Bauer Willi
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Herzlichen Glückwunsch, WFP!!

Ganz ehrlich, hatten Sie den Namen „World Food Programme“ bisher schon gehört? Ich nicht. Und hatten sie ihn als Kandidat für den Friedensnobelpreis auf dem Radar? Sicher auch nicht. Auf der Liste der Kandidaten war ein junges Mädchen aus Schweden ganz vorne. Und noch ein paar alte weiße Männer.  Bekommen hat ihn eine Organisation, die ihn wirklich verdient hat. Schon die zweite Überraschung nach dem Nobelpreis für Chemie. Und der hat ja auch irgendwie mit Landwirtschaft und Ernährung zu tun.

Dann habe ich mal gegoogelt: „Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (englisch UN World Food Programme, WFP) ist eine gemeinsam von der Generalversammlung der Vereinten Nationen und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) getragene humanitäre Einrichtung und die wichtigste Institution der Vereinten Nationen im Kampf gegen den globalen Hunger.“

Weiter steht da noch, dass die Organisation rund 15.000 Mitarbeiter hat und ihren Dienstsitz in Rom. Es ist eine rein humanitäre Organisation, die immer dann hilft, wenn sie von Regierungen darum gebeten wird. Zur Hoch-Zeit der Corona-Krise war sie die „größte Flug-Gesellschaft der Welt“ weil sie für ihre Einsätze in Krisenregionen mehr Flugzeuge charterte, als eine einzelne Fluggesellschaft in der Luft hatte.

Es freut mich, dass die Auszeichnung an eine Organisation geht, die sich bei der Bekämpfung des Hungers nicht nur um die Verteilung von Nahrungsmittel kümmert, sondern auch darum, dass Bauern in ihrem Tun unterstützt werden. https://de.wfp.org/kleinbauern

Weltweit hat die Zahl der Hungernden trotz wachsender Weltbevölkerung bis 2016 deutlich abgenommen.

 

 

 

 

 

Seitdem steigt die Zahl wieder an. Betroffen ist davon fast ausschließlich Afrika (für Karte hier klicken) südlicher der Sahara. Besonders extrem ist die Situation in Ostafrika. Oft liegen die Ursachen in politischen Unruhen, kriegerischen Auseinandersetzungen oder Naturkatastrophen. Umso wichtiger, dass das WFP weitermacht. Und jetzt hoffentlich mit mehr Aufmerksamkeit und auch mehr Spenden. Denn Menschen sind wichtiger als Schmetterlinge…

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21 Kommentare

  1. Obstbäuerin sagt

    Das ich von dieser Organisation vorher noch nie etwas gehört habe, liegt wohl daran, dass sie kaum Geld in teure Werbeaktionen steckt und das Geld für Lebensmittel verwendet wird, die in Krisengebieten dringend gebraucht werden. Damit haben sie diesen Preis wirklich verdient.

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  2. Friedrich sagt

    Kleine Ergänzung zum Welthandel.
    Die Welternte für Getreide, Mais, Reis und Sonnenblumen beträgt 2.665,6 Mill. Tonnen.
    Der Welthandel , wie unten einzeln aufgeführt , 568 Mill. Tonnen , also rd. 21% der Welternte.
    Der größte Importeuer von Weizen ist z.B. Ägypten mit 13 Mill. Tonnen, China importiert 98 Mill. Tonnen Soya, die EU liegt vorn mit 6 Mill. Raps und 25 Mill. Tonnen Mais , Saudi-Arabien importiert mit 7 Mill. Tonnen die meiste Gerste.

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  3. Bauherr sagt

    Das Thema Welthunger wird leider nicht ernst genommen. Für Habeck (Grüne) ist das einfach. „Es gibt genügend Kalorien, aber sie sind falsch verteilt“.
    Aber kann man so die Vernichtung von Nahrungsmittelfläche in Deutschland bagatellisieren?
    Wenn noch weniger falsch verteilt wird, hungern doch mehr?

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    • Reinhard Seevers sagt

      Habeck ist aber fest der Meinung, dass durch die Rettung deutscher Insekten, alle Insekten der Welt gerettet werden…..
      und er dann der Weltenretter wird, Halleluja.

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  4. Oberländer sagt

    Schön das das Nobelkomitee
    bei der Vergabe des Friedens – und des Chemie
    Nobelpreises 2020 derart Nachhaltiges Tun und
    Forschen belohnt hat.

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  5. Paulus sagt

    Keine Frage, der Nobelpreis ist ganz sicher gerechtfertigt und eine Preisträgerin namens Greta Thunberg wäre mehr als peinlich gewesen. Insofern meine Gratulation an die WFP.
    Es gibt aber auch noch eine andere Seite der Medaille! Ich hatte schon in der längeren Vergangenheit die Möglichkeit viele Gespräche mit klugen Afrikanern zu führen. Die hatten nicht immer einen Uni-Abschluss, sondern waren das was wir als engagierte Bürger bezeichnen würden. Unter denen herrschte nahezu einhellig die Meinung, dass dauernde Hilfsleistungen oder -lieferungen, das sind tatsächlich gigantische Mengen, eher schädlich seien und die Eigeninitiative unterdrücken, bzw. diese von vorne herein verhindern.
    Insofern sind Kleinbauerninitiativen durchaus begrüßenswert, damit kann sich der Kontinent aber nicht ernähren. An dem Elend, was in Teilen Afrikas herrscht sind wir Gutmenschen nicht so ganz unschuldig.

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    • Bauer Willi sagt

      @Paulus
      Meine Schwester hat 4 Jahre in Afrika Sub Sahara gearbeitet. Die Thematik der Importe aus der EU habe ich an anderer Stelle schon beschrieben.

      Viel Meinung, wenig Fakten. Göring Eckhardt: „der somalische Hühnerbauer kommt zu uns, weil wir seinen Markt überschwemmen“. Somalia hat in 2018 genau 8,1 t Geflügelfleisch importiert.

      Lügen werden nicht dadurch wahr, dass sie ständig wiederholt werden.

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      • Paulus sagt

        @Bauer Willi, damit waren nicht die Importe aus der EU, im Sinne der KGE gemeint, sondern tatsächlich die kostenlosen Hilfsgüter, auf die man sich immer verlassen konnte, vor allem bestimmte Machthaber. Habe ich auch so geschrieben. Das ist ein völlig anderes Kapitel. Versteht aber nicht unbedingt jeder.
        Also – zuerst einmal aufmerksam lesen …

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  6. Friedrich sagt

    Ohne Kleinbauern vor Ort kann es nicht gelingen. Das hat die UNO-Organisation erkannt. Der UNO-Generalsekretär hat auch gesagt , daß eine hungernde Welt niemals eine friedliche Welt sein kann. Die Entscheidung des Nobelpreiskommites kann man nur unterstützen. Wenn ich hierzu unsere schweigenden Linksgrünen sehe, dann wissen wir , daß diese Leute mit der Ökologisierung der deutschen Landwirtschaft zum Hunger beitragen , denn wenn wir und viele andere Staaten keine Nahrungsmittel exportieren würden , dann wäre der Hunger und die Kriege noch schlimmer. Jede Tonne Getreide , die wir hier weniger produzieren , läst den Hunger größer werden. Hier mal die Welthandelsmengen der Ernte 2019/20 : 190 Mill.Tonnen Weizen, 171 Mill.Tonnen Mais,
    26 Mill. Tonnen Gerste, 165 Mill. Tonnen Soya und 16 Mill. Tonnen Raps. Ohne diesen Warenaustausch ginge es der Weltgemeinschaft viel schlechter.

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    • Ich dachte die Grünen wollen unsere Landwirtschaft ökologisieren, weil die in der 3. Welt auch auch unsere Technik haben sollen und „Ackergifte“, äh Phytomedizin“ anwenden können.

      Also ich dachte wirklich immer, die Grünen retten die Welt vor Umweltschäden, aber dafür kennen sie sich auch aus, vor allen Dingen in der Landwirtschaft und zwar weltweit.

      _Und die wissen auch, dass man da die vor Ort beheimateten Pflanzen eher kultivieren kann, wie unseren Weizen, der so eine Pharmafirma hervorgebracht hat. Die brauchen ihren Maniok oder/und Hirse oder so, das vertragen die Menschen und die Umwelt da besser, als die bei uns kultivierten Pflanzen. Und die Wüstenbildung wird zurückgedrängt!

      Dazu dann die passenden PSM und passende Ausbringungstechnik da hin bringen.
      Dann bleiben dann auch weltweit mehr Arten erhalten.

      Das ist dann dann besser, als bei uns alles anzubauen und da hin zu schiffen.

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  7. Ehemaliger Landwirt sagt

    Vermute mal, dass der bauerhans ein 17 Jähriges Mädel aus Schweden meint,die kurz vor der Heiligsprechung befindliche Greta Tumberg.

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    • Christian Bothe sagt

      @ehemaliger Landwirt, lese gerade das Schulmädchen gibt eine Wahlempfehlung für die USA ab…Ob die dort für voll genommen wird?Aber ziemlich lustig!

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    • Christian Bothe sagt

      Ich hoffe, das diese volks-und landwirtschaftlich zerstörerische Partei bei den Wahlen 2021 einen Denkzettel bekommt, bevor sie sich noch mit den Linken vereinigt.Bei diesen Positionen(GG???)kann man das befürchten…Werde sicher Widerspruch von den Bloggern ernten aber es ist halt meine Meinung!

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  8. Christian Bothe sagt

    Lieber Bauer Willi, ich schließe mich dem Gesagten an und beglückwünsche diese Organisation ebenfalls!Endlich eine weitere gute Entscheidung (nach Crisp/Cas)durch das Nobelpreis-Kommitee! Nicht irgendwelche Einzelpersonen egal ob weiß oder schwarz…

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  9. bauerhans sagt

    in Afrika ist die Korruption Hauptverursacher von Hunger,sagen selbst Insider.
    es muss dort nicht nur finanziell geholfen,sondern auch die verteilung überwacht werden (Minikredite).
    Greta den preis zu verleihen,haben sie sich nicht getraut!

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Vermute mal, dass der bauerhans ein 17 Jähriges Mädel aus Schweden meint,die kurz vor der Heiligsprechung befindliche Greta Tumberg.

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