Bauer Willi
Kommentare 46

Getreide im Trog…im Tank…auf dem Teller…

Seitdem klar ist, dass die Versorgung mit Nahrungsmittel in Unordnung geraten ist, wird darüber diskutiert, dass Getreide im Futtertrog landet. Nach Meinung vieler zu viel Getreide. In einem früheren Artikel habe ich klargestellt, dass es nicht möglich ist, die komplette Menge an Getreide für den menschlichen Verzehr nutzbar zu machen.

Was mich nach einer Diskussion mit einem Berufskollegen jedoch nun umtreibt ist die Frage, warum ich, warum wir Bauern uns in diese Diskussion aktiv einbringen? Kann ich als Getreidebauer die Verwendung meiner Ernte in irgendeiner Weise beeinflussen? Wie jeder andere Ackerbauer verkaufe ich mein Getreide an den Landhandel bzw. Genossenschaft. Ob es von dort auf den Teller, in den Trog oder in den Tank geht, weiß ich nicht und kann ich auch nicht steuern. Welche Fragen ich mir stelle:

  • Wer kann das steuern?
  • Wer hat es bisher gesteuert?
  • Wer hat dafür gesorgt, dass Getreide im Tank gelandet ist?
  • Warum wird die Diskussion über die Getreidemengen im Tank nicht mit gleicher Vehemenz geführt?
  • Welche Mengen können schnell für den menschlichen Verzehr nutzbar gemacht werden können?
  • Was ist dann mit der Fehlmenge, die für das Futter fehlt? Was passiert dann mit den Tieren?
  • Wie kommt das Getreide in die Länder, die Brotgetreide benötigen?
  • Wie ist es dann mit dem Argument, dass wir fremde Märkte mit unseren Exporten stören würden?

Ich bitte alle, die jetzt (und eben nicht früher) mit dem Argument kommen, “es dürfe jetzt nicht mehr so viel Getreide im Trog landen”, mir die oben gestellten Fragen zu beantworten.

Wenn Sie das nicht können…

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46 Kommentare

  1. Hallo lieber Willi,
    Dein Beitrag ist sicherlich ein ganz wichtiger in der Diskussion darum, wie wir landwirtschaftlichen Produkte nutzen.
    Ich habe dazu mal die Frage, wie das definiert wird: “nicht für den menschlichen Verzehr geeignet”. Bezüglich Getreide stellt sich mir da schon die Frage, ob das mit irgenwelchen Pilzen kontaminiert ist (#aphlatoxine) und es jetzt nur noch andere Organismen gefahrlos verwerten können, oder ob es sich da um “Industriestandards” handelt. Zum Brot backen zum Beispiel. Kannst Du mir da weiter helfen? Danke

    • Bauer Willi sagt

      Liebe Ghita, es sind im Wesentlichen die Qualitätsnormen, die immer höher geschraubt werden. Mit Pilzen belastetes Getreide wird oft schon bei der Anlieferung verweigert.
      Das Thema ist aber sehr komplex. Ich werde das aber mal zum Thema machen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Zum Brot backen zum Beispiel. Kannst Du mir da weiter helfen? Danke”

      Stichwort Brot! Mich würde Mal interessieren, was mit dem Mehr an Getreide gemacht werden soll. Der Deutsche kann und wird nicht Fleisch gegen Brot wechseln. Oder sollen alle mehr Kuchen essen?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Es gibt aber keinen Mangel an Produkten mit Mehl…eher eine Überversorgung. Was also soll aus dem “mehr” an Mehl geschehen?

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            • Thorens sagt

              Wir haben erstmal keinen Mangel an Weizen insgesamt. Wie es beim Backweizen speziell aussieht, kann ich im Augenblick nicht sagen. Bei Getreide in Summe pendelt der SVG in D bei um 100 %. In manchen Jahren auch bei unter 90%. Und wenn die Speiseölrallye anhält, dann dürfte im Spätsommer deutlich mehr Flächen mit Raps bestellt werden, auf denen dann kein Getreide wächst. So ist es eben in jedem einzelnen Jahr anders als in jedem anderen.

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            • Inga sagt

              Bei Mehl Type 405, das wir im Supermarkt finden, handelt es sich um Mehl aus Bachweizen, Weizen mit Backquälität.
              Es gibt auch Weizen ohne Backqualtiät, den man auch zu Getreide zählt.
              Daneben gibt es noch andere Getreidearten.
              Man müsste da schon differenzieren, wenn man da die für Ernährungszwecken aufzeichnen will.

              Und Bier aus Getreide (Sommergerste) ist flüssiges Brot, also auch Grundnahrungsmittel.

              • Inga sagt

                Aus Getreide, Wintergerste wird Schweinefleisch gemacht. Es wird also verdichtet und sättigt um das vielfache neben den anderen essenziellen Nährstoffen, die es für uns Menschen bietet.

                Sollen wir nun Bier weglassen und mehr Schweinefleisch produzieren?

  2. Smarti sagt

    Heute unser Thema beim Mittagessen : Müsste, um weniger Tierfutter zu produzieren, nicht sofort Weissmehl und alle daraus gemachten Produkte ( es gab Spaghetti ) verbieten lassen ? Also auch keine Bechamelsauce, Weissbrot…. alles nur noch in Vollkorn.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Nee Smarti, du hast es immer noch nicht verstanden. In diesem Lande ist Landwirtschaft für alle Fehlentscheidungen zuständig, auch dafür, was und wie wer zu essen hat. Du darfst dem Konsumenten nicht die Schuld aufbürden, in seinem Verhalten irgendetwas verändern zu können/müssen oder sollen. Dafür haben wir die Bauern. Also baut gefälligst das richtige an, dann kann der Verbraucher auch wählen, das steht ihm zu, er bezahlt schließlich.

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      • Smarti sagt

        “das steht ihm zu, er bezahlt schliesslich”… mein absoluter “damit kannst Du mich jagen -Satz” ! – dann kostet es gleich nochmal so viel… oder “er/sie” fliegt hochkant…
        Eigentlich schon schade, dass ich nicht bestimmen darf, wer unsere Milch kaufen darf. (Das Bedürfnis ist jetzt gerade noch nicht so gross, dass ich mir eine Hofmolkerei antun mag, aber wer weiss schon was die Zukunft bringt).

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        • Inga sagt

          Ja in Notzeiten sind die Kaufmänner so hochnäsig und suchen sich die Kunden aus.

          Und die Bauern liefern dahin, der am besten bezahlt!

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    • Inga sagt

      Warum,
      Angst vor Mehlvergiftung,
      Würde mein Mann jetzt sagen.

      Feswegen sind ja Vollkornprodukte gesünder.

  3. Bauer Claus sagt

    Ich arbeite nebenher in einem Getreidelager.
    Die meisten Landwirte haben das Getreide in oder kurz nach der Ernte verkauft.
    Bei Raps wurde viel über Kontrackte vermarktet. Einige konnten ihren Rapskontrackt nicht ganz erfüllen.
    Etwa 65% des angelieferten Rapses musste in die Trocknung.
    Vor dem Krieg in der Ukraine, konnte unser Büro keine Getreidepreise nennen weil sich der Preis stündlich änderte.
    Nach dem Krieg konnte das Büro keine Preise nennen weil sich der Preis minütlich änderte.
    Und das bei Preisen die sich früher wöchentlich geändert haben.
    Ich glaube dass Spekulanten die Hauptverdiener der Nahrungsverknappung sind!

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    • Stadtmensch sagt

      Ich glaube dass Spekulanten die Hauptverdiener der Nahrungsverknappung sind!

      Das ist wohl so. Ist auch ganz logisch, wenn das nach Rendite suchenden Finanzkapital das 70-fache des realen Kapitals (in Form von Gütern und Dienstleistungen) beträgt. Bei dieser Unwucht kommt die Karre schon bei den kleinsten Wacklern am Lenkrad gewaltig ins Schlingern. Da reicht manchmal schon ein Tweet…

      Aber unsere Blasenökonomen sind ja ganz stolz auf ihre Spieltheorie. Da ist endlich mal was mit Mathe, um diesem dominierenden, trostlosen, sozialdarwinistischen Weltbild einen wissenschaftlichen Anstrich geben zu können.
      @Lady wollte ja meine Kommentare nicht mehr lesen. Da braucht sie jetzt auch keinen Beruhigungstee. 🙂

      https://www.youtube.com/watch?v=7ohj2vaGMBk

    • Reinhard Seevers sagt

      ‘Nach dem Krieg konnte das Büro keine Preise nennen weil sich der Preis minütlich änderte.”

      Der Krieg ist vorbei? Wer hat gesiegt?🤔

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  4. Smarti sagt

    Als es noch keine Maschinen gab, da ist viel mehr Getreide im Trog gelandet. Da hiess der Tank noch Futtertrog der Arbeitstiere… heute kann man Pferde mit Gras und Heu füttern, die stehen ja fast nur noch rum… bei vielen Stunden schwerer Arbeit pro Tag wäre das Pferd/ der Ochse ohne Getreide schlicht verhungert (was sie bisweilen, je nach Besitzer, auch sind).
    Keinen “Tank” und kein “Tier” zu füttern ist doch eine Aufforderung zurück zur Feldarbeit mit der Hacke – vom Menschen gehalten.

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    • Inga sagt

      Die Feldfrüchte, die die Zugtiere gefressen haben muss man mit der Energie (Diesel) vergleichen, die die Zugmaschinen verbrauchen.
      Also keine Kritik an Biogasanlagen mehr.
      Gerade weil man heutzutage viel mehr Energie für Zugtier Auto braucht.

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  5. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    https://www.tichyseinblick.de/podcast/bauer-willi-die-welt-steuert-auf-eine-drastische-verknappung-der-lebensmittel-zu/

    Vor etwa 2 Jahren hatte ich schon einmal probiert, Ihnen zu erklären, dass und wie der von Ihnen geleugnete “Great Reset” mit der “Agenda 2030” verbunden ist. Da sie aber jemand sind, der mindestens auf die Lüge vom anthropogenen Klimawandel reingefallen ist, können Sie natürlich all das, was Sie “nicht verstehen”, eben nicht verstehen. Ohne es zu ahnen, vertrauen Sie Politikern, die in Davos bei Klaus Schwab abgerichtet wurden. Was wir jetzt erleben, ist ein kleiner Teil der gigantischen Transformationen, die Merkel in ihrer Davoser Rede vor dem “World Economic Forum” im Januar 2020 erwähnt hat.

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    • Bauer Willi sagt

      Ja, ich scheine irgendwie unbelehrbar zu sein. Vielleicht versuchen Sie es in zwei Jahren noch einmal…

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    • Reinhard Seevers sagt

      Der “Great reset” wird dringend gebraucht, in der Kreuzfahrtbranche, der Fliegerei, der Reiseindustrie, der gesamten Branche der “brotlosen Künste”, der Freizeitindustrie, der gesamten Überflussgesellschaft……Nahrung kann man nicht genug erzeugen, aber man kann die Erzeugung ideologisiert aufpimpen und den Erzeugern einreden, sie würden eine Schuld tragen am Hunger in der Welt.

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  6. Man sollte das ganze vielleicht auch mal historisch betrachten. Warum landet Essen im Tank und nicht auf dem Teller. Um die Jahrtausendwende waren die Getreidepreise im Keller, teilweise Weizenpreise von 7€/dt in der Ernte. Die staatlichen Getreidelager waren voll. In der EU hat der Interventionspreis den Getreidepreis bestimmt. War die Ernte gut wurden die Läger billig gefüllt, war die Ernte schlecht blieben die Preise auch niedrig, denn die Lager waren ja voll und konnten den Markt mit billigen Getreide versorgen. Um die Kosten für die Intervention zu senken wurde Ende der 90er Jahre eine obligatorische Stilllegung eingeführt. Die Lebensmittelpreise für Getreide und Zucker lagen damals unter ihrem energetischen Wert, z.B. kostet eine dt Weizen 10€ ,der Brennwert auf Heizöl bezogen lag jedoch über 15 € (bzw. waren es damals auch noch DM). Brasilien mischte Ethanol aus Zuckerrohr unters Benzin, da es günstiger war als Erdöl. Die USA machten Ethanol aus ihren ständig wachsenden Maisüberschüssen. Bei uns durfte man auf den Stilllegung optional NaWaRo anbauen. Somit ist eigentlich gar kein Essen im Tank gelandet.Erstmals bestimmte nicht die EU über die Getreidepreise sondern statt dessen haben sich die Preise an den Energiepreisen orientiert. Damals haben Landwirte bei uns im Landkreis eine dezentrale Öhlmühle gebaut. Der Rohstoff kam aus der Nähe,das Öl wurde von örtlichen Spediteuren getankt und das beste war ,dass der Rapskuchen den Sojaschrot aus Übersee ersetzt hat. Ein Hektar Raps hat damals mehr Eiweißfuter geliefert wie ein Hektar Soja und noch 1500 Liter Biosprit dazu.Später wurde dann auf drängen der Mineralölindustrie ein Beimischungszwang eingeführt, daraufhin gingen die kleinen Öhlmühlen pleite und es wurde im großen Stil Palmöl eingeführt.
    In meinen Augen ist der Anbau für Biodiesel und Ethanol eigentlich ein Anbau von Eiweißpfanzen mit dem Abfallprodukt Kraftstoff. Im Biodiesel landen nur die 40% Öl vom Raps und beim Ethanol nur die Stärke vom Getreide. Das komplette Eiweiß und ca.50 % der Energie bleiben für die Lebensmittelproduktion erhalten. Die Koppelprodukte landen zwar im Trog, doch der Trog ist dem Teller viel näher als eine Stilllegung.
    Hätten wir die Biospritproduktion nicht, könnten wir jetzt nicht kurzfristig einen Teil der Rohstoffe umschichten. Die meisten die jetzt ein Ende der Biokraftstoffe fordern, fordern das eigentlich schon seit 15 Jahren. Gäbe es schon länger keinen Biodiesel mehr hätte ich wahrscheinlich gar keinen Raps angebaut, den man nächstes Jahr evtl. als Salatöl nehmen kann.

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  7. Smarti sagt

    Mal angenommen, alle die Träume der Bio-Tier-Umweltschützer wären schon Wirklichkeit. Die meisten Landwirte haben sich andere Berufe gesucht, die Höfe mit den Stallungen gibt es noch, aber sie stehen meist leer. Nachdem die Tierhaltung zweimal halbiert wurde (und die Hungersnot weltweit trotzdem nicht abnahm), gab es auch keine erreichbaren Schlachthöfe und keine Futtermittelhändler mehr, deshalb haben fast alle Landwirte nur noch ein paar Tiere für den Eigenbedarf – die Zäune gegen zwei-und vierbeinige Wölfe sind massiv.
    Einige wenige machen Direktvermarktung oder Solawi, doch diese Lebensmittel sind streng rationiert (Wartelisten) und für die meisten Verbrauchen sowiso unerschwinglich.
    In den Läden ist die Auswahl sehr bunt und die Fertigprodukte tragen tolle Namen und sind sehr gesund. Die fremdsprachigen Etiketten sind erkennbar überklebt.
    Leere Regale gibt es nun regelmässig bei Fleisch, Mehl, Nudeln, Gemüse, Obst und Milchprodukten – die heissen umgangssprachlich Özdemir-Regale, nach ihrem Erfinder.
    Weil Ackerland und Dünger immer Mangelware sind, sowie Diesel und Arbeit zusammen sehr viel mehr Einsatz kosten als danach für den Weizen gezahlt wird, mussten die Ackerbauern schweren Herzens auf einen Teil der Bewirtschaftung verzichten…irgendwann hat es aber jeder Bauer eingesehen, dass er seiner Gesundheit zuliebe einen Schlussstrich unter die Lebensmittelproduktion ziehen muss.
    So sieht es in wenigen Jahren aus, wenn es so weiter geht ! Und zwar ohne Mist 🙂 .
    Eigentlich nur gut (für uns in Deutschland) dass Putin nicht mehr länger warten wollte, weil seine biologische Uhr tickt.

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  8. fine sagt

    Oh, was für eine Enttäuschung!

    Nach der fulminanten Einleitung mit der Thematisierung wichtiger Fragen habe ich mich gerade zurechtsetzen und aufmerksam die Meinung des Autors studieren wollen. Und dann läßt uns Herr Doktor Kremer-Schillings einfach im Regen stehen.

    Eigentlich braucht es Antworten – dringende Antworten. Keine Cliffhanger.

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    • Bauer Willi sagt

      Antworten sollen jetzt die, die sonst auch immer unbrauchbare Lösungen anbieten.

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    • Schmeckt gut sagt

      Exakt. Wir brauchen Antworten. Wir hören immer nur, was wir alles falsch machen. Wie stark wir die Umwelt belasten (300 Tsd Euro Schaden pro Durchschnittsbetrieb laut ZKL). Auf der anderen Seite kommen Erzeugnisse als Import zu uns, bei denen es anscheinend scheißegal ist, wie produziert wird. In D steigen die Auflagen und gleichzeitig gibt es keine Anzeichen, dass unsere Mehrkosten jemals annähernd Anerkennung im hochgelobten “Markt” finden werden. Dies betrifft ausdrücklich auch den Biomarkt. Antworten sollten schnell kommen, sonst sind die Malocher der Nation weg.

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  9. Andreas sagt

    @Willi, ich kann Deine Fragen nur am Beispiel unseres Betriebes beantworten.
    Unsere 30 Milchkühe, die Nachzucht und die Mastfärsen bekommen nur Gras, Klee, Luzerne mit vielen Kräutern in Form von Weide, Heu und Silage.
    Dies ist nach einer wissenschaftlichen Untersuchung von Prof. Poppinga auch die wirtschaftlichste Fütterungsmethode
    Quelle; http://www.agrarbuendnis.de/fileadmin/Daten-KAB/AB_Tagungen/Hofgeismar_Wachstum_2015-06-26ff/juergens-Poppinga_ohne_Kraftfutter_HOG_2015-06-27.pdf

    Mein Getreide ca. 90 Tonnen ist mit dreijährigen Verträgen gebunden und geht alles in die menschliche Ernährung. Dinkel und Hafer wird zu Krunchy verarbeitet.
    Roggen geht über einen regionale Mühle an die heimischen Bäcker.
    Braugerste wird zum wichtigsten Lebensmittel (Bayern) zu Bier gebraut.
    Obwohl ausser Mineralfutter, Viehsalz und Elementarschwefel nichts zugekauft wird,
    hat unser Betrieb nach einer mehrjährigen Untersuchung der TU München eine positive Humusbilanz.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Und Andreas,…… 30 Kühe x 7500Liter pro Kuh x 5 Cent Gewinn = 11500,-€ ?

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    • Thorens sagt

      “Obwohl ausser Mineralfutter, Viehsalz und Elementarschwefel nichts zugekauft wird,
      hat unser Betrieb nach einer mehrjährigen Untersuchung der TU München eine positive Humusbilanz.”

      Das ist interessant. Wie entwickelt sich der Boden-pH dabei bzw. wo liegt er?

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  10. Ludwig sagt

    Wenn ich so zurückschaue haben Handel und Genossenschaften den Druck des LEH bis nach unten bis zu den Erzeugern weiter gegeben. Unser Brotweizen wurde immer schlechter bezahlt und die Qualitätsabzüge immer höher. Erst mit der eigenen Lagerung , Trocknung , Reinigung , Fuhrwerkswaage, Qualitätsbestimmung über die LUFA und schlagkräftiger LKW-Verladung wurde es besser. Trotzdem haben die Futtermühlen den Brotweizen immer besser bezahlt , sodaß nur alle rd. fünf Jahre die Brotmühlen in ihrer Mengennot mehr bezahlt haben. Mit der LKW-Verladung konnte ich dann bundesweit verkaufen. Auch die Niederlande und die afikan. Mittelmeerländer haben über den Hamburger Hafen Ware bekommen. Unser Problem ist immer der Handel gewesen , der mit Preisdruck , falschen Gewichten und unseriöser Qualitätsaussage uns das Leben schwer gemacht hat. Ich könnte ein Buch schreiben über die vielen Betrügereien die ich in meiner Wirtschaftszeit erlebt habe. Das hat die gesamte Landwirtschaft Mrd. gekostet. “Der Bauer kann viel mißen , er darf es nur nicht wissen !”

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  11. Bauer Fritz sagt

    Ich weiß nicht wie es euch geht. Aber angesichts der Fragen die in diese Beitrag gestellt werde und auch der Fragen die ich mir erlaubt habe hier kürzlich zu stellen, werde ich das Gefühl nicht los, daß das Argumentations-Kartenhaus all der Vertreter der guten und schönen neuen Welt beim ersten massiveren Sturm bereits völlig verweht wurde. Es zeigt sich, daß der argumentative Kitt einfach zu dünn ist und keine Erschütterungen aushält. Die langfristige Stabilität ist (und war) daher die eine vorgegaukelte Illusion.

    Nur die Erbauer des Kartenhauses, die langjährigen medialen Anpreiser seiner Einzigartigkeit, die selbsternannte Hyper und Influenzer seiner vorgeblichen Stabilität, die Vor- und Verrechner seines Weltrettungsgehaltes wollen es noch nicht sehen oder dürfen es sich nicht eingestehen.

    Daher werden deren Verteidigungsargumente mit so einer Vehemenz und im Einheitssprech durch Radio, TV und Netz getrieben. Faktenchecker unerwünscht. Nur wird dadurch die schon bestehende Windschiefheit des Bauwerks meiner Ansicht nach nur noch offensichtlicher.

    Wenn nie ein fertig durchdachtes und festes Fundament da war, muß halt jedes noch so schöne politisch motivierte Luftschloß ins Wanken kommen. Irgendwann paßt halt einfach nichts mehr mit der Realität zusammen. Die “Baumeister” versuchen nun jenen die Schuld anzuhängen, die sie mit ihren (auch gesetzlichen) Möglichkeiten genötigt haben zum “Systemumbau”, zum “Wendeplan”, zur Transformationsoffensive” …..

    Im Zusammenhang mit der “veröffentlichen Meinung” wird ja gerne jenes Zitat verwendet:
    „Man kann das ganze Volk eine Zeit lang täuschen,
    und man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen,
    aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.“

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    • Smarti sagt

      Dieses Kartenhaus wankt immer stärker, ich spüre dies auch. Leider rennt den Landwirten die Zeit davon… und auch die vielen Lügengeschichten und Falschbehauptungen etc. zehren an den Nerven.

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  12. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Ich hatte gerade Schweine geliefert und habe somit was für den Teller getan.
    Ich war doch überrascht,dass ich eine Menschenkette von ca.30m durchqueren musste,die im und vor dem Verkaufsraum des Schlachthofes geduldig warteten und überhaupt nicht gegen Tiertransporte demonstrierten.

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    • Inga sagt

      Ob die aus dem Tal der Ahnungslosen kommen?
      Kennen weder den Unterschied von Getreidearten, noch den Weg vom Acker auf den Teller.
      Warum ist es denn evelutionär gewachsen, das wir Nahrhafte Abfällle den Tieren geben?

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  13. Galinstan sagt

    Schöne Genossenschaft, schöner Genossenschafter bist du, wenn du nicht weisst wohin deine Erzeugnisse gehen. Aber genau an dieser Abliefermentalität geht der Bauernstand zugrunde. Ach ja, und noch was: deine Mail landete bei mir im Spam-Ordner. Ganz ohne mein Zutun. Sowas spricht Bände, da brauchst dich nicht wundern wenn Ödzi dich nicht ernst nimmt.

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    • Günter sagt

      “Ach ja, und noch was: deine Mail landete bei mir im Spam-Ordner. Ganz ohne mein Zutun. ”
      Sei froh, wenn Du keine Ahnung von Email und Spam hast ist es vielleicht auch besser.
      Ein unterirdischer Kommentar, der mit dem Thema nix zu tun hat.

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    • Schorsch sagt

      Ich finde dein Verhalten einfach nur dreist…
      Such dir doch einen anderen Chat, wo du du Leute beleidigen kannst, die hier freiwillig ihre Zeit für etwas gutes opfern

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  14. Thomas Bröcker sagt

    Wir erzeugen das, was der Markt abnimmt, und was unsere jeweilige betriebliche Struktur und der Standort zulassen. Wir machen auch schon immer alle Anpassungen mit (weil uns gar nichts anderes übrig bleibt) soweit sie den wirtschaftlichen Erfolg und damit unsere Existenz ermöglichen.

    Nicht “die Gesellschaft” wollte “vom Feld in den Tank” “Mais zu Strom”, sondern eine Gruppe an Aktivisten und ihr Umfeld.

    Nicht “die Gesellschaft” will Bio, sondern eine Gruppe von Aktivisten und Profiteuren.

    Der Export (den wir nicht steuern) gefährdet nicht fremde Märkte, sondern die Hilfsorganisationen und ihre Aktivitäten zur Verhinderung von wirtschaftlicher Entwicklung.

    Ich habe das ganze Geschwätz sowas von satt. Man kann sich anpassen wie man will (oder soll), die Forderungen haben nie ein Ende und falsche Annahmen werden nie korrigiert.
    Türe schleißen, alles verkaufen und die Idioten und Klugscheißer machen lassen. Oder zu mindestens ein Jahr lang kein Brotgetreide anbauen.

    Wenn ich schon wieder (bei uns) die nächste Umstrukturierung der Pflanzenschutzämter ,weg von der Beratung und hin zu mehr Kontrollen” sehe, stellen sich mir die Nackenhaare hoch, bei dem Konvolut an sich widersprechenden Auflagen, das uns gegenübersteht.
    Allein die neuen Wiederbetretungsvorschriften machen im Obst ein Vorschriftsgerechtes Agieren nahezu unmöglich.

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