Bauer Willi
Kommentare 60

Es ist alles gesagt! Jetzt handeln!

In den letzten Jahren haben im landwirtschaftlichen Bereich zwei Kommissionen getagt und Ergebnisse produziert.

  • die “Borchert-Kommission”, die eine Veränderung der Tierhaltung in Deutschland diskutiert und Vorschläge erarbeitet hat
  • die “Zukunftskommission Landwirtschaft”, die im Nachgang des Agrargipfels im Kanzleramt einberufen wurde und Ziele und Maßnahmen für eine Transformation der Landwirtschaft formuliert hat.

Beteiligt waren nicht nur landwirtschaftliche Organisationen sondern auch Teile der Gesellschaft, wie Naturschützer, Vertreter des Verbraucherschutzes und der Wissenschaft. Die finalen Papiere stellen somit den von vielen geforderten Gesellschaftsvertrag dar.

Mit dem Wechsel zur  neuen Bundesregierung war zuerst nicht klar, ob die Ergebnisse der beiden Kommissionen akzeptiert werden würden.

Aktuell hat Cem Özdemir beide Kommissionen eingeladen, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen. Dies hat Borchert mit der verständlichen und logischen Begründung abgelehnt, dass man erst Ergebnisse seitens des BMEL sehen will.

https://www.wochenblatt-dlv.de/politik/borchert-kommission-erteilt-oezdemir-satte-abfuhr-570378

Die Zukunftskommission Landwirtschaft hingegen will weiterarbeiten und hat – wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist – im September wieder mit Özdemir getagt. Was besprochen wurde, ist nicht bekannt.

Bemängelt wird vor allen Dingen von den Naturschützern, dass es keine klaren Ziele seitens des BMEL gibt. Was den landwirtschaftlichen Teil angeht, so haben hier mittlerweile viele Personen andere Aufgaben wahrgenommen und wurden ersetzt. Vertreter anderer Organisationen haben die ZKL verlassen. Es muss also in vielfältiger Hinsicht die Frage gestellt werden dürfen, welche Legitimation die ZKL überhaupt noch hat.

Entscheidend ist jetzt, dass die Bundesregierung die empfohlenen Maßnahmen der Kommissionen mit der notwendigen Finanzierung in die Realität überführt. Derzeit ist deutlich erkennbar, dass genau dies nicht erfolgen wird, weil der Minister selbst erklärt hat, dass ihm dazu die finanziellen Mittel fehlen.

Es kann deshalb jetzt nur die Aufgabe der ZKL sein, mit dem Ministerium zu klären, welche Punkte des ZKL-Papiers umgesetzt werden können und welche noch so lange warten müssen, bis die Finanzierung geklärt ist.

Fazit: Es ist alles gesagt. Jetzt muss die Politik handeln.

 

 

 

 

(Aufrufe 1.564 gesamt, 1 heute)

60 Kommentare

  1. Ferkelhebamme sagt

    Die Politik handelt nur leider nach dem Motto: „Denn sie wissen nicht, was sie tun.“

    https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/lemke-fuer-verschaerfte-emissionsregeln-fuer-tierhalter-13217513.html

    Ein Kompromiss für Tierwohl – nichts genaues weiß man nicht… Wer soll da denn noch irgendwas für die Zukunft planen?

    Wenn man zu scharf in eine Wende geht, verliert man schon mal seine Anhänger. Ich befürchte einen Totalschaden.
    Verflixt! Jetzt hab ich einen Ohrwurm:“ Der Zug, der Zug, der Zug hat keine Bremse…“

    4
    • Arnold Krämer sagt

      Cem äußert guten Willen (kürzlich bei top agrar), Lemke versteckt sich dann national hinter den EU-Vorschriften (Man könne ja nicht anders). Außer Spesen nichts gewesen. Es ist ein Trauerspiel, das sich die Mehrheit der Bevölkerung gefallen lässt (siehe Niedersachsen-Wahl). Der Mittelstand (hier der bäuerliche, landwirtschaftliche) wird kaputt gemacht.

      6
      • Ostbauer sagt

        Guten Willen haben schon viele geäußert; das allein reicht eben nicht.
        Alles andere in dieser Regierung ist ,wie die letzten ca 15 Jahre auch, Bla,Bla ,Bla und wenn es konkret wird ,verschanzt man sich hinter Brüssel, der WTO oder Sonstwem.
        Mein Vertrauen in die Landes und Bundespolitik(nicht nur bei Landwirtschaft) ist unter Null gesunken. Nicht mal ansatzweise Langfristigkeit im Auge, geschweige denn Folgenabschätzung, Kostenbelastung.
        Heute muss man als Betrieb jederzeit in der Lage sein, innerhalb kürzester Zeit auf NULL zu fahren! Schizophren; wer soll da noch investieren.
        Aber lass sie machen, wir stellen uns darauf ein. Der deutsche Michel lernt eben nur aus schmerzlichen Erfahrungen, dann muss er das eben. Ich habe auch kein Mitleid mit ihm; er ist den Rattenfängern jahrelang folgsam hinterhergelaufen..

        7
        • Smarti sagt

          Ostbauer, ein Kollege von uns wurde unrechtmäßig vom Amt sanktioniert, eine Anklage, geschweige denn ein Urteil gibt es nicht. Jeder, der den Fall kennt, ist sich sicher, er würde jeden Prozess gewinnen. Er findet aber keinen Anwalt, der sich traut, gegen den Staat zu klagen. Ich finde das sehr feige.
          Das hätte ich vor einem Jahr auch noch nicht gedacht, dass ich einmal so die Hoffnung in die Politik verliere – ja sogar einzelne Personen als Feinde betiteln möchte. Wenn der deutsche Michel ein bisschen friert oder etwas weniger Auswahl im Discounter hat, vielleicht auch weniger Geld zur Verfügung hat… was solls. Den allermeisten Menschen auf dieser Welt geht es ja ( meist unverschuldet) deutlich schlechter als uns.
          Ich habe aber die Befürchtung, dass es bürgerkriegsähnliche Zustände geben kann – besonders wenn “wir” uns bald auch noch mit China streiten. Und dann könnte es schon ungemütlich werden. Wer jetzt noch Geld investiert ist echt “mutig”.

          1
          • Ferkelhebamme sagt

            Du erinnerst dich an die Pflanzenschutzdaten, die zur Weitergabe an eine NGO ans Amt gegeben werden mussten? Dagegen vorgehen? Keine Chance.

            2
    • Ach sollen die Kühe auf der Weide nun Pflaster an ihrem Ausgang unterm Schwanz geklebt bekommen?

      Das ist auch Tierquälerei.

  2. Ludwig sagt

    Klare Kante zeigen das wird der DBV nicht machen , sondern zahlt den Grünen für ihren Parteitag sogar noch rd. 3000 Euro. Schlimmer kann es doch nicht kommen, oder ? Untertänigkeit , statt geraden Rücken , so wird der Bauer vertreten. Inzwischen sind wir bei 50% deutscher Schweine bei den Schlachtungen und die Preise werden weiter von der Politik über den LEH kleingehalten , damit hier die Schweinehaltung den Bach runter geht.

    10
    • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

      Nachtrag:
      Neueste Meldung auf agrarheute: Der Dachverband der Lebensmittelwirtschaft bricht die Gespräche zur Erarbeitung einer Lebensmittelstrategie mit Özdemir ab. Andere machen es uns vor! Mit diesen Leuten kann man nicht verhandeln. Das ganze Vorgehen sollte brutalstmöglich kommuniziert werden.

      7
      • Reinhard Seevers sagt

        Hier der Text des Lebensmittelverbandes:

        25.10.2022 -Zur heutigen Veranstaltung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit dem Titel „Für eine pflanzenbetonte Ernährung in Deutschland – Erkenntnisse aus dem Nationalen Dialog zum Ernährungsgipfel der Vereinten Nationen (UN FSS) für die Ernährungsstrategie der Bundesregierung” teilt Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbands Deutschland, mit:

        „Der Lebensmittelverband wird sich bis auf weiteres aus dem vom BMEL initiierten Verfahren zur Erarbeitung einer Ernährungsstrategie zurückziehen. Das gewählte Verfahren bietet keine adäquate Beteiligungsmöglichkeit der Verbände und Unternehmen. Wir wollen nicht in den Verdacht geraten, lediglich Staffage in einem vorbestimmten, intransparenten Prozess zu sein. Wir sehen auch nicht die Bereitschaft des Ministeriums, auf entsprechende Vorschläge einzugehen. Grundsätzlich ist der Lebensmittelverband an einem konstruktiven, fairen und vorurteilsfreien Dialog interessiert, bei welchem wir unsere umfassende fachliche Expertise in Sachen Lebensmittel, Innovationen und Nachhaltigkeit einbringen können. Wir möchten gemeinsam an zielorientierten Lösungen arbeiten – so, wie wir es bei der Erarbeitung der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie getan haben. Im Rahmen dieses Prozesses wurde allen Beteiligten, auch der Wirtschaft, ermöglicht, einen aktiven Part einzunehmen und als unverzichtbarer Partner Gelegenheit gegeben, ihr Know-how in die Ausgestaltung und Umsetzung der Strategie konkret einzubringen, um den Ansatz schließlich gemeinsam zu einem Erfolg zu führen. Das jetzt vom Ministerium gewählte Format ermöglicht unserer Auffassung nach aber keine sinnvolle Einbringung derer, die die Ernährungsstrategie hinterher zum großen Teil umsetzen müssen. Die Einladung des Ministeriums erweckt den Eindruck, dass die Ziele und Handlungsfelder der Strategie bereits festgelegt sind und mit den verschiedenen Stakeholdern eine Diskussion hierzu nicht weiter stattfinden soll. Deshalb werden wir von einer Mitarbeit mit Alibi-Charakter absehen.“

        11
        • firedragon sagt

          Das nenne ich mal, klare Kante zeigen. Würde ich mir von allen landwirtschaftlichen Verbänden zur neuen GAP auch wünschen.
          Ich schreib’s auf meinen Wunschzettel für den Weihnachtsmann.

          5
  3. Arnold Krämer sagt

    In vielen Bereichen ist es so: Politik versucht Probleme zu lösen, die sie selbst geschaffen hat. Für den Agrarbereich gilt dies in ganzer Breite und besonderem Maße. Das Problem hinter dem Problem ist, dass niemand mehr wirklich durchblickt und die Wirkungszusammenhänge erkennen kann geschweige denn mit linearem Denken “aufdröseln” könnte: Das Sinnvollste wäre ein “Reset”, wozu aber der Mut fehlt. Und die Wissenschaftler beschäftigen sich auch lieber mit “Klima” und “Biodiversität”, weil das Forschungsgelder verspricht. Insofern ist es auch besser, wenn aktuell in der Zeit multipler Krisen garnichts verändert wird. Nicht entscheiden ist auch eine Entscheidung.

    11
    • Reinhard Seevers sagt

      Herr Krämer, ich hab langsam einen dicken Hals ob der ver “queeren” Weltsicht eines Teiles unserer Gesellschaft.
      Medial sind alle nur noch auf einem Weltrettungstrip unterwegs. Sogar die konservative Sparkasse wirbt mit emotional aufgeladenen Zukunftsszenarien, denen man folgen muss, wenn man mit ihnen gemeinsam die Welt retten und dabei Spaß behalten will.
      Frei nach dem Motto, “ist gesund, schmeckt man aber nicht” wirbt der Schauspieler Frederick Lau Szenegerecht für ein Produkt, was die Menschheit nicht braucht, die hippe Jugend aber sehr wohl. (D2C-Brand yfood, wow, was für ein Label-Name)
      Im Nachbardorf gibt es eine “neue” Landwirtschaft, sozial, umweltgerecht, nachhaltig…alles eben. Man kann sich 6 Monate sein Gemüse in der Kiste abholen, 420,-€ für 6 Monate…..was in den anderen sechs Monaten gegessen werden muss oder wo es herkommt, egal, denn diese Institution ist ja staatlich gefördert und die Welt retten, die Menschen umformen und ihnen die Augen öffnen:
      “Aufbau eines permakulturellen Lerngartens mit Einmachküche. Workshops rund um die Themen essbare Gärten, klimafreundliche Ernährung, nachhaltiger Flächen- und Konsumgüterverbrauch, Selbstversorgung und Gemeinschaftsbildung.” (Auszug aus der website, Förderbegründung)

      Deutschland hat ein Problem!

      11
      • 6 Monate 420€
        und
        12 Monate dann eben 840€

        Nur in den Wintermonaten ist es etwas weniger frisch.
        Aber aus dem Kühlhaus des Bauern.
        Denn der weiss es ja frisch zu halten.

        Man muss nur etwas Eigeninitiative entwickeln und nachdragen .

          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Warum, liebe Inga, soll das geneigte Versuchskaninchen für 12 Monate dann das Doppelte pro Monat latzen!? – Du gehst extrem großzügig mit fremdem Geld um.;-)

            6
                • Arnold Krämer sagt

                  1. Eine saubere Kostenkalkulation war für viel Landwirte noch nie ein Thema.
                  2. Das Überwälzen höherer Kosten ist immer nur möglich, wenn es für den potentiellen Käufer keine oder kaum eine Alternative gibt.
                  3. Es gibt auch immer so etwas wie “Schnupperpreise”.

                  3
                • Das ist doch ein Sonderangebot,
                  weil man sich für6 Monate verpflichtet Gemüse abzunehmen, so kann der Landwirt kalkulieren.

                  Vielleicht werden die 2. 6 Monate noch billiger!?!

                  Und der
                  Bauer weiß, was er fürs nächste Jahr zu pflanzen oder säen hat.

                • “1. Eine saubere Kostenkalkulation war für viel Landwirte noch nie ein Thema.”

                  für alle Herr Krämer, oder nur für manche, deren Hoftore dann früher oder später so wie so schließeen.?

                  Wer in Bio anfängt und/oder
                  im Gemüsebau
                  und Direktvermarktug, der rechnet doch.

                  Der muß doch wissen ob sich die Umstellung und das invetierte Geld lohnt, oder nicht?

        • Reinhard Seevers sagt

          Inga, wieso soll man etwas bezahlen, wenn man nichts bekommt? Die haben kein Kühlhaus, die bieten schlicht nix an im Winter. Dafür kooperieren sie mit einem Biobauern, der Online-Handel betreibt und Produkte aus der ganzen Welt – natürlich Bio – per Internet verscherbelt. Der hat nämlich im Winter auch nur ein paar Möhren, Kartoffeln und Rote Beete aus eigener Produktion.
          Der bekommt aber, weil er der Gute ist, einen sechsstelligen Förderbetrag, er beliefert die Schulen in der Umgebung.

          6
          • Stadtmensch sagt

            “Die haben kein Kühlhaus, die bieten schlicht nix an im Winter.”

            Der Direktvermarkter meines Vertrauens hat von Oktober bis März Möhren, Rüben, rote Beete, Kartoffeln, diverse Kohlgemüse und Obst aus eigener Produktion im Angebot. Mit 70 Euro pro Monat konnte man bisher bei uns locker vier Personen versorgen.

            • sonnenblume sagt

              Könnte man so alle Bürger der Republik ernähren, sofern sie es denn wollten und könnten?
              Wie schätzen Sie den Zeitaufwand und die Kosten für Beschaffung, Kochen usw. ein? Was denken Sie, wie unsere Bürger damit umgehen würden?
              Ihre Erfahrung ist doch eine gute Grundlage.

              4
              • Stadtmensch sagt

                “Könnte man so alle Bürger der Republik ernähren”

                Nein. Aber könnte und sollte man dem vorherrschenden Trend der Kapitalkonzentration und Entpersonalisierung der Wirtschaftsbeziehungen etwas entgegen setzen?
                Will man wirklich Amazon-Fresh (evtl. mit hauseigener Währung) auf ganzer Linie für die Lebensmittelversorgung etablieren?

                Sollte man sich einen Rest Ernährungssouveränität erhalten?
                Mit SOLAWI, Genossenschaften, CrowdFarming, BioBoden u.ä.?
                Ich würde sagen ja.

                Auch wenn ich absolut nichts dagegen habe, dass Almeria unter Plastik verschwindet und dort auf höchstem wissenschaftlichen Niveau Lebensmittel produziert werden.
                Oder die LEH-Logistik zur Optimierung der Warenströme – der Hammer! Ich finde das prima.

                2
                • Bauer Willi sagt

                  Da bin ich Ihrer Meinung, Stadtmensch. Wir sollten uns unsere Ernährungssouveränität erhalten. Und das kostet dann auch mehr. Siehe Energie, wo es jeder akzeptiert (akzeptieren muss!)

                  5
                • Reinhard Seevers sagt

                  Stadtmensch:
                  “Könnte man so alle Bürger der Republik ernähren”

                  Nein. Aber …..

                  Wieso nicht? Ich glaube wir reden gar nicht über das “Ernähren”. Natürlich kann man sich mit Kartoffeln, Mohrrüben, Kohl etc. ernähren. Aber das passt nicht zu dem Menschen, als der er sich gern outet: dem nachhaltig, saisonal und regional sich versorgen Wollenden.
                  Das zeigt doch, dass es immer und grundsätzlich um mehr geht, als um das reine sich “Ernähren”. und das zeigt auch, dass man den regionalen Ernährungssouverän gar nicht benötigt. Ihr solltet das im Auge behalten. Es sei denn man wird Niederländer und verglast den Rest der noch verbleibenden Landschaft…..ok, das ist dann auch eine Lösung.
                  Der Kohl und die Kartoffel werden langfristig als Alibifrüchte der deutschen Regionen herhalten, aber nicht zur Ernährung des Volkes beitragen….dafür gibt es dann deutsche Avocados, deutschen Sojapamps, deutsches Quinoa oder deutsche Orangen….😎

                  1
                • Arnold Krämer sagt

                  Jeder weiß, das “Nein” richtig ist, trotzdem quält man die Betriebe medial und gesetzestechnisch zu Tode, die die Masse der Bevölkerung ernähren kann und will. Das scheint mir ein typisch deutsches mentales Problem zu sein.

                  5
                • Stadtmensch sagt

                  “trotzdem quält man die Betriebe medial und gesetzestechnisch”

                  Die “Vierte Gewalt” ist seit es sie gibt der Katalysator aller Diskurse. Dazu heute auf dem “Verschwörungskanal”:

                  “Was Redaktionen beschlossen haben, vergelten und büßen Nationen.” (Karl Kraus)

                  und

                  „Die Freiheit der Presse im Westen … ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu veröffentlichen“ Peter Scholl-Latour

                  …und wenn die Damen und Herren Elite beschlossen haben, dass das Volk nicht diszipliniert genug ist (nicht saisonal, regional konsumiert) zu viel Auto fährt, seine Buden nicht dämmt, gibts Geheule. Planwirtschaft will man ja auch nicht…

                  2
          • Das wußte ich doch nicht.

            Dann geht es eben um die vertraglichen Abgabemengen, die dem Bauer sicher sind.
            die muß er dann nicht im Überfluß ernten und dann eventuell unterackern..

      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        “420,-€ für 6 Monate…..”

        Hier gabs vor Jahren das Kartoffelabonnement im Hofladen für Zukaufkartoffeln!
        Als die Kunden Kartoffeln mitnehmen wollten,waren keine da,weil das Geld anderweitig dringender ausgegeben werden musste.

        • Vertrag ist Vertragt!
          Wenn zu wenig Karoffeln da sind, dann muß er wo anders her welche besorgen.

          Das war 1976 bei uns auch, wir hatten von einer Tante Land und als Pacht bekam sie eine gewisse Summe DM und
          2 Zentner Kartoffeln.

          Die Kartoffeln wurden uns “aus den Händen gerissen”,
          die alleinstehende Tante hatten wir vergessen.

          Dann im Oktober kauften wir für sie noch irgendwo her 2 Zentner zu je 40 DM.
          Dann kam der Vorshchag von ihrem Sohn, die Pacht um 20 DM zu erhöhen und die Kartoffeln zukünftig weg zu lassen.

          1
          • Also konnten die dann auch keine für die Vertragskunden nachkaufen?
            Waren die sich das nicht bewußt, Hans Gresshöner?

            Das ist ja Vertragsbruch und bestimmt nicht die Regel.
            Ist ja wie mit der Internetgaunerei.
            Machen das Bauern, die sozial in ihrem Dorf eben eingebunden sind, auch?

            Ich dachte nur anonyme Großstädter, oder?

    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      O-Ton aus der Bürger-BILD:
      “Ukraine soll künftig Produzent grüner Energie werden
      Bundeskanzler Olaf Scholz hat der Ukraine Hilfe auch nach Kriegsende zugesagt. Man werde sich nicht nur um den Wiederaufbau kümmern, sondern auch um Investitionen in neue Bereiche, sagte Scholz am Dienstag bei einer Wiederaufbaukonferenz in Berlin.”

      Was plant unser Bundeskanzler im Sinne der heimischen Landwirtschaft!?
      Aktuell katapultiert man uns Bauern gnadenlos zurück in die Urzeit!!!

      Meinen Sie wirklich, Herr Krämer, nichts entscheiden ist hier realiter die bessere zukunftsweisende Entscheidung!?
      Rennt uns Bauern nicht förmlichst die Zeit davon!?

      Wie viele Höfe hier in Deutschland bleiben dabei ehrlicherweise also noch auf der Strecke!?
      In der Ukraine präsentieren sich nicht selten “Betriebsgrößen” von 70.000 Hektaren u. gar mehr. – Wird das schlussendlich auch die agrarpolitisch forcierte Realität hierzulande!?…

      Raus aus der Abhängigkeit – rein in die nächste Abhängigkeit!? – Finde den Fehler!!!

      11
      • Arnold Krämer sagt

        Entscheidungen in die richtige Richtung FÜR eine leistungsfähige familienbäuerliche Landwirtschaft, wie wir sie ja haben, sind eh nicht zu erwarten, nur das Gegenteil, noch mehr Bürokratie, noch mehr Gängelung, noch mehr Kosten rund ums Produzieren. Dann ist aktuell das Nicht-Entscheiden allemal besser. Aber wann kommt ein Wende der Agrarwende? Das ist doch nur möglich, wenn eine wirkliche Krise, “on top” sozusagen, die Menschen in echte Bedrängnis bringt. Die Regierung versucht gerade mit viel Schulden das Eintreten einer solchen Situation möglichst zu verhindern. Ob’s gelingt, weiß ich nicht.

        9
        • Reinhard Seevers sagt

          Wir brauchen auch eine Bauwende….großspurige Ansagen, nur heiße Luft und die gleichen dümmlichen Vorschläge, wie beim Energiesparen.
          Dabei wäre es erheblich dringender, eine Bauwende zu starten, als eine Agrarwende. Aber hier ist man noch nicht mal an den Start gegangen, wobei die Agrarwende bereits in vollem Gange ist. Wie die Politik diese ganzen Wenden schaffen will, keine Ahnung. Das Urselchen, labert jedenfalls auch hier munter drauf los:
          “Im September 2020 hat Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, eine Grundsatzrede gehalten und darin auch über die Baubranche gesprochen: „Unsere Gebäude verursachen 40 Prozent unserer Emissionen. Sie müssen weniger verschwenderisch, weniger teuer und nachhaltiger werden.“ Von der Leyen fordert, den Wandel in der Baubranche als europäisches und vor allem auch als kulturelles Projekt zu verstehen. Sie spricht in der Rede auch von einem „neuen europäischen Bauhaus“. Was genau damit gemeint ist, bleibt offen, aber immerhin zeigt sie mit dieser Rede, dass das Problem auf EU-Ebene bekannt ist, und dass Handlungsbedarf besteht.”
          Laber, laber, laber……die Beste Wende ist Aufhören zu bauen, wie ja auch das Aufhören Nahrung zu erzeugen.

          4
          • firedragon sagt

            Frau von der Layen will eine Bauwende ?
            Räusper … Renovierungen haben sie doch schon ein wenig überfordert und da ging es “nur” um ein Schiff …

            6
          • evo.... sagt

            Ich frage mich, ob sich die ganzen Dämmungs-Maßnahmen noch rechnen. Die Berechnungen wurden wahrscheinlich zu einer Zeit gemacht, als wir noch wochenlang -15 Grad hatten.

            Bei den momentanen Energie-Preisen wahrscheinlich schon , ob aber in den letzten Jahren und ev. in Zukunft nicht.

            1
  4. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Für mich war diese ZKL schon immer eine kurzlebige Lachnummer auf tönernen Füßen, geschuldet dem Hyperaktionismus einer scheidenden Kanzlerin, die auf den letzten Metern Ruhe auf den deutschen Straßen herstellen wollte.

    Schon zu Beginn eben dieser hochkarätig besetzten Round-Table-Verhandlungsrunden, abgeschottet in einem Vakuum jenseits der ganz profanen Zeitgeschehnisse, war absehbar, dass man da in Wolkenkuckucksheim Ergebnisse präsentieren wird, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie festgehalten werden. – Spätestens heute weiß man, außerordentlich ambitioniert hehre Forderungen in Summe, denen das tragende Gerüst fehlt. Geld ist dafür schlichtweg keines da. Folgeschlüssiges Prädikat mithin: GESCHEITERT, man möchte sagen auf ganzer Linie!!!

    Wenn man derzeit die Situation u.a. unserer Schweinemastbetriebe vor Augen hat, muss man glasklar erkennen, dass man welche „BAUERN-ZUKUNFT“, wie zielführend diskutierte!? Die Betriebe verschwinden sukzessive rasant vom Markt – tosender Applaus!!! Und dafür hat man irrsinnigerweise Massen an Steuergeldern verbrannt!? WOZU!?

    Wir können heute nicht mehr in der aktuellen Art und Weise Landwirtschaft betreiben und dabei in großem Stile fossile Energieträger verbrennen auf unseren Höfen. – Wir Bauern können mehr, wir Bauern können Zukunft.

    Farm to Folk / Grean Deal in seiner gegenwärtigen Ausgestaltung müssen neu gedacht und zügigst überarbeitet werden, damit wir den mannigfaltigen Herausforderungen der Zeitgeschehnisse nur ansatzweise gerecht werden können. Geflissentlich zur Kenntnis nehmen sollte man jetzt, dass „alte Zöpfe“ endlich abgeschnitten werden müssen. Unsere derzeitigen Entscheider schaffen das(!) offensichtlich (noch) nicht. Die aktuelle vollkommen fehlgeleitet nach außen hin spürbare Geruhsamkeit in unseren Ministerien, die allenfalls in einem fatalen ZURÜCK Porzellan zu zerdeppern wissen, nährt berechtigte Ängste vor der Zukunft. – Welche „Zukunft“ auf unseren Höfen, werte Frau Lemke, werter Herr Özdemir!?

    Das ZKL-Modell ist gescheitert – den Bauern könnte es betriebswirtschaftlich aktuell kaum „dreckiger“ gehen, unsere Betriebe sterben ganz einsam, still und leise. – Und jetzt, werter Herr Özdemir, machen Sie nicht hilflos die Kanzlerinnen-Raute, Ihre Hirnwindungen sollten sprichwörtlich laut vernehmbar rattern; handeln Sie endlich, hier und jetzt!!!

    17
  5. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    “Fazit: Es ist alles gesagt. Jetzt muss die Politik handeln.”

    Will die Politik überhaupt handeln??

    Die “Ampel” haut Geld ohne Ende raus,aber nicht für die Bauern,die zählen nicht
    bzw. bringen keine Wählerstimmen.

    13
  6. Frikadellen piet 44 sagt

    moin ich bin mal sehr gespannt was da wirklich so umgesetzt wird und ob der Minister schem das ganze würde ich ganz richtig wahr ansieht also schauen wir mal

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert