Bauer Willi
Kommentare 35

Ein Hektar in einer Minute…

Ich muss zugeben, dass ich mich für große Maschinen begeistern kann. Diese Sämaschine ist 65 m breit und kann einen Hektar in einer Minute säen. Unser Hof ist 40 ha “groß”…

Angesichts solcher Dimensionen wirken unsere Diskussionen irgendwie kleinkariert…

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35 Kommentare

    • Reinhard Seevers sagt

      Deutschland, Ernte 2022:
      Die Erntemenge an Winterweizen erreicht damit etwas mehr als 22 Millionen Tonnen.

      Australien: Die australische Weizenproduktion sprengt alle Prognosen. Sie könnte auf einen neuen Rekordwert von 42 Millionen Tonnen steigen,…

      Ja Menno, wir liefern von einem Bruchteil der Fläche schon 50% des australischen Wertes?
      Warum hören die Australier nicht besser auf, und überlassen uns die Erzeugung? 😎

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    • firedragon sagt

      Andreas,

      in manchen Regionen Australiens wird im Durchschnit, über die Jahre, etwas um 1,5t/ha Weizen geerntet.
      Die aktuelle Weizenernte liegt bei etwas über 2t/ha.
      Das darf, für dortige Verhältnisse, als Rekord verzeichnet werden.

      Wie Herr Seevers schon geschrieben hat, Deutschland erntet, mit nur einem Bruchteil der Fläche, ein Vielfaches an Ertrag.
      Das sollte sich jeder, der meint über dt. LW urteilen zu können, immer! vor Augen halten.

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  1. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Das ist sicherlich keine Sätechnik für Deutschland, aber es ist Direktsaat und darüber wird auch hier wegen der hohen Energiepreise und zur Bodenverbesserung nachgedacht werden müssen. Außerdem hat die Firma Lemken gerade erst ein Werk gekauft das Sätechnik wie im Video gezeigt herstellt.
    Aber interessant ist doch der Hinweis auf den Artikel über die Maya: Untergang durch außergewöhnliche Trockenheit im 8./9. Jahrhundert. War die Trockenheit menschengemacht, durch zu viel CO2, zu viele Autos mit Verbrennermotor? Komisch, ich dachte das wäre ein Problem unserer Zeit.

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  2. Stadtmensch sagt

    Oh schön! Nackte Krume schonend gegart in Sonne und Wind! Da will wohl jemand eine Bodengare herstellen?

    “Die Maya lebten in grossen Städten, sie kannten gewaltige Umweltprobleme wie die Bodenerosion, was schon in der Zeit vor dem Kollaps immer wieder zu Nahrungsengpässen führte. Die neuen Klimadaten zeigen, dass während der archäologisch gut beschriebenen Phase des Kollapses die Niederschläge generell reduziert waren”

    https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/klimaaenderungen-und-das-ende-der-maya-kultur-332/

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  3. Sabine sagt

    Ja, und dann erzählt uns ein Hansel vom Naturschutz, dass hier im Bergischen die Landwirte die Landschaft ausgeräumt haben. Sagt es und steht vor einer Jungviehweide mit Weißdornhecke und Nußbäumen. Ja, auch bei uns wo, der kalte Wind weht, haben wir Nußbäume auf alten Weiden. Nicht wegen der Nüsse, sondern weil der Duft der Bäume für Mücken und Fliegen unschön ist und da Laub angeblich Wühlmäuse vergrämt. Ich glaub ja eher, dass das Käuzchen, dass sich gerne in den Bäumen aufhält, die Wühler frisst…. aber was weiß ich schon. Können wir zusammenlegen und dem Hansel ein Flugticket nach dahin kaufen? Bitte.

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    • Inga sagt

      Das ist ja
      Pflanzenschutz auf altmodisch. Die Leute früher wussten auch was und haben es von Generation zu Generation weitergegeben.
      Gut, sie haben nicht so hohe Erträge gehabt, dass sie unser dichtbesiedeltes Land, wie es heute ist satt bekommen würden.
      Dafür hat die Politik die intensive Landwirtschaft gepuscht.
      Und die Handels von den NGOs wollen das wieder rückgängig machen!
      Das kann man nicht mit Gewalt machen. Das kann man nur mit den Praktikern gemeinsam machen. Das gehört sogar zum Guten Ton.
      Haben das NGOs nicht?

      Da sieht man mal, dass der Hansel vom Naturschutz keine Ahnung hat, ein Beweis, das wir solche Leute nicht für voll nehmen.

      Natürlich hat man vielerorts mit der Flurbereinigung die Landschaft ausgeräumt, besonders viel in der DDR.
      Das weiß ich aber nur theoretisch, es ist erstmal deswegen nur eine Allgemeine Aussage, deswegen behaupte ich das nicht und schon gar nicht da, wo es noch eine intakte Landschaft gibt.
      Wenn sich dieser Hansel im Naturschutz und dem Unterschied der Landschaft, ob naturwüchsig oder ausgeräumt wirklich auskennen würde, würde er sich so eine Blamage nicht geben.
      Nur Dummschwätzer benutzen allgemeine Aussagen.
      Wie können wir uns gegen solche Leute wehren?

      Und solchen Leuten sei gesagt, dass sie sich mehr Rat von den Praktikern in Forst- und Landwirtschaft geben lassen und mit denen zusammenarbeiten müssen, um auf einen Nenner zu kommen.

  4. Frikadellen piet 44 sagt

    moin sogar diese Landwirtschaft kein Baujahr nicht sein das hängt ja nicht immer von den großen Treckern ab oder
    zumindest ist es mal schön sowas zu sehen wie groß sind denn die Mähdrescher

    • Inga sagt

      Da spricht der alte Bauer,
      der schon sein Feld bestellt hat, als hier zu Lande die Nahrung noch knapp war, als manche noch hungern mussten.
      Aber die Bauern die Scheunen und Keller fürs ganze Jahr voll hatten.
      Kommt da der Neid noch her?
      Sind das die ewig gestrigen, die noch neidisch auf Bauern sind?
      Haben die noch nicht gemerkt, dass sich die Lage geändert hat?
      Müssen die immer noch ihre Giftspritzen ausfahren und auf Bauern richten?
      So wie damals,
      als vielleicht noch auf die Bauern geschimpft wurde, weil sie nicht genügend Ertrag hatten.
      Warum haben die das nötig?

      Das müsste gesellschaftlich als inakzeptabel gelten!

      Warum haben die das nötig?

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Derzeit gibt es Berichte, wo die Landwirtschaft realistischer dargestellt wird, es scheint so zu sein, dass der eine oder andere, auf Grund aktueller Mangellagen, sein Hirn – in Sachen Lebensmittelsicherheit – etwas anstrengt, bevor die Regale sich leeren.

        wenn man die landw. Betriebe noch retten will, muss man dringend die Alarmstufe Rot ausrufen.

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      • Inga sagt

        Aber die PSM hat er vergessen zu erwähnen.
        Dass wir im Stall die Pharmaindustrie brauchen, bzw. Sie an uns Geld verdient wurde schon.
        Die verdienen an den PSM ganz schön, sie vertreiben sie ja weltweit.

        An den Landmaschinen verdient eine Industrie auch ganz schön.

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  5. Christian Bothe sagt

    Ist schon toll diese Technik in Australien!war ja auch schön öfters dort, und die Schläge haben noch eine andere Dimension wie hier im Osten…Ich glaube, wenn unsere grünen Weltverbesserer a la Özdemir und Lemke so etwas sehen, fallen diese vom Glauben ab…Industrielle LW im Ackerbau von Australien…

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    • Inga sagt

      Den beiden ist doch egal, wie die Saat in die Erde kommt.
      Kann die auch auf hügeligen Landschaften einsetzen?
      Wie groß muss das Vorgewende sein?

  6. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Proteste im Zuge der Industrialisierung in den deutschen Ländern war z.B. der Weberaufstand in Schlesien von 1844…

    Wenn u.a. obige Sätechnik „Programm“ wird, könnten eben solche Aufstände eine Reunion erfahren. Demnächst jährt sich der Bauernkrieg 1525 zum 500. Male. – Immer wenn es derartige technisch revolutionäre Umbrüche gegeben hat, rollten Köpfe zuhauf. Die Masse dererer in Reihen der Unterschichten, unserem Prekariat.

    …Es gibt übrigens bereits KI-Plattformen, die eigenständig Texte verfassen unter Zuruf von Stichworten und dabei erstaunlich gut das „Denken“ übernehmen. Unsere heute herausragend perfekt gebildete Lehrerschaft konnte in Tests jedenfalls die Unterschiede von diesen KI-Machwerken und Schülertexten nicht herausfiltern.

    Schöne, wundersam neue Welt!!! – Überaus beruhigend aber, wenn infolge des Öko-Ernährungsdiktates in Bälde das menschliche Cerebra ohnedies wieder systematisch kleingeschrumpft wird, haben wir weit weniger Probleme, kommt parallel hierzu natürlich auch der menschliche Intellekt sukzessive abhanden. Wir verlernen das Denken.

    Glücklicherweise steht KI in sämtlichen Bereichen mit gehörig Druck im Kessel in den Startlöchern…

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  7. Ludwig sagt

    Was hier gezeigt wird ist Großtechnik für die Steppen dieser Welt wo ein bis drei Tonnen je Hektar geerntet werden. Kosteneffizienz , weil immer an der Grenze zum Verlust gewirtschaftet wird. Auf den Spitzenstandorten in Deutschland wie bei Willi , Südhannover , usw. werden 100 dt/ha geernetet . Dort würde man bei der gezeigten Technik nur die Hälfte ernten . Wenn hier ein 150/250 PS Schlepper mit einer Bestellkombination bei drei Meter Arbeitsbreite (Drillmaschine mit Kreiselegge) in einem Arbeitsgang rd. 2 ha/Std. drillt dann ist er erheblich produktiver , denn nachher wird 30 – 50 mal mehr geerntet und der Betriebsmitteleinsatz pro Tonne Getreide erheblich geringer. Das ist der Unterschied zwischen Steppenlandwirtschaft auf sehr schwachen Böden und dem Wirtschaften auf Hochertragsstandorten , sowie kleinstrukturierten Gebieten. Grundsätzlich brauchen wir uns hier in Deutschland jedenfalls nicht verstecken gegenüber den Riesenbetrieben auf der Welt.

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  8. Unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Wir können durchaus mithalten, lieber Willi, 30 Meter sind sofort problemlos zu wuppen.

    Mit Doppel-Wumms bringen wir unseren altgedienten Düngerstreuer mit Saatgut gefüllt in Einsatz; hier können wir sogar mit “doppelter” Geschwindigkeit über unsere Äcker brummen; …und das ganze höchst kosteneffizient.

    Was wohl im Vergleich das 65-Meter-Saatenwunder kostet!? – Im eigentlichen will ich das gar nicht wissen… 😉

    Aber Spass beiseite – unter bestimmten schwierigen Witterungsverhältnissen, wenn das Aussaatzeitfenster immer knapper wurde, war das eine “Notlösung”, die sich im Nachgang bei hinreichenden Niederschlägen als absolut richtig erwiesen hatte.

    Eine Bauernschläue der einfachsten Mittel ist der Zeit oftmals sehr weit voraus; und Özdemir will ein solches System hierzulande mit seinem endgültigen Rums ein für allemal zerstören… 🙁

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  9. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Warum braucht man auf 2ha Schlägen einen Schlepper mit 250 PS und 5m Grubber!
    Gleichzeitig wird über die Schweinepreise gejammert.

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  10. Reinhard Seevers sagt

    Die Kleinrobotertechnik wäre hier wohl kaum ein Gegenentwurf….😄
    Schöner Gegensatz zur deutschen Märchenwelt.

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    • Brötchen sagt

      Reinhard Du kennst doch auch die Historie, es wurde schon soviel Tod gesagt.
      Ich könnte mir vorstellen….oder anders herum……bei den jetzt absehbaren Randbedingungen geht der Trend zur Produktion mit möglichst wenig Aufwand.

      Im Bio Bereich sagen die Low Input dazu…die Frage ist wo ist die Grenze zwischen Low Input und ausreichenden Erlösen.
      An der Ukraine oder USA haben die ja rel. geringe Erträge und machen das über Fläche, Menge und geringen Aufwand.

      Hier war das ja auch so in Bayern haben die bis auf den letzten Fleischanteil geguckt bis vor 10 – 15 Jahren (Schwein)….bei den Dänen spielte plötzlich der Fleischanteil so gut, wie keine Rolle mehr, nur Menge pro Platz und Zeiteinheit…damit haben die alles aufgerollt.

      Verkürzt gesagt.

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      • Brötchen sagt

        Muss ich noch los werden:

        Stefan Aust sagt bei Welt “…….sie haben mit der Realität ein gewisses Problem…..”

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  11. Reinhard Seevers sagt

    Grethe wörtlich: „Wir versagen als Gesellschaft zurzeit, weil wir den vielen Tierhalterinnen und Tierhaltern, die gerne zu einem deutlich höheren Tierwohlniveau produzieren wollen, keine Optionen bieten. Es ist schmerzhaft das zu sehen.“

    Ich höre es noch: “Wir brauchen einen neuen Gesellschaftsvertrag!”
    Wer hat hier denn jetzt diesen Vertrag gebrochen? LmaA!

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    • Peter sagt

      Die Gret(h)chenfrage (;-) ist doch erstmal wer oder was die Gesellschaft überhaupt ist (sein soll). Genau, wie es d i e Landwirtschaft nicht gibt, leben wir doch eher in einer Ansammlung von Parallelgesellschaften. Somit kann (eigentlich…) niemand irgend etwas als allgemeinverbindlich mit wem auch immer “vertraglich” vereinbaren.

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      • Brötchen sagt

        Ach das ist sowieso nur Schönsprech ….das hat schon in der DDR nicht funktioniert und wird jetzt auch nicht funktionieren…..

        Der Grethe sitzt Lebenslügen auf, ich habe den schon erlebt bei der Heinrich Böll Stiftung……Agrarökonom ist da nichts zu erkennen..

        Die Peitsche und Brot und Spiele funktionieren sonst nichts…..

        https://youtu.be/DesT1Jxp0xs

        Kinsky hat das schon gewusst 😉

    • firedragon sagt

      “… Grethe hält einen Abbau der Tierhaltung für wichtig. Zumindest in der Schweinehaltung finde dieser Abbau zurzeit aber „mit der Abrissbirne“ statt. Oft würden gerade diejenigen getroffen, die bereit seien, einen Umbau zu deutlich mehr Tierwohl zu leisten. …”

      Was ist denn das für eine Aussage ?!
      Entweder will man weniger Schweinehaltung oder nicht. Wenn man weniger will, kann es einem egal sein, wer da aufhört. Ziel erreicht !
      Seiner Meinung nach hören die falschen Betriebe auf.
      Tja, Herr Prof. Grethe, es trifft immer die “Falschen”.

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