Alois
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Nicht als die Wahrheit – oder doch nur ein Gerücht?

Höchst interessant ist es, wenn man sich als Landwirt unter „Normal-Verbraucher“ mischt, ohne sich zu outen und man teilhaben kann an der Informations-Rally der Leute. Wir wissen ja selbst, dass „Tratschen“ einen nicht unerhebliche Anteil an der gesellschaftlichen Meinungsbildung hat.

Sowas erlebte ich vor einigen Wochen nach einer Weiterbildungsveranstaltung, als meine Teilnehmergruppe beim Anstehen in der Kantine über Landwirtschaft zu diskutieren begann. Der Anstoß war eine vegane Speise.  Sehr schnell kamen von fast jedem Zweiten Argumente, warum man denn kein Fleisch mehr essen sollte.  Den einen taten einfach die Schweine so leid, wenn sie in den Mastanlagen „so eingepfercht“ ihr Leben fristen. Und dann natürlich die „Mast mit Antibiotika“, vor allem bei den Puten und den Schweinen. Die Rinderhalter kamen erstaunlich gut weg. Kein Wunder, im Allgäu stehen immer noch „nette Moggele“ (das sind nette, junge Rinder) auf der Weide, welche wohl wirklich gute Botschafter der Landwirtschaft sind. Aber ganz mies bekamen die „Agrarfabriken im Osten“ ihr Fett weg. So ein Allgäuer Normalo stellt sich scheinbar die „Riesenbetriebe“ in Thüringen und Co. fürchterlich vor und die Landschaft dort „soll ja fast in der Gülle ersaufen“.

Ich outete mich zunächst nicht als Landwirt und erfuhr eben recht frisch happige Infos. Wo dann alle so satt am Tisch saßen, machte sich die einhellige Meinung breit, dass man doch eigentlich viel mehr Bio kaufen sollte. Es sei der einzige Weg gegen die großen Konzerne die Welt zu verbessern. Vielleicht noch eine Info: Die Gruppe bestand zu ca. 80% aus weiblichen Teilnehmern.

Tja, dann outete ich mich doch als „Bio-Bergbauer“ und sammelte zunächst richtig Pluspunkte, bis ich anfing die “Antibiotika-These” kritisch zu hinterfragen. Ich bekam wenige Antworten und das Thema Landwirtschaft war plötzlich nicht mehr so interessant. Als ich dann noch zugab Jäger zu sein, war es endgültig vorbei mit der Sympathie. Da sprach mir dann auch eine Teilnehmerin ihr Beileid aus, weil ich es fertig bringe Tiere zu töten. Das hätten sie von mir nicht gedacht.

Solche oder ähnliche Erlebnisse hat doch bestimmt schon jeder Landwirt oder Bäuerin mal gehabt. Es zeigt mir zwar einerseits, dass Landwirtschaft durchaus ein interessantes Thema für unsere Mit-Bürger ist. Aber es zeigt mir leider auch, wie sich inzwischen angebliche Wahrheiten über die Landwirtschaft in der Gesellschaft festgesetzt haben. Dabei sind es doch nur nachgeplapperte Gerüchte. Ich bin aber weit davon entfernt meine Mit-Bürger für ihr Nachplappern zu verurteilen. Schließlich bin ich auch selber nicht davor gefeit mal etwas Gehörtes unreflektiert weiterzutratschen. Ich glaube, das Beste was wir tun können, ist uns munter unter die “Normalos” zu mischen, die Gerüchte unaufgeregt anzunehmen und uns selbst offen und ehrlich dem Dialog stellen.

Euer Alois

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34 Kommentare

  1. Gephard sagt

    Interessant ist auch der Jäger-Aspekt. In der Tat ein Beruf mit schlechtem Image. Allerdings hat alles, was mit vermeintlichem Töten zu tun hat hier einen schlechten Ruf. Zum Beispiel auch Soldaten und Polizisten. Allen ist der Umgang mit Waffen gemein. Und dann sind da noch die Amis mit ihrem legalen Waffenbesitz. In den Augen vieler Deutscher auch ein suspektes Volk, mit angeblicher Tendenz zum Amoklauf. Ich denke das Kernvorurteil für die Verachtung ist, dass der Waffenbesitz wohl die Lust am Töten dokumentiert, nötigenfalls sogar unbewusst. Also wer einen Beruf mit Waffennutzung wählt, ist automatisch jemand, der potenziell Spaß am Töten hat, auch wenn er es vielleicht derzeit nicht so sieht oder lebt.

    Ich muss zugeben, dass mein Bild des Jägers auch kein gutes ist. Zwar kenne ich zwei junge Menschen, die mir viel interessantes aus der Jäger-Ausbildung erzählt haben, was ich als wichtiges und erhaltenswertes Wissen erachte. Das Töten hat deren Schilderung nach keinen wesentlichen Anteil in der Ausbildung, sondern es ging um Zusammenhänge in der Natur.

    Mein schlechtes Bild stammt vor allem von langjährigen Jägern. Da ist der Vater eines Freundes, der bereits seinen Jagdhund mies behandelt und im Zwinger verkümmern lässt. Dann ist da ein Jägertreffen, auf das ich zufällig mal gestoßen bin. Die Menschen waren stark alkoholisiert. Nicht ungewöhnlich, dass so eine heterogene Gruppe sich auf Abschätzigkeiten einstimmt. Das kennt man auch von Fußballfans, Kampfveganern, Schützenvereinen oder was auch immer. Was mir jedoch Angst bereitete, war der Umgang mit Waffen im alkoholisierten Zustand. Ich habe mich in dem Wald, in dem ich spazieren wollte, plötzlich nicht mehr sicher gefühlt. Zwar waren die Leute nur auf einem Grundstück, aber die gelegentlichen Schüsse ließen sich mir Bilder im Kopf ausmalen, dass jemand vielleicht auf dumme Gedanken kommt, besonders bei dem Gegröle und dem pubertären Gelächter. Die Krönung war eigentlich, das mir später ein Jeep entgegen kam, in dem zwei junge Männer saßen und mich nach dem Jägertreffen fragten. Da ich Ihnen den Weg auf einer Karte zeigen sollte, kam ich nah ran und vernahm ein Alkoholfahne. Leider war ich sowieso schon verängstigt, dass ich nur noch sprachlos war und nichts dazu sagte. Tage später erst, kam mir erst der Gedanke, dass ich eigentlich die Polizei hätte rufen sollen.

    Okay, das mögen vielleicht 30 Einzelfälle gewesen sein und weiß natürlich nicht, ob wirklich alle alkoholisiert waren. Aber für mich waren das viele Menschen auf einmal, die mir unheimlich waren und es fällt mir nun schwer neutral zu sein, wenn der Begriff Jäger fällt.

    Als ich später mal in einem Ferienhaus Urlaub bei einem ehemaligen Jäger machte, fuhr ich entsprechend vorurteilsbehaftet hin (das mit dem Jäger habe ich erst kurz vor der Reise erfahren). Ich hörte viele interessante Geschichten, doch immer wieder blitzten Ansichten heraus, die mir zuwider waren und meine Vorurteile bestätigten. Mit glühenden Augen erzählte er von Treibjagten oder dem Wildschwein, das nicht totzukriegen war. Das jemanden der Tot eines Lebewesens so viel Stolz beschert, hat mich arg irritiert. Mir ist natürlich klar, dass eher die gemeisterte Herausforderung den Mann mit Stolz erfüllt hat. Aber genau diese Distanz zu dem Lebewesen fande ich so unheimlich.

    Ich weiß, der Beruf des Jägers wird nicht nur aus Spaß am Töten ausgeführt und hat seine Berechtigung. Doch würde hätte ich gerne positivere Beispiele oder mehr Jäger, die mit den Vorurteilen aufräumen und sich distanzieren. In irgendeiner Kindersendung (Maus, Wissen macht Ah, Willi wills Wissen, … weiß nicht mehr) gab’s mal ein sympathisches Portrait eines Jägers. Ich denke, die Jäger sollten sich mehr für ein gutes Image engagieren und sich von den schwarzen Schafen in den eigenen Reihen distanzieren. Ist sicher nicht leicht, weil mehr Öffentlichkeit auch mehr Diskussionen hervorruft und nach hinten losgehen kann. Aber wenn nichts passiert, ergeht es den Jägern wie vielen anderen, die eher im Verborgenen agieren: Die Medien holen ein schwarzes Schaf hervor und der gesamte Berufsstand wird mitgezogen, weil es eben nur diese eine Seite in Medien gibt.

    • Inga sagt

      Ja, immer diese Vorurteile, meistens vonLeuten die von der Materie keine Ahnung haben
      und die Presse mach tmit, damit sie etwas interesntes zu schreiben hat.

      also ich glaube zu wissen, dass man die Jäger benötigt, um das Wild in Grenzen zu halten, also zahlenmäßig, damit im Wald und Feld ein Gleichgewicht bleibt.
      Der Wolf kann das auch!?!

      Wenn jetzt der Wolf wieder angesiedelt wird, braucht man dann keine Jäger mehr?

      Aber die Jäger arbeiten doch schonedner für das Wild, oder?

      Und die Lämmlein auf der Weide werden geschont, denn das ist doch auch Tierquälerei, wenn sie vom Wolf zerrissen werden, oder?

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Die öffentliche Wahrnehmung der Jagd und der Jäger ist wohl besser als man meint. Die Zahl der Jagdscheininhaber in Deutschland steigt kontinuierlich an. Im Jahr 2015 auf 374.000. Es gibt also mittlerweile mehr Jäger als Landwirte in Deutschland. Hinzu kommt auch noch, dass die Jägerschaft mit anderen Gesellschaftsgruppen stark vernetzt ist, weil die meisten Jäger ja auch noch ein bürgerliches Dasein haben. Z.B. gibt es viele Naturschützer, die absolut für eine regulierende Jagd sind, weil das die Beste Methode ist um Ökosysteme stabil zu halten. In meinem Fall ist das der Bergwald, für dessen Naturverjüngung wir die Wildbestände im Zaum halten. Aus dieser Motivation heraus bin ich auch als Bauer zur Jagd gekommen, weil die Jahrzehnte lang betriebene “Trophäenjagd” der Jagdpächter zu hohen Wildbeständen und damit zu einem Totalausfall der Naturverjüngung geführt hatte. Vor 30 Jahren haben die Bauern bei uns erkannt, dass hier nur Eigenverantwortung hilft und haben die Jagd nicht mehr verpachtet sondern in die Eigenbewirtschaftung überführt. Und plötzlich haben die Jäger Verständnis für die Bauern und man hilft sich gegenseitig. Letzlich geht es um den Lebensraum des Wildes genauso, wie um den Schutz der Kulturpflanzen und der Kulturlandschaft. Wir erleben das gerade an dem Paradox, dass der Bergwald viel üppiger als Lebensraum taugt, je mehr wir den Bestand des Wildes reduzieren. Das Wild kann also viel natürlicher leben als vorher mit Wildfütterungen und dergleichen. Aber diese Komplexität wird wohl auch nicht vom großen Teil der Bevölkerung und der Medien gesehen.
      Und noch ein Wort zum Töten: Von den Jagdgegner wird ja oft der Wolf bemüht um die natürliche Regulierung im Öko-System zu betonen. Nur wird dabei übersehen, dass die Jagdtechnik mittels Gewehr wesentlich schonender ist, als die Hatz eines Wolfsrudels. Genausowenig gelten für Raubtiere Schonzeiten, wie sie für Jäger obligatorisch sind.
      Alois

      • Inga sagt

        Danke Alois,
        das wollte ich wissen.

        Also brauchen wir den Wolf?
        auch in Anbetracht der Schafe, die von ihm getötet, gerissen werden!

        • Alois Wohlfahrt sagt

          Hallo Inga, also ich bin nicht der Meinung, dass wir den Wolf brauchen. Aber er wird so oder so kommen. Von der Schweiz her wechseln immer wieder welche bei uns im Allgäu durch und werden auch mal fotografiert. Natürlich wirkt die Wolfspopulation auf das Öko-System ausgleichend. Aber zu was für einem Preis? In der Schweiz werden bereits Alpen deshalb nicht mehr beschlagen, also aufgegeben, weil die Wölfe zu viele Schafe reissen. Wir leben in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft und nicht in einer Ur-Landschaft. Darum hat der Wolf keinen Platz. Das ist nicht nur ein Problem der Landwirtschaft.

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Neulich hat sich ein Wolf bis in den Oberrheingraben vorgetraut, leider (oder Gott sei Dank) hatte der Probleme mit unseren Verkehrsregeln, der wusste nicht, dass er nicht auf die Autobahn darf. Durch dieses Nichtwissen hat der das Zeitliche gesegnet. Die Trauer war groß, fast so, als wären 30 Menschen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. 🙁

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Alois,

            was sagt man in der Schweiz über die Lawinengefahr, wenn die Almen nicht mehr bewirtschaftet werden?

  2. Hallo Bauer Willi
    Also auch ich finde das in der Gesellschaft viel geredet wird ,was nicht so stehen bleiben sollte.
    Wir reden sehr viel vor Ort mit unseren Urlaubern ,nehmen sie mit zu den Rindern und Bienen und versuchen ihnen wieder ein paar Zusammenhänge zu erklären ,die in grossen Teilen der Bevölkerung leider verloren gegangen sind.
    Es ist schon erstaunlich wie offen Kinder für neue Eindrücke sind.
    Viele Menschen sind einfach viel zu weit weg von ihrem Ernährer und vertrauen oftmals verklärten Werbespots, die sie für real halten.
    In Internetforen wird regelrecht ein Glaubens Krieg geführt…wenn es um die Ernährung geht.
    Schade um die Energie die da verschwendet wird. Sprüche wie was der Bauer nicht kennt frisst er nicht, wenn der Städter wüsste was er frisst ,würde er Bauer werden … müsste man eigentlich auf t shirts tragen.
    Und manchmal kann man eigentlich nur noch kommentieren lasst euch Chlorophyll unter die Haut spritzen und stellt euch in die sonne.
    Wir versuchen einfach unseren Beitrag zu leisten Bauer und Verbraucher etwas näher zusammen zubringen und öfter erleben wir , daß die Urlauber einfach begeistert sind.

  3. Friedrich sagt

    Ja,ja unsere lieben Mitmenschen.Ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen und alles glauben ,
    was da so pallabert wird. Wie sollen die es denn anders wissen , wenn man nichts hinterfragt.
    Schuld sind unsere 5 . Instanz , die Medien, die leider auch nur dem Mainstream und den Einschaltquoten folgen. Gerade unsere “Öffentlich Rechtlichen” , für die wir auch noch alle
    Rundfunkgebühren zahlen, sind die Schlimmsten. Leider sind von den Mitarbeitern dort
    rd. 85 % Rot oder Grün. Von Sachlicher Information ist dort nichts zu merken. Die treten ja regelrecht als Schulmeister auf und der Wahrheit auf ihrer Seite. Was soll da schon anderes rauskommen. Da hat eine Protestpartei
    schon recht , daß die Parteien keine Einflußnahme auf die “Öffentlichen Sender ” haben
    dürfen. Wir als Landwirte können nur immer wieder unsere Anwesenheit bei ideologischen Veranstaltungen zeigen. Dann wird dort auch anders diskutiert.
    Frohe Pfingsten !!

  4. Harmut Keller sagt

    Solche Gespräche kenne ich auch. Oftmals haben die Gesprächspartner dann ihr Wissen aus der Zeitung oder den anderen Medien. Meistens kann man dann Punkten, indem man fragt, ob denn ihr Beruf in den Medien richtig dargestellt wird.
    Das macht besonders Spaß bei Lehrern!

  5. Willy Toft sagt

    Ich habe solche “Begegnungen” ständig, mir wird dann, wenn sie wissen, dass ich Landwirt bin, die Bio- Landwirtschaft schmackhaft gemacht. Ich entgegne denen dann immer, dass ich mich leider nicht auf deren Aussagen verlassen kann, weil an der Ladenkasse immer das Billigste abgerechnet wird! Es ist nur schade, dass die Medien dieselbe Melodie spielen, und uns damit großen Schaden beibringen. Der Verbraucher wird eben nicht realistisch von den Medien unterrichtet, da kann er gar nichts für, und wir haben es schwer diesen Gerüchten Einhalt zu bieten. Trotzdem Aufklärung tut Not!

  6. Ina sagt

    Wieso? Geht uns persönlich doch ähnlich bei Themen, in denen wir nicht zuhause sind: Wir haben alle eine Meinung und Vorurteile. Sei es zu Priestern, Rechtsanwälten, Lehrern oder Handwerkern. Der Unterschied sollte sein, Interesse und Zeit aufzubringen, um aus Vorurteilen ggfs. zu einem echten Urteil zu kommen. Diese “Offenheit” fehlt mir zunehmend!

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Stimmt, es fehlt an Offenheit. Die Frage ist, wie man sie wieder herstellt?
      Ich denke, das geht nur auf einer persönlichen Ebene. Einfach nur mit der Gegeellung dagegen halten bringt nichts.
      In meinem Beispiel habe ich auch nicht fachlich gegen Antibiotika argmumentiert, sondern nachgefragt, woher sie denn das wissen, dass in der Tiermast generell Antibiotika eingesetzt würden? Das aber blieb im Dunkeln. Als dann den anderen klar wurde, dass ich davon Ahnung habe, wurde schnell ein anderes Thema gesucht.
      Alois

      • Inga sagt

        So is tes halt,
        es ist ja zu schön da (In Landwirtschft ) mitzureden und seine Meinung kund zutun, weil ja jeder meinjt er hätte Erfahrung darin.

        Aber die Zeiten sind vorbei, wir haben uns zu sehr, wie die anderenBerufe auch, spezialisiert.
        Aber vor Landwirtgschaft hat man keinen Respekt, weil da früher die einfachen Leute drin gearbeitet haben und die Arbeit war dreckig, schwer und angeblich mit wenib geistlicher Anstrengung, als es noch nicht so viele Maschinen gab.
        So etwas respektiert man nicht!!!

        Aber die einfachen Leute früher kannten jede Kartoffelsorte und wußten auch,wie und wo man sie am besten lagerte! Und was dabei noch zu berücksichtigen war.
        Udn was eine Leitkuh ist usw.

        Die hatten noch Respekt vor der Landwirtschaft, nicht nur wegen den Notzeiten.

  7. Inke Suhr sagt

    Moin Bauer Willi,
    ähnliche Erlebnisse habe ich auch schon gehabt und mich mächtig über die Dummheit der Verbraucher geärgert. Grundsätzlich kann man feststellen, dass es mit der Kultur und Bildung in unserer Gesellschaft steil bergab geht.
    Wenn ich als einzelne Person versuche, mit Verbrauchern zu diskutieren und falsch dargestellte Dinge der Landwirtschaft richtig zu stellen, dann glaubt man mir nicht.
    Da kann ich mir den Mund fusselig reden. Aber was in der Zeitung steht und im Fernsehen gezeigt wird, wird bedingungslos geschluckt, ohne es zu hinterfragen.
    Das frustriert mich.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Als damals die BSE-Krise so richtig hochkochte, diskutierten 2 Mütter vor der Fleischtheke heftig über vermeintlichen Gefahren. Ich konnte nicht widerstehen und erklärte ihnen, dass ich jetzt Rindfleisch kaufen würde, was ich auch tat. Was ich mir dann anhören musste, das verschweige ich hier lieber, sie erklärten mir eindeutig, dass sie Verantwortung den Kindern gegenüber haben.

      Die nette Verkäuferin fragte die Kinder, ob sie eine Scheibe Lioner möchten, was sie dann mit Genuss verspeisten.

      Offensichtlich war denen nicht bewusst, dass auch eine Lionerwurst Rindfleisch enthält. 🙂

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Inke
      es ist weniger Dummheit sondern Unwissen. Und dagegen gibt es doch Mittel! Kannst ja mal mein Buch “SAUEREI!” verschenken… (Ende des Werbeblocks) 😉
      Bauer Willi

  8. Ehemaliger Landwirt sagt

    Hallo Alois,

    Jäger ist schon mal ganz schlecht, auch deine Weiderinder gehen nicht den Gang des irdischen, sondern werden geschlachtet.

    Die Bienenhalter liegen im Ansehen ganz vorne,
    der Abteilungsleiter Landwirtschaft im Regierungspräsidium Freiburg meine dazu, das muss daran liegen, dass die ihre Bienen nicht schlachten. 🙂

  9. bauerhans sagt

    wenn ich auf zeit.online kommentiere,versuche immer sachlich zu bleiben,wird das grundsätzlich infrage gestellt.

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