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Hochwasser…

Ich war jetzt zwei Tage unterwegs zu einem Vortrag beim Maschinenring Harburg. Unterwegs habe ich Flächen gesehen, auf denen sehr viel Wasser stand. Die Aufnahmen aus dem fahrenden Zug entstanden in der Nähe von Rotenburg an der Wümme. Ich habe auch eine Weide gesehen, auf der Milchvieh stand. Da war aber nichts Grünes mehr zu sehen, sondern nur noch brauner Matsch. Es mag ja richtig sein, dass die Tiere nach draußen kommen sollen, aber unter solchen Bedingungen sollte die Weidehaltung doch überlegt werden und darauf verzichtet werden. Schließlich kann das den Tieren auch schaden (Klauenkrankheiten, Würmer). Und für den Boden kann das auch nicht gut sein. Also alles mit Augenmaß und Sachkenntnis. Euer Bauer Willi Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Erste Ergebnisse der Vogelzählung

Ich habe mir mal die Statistik der Vogelzählung des NABU am 9. Januar vormittags angesehen. Zu diesem Zeitpunkt hatten 91.000 Vogelfreunde in 60.000 Gärten 2.341.000 Vögel gezählt. Wenn man die Auswertung der rechten Spalte (Vergleich zum Vorjahr (Trend) ) ansieht mit einem recht erfreulichen Ergebnis: Kohlmeise + 42%, Blaumeise + 46%, Amsel + 26%. Star + 44%. Auch Elstern, Rabenkrähen, Eichelhäher und Kleiber (+76%) haben deutlich zugenommen. Blässgans + 488%, Birkenzeisig + 377% und Kranich + 267%. Wie gesagt: Zwischenergebnis vom 9.1. vormittags. Beim Kranich habe ich mir mal angesehen, wo der denn zu finden ist: in Bayern wurde kein einziger gezählt, auch nicht in Thüringen. In Schleswig-Holstein waren es 44, in Sachsen-Anhalt 6 Exemplare, Hessen zählt 8. Im angrenzenden NRW wurden 6.111 Kraniche gezählt. Folglich leben derzeit rund drei Viertel der in Deutschland gezählten Kraniche in diesem Bundesland. Und dann ist da noch eine Besonderheit. Bundesweit wurden 365 Fichtenkreuzschnäbel gezählt. (+174%). Davon 141 in Brandenburg, also gut ein Drittel. In Bayern sind es 8, in Baden-Württemberg  und Niedersachsen 11, in NRW 16. Diese Beispiele lassen …

Gefährliche Lebensmittel

Es dürfte ja allgemeiner Konsens sein, dass wir alle durch Lebensmittel vergiftet werden. Doch was sagt die Statistik? Hier die Zahlen für Deutschland. Tatasächlich sterben im Schnitt der Jahre 2 Menschen an Pilzvergiftung. Durch Fleisch- und Fischvergiftung sowie Beeren und andere Pflanzen sterben jährlich 3  Personen. Übrigens genauso viele durch Hundebisse. 4 Tote gibt es jährlich durch Lawinen, Erdrutsche und Überschwemmungen, 8 durch Blitze. 16 Personen sterben durch Bienen-, Wespen und Hornissenstiche, 20 durch Reit- oder Kutschunfällle. Gefährlich sind Leitern. 140 Tote sterben durch Stürze, meist im Haushalt. Rund 3.500 werden im Straßenverkehr getötet. Durch Krebs (meist Verdauungsapparat, Lunge, Brust) verloren 2015 rund 226.000 Menschen ihr Leben. Die häufigste Todesursache sind übrigens mit 356.0000 Herz-Kreislauferkrankungen. Und dann sind da noch die rund 100.000 Schwangerschaftsabbrüche jedes Jahr…. Ach ja, so richtig gefährlich scheinen Lebensmittel ja nicht zu sein. Euer Bauer Willi  

Twitter, Scheinwelten und Traditionen…

Der nachfolgende Artikel ist ein Gemeinschaftswerk von Bauer Fritz (Oberösterreich), Alois (Allgäu) und mir (Rheinland). Also quasi ein grenzüberschreitendes Opus. Gut, Bayern ist kein Ausland… Aber Achtung: er ist philosophisch, vielleicht auch etwas abgehoben, also nix für jeden. Und er ist lang, sehr lang. Und damit für Facebook eigentlich nicht geeignet. Es geht uns aber auch nicht um Klickraten, sondern um eine vernünftige Diskussion. Also wieder nix für Facebook, oder? Gibt es eine Ausbildung, die so eine breite Zusammenschau von Naturwissenschaft und Technik, von Ökologie und Ökonomie, von Kultur und Politik ist wie die Landwirtschaft? Twitter hat seine Zeichenzahl auf 240 verdoppelt. Was für ein Fortschritt! Um die elementaren Zusammenhänge von Chemie, Physik, Mathematik, Ökonomie, Meteorologie, Bodenkunde und mindestens weiterer 30 Fachgebiete auch nur im Ansatz zu beschreiben reichen die 240 Zeichen wohl sicher nicht. Sie reichen anscheinend aber manch fernem Betrachtern aus, mir als Landwirt klar zu machen, was ich besser machen soll. Aber es sind nur Bruchstücke aus einer komplexen Welt, die aus einer allgemeinen Vergessenheit an naturwissenschaftlichem Verständnis und Zusammenhängen herrührt, das …

Deutschland, wie es isst

Der aktuelle Ernährungsreport 2018 des BMEL ist soeben erschienen. https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Ernaehrungsreport2018.pdf?__blob=publicationFile Wie immer, beruht er auf einer Umfrage. Es wurden 1.017 Personen über 14 Jahre befragt. Ich habe mir mal ein paar Antworten herausgesucht, die ich für interessant halte: 92% ist es wichtig, dass ihr Essen gesund ist, 49% wollen eine schnelle und einfache Zubereitung 72% essen täglich Obst und Gemüse, 30% essen täglich Fleisch oder Wurst, 40% trinken täglich Milch oder Milchmixgetränke, 14% nehmen täglich Nahrungsergänzungsmittel zu sich 57% achten auf preiswerte Nahrungsmittel, 41% auf Siegel, 78% auf Regionalität 91% wünschen sich Ernährungsbildung in Schulen, 42% informieren sich über Lebensmittel im Internet 9% kochen nie, 43% täglich 43% essen mindestens einmal in der Woche außer Haus (Kantine, Imbiss)  74% gehen mindestens einmal im Monat in ein Restaurant Wo wird hauptsächlich eingekauft? 64% Supermarkt, 35% Discounter, 11% Bioladen/Supermarkt, 7% beim Bauern/Hofladen. (Mehrfachnennung möglich) bei einem Basispreis von 10 € pro Kilo, wie viel würde der Bürger für mehr Tierwohl bezahlen?  16% bis zu 12€, 52% bis zu 15€, 23% bis zu 20€, 6% mehr als 20€. Was ist den …

„Nicht die Faust in der Tasche ballen…“

…und auf „die da oben“ schimpfen“. So beginnt ein Aufruf vom Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), am 20. Januar mit dem Trecker nach Berlin zu fahren. Und weiter heißt es: „Wir sind es auf den Höfen gewohnt, neue Herausforderungen anzunehmen. Wir sind bereit für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft. Für eine politische Offensive zur Entwicklung der ländlichen Regionen und für ein attraktives Einstiegsprogramm in die Landwirtschaft. Bäuerinnen und Bauern braucht das Land! Und das geht nur mit einer Landwirtschaft und Agrarpolitik, die von der Zivilgesellschaft akzeptiert und getragen wird.“ Den vollen Wortlaut des Aufrufes findet ihr hier: https://www.wir-haben-es-satt.de/trecker/aufruf/ Auf weitere Inhalte der Demonstration „Wir haben es satt“ werde ich zu einem späteren Zeitpunkt eingehen. Weil mir die weniger verständlich sind und ich da noch ein paar Fragen habe. Die Einladung zum Dialog nehme ich deshalb gerne an. Euer Bauer Willi

Deutschland blüht auf!

Das ist das Ziel der Initiatoren, die möglichst viele Menschen auffordern, im kommenden Frühjahr Blühstreifen im Acker oder Blumenwiesen im Garten anzulegen. https://www.wir-machen-euch-satt.de/presseinformation/ Damit soll ein Zeichen für die Bemühungen der Landwirte in ganz Deutschland für die Artenvielfalt gesetzt werden. Um auf diese Naturschutzmaßnahmen hinzuweisen, sollen im Januar Blühmischungen in den Städten und Gemeinden verteilt werden mit dem Versprechen, das Landwirte das ganze Jahr über für eine reichhaltige Blütenvielfalt auf ihren Feldern sorgen werden. Möglicherweise entstehen so im Dialog auch gemeinsame Aktionen mit Kommunen oder Privatpersonen, die sich ebenfalls an der Aktion mit einer Blüh-Ecke in ihrem Garten beteiligen können. Darüber freuen sich nicht nur die Insekten! E ist eine „Karte der Teilnehmer“ freigeschaltet, in der sich jeder gerne eintragen darf. Dauert weniger als eine Minute. Ich bin schon dabei, aber auf der Karte ist noch Platz 🙂 Also macht mit! Dialog ist konstruktiver als Protest! Euer Bauer Willi  

Was war, was wird – eine Wende?

Wo wird die Landwirtschaft in 10 oder 15 Jahren stehen? Eine nüchterne Betrachtung. Und meine ganz persönliche Meinung. Ich fange damit in unserer Gemeinde an. Schon heute weiß ich von mindestens einer Handvoll Betriebe, die in den nächsten 5 Jahren ihre Tore zumachen werden. In allen Fällen fehlt der Hofnachfolger, obwohl meist Kinder da sind. Doch keines von ihnen will den Betrieb übernehmen. Und das hat viele Gründe, doch dazu später. Weniger und größere Betriebe Folglich werden die Flächen an die wenigen, großen Betriebe verpachtet. Die Hofgebäude werden, wo es möglich ist, für diverse Zwecke an Nicht-Landwirte vermietet, damit die Instandhaltung daraus finanziert werden kann und auch noch für eine kleine Aufstockung des Altersgeldes reicht. Wenn es ganz eng wird, werden auch ein oder zwei Hektar verkauft. Land ist knapp und teuer. Aus Begegnungen mit anderen Landwirten weiß ich, dass es anderswo nicht anders aussieht. Aber man redet nicht gerne darüber. Oft haben Generationen vorher den Hof schon bewirtschaftet und die Aufgabe der Landwirtschaft wird als Verrat an den Vorgängern empfunden. Oft auch als eigene Schwäche und Versagen. Also lieber schweigen, versuchen, es …

Neujahr

Ich habe an Silvester über WhatsApp, Messenger und SMS viele Karten, „lustige“ Videos von rutschenden Elefanten, sektschlürfenden Gänsen oder Zeichentrick-Feuerwerken geschickt bekommen. Da wollte ich doch mit einer sinnentleerten Bauern-Weisheit auf dem gleichen Niveau mitspielen. Was besseres ist mir nicht eingefallen. Gut, vielleicht noch ein Katzen-Video. Das geht immer. 😉 Der Sinn Ohne dass wir etwas dazu tun legt die Erde auch  im Jahr 2018 rund 240 Millionen Kilometer auf ihrem Weg um die Sonne zurück.  Mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit. Und wir merken nichts davon. Genau so wenig merken wir davon, dass sich die Tageslänge ständig verändert. Es sind eben nicht exakt 86.400 Sekunden, die einen Tag ausmachen. Wir haben es uns nur so zurechtgelegt. Wir brauchen Ordnung. Wir werden 365 mal erleben, dass Sonne und Mond auf- und untergeht. Wir tun nichts dazu. Unser persönliches Verfallsdatum ist schon programmiert, wir wissen aber nicht, wann es eintritt. Und wir werden es nicht beeinflussen. Das Wetter werden wir so annehmen, wie es kommt. Wir können und werden es nicht ändern.  Das Wetter ist chaotisch, unordentlich. Es hält sich …

Guten Rutsch

Nicht immer, wenn einer jemand etwas Gutes wünscht, kommt das auch richtig an. Es gibt auch da schon mal Missverständnisse. 🙂 Unsere guten Wünsche für das kommende Jahr kommen hoffentlich richtig an…Auf ein Neues in 2018! Willi und Alois