitteltherapie/arzneiverordnung-in-der-praxis/ausgaben-archiv/ausgaben-ab-2015/ausgabe/artikel/2019/2019-03-04/supplemente-mit-omega-3-fettsauren-gibt-es-evidenzbasierte-indikationen
Der Autor Smollich ist übrigens Mitglied der BfR-Kommission für Ernährungsrisiken, neuartige Lebensmittel und Allergien.
Zu den zentralen Treibern des Omega-3-Zirkus gehört natürlich auch die EU: „Die EU finanziert eine Reihe von Projekten zur Erforschung von Omega-3-Fettsäuren“ (Quelle: https://cordis.europa.eu/article/id/25414-new-study-questions-benefits-of-omega3/de).
@RS
Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Studie, der zufolge mehr als 35% der Speisefischkäufer, als Motivation für ihren Kauf, den Omega-3-Gehalt des Fisches angeben. Vielleicht demnächst mehr spezielles Rindfleisch als Fisch? Die Meere sind eh schon überfischt.
Die Kaufentscheidung als Maßstab für die Richtigkeit von Inhaltsstoffen? 65% sind dann aber mehrheitlich anderer Meinung, was soll man mit dieser Kausalität anfangen?
das ist aber wissenschaftlich belegt.
Was soll wissenschaftlich belegt sein?
@Andreas
„Unsere Ackerfrüchte gehen alle in die menschliche Ernährung“. Unsere Zuckerrüben, unser Raps, die Kartoffeln des Nachbarn gehen auch alle in die menschliche Ernährung.
Bauer Willi:
„Diesen Kritikern möchte ich ein paar Fragen stellen:
Wie können Landschaften, in denen außer Gras und Wald nichts wächst,
für den menschlichen Verzehr anders genutzt werden als mit Nutztierhaltung?“
usw……
Genauso sehe ich es auch, das Grünland braucht die Kühe und Mastrinder, das Ackerland nicht !
Pflanzenbau funktioniert „wiederstandsfähiger“ wenn mindestens 1 x pro Jahr geweidet wird, ob es die Schafsherde ist, die in „schnelles Gehut“ über das Getreide geht, („Spitzgrasen“ bricht die Oberkrüste und lässt die Pflanzen Wurzelexsudate ausscheiden, „küsst“ die Vegetation wach), oder das klug geplante abweiden einer Zwischenfrucht, was die Bodenbiologie sehr unterstützt. Sicher die letzte 2 Jahren hat die Fleisch-Rinderhaltung gut beigetragen zum wirtschaftlichen Erfolg auf Pflanzenbaubetrieben.
@ Andreas
Die Rinder, die auf Ackerbaustandorten gehalten oder gemästet werden, sind Teil der regionalen Arbeitsteilung und allein dadurch effizienzsteigernd. Außerdem gibt es in den Ackerbauregionen auch immer Liebhaber für die Tiere mit den großen dunklen Augen.
Nicht jeder mag die „Steckdosentiere“ und solche, die gerade bis zum Unterschenkel reichen.
Noch haben wir keine Planwirtschaft a la DDR, höchstens Ansätze oder „Versuchsanordnungen“. Aber was nicht ist kann ja noch werden.
@AK
Regionale Arbeitsleistung? Das Produktionssystem Rindfleisch ist sehr AK-extensiv. Zur Schlachtung wird, bei mehr als 70% der Schlachtrinder, eine Strecke von mehr als 290 km zurückgelegt. Das entspricht einer Transportzeit von mehr als 6 Stunden. Was ist daran noch regional?
Der Abbau von Schlachtkapazitäten und regionalen Schlachtern liegt nicht in der Verantwortung der Tierhalter. Die Erzeugung von Nahrung, organischem Dünger oder notwendiger Technik und Equipment für die Tierhaltung sowie energetischer Versorgung ist aber eine regionale Arbeitsleistung.
@SR
Nennen Sie doch bitte mal ein paar Beispiele für die regionale Herstellung von „Technik und Equipment für die Tierhaltung“. Dengelt der ehemalige Spengler heute vielleicht Güllefässer? Oder brät die örtliche Schmiede vielleicht den nächsten Traktor zusammen? Oder vielleicht die Selbstfanggitter oder die Scheibenegge?
Kemetbauer, tut mir leid, aber für Kindereien hab ich heute keine Lust mehr.
Finde gut, dass @bw die Aufmerksamkeit im blog heute auf ein Thema lenkt, dass kleinteilig strukturierten, von Grünland geprägten Agrarräume in den nächsten Jahrzehnten grundlegend verändern wird.
Veganer:Innen und ihr Blick auf die Landwirtschaft haben aber nur einen untergeordneten Einfluß auf diese Entwicklung. Da stimme ich @AK voll zu.
Viel entscheidender sind die Marktmechanismen, die sich innerhalb der Landwirtschaft aus der Anwendung des biologisch/technischen Fortschritts und von ausserhalb durch Veränderung der Marktstrukturen ergeben. Da wir gerade aktuell mit dem Mercosur-Abkommen wieder erleben, dass der Staat unabhängig von den Farben der Regierungsparteien nichts unternimmt, um diese Mechanismen grundlegend zu steuern, wird sich der Strukturwandel beschleunigen.
Die (böuerliche) Milchviehhaltung wird bestenfalls ersetzt durch extensive Rindermast und auch diese wird nur dann eine Chance haben, wenn die Rindfleischpreise auskömmlich bleiben und staatliche Ausgleichszahlungen nicht infrage gestellt werden.
In begrenztem Umfang können auch regionale Nischenmärkte (mit Unterstützung der LEADER-Förderung) wirtschaftliche Perspektiven schaffen. Da bin ich aus eigener Erfahrung nicht so skeptisch wie @smarti .
Zumal viele ländliche Regionen mit Tourismus die Synergien zwischen landwirtschaftlicher Kulturlandschaftspflege und regionalen Lebensmittelangebotsprofilen (dringend) brauchen.
Dem kann ich nur vollumfänglich zustimmen!
@ all
Man stelle sich vor, schon in den 50er Jahren hätte es eine Motivation gegen den Strukturwandel gegeben. Wir hätten dann heute noch ca. 1,4 Mio. ldw. Betriebe. Könnte sich das hier jemand positiv vorstellen? Der Strukturwandel wird sich fortsetzen und das ist auch gut so!
Die Fleckviehkälber sind nicht so teuer, weil sie sich gut mästen lassen, das war ja schon immer so, trotzdem schwanken die Preise von Jahr zu Jahr, so wie auch der Milchpreis und der Ferkelpreis. Kälber sind so teuer, weil es in Deutschland immer weniger Milchkühe und Fleischrinder gibt. Die kleinen Halter hören auf wegen Alter und unrentabel, aber einige andere Betriebe wachsen dafür und setzen immer mehr 1A Futtermittel ein, um die Milchkuh gesund zu erhalten aber auch immer mehr Milch pro Kuh zu ermelken. Auch Melkrobbi, 24 h Futtervorlage, grammgenaue Fütterung, angepasste Futterpflanzen und Erntezeitpunkt. Das ist eine Wissenschaft für sich, aber damit gibt eine Kuh gesund ! mehr Milch als vorher zwei Kühe. Nur fehlen damit jetzt die Mastkälber.
Das hat nichts mit tierqual zu tun, im Gegenteil: nur wenn Du dich gut um Deine Kühe kümmerst, kümmern sie sich auch gut um Dich ( ein uralter Spruch ).
Was die Kälberpreise auch nach oben treibt: wegen dem EU-Methandeckel wollen viele EU-Lander in nächster Zeit erreichen, dass nur noch der Eigenbedarf an Kälbern erzeugt wird und keine Kälber in Ausland mehr verkauft werden sollen.
Weil das auch für die Ferkel kurzfristig so kommen wird, sollten hoffentlich auch wieder bessere Zeiten für Ferkelerzeuger in Deutschland kommen.
Wenn die Medien den neuen Tierwohltrend bei Rindern erst aufgegriffen haben, dann ist auch bei den Rindern endgültig ende. Der „Familienstall“ in dem Kälbchen und Teenies zusammen mit den erwachsenen Kindern und Mami zusammen im mit Bäumchen versehenen Stall laufen dürfen ist der neuste Schrei. Nur der Papi ist ausgesperrt, weil der ständig die Mamis anbaggert. 😎
Männer werden überall diskriminiert….👉
In dem einen Bäumchenstall haben sie wohl weiche Gummimatten verlegt, um das Trittgefühl von grüner Wiese nachzuahmen. Wer weiss, dass Rinder dauern Piss.. und Schei… wo sie stehen und gehen und sich dann auch noch gemütlich „ins Weiche“ legen, der kann sich ausmalen, wie solche Tiere in Kürze aussehen. Selbst wenn sie andere Betten kriegen, dann sinken sie ja mit ihren Klauen trotzdem andaurnd in die Gülleverseuchte weiche Matte ein, voller Bakterien, welche die weiche Haut zwischen den Klauen angreift. Auf dem Foto: toll, in Realität : wäh !
https://www.agrar-dresden.de/projekt-kuhgarten/tierwohl-im-stall-der-zukunft/
Die Stallform gibt es bereits seit 10 Jahren in Holland. Lely hat sich das PR-Konzept auf die Fahne geschrieben, weil sie damit Melken, Füttern und Entmisten verkaufen können. Am Ende ist es ein ganz normaler Stall, der lediglich eine Folieneindeckung und ein paar Bäumchen für den besseren heiteitei-Eindruck haben. Sauerstoffproduktion….ich lach mich kaputt….
Ohne Weideauslauf würde der Klauenabrieb auf reiner Gummifläche nicht ausreichen. Man muss eben wissen, wie man Bauern und Kunden fängt. DAS können die Holländer besser als wir.😎
Was ich eigentlich meinte ist diese Stallform:
https://www.elite-magazin.de/markt/familienstall-ist-das-die-zukunft-26095.html
Will haben ! Aber bitte ohne die Bauminseln im Kompoststall, “ wer diese Fläche zweimal pro Tag grubbert und alle paar Monate ganz ausmisten muss, zeigt mir sonst den Vogel. Dann bitte noch jeden Monat 3000.- Euro für die Mehrkosten der Einstreu und 1000.- Euro pro Kalb für die „nicht ermolkene“ Milch seiner Mutter. Aber dann :). Investoren bitte melden !
Perfekter Businessplan für`s Burli von @Altbauer! 50%Zuschuss, Rest „Burli-Förderung“ und 18T-Liter Herdenleisung…passt😁 …dann klappt`s sogar mit Jenny😉
Wer unbedingt Fördermittel abgreifen will, bitte schön:
BLE-Förderung noch bis September möglich, der Schnellste gewinnt. Geld ist aber schon fast weg, also, spurtet euch.
😎
„Bis zu 60 Prozent Förderung sind möglich
Die Förderquote ist gestaffelt je nach Höhe des gesamten Investitionsvolumens:
Bis zu einem Betrag von 500.000 Euro kann eine Zuwendung in Höhe von 60 Prozent gewährt werden,
für weitere 1.500.000 Euro kann eine Zuwendung in Höhe von 50 Prozent gewährt werden, und
für weitere 3.000.000 Euro kann eine Zuwendung in Höhe von 30 Prozent gewährt werden.
Unabhängig vom Investitionsvorhaben ist die Förderung pro Betrieb begrenzt auf ein förderfähiges Investitionsvolumen von maximal 5 Millionen Euro. Diese Obergrenze kann während der Laufzeit dieser Richtlinie höchstens einmal pro Betrieb ausgeschöpft werden. Zusätzlich können weitere staatliche Beihilfen bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank beantragt werden.“
Achja, aufpassen, gilt nur für Steckdosen-Förderung…
Herr Seevers, was ist eine Steckdosenförderung ? Solar ?
🐽!
Auch hier gibt es inzwischen gute Lösungen. Einmal den Kompastierungsstall hier ist es nur schwierig entsprechenden Einstreu zu bekommen.Hierfür sind die Preise oft zu hoch weil dieses als Heizmaterial genutzt wird .Natürlich ist der Flächenbedarf grösser.Gleiches gilt für einen Sand stall hier wird der Kot mit einer Maschine ausgesiebt .Urin wird per Drainage abgeleitet.In meinen Augen beides Systeme mit hohem Tierwohlfaktor bei ensprechenden Managment.Beim zweiten ist kein Bio möglich weil es anorganischer Einstreu ist.
Wenn ich das alles so lese: Mein Gott, bin ich froh, dass meine Schafe ganz simpel auf eine wirkliche Weide gehen können im Sommer, kein aufwändiges Sich-Beweisen-Müssen vor den Tierrechtlern ….
@RS
Ihre sati(e)rische Absicht mal außen vor gelassen, bringen Sie hier Ihre ldw. Unkenntnis vollumfänglich zur Geltung. Bullen in Mutterkuhherden sind die Ruhe selbst. Im Gegensatz zu vielen männlichen Menschen, gehen sie mit der zum Ausdruck gebrachten „Zuneigung“ zum anderen Geschlecht, sehr rational um. Und sonst ist absolute Ruhe!
Kemet, Denken ist Glückssache oder? Bullen, Jungbullen, Kühe und Kälber zusammen in einem Familienstall, wobei die Kühe noch gemolken werden sollen…..ich glaube Kemet, das die vollumfängliche Unkenntnis bei Ihnen liegt.
Wir haben uns 1970 bevor wir uns entschieden haben aus unserer Stadt Auszusiedeln, die Milchviehhaltung aufzugeben und sie den Bergbauern zu überlassen, weil wir ln der ganzjährigen Stallhaltung wie sie in unserer Region vorherrschte keine Zukunft sahen und haben uns für die Schweinehaltung entschieden die aber vor 20 Jahren auch aufgegeben wurde, Inzwischen gibt es in den Gemeinden und Städten in der Rhein/ Neckar Region außer Pferden kaum noch eine andere Tierhaltung. Die wenigen Familienbetriebe die es noch gibt, betreiben Obst, Wein, Gemüse oder Ackerbau.
Der beste Boden, um die Grundwasserspeicher (Trinkwasserspeicher) zu füllen, ist der Acker. Der Regen versickert schnell in tieferen Schichten. Danach kommt das Grünland, wenn regelmässig nicht zu starker Regen fällt, dann ist der Boden aufnahmefähig. Ist es jedoch zu trocken, oder die Wiese ist durch Dauerregen oder Starkregen nicht mehr aufnahmefähig, dann fliesst der Regen über die Wiesen davon, landet im Bach und dann im See – wo das Wasser ja auch wieder entnommen wird.
Dritte Option der Wald: der speichert zwar gut Wasser, verdunstet – also verbraucht – aber sehr viel Wasser über Blätter und Nadeln. Der lässt kaum Wasser in die Grundwasserspeicher. Meiner laienhaften Behauptung nach wäre das zumindest trinkwassertechnisch eher schlecht für grosse Dörfer und Städte, wenn zu viel Wiese und Acker (also das Zuhause der Nutztiere) in Wald umgebaut würde. Allerdings: wenn du nichts mehr zu essen hast, dann brauchst du auch bald kein Wasser mehr.
@S
Sie glauben wirklich, dass der wie auch immer bearbeitete Ackerboden bessere Versickerungsraten aufweist als das Grünland? Werfen Sie mal einen Blick in den Scheffer/Schachtschabel, „Lehrbuch der Bodenkunde“.
Zweinutzungsrassen waren noch Thema in meiner Lehrzeit als FA für Rinderzucht! Das Schwarzbunte Niederungrind, spätere DSR war Basis des Viehbestandes! Später dann züchtete man ( kreuzte Jersey und HF,CF ein)das SMR( Schwarzbuntes Milchind) in der DDR. Prof.Schönmuth und die Stammzuchtzentren waren der Initiator. War etwas kleinrahmiger und zeichnete sich durch hoehere Milch-und Fettleistungen aus! Übrigens habe ich in meinem VEG Färsen zur Pension ins Erzgebirge geschafft, um absolute Weideflächen zu nutzen! Soweit mal zur Rassenhistorie des Milchviehes hier.
Zweinutzung: Das Schlimmste allerdings war die Besamung von SMR nicht zur Reproduktion geeigneter Färsen mit Charolais, um den Rindfleischbedarf zu decken!Ergebnis waren zu schwere Kälber und Schwergeburten! Züchter und Betriebe haben sich massiv gegen diese staatlichen Auflagen gewandt, so das man später wieder davon abkam…Auch diese schreckliche Färsenvornutzung war ein Übel…
Mit Deutsches Schwarzbuntes Niederungs (DSN) kann man heutzutage gute Betriebsmargen realisieren. Vor allem, wenn kein Mais verfüttert wird, hat man auch beim Fleisch-Absatz gute Karten. TOP – Fleisch. Die Milchproduktion ist auch sehr effektiv mit diesen relativ kleine Tieren. Also, wenn man sie als Wiederkauern für sich arbeiten lässt, ist die Zukunft nicht so unsicher wie beim „High-Input“-Tierproduktion. Wobei ich für alle Formen von Tierhaltung viel respekt für die Unternehmern habe, die das Tierwohl im Mittelpunkt stellen, für gute wirtschaftliche Erfolgen.
Es gibt noch einen sehr wichtigen Punkt, der für Nutztierhaltung spricht. Für Sojadrink braucht es bekanntlich Sojabohnen. Wenn ein Liter Sojamilch hergestellt wird entstehen Reststoffe (das Wort Abfall ist dafür falsch !) für Kraftfutter für Milchkühe und Schweine.
Die Milchkuh z.B. kann nur aus den Resten von dem popeligen Liter Sojadrink nochmals 3 Liter Milch herstellen. Nun könnte man argumentieren, dass ja Sojadrink nicht unbedingt nötig ist… aber es gibt auch Reststoffe (allerbeste Futtermittel) bei der Produktion von Ölen wie Raps und Soja, Mehl, Apfelsaft, Bier, Zucker… nur um einige wenige zu nennen.
Also mit jedem Produkt, dass ein man kauft, werden mindestens nochmals so viele Nutztiere gefüttert. Und das ist gut so, denn sonst würden unsere Kinder verhungern.
Schon jetzt gibt es das Problem, dass viel zu viel potentielle Nahrung/ Tierfutter über die Tierkörperverwertung verbrannt werden und damit unwiderruflich endliche/knappe Stoffe wie zum Beispiel Phosphat verloren gehen.
Smarti: Genau, so ist es! Wenn Sie sich mal das Rostocker FBS( Tabellenwerk) ansehen, werden dort eine Vielzahl solcher Abprodukte nach Futterinhaltsstoffen bewertet ! Was Küchenabfälle usw.betrifft, habe ich mich ja schon mehrfach zu dieser „Verschwendung“ geäußert! Übrigens selbst bei der Herstellung von Biokraftstoffen fallen erhebliche Mengen an RES und Rapskuchen an…
Die Rinderhaltung in den Bergregionen verschwindet ganz automatisch , weil der Mensch dort verschwindet. Das Leben in der Stadt ist bequemer und einfacher.
Der Kampf bestimmter NGO’s gegen die Nutztierhaltung hat in diesem Zusammenhang nur eine marginale Bedeutung.
Der Staat kann die Entwicklung nicht aufhalten sondern nur deutlich verzögern, wenn die EU- Milliarden dort konzentriert würden, wo man a) keine ackerbaulichen Nutzungsalternativen hat und b) den mechanisch-technischen Fortschritt nur sehr eingeschränkt nutzen kann, also in den Bergregionen.
Alles ganz einfach, aber alle wollen Staatsknete für wen und was auch immer.
Unterscheiden wir doch erstmal zwischen Zucht und Mast. Die züchterischen Ambitionen bestimmte seltene Rassen zu erhalten, ist in meinen Augen eine ideelle Sache und hat wenig mit Nahrungserzeugung zu tun. Ähnlich wie bei Geflügel und Äpfel. Der Markt entscheidet, was gekauft wird.
Die Fleckviehbullen-Fresser gehen mehrheitlich zu den großen Mastbetrieben in NRW, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Hier gibt es eine intensive Abhängigkeit, wenn die Menge und die Qualität erhalten werden soll.
War gerade vor einigen Wochen auf einem Betrieb, der einen neuen Bullenmaststall gebaut hatte….500 Fleckviehbullen feinster Kondition, sämtlichst aus dem Allgäu importiert.
Und dennoch werden die Einkäufer zukünftig vermehrt Südamerikanisches Fleisch einkaufen, weil die großen gleichmäßigen Mengen einen Kostenvorteil ergeben, und die Abnehmer gerne auf konsistente Lieferungen zurückgreifen.
Das Fleisch unserere Rinderrassen kann gut genutzt werden, weil ein Großteilund immer mehr ja nicht für Steaks und Rouladen benötigt wird, sondern als Hackfleisch bei Mc D. und Co. Verwertung findet. Das Fleich kann man relativ leicht von den Knochen hiesiger Rinder „abkratzen“.
Also keine Angst vor Argentinien!
Naja, einfach mal die aktuellen Angebote von Metro anschauen. Metro ist nunmal einer von vielen Großmärkten für die Gastro.
https://prospekte.metro.de/wochen-angebote-gastro-020226-070226/page/1
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„alle wollen Staatsknete für wen und was auch immer“ – drei Beispiele aus der Nachbarschaft: ein Gasthaus, stand lange leer, von einem Verein umgebaut und sporadisch zu einem Treffpunkt für die Bewohner geöffnet. Sogar besucht und gelobt von unserem Landwirtschaftminister… hoch gefördert von der EU.
Ein Dorfladen, 600 Einwohner, 2-3 Besitzerwechsel, zuwenig Umsatz, deshalb dauerhaft geschlossen. Jetzt wieder geöffnet, toll umgebaut, 100000.- Euro Förderung „zur Unterstützung vom ländlichen Raum“ der EU, aber ( oh welch Wunder ) Probleme wegen zuwenig Umsatz im Vergleich zu den Löhnen.
Biogasanlage, sehr gross, holt im Umkreis von vielen km sauber und zuverlässig das Gras von den Wiesen, bezahlen immer ein paar Cent mehr als Viehalter und die Landverpächter nutzen das aus – wir verlieren immer mehr Pachtland. Gefördert in Millionenhöhe, ansich ja auch eine gute Sache, dachte ich mal. So geht ein Teil der Grünfutters nicht mehr in die Milch, sondern wird zu Gas/ Strom und danach guten Dünger. Also weniger Konkurrenz unter den Milchviehhaltern (ergibt ein besserer Milchpreis). Dass die jahrelang genug Geld von der Umlage kriegen, dass sie allen umliegenden Landwirten das Land „klauen können und aufgrund der Grösse auch müssen“, soweit habe ich nicht gedacht. Immerhin hält die Biogasanlage das Gras durch regelmässige Pflege Jakobskreuzkraut frei und wir haben „die ganze Umgebung“ ausser an den etwa drei Erntetagen plus danach Reststoffe ausbringen total für uns. Keine fremden Tiere (Krankheitsübertragung), keinerlei Zäune, niemand der sich daran stört, wenn man die Rinder über die Wiesen treibt. Zur Wahrheit gehört auch, dass der Biogaser auch immer ein paar Cent über dem Preis zahlt, was die Schweizer bieten.
Vor etwa 20 Jahren habe ich mal eine Kartenauswertung der Topographischen Karte 1:50.000 von Bayern gemacht. Ich war erstaunt, wie viele verfallene Almen es damals schon gab. Es sind ja nicht nur aufgegebene Wirtschaften, es hat ja auch Auswirkungen auf Flora und Fauna sowie die Lawinengefahr.
Tut mir leid. Ist als Antwort auf Arnold Krämers Beitrag zum Thema Bergregionen gedacht.
In den Bergregionen verschwindet die Tierhaltung und der Mensch nicht nur wegen des bequemeren Lebens in der Stadt , sondern auch wegen der Sicherheit.
Gefahren sind ja nicht nur Erosion und Lawinenabgänge, sondern zunehmend besonders
die geschüzten Raubtiere Wolf, Goldschakal, Luchse und Bären.
Noch ein weitere Grund bestimmte NGO`s zu hinterfragen welche die Ansiedlung dieser
Raubtiere fördern und schützen.
Und wegen der Belastungen durch die Touristen, die Kühe mit lila Lackspray anfärbeln, auf Kälbern reiten, die Kühe mit ihren zahlreichen Hunden belästigen etc.
Danke für den Bericht! Ich habe gleich kontrolliert, ob ich die genannten Rinderrassen schon im meiner Liste habe. Um meine Unwissenheit zu verringern, habe ich nämlich eine Datei von europäischen Nutztierrassen von Biene bis Ziege angelegt.
Was auch bedacht werden muss, wenn man die Nutzierhaltung zugunsten vegetarischer/veganer Lebensweise abschaffen und Kunstdünger vermeiden will, ist der alte Spruch, den ich zuerst in Schweden kennen gelernt habe: ängen är akras mor – die Wiese ist die Mutter des Ackers. Wer mehr Heu hatte und so mehr Vieh über den Winter bringen konnte, hatte anschließend mehr Mist, was den Ertag des Ackers steigerte.
Bitte im Auge behalten: die EU samt diverse „N“GOs basteln weiterhin eifrig an der Industrialisierung der Nahrungsversorgung!
Gestern kamen bei uns (mal wieder) ein paar Aktivisten von Greenpiss vorbei, starteten gleich mit gut trainierten Fragen: „Sind Sie für Tierwohl?“
So ganz gut waren sie dann allerdings doch nicht gebrieft, weil sie die „Versäumnisse“ dort dem LEH und der Industrie anhängten (aber die kennt ein Normalbürger halt eher als die Landwirtschaft).
Meine Frau hat sie dann gleich verabschiedet…
Das spielt schon in der Geschichte von Kain und Abel eine Rolle. Warum hat sich Gott auf die Seite des Viehzüchters gestellt und damit den Ackerbauern so zur Weißglut gebracht, dass er seinen Bruder umgebracht hat? Gott: „Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden. So bist du verflucht, verbannt vom Ackerboden, der seinen Mund aufgesperrt hat, um aus deiner Hand das Blut deines Bruders aufzunehmen.
Wenn du den Ackerboden bestellst, wird er dir keinen Ertrag mehr bringen.“ Kain gibt den Ackerbau auf und zieht in die Stadt …
@AH
Eine Standardaussage von Prof. E. Klapp war: „Das Grünland nährt den Acker“. Wie weit haben wir uns von dieser Feststellung entfernt. Gerade unseren Halbzeitberufskollegen, den Ackerbauern, scheint diese Erkenntnis komplett unbekannt zu sein.
⁴.
guten Morgen wieder mal sehen interessant, wie ich im Internet auf diesem Kanal morgens vor 8 Uhr gut Wissen vermittelt bekomme. ich glaube das was ihr geschrieben steht wissen sehr viele nicht, und konnte zum Beispiel in der Berufsschule für Landwirtschaft jeden Morgen gut vorgelesen werden. man wird auf jeden Fall nicht dümmer und man erfährt vieles aus der Landwirtschaft, was sehr gut ist. also sollten die Almen mit dem viel gut erhalten bleiben! schönen Donnerstag