Bauer Willi
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Können Pflanzen fühlen?

Ein Gastartikel von Jürgen Donhauser, der eine ungewohnte Perspektive aufmacht.

Können Pflanzen fühlen?

Als Tierhalter war ich die letzten Jahren immer wieder Kritik ausgesetzt, wie ich fühlende Lebewesen so halten und zum Schluss töten und esse kann. Diesen scheinbaren Konflikt, so sagte man mir, hätte ein Vegetarier nicht.

Nun habe ich mal gehört, dass Pflanzen auch Schmerz „empfinden“ und sogar miteinander kommunizieren können. Und tatsächlich, finde ich Erklärungen:

https://www.nationalgeographic.de/umwelt/die-sinne-der-pflanzen#

Schlüsselsatz daraus: Die von uns postulierte Kluft zwischen Tieren – beweglich, empfind­sam, mit einem Hirn begabt – und den bewusst­los „vegetierenden“ Gewächsen schließt sich zunehmend.

Pflanzen, so glaubt eine Reihe von Forschern heute, sind nicht nur intelligent wie Tiere.  Sie haben, wie diese, ein Interesse an ihrer ei­genen Existenz, die sie mit allen Mitteln bewahren wollen. Sie haben einen Standpunkt, eine Perspektive und reagieren unmittelbar auf das, was ihnen zustößt.

Mit dieser Erkenntnis ist der moralische Konflikt (darf ich Tiere essen) auch auf Pflanzen ausgeweitet – oder auch nicht. Denn die Anerkennung, dass – egal was wir tun oder wie wir uns verhalten: alleine unsere bloße Existenz auf der Erde hat zwangsläufig immer eine Auswirkung auf unsere Umgebung und auf andere Spezies.

https://www.bauerwilli.com/darf-man-tiere-toeten-eine-flexible-moral

https://www.bauerwilli.com/kaempft-der-bauer-gegen-die-natur

Diese Erkenntnis ist wohl der urbanen Bevölkerung mangels direkter Naturerfahrungen abhanden gekommen. Abgenabelt von der Erzeugung und den Widrigkeiten der Natur, wägt sie sich durch die gesicherte Nahrungsversorgung in einer „heilen“ Welt. In einer virtuellen Welt ohne Schmerz fehlen die Erfahrungen des „fressen oder gefressen werden“. Dieser Konflikt ist aber einem Landwirt in seiner Tätigkeit allgegenwärtig. Zum Beispiel, wenn er sich entscheidet, seine Pflanzen vor Schädlingen oder seine Tiere vor Krankheiten zu schützen. Letztendlich weiß der Landwirt, dass es in der Natur immer darum geht, dass eine Spezies seinen Lebensraum auf Kosten einer anderen ausdehnen möchte. Denn die Population erhöht sich solange, bis es an Grenzen stößt, also wenn es

a) die Ressourcen, und damit die eigene Nahrungsgrundlage aufgebraucht hat, oder

b) selber als „Wirtstier“ für Viren, Bakterien interessant wurde und durch Krankheiten dezimiert wurde.

c) in der Nahrungskette weiter unten steht.

d) durch andere Spezies im ständigen Wettbewerb mal unterliegt oder obsiegt.

e) eine win-win Situation, also Symbiose eingeht.

Aber aus „Vernunft“ wird keine Spezies Rücksicht nehmen und anderen Spezies den Lebensraum überlassen – da wären wir Menschen wohl die einzigen und damit auch einzigartig – von Gott gewollt.

Der Artikel stellt die Meinung des Autors dar

 

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66 Kommentare

  1. Sabine sagt

    Das Pflanzen empfindsame Wesen sind und ihre Umwelt wahrnehmen und auch aktiv beeinflussen, ist Nichts neues. Ich saß in den 90igern in einer Botanikvorlesung, die das schon sehr klar machte, auch wenn das wie noch sehr im Nebel lag. Alleine die oft sehr ausgeklügelte Beziehung zwischen Bestäubertier und Pflanze machte klar, dass die Pflanzen aktiv in der Beziehung waren. Heute weiß man, dass Pflanzen sehr selbstverständlich z.B. ihre Pollenbehälter nur von Hummeln öffnen lassen, die in einer bestimmten Frequenz brummen können, alle anderen Bestäuber werden mechanisch abgewiesen. Auch die Art mit der gerade Pionierpfanzen ihre oft wenig vorteilhaften Ausgangsbedingungen verbessern, erregte damals schon Aufmerksamkeit. Gerade die Galmei-Flora wurde da genauer untersucht, um herauszubekommen, wie sie in der mit Schwermetall vergifteten Erde überhaupt wachsen können. Heute weiß man, dass sie mit Pilzen und Bakterien im Boden eine Gemeinschaft bilden, wie viele andere Pflanzen auch, und man hat auch herausgefunden, dass viele unserer Nutzpflanzen diese Fähigkeit zur Kommunikation mit dem anderen Bodenleben verloren haben, da wir uns um ihre Versorgung sehr aufwändig kümmern. Ähnlich wie unsere Hohleistungskühe auf einer normalen Wiese nicht mehr satt werden, werden auch unsere Hochleistungspflanzen nicht mehr in normaler Erde satt. Die Forschung geht übrigens in beide Richtungen: Hochertragsssorten eine klinische Umgebung bauen und sie in Hochhäusern züchten und die andere, wo man versucht mit möglich wenig Ertragsverlust Sorten auf eine weniger stark von uns geschützte Umgebung vorzubereiten. Wohin die Reise geht, weiß niemand, aber man brauch nur in einer dieser Welten Bauern.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Das hat aber nichts mit “fühlen’ zu tun, das sind Bio – chemische Vorgänge, die sich evolutionär entwickelt haben.
      Im Notfall können wir aber eine Umfrage bei den Pflanzen machen….

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      • Marian E. Finger sagt

        In derselben Sichtweise, wie du Pflanzen siehst, kann ich dich, Reinhard, auf elektro-chemische Vorgänge, die sich evolutionär entwickelt haben, reduzieren. Was ist an elektro-chemischen Vorgängen so viel besser als an chemischen? Wie kann man von elektro-chemischen Vorgängen auf ein Innenleben schließen? Bring in dieser Sichtweise erstmal den Beweis, dass du etwas fühlst.
        Ach so, eine Umfrage oder eine Diskussion über Existenzphilosophie machen deiner Ansicht nach den Unterschied. Das erledigen Roboter inzwischen so gut wie du. Die können die Diskussionen über Existenzphilosophie sogar von einer Sprache in die andere übersetzen. Fühlen Roboter deshalb etwas?

        • Reinhard Seevers sagt

          Marian, wem der 7,5 Milliarden Menschen soll die Gaga-Diskussion um Gefühle bei Tier und Pflanze etwas nützen? Das ist wieder der selbe intellektuelle Überfluss -Diskurs, wie es ihn bereits vielfach gibt in der verkopften westlichen Überflussgesellschaft. Anstatt sich mit Realitäten zu beschäftigen, labert man über die Köpfe der Menschen hinweg. Und postuliert auch noch ein “übergeordneten” Wert, der anscheinend als der Ersatz für verlorengegangene Transzendenz der westlichen Gesellschaften dienen soll/muss. Gaga in meinen Augen.

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          • Marian E. Finger sagt

            Was haben 7,5 Milliarden Menschen mit den Gefühlen von Tieren oder Pflanzen zu tun? Verschwinden Gefühle von Tieren und Pflanzen bei zunehmender Anzahl von Menschen, oder was willst du mit deinem Kommentar eigentlich sagen?

            Um 1880 herum haben Positivisten deines Schlags die Existenz von Atomen bestritten. Atome seien überhaupt kein zuverlässiger Forschungsgegenstand, haben sie behauptet. Die Wissenschaft soll sich mit sicht- und greifbaren Dingen befassen, haben sie gefordert. Atome seien im besten Fall spekulativ, um nicht zu sagen gaga, und wahre Wissenschaft könne nicht darauf aufbauen. Bis dann ein französischer Physiker, Jean Perrin, seine Experimente durchführte und dem Laplace’schen Dämon bzw. der Hybris, dass die Welt wissenschaftlich vollkommen zu erfassen sei, den Garaus machte.

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            • Stadtmensch sagt

              “Hybris, dass die Welt wissenschaftlich vollkommen zu erfassen sei”

              Willst du nun das Denken verbieten oder nicht? Gibt doch Fortschritte!
              Wir staunen heute, wie unbeholfen die Leute noch vor ein paar Jahren waren, als man noch nicht wusste wie Mutterkorn wirkt. Die hatten damals auch nur den Sinn für “greifbare Realitäten”. Hat ihnen nichts genützt, außer dass wir jetzt ein paar Kapellen mehr haben, wo sie in ihrer Not auf Big Daddy in Heaven gehofft hatten…
              Falls es nachfolgenende Generationen gibt, werden die auch auf die Spuren unserer vergeblichen Bemühungen schauen.
              Da heißt es dann, ja, erste Ansätze “echter” Transzendenz konnte das Bewusstsein damals schon entwickeln, aber es war nur ein Suchen damals. Da musste dann erst die Wissenschaft nachhelfen…

              Die Tierwohl-Debatte verläuft auch in anderen Bereichen der Gesellschaft. Zum Beispiel in den HR-Abteilungen großer Konzerne.

              • Marian E. Finger sagt

                Dass Beispiel mit den Atomen weist drauf hin, dass einstmals esoterische Inhalte durchaus Gegenstand der Wissenschaften werden können, wenn die Wissenschaft die passende Sprache (in diesem Fall Statistik) entwickelt.

    • Thomas Bröcker sagt

      Ist das jetzt ein Statement gegen Hochertragssorten? Oder welche der beiden Welten braucht KEINE Bauern. Ich denke , dass sich beide “Welten” weiterentwickeln werden. Selbst, wenn alle Möglichkeiten des “Aktivierens von Reserven durch mehr Bodenleben” ausgeschöpft sind, ist das noch lange keine Kreislaufwirtschaft, schon weil die Reste dessen was verzehrt wird, übers Klärwerk im Neverland verschwinden. Ackerbau ist eine Input-Output Gleichung, mit reichlich Putt-Putt (das uns keinen unmittelbaren Nutzen bietet) für den Erhalt der Fruchtbarkeit dazwischen. Auch ein organisch gut gefütterter Boden mit viel Bodenleben braucht für die abgefahrenen Nährstoffe Ersatz über gezielte Mineraldüngung. Bodenleben und Fruchtbarkeit leiden darunter entgegen allen Behauptung in keinster Weise.

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  2. Lieber Willi.
    Wir beide können doch ein Zeichen setzen:
    Lass‘ uns am Ostersonntag um 6.00h von der Spitze des Kölner Doms Hand in Hand springen als Symbol für den Schutz unserer Erde (Klimaverbesserung wegen CO2 Reduktion; für die Tiere (Carnivoren sind weg) und den Pflanzen (wir treten nicht mehr auf kleine Pflanzen und demütigen sie deshalb nicht mehr), denn wir beide verzichten persönlich auf die Herrschaft über die gesamte Fauna und Florea.
    Und wir setzen noch als Zugabe ein christliches Zeichen, weil wir gegen den Herrn Wölki aufbegehren und auf seine Sünden aufmerksam machen. Dann sind alle gesühnt, jedenfalls wir beide.

    Ach noch etwas: Sport muss staatlich aus Klimaschutzgründen verboten werden. Auch die Humanreproduktion muss unter Strafe gestellt werden. Denn dadurch wird der CO2-Ausstoß aufgrund des Energiegewinns im Rahmen der Biosynthese in den Zellen verhindert. Je weniger Sport, desto weniger CO2 – und je weniger Kinder, desto weniger CO2 und mehr. Frau von der Leyen ist einer der schlimmsten Verschmutzer mit 7 Kindern.. .

    Was meinst Du, wie schnell die Erde mit Allen , außer den Humiden, aufatmen und frei sein wird.
    Das ist jetzt meine Osterbotschaft nach dem Lesen Deines Beitrages.

    Machst Du mit?

    Und vielleicht folgen uns ja Millionen wegen des schlechten Gewiisens (dann müssen die anderen aber Nummernzettelchen ziehen-für die Reihenfolge)…..

    Frohe Ostern
    EG Hellwig hellwig, AVA

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    • Mark sagt

      Hellwig, das sind sehr intersssante Ideen. Um uns vollends zu überzeugen, solltes Du uns mal vormachen wie es geht.

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      • Lieber Mark.
        ….Wenn Willi und Du mitmachen?
        Aber hast Du meinen „Zynismus“ dahinter gemerkt? Ich hoffe – doch.
        Frohe Ostern
        EG Hellwig

      • Ich hatte das letztes Jahr bereits schon gemacht. Aber anders:
        Eine schwere Leukämie wollte meine eigene CO2 Produktion stoppen. Die Ärzte hatten wir den „Weg aller Seelen“ schon aufgezeigt.
        Aber ich als bekennender Carnivore und Agrarier wollte noch nicht gehen.,
        Nach Stammzelltransplantation und Pflegeheimen bin ich jetzt wieder da…..

        Reicht das als „Vorbild“?

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  3. Bauer Fritz sagt

    Weil heute ja Karfreitag ist: es ist dies einer ohnehin nur mehr zwei sog. strengen Fasttagen, im Sinne von der Empfehlung (früher sogar dem Gebot) kein Fleisch zu essen. Diese wurden in einer Zeit als man relativ wenig Fleisch aß (dafür aber das ganze Tier zu Essen verarbeitete – wie ich meine aus Respekt vor dem Tier – war schon mal bekannt als der Trend “Nose-to-tail”; ist aber wieder in der Liste der ausgedienten Trends) sicher viel mehr eingehalten als heute, da man von den Tieren sehr viel öfter gerade mal die Edelteile sich einverleibt – mit gelinde gesagt Respekt- und Gedankenlosigkeit.
    Da nun nicht mal diese beiden fleischlosen Tage gehalten werden, wer soll wann dann weniger Fleisch essen.

    Ich meine es wäre die Übung wert, mal in Respekt wenigsten diese beiden Tage (oder einen Tag im Monat) fleischlos zu halten. Das würde schon viel gedankliche Verbesserungen mit sich bringen im Umgang mit tierischen Produkten generell.

    Es ist wohl auch egal ob ich tierische Erzeugnisse oder pflanzliche Erzeugnisse esse. Wenn ich den Respekt vor Nahrungsmitteln grundsätzlich nicht (mehr) habe wird alles Einerlei. Verbrauche, wegwerfen, nutzen, benutzen – sinnlos, emotionslos, gedankenlos, hirnlos.

    Die nächste Stufe im sinnbefreiten Umgang mit Lebensmittel ist dann fast zwingen entweder chemisch-synthetisch-industriell erzeugtes Irgendwas aus einem Druck oder aus einer Mischmaschine oder aus einer Petrischale mit einem dafür halt geilen trendigen Namen.
    Und die Schlußstufe ist dann logischerweise das einwerfen von irgendwelchen bunten Pillen mit dem angeblichen Mega-Zusatznutzen (steril und sinnbefreit)

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  4. Elisabeth Ertl sagt

    Eine Bekannte – Veganerin – hat zunehmend Probleme beim Schneiden ihres Gemüses. Besonders der Fenchel mache so eine quietschendes Geräusch, als ob es ihm weh täte, klagt sie.
    Anthroposophen sind sicher, dass auch Mineralien ein Bewusstsein haben.
    Und Steiner sagt: Das Abernten von Pflanzen sei, wie wenn man eine Kuh melkt. Jede Pflanze aber, die ausgerissen wird, tut der Erde weh, so als ob man einem Menschen die Haare ausreißt.

    Es hat schon seinen Grund, dass man früher Rituale hatte zwecks Verzeihung der Schuld bei jedem Eingriff. Man war sich der Schuld bewusst, aber man war auch sicher, dass einem verziehen wird, wenn es ums Lebensnotwendige ging.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Elisabeth das Volk der Tuwa in der Mongolei isst traditionell keine Pflanzen aus Mutter Erde, nur tierische Produkte. Als Ehrfurcht der Erde gegenüber tragen sie Schuhe mit nach oben gebogener Sohle. So wird die Erde nicht verletzt.
      Wat den Enen sien Uhl, ist den annern sien Nachtigall….😎

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    • Inga sagt

      Jede Pflanze wehrt sich, von uns gegessen zu werden.
      Die einen haben zu viele Bitterstoffe, die anderen Dornen oder zu harte Schale, um sich vor uns zu schützen.

      Andere kann man nur gekocht genießen.
      Und der Fenchel quietscht halt bei schneiden.
      Wieviel Arbeit ist es an das Getreidekörn zu kommen?
      Was fällt da für Dreck und Staub an?

      Es ist schon eine Wissenschaft für sich, wie man Pflanzen für unsere Nahrung verarbeitet und zubereitet.

      Oft brauchen wir Tiere um sie zu finden, wie die Trüffel.
      Tiere können uns auch sagen, ob sie giftig sind.

      Katzen können uns auch sagen, ob die Fenster dicht sind!

  5. Andreas sagt

    Nach Angaben von Bayer ist das Problem nur dadurch zu lösen,
    dass die Bauern vor der Ernte und vor allem vor dem Mähen
    fürs Silo ein Betäubungsmittel auf die Pflanzen spritzen.
    Es sind schon einige Mittel auf Glyposphat-Basis kurz vor der Zulassung.
    So wie Schweine vor der Schlachtung betäubt werden müssen,
    sollten auch die Pflanzen, gesetzlich verordnet, vor dem Mähen betäubt werden.
    Ich denke, das müsste auch die extremsten Pflanzenschützer beruhigen.

    • Inga sagt

      Ja klar, Bayer verdient daran.
      Dann treibt Bayer und Co. die selbsternannten Pflanzenethiker an, oder?

      So wird an dem einfachen Volk verdient!

      Oder besser ausgerückt an der Dummheit des Volkes Geld verdient?

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    • Limes sagt

      Hoffentlich hat Bayer sich das “Betäubungsmittel für Pflanzen” auch patentieren lassen. Falls ihnen die Patentschriften vorliegen haben teilen sie doch diese im Blog.

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  6. Marian E. Finger sagt

    Anders herum gefragt: gibt es einen eindeutigen Beweis, dass Pflanzen nicht fühlen können? Ich glaube nicht, dass den Beweis irgendjemand erbringen kann. Das scheitert schon daran, dass wir inzwischen wissen, dass unsere eigene Wahrnehmung und Kommunikation Beschränkungen unterliegen. Vielleicht sind Pflanzen zu fremdartig, als dass wir ihr Fühlsystem wahrnehmen können. Es gibt ja einige interessante Science Fiction Romane über das Nicht-Verstehen irgendwelcher Aliens, einfach deshalb, weil wir selber allzusehr in überkommenen (teilweise vererbten) Mustern denken und fühlen und blind sind für fremdartige Muster.

    Dass Pflanzen kommunizieren, ist inzwischen ja keine esoterische Erkenntnis mehr. Berühmt ist das Beispiel der Akazie, die innerhalb von Sekunden Bitterstoffe in ihre Blätter einlagert, wenn sie von einer Giraffe angeknabbert wird. Erstaunlicherweise macht das nicht nur die eine Akazie, sondern alle, die im Umkreis von 100 Metern um die angeknabberte herumstehen. Ich erinnere mich außerdem an einen Film über eine durchaus konventionelle Kräuterzucht (Gewächshaus), wo die Pflanzen (als Windersatz) maschinell “gestreichelt” wurden, weil sie dann angeblich besser wachsen.

    Dass Pflanzen fühlen, wird sicherlich mal von Startups thematisiert, die die Menschheit zu reiner Labornahrung überreden wollen. Das Fass wird früher oder später also sowieso aufgemacht, warum also nicht jetzt? Ich finde es sinnvoll, wenn Landwirte sich frühzeitig mit dieser Frage auseinandersetzen und die entsprechenden Argumente ausarbeiten. Sonst werden sie in absehbarer Zeit von Pflanzenethikern mit Argumenten überrollt, wie sie von den Vertretern der Tierethik (Tierwohl) überrollt worden sind und stehen wieder als die “Bösen” da.

    Eigentlich sind es doch die Vegetarier und Veganer, die dieses Fass nicht aufmachen dürfen, nicht die Landwirte. Der Landwirt, der dieses Fass nicht aufmachen will, gibt im Grunde den Vegetariern und Veganern Recht, die behaupten, dass man nichts essen darf, was eigentlich leben will, weil man dem entsprechenden Lebewesen Leid zufügt, indem man es tötet, also zwischen Tötung und Leid nicht unterscheidet.

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    • Reinhard Seevers sagt

      …..der Hungernde muss sich ob solch abstruser Diskussionen nicht wundern, dass er hungert.
      Solche Diskussionen können nur von der Realität entfremdeten Menschen geführt werden, die einzig Geld im Hirn haben.

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      • Marian E. Finger sagt

        Ja, dass der Tod das Ende vom Leid ist, habe ich sicher schon ein paar Mal gesagt, und auch, dass der Begriff “Leid” eher auf ein menschliches als auf ein tierisches Bewusstsein angewendet werden sollte, weil der Begriff “Leid” eine Reflektionsebene verlangt, die man beim Tier nicht ohne Weiteres voraussetzen kann. Wer Leid empfindet, muss einen Begriff von Vergangenheit und Zukunft haben, muss über unangenehme Empfindungen wie Schmerz, Hunger, Einsamkeit etc. nachdenken und mit einem besseren Zustand bspw. aus der Erinnerung vergleichen können. Leid empfindet man, wenn etwas nicht so ist, wie man es haben will, dazu braucht es aber eine Vorstellung, wie es sein sollte. Sonst empfindet das Lebewesen eben Schmerz, Hunger oder Einsamkeit, dafür braucht es den Begriff “Leid” nicht. Mit dem Begriff “Tierleid” unterstellt man dem Tier annähernd menschliches Bewusstsein.

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        • Mark sagt

          Das gilt dann auch umgekehrt für Tierwohl! Und daraus folgt, dass die gesamte Tierwohldebatte nichts anderes ist als eine heuchlerische Menschenwohldebatte. Und mit dem heutigen Thema schliesst sich dann der Kreis des Unsinns.

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          • Marian E. Finger sagt

            Wenn man Tieren und Pflanzen jegliches Gefühl/Empfinden von vornherein abspricht, begeht man denselben Fehler wie wenn Tiere und Pflanzen vermenschlicht werden, bloß unter umgekehrten Vorzeichen.

            In einem Fall tut man so, als hätte es die Evolution nie gegeben mit der Entwicklung von der Amöbe zum Homo sapiens, als wäre der Homo sapiens etwas prinzipiell Anderes, vom Himmel Gefallenes, wie auch immer. Und im anderen Fall tut man so, als gäbe es zwischen Tieren und Menschen im Grunde überhaupt gar keinen Unterschied.

            Beides sind extreme Positionen und beides ist meiner Ansicht nach falsch.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Also, wenn wir uns mit dem Ochsen und mit der Kartoffel über Existenzphilosophie unterhalten können, dann glaube ich auch daran, dass es zwischen Tier/Pflanze und Mensch keinen Unterschied gibt, aber bis dahin nenne ich solche Gedanken ganz einfach: bullshit.

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              • Marian E. Finger sagt

                Noch in den 1960er Jahren wurden Säuglinge und Kleinkinder ohne Narkose operiert, weil die ach so tollen Wissenschaften eine Narkose für bullshit gehalten haben, schließlich wäre bei denen das Nervensystem noch nicht voll ausgebildet, ergo hätten sie keine Schmerzen, wenn man sie aufschneidet.

                Mit Säuglingen und Kleinkindern kannst du dich auch nicht über Existenzphilosophie unterhalten, trotzdem gibt es heute einen wissenschaftlichen Konsens darüber, dass Säuglinge vor einer Operation doch lieber narkotisiert werden sollten.
                Und nu?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich stelle Tiere und Pflanzen aber nunmal nicht auf die gleiche Stufe, wie du. Und ja, heute werden auch noch Menschen von Menschen gequält und getötet. Werden Tiere
                  bestraft, wenn sie Menschen verletzen oder töten?

                • Mark sagt

                  @ Reinhard
                  Niemand hat hier Tiere/Pflanzen und Menschen auf die gleiche Stufe gestellt. F..ph hat m.E. gut herausgearbeitet, in welchem Bereich der Unterschied liegt. Die Unfähigkeit von Tieren/Pflanzen, Leid zu empfinden, so wie von F..ph Leid definiert wurde, ist m.E, eine gute Möglichkeit, in die Tierwohl/Tierleiddebatte einzugreifen und gegenüber infantilen Tierschützern, die Tiere /Pflanzen ja noch über den Menschen stellen (wollen), in der Debatte zu bestehen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Merkst selber, was passieren muss, wenn dann Mensch Pflanze oder Tier tötet?
                  Aber ich kann mir inzwischen alles vorstellen.😱

                • Reinhard Seevers sagt

                  Mark, ich finde es langsam Zeit, nicht immerzu Minoritätsmeinungen zu befeuern, oder ihr eine Wichtigkeit zuzubilligen. Man kann auch mal Stellung beziehen und sagen: Ihr habt nen Knall.
                  Punkt.

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                • Mark sagt

                  “Man kann auch mal Stellung beziehen und sagen: Ihr habt nen Knall.” Was dann eben auch wieder eine Minoritätsmeinung ist.

              • Marian E. Finger sagt

                @ Mark

                Im Grunde geht es bei der Debatte ums Tierwohl um ein ganz anderes Problem, nämlich darum, inwieweit sich der Mensch neu erfinden oder selber erschaffen kann. Der Vegetarier und noch mehr der Veganer zeigt der Evolution, die den Menschen nun mal als Omnivoren in die Welt gestellt hat, den Stinkefinger und sagt, ich will aber kein Omnivore, sondern was Besseres sein.

                Der Vegetarier denkt, wenn ich das Tier esse, füge ich dem Tier Leid zu, deshalb esse ich kein Tier mehr. Ein Vegetarier glaubt aufgrund dieser angeblich “Leidvermeidung” ernsthaft, dass er etwas Besseres als ein Omnivore ist. Und das ist der Kern des Problems: die Unzufriedenheit des Menschen mit sich selbst. Diese Sucht, ständig ein besserer Mensch werden zu müssen.

                Freilich wäre in dieser Denkweise einer der Labornahrung zu sich nimmt, wiederum besser als einer, der noch Pflanzen isst, denn so einer fügt ja womöglich den Pflanzen Leid zu. Da der Vegetarier derzeit noch auf Pflanzennahrung angewiesen ist, muss er jedwede “Leidensfähigkeit” bei Pflanzen leugnen, damit er sein Selbstbild vom Bessersein aufrechterhalten kann. Sobald Labornahrung salonfähig wird, also gesundheitlich nicht schadet und einigermaßen schmeckt, wird die Sucht nach dem Bessersein logischerweise dazu führen, dass Pflanzen Leidensfähigkeit zugesprochen wird und Pflanzenethiker auf den Plan treten.

                Das heißt, die Notwendigkeit, dass wir essen müssen, um zu leben, also ein ganz normaler biologischer Vorgang, wird zunehmend kriminalisiert. Der Körper, der Nahrung braucht, ist der Feind, der umerzogen und transformiert werden muss. Dieses Spiel kennen wir allerdings schon von den monotheistischen Religionen im Hinblick auf Sex und Fortpflanzung. Was wurde von den Kanzeln gegen die “Fleischeslust” gewettert und damit ein ganz normaler biologischer Vorgang kriminalisiert.

                Der Vegetarier glaubt ernsthaft, dass er mehr “im Einklang mit der Natur” lebt als der Omnivore. Doch ist gerade das Gegenteil der Fall. Der Enthaltsame ist immer der, der sich von der Natur abwendet, egal, ob er sich dem Prozess der Fortpflanzung oder dem Prozess der Nahrungsaufnahme entzieht.

                In Wirklichkeit verbindet uns Essen durch den Austausch von materiellen Bestandteilen aufs Engste mit der Natur und wir Menschen sind eigentlich “gesegnet” (um ein altmodisches Wort zu gebrauchen), gerade weil wir Omnivoren sind und uns damit auf körperlich-materieller Ebene sowohl mit Tieren wie mit Pflanzen austauschen können. Diese Vielfalt ist das eigentliche Geschenk, das die Evolution uns Menschen gemacht hat.

                Im Grunde ist dieser ständige Austausch auf materieller Ebene Kommunion und nicht diese Backoblate. Aber wenn man den Leuten über Jahrtausende einredet, dass nur eine Backoblate Kommunion ist, muss man sich nicht wundern, wenn sie dann Vegetarier werden, um endlich den “besseren Menschen” zu schaffen.

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                • Thorens sagt

                  Im Prinzip stimme ich Marian zu. In einem Punkt aber möchte ich gern noch ergänzen:

                  “Was wurde von den Kanzeln gegen die “Fleischeslust” gewettert…”

                  “…Der Enthaltsame ist immer der, der sich von der Natur abwendet, egal, ob er sich dem Prozess der Fortpflanzung oder dem Prozess der Nahrungsaufnahme entzieht.”

                  Die Geschichte mit der Fleischeslust seitens der Kirche – deren Vertreter das Thema für die Angehörigen der eigenen Zunft offenbar anders auslegen als für die, die daran glauben sollen – hat nichts mit der Fortpflanzung zu tun, obwohl Beides denselben Akt erfordert.

                  Hätte sich die Kirche nicht besser schon vor hunderten Jahren dazu entschlossen, das mit dem “Seid fruchtbar und mehret euch” als Übersetzungsfehler zu deklarieren, um fortan das Gegenteil zu behaupten?

                  Es ist doch gerade die Fortpflanzung als einzig kirchlich legitime Form dieses Akts, die gepredigt wird. Hätte man sich auch vor den Gläubigen mehr zur Wollust bekannt und stattdessen die Fortpflanzung angeprangert, dann hätten wir vielleicht heute geringere Probleme.

                  Ja, und das Gemüt der Flora wird möglicherweise wirklich noch immer viel zu wenig berücksichtigt. Ich glaube, ich schreibe da mal unser Bundesumweltministerium an und fordere Forschungsmittel.

                  Aber vielleicht entwickelt es sich auch anders und der Mensch wird irgendwann wieder den Kannibalismus mehr für sich entdecken. Flora und Fauna hätten ihre Ruhe, wir würden das komplett unter uns ausmachen und auf natürlichem Weg dabei auch weniger. Je länger ich darüber nachdenke…

          • Jürgen Donhauser sagt

            @Mark – klasse erkannt, genau diesen Widerspruch wollte ich mit diesen Beitrag provozieren!

        • Inga sagt

          Dann gibt es ja auch kein Tierleid im Stall!

          Ich denke schon, dass eine abgemerkeltes Pferd leidet, weil es zu wenig Futter bekommt, aber arbeiten muß. Man sieht die Rippen.
          Vielleicht äußern die das Leiden mit Trauern!
          Ein Pferd wird auch an Einsamkeit leiden, denn es ein Herdentier.
          Weil es die Evolution als Herdentier hervorgebracht hat.

          Beim Hund sieht man das am Zeichen der Schwanzhaltung.
          Eingezogener Schwanz = Angst.

          Bei jedem Tier ist das anders.

    • Inga sagt

      Das Getreide wird in der Totreife geerntet.

      Obst und Gemüse früher, damit es das ganze Jahr über lagerfähig bleibt und den langen weiten Weg in die Stadt bei die Menschenmassen findet.

      Wir Bauern auf dem Dorf können ja nach der totalen Reife, wenn das Obst so wie so vom baum fällt und dem tote geweiht ist, saisonal genießen. Dann schmeckt es auch viel besser.

      Also Pflanzenquälerei nur wegen der Massen in der Stadt.

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    • Inga sagt

      “Der Landwirt, der dieses Fass nicht aufmachen will, gibt im Grunde den Vegetariern und Veganern Recht, die behaupten, dass man nichts essen darf, was eigentlich leben will, weil man dem entsprechenden Lebewesen Leid zufügt, indem man es tötet, also zwischen Tötung und Leid nicht unterscheidet.”

      Der Landwirt kennt den Unterschied,
      aber er weiß auch, dass die, die den Unterschied nicht kennen, immer recht haben.
      Deswegen thematisiert er es nicht.

      Warum müssen Bauern vor den Ethikern Angst haben?
      warum werden sie von denen überrollt?
      Wer erlaubt denen das denn?
      Warum können die sich nicht selber schlau machen, warum sind die so denkfaul?
      Macht es ihnen spaß ihre Dummheit zu zelebrieren?

      “wenn Landwirte sich frühzeitig mit dieser Frage auseinandersetzen und die entsprechenden Argumente ausarbeiten.”

      Warum sollte das ihre Aufgabe sein?
      Wer verlangt das denn von ihnen, das gehört doch gar nicht zu ihrem Berufsbild!
      Das ist die Aufgabe irgendwelcher Ethiker und Soziologen!
      Aber doch nicht die Aufgabe der einfachen Bauern?

      ” Sonst werden sie in absehbarer Zeit von Pflanzenethikern mit Argumenten überrollt, wie sie von den Vertretern der Tierethik (Tierwohl) überrollt worden sind und stehen wieder als die “Bösen” da.

      Na, dann sollen “diese Tierethiker mal Tierethik studieren und mal nicht so viel Fleisch, Wurst, Käse u. Eier essen, damit wir die Ställe halb leer stehen lassen können.
      Damit sie dem Tierlieben eine anderer Achtung schenken und dem Produkt daraus eine ganz andere Wertschätzung geben.
      Und danach den kgPreis fürs Fleisch ermitteln.
      Und für den Preis dann Tierethik verlangen!

    • Dorfmensch sagt

      Die Natur ist grausam. Es wird gefressen und man wird gefressen. Was ist, wenn Tiere Pflanzen fressen. Ist das weniger schlimm als das Verhalten der Menschen (isst Tiere und/oder Pflanzen? Oder ist das alles nur die natürliche Nahrungskette? Fragen über Fragen.

  7. Andreas sagt

    Diese Befürchtung habe ich schon lange und wird durch den Beitrag oben immer mehr:
    Eines Tages kommen millitante Pflanzenschützer wie Donhauser auf meine Felder und filmen meine hungernden Pflanzen um die schockierte Öffentlichkeit zu informieren.
    Der vollkommene Alptraum !

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        • Reinhard Seevers sagt

          Die Pflanzen haben ein Recht auf Leben! Wer kann ohne Schuldgefühle an einem vertrocknenden Getreidebestand vorbeigehen? Ihr seid so “unmenschlich”! 🙋‍♂️🤢

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    • Inga sagt

      Das Stallinnere wird der Öffentlichkeit gezeigt, warum das Ackerinnere nicht auch?

      NGOs freuen sich, da haben sie noch mehr zu verdienen.

  8. oberländer sagt

    Tja bleibt mir dann was anderes übrig als mich selbst zu entsorgen?
    Also wenn ich nichts töten will das Empfindungen hat ?
    Am Ende ist es dann auch noch schlimm wenn Sand esse ?
    Aber dann will ich auch nicht das mich die Würmer fressen !
    Ach was, da sollen mir die Grühninnen zeigen wie das geht .
    Dann schaue ich mir das Ergebnis an und entscheide dann.

    3
  9. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Wenn mit Putin nicht endlich ernsthaft verhandelt wird,erübrigen sich alle weiteren Gedanken über zukünftige Entwicklungen.
    Das wäre sicherlich erfolgreich, wenn Biden Yi Jin Ping mit ins Boot holen würde.
    Macron und Boris Johnson haben schonmal Versuche gestartet,unser Bundeskanzler traut sich nicht.

    2
  10. Reinhard Seevers sagt

    Die Pflanzen in Massenkulturen leiden aber mehr, als die in Freiheit ohne PSM und Dünger aufgewachsenen, das wird man in Studien feststellen……deshalb: Bio und ohne Gift!😎

    Frohe Ostern!🌻

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Das Grunddilemma bleibt aber bestehen – irgendeinen Tod muß ein Individuum für mich sterben, damit ich mich ernähren kann: Pflanze oder Tier?

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      • Bauer Willi sagt

        @Jürgen
        Ernährung wird insgesamt total überbewertet!
        Zum Glück nur noch zwei Tage fasten…

    • Jürgen Donhauser sagt

      @Reinhard Seevers – aber wenn ich meine Pflanzenbestände in meiner Ökozeit betrachtete – ob die glücklich waren? Mangelernährt, durch Disteln Platz, Licht und Nährstoffen beraubt, keine Heilmittel bei Krankheiten, mit langen Halmen die jedes Mal Angst hatten vor dem nächsten stärkeren Wind um umgeknickt, gebrochen zu werden?

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        • Thomas Bröcker sagt

          Brauchste nicht warten, die sind längst da, nebst den Predigern der Empfindsamkeit der Pflanzenwelt (z.B. Wohlleben). Dieses Fass sollten die Anderen und nicht wir aufmachen.
          Höhere Pflanzen sind in der Regel an ihren Standort festgewachsen und können im Gegensatz zu Tieren nicht flüchten. Wenn man einen Zeitraffer in ein “Biotop” stellen würde, wird man auch nichts anderes finden als in der Tierwelt – permanenten Kampf um Dominanz und Überleben, nur mit anderen Mitteln. Die üblichen Waffen sind Vergiften, Überwachsen, Ersticken, erwürgen und die Wunderwaffe horizontaler Gentransfer (da werden wir insbesondere mit Blick auf die Gentechnik noch wundersame Dinge wiedersehen).

          Also, wie gesagt, nicht dieses Fass noch aufmachen – das wird wiederum eine Büchse der Pandora gegen uns.

          Allen ein frohes Osterfest – soweit unbeschwert möglich.

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Also, wie gesagt, nicht dieses Fass noch aufmachen – das wird wiederum eine Büchse der Pandora gegen uns.”

            Das sehe ich genauso!
            Derzeit ist die Erzählung noch: Gesunde Pflanzen ohne Chemie machen Mensch und Biene glücklich! Wenn die Erzählung auch noch die Pflanze einbezieht, dann ist die Verblödung vollendet. Pflanze glücklich, Mensch tot.

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            • Inga sagt

              Wir sind doch ein reiches Land, wir können uns halbvolle Ställe leisten und auch 50% Ernte.
              Müssen die Rohstoffe eben nur 50% teurer werden.

              Wer bezahlt das?

              Nach Chem Ö.
              nicht die Bauern.

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          • Jürgens Donhauser sagt

            „Also, wie gesagt, nicht dieses Fass noch aufmachen – das wird wiederum eine Büchse der Pandora gegen uns.“
            Doch, müssen wir aufmachen um die absurde Diskussion die jetzt schon bei der Nutztierhaltung vorherrscht bloß zu stellen und ihrer Scheinheiligkeit zu überführen.

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        • Arnold Krämer sagt

          Die Wissenschaft wird liefern und dann wird die Agrarpolitik doch auch wissenschaftsbasiert betrieben, was wir Ignoranten hier doch immer auch fordern! 😥

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          • Inga sagt

            Die Physiologie und Evolution verschiedener Organismen zeigt wie sie in unserer Ökologie leben.

            Also haben Tiere Tarnfarben in ihrem Fell, damit sie bei ihren Feinden nicht auffallen. Sie wissen sich durch ihr Gruppenverhalten zu verständigen.
            Das hat die Evolution bei ihnen hervorgebracht, das ist ein evolutionärer Vorteil..
            Ist das schon alles erforscht?

            Warum sollten Pflanzen das nicht haben?
            Warum hat Förster Peter Wohlleben aus der Eifel Unrecht?
            So können doch die Bäume durch Wurzeln kommunizieren, warum nicht?

            Ein evolutionärer Vorteil und wer diesen Vorteil nicht hat in der Pflanzen- und Tierwelt, der wäre schon längst ausgestorben.

            Das müssen wir alles erst erforschen, wenn es nicht schon ist!

    • Inga sagt

      PSM sind Medikamente für Pflanzen.
      Sie bekämpften Krankheiten und Leiden.

      Dünger ist gegen Hunger.

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