140 Kommentare

  1. Gephard sagt

    Der Artikel pflegt leider ein sehr einseitige und vor allem utilitaristische Sichtweise. Das sieht man sehr schön an der Bildunterschrift:

    „Würden alle Hühner so frei herumlaufen wie diese drei, würde sehr viel mehr Land gebraucht werden – die Schäden an der Umwelt würden größer und die globalen Waldflächen kleiner“

    Dem wehrten Autoren scheint nicht mal in den Sinn zu kommen, dass da auf dem Bild Lebewesen zu sehen sind. Wie sonst kann man alleine mit ökonomischen Argumenten behaupten, dass Hühner auf einer Wiese nicht wünschenswert sind. Bei der Biohaltung geht es doch nicht nur um angebliches „Gesünder“ und „Umweltschonender“, sondern der kritisierte höhere Flächenbedarf soll ja auch dem Tier ein lebenswerteres Zuhause geben.

    Zudem stört an seiner Argumentation, dass er davon ausgeht, dass der derzeitige Fleischverbrauch ein erhaltenswerter Normalzustand sei.

    Achja, und warum die Bio-Produktion im großen Stil Tausende Menschenleben kosten soll, erklärt er mit keinem Wort.

    Der Artikel ist nicht besser als die Bio-Lobpreisungen. Er ist einseitig, wirft ohne Quellenangaben mit Zahlen um sich (84 % mehr Fläche für Ökobetriebe) und differenziert nicht mal zwischen der Tierhaltung und der Pflanzenwirtschaft (oder wie man das nennt).

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  2. Christian sagt

    leider wird hier wieder nur ein Teileinblick in das komplexe Thema Lebensmittelproduktion wiedergegeben, welches bio indirekt hinterfragt. Wie die Produktionsgrundlage (Boden etc.) nach xx Jahren bio/konv. aussieht wird nicht hinterfragt.
    Gesamtheitlicher betrachtet, muss man auch die Nebenkosten, wie Verpackung etc. (kostet ja oft mehr als das Essen selbst) auch miteinbeziehen in die Rechnung. Und wenn man bedenkt, dass man rund 15% Essen wegwirft, dann muss man sich die Frage stellen, muss dies sein? Das Argument „wir können die Welt nicht ernähren“ lasse ich nicht gelten. Man bedenke, wenn man weniger Fleisch ißt (-1Tag/Woche =15% weniger Fleischkonsum), braucht man weniger Ackerland für Fütterung usw. Die Verteilung der Lebensmittel ist auch noch verbesserungswürdig.
    Aber Essen muss billig sein. Und dies ist ein politisches Problem, welches zuerst gelöst werden muss. Das Argument dass die Lebensmittel zu teuer sind, gibt es bei uns nicht – dies ist purer politischer Populismus. Wenn wir heute nur mehr 10% für Essen ausgeben (wobei 15% weggeworfen werden und wir viel Verpackungsmüll produzieren, der nur zum Wegwerfen produziert wurde), dann stelle ich mir die Frage. Was sind Lebensmittel heute wert? Nichts – im Durchschnitt bzw. nicht mehr viel. Daher muss dieses Einstellungsproblem jedes Lebensmittelverzehrers (Konsumenten, Verbrauchers) mal gelöst werden.
    Also selbst bei sich anfangen: regional und/oder bio kaufen und Lebensmittelproduzenten wertschätzen, und wenn es nur für eine Mahlzeit in der Woche ist.

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    • Stadtmensch sagt

      >>Daher muss dieses Einstellungsproblem jedes Lebensmittelverzehrers (Konsumenten, Verbrauchers) mal gelöst werden.

      Auf den Seiten von koelln.de finde ich keinen Hinweis auf die Herkunft des verwendeten Getreides 🙁
      Bei Dr. Öde kann ich aus ideologischen Gründen auch nichts kaufen. Bleibt noch die BIO Eigenmarke einer gewissen Schwarz-Gruppe (auch kein Herkunftsnachweis). Wie soll ich regional einkaufen?

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