Bauer Willi, Bücher
Kommentare 54

Ein schwieriges Buch…

Die nachfolgende Buchbesprechung ist mir nicht leicht gefallen und es kann sein, dass sie eine rege Diskussion auslösen wird.

Ich habe das Buch „Das wahre Leben der Bauernhoftiere“ unaufgefordert vom Verlag Klett-Kinderbuch (gehört nicht zum Klett-Schulbuchverlag) zugeschickt bekommen. Beim ersten Durchblättern sind mir die foto-realistischen Zeichnungen aufgefallen, die auch von der Autorin angefertigt wurden (Leseprobe weiter unten). Ja, dachte ich, so sieht es in den Ställen aus, auch wenn der sachkundige Experte kleine Fehler in der Darstellung finden wird. Mir sind sie nicht aufgefallen, aber ich bin auch kein Experte für Tierhaltung.

Zu den Texten: Die Autorin Lena Zeise hat mehrere konventionell und ökologisch arbeitende Betriebe besucht und vor Ort recherchiert. Auf der Rückseite des Buches steht: „Sachkundig und ohne zu werten zeigt es die Unterschiede zwischen der industriellen und ökologischen Tierhaltung“.  Das stimmt, allerdings ist mir und anderen Lesern, denen ich das Buch ohne jeglichen Kommentar in die Hand gedrückt habe, aufgefallen, dass die ökologische Tierhaltung sowohl was die Farbigkeit der Bilder als auch die Texte angeht, definitiv besser wegkommt als „industrielle“ (!). Konventionell wäre der richtigere Begriff.

Nun darf dies eigentlich niemanden wundern, denn die ökologische Tierhaltung (im Buch wird auch von der „biologischen“ Tierhaltung (S. 29) gesprochen) kommt den Bedürfnissen der Tiere mehr entgegen. Dass es auch eine Reihe von konventionellen Betrieben gibt, die ihre Tiere auf Stroh, im Offenklimastall, in Aktivställen oder auf der Weide halten, ohne dass sie dafür ein Bio-Zertifikat hätten, erwähnt das Buch nicht. Gut, es ist ein Kinderbuch und da kann man nicht auf jedes Detail eingehen.

Die letzten Seiten des Buches beschäftigen sich mit Lebensmitteln und unseren Einkaufs-gewohnheiten. Den Hinweis, darüber nachzudenken, woher das Essen kommt, wird wohl jeder unterstreichen. Und dass das meiste Essen in Supermärkten und nicht im Hofladen oder auf dem Wochenmarkt gekauft wird, ist Realität.

Was ich persönlich für einen wirklichen Mangel halte: An nur ganz wenigen Stellen (ich habe drei gefunden) wird davon gesprochen, dass eine andere Tierhaltung auch teurer wäre. Und sie ist wesentlich teurer, weshalb der Marktanteil von anderen Tierhaltungsformen, vor allem Bio-Fleisch, auch sehr gering ist.  Das gehört zum „wahren Leben der Bauernhoftiere“ zwingend dazu. Ansonsten ist  dann doch eine Wertung, die zwischen konventionell und Bio polarisiert.

Ich habe das Buch mehreren Eltern in die Hand gegeben. Eine Antwort: sie würden es ihrem Kind (Empfehlung: ab 7 Jahre) nicht alleine zu lesen geben, sondern nur mit ihnen zusammen. Eine weitere Antwort: Kinder die das Buch gelesen haben, essen danach kein Fleisch mehr. Eine dritte Antwort: Das Buch hat  eine düstere Grundstimmung und animiert nicht zum Kauf. Eine vierte Meinung: klasse Buch, so ist es. Das war übrigens ein Bauer. Ich lasse das einfach so nebeneinander stehen.

Merken Sie jetzt, warum mir die Buchbesprechung so schwer gefallen ist? Ja, wir Bauern wollen keine Bullerbü-Klischees. Ja, wir wollen eine ehrliche Beschreibung ohne Bewertung. Das ist der Autorin – meiner Meinung nach – insgesamt ganz gut gelungen. Aber am Point of Sale (POS) –  an der Scannerkasse im Supermarkt – wird entschieden und da wird, obwohl jeder die Kenntnis über die sogenannte „Massentierhaltung“ hat, überwiegend nach dem Preis und nicht nach der Haltungsform eingekauft.

Ob dieses Buch daran etwas ändert? Urteilen Sie selbst…

(Zum Lesen der Vorschau eventuell die Zoom-Tasten -/+ betätigen)

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54 Kommentare

  1. Jochen Böhrer sagt

    Indoktrination von Kinderen unter Darstellung eines Feindbilds hat eine alte Tradition in Deutschland. Die Opfer in Form von Mobbing sind nicht zuletzt auch die Kinder von den Höfen. Die erste Auflage wurde nach Protesten etwas entschärft und die offensichtlichsten Lügen (Wachstumsförderer) entfernt. Und bleibt trotzdem ein NOGO

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    • Jochen Böhrer sagt

      Beim SWR-Wissen ist die Botschaft angekommen, die vermittelt werden soll. Originalzitat zum Buch: „!Triggerwarnung!
      Lachende Ferkel und fröhliche Kühe auf grünen Weiden? Fehlanzeige! Diese Kinderbücher zeigen das Leid der Tiere, die auf dem Teller landen“

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    • Ferkelhebamme sagt

      Das war das Buch „Alles lecker“, was aufgrund des Shitstorms in diesem Jahr neu aufgelegt wird

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    • J Meister sagt

      Sie reden von einem anderen Buch, das acht Jahre alt ist. Recherchieren bitte auch Sie bevor Sie behaupten. Und wenn Sie den Artikel sowie die Bilder im Artikel ansehen, müssen Sie bitte Ihren harten Affront „Indoktrination“ auch erklären und nicht wie einen stinkenden Haufen mitten in den Raum setzen und abhauen.

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  2. Rita Kappert sagt

    irgendwie scheint mir, dass es doch eine Polarisierung geben soll. Doch da möchte ich anmerken (zumindest in Marketing, Werbung) lügt die bio Richtung aber schon gewaltig – das sprechende Ferkel, das niemals altert, der Bauernhof wie im Traume anno dazumal, kerniger Bauer, fesche Frau – mit sowas wird geworben. Und die Wahrheit auch für bio gehaltene Tiere gerät völlig in den Hintergrund. So löblich ich den Versuch des Buches finde – es gehört mehr dazu. Liebe zur Landwirtschaft als Ganzes…

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    • Ingeborg Krausbauer sagt

      Es ist bei uns eben so, dass die Wirkung mehr Effekt, weil größere Interesse hat, als die Realtität.
      Diese Wirkung wirkt mehr in der Werbung und auch Kinderbüchern, die auch gekauft werden sollen.

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    • J Meister sagt

      Sehen Sie diese Verzerrung der Darstellung tatsächlich nur bei „Bio“?
      Haben Sie mal Spots von Meica, Rügenwalder und wie die Marken alle heissen mal gesehen? Oder verbands-gelenkte Marketingaktionen wie „Die Milch macht’s“?
      Verbraucher möchten einfach nicht sehen, wie es aussieht. Und dass auch Biohöfe ihre Tiere nicht totstreicheln. Und viele Landwirte haben ebenfalls kein gesteigertes Interesse an der Außendarstellung der Realität. Weil sie wissen, dass diverse Zwänge sie dazu bewegen, Dinge eben so zu tun wie sie es tun.

      Scheinheilig ist da jedoch immer nur der Verweis auf die alleinige Verantwortung des Konsumenten via Kassenbon. Die Verantwortung liegt vielmehr auch bei Politik und Verbänden, die ein „industrielles“ oder konventionelles Halten von Tieren nicht nur gewährt, sondern protegiert und fördert. Und Veränderungen hin zu mehr Tierwohl gern mal diskreditiert und sich als Opfer und Vergessene stilisiert…

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      • Reinhard Seevers sagt

        Werbung ist Teil der kapitalistischen Vermarktungsinstrumente, also generell in einer Demokratie nicht wegzudiskutieren. Werbung ist aber sozialpsychologisch eher eine Droge. Je nachdem, wie viel man von welcher nimmt, wird man abhängig, oder wie bei uns, gläubig. Das geschieht eher unterbewusst.
        Ich verweise z.b. nicht auf die Konsumenten, wenn es um Verantwortung geht. Ich sage immer, dass der Konsument sich durch die Werbung in Kombination mit Medien, NGOs und Politik zu einem Ablasshandel einlässt, den er gerne eingeht, weil es ihn am Ende nicht negativ betrifft. Er wurde sozusagen bekehrt!
        Sie Herr Meister scheinen auch zu denen zu gehören, die die konventionelle Tierhaltung mal ebenso nebenbei pauschal als nicht Tierwohl – konform darstellen darf. Dann willkommen im Club der Bauernhasser!

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        • Arnold Krämer sagt

          Widerspruch Herr Seevers,
          „Sie Herr Meister scheinen auch zu denen zu gehören, die die konventionelle Tierhaltung mal ebenso nebenbei pauschal als nicht Tierwohl – konform darstellen darf. Dann willkommen im Club der Bauernhasser!“

          Das kann man aus den differenzierenden Aussagen von Herrn Meister nicht ableiten!

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          • Reinhard Seevers sagt

            In meinen Augen wohl,
            Zitat: „…die ein „industrielles“ oder konventionelles Halten von Tieren nicht nur gewährt, sondern protegiert und fördert. Und Veränderungen hin zu mehr Tierwohl gern mal diskreditiert und sich als Opfer und Vergessene stilisiert…“

            Diese Aussage unterstellt pauschal eine nicht Tierwohlkonforme Haltung aller konventionellen Tierhalter!!!
            Die Aussage impliziert u.a., dass eine andere Tierhaltung ohne Widerspruch hinzunehmen ist.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Die Verantwortung liegt vielmehr auch bei Politik und Verbänden, die ein „industrielles“ oder konventionelles Halten von Tieren nicht nur gewährt, sondern protegiert und fördert“

        Nein, die Verantwortung liegt nicht alleine beim Verbraucher, aber, wenn der Verbraucher sich nur das billigste in den Einkaufswagen legt, hat er sich das Recht verwirkt, diese Produktionsmethode zu kritisieren.
        Das dauernde, ich muss dies kaufen, es gebe nicht anderes, ist nicht richtig, selbst bei ALDI und Co kann man das Fleisch mit Heiligenschein kaufen, ich glaube es steht eine 4 bei der Haltungsform.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Genauso sehe ich es auch Ehemaliger. Seit nunmehr 15 Jahren wird medial auf die Bauern eingedroschen, die Verbraucher mit paternalistischem Geseiere so geformt, dass sie nur noch mit schlechtem Gewissen einkaufen, der LEH sich die dämlichsten Werbesprüche ausdenkt, damit Romantik, Weltrettung und Blümchenwiese mit in die Packung gelangen……aber weder Kunde, noch Erzeuger können sich mit dem Unsinn anfreunden….da fragt man sich, wer hier eigentlich Vernunft annehmen sollte?
          Synonym für die Widersprüchlichkeit der Gesellschaft und seine Herrscher war das gestrige Fernsehprogramm:
          Gestern, deutsches Fernsehen,
          – Formel 1, GP vom Nürburgring,
          -Deutsche Tourenwagenmeisterschaft in Zolder
          -und MotoGP in le Mans,
          ferner gab es einen Bericht vom Flughafen Hannover, in dem Urlauber befragt wurden wegen Corona und ob sie keine Angst hätten und die Folgen einer Reise in ein Risikogebiet nicht scheuten. Nein, sagten alle, das würden sie in Kauf nehmen, schließlich wäre der Urlaub so wichtig für ihre Seele, und das ließen sie sich nicht nehmen.
          Auf einem weiteren Sender kam eine Sendung über Landwirtschaft, die ökologischer werden müsse, wegen der ganzen Emissionen und der Tierquälerei…..ich bin kac.en gegangen….

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          • Ferkelhebamme sagt

            Du hast als Krönung „Bullerbü in Mecklenburg“ auf NDR verpasst! Das Ergebnis deiner Sitzung wird aber vergleichbar gewesen sein 😉

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            • Reinhard Seevers sagt

              Ne Ferkelhebamme, den Beitrag hatte Bauerhans doch bereits am vormittag hier verlinkt (siehe unten)……hab ich alles aufn Schirm.

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  3. Ich bin immer noch der Meinung, dass Bio-Fleisch ein lokales und nicht für den Massenkonsum geeignetes Fleisch ist und auch nie sein wird.

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    • Tiere für Biofleisch werden individuell gehalten, geschlachtet und verkauft.

      Dann sollten die auch keinen großen Transport haben, sie werden auch individuell geschlachtet, verarbeitet und zum individuellen Preis verkauft und verzehrt.

      Dann weiß man auch, was so ein Leben für unser Fleischverzehr wert ist!

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      • Ferkelhebamme sagt

        Genau, deshalb gehen Naturland-Tiere auch zu Tönnies, wo sie ganz individuell geschlachtet und verpackt werden 😉

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        • Es ging doch um Pauls Theorie,
          Das die Biotfleisch für den Massenkonsum nicht geeignet ist.

          Aber Tönnies fährt das auch auf einer Extra Schiene, oder?

          Backstuben dürfen Bio- und Konvi-backstücke auch nicht in einem Raum backen.
          Vielleicht hintereinander!?!

          So wird es in den Schlachthäusern auch sein, oder?

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  4. Christian Bothe sagt

    Mit solchen Büchern ist das immer so eine Sache. Darüber haben wir ja schon mal philosophiert. Ich für meinen Teil packe meine Enkelkinder aus Köln ins Auto und fahre in das nahegelegene Kuhcafe. Dort kann man moderne Kuhhaltung sehen und ich als „gelernter“ Melker und Dipl. Agr. Ing. erläutere den Kids das entsprechend. Abgesehen vom guten Eis, den vielen konventionell erzeugten regionalen Produkten im Laden,ein wunderbarer Event für meine Enkel. Werden wir nächste Woche wieder tun. Wen es interessiert, kann sich unter http://www.agrar-kauern.de mal über den Betrieb informieren.

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  5. Friedrich sagt

    Was ich dort über die Schweinehaltung gelesen habe , klingt jedenfalls nach nahe der Realität. Unser Problem ist doch die medial , politisch , moralisch , ideologische Darstellung.
    Hier geht es um Wählerstimmen ,Spenden oder Auflagen. Den Leuten wird alles nur negativ vermittelt. Als gutes Beispiel sei gestern die Darstellung der derzeitigen Lage in der Tagesschau genannt. Ein Ferkelerzeuger weis nicht wohin mit seinen Ferkeln. Unsere ML Klöckner sagt : Die müssen mehr Platz haben. Die Frau ist völlig ahnungslos !! Statt die Schlachtstellen zur sieben Tagewoche zu bringen und den Mästern , die aus Angst keine Ferkel kaufen, für ihre leeren Ställe die Aufstallung zu versüßen , kommt so ein Spruch.
    In dieser Zweifachnotlage hat die Politik als ordnende Hand zu reagieren. Tut sie aber aus Dummheit , Ahnungslosigkeit oder aus politischen Kalkül nicht , um sich für die Grünen zur nächsten Wahl aufzuhübschen. Welcher Bauer kann diese Kaoten noch wählen ?? Die merkens nicht ! — Übrigens , so meine Info aus aktueller Lage. Wenn noch Kraftwerke in höhe eines Kohlekraftwerkes abgestellt werden , dann ist der Blackout da !!!! Vorsorge ist angesagt !!! Diese Regierung fährt alles an die Wand !!

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    • Die Aussage von Frau Klöckner war in der Tat befremdlich. Sie versteht von Schweinehaltung nichts oder nur wenig, kann aber auch nicht den Mund halten, typisches Politikergebaren. Aber die sind fast alle so.

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  6. firedragon sagt

    Oh,oh…das ist kein Buch für Kinder ab sieben Jahren!
    Schon bei der Leseprobe zu viele, nicht kindgerecht erklärte, „Fachbegriffe“. Eltern, die keine Ahnung von LW haben, werden das auch nicht erklären können.
    Die Bebilderung ist eher naturgetreu, das finde ich positiv.

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  7. Arnold Krämer sagt

    Die Diskussion um Landwirtschaft in D wird bestimmt von westdeutschen oder westdeutsch sozialisierten Personen (gelegentlich sogar mit direkter Herkunft aus landw. Familien), die relativ wenig Ahnung von ökonomischen Gesetzmäßigkeiten (die auch für alle alle Ökobetriebe gelten) und von den Großbetriebsstrukturen in Ostdeutschland (auch im Ökobereich) haben oder diese bewusst ausblenden. Sie wollen eine Botschaft verkaufen/vermitteln, die da heißt, dass man Landwirtschaft nur mit der richtigen (Öko-) Gesinnung betreiben darf.
    Im vorliegenden Buch ist die Botschaft ein wenig versteckt, aber unterschwellig doch spürbar und erkennbar.

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  8. Moin,

    ich weiß nicht, ob es als polarisierend oder so gilt, wenn Kinder wissen, wo Fleisch eigentlich herkommt. Ich behaupte sogar, daß der LEH und Schlachthöfe davon profitieren, daß Menschen sich diesen unbequemen Aspekt einfach ausblenden können und womöglich sogar die Wertschätzung höher wäre bis hin zum Preis, wenn man bewußter konsumieren würde. Hier das Experiment der Gänseschlachtung als Paradebeispiel:
    https://www.ardmediathek.de/wdr/video/quarks/das-experiment-gaense-schlachtung-in-der-oeffentlichkeit/wdr-fernsehen/

    Aber anders formuliert: Sollen doch Kinder fleischfrei leben, wir haben zu viel an Tierhaltung und Fleischkonsum. Dem gegenüber können die anderen dann für das Weniger auch mehr ausgeben. Wichtig ist, daß Wertschätzung Einzug hält, und vielleicht braucht es auch mal Konsum-Scham: Aktuell wird ja noch das Belohnungszentrum gekitzelt, wenn man meint, viel für kleines Geld gekauft zu haben.

    Ein Milchviehhalter hat es wie folgt beschrieben:
    Er kann 200 Tiere nicht allein bewirtschaften ohne Melkroboter. Aber mit den Melkrobotern und der Menge kann er sie auch nicht mehr auf die Weide lassen. Zumal die Tiere teilweise hungrig zurückkamen oder mit dem jungen Gras nicht so gut klarkämen. Usw. Das ist durchaus ein industrieller Maßstab, wenn man auch Melkkarrussell, Art mancher Futtermittel oder ähnliches betrachtet.

    Eine ähnliche Diskussion gab es mal beim Bauernverband Schleswig-Holstein, wo anfangs übrigens sehr abgelästert wurde über die Darstellungen des Miniatur-Wunderlandes.

    Auch ist zu bedenken, daß wir hier nicht nur regionale Produkte angeboten bekommen, sondern auch Fleisch aus südamerikanischen Feedlots und ähnliches.

    Grundproblem:
    Viele Menschen wissen es besser, wann und wo ihr Konsum an Maßlosigkeit oder Egoismus grenzt (Wegwerfen, Ignorierung der Nährstoffe, Ignorierung von Haltung, fairen Preisen etc.). Nur ändern diese ihr Konsum nicht freiwillig. Also macht es Sinn, daß die nächste Generation wieder Wertschätzung lernt und wieder weiß, was woher kommt. Der Preis für Essen ist immer hoch, nur zahlen müssen ihn oft andere, ob Bauer, Tier, Lohnsklave (z.B. Schlachthöfe), Steuerzahler (Ausgleichszahlungen) oder Umwelt. Aus den Augen, aus dem Sinn … ohne Gewissensbisse schlemmen 🙁

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    • bauerhans sagt

      „wenn Kinder wissen, wo Fleisch eigentlich herkommt“

      von mcdo oder burger king.
      und fischstäbchen von käptn iglo.

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    • Ferkelhebamme sagt

      „Sollen doch Kinder fleischfrei leben, wir haben zu viel an Tierhaltung und Fleischkonsum.“
      Dann wird das Problem der Überbevölkerung auch gleich gelöst, wie praktisch! 😉

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    • fingerphilosoph sagt

      Kinder sollten schon erfahren, wo das Fleisch herkommt und dass Tierhaltung, Schweineställe und Schlachthöfe notwendige Voraussetzungen sind, um heute Fleisch essen zu können. Das ist doch überhaupt nicht problematisch.

      Problematisch ist, dass der moderne Mensch das Töten von Tieren zwecks Nahrungsaufnahme mehr oder weniger zum Verbrechen gestempelt hat. Töten wird grundsätzlich mit Leid gleich gesetzt und gilt als böse. In diesem Sinne ist jedoch die ganze Natur verbrecherisch und böse, seit die Evolution während der kambrischen Explosion das Fressen und Gefressenwerden erfunden hat.

      Problematisch ist, dass der moderne Mensch diese Seite mehr und mehr ablehnt. Er will kein Naturwesen mehr sein, sondern lieber ein Engel, der letztendlich auf solche ekligen Sachen wie Essen und Scheißen verzichten kann. Problematisch ist, dass der Mensch offenbar nicht zugeben kann, dass er es grässlich findet, einen Körper zu haben, der ernährt werden muss, der altert und ständig gewaschen werden muss, weil er sonst stinkt. Um zu verschleiern, dass er alles Natürliche eigentlich widerlich findet und ablehnt, muss der moderne Mensch die Natur andererseits ständig glorifizieren. Höchst problematisch ist, dass dieser Zwiespalt in die Kinderseelen eingeimpft wird und damit Vernunft und vernünftiges Handeln unmöglich wird, denn aus einer schizophrenen Grundhaltung heraus kann man Kinder nicht zur Vernunft erziehen.

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      • „In diesem Sinne ist jedoch die ganze Natur verbrecherisch und böse, seit die Evolution während der kambrischen Explosion das Fressen und Gefressenwerden erfunden hat.“

        Genau,
        wir haben es uns in unserer menschlichen Evolution so bequem eingerichtet, dass wir das gar nicht mehr nachvollziehen können.
        Wer hat das letzte mal eine Katze mit einer Maus im Maul über den Hof laufen sehen? Ob die Maus leidet?
        Wie leiden die wilden Tiere, wenn sie vom Wolf gerissen werden?

        Deswegen finden bestimmt auch manche die Grimms Märchen grausam.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Suhr: „Grundproblem:
      Viele Menschen wissen es besser, wann und wo ihr Konsum an Maßlosigkeit oder Egoismus grenzt ….“

      Ist das so? Warum wird dann ausschließlich die Landwirtschaft thematisiert und moralisch aufgeladen. Nicht das handy, nicht das Auto, nicht das Reisen, nicht die Formel 1, nicht die Motoryacht, usw, usw……
      Ich glaube weiterhin Herr Suhr, dass Landwirtschaft ausschließlich als Ablasshandel für den gesamten Konsum genutzt wird….die Bauern sind und bleiben die Dummen im System der kapitalistischen Wohlstandsgesellschaft. An ihnen soll all das ausprobiert werden, was sich die Gesellschaft insgesamt nicht traut: Wohlstandsverlust und Verzicht üben……danke Herr Suhr für so viel Vertrauen in Dummheit.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „ich weiß nicht, ob es als polarisierend oder so gilt, wenn Kinder wissen, wo Fleisch eigentlich herkommt.“

      Kinder und Erwachsene sollten wissen, wo das Fleisch herkommt und wie es tatsächlich erzeugt wird.

      Derzeit ist es so, dass zum einen die Betriebe mit 10 Kühen und 20 Hühner auf dem Misthaufen gezeigt wird.
      Die andere Seite ist, dass Verfehlungen – die Unterbunden werden müssen – reißerisch in den Medien dargestellt werden, selbst vor Nachgeburten macht man nicht halt.

      Gerade die Politik wäre gefordert, unserer Bevölkerung mal darzulegen, dass man sich nicht von Insekten und Eidechsen die in der Naturleben, ernähren kann.
      Man sollte auch mal sagen, wenn alle Betriebe auf BIO umstellen, dass irgendwo anders 40 Millionen Menschen verhungern, es sei den, mann schafft noch mehr brand gerodete Flächen.

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      • Der Ottonormalverbrauer
        sollte sich erstmal vorstellen, dass jedes Stück Fleisch bei uns im Stall gestanden hat!

        Es hat gelebt, ist gewachsen, hat geatmet und geschlafen und auch zu fressen bekommen.

        Und so eine Kreatur dürfen wir in Supermarkt verramschen?

        Ist das nicht ethisch verwerflich?

        Die Konsequenz haben jetzt die Schweinebauern in Niedersachsen und bestimmt auch anderswo, die ihre Ställe nicht leer bekommen, aber von dem immer neue Ferkel dazu bekommen.

        Zu dem System gehören auch die Schlachthöfe, die z.Z. nur unzulänglich arbeiten können.

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    • Obstbäuerin sagt

      Der Herr Suhr isst kein Fleisch und doch beschäftigt er sich ständig damit, jeglichen Verzehr desselben zu verurteilen. Ich esse keine Nüsse und doch würde es mir im Traum nicht einfallen, Veganer wegen ihrem hohen Nussverzehr zu tadeln.

      7+
  9. Ferkelhebamme sagt

    Es ist der Nachfolger des Buches „Alles lecker“, dass nach einer Buchbesprechung durch Nadine Henke einen Shitstorm im letzten November auf sich zog. Was sich gezeigt hat: auch ein Verriss steigert die Verkaufszahlen. Vllt. die Intention dieser Unverlangt-Sendung?
    Die Autorin hat aus dem Shitstorm gelernt und verzichtet auf dramatische Tierrechts-Phrasen und bewusste Falschdarstellung. Trotzdem ist es kein neutrales Sachbuch, sondern Meinungsmache auf sehr diffizile Art und Weise: die Bilder sind absichtlich beklemmend und düster und erinnern an die unterbelichteten Fotos von Stalleinbrechern (oder ist es ein Fehldruck, bei dem die Schwarzkartusche explodiert ist?), der Text besteht aus Negativ-Vokabular: nicht, zu wenig, kein,…
    Außerdem sind einige fachliche Fehler enthalten, z.B. das im Kastenstand kein Beschäftigungsmaterial vorhanden ist. Bewusstes Weglassen von Informationen, z.B. die Angabe der Dauer der GruppenHaltung von trächtigen Sauen oder der große Hygiene-Vorteil von Spaltenboden und, wie Willi schon sagt, die immensen Mehrkosten einer anderen Tierhaltung hat eine Intention.

    Meine Meinung: Tierrechts-Propaganda geschickt gemacht.

    Und der Bauer, der mit: „so ist es“ kommentiert hat, muss schon sehr depressiv sein…

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    • Reinhard Seevers sagt

      @Ferkelhebamme:“wie Willi schon sagt, die immensen Mehrkosten einer anderen Tierhaltung hat eine Intention.“

      Mit finanziellen Argumenten muss man gar nicht erst antreten, schon gar nicht in Verbindung mit solchen Büchern. Das hat noch nie funktioniert und endet immer im Gegenteil des Gedachten.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Erinnert mich an unsere Frauenabend- Unterhaltung gestern mit etwas öko-angehauchten Bekannten. Eine beschwerte sich, dass der Strom im nächsten Jahr wieder teurer werden soll, das würde den Absatz von E-Autos ja nicht gerade fördern. (Möchten sich jetzt eins kaufen) Die Energiewende findet sie aber total gut. Auf meinen vorsichtigen Hinweis, dass die ganze Ökologisierung für uns teuer wird, herrschte betretenes Schweigen. Wenn es ans eigene Portemonnaie geht, werden sie plötzlich doch kritischer. Laut sagen darf man das aber nicht.

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  10. Reinhard Seevers sagt

    Der Titel manifestiert in meinen Augen bereits einen Anspruch, den es nie erfüllen kann. Man stelle sich vor jemand schreibt ein Buch mit dem Titel: „Das wahre Leben der Deutschen.“
    Der Anspruch auf Wahrhaftigkeit ist eine Selbstüberschätzung. Allein aus diesem Grund würde ich das Buch gar nicht in die Hand nehmen.
    Es ist auch kein Kinderbuch, eher ein unterstützendes Lehrbuch für den Sachkundeunterricht. Es sind viel zu viele Begriffe (allein im Auszug) enthalten, die interpretierungswürdig sind.
    Ich habe vor Jahren mal eine Besichtigungsfahrt für Stadtmenschen zu drei unterschiedlichen Milchviehbetrieben organisiert.
    Ein Demeter -Betrieb, ein kleiner konventioneller Familienbetrieb mit 60 Kühen und ein spezialisierter Milchviehbetrieb mit volltechnisierter Haltung (Roboter, automatische Fütterung etc.)
    Erstaunlich ist, wie sich Menschen ihr Weltbild ändern können…..man muss es fühlen, sehen, riechen…..

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  11. Baherr sagt

    Ein schwieriges Thema in einer schwierigen Zeit .
    Man muss bei Bio zwischen Rinder und Geflügel unterscheiden, wo Bio möglich ist, bei Schweinen geht Bio nicht. Zu groß das Leid der Tiere und kein Absatz für das Fleisch, das den heutigen Qualitätsansprüchen nicht gerecht wird.
    Positiv, dass sich die Autorin das auch angesehen hat. Aber die Probleme wie oben beschrieben, sieht man nicht im Stall sondern im Schlachthof beim Fleischbeschau

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Habe nur bis zu Mähbinder das Video angeschaut. So stellt sich vermutlich die urbane Bevölkerung die Agrarwende vor.

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    • Schmeckt gut sagt

      Unglaublich. Unsere Umweltministerin schreit hurra und unsere Kontrolleure würden die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Hut ab vor dem Idealismus, aber wie bitteschön soll sich das rechnen. Von Luft und Liebe kann heutzutage niemand bestehen. Mannsgroße Melden mit der Hand aus den Erdbeeren ziehen? Und mit der Karre rausfahren? Thomas Apfel hat doch schon mal etwas zu den Problemen der Solawi auf dem Hof geschrieben. Ging in dieselbe Richtung. Idealismus versus Realität. Eine Matador ist schön anzuschauen – im Museum oder bei historischen Feldtagen. Mehr sage ich dazu nicht.

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  12. Gurkenhobel sagt

    Vielen Dank lieber Willi für die Buchvorstellung. Ich kenne beide Seiten, war mehrere Jahre auf einem Bioland-Milchviehbetrieb, auch als Urlaubsvertretung, habe aber auch in konventionellen Schweinemastbetrieben gearbeitet und war während des Studiums regelmäßig Erntehelfer in einem großen Ackerbaubetrieb ohne Tierhaltung. Jede Betriebsform hat Vor- und Nachteile. Vom Wohlfühlfaktor hat es mir am besten bei den Kühen gefallen, Schweine mussten halt auch sein, war nicht so meins, die esse ich lieber, und die Großtechnik auf dem Gutsbetrieb war einfach geil!

    Was mir gefallen hat, sind die wunderbar und liebevoll gestalteten Zeichnungen. Die Autorin ist auch Künstlerin, und liefert hier ganz großes Kino ab, nach dem, was man in der Leseprobe so sieht. Das verdient völlig wertfrei meine Anerkennung. Ich werde mir das Buch kaufen, und wünsche mir mehr in der Art.

    Andererseits kann dieses Buch, in tendenziös voreingenommenen Händen, auch zur Stimmungsmache dienen, na klar. In dieser Hinsicht empfehle ich fachliche Begleitung beim Lesen. Ideal wäre, wenn das Buch neugierig macht, mal Betriebe zu besuchen und zu schauen, was da so abläuft, um sich selbst ein Bild zu machen.

    Am Ende steht und fällt das Leben und die Arbeit mit den Tieren auf jedem Betrieb mit der Einstellung des Betriebsleiters. Es gibt lotterige Betriebe, wo die Kühe bis zum Euter in der Scheiße stehen und man eigentlich nur noch den Amtsveterinär hinschicken kann, und richtige happy-cow-Betriebe. Ersteres ist selten und die Ausnahme. Die Bandbreite ist groß, sowohl bei Öko- und konventionellen Betrieben. Ich habe durch meinen Beruf täglich mit unterschiedlichsten Landwirten zu tun. Da gibt es den kühlen Rechner, der Agribusiness betreibt, und den Bauern aus Leidenschaft. Letztere bilden die deutliche Mehrheit. Dennoch, leben können muss am Ende jeder der beiden von seiner Arbeit.

    Über Verbraucher, Stadt- und Landmenschen und die Ladentheke will ich hier nichts schreiben, ich glaube, das wurde hier erschöpfend behandelt. Ich fahre jetzt ins Nachbardorf zur Milchtankstelle beim Bauern meines Vertrauens, Milch und ein paar frische Eier holen.

    In diesem Sinne, schönen Restsonntag allen.

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    • Arnold Krämer sagt

      Gut beschrieben im vorletzten Absatz, Gurkenhobel. Die landwirtschaftliche Welt ist breit und bunt, nicht nur schwarz oder weiß, konvi oder oeko, gut oder böse.

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    • bauerhans sagt

      „Es gibt lotterige Betriebe, wo die Kühe bis zum Euter in der Scheiße stehen und man eigentlich nur noch den Amtsveterinär hinschicken kann“

      die kanns deshalb nicht mehr geben,weil die sofort durch die probenahme bei der milchabholung auffallen!
      der amtsvet kommt hier auf bestimmte betriebe,weil die durch kleinigkeiten immer wieder aufgefallen waren,aber aus beqemlichkeit nix geändert hatten z.b. nichteinziehen von ohrmarken.

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      • Bauer Willi sagt

        Doch, es gibt lotterige Betriebe. Im Nachbardorf. Das verschissene Jungvieh läuft auf der Weide an der Bundesstraße. Zum Fremdschämen. Aber ihn anzeigen? Da habe ich dann doch Hemmungen…
        Schönen Sonntag

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        • Arnold Krämer sagt

          …. und wenn diese als „Konventionelle“ nicht zurechtkommen, wird nicht selten die Umstellung auf „Öko“ beantragt.

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          • Ferkelhebamme sagt

            Das ist leider tatsächlich so, hier im Ort ist auch einer: hat Haltungsverbot für Schweine bekommen und war für Kühe kurz davor. Jetzt ist es ein Biobetrieb, die Kühe eine Mutterkuhherde die das ganze Jahr auf den selben Weiden, im Winter im tiefen Matsch, draußen läuft, Strohballen lagern ungeschützt und gammeln vor sich hin, Kälbchen findet man auch schon mal auf der anderen Seite des Zauns. Die Frau hält jetzt für ein Arche-Projekt ein paar Schweine draußen, hat von Tuten und Blasen aber keine Ahnung. Aber niemand hier, außer die Bauern, käme auf die Idee, das kritisch zu sehen, denn die Tiere sind ja „glücklich“

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          • Altbauer Jochen sagt

            Ist es nicht oft so, wer irgendwo nicht zurechtkommt
            wendet sich einem anderen „Glauben“ zu.
            In der Hoffnung das es für ihn besser läuft
            bis er merkt das man sich überall anstrengen muss
            und die eigene Fahrlässigkeit auch dort nicht
            belohnt wird.

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  13. Thomas Apfel sagt

    Na ja, ich habe die Leseprobe gelesen. Was mir sofort aufgefallen ist, dass es hier keineswegs um Aufklärung, sondern um Frontenbildung geht. „Manchen Kühen werden die Hörner entfernt, damit mehr Tiere in eine Stall passen“. Irgendwie habe ich auch als Nicht-Tierhalter in Erinnerung, dass es dabei auch um den Schutz des Bauern (Arbeitsschutz) geht. Das gehört zu mindestens erwähnt.
    Für mich ist das klar erkennbare Ziel, die Kinder über Abneigung konventioneller Tierhaltung zu Bio-Konsumenten zu erziehen. Das ist aus Sicht der Befürworter ja auch irgendwie logisch. Ansonsten kann man nicht viel sagen, solange man die Darstellung Öko – Haltung und der Schlachtung nicht gesehen hat.
    Kinder sind stark an Technik interessiert. Daher bin ich mir nicht sicher, wie es von Selbigen aufgenommen wird. Empathie, vor allem mit Jungtieren, entsteht im persönlichen Kontakt. Es dürfte also von der Art der Erklärungen der Eltern abhängig sein, wie so ein Buch aufgenommen wird.
    Bei der Zielgruppe in den Städten kann ich mir schon vorstellen, wie das abläuft.
    Deshalb denke ich, wenn es größere Verbreitung finden sollte ist es ein weiterer Sargnagel, zu mindestens für die Schweinehaltung.

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