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Nicht repräsentativ

Am Freitag war SAT1 NRW bei mir auf dem Hof und hat Aufnahmen gemacht. Es ging wieder um das Thema Preise von Lebensmitteln, was der Bauer davon abbekommt und warum der Verbraucher nur billig will.

Die drei Damen vom Drehteam wollten unbedingt, dass ich auf dem Trecker fahre. Als sie dann bei mir auf dem Schlepper saßen, staunten sie nicht schlecht, was da alles moderne Technik drin und dran ist. Sie hatten noch nie auf einem Trecker gesessen. Aber sie hatten sichtlich Spaß dabei.

Anschließend starteten wir zu einer anderen Ochsentour: Verbraucher befragen. Dazu mussten wir zu einem Supermarkt, der in einer Fußgängerzone lag. Grund: von 5 angefragten Supermarktketten hatte keine eine Drehgenehmigung im Markt erteilt.

Also machte ich gemeinsam mit dem Drehteam mit Verbrauchern den „Tütencheck“. Die meisten hatten Verständnis, aber es gab auch welche, die mich für „bescheuert“ hielten.

Fazit: 4 Stunden mit dem Drehteam verbracht für 6 Minuten Sendezeit. Also fast so mühsam wie Kartoffeln anbauen. Zur Sendung machte SAT1 eine Online-Umfrage, deren Ergebnis ihr hier sehen könnt.

SAT1-AbstimmungRund 16% gaben an, ausschließlich beim Bauern zu kaufen, 19% achten auf regionale Produkte, 50% der Käufer haben zu wenig Geld zur Verfügung. 18% machen sich beim Einkaufen keine Gedanken. In meiner persönlichen Wahrnehmung sieht die Realität anders aus. Was meint ihr?
Der Beitrag ist hier zu sehen:

http://www.sat1nrw.de/archivbeitraege/willis-wutbrief-an-uns-verbraucher-117597/

Kommentare findet ihr unter dem Beitrag oder auf der Facebook-Seite SAT1 NRW

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8 Kommentare

  1. Matthias W. sagt

    Hallo,
    ich glaube, die Frische ist die entscheidende Größe für unsere Lebensmittel!
    Ein konventionell hergestellter Weißkohlkopf vom Bauern ist immer noch frischer und gesünder, als jeder über die Handelsstufen der Großkonzerne angebotene Kohl… Das gilt natürlich auch für noch leichter verderbliche Ware…

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  2. Hallo
    ich finde es ist ein Wunder, bei diesem Bericht keine hetz Jagd gemacht hat. Bei mir Zuhause hatten wir auch einmal das Fernsehen, die hatten uns erzählt das sie einen Beitrag zur Aufklärung machen wollten, doch leider War es in unserem Fall zum negativen und deswegen vertraue ich den Medien nicht mehr. Ich mach mir auch Gedanken darüber was besser ist ob man beim Discounter kauft oder lieber beim direkt Vermarkter. Allerdings bin ich der Meinung das es besser ist vom Bauern zu kaufen, denn da bin ich mir sicher das er mir die Wahrheit sagt.

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  3. Landwirt Franz sagt

    Repräsentativ ist da nix, da braucht man gar nicht in die Tiefe gehen.
    Die vom Sender sind froh, dass eine Signifikante Aussage heraus genommen ist, was die mit der Wahrheit zu tun hat ist erst mal sekundär.

    Und du, Willi kannst froh sein, das die nicht mit schwungvollen Attributen aus dem Off hantiert haben, ruck zuck machen die aus dir den “ wütenden Weizenbauern Willi“ 😉 kennen wir ja!
    Schönen Gruß

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  4. Anna Maria sagt

    Hallo Marko,

    falls deine Geschmacksnerven noch funktionieren, geh doch mal zum Direktvermarkter. Da merkst du den Unterschied. Bei Kartoffeln vor allen Dingen …

    http://www.landservice.de. Da wird dir geholfen, falls Du Hilfe wünschst.

    Von mir aus kannst du dich auch weiterhin von Schlabbersalat aus dem Supermarkt ernähren oder die zermatschten Tomaten aus der Dose essen.

    Buon Appetito!

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    • Marko sagt

      Hallo Anna Maria. Ein Discounter besteht nicht nur aus Fertigprodukten. In meiner Gegend kann man da auch frisches Gemüse kaufen. Sollte es bei dir nicht so sein, ist das ein rein regionales Problem.

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    • Claphi sagt

      Hallo Anna Maria,
      die „Direktvermarkter“ die ich kenne, kaufen die Produkte für Ihren Hofladen auf dem Hamburger Großmarkt (ebenso wie viele Marktbeschicker). Kaum ein Hofladenbetreiber oder sonstiger Direktvermarkter baut die verkauften Produkte selber an, sondern kauft zu großen Teilen zu. Die Qualität (sofern die Ware aus Deutschland stammt) ist identisch mit der Quali. im Discounter. Ein Fall ist mir bekannt, wo bei Engpass im Hofladen auch gerne mal mit Ware aus dem Discounter das Regal wieder aufgefüllt wird. Lediglich das „Einkaufsevent“ bewirkt den anschließenden gefühlten Geschmacksvorsprung beim „Einkauf beim Erzeuger“.

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      • Claphi sagt

        Da fällt mir noch ein Ding ein. Gar nicht weit weg von meinem Wohnort. Ein BIO-Hofladen auf einem konventionellen Betrieb. Da wird nun wirklich alles zugekauft. Aber das Ding brummt.

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  5. Marko sagt

    Hallo Willi,
    jetzt hast du den Leuten sogar schon in deren Einkaufstüten geschaut….
    Ergebnis?
    Eine Statistik, deren Signifiganz sogar du anzweifelst.

    Was willst du damit erreichen?

    Was ist so schlimm am Discounter?
    Qualität?
    Naja, im Discounter muss man glauben was auf der Verpackung steht.
    Beim Direktvermarkter muss man glauben was der einem sagt.
    Man kann dazu stehen wie man will, aber Glaube spielt bei beiden eine wesentliche Rolle.
    Wissen tut man in beiden Fällen als Verbraucher gar nichts.

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