Bauer Willi
Kommentare 35

Früher…war alles anders…

Das nachfolgende Video wurde 1971 vom ZDF im Raum Weser-Ems aufgenommen, ist jetzt also 50 Jahre alt.

KFEA4745[1]

Ich lasse es bewusst unkommentiert. Bitte achten Sie darauf, wie über Landwirtschaft berichtet wird und was damals ein Erfolg war.

Danke an Arnold Krämer, der mir dieses Zeitdokument zugeschickt hat. Einige Zeit später war Meppen sein Dienstsitz. Das moderne Gebäude im Hintergrund, das “Haus der Landwirtschaft”, wurde inzwischen abgerissen.

Ich wünsche allen einen guten Start ins Neue Jahr 2022.

Bleiben wir optimistisch.

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35 Kommentare

  1. Klugscheisser sagt

    Schlaggrösse spielt in der mittleren Zukunft eine geringere Grösse da Maschinen führerlos und automatisch fahren werden. Ausserdem sagen Studien höhere Biodiversität und Erträge voraus auf kleinstrukturierten Mischfeldern, dies unter Berücksichtigung des reduzierten Pestizideinsatzes und angepasster Sortenauswahl und Fruchtfolge. Die nächsten 50 Jahre werden interessant, jedenfalls für Landwirte welche Veränderungen nicht scheuen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ich glaube die Landwirtschaft ist die letzte Gruppierung, die sich Veränderungen entgegenstellt. Leider weiß jeder Klugscheißer besser, in welche Richtung sich Landwirtschaft verändern muss. Das ist das größte Dilemma in der heutigen Dekadenz – Gesellschaft.

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      “… jedenfalls für Landwirte welche Veränderungen nicht scheuen”

      Bauern müssen sich ständig verändern und anpassen,obwohl sie unelastisch unflexibel produzieren.

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    • Bauer Willi sagt

      “Ausserdem sagen Studien höhere Biodiversität und Erträge voraus auf kleinstrukturierten Mischfeldern, dies unter Berücksichtigung des reduzierten Pestizideinsatzes und angepasster Sortenauswahl und Fruchtfolge.”

      Diese Studien kenne ich nicht, würde sie aber gerne lesen. Es widerspricht den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

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    • Lady sagt

      Klugscheisser, über sich selbst lachen zu können, ist eine ganz wichtige Eigenschaft. Leider nicht sooo oft verbreitet. Aber bei dem Usernamen setze ich diese Fähigkeit mal voraus!

      Was sind denn überhaupt kleinstrukturierte Mischfelder? Mischkultur wie im Gemüsegarten oder Getreide in Korn- und Ringelblumen ?Und was ist klein?
      Und woran soll die Sortenauswahl angepasst sein, ist sie das bisher denn nicht? Wissen sie wieviele Weizensorten es gibt?

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    • Thorens sagt

      …da bin ich aber gespannt, wie lange es dauert, bis die führerlosen Arbeitsmaschinen über öffentliche Straßen und Wege die vielen kleinen Parzellen ansteuern dürfen. Wege- und Wendezeiten dürften gleich bleiben wie bei bemannt:fraut:div…äh

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  2. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Flurbereinigung gabs hier schon um 1930.
    Da wurden freiwillig Flächen in “bester Lage” (Bauland) getauscht.
    Betriebshilfsdienst wurde 1964 widerwillig gegründet und nur weils viele Zuschüsse gab.
    Der einzige Bestriebshelfer,der 20DM pro Tag kostete, wurde von meiner Familie ab 1966 bis 1970 dringend gebraucht,weil der Vater krebskrank wurde.

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  3. Thomas Bröcker sagt

    Diese Zeit war aber auch die Zeit der “Großmannssucht”, zu mindestens im Osten. Ein ausgeprägtes “Reißbrettdenken” führte, dank der sich entwickelnden Technik, zum Ausräumen der Landschaften in vorher ungekannten Größenordnungen. Genau in dieser Zeit haben auch die Gegner dieser Entwicklungen die Bühne der Öffentlichkeit betreten.
    In Anbetracht der damaligen “Jugendsünden” der modernen Landwirtschaft, war es logisch und folgerichtig, dass da Gegenbewegungen entstanden sind. Ich denke, dass das für demokratische Prozesse der Gestaltung des Zusammenleben unabdingbar ist. Auch wenn wir uns heute über die Panikmache des Waldsterbens in den 80-zigern gern lustig machen, wäre ohne diesen Druck der saure Regen aus den Schwefelabgasen der Kohleverbrennung wohl kaum so schnell beseitigt worden und die Wälder hätten schon in den letzten 40 Jahren sehr viel schlechter ausgesehen. Man darf die Bilder der entwaldeten Mittelgebirgsregionen ebenso nicht vergessen, wie den Artenschwund durch die, aus heutiger Sicht übertriebene, Unterordnung der Landschaft an temporäre technische Gegebenheiten. Es gilt nicht alles für jede der vielfältigen Landschaften Deutschlands, aber ganz allgemein so zu tun, als gäbe es KEINERLEI Notwendigkeit von Kurskorrekturen von Entwicklungen der Vergangenheit, erzeugt schon auch den Eindruck von “Filterblase”.
    Ich wünsche Allen ein erfolgreiches Jahr im Geschäft und Erfolg bei der Abwehr falscher Forderungen der Politik, aber auch die Fähigkeit die eigenen Fehler nicht aus den Augen zu verlieren und gegebenenfalls zu korrigieren.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Naja, das Lügengebilde des Waldsterbens als Maßstab für Relativierung zu nutzen ist auch eine irgendwie geartete Filterblase gewisser Gruppenmitglieder, die in gleichem Ausmaß der Landwirtschaft eine “Schuld” zuweisen möchten, die nicht in Frage gestellt werden darf.
      Georg Keckl hat zu dem Thema Waldsterben einen überzeugenden Artikel verfasst, der vieles aus der Öko-NGO-Szene im Nachgang in einem anderen Licht erscheinen lässt.

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      • Thomas Bröcker sagt

        Ich kenne und schätze Georg Keckl, und nicht nur seine Rundmails zum Waldsterben. Trotzdem ging das “Waldsterben” im Erzgebirge (das einzig reale damals) auf Industrieabgase in Tschechien zurück ( wie ebenso übrigens das Waldsterben im Harz im 19. Jhd) auf den Rauch der Erzverhüttung zurück ging).
        Die aus der Waldsterbensdiskussion resultierende Entschwefelung der Rauchgase hat nicht nur die Luft zum atmen verbessert.
        Darum geht es mir aber gar nicht – sondern um eine gewisse Unfähigkeit unseres Berufsstandes die Außenwirkung der Vergangenheit der LW mal mit einem anderen Blickwinkel als dem eigenen zu sehen. Dazu gehört auch die Illusion, dass alle Veränderungen schon freiwillig erfolgen werden, erfolgt sind. Es gibt nämlich durchaus auch notwendige Veränderungen – zum Beispiel das wenigstens teilweise Wiederherstellen der Gehölzstrukturen in den teils ausgeräumten Landstrichen Norn- und Mitteldeutschlands.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Natürlich kann man in der Vergangenheit begangene Fehler einer Gesamtgesellschaft durch einen Teil der Gesellschaft anerkennen. Wem das für die Zukunft helfen soll und kann, keine Ahnung. Wer ist verantwortlich für die tausende Kilometer Straßen in diesem Land und wer ist in Zukunft verantwortlich für weniger.
          Man merkt schnell, dass vieles einer einzelnen Gruppe zugeordnet werden soll und ganz viel niemandem zugeordnet werden kann und zukünftig auch nicht werden wird. Deshalb möchte ich gerne eine Diskussion, die sich an einer gesamtgesellschaftlichen Richtschnur entlang orientiert. Lehrer werden auch nicht für Bildungspolitische Entscheidungen in Verantwortung genommen.

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        • erndlsepp sagt

          Der Wald hat nur ein Problem, nämlich zu hoher Wildbestand. Das kann man in eingezäunten Flächen sehen, wo es nur so an Wachstum und Artenvielfalt sprießt.
          Schwefel fehlt uns in den landwirtschaftlichen Kulturen und muß teuer zugekauft werden.

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    • Karl Timme sagt

      Die Entwaldung des Erzgebirges ist mir bekannt, zu deren Ursache kann ich nichts sagen bis auf den allgemeinen Sprech.
      Bis heute konnte keine einzelne auslösende Ursache festgestellt werden, es waren alles Annahmen die die Gesellschaftliche Besorgnis in den 80 iger Jahren widerspiegelte. Erst war es der Schwefelsaure Regen (eine Langzeitstudie mit Hilfe eines Bodeneinschlags konnte keine signifikante pH Veränderung nachweisen) , heute ist es der Klimawandel.
      Nach meiner nicht fachlichen Meinung ist eine der Hauptursachen die mangelnde Waldpflege.
      In den 80 zigern (die Holzpreise waren absolut im Keller) gab es für die Erstdurchforstung Fördergelder, die reichten aber nur um die Bäume in Hüfthöhe abzusägen. Das blieb alles liegen und der Borkenkäfer hatte ein leichtes Spiel. Diese Flächen, nach dem Sturmschaden 1972 aufgeforstet, mussten ein zweites mal aufgeforstet werden.
      Flächen die ordentlich gepflegt wurden stehen heute noch. Kein Geld für schlag reifes Holz ergibt kein Geld für die Pflege, was aber für unsere Kulturwälder notwendig ist (anlog der Krautfäule bei Kartoffeln)

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      • Christian Bothe sagt

        Waldsterben im Erzgebirge? Nonsense! Der Wald im Westerzgebirge ( meine Heimat) ist besser denn je! Früher gab‘s Probleme mit Rauchgasen aus der Tschechei und da sah der Wald trotz guter Bewirtschaftung schlecht aus! Selbst nach Kyrill hat er sich gut erholt, bedingt durch Niederschläge und Schnee im Winter!

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        • Karl Timme sagt

          >Trotzdem ging das “Waldsterben” im Erzgebirge (das einzig reale damals) auf Industrieabgase in Tschechien zurück ( wie ebenso übrigens das Waldsterben im Harz im 19. Jhd) auf den Rauch der Erzverhüttung zurück ging).<
          Dieses ein Zitat von Thomas. Wer lesen kann ist im Vorteil.

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    • Karl Timme sagt

      Thomas wir sollten schon berücksichtigen das zu der Zeit des ZDF Videos zwei “sehr” unterschiedliche Entwicklungen in der Deutschen Landwirtschaft statt gefunden haben.
      Auch heute noch sind die Strukturen noch nicht angeglichen. Wenn Herr Kiechle auf der Grünen Woche nach der Wende, auch für den Westen solche Strukturen und Gesellschaftformen angekündigt hat, so ist es bis heute noch nicht ereicht. Betriebsgrößen wie im ehemaligen DDR Raum sind auch heute noch im Westen die Ausnahme.
      Da Wege, Gräben und Flüße fast ausschließlich in Kommunaler Hand sind(im Westen) ist heute ein >ausräumen der Landschaft< undenkbar, was auch in Zukunft Strukturen wie im Osten undenkbar sein lassen.
      Hier gilt es diese Konkurrenzstrukturen soweit wie möglich auszugleichen. Der Druck aus diesem Produktionsvorteil hat langsam von der ehemaligen Grenze westwärts zu immer größeren Betrieben geführt, zusätzlich zu dem allgemeinen Betrieblichen Wachstum. Mälzerein die in jüngerer Vergangenheit mit Genossenschaften und Landhändlern (jeweils Mehrzahl) ihr Geschäft abgewickelt haben, machen das heute mit einzelnen Betrieben der ex DDR, da diese Konkurrenzfähiger sind (75-100 km Entfernung).

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  4. Karl Timme sagt

    Ja das waren noch die Jahre, in denen die Nahrungssicherung im Vordergrund stand. Sämtliche Förderprogramme waren darauf ausgelegt die Ldw effektiver zu machen. Dieses führte zu einer hohen Produktionssteigerung mit sinkenden Erzeugerpreisen.
    Es klang ja auch im Video an: Dieses waren auch die Jahre der Maschinenring Gründungen.
    Neben den Maschinenringen gab es noch unzählige Maschinengemeinschaften. Die Aufstrebende Industrie zog immer mehr Arbeitskräfte aus der Landwirtschaft ab und die Zeit der Gastarbeiter ging auf Ihren Höhepunkt zu. Der Zwang zur Mechanisierung war der Grund dieser Gebilde, gefördert durch Förderprogramme um eben Arbeitskräfte freizusetzen.

    Bauer Willi war das nicht auch die Zeit des Beginn´s der Zusammenarbeit mit dem Nachbarbetrieb?

    In den folgenden Jahren gebar dann die Deutsche Sprache Worte wie Butterberge, Milchseen u.a..

    Der freiwillige Landtausch (Flurbereinigung) als Förderprogramm existiert auch heute noch, was vielfach nicht bekannt ist. Ich selbst habe dieses Programm zweimal in Anspruch genommen. Notarkosten, Gutachter, Vermessung, Grundbuch u.a. werden stark gefördert (bis zur komplett Übernahme).
    Dieses neben der allgemein bekannten Flurbereitung.

    All die Errungenschaften der späten 60 iger werden heute infrage gestellt. Urbarmachung von Unland zu Grün- und Ackerland. Schaffung von Entwässerungsgräben, Begradigung von Flüssen.
    Zu einem Großteil unter mühseliger Handarbeit, Loren und Pferde. Heute lässt Mann dieses alles verfallen oder baut es aktiv zurück (nennt sich Renaturierung).

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    • Arnold Krämer sagt

      Freiwillige Landtausche organisiert die LWK Niedersachsen im Emsland und in anderen Landesteilen auch heute noch. Die Verfahren sind aber bei Weitem nicht mehr so groß wie damals in den 1960er und 1970er Jahren. Ich habe einen der letzten großen Landtausche vor etwa 20 Jahren in Meppen-Schwefingen zuende moderiert, als es die Landbauaußenstelle, die das Verfahren eingeleitet hatte, schon nicht mehr gab. Das war nicht einfach, weil bei vielen Teilnehmern, langen Verfahrenszeiten, wechselnden Betreuern immer wieder Wissen verloren ging, Zusagen über den Generationenwechsel in einzelnen Betrieben nicht eingehalten wurden, Geld fehlte usw. usw.

      Amtliche Flurbereinigungen sind heute immer Verfahrensflurbereinigungen im Zusammenhang mit infrastrukturellen Großvorhaben wie dem Straßenbau, Industrieprojekten etc. Die Vorteile für die Landwirte liegen dabei weniger in der Vergrößerung von Nutzflächen (das passiert im Wege der Pacht meist viel schneller) sondern vor allem im Bau bzw. der Verbesserung der Wirtschaftswege. Nachteilig ist der große Verlust an Flächen für die gesetzlich vorgeschriebenen Kompensationsmaßnahmen und die lange Verfahrensdauer mit wechselnden Zweisungen einzelner Flächen.

      PS: Allen Lesern und Kommentatoren wünsche ich auf diesem Wege ein erfolgreiches Jahr 2022 , verbunden mit Gesundheit und interessnaten Beiträgen und Diskussionen hier im Blog.

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      • Karl Timme sagt

        Eine der frw Landtausch hat bei nur zwei Teilnehmern gerade einmal 3 Monate bis zum entgültigen Abschluß gedauert. Eine Einigung bestand schon zu beginn des Verfahrens.
        Das zweite Verfahren bei drei Teilnehmern, darunter einem Verpächter, dauerte etwas mehr als ein halbes Jahr, da der Verpächter die neue Fläche erst akzeptieren musste. Als Helfer fungierte die NLG, die Verfahrensdurchführung oblag dem AfA Verden.
        Ihrem zweiten Absatz kann ich nur beipflichten, auch ich kenne kein amtliches Verfahren das nicht in dem von Ihnen geschilderten Zusammenhängen gemacht wurde.

  5. Inge sagt

    Da sieht man mal, wie wichtig landw. Subventionen sind, die dafür Sorgen, das die Nahrungsmittel nie mehr Mangelware sind.

    Wer hat den Nutzen davon?
    Unsere Volkswirtschaft,
    Weil die Nahrungsmittel so billig bleiben, kann der Konsument auch andere Konsumware bis hin zum teuren Urlaub für jedermann kaufen und der Rubel rollt, die Steuereinnahmen steigen und und unserer Volkwirtschaftgeht es gut.

    Ob nun wegen der Flurbereinigung die Landschaft ausgeräumt wurde und natürliche Wasserläufe, Hecken und Bäume, die gut für die Biodiversität sind, beseitigt wurden.

    Ob das damals die Agrarier wüssten, aber die Bauern nicht.
    Dann war das eine Ausbeutung der Natur.

  6. Schorsch Summerer sagt

    Das kenne ich bei uns auch wenn auch nur vom Erzählen. Zuerst als Flurbereinigung, abgeschlossen 1948 glaube ich, und jetzt versuchen wir untereinander Flächen per Pacht zusammenzutauschen. Ich habe noch eine alte Karte von vor der Bereinigung da sind die Flächen teilweise so schmal da könnte man nicht mal mit einem Schmetterlingmähwerk mähen. Jetzt haben wir eher das Problem dass wir mit dem Tauschen kaum mehr was erreichen. Gräben, Raine und Feldwege bleiben erhalten.

    Euch allen ein gutes neues Jahr.

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  7. Christian Bothe sagt

    Hört sich gut an. Aber 3500ha LN über den Landtausch? Solche Größenordnungen gab‘s und gibt’s im Osten schon als Einzelbetrieb als Rechtsform als VEG,LPG und heute als AG und GmbH! Das sogar als Biobetrieb( Dennree) mit über 4000ha LN und Tierproduktion! Man sieht also sinnvolle staatliche Regelungen gab‘s in Ost und West gewollt oder ungewollt…

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  8. Reinhard Seevers sagt

    Es gibt auch eine schöne DvD über die Entwicklung des “Nassen Dreiecks” aus dem Jahr 1937……alles was heute ist, müsste hart erarbeitet werden und wird heute als selbstverständlich und überflüssig angesehen.
    https://youtu.be/HUnaWFPAeoU

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  9. Bauherr sagt

    Ich bedanke mich auch bei Herrn Krämer, kann der nicht Bauernpräsident sein?

    Mit der Kultivierung und Landbewirtschaftung ist auch die Artenvielfalt als Nebenprodukt der Landwirtschaft gestiegen. Ein karge Steppe hat keine Arten.

    Zum Thema Flurbereinigung gäbe es viel zu sagen, würde aber den Stadtmenschen überfordern.
    Nur so viel: Früher war es ein Instrument für Landwirtschaft- heute für Kommunen und zur Steuervermeidung bei Agraraussteigern bei Landversilberung. Ein Cum-ex Skandal.

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  10. Reinhard Seevers sagt

    Tja, damals wurde staatliches Handeln und Eingriffe als Hilfe zum Fortschritt der Agrarwirtschaft definiert. Heute ist staatliches Handeln genau das Gegenteil…..Wenn damals ein Beitrag über Solawi als Lösungsweg gezeigt worden wäre, hätte man es als Satire erkannt.

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  11. Gurkenhobel sagt

    Ein heutiger Gutmensch würde das so kommentieren, dass das der Beginn der Monokulturen auf “endlosen” Flächen war, und dahinter die Saatgut- und Chemiemafia vermuten. Das Feindbild Mais wird ja auch schon bedient 🤣. Toller Filmbeitrag! Danke für’s Zeigen. Allen ein erfolgreiches Neues Jahr!

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  12. Mark sagt

    Tja, damals herrschte noch Aufbruchstimmung, diese ist der Ernüchterung gewichen und heute sind wir bei der Fassungslosigkeit angelangt.
    Allen ein gutes neuses Jahr!

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    • Inga sagt

      Ja, weil sich heute die Städter (Nichtlandwirte) von der Landwirtschaft so weit entfernt haben.
      In den 70igern lebten noch genug Leute, die wussten, wie wichtig dir Landwirtschaft für unsere Ernährung ist, gerade die, die in der Schule Quäkerspeise bekommen haben.

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