Bauer Willi
Kommentare 111

Lebensmitteleinzelhandel: Was kümmert mich mein Geschwätz…

Es war zu erwarten: Wenn das Geld nicht mehr so locker sitzt, wird wieder billiger eingekauft. Das merkt auch der Lebensmitteleinzelhandel und bewirbt zunehmend Fleisch aus den Haltungsstufen 1 und 2. Vergessen sind die Beteuerungen, dass man bis zum Jahre 2030 nur noch Fleisch aus den Haltungsstufen 3 und 4 anbieten will. Wenn der Kunde nicht mitspielt, vergisst man halt man schnell seine großkotzigen Ankündigungen von gestern. Dazu schreibt top agrar einen ausführlichen Artikel

https://www.topagrar.com/schwein/news/tierwohlfleisch-steigt-der-handel-aus-b-20027139.html

Hier einige Zitate: „Immer deutlicher zeigt sich, dass der Lebensmitteleinzelhandel seine Strategie bzw. Ziele beim Thema Tierwohl korrigiert. Das Ziel „100 % HF 3 und 4 bis 2030“ ist längst nicht mehr bei allen in Stein gemeißelt. Und der LEH baut in Gesprächen mit der Wertschöpfungskette massiv Druck auf die vorgelagerten Stufen auf.

Hintergrund dürfte sein, dass der Absatz von Fleisch aus höheren Haltungsstufen schlechter läuft als gedacht. Die Verbraucher kaufen angesichts der angespannten Lage der privaten Haushalte lieber preiswertes Fleisch.

Zu beobachten ist auch, dass der Handel sich in seinen Tierwohlzielen nicht mehr einig zu sein scheint. Verschiedene Handelsunternehmen unterlaufen die selbst gesteckten Tierwohlziele und verkaufen wieder verstärkt Fleisch aus Haltungsformstufe 1 (HF1). Bei Aktionsware, die zum Teil 50 % des Umsatzes ausmacht, handelt es sich fast ausschließlich um Fleisch aus HF1. Das setzt die Marktbegleiter unter Druck. Und Marktanteile abgeben, das kann und will man sich im LEH nicht leisten.

Wie geht es jetzt weiter? Baut der LEH weiter Preisdruck auf? Bereitet er gar den Ausstieg aus dem Tierwohlabkommen mit den Bauern vor? Branchenbeteiligte haben zusehends den Eindruck. Denn der Handel steckt momentan in einer komfortablen Situation. Durch das große Angebot an Schweinefleisch braucht er keine Versorgungslücken bzw. leere Regale zu befürchten. Das scheut der LEH wie der Teufel das Weihwasser. Die Handelsunternehmen könnten sich reichlich mit Schweinefleisch z. B. aus spanischer Produktion eindecken.“

Spanien hat die Schweinehaltung in den letzten Jahren enorm ausgebaut. Weil das Land derzeit nicht nach China exportieren darf, flutet man den europäischen Markt mit Dumping-Preisen

Es stellt sich auch die Frage, ob die Tierwohlkennzeichnung noch Sinn macht. Der vielbeschworene „Umbau der Tierhaltung“ kann ja nur funktionieren, wenn auch das Geld dafür da ist.

https://www.topagrar.com/schwein/news/wie-geht-es-weiter-mit-der-tierhaltungskennzeichnung-20027250.html

Die Borchert-Kommission hat sich selber aufgelöst, weil alle Landwirtschaftsminister*innen klar geäußert haben, dass sie die Vorschläge mangels Finanzierung nicht umsetzen werden. (Warum die Zukunftskommission sich noch nicht aufgelöst hat, ist mir ein Rätsel)

Und damit zeigt sich der Zielkonflikt: Politik und Gesellschaft haben Wünsche, die sie als Konsument nicht einlösen.

Die Erkenntnis:

  • Der Handel kennt keine Moral, sondern nur Marge
  • Die Politik läuft nur dem – vermeintlichen – Zeitgeist hinterher
  • Der Konsument handelt logisch: fehlt das Geld, sinken die Ansprüche
  • Für den Produzenten: Investitionen in höhere Haltungsstufen lohnen sich in der Regel nicht
(Aufrufe 3.581 gesamt, 2 heute)

111 Kommentare

  1. Jürgen Donhauser sagt

    Also dann sollte man doch auch die ideologischen Tierwohlvorgaben rückabwickeln, die gesetzlichen Vorgaben zurück nehmen und uns Landwirte einfach das produzieren lassen, was die Verbraucher auch wirklich kaufen.

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  2. Nicolai Asmussen sagt

    Moin.
    Hat hier jetzt irgendwer, außer mir irgendwas zum Thema Tierwohl geschrieben?
    Ich lese nur:
    – Weizenpreise
    – Abkürzungen
    – Tiergesundheit
    – Spanien
    Aber keiner hat das Tierwohl im Focus.

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Aber keiner hat das Tierwohl im Focus.‘
      Doch, jeden Tag….ich mach nichts anderes, als Tierwohlställe planen. Was soll ich noch tun Nicolai?🥴

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  3. Nicolai Asmussen sagt

    Moin @Christian
    Schweine wachsen auch angebunden im Dunkeln.
    Ist aber nicht so legal.

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    • Martin Aupperle sagt

      Moin Nicolai und Christian, ausserhalb von D ist das relativ egal wie die Schweine aufwachsen/leben. Schaut mal auf Spanien und auf die Haltungsbedingungen für Schweine und da wäre noch die Tatsache dass sie den Markt überfluten. Klar geht der LEH mit seinen Versprechungen zu Haltungsstufen zurück auf 1 oder 2, Frage: Wen interessiert das wenn der Preis für Fleisch runtergeht?
      Bis jetzt hört man keinen Ökoplärrer von wegen Tierwohl und arme Schweine und so… Ach ja es ist ja Sommer und die große Pause und die Plärrer vermute ich sind im Urlaub… Für mich war es nicht einfach die Schweinehaltung aufzugeben aber ich hatte eine gute Alternative zum Geld verdienen. Das gilt aber nicht für die große Mange an Landwirten in unserem Land.

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  4. Ludwig sagt

    @Tom . Bei uns in Niedersachsen gibt es Gebiete mit schlechter Struktur und Ertragsfähigkeit. Auch ausgebildete junge Bauern arbeiten nicht mehr in der Landwirtschaft , weil sich das Geld leichter in anderen Bereichen verdienen läst.Die Mitarbeiter ,die wir brauchen , können wir schlichtweg nicht mehr bezahlen.Auch lassen inzwischen viele ihr Pachtland liegen , weil sie diese Pachtpreise nicht mehr bezahlen wollen und bewirtschaften nur noch ihr Eigenland nebenbei . Inzwischen haben das Land hier dann sogenannte Pachthaie übernommen mit dem Ergebnis , daß diese ihrgendwann platt gegangen sind . Denen hat dann die Bank alles genommen. Überall in den Betrieben mit Mitarbeitern gibt es Probleme , weil die Familien es nicht mehr akzeptieren wenn der Mann/Vater unregelmäßige Arbeitszeiten hat und mit weniger Arbeitszeit z.B. bei der Stadt/Gemeinde genausoviel Geld hat. Zusätzlich kommen jetzt die auslaufenden Biogasanlagen mit dem nicht mehr vorhandenen Rohstoffbedarf und entsprechend nicht mehr benötigten Pachtland dazu. — Was jetzt passieren muß sind Rahmenbedingungen zu schaffen , die hier eine sichere und wirtschaftliche Ernährungssicherung /Rohstoffbeschaffung schafft, da sonst in vielen Regionen alle sozialen und wirtschaftlichen Strukturen zusammen brechen. Es muß möglich sein , daß die Höfe wieder Unternehmergewinne erzielen und damit Eigenkapital für eine sichere Zukunft erzielen. In den letzten rd. zwanzig Jahren ist viel Eigenkapital verloren gegangen. Ob die jetzt Regierenden das schaffen ist allerdings mehr als fraglich. Dazu müßte die CO2 – Lage neu beurteilt werden , denn die UNO hat beim IPCC mit der RPD 8,5 schon eine 180 Gradwende vollzogen.Hier geht es jetzt nicht um die heillos übertriebenen 5 – 8 Erwährmung , sondern nur noch um ein Grad !! Dazu müßte der Green Deal gestrichen werden und das Bundesverfassungsgericht müßte ihr Urteil dazu wegen der Änderung der Lage zurücknehmen. Dann würden auch die ganzen Klima- CO2-Abgaben und Vorschriften wegfallen können. Fraglich ist aber ob die Politik diesen Mut hat ? Wenn aber dieser Mut fehlt , dann ist eben eine Abwahl der Feigen eine realistische Alternative für alle Bürger im Lande. Ob die EU das überleben würde bleibt eine spannende Frage ?

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  5. Nicolai Asmussen sagt

    @Bauer Willi
    Die ZKL ist seit ein paar Jahren auch noch für die Welternährung zuständig.
    Das ist ein klares Ablenkungsmanöver.
    Einer Gruppe mit solch einem Ansinnen kann man doch nicht die Gelder entziehen.

    Daß die BoKo in den Sack gehauen hat ist wohl verständlich (sonst bei mir nachfragen).

    Noch zur ZKL: (nach Loriot) Verein für Karneval, trotz Frau und Umwelt.

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  6. Ludwig sagt

    @Tom. WENN Das so weiter geht produzieren nur noch die Beststandorte ,weil bei der Kostenstruktur unterhalb des Durchschnittes keiner mehr Gewinne einfährt und das ist jetzt weltweit so bei den Agrarpreisen der letzten Jahre, aber den jetzt explodierenden Kosten.Beispiel Zuckerrüben. um kostendeckend zu wirtschaften müssen über 800 dt je ha geerntet werden bei 3 €/dt. Vor 40 Jahren bekamen die Bauern rd. 10€/dt Rüben inflationsbereinigt und bei erheblich geringeren Kosten.Heute wird sicherlich fast doppelt soviel geerntet , aber trotzdem passt es nicht.Knallhart müssten heute 50% der Rübenanbauer mit der Produktion aufhören, aber viele halten durch. Brüssel und Berlin geben uns keine Rahmenbedingungen und die geringen Flächenprämien verlängern das Höfesterben nur.Die Politik führt gerade einen Vernichtungsfeldzug gegen die gesamte Volkswirtschaft durch.Meine Berater gehen davon aus das wir 30% der Höfe so verlieren.Als Kostensteigerungsbeispiel will ich N.Dünger AHL nennen.Frühjahr 2026 rd. 38 €/ dt.2025 gleich 25 € und vor 10 Jahren 15 bis 18 €.Wenn nichts bei den Marktpreisen passiert , dann kollabiert weltweit unser Ernährungssystem.Im Herbst werden wir den Anfang in Afrika sehen können.Schon jetzt sind die Auswirkungen mit rd. 100 Mill. Tonnen weniger Getreide kaum zu fassen.Stirbt der Bauer , stirbt die Wirtschaft, aber das glaubt bisher keiner.Afrika zahlt jetzt mit Hunger das Spekulantensystem und später wir alle. Landwirtschaft ist multifunktional,aber keiner merkt es noch nicht, aber das wird kommen und dann ist es wieder keiner gewesen. Nur unsere Bundeswehrführung warnt schon, aber unsere Politik ist zu unfähig es zu erkennen. Hierwird man sich erst noch einmal an deren Fähigkeiten im Ahrtal erinnern müssen,aber dann ist es zu spät!

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    • Tom sagt

      @ Ludwig. die Krux an der Sache ist aber, dass z.B. Weizen seit Jahren ( Wenn man eine Vollkostenechnung mit Pachtansatz macht ) ein Minusgeschäft ist. Trotzdem wird weiter Weizen in Deutschland produziert. Genau so ist es mit den Zuckerrüben. Die sogenante Fachpresse rät noch zum Rübenanbau, weil diese genau genommen den wenigsten Verlust verzeichnen! Wie pervers ist das eigentlich?

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      • Stadtmensch sagt

        „https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/dippoldiswalde-sebnitz/landwirt-doebra-erzgebirge,ausstieg-manager-100.html“

        Die Spielzeuglandwirtschaft der Zukunft in D: Gnadenhof für verschlissene Manager. Finanziert aus außerlandwirtschaftlichen Kapitalerträgen.

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        • Stadtmensch: „Gnadenhof für verschlissene Manager“. Danke, Mega ! 🙂
          Als ich einmal in einer Runde „stallbesichtigender Menschen“ sagte, dass heutzutage leider WG-Zimmer und Ferienwohnungen mehr rentieren als Tierhaltung fanden sie das alle OK. Es wäre ja auch weniger Arbeit für uns arme Bauern und weniger „Tierleid“, weil ja weniger Kühen die Kälber weg genommen… den ganz normalen Quatsch eben.
          Später dann, nach dem grillen, wollte ich witzig sein und sagte, dass Menschenhaltung halt einfach rentabler und weniger kontrolliert werde als Tierhaltung. Betretenes schweigen… schlechte Bewertung im Portal. A…löcher ?

        • Smarti sagt

          Stadtmensch: „Gnadenhof für verschlissene Manager“. Danke, Mega ! 🙂
          Als ich einmal in einer Runde „stallbesichtigender Menschen“ sagte, dass heutzutage leider WG-Zimmer und Ferienwohnungen mehr rentieren als Tierhaltung fanden sie das alle OK. Es wäre ja auch weniger Arbeit für uns arme Bauern und weniger „Tierleid“, weil ja weniger Kühen die Kälber weg genommen… den ganz normalen Quatsch eben.
          Später dann, nach dem grillen, wollte ich witzig sein und sagte, dass Menschenhaltung halt einfach rentabler und weniger kontrolliert werde als Tierhaltung. Betretenes schweigen… schlechte Bewertung im Portal. A…löcher ?

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          • Kemetbauer sagt

            @S
            Apropos „…..weniger Kühen die Kälber weg genommen….“, fällt mir doch glatt die Kausa Spahn ein.

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          • Stadtmensch sagt

            Bin gerade in einer Touristen-Haltung hier im Allgäu: sehr schick! Werde wohl eine Woche durchschlafen.

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        • Kemetbauer sagt

          @St
          „außerlandwirtschaftlich“ in Bezug auf Kapitalerträge, hat etwas Tautologisches.

      • Ferkelhebamme sagt

        Wenn Weizen bei dir seit Jahren ein Minusgeschäft ist, solltest du dein Wirtschaften überdenken

        • Tom sagt

          @Ferkelhebamme, ich produziere seit Jahren keinen Weizen mehr, weil ich mir dieses Hobby nicht mehr leisten will !!!
          Aber: Willst du mir erzählen, dass du mit Weizen bei 17 €/dt noch Gewinn machen kannst, dann rechne mir das bitte vor, vielleicht hab ich da was in meiner Kalkulation übersehen?

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  7. Limes sagt

    habe kürzlich an einer Umfrage zum Thema was ist wichtig beim Kauf von Fleisch teilgenommen. Die Antworten von mehr als 2000 Teilnehmern. Diesen ist folgendes wichtig:
    52% Geschmack
    44% regionale Herkunft
    42% Tierwohl
    28% niedriger Preis
    27% Bio Qualität
    15% Nährwerte (z.B Proteine, Fett)
    15% einfache Zubereitung
    Geschmacksache sagte der Verbraucher, biss in das günstigste Fleisch mit irgendeinem Siegel oder von dem er glaubte es kommt von glücklichen Tieren aus seiner Nachbarschaft.
    Auf eins kann sich der Verbaucher verlassen Fleisch hat einen hohen Nährwert und versorgt uns mit wertvollen Proteinen.

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    • Inga sagt

      ja,
      Fleisch ist ein Stück Lebenskraft
      weil es in der Evolution des Menschen eine Rolle spielte.

      Natürlich hat es deswegen für uns wichtige Nährstoffe, wie leichtverdauliche essentielle Proteine, Fette, und Vitamine .

      Pflanzliche Proteine sind schwerer zu verdauen.

  8. Sonja Dengler sagt

    „Der Verbraucher“ hat noch niemals den Bauern vorgeschrieben, wie sie ihr Vieh halten müssen – das waren immer (!) nur einige wenige, eine kleine Kampftruppe, die von den Medien gehypt und als vermeintliche Mehrheit dargestellt wurden und die wiederum durch unsere Politiker bestätigt und mit reichlich Geldern versorgt wurden.
    Und – nicht vergessen – wie man mit den Bauern umgeht, DAS tut man auch anderen Berufen an: Ärzte, Kliniken, Hebammen, Geburtskliniken, IT-Spezialisten, Übersetzern usw. und so fort – der Wahnsinn hat sich hierzuland etabliert und ich bin um jeden Tag und jedes Berufsgruppe froh, die das erkennt und sich nicht gegenseitig aufhetzen lässt, bzw. es ablehnt, dafür Putin oder/und Trump verantwortlich zu machen. D-Schland hat bald fertig, wir müssen uns gegenseitig durch die böse Zeit stützen.

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    • Stadtmensch sagt

      Falls es Sie interessiert wie die Mediennutzung- bzw Macht hierzulande tatsächlich ist, empfehle ich einen Blick auf die Zahlen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/medienwissenschaftler-martin-andree-muessen-digitale-meinungsmonopole-brechen-100.html

      Somit wird auch klar, warum Minderbemittelte spielend gegen die eigenen Interessen auf gescheucht werden (Emotionen zu Geld machen). Schade, dass die Administration an der Bildung genau so spart wie am Schwimmunterricht… Wir gehen also durch üble Zeiten der Ochlokratie. Schon die alten Griechen kannten diesen Kipppunkt und wollten ihn möglichst schnell und blutarm passieren.

      Natürlich würde ich nich behaupten, dass FAZ, Spiegel Online, Tagesspiegel, seriöse Medien sind, aber die erreichen zum Glück kaum jemanden.

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    • zmp_nachfahre sagt

      Die „kleine Kampfgruppe“ ist in der Tat das Problem, weil sie es geschafft hat, dort zu sitzen, wo sie den Politikern, die entweder genauso vernagelt sind oder gar keine Ahnung haben, die Richtung vorgeben können.
      Wenn man sich überlegt, wie einige wenige Personen außerhalb jeglicher demokratischen Legitimation wesentliche Entscheidungen durchbringen können – etwa der Graichen-Clan für die Energieversorgung (davor schon Herr Trittin) oder auch die EU-Kommission…

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  9. Ludwig sagt

    Es geht denLEHs nur ums Geld. Moral oder Ideologie kennen sie nicht.sie nutzen es nur Geldmässig aus. Die NGOs treiben mit staatlichen Geld die …Nachhaltigkeit , CO2, Tierwohl, usw. auch nur als Abkassiereinheit an.Die Bauern bleiben so auf der Strecke und sollen nur Arbeiten und in Ideologie investieren die jetzt keiner mehr bezahlen will im Supermarkt. Das ganze Spiel nähert sich dem Ende.Die Bauern produzieren hier nicht mehr. Getreide, Fleisch, Zucker , usw. geht jetzt langsam aus.Gute Zeiten für die Bauern ??!

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    • Tom sagt

      Ludwig, verstehe ich deinen Kommentar falsch? Wie kommst du darauf, das sich das Spiel dem Ende nähert, Bauern nicht mehr produzieren und Getreide usw. knapp wird?
      Ich habe doch eher das Gefühl, das das jetzt erst richtig anfängt!
      Die Bauern werden immer weiter produzieren, egal wie niedrig die Erlöse bzw,
      wie hoch die Verluste sind. Es gibt keine Alternative – die Felder müssen bestellt werden.

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        • Tom sagt

          Das ist doch nur wieder so eine Witz Schlagzeile die eine sogenannte Fachzeitschrift den Bauern wieder Hoffnung auf besserre Preis suggeriert.

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          • Bauer Willi sagt

            @Tom
            Sie sollten sich mal mit Getreidebilanzen auseinandersetzen. Es gibt diese für Deutschland (aktuell wurde die Prognose um schlappe 1, 5 Mio t zurückgenommen) für Europa (Frankreich hat massive Ausfälle beim Mais) und Welt. Als Coceral seine Analyse herausgab, stieg am nächsten Tag die Börse um 10 €/t.
            Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal….

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            • Tom sagt

              @Bauer Willi
              Also mal ehrlich – was sind 10 €/t, wenn wir Bauern zur kostendeckenden Produktion eigentlich 100 €/t mehr bräuchten?
              Warum steigen die Preise für den Erzeuger nicht wirklich dauerhaft an?
              Also wenn Sie Ahnung von Marktwirtschaft hätten, dann wüssten Sie,
              dass Angebot und Nachfrage den Preis regeln richtig?
              Dann ist also das Angebot demnach noch vie viel zu groß oder?

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            • Tom sagt

              @ Bauer Willi,
              Die Weltweite Getreideproduktion liegt lt. meines Wissens bei 3 Milliarden Tonnen.
              Jetzt nimmt ein Land seine Prognose um 1,5 Millionen Tonnen zurück –
              wahnsinn das sind dann ca. 0,05 Prozend, wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe.
              Merken Sie was Bauer Willi? – wie war das mit“ Wer keine Ahnung hat“ ?

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              • Kemetbauer sagt

                @T
                Wenn wir von 7,5Mrd. Menschen auf diesem Planeten ausgehen, waren das 450kg/Mensch/Jahr. Direkt zu Lebensmitteln verarbeitet benötigt jeder Mensch ca. 75/kg/Jahr. Wo bleiben die restlichen 375 kg? In welcher Größe liegt denn da der Verbrauch? Und bei welcher Größe reden wir denn dann von einer nicht gesicherten Versorgung?

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                • Tom sagt

                  @ Kemetbauer
                  Die Versorgung ist meines Erachtens momentan ( solange keine katastrophalen Naturereignisse eintreten ) mehr als gesichert.
                  Es ist auch noch viel Luft im Bereich – Zurücknahme der Veredelung und Verschwendung drin.
                  Es liegen auch viele Flächen brach und bei höherem Stickstoffeinsatz und Aussetzen des Bioanbaus würde noch extrem deutlich mehr zu produzieren sein.

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                • Kemetbauer sagt

                  @T
                  Mehr N-Einsatz wird mit der EU-Kommission wohl kaum machbar sein. Agrarheute berichtete am 15.07.26 darüber, dass die Kommission weitere Vorschläge zur Vermeidung von Stickstofffolgeschäden, die die Kommission mit 68 bis 182 Mrd.€/Jahr beziffert, vorlegen wird. Da wird wohl eher eine Reduzierung wie in DK bzw. NL angesagt sein.

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          • Kemetbauer sagt

            @T
            Bessere Preise gibt es nur, wenn der Markt leergefegt ist oder der Verbraucher vorher in Panik gerät. Siehe Corona oder beginnender Ukraine-Krieg.
            Seit den Milchseen, Butterbergen, Tiefkühlfleisch- und Getreidebergen der späten 70er und frühen 80er Jahre, redet in der Landwirtschaft fast jeder von der Versorgungsunsicherheit. Mit dieser Begrifflichkeit will jeder Landwirt sein Schaffen als notwendigen Teil zum Fortbestehen dieser Gesellschaft rechtfertigen. Werte Kollegen, der Begriff „Versorgungssicherheit“ ist abgelutscht! Darauf fällt heute niemand mehr herein.

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        • Tom sagt

          Den Vertragsnaturschutz kannst du ja auch nur auf ein paar wenigen ha machen!
          Sobald das ein großteil der Bauern machen wollen würde, ist das Programm wieder verschwunden – so wie das K33 Kulap auch.

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    • Nicolai Asmussen sagt

      Moin @Ludwig
      „Es geht denLEHs nur ums Geld. “
      Gut, also bleibt nur die Politik.
      Wir Landwirte können das nicht bezahlen.
      Die Politik war in Vergangenheit nur für „Bio“ da. Aus einem einfachem Grund: etwas mehr Tierwohl bei den konventionellen würde den Absatz von Biofleisch zurückdrängen.
      Das geht nicht bei einem grünen Minister.
      Also hat er sich etliche Vorwände gesucht, um den Stillstand zu wahren.

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      • Kemetbauer sagt

        @NA
        Und mit einem tiefschwarzen Minister geht es besser? Der aktuelle Landwirtschaftsminister ist der absolute södersche Reinfall. Da ist bisher, außer Ankündigungen, gar nichts gekommen. Seine vollmundigen Versprechungen zum Erhalt des Agraretats, sind schwindsüchtig. Der Zuschuss zur BG wird reduziert. Die Förderungen div. ldw. Investitionen sind gestrichen bzw. zunächst einmal ausgesetzt. Versagen auf ganzer Linie. Ach, wärest du Fleischer geblieben!

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  10. Smarti sagt

    Ein grosser Heuhändler nähe Stuttgart erzählte und heute, dass wegen Trockenheit und Hagel sehr grossflächig etwa 40 % weniger Heu geerntet wurde als durchschnittlich. Jetzt hat es auch noch den ganzen Mais verhagelt, so dass er nicht mal mehr notfallmässig einsiliert werden kann. Noch wächst fast kein Futter nach. Zusammen mit katastrophalen Erlösen werden diese Tatsachen dieses Jahr noch massiv einschlagen. Die Höfe, die Landwirtsfamilien werden von allen Seiten angegriffen. Die Zahl der 100.000 Höfe, die übrig bleiben sollen, ist wohl viel schneller erreicht als errechnet.
    Ich frage mich, wer dann „guckt“, dass bei Hunderttausend Schluss ist mit sterben.
    Stört es mich ? Nein, fürs Weinglas und das Popcorn brauche ich den Mittelfinger nicht.

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  11. Elisabeth Ertl sagt

    Das bedeutet aber nicht, dass den Konsumenten Tierwohl nicht mehr interessiert, im Gegenteil:
    https://vki.at/Presse/PA-BEUC-GAP-2025
    Die Umfrage zum Lebensmitteleinkauf zeigt doch: Der Konsument erwartet sich vom Staat, dass er Produkte aus niedrigen Haltungsstufen gar nicht ins Regal lässt.

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    • Smarti sagt

      Frau Ertl, „Ihr“ Musterkonsument ist eine KI, erstellt durch schlaue Köpfe, die diese Gehirnwäsche mal eben neben ihrer Arbeit erledigen. Gegenhalten als Landwirt ? Wann und mit welchen Vorwissen ? Mussten -ich nenne sie mal Veganer- früher noch mühsam selber in den diversen Foren und Zeitungen schreiben, so erledigt dies heute KI selbständig. So können relativ wenige Personen ein ganzes Volk steuern.
      Nicht, dass ich etwas gegen „tiergerecht“ habe… aber das ist nur die erste Stufe der Tierabschaffung. Auch die Landwirtschaft stirbt scheibchenweise.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Ob es auf Dauer gut geht, die Position des Konsumenten völlig zu ignorieren?

        • Reinhard Seevers sagt

          Elisabeth, ich glaube du leidest an einem Blasenkatar. Verlasse die Blase…..oder wie Herrmann Hesse einst sagte: Entschlüpfe dem Ei, um dich selbst zu finden.😎

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        • Ferkelhebamme sagt

          Ob es auf Dauer gut geht, den Bauern wirtschaftlich in die Knie zu zwingen, durch Tierwohlgesetze die der Verbraucher doch so wünscht? Der Verbraucher, hat bereits zahlreiche Möglichkeiten nach seinen Wünschen zu kaufen, tut es aber nicht!! Wasch mich, aber mach mich nicht nass

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          • Ferkelhebamme sagt

            Und die Regierung hat auch noch nicht verstanden, dass sie das, was sie bestellen, auch bezahlen müssen.
            Ohne Zahlung keine Leistung. Für jeden Normalsterblichen eigentlich verständlich

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Sien sollten endlich diejenigen zur Kasse bitten, die ohne produktive Arbeit, nur mit Spekulation reich werden.

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    • Kemetbauer sagt

      @EE
      Der Konsument verortet die Zuständigkeit für Umwelt-, Arten- und Nutztierschutz beim Staat. Damit liegt dort auch die Verpflichtung, dafür zu zahlen; meint er. Schließlich zahlt ja
      j e d e s Mitglied dieser Gesellschaft auch so horrend viel Steuern. (Prust!)

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    • Arnold Krämer sagt

      „Die Umfrage zum Lebensmitteleinkauf zeigt doch: Der Konsument erwartet sich vom Staat, dass er Produkte aus niedrigen Haltungsstufen gar nicht ins Regal lässt.“

      1. Mal wieder eine Umfrage
      2. Wieviel ökonomischen Sachverstand haben österreichische, befragte Konsumenten? Wissen Sie, was das für die östereichische Nutztierhaltung bedeutet?
      3. Wenn schon Ordnungsrecht mit hohen moralischen Ansprüchen, dann bitte EU-weit und mit EU-Außenschutz. Sonst werden alle im ländlichen Raum ganz schnell ganz arm. Es ist ja nicht nur der Landwirt als Rohsrtoffprodutzent, sondern auch der ganze vor- und nachgelagerte Sektor betroffen, auch in Österreich.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        „Wenn schon Ordnungsrecht mit hohen moralischen Ansprüchen, dann bitte EU-weit und mit EU-Außenschutz.“
        Da bin ich absolut Ihrer Meinung!

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        • Ferkelhebamme sagt

          Bei der EU scheint ja ein gewisses Umdenken in diese Richtung stattzufinden. Lässt ein bisschen hoffen

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          • Kemetbauer sagt

            @F
            Ich denke, dass das ein Trugschluss ist. In der noch aktuellen „Bauernzeitung“ gibt es zu diesem Thema unter: „Schwierige Lage“ eine gute Zusammenfassung der Kommissionspläne hier „Tierhaltungsstrategie“ genannt.
            Kurz einige Daten aus dem Beitrag. Die Veredlung bringt 40% der Wertschöpfung des Agrarbereichs. Gesamtumsatz 400 Mrd.€, 7 Mio. Arbeitskräfte und 4 Mio. Betriebe. Von 2015 bis 2025 ist der Schweinebestand in D. um 22% reduziert worden. In Frankreich der Rinderbestand um 16%. Bis 2040 soll diese Entwicklung umgekehrt werden.
            Plötzlich erkennt die Kommission, dass sie mit komplett überzogenen Hygienevorgaben die kleinen Schlachtereien überfordert hat. Das soll sich jetzt ändern. Die glauben also wirklich, dass wieder kleine Schlachtstätten/Metzgereien eingerichtet werden. Das ist völliger Schwachsinn! Jetzt sollen Tierwohlmaßnahmen gefördert werden. Beträge in erheblicher Höhe sollen aus den GAP-Finanzen abgezweigt werden. Man spricht von ca. 8,5 Mrd.€ bis 2040. Und jetzt kommt ein Witz. Man will den Zugang zu privatem Kapital verbessern. Wovon träumen diese Leute eigentlich?
            Zusammenfassend kann man sagen, da beschäftigt sich mal wieder ein Kreis von Sachunverständigen mit einer Landwirtschaft, die es so nicht mehr gibt und auch nicht wieder geben wird. Die EU-Kommission ist über; die kann weg!

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            • Arnold Krämer sagt

              @KB
              Ein kluger Kommentar, den ich so von Ihnen nicht erwartet habe.
              Die EU- Kommission hat nicht nur im Agrarbereich sehr viel Schaden angerichtet. Hinzu kommt das deutsche „gold plating“, also immer noch auf EU-Vorgaben eins draufsetzen, während die meisten anderen Länder darauf geachtet haben, dass die EU-Vorgaben möglicht noch Schlupflöcher für die nationale Umsetzung beließen.

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    • Bauer Willi sagt

      @Elisabeth
      Die Umfrage zeigt den Consumer-Behavior-Gap, der besagt, dass die Wünsche des Bürgers nicht dem tatsächlichen Handeln als Verbraucher entspricht. Das ist menschlich, wer will denn schon schlecht aussehen. Es wird so geantwortet, wie man glaubt, dass es erwartet wird.

      Verbraucherwünsche werden vom LEH auch gesteuert. Im Moment läuft die „Protein- Welle“ wo für Molke (eigentlich mal ein Abfallprodukt) horrende Preise gezahlt werden. Analog-Käse war einst verpönt, wenn aber „vegan“ drauf steht, wird Pflanzenbrei vergoldet.

      Unser Sohn vermarktet Sägemehl für teures Geld. Der ist ja nicht blöd (bei DEM Vater… ) 🙂

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Ich bin nicht mehr sicher, dass es den Consumer-Behavior-Gap wirklich gibt.
        Der Konsument verlässt sich darauf, dass das Spielzeug seiner Kinder so konstruiert ist, dass Kinder sich nicht verletzen oder vergiften können, weil der Staat alles andere nicht ins Regal lässt. Und er erwartet sich dasselbe, wenn es um Tierwohl geht. Sicherlich würden viele Konsumenten dumm schauen, wenn die Produktpreise plötzlich Kostenwahrheit widerspiegeln würden. Dazu eine Frage: Warum wäre es in den 1970er Jahren undenkbar gewesen, dass sich jemand Lebensmittel nicht leisten kann, obwohl die Produktion damals noch deutlich teurer war als heute?
        Man muss bei Lösungsvorschlägen manchmal aus dem Landwirtschaftsumfeld halt weiter hinauszoomen ins Gesamtgesellschaftliche, sonst gibt es keine Lösung.

        • Reinhard Seevers sagt

          „Der Konsument verlässt sich darauf, dass das Spielzeug seiner Kinder so konstruiert ist, dass Kinder sich nicht verletzen oder vergiften können, weil der Staat alles andere nicht ins Regal lässt.“

          Jaaa neee is klar……und alle Spielzeuge, die derzeit von Temu ins Land kommen…Trâum weiter.

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        • zmp_nachfahre sagt

          Solche Forderungen hängen aber auch immer davon ab, „welche Sau gerade durchs Dorf getriben wird“.
          Beispiel Straßenverkehr: Einerseits läuft seit langem der Trend, alles immer mehr abzusichern (die EU wird dafür auch übergriffig). Kindersitze für das Auto mußten regelmäßig neu gekauft werden, weil es wieder neue Vorschriften gab, ein Sturzhelm darf nicht mehr benutzt werden, wenn das Prüfsiegel auf dem Kinnriemen nicht mehr lesbar ist.
          Heute fahren Eltern ihre Kinder stolz in Spanschachteln durch den dicksten Verkehr, allenfalls noch mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf. Und die Jugendlichen brausen ganz ohne irgendeinen Schutz mit dem Elektroroller quer durch.

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  12. evonik sagt

    Wie sind die Erfahrungen mit den höheren Haltungsformen bei den Schlachtern?
    Mehr Muskelfleisch oder mehr Verletzungen? Oder….?

    Ich habe noch nicht aufgepasst, aber merken die Kunden eine bessere Fleischqualitat?

    Ich würde nach Futterungsform kaufen.
    Z. B. ohne Soja, mehr tierisches.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Schwein interessiert doch kein Schwein…..Schwein ist ausschließlich als Vehikel für Tierwohl, Tierschutz, Tierrecht etc. da.
      Evonik, wann warst du eigentlich das letzte Mal in einem Discounter an der Fleischtheke? Kommst mit so weltfremd vor…..

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      • Kemetbauer sagt

        @RS
        @e kommt aus der fränkischen Einöde. Da hält man den Discounter für einen Laden, den man am WE zum Zappeln aufsucht.

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        • evonik sagt

          Kemetbauer, der Wini im lantreff ist dauerhaft gesperrt. Du scheinst ja dort auch zu schreiben und so habe mir die Bioszene dort angesehenen.
          Einer der Bios (Manfred) schreibt ganz vernünftig. Ein Isarland und ein Dwewt haben sich gegenseitig die Bälle zugespielt. Der Isarland schreibt nicht mehr und da sind die Leute dort froh drüber.
          Der Dwewt hat den gleichen Jargon wie du. Deswegen vermute ich mal, dass Dwewt dein Nick im Lantreff ist
          Was ist aus deinem Freund Isarland geworde?
          Steht das D für Demeter?

      • evonik sagt

        Eines gebe ich zu:

        Erfahrung mit Fleischtheken habe ich wenig, weil ich in der Regel abgepacktes Fleisch aus der Truhe kaufe.
        An der Theke komme ich nur bis zu den Bratwürsten. Da mag ich seit unseren Hausschlachtungen früher das Gehackte fur die Bratwürste.
        Oder eine Scheibe Blutwurst. Oder beim Dorfmetzger, der macht aber nur auf regional.
        Was das Weltfrsmde betrifft :
        Ich denke du hast noch nicht viel von der Welt außerhalb der Landwirtschaft gesehen und halst Landwirtschaft für die Welt

        Chef Willi will doch dass wir über den Tellerrand gucken.

  13. Werner Knödler sagt

    Diese Verhalten ist in der DNA des Lebensmittel Handels verwurzelt .
    – Er erinnert sich nicht an sein Geschwätz von gestern
    – Es wir NIEMALS mehr bezahlt als unbedingt notwendig
    – Lieferanten müssen austauschbar sein
    – Verträge mit Lieferanten gelten nur zum Vorteil des LEH .
    – Bei Rohstoff Knappheit beugt man sich kurzzeitig und widerwillig den Lieferanten ,
    erhöht sich das Angebot gelten laufende Verträge nicht mehr .
    – Um Ruhe vor den NGOs zu haben macht man für sie Werbung für die dann
    Kunden und Lieferanten bezahlen .

    Merke , wer in die Lebensmittelproduktion in diesem Land investiert muss wissen ,
    Dass er nur bestehen kann wenn er nachhaltig zum weltweit niedrigsten Preis , bei gleichzeitig
    höchsten Betriebsmittelkosten und den den dekadentesten Kontrollaffen , Gewinn erwirtschaften muss.

    25
    • Inga sagt

      Ich dachte der Kunde ist König?

      Nein, der Handel hat Macht, er nutzt Produzenten, bzw. Lieferanten und Verbraucher aus!

      Das ist doch ein alter Hut.

      die Ware ist auch egal.
      Die armen Kaufleute haben ja nichts anderes gekernt, als mit Gewinn verkaufen.

      das ist ein Armutszeugnis und daran leidet unsere ganze Ökologie,
      wenn auf sie im Handel auch nicht mehr geachtet wird.

      1
  14. Rathje Clasen sagt

    Der Metro als Hauptlieferant des Gastrogewerbes interessiert noch nicht einmal das QS Siegel beim Einkauf.
    In der Kette interessiert nur „unten Rechts „.
    Also Hauptsache billig , wahrscheinlich akt. aus Spanien.

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    • Kemetbauer sagt

      @RC
      Hatte das QS-Siegel jemals eine garantierte Aussagekraft? Die entsprechenden Zertifikate sind lediglich Persilscheine für Verarbeiter und Vermarkter. Wir erinnern uns an die Skandale mit QS-Beteiligung.

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      • Christian Bothe sagt

        Kb: Weiss nicht ob Sie jemals mit Verarbeitung zu tun hatten, wenn Sie sich zu QS usw. so äußern ! Ich sehe, das vollkommen anders! Für die Listung meines Klossteiges im LEH war QS,QM, HACCP, CMA,DLG, THZ existenzwichtig! Die Vergabe und Einhaltung der Vorgabekriterien wurde ständig kontrolliert (u.a. von Prof.Schöne Jena)! Ohne diese Zertifikate hätte ich niemals Listungen beim LEH durchsetzen können(ANUGA).Ähnliches betrifft auch die Ökozertifizierung meiner Schälkartoffeln( von Lagerung ,Verarbeitung und Verkauf)! So war es in meiner Firma, und ich habe damit wohl oder übel( Kosten) produzieren können! Übrigens auch in meinem letzten Unternehmen( Kraftfutterproduktion,Getreide-und Komponentenhandel ) spielen diese sogar noch ausgeweiteten Qualitätsstandards
        eine wichtige Rolle! Führte sogar dazu, das mittlerweile eine AK das alles bearbeiten muss( für 2 Futtermittelbetriebe, Schweineproduktion).

        5
          • Reinhard Seevers sagt

            Christian, der Glaube an gesetzliche Vorgaben zum Erhalt von Sinnhaftigkeit ist schon der Anfang der Selbstaufgabe.

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            • Christian Bothe sagt

              RS: Um mich richtig zu verstehen, ob das alles sinnvoll oder unsinnig ist? War oder ist halt nötig, wenn dein Wettbewerber im Regal mit dem gleichen Produkt gelistet ist, und alle diese Zertifikate nachweist…Da hat der Handel ein leichtes Spiel…

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ja Christian, das hatte ich auch so verstanden. Was ich sagen wollte ist, dass Akteure nicht erkannt haben, nicht erkennen wollten oder sogar meinten sie hätten einer Ideologie folgen MÜSSEN, ohne die Folgen zu bedenken.
                Ich glaube alle haben gedacht, dass Wohlstand und die damit verbundene ideologische Wunschwelt niemals enden könne…..so erscheint es jedenfalls rückblickend. Oder gab es nennenswerten Widerstand gegen Zertifizierung, Qualifizierung und Siegelwahn?

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        • Kemetbauer sagt

          @CB
          Jetzt aber bitte nicht alles durcheinanderwerfen. QS ist ein privates Zertifizierungsunternehmen mit selbst kreierten Vorgaben. HACCP basiert auf der Lebensmittelhygiene-VO und ist somit eine gesetzliche Vorgabe.
          Die meisten Zertifizierungen nehmen die Verantwortung für die Kontrolle der aufgenommenen Lebensmittel und Lebensmittelrohstoffe den Verarbeitern und Händlern ab. Alles was nicht auf gesetzlicher Basis steht, bringt lediglich Persilscheine hervor!
          btw:@L, Die Kontrolle des Ökolandbaus basiert auf Gesetzen. Lediglich die Ausführung der Kontrollen wurde privaten Instituten übertragen. Diese werden auch von den Ministerien der Länder und des Bundes kontrolliert. Oder ist das bei QS evtl. auch der Fall?

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          • Christian Bothe sagt

            Kb: QS,HACCP ( sowieso)waren Voraussetzung, um Öko-zertifiziert zu werden, was meine zugekaufte Oekokartoffeln betraf( separate Lagerung, Schälung nach konv.Ware etc.) und Verkauf. Mehrheitlich an Studentenwerke in Thüringen ( war für mich ein gutes Geschäft, zumal der Oekoverband die Ware vom Hof abholte!

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          • Limes sagt

            @ K ja sag ich doch es gibt keine Unterschiede auch die von ihnen erwähnten Siegel Vertreiber kontrollieren sich selber in dem sie private Institute beauftragen die sich dann ihre eigenen Persilscheine ausstellen. Die von ihnen angeführten Skandale machen dann ja auch bei den von ihnen genannten bzw Siegeln nicht halt.
            Mal ehrlich die Siegel dienen doch alle nur der Kontrolle der Landwirte untereinander im jeweiligen Siegel System damit einheitliche Wettbewerbsregeln und Abgabepreise innerhalb der Rohstofflieferanten eingehalten werden sowie zur Wettbewerbsdifferenzierung neudeutsch Propaganda der Endprodukte. Mit den Siegeln sollen dann Preisdifferenzierungen beim Endprodukt für den Handel ermöglicht werden.

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            • Arnold Krämer sagt

              Alle Siegel schaffen keinen Mehrwert für die Landwirte. Man kann aber viele Menschen mit Kontrollarbeit und dem drumrum beschäftigen und den Verbrauchern etwas mehr Geld aus der Tasche ziehen. Landwirte verdienen nur dann angemessen Geld, wenn ihr Rohstoff wirklich knapp ist oder ein guter Verarbeiter/Integrator dafür sorgt, dass die Ware vergleichsweise knapp bleibt. War so, ist so, bleibt so!

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                • Arnold Krämer sagt

                  Ich will eigentlich nicht gern der Spielverderber sein. Aber manchmal kann ich eben nicht anders. Wer rund 50 Jahre Landwirte im Nordwesten begleitet hat, kann aber auch keine anderen Schlüsse ziehen.

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        • Nicolai Asmussen sagt

          Hi @Christian
          Mit ACDC, OMD, DM und ABBA während der Mastzeit fühlen sich Schweine auch wohler.
          Sie erleiden dann keinen Herzinfarkt, wenn jemand den Stall betritt.

          Ich habe das mit meinen Kühen gehabt; ruhigtse Herde die man haben konnte.

          Zurück zu Schweinen: Die Tiere haben auch Ohren, und sie benutzen sie auch.
          Etwas Musik ist gut.

          Ach ja; Kühe mögen Fernsehen.
          H-J Laue und ich hätten fast einen Wahlversuch dazu gemacht.
          Es blieb bei der Absicht.

            • Nicolai Asmussen sagt

              Moin @Christian
              Schweine wachsen auch angebunden im Dunkeln.
              Ist aber nicht so legal.

      • Limes sagt

        das QS Siegel unterscheidet sich nicht von anderen Siegeln die dem Verbraucher beim Einkauf begegnen. Die Siegel folgen alle ohne Ausnahme einem Muster. Eine private Organisation in diesem Falle QS setzt Standards, diese werden von einer privaten Organisation kontrolliert die dann wie @K es nennt Persilscheine ausstellen. Trifft ja im Ablauf nicht nur auf QS zu sondern wird vergleichbar so bei allen Siegeln gehandhabt oder @K kennen bzw vermarkten sie Produkte ohne „Persilschein“ die einem anderen Ablauf unterliegen.
        Unterschiede zwischen den Siegeln gibt es evtl hinsichtlich der moralischen Selbsterhöhung.
        Über allem gibt es eine staatliche Lebensmittelkontrolle die Verstösse gegen Gesetze ahndet. Alles andere ist vom Verbraucher bezahlte Folklore.

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        • Reinhard Seevers sagt

          „Alles andere ist vom Verbraucher bezahlte Folklore.“

          Genau! Jetzt muss man lediglich rechtzeitig erkennen, wie hoch noch der Anteil der Kunden ist oder sein wird, der nach folkloristischen Attributen entscheiden wird. Die Jugend und die Neubürger sind es jedenfalls nicht. DAS ist auch ein Grund, warum Artikel/Produkte nicht mehr nachgefragt werden.

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      • Rathje Clasen sagt

        Kemetbauer , natürlich hat QS eine Aussagekraft.
        Zum Beispiel über Salmonellenstatus und Tiergesundheitsstatus.
        Diese werden vierteljährlich für Schweinemastbetriebe neu ermittelt — ohne QS wird man in Deutschland kein Schwein auf irgendeinem Schlachthof los . Was glaubst du wohl?
        Außerdem kann man an diesem Zahlenwerk sofort erkennen , ob mit den Tieren ordentlich umgegangen wurde , oder ob es dem Mäster egal ist , wie es den Tieren geht.
        In diesem Fall hat man ziemlich schnell mit dem Veterinäramt zu tun.
        Ich dachte wohl, das du als ausgebildeter Landwirt und Tierwirt diese Zusammenhänge rund um QS/QM kennst

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        • Kemetbauer sagt

          @RS
          Als vor kurzer Zeit die Schlachtrinder noch sehr knapp waren, hat eine QS-Zertifizierung kein Schwein gejuckt. Je weniger knapp ein Gut ist, umso mehr müssen die Abgabewilligen mit Persilscheinen winken, um das Produkt loswerden zu können. Ich bleibe bei meiner Aussage!

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          • Rathje Clasen sagt

            Kemetbauer, bist du überhaupt vom Fach ?, QS/QM ist seit ,keine Ahnung, 25 Jahren Grundstock für alle höheren Zertifizierungen , egal ob Haltungsstufe 2,3,4,
            Ohne QS geht gar nichts.
            Zumindest in der Welt der konventionellen Landwirtschaft.
            Im Biobereich sind vielleicht Salmonellen und Parasitenbefall unwichtig , weil die Ware ja sowieso knapp gehalten wird , und die Schlachter alles auf vier Beinen abnehmen , was von einem Landwirt mit grünen Parteibuch angeliefert wird. Man Ey. Verarsch und nicht.

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            • Kemetbauer sagt

              @RC
              Das ist keine Antwort auf meinen Kommentar. Warum spielte QS keine Rolle, als Schlachtrinder knapp waren? Kein Abnehmer hatte mehr danach gefragt. Bei Bio spielt QS eh eine untergeordnete Rolle.
              Sie können ja antworten, wenn Sie Sich wieder beruhigt haben.

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      • Bauer Willi sagt

        @Kemetbauer
        Unser Nachbar hat gerade sein QS-Audit für Kartoffeln hinter sich. Ihre Aussage ist nicht zutreffend. Der Prüfer sucht das Schwarze unterm Fingernagel. Teilweise absurd, was der fordert! Am Hoftor musste ein Schild angebracht werden: „Betreten nur nach Anmeldung beim Betriebsleiter“.
        Sein und unser Hof sind gleichzeitig gebaut worden. Das war 1742…
        Unsere Welt ist bekloppt. Ich bleibe bei meiner Aussage.

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        • Kemetbauer sagt

          @BW
          Das Audit durch QS ist keine gesetzliche Vorgabe. Wenn der Abnehmer möchte, dass der Dalai Lama das Kartoffellager segnet und der Kartoffelbauer auf die Vermarktung durch diesen potenziellen Vermarkter angewiesen ist, dann muss er segnen lassen. Die Kriterien, die z.B. QS vorgibt, sind „qualitätsorientiert“ und erlauben dem Vermarkter den sorglosen Einkauf der Ware. Das ist das Ziel. So ähnlich läuft es auch bei der erst kürzlich hier diskutierten STV-Erntegutbescheinigung. Wenn dann doch noch etwas schieflaufen sollte, liegt das Verschulden allein beim Erzeuger. Alle verdienen Geld mit der Ware aber verantwortlich ist und bleibt der Rohstofferzeuger. Es sei denn, er kann der nachgelagerten Stufe etwas nachweisen. btw: Der größte Teil der Getreideablieferer verlangt noch nicht einmal eine bestätigte Rückstellprobe. Wie sollte man da etwas beweisen können?

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        • Peter sagt

          „Jemand, der ausgebildet und berechtigt ist, andere mit Hilfe von Auditing zu verbessern, wird Auditor genannt. Ein Auditor ist als „jemand, der zuhört“ definiert, vom lateinischen audire, was hören oder zuhören bedeutet. Ein Auditor ist ein Geistlicher oder Geistlicher in Ausbildung der Scientology Kirche.“ …alles nur eine etwas andere Form der Diversifizierung…😁😉

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  15. Arnold Krämer sagt

    Welche Konsequenzen zieht die Politik aus den sich immer klarer abzeichnenden Konsumentwicklungen? Steigt man vom hohen moralischen Ross herunter? Lässt man die Landwirte für die Menschen (90 Prozent) produzieren, die klare Botschaften beim Einkauf senden und nicht „Gewünschtes“ in die Mikrophone der Umfragewissenschaftler sprechen? Oder schwächt man die Wettbewerbsstellung der deutschen Landwirtschaft weiter und macht die ländlichen Räume ärmer?

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    • Kemetbauer sagt

      @AK
      Die öko-moralischen Anwandlungen haben wir doch auch in anderen Bereichen der Wirtschaft gesehen. Man denke nur an den 3-Liter-Lupo, der zum Ende der 90er Jahre auf den Markt kam. Die Besitzer würden sich als Ökos/Geizhälse outen und deshalb wurde das Auto ein Flopp. Bei den Lebensmitteln bekommt die Geizmentalität ja niemand mit. Deshalb lassen sich die Konsumenten, bei den Befragungen auf den Parkplätzen, auch nicht so gern in die Einkaufstasche schauen. Verlogenheit siegt!

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ich würde es nicht Verlogenheit nennen sondern Selbstverleugnung. Es scheint eine Art Schutzfunktion von Menschen zu sein, um die eigene Widersprüchlichkeit im sonstigen Handeln, überhaupt aushalten zu können.
        Diese Widersprüchlichkeit findet sich in der gesamten Gesellschaft und so auch in der Politik wieder. (siehe Spahn und das gekaufte Kind)

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