Bauer Willi
Kommentare 110

Klöckner: „Bienen sind systemrelevant“

Bundesministerin Julia Klöckner zum Weltbienentag.

Nein, Frau Klöckner, Getreide wird nicht von Bienen bestäubt…(ca. Minute 3:00)

Und Wein übrigens auch nicht. Hab gerade noch mal gegoogelt.

Und wieso 85% der Agrarprodukte in Deutschland von der Bestäubung abhängen, erschließt sich mir auch nicht. Aber vielleicht hab ich da auch was falsch verstanden.

Raps ist verständlich, aber selbst der kann vom Wind bestäubt werden. Aber Zuckerrüben? Kartoffeln? Was ist mit Kohlrabi, Blumenkohl, Spinat, Möhren, Zwiebeln…? Getreide hatte ich schon erwähnt, vielleicht war das auch nur ein Versprecher. Hoffe ich jedenfalls.

Es geht in dem Video auch um Neonics, um Ackerbaustrategie und Eh-da-Flächen.

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110 Kommentare

  1. Reinhard Seevers sagt
  2. fingerphilosoph sagt

    Es ist schon seltsam, dass in den Augen der Landwirtschaftsministerin Bienen systemrelevant sind, während es Obstbauern und selbstverständlich Obstbäuerinnen 🙂 offenbar nicht sind. Denn während sich Frau Klöckner viele und wie man hier liest, zum Teil sachlich nicht korrekte Gedanken über Bienen macht, sorgt sie sich wenig um jene, die in Deutschland für unser täglich Obst sorgen. Und tatsächlich braucht man Bienen ja hauptsächlich für die Bestäubung von Obst, zumal Tomaten und Gurken sowieso in Gewächshäusern produziert werden.

    Ruft man beim Bmel die Seite mit den Versorgungsbilanzen auf, erscheint eine Bilanz aus dem Wirtschaftsjahr 2016/17, die den Selbstversorgungsgrad mit Obst gerade mal mit schlappen 21,6 % ausweist. Das heißt, fast 80% an Obst wird importiert.

    ttps://www.bmel-statistik.de/ernaehrung-fischerei/versorgungsbilanzen/

    Nicht nur, dass es bedenklich ist, so wenig Obst im eigenen Land anzubauen, wo Obst doch so gesund ist, es ist noch weitaus bedenklicher, dass man beim Bmel offenbar nicht mal in der Lage ist, die Bilanz zu aktualisieren. Im Wirtschaftsjahr 2017/18 ist der Selbstversorgungsgrad bei Obst nämlich auf 13% gefallen. Vielleicht sollte sich Frau Klöckner auch darüber mal Gedanken machen, ob das wirklich nur an Frühjahrsfrösten oder Dürren liegt oder ob diverse Obstbauern die Nase voll davon haben, dass Bienen offenbar systemrelevanter sind als die, die uns mit Obst beliefern.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn man in Deutschland Obst über den Handel verkaufen will, muss man Zertifiziert sein.
      Das heißt, da kommt jemand auf den Hof und schaut nach, ob sich ein Ölflecken auf dem Betonpflaster im Hof befindet, ob nicht ein Sack Dünger zuviel sich auf dem Düngemittellager befindet, oder ob der Erste Hilfe Koffer in korrekter Höhe angebracht wurde, all dies kostet im Jahr 400 Euro. Deshalb haben sich bei meiner Genossenschaft 9.000 von 10.000 Anlieferer verabschiedet.

      Früher waren das selbst gewollte Erntesklaven, jetzt die Lohnsklaven (nach deutscher Mehrheitsmeinung) von Osteuropa.
      Aber jetzt bin ich schon wieder am jammern.

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    • Inga sagt

      Ich denke mal,

      das Frau diese Systemrelevanz in Punkto Biodiversität meint, oder?

      Und da wir 80% des Obstes einliefern müssen, ist der Obstanbau weniger Systemrelevant gegenüber der Autoindustrie oder so!

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    • Obstbäuerin sagt

      Zumindest sind ihre Zahlen näher an der Wahrheit, da sie sich auf Insekten beziehen und nicht auf die Haustierbiene. Für die Arbeit der Wildinsekten dann doch den Imkern zu danken, ist allerdings keine logische Folge.

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  3. Reinhard Seevers sagt

    Es wundert wohl kaum, dass die Presseberichte aus der strategischen Kommandozentrale des BMEL so sind wie sie sind. Frau Dr. Töpfer ist Kreisvorsitzende der Grünen Havelland!

    Impressum
    Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
    Referat L3 – Strategische Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Protokoll
    Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin
    Telefon: 030 / 18529 – 0
    Telefax: 030 / 18529 – 3179
    E-Mail: poststelle(at)bmel.bund.de
    Presserechtlich verantwortlich
    Dr. Antje Töpfer (Anmerkung : Kreisvorsitzende der Grünen Havelland)
    E-Mail: antje.toepfer(at)bmel.bund.de
    Dr. Michaela Nürnberg
    E-Mail: michaela.nuernberg(at)bmel.bund.de

    Redaktion:
    Dr. Antje Töpfer
    E-Mail: antje.toepfer(at)bmel.bund.de
    Dr. Michaela Nürnberg
    E-Mail: michaela.nuernberg(at)bmel.bund.de
    Konzeption, Design und technische Realisierung:
    ressourcenmangel an der panke
    Schlesische Straße 26 (Aufgang C-IV)
    10997 Berlin

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    • Mark sagt

      Damit wird die größte Schwäche der Klöckner offensichtlich: Sie ist nicht in der Lage, in ihrem Laden ordentlich auszumisten!

      3+
      • sonnenblume sagt

        Ich sehe das eher wie Thomas Apfel. Wenn man seine Karriere in der Politik nicht auf´s Spiel setzten, bzw. die auf der Leiter noch aufsteigen will, dann muss man mit allen im nahen Arbeitsumfeld gut Freund sein. Was den gemeinen Bürger betrifft, das ist dann unwichtig.

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        • firedragon sagt

          Sonnenblume,
          man oder frau muss nicht mit jedem gut Freund sein, wenn man ernst genommen werden will.
          Sitze im Stall, eine Schwalbe „erzählt“ mir gerade was, ich verstehe zwar kein „Wort“, aber es scheint ihr immens wichtig zu sein.
          Ich höre ihr nun schon länger zu, als Frau Klöckner, die anderen leider mehr und mehr lieber nach dem Mund redet – darüber sind viele einfach nur noch enttäuscht.

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          • sonnenblume sagt

            firedragon, was interessiert Frau Klöckner denn wohl mehr? Das “ eigene “ Bankkonto, oder ob “ wir “ sie ernst nehmen. Ich habe doch den Eindruck, das die Leute an der Basis und ihre Arbeit gar nicht mehr wahrgenommen werden. Zwischen den politischen Entscheidern und uns gibt es soviel luftleren Raum, der nur noch von Verwaltung und Kontrolleuren besetzt ist, dass sie die Auswirkungen ihrer Entscheidungen überhaupt nicht mehr sehen. Oder nur noch das, was sie sehen wollen.

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            • sonnenblume sagt

              Das trifft sicher nicht nur auf Frau Klöckner zu. Macht- und Positionserhalt ist im Politbetrieb doch an der Tagesordnung.

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            • firedragon sagt

              Ja Sonnenblume,
              Du wirst wohl recht haben.
              Mit politischen – taktischen Spielchen, die nur dazu dienen zu „gefallen“ und Realitäten ausgeblendet werden, kann ich eben nichts anfangen. (schulterzuck)

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            • firedragon sagt

              Wahrlich ein Stadtmensch… zieh‘ mir das grad rein… bin beim (Gras) Wenden
              Gruß Hinterwäldler

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    • Ostbauer sagt

      Die Unterwanderung vom Ministerium mit ideologisch ausgerichteten Beamten hat schon lange System. Aber dort werden die Gesetze gemacht. Wie sagte doch jemand so schön:“Wer unter mir Minister ist, ist mir egal“.
      Gerade,was die Landwirtschaft betrifft, zieht sich das wie ein roter Faden durch die Verordnungen und Gesetze. Beispielgebend die DüVO und das Insektenschutzprogramm.
      Wenn Frau Köckner Rückrat hätte, würde sie ihre Aussagen genauso medienwirksam revidieren. Hat sie aber nicht! Soviel zu ihrem Lieblingsspruch:“Wir müssen uns da auch ein Stück ehrlich machen“.
      Schmidt hat wenigstens die Verlängerung vom Glyphosat nach Fakten „Kraft seiner Wassersuppe“ entschieden. Konnte er wahrscheinlich auch nur, weil er wusste, dass die Karriere vorbei war.
      Manchmal wünsche ich mir das Ami-System beim Regierungswechsel. Da sind nach der Wahl erstmal alle raus;“ und dann schaun mer mal“.

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      • sonnenblume sagt

        Deswegen werden wir auch keinen Richtungswechsel bekommen, zumal entspechendes Personal in allen Ebenen positioniert wird, oder schon ist. Da können wir noch so viele Fakten und Beweise liefern, sie werden immer in irgendeiner Schublade verschwinden.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Das sehe ich auch so Ostbauer. Wer so sein Gesicht verloren hat, der muss jetzt aber richtig Abbitte leisten, sonst muss er schlicht weg!
        Wenn es einen Grund für Bauern gibt die Schlepper anzuspannen, dann jetzt! Auf jeden Fall kann der Dame nie wieder Lobbyismus vorgehalten werden, jedenfalls nicht für die Agrarbranche, ok, evtl. für die Ökoseite.

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        • Ostbauer sagt

          Der 30. April ist in Amerika der Tag der Wahrheit, der 7. Juli in England der Tag der Ehrlichkeit.
          In Deutschland gibt es sowas noch nicht. Ich glaube ; es wird Zeit!
          Julia kann sich sogar einen Tag aussuchen. 🙂 .
          Wenn wir dieses Mal die Schlepper anspannen, nehmen wir die Fässer mit!

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        • Ferkelhebamme sagt

          Reinhard, die Trecker werden gerade getankt, Donnerstag geht es wieder los. Es fahren geballte Emotionen mit: Fassungslosigkeit, Enttäuschung und sehr viel Wut. Nicht gut

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          • firedragon sagt

            Jetzt am Donnerstag ?
            Alle, die Wut im Bauch haben (bringt nichts!) – morgen bitte den ganzen Tag Holz hacken, Ställe misten, mit Bullen „Tauziehen“, alle Reifen wechseln, HD-Ballen per Hand gabeln, den Gemüsegarten komplett umgraben … was gibt’s denn noch alles zum Auspowern ?

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      • sonnenblume sagt

        Noch einen Satz zu den Gesetzestexten. Man muss unter Umständen bei der Einreichung von Bewirtschaftungsanträgen schon diese Gesetzestexte mitbringen, damit man nicht vollendens über den Tisch gezogen wird. Man muss selbst bei den kleinsten Dingen ganz genau hinsehen. Und nur wenn es Schwarz auf Weiß belegt ist, kann man auf korrekte Arbeit hoffen.

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        • sonnenblume sagt

          Meinte einen Satz zu den Beamten und Angestellten. Entschuldigung.

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    • Ostendorf ( Am Ende mit nur einem "F" ) sagt

      Was wehre wohl in Deutschland passiert, wenn solche Fakenews nicht von „Öko-gutmenschen“ zum Thema Landwirtschaft verbreitet werden, sondern im Bundesinnenministerieum/ Justitzministerium solche Fehlmeldungen von einem AfD-Kreistagsvorsitzenden zum Thema Einwanderung verbreitet würden ?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Das ist ja ein wirklich vergleichbarer Sachbezug. Ein schönes Beispiel für eine populistische Richtungsdiskussion…..omG.
        So entstehen Hass und Hetze, fakenews und Verschwörungstheorien.

        Es muss übrigens „wäre“ heißen, das „wehre“ gehört wohl eher zu dem Bereich „wehret den Anfängen“.

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  4. Reinhard Seevers sagt

    Redaktionen bzw. Kommunikationsbüros übernehmen als Dienstleister für das BMEL die Verbreitung von Daten und Fakten, die sie sich im www besorgen und denen sie dann nicht selbst verantwortlich zeichnen müssen. So wird der Instagram-account des BMEL von
    https://www.neueshandeln.de/projekte/digital/nah-am-leben/ bearbeitet

    und z.B. die Zeitschrift „Forschungsfelder“ des BMEL von „ressourcenmangel, Berlin“ ….manchmal wechselt auch die Redaktion, so dass „Neues handeln“ die Zeitschrift bearbeitet.
    Urbane Kreativität ist angeagt! Was aus der Hipsterhochburg kommt muss richtig sein!

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  5. Lieber Bauer Willi,
    mancher hier hat es schon bemerkt. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft hat einen groben Fehler gemacht. Der Beitrag auf unserer Homepage http://www.praxis-agar.de war falsch. Wir haben ihn von unserer Website genommen und überarbeiten ihn. Frau Bundesministerin Julia Klöckner hat sich auf einen unserer Beiträge verlassen. Bei ihr entschuldigen wir uns in aller Form. Frau Klöckner muss sich auf Beiträge Ihrer Fachleute verlassen können.
    Konstruktiver Kritik und dem Dialog stellen wir uns gerne.
    Viele Grüße
    Frank Lenz

    email: Bundesinformationszentrum-Landwirtschaft@ble.de

    2+
      • firedragon sagt

        Und damit ist es gut?
        Falschaussagen werden nur von der Homepage „gelöscht“?
        Was ist mit den Köpfen, derer, die das jetzt glauben (wollen)?
        Wird es eine mediale Richtigstellung von Frau Klöckner geben?
        Von ihr!
        Nicht von irgendeinem vorgeschobenen „Hansel“ und genauso „werbewirksam“.
        Ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Klöckner auf dem Weg in den „Garten“ zwischen Tür und Angel einen Vortrag in die Hand gedrückt bekommt und diesen vor dem Mikrofon zum ersten Mal gelesen hat.
        Gerade jemand, in Frau Klöckner’s Position, hat sich vorab mit einem vorzutragen Text auseinander zu setzen und gerade mit der „Vorbildung“ aus dem Bereich Weinbau, darf man nicht verbreiten, die Bienen seien Bestäuber von Trauben (das ist im Übrigen nur eine haarsträubende Falschaussage).
        Tja, ausbügeln dürfen es eh wieder andere… wer das wohl mal wieder ist…

        7+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Gerade bei einer Winzertochter, sollte dies nicht vorkommen.

          Und was soll man von solchen Menschen lernen, die einfache Dinge nicht richtig wiedergeben können, nicht einmal ihre Internetadresse.

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          • firedragon sagt

            Ehemaliger Landwirt,

            wenn man sich als Kind nicht für den Beruf seiner Eltern interessiert, muß man das oder anderes nicht wissen (wollen).

            Als ehemalige Repräsentantin des Deutschen Weinbaus allerdings, ist es unverzeihlich.

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        • Danke für den „Hansel“. Angenommen, wegen des Fehlers. Der ärgert mich nämlich mächtig. Wegen der Sache. Im Bundesinformationszentrum für Landwirtschaft (BZL) setzen wir uns täglich dafür ein, das Thema Landwirtschaft darzustellen. In Fachkommunikation, an den Verbraucher gerichtet.
          Wenn ich einen Wunsch frei hätte:
          Alle, die hier unterwegs sind schauen sich die der Homepage zugrundeliegende Broschüre an und geben Feedback.

          Kommen wir so in den Austausch?

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          • Bauer Willi sagt

            Wie kommt man an die Broschüre? Oder kann man die hier als pdf-Datei zur Verfügung stellen? Dann wäre ein Link ganz praktisch.

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              • Bauer Willi sagt

                Tolle Zusammenstellung. Umfassend, alle Themen erfasst und in verständlicher Sprache geschrieben. Danke, kann man aus meiner Sicht weiterempfehlen.

                (Aber bestimmt findet doch noch jemand ein „Haar in der Suppe“. ) 😉

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Willi, meinst du das ernst?
                  Erster Satz in der Zusammenfassung: „Unsere kleinsten Nutztiere liefern nicht nur Wachs und Honig, sie bestäuben auch fast 80 % der Nutzpflanzen. Ein großer Teil unserer Nahrungsmittel hängt indirekt mit den Bienen zusammen.“

                  Hatte ich bereits verlinkt vor Tagen….

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                • firedragon sagt

                  Guten Morgen Willi,

                  Du willst das „Haar in der Suppe“?
                  Gebe ich Dir – Frage, um welche Bienen geht’s den „Naturschützern“ eigentlich?

                  Ich habe den Link noch nicht geöffnet, werde ich auch nicht, da steht „… honigbiene…“
                  Die Honigbiene ist mitnichten gefährdet und die LW ist nicht in der Verpflichtung Fremderleuts Nutztiere zu füttern.
                  Ich stelle meine Kühe ja auch nicht auf den „Dorfplatz“ und mache jeden „rund“, man soll gefälligst die armen Tiere füttern.

                  4+
                • Obstbäuerin sagt

                  Unter Produktinformation steht: …Unsere kleinsten Nutztiere liefern nicht nur Wachs und Honig, sie bestäuben auch fast 80 % der Nutzpflanzen. Ein großer Teil unserer Nahrungsmittel hängt indirekt mit den Bienen zusammen. Sie sorgen auch für eine Vielfalt in der Natur….
                  Ich fordere den Bauernverband, LSV oder alle sonstigen Landwirtschaftsvertreter auf, dafür zu sorgen dass eine wissenschaftlich begründete Prozentzahl Eingang in die Medien und andere Veröffentlichungen findet. Es kann nicht sein, dass hier zwischen 7% und 80% gewählt werden kann, je nachdem, was man erreichen möchte.

                  7+
              • Obstbäuerin sagt

                Hallo Herr Lenz, in der Broschüre geht es ja vorrangig um die Honigbiene, deshalb ist die Aussage des Titels schlicht falsch. Wir beobachten, wie schon in anderen Beiträgen erwähnt, eine Apfelanlage, wo keine Honigbienen (auch keine gehörnte Mauerbiene) im Umkreis stehen. Diese Anlage hat in diesem Jahr einen so hohen Fruchtansatz, dass eine Reduktion der Früchte um 60% notwendig ist.

                2+
              • Mark sagt

                Tolle Darstellung: Bienen und Pflanzenschutzmittel, Schlusssatz des Kapitels (S 34):
                „Immer wieder gibt es
                jedoch Konflikte zwischen Naturschützern
                und Chemiekon-zernen, inwiefern
                zugelassene Stoffe wirklich unbedenklich und
                ob Langzeitfolgen zu erwarten sind.“ Die Broschüre gibt keine Antwort darauf und hinterlässt den Leser im Ungewissen. Hier stellt die eine staatliche Institution (BLE-Medienservice) die andere (Pfl-sch-Zulassungsbehörden) unterschwellig in Frage. Mehr Verunsicherung kann man kaum erreichen. NABU und Konsorten sagen Danke!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich denke langsam, dass die agrarische Kommunikationswelt so vielfältig und undurchsichtig ist, wie das Angebot eines Discounters. Wer sich da zu welchen Themen überall tummelt ist einfach undurchschaubar. Man muss sich zu den offiziellen Medien noch die der Verbände und Vermarktungsorganisationen, der Lobbygruppen und Berufsständischen Vertretungen, regionale Medien und sogar der Kirchen etc. vorstellen…ein heilloses Durcheinander von Daten, Fakten und fakes.
                  Dieses Durcheinander wird dann geschickt von ganz bestimmten Gruppen genutzt und durch solche wirklichen Fehler der offiziellen Seite extrem mobilisiert.

                  2+
          • Reinhard Seevers sagt

            Lieber Herr Lenz, wenn ich die Seite mit EIP – Agro ansehe, dann wird mir mehr als deutlich, dass hier die alte Masche. Offizialberatung retten – Förderanträge stellen – Papier verbrauchen- Zeit vergeuden, aufrechterhalten werden soll. Was für ein Geschwurbel.
            Der Ursprung scheint ja in Schleswig-Holstein durch Herrn Helmuth initiiert worden zu sein. Evtl. sollten sich die Fachleute mit anderen Zentren verknüpfen (z.B. das TZEW) um wirklich schnell, kompetent und fachlich zum Ziel zu kommen. Aber das wird nicht geschehen, weil hier wieder Fördergelder winken, die mit Bürokratie verwaltet werden sollen….welch ein überflüssiges Verfahren.

            4+
          • firedragon sagt

            Guten Morgen Herr Lenz,

            Sie wissen, wie ich das mit dem „Hansel“ meine.
            Jemand (m/w/d), der Chef, Leiter, Vorgesetzter und dergleichen ist, nimmt Fehler seiner Angestellten, Mitarbeiter usw vor Kunden und, in dem Fall, der Öffentlichkeit auf seine Kappe.
            In wie weit dieser Jemand dann in seinem Laden „aufräumt“ (falls nötig), geht weder den Kunden, noch die Öffentlichkeit etwas an.

            Ihr Austausch-Angebot ist sehr freundlich. Bitte vergessen Sie nicht, der Großteil hier, hat einen Job zu erledigen, es könnte dauern, bis Sie Feedback bzgl der Broschüren erhalten.

            MfG

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      • Obstbäuerin sagt

        Das haut mich echt um. Kann es so einfach sein, falsche Inhalte werbewirksam und hoch angebunden in die Öffentlichkeit zu bringen? Wie soll da Vertrauen entstehen, gerade bei den umstrittenen Themen zwischen Landwirten und Umweltschützern?

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        • Karl Timme sagt

          Obstbäuerin,

          Ich wierder hole gern ein drittesmal mein Puzzel, diesmal aber nur die Passage Klöckner:

          „Es lebe die Biene Maja!!
          Frau Klöckner sollte sich nach neuen Referenten umsehen, nicht im Haus des BMU (von dort kennt Mann ja solche Darstellungen)!!“

          1+
      • Reinhard Seevers sagt

        https://www.ble.de/DE/BZL/bzl.html

        Interessant zu sehen, mit wie viel Worten man Unfähigkeit umschreiben kann….die Institution ist das Auffangbecken ehem. AID – Mitarabeiter. Dr. Dr. Dr…….wie weit sind die von der Realität wohl entfernt.
        Der ehem. Verein AID (e.V) , der wirklich gute Öffentlichkeitsarbeit vorwiegend für Schulen gemacht hat, ist nun abhängiger Teil politischer Agitation geworden. Externe Dienstleister veröffentlichen in mehreren unterschiedlichen kleinen Heftchen Halbwahrheiten und Lügen (Beispiele kann ich bei Bedarf liefern).

        1+
    • Thomas Apfel sagt

      Es ist diese Mischung aus der Überhöhung der Imker und der moralische Druck, kein Leugner des Bienen und Insektensterbens sein zu wollen, der die Landwirtschaftspolitik total den Ansinnen von BMU, UBA, NABU und BUND unterordnet. Es ist einfach nicht mehr opportun und kann politisch den Kopf kosten sich diesem Mainstream auch nur ansatzweise entgegenzustellen. Frau Klöckner will, glaube ich nur eins erreichen, heil und mit Möglichkeiten der weiteren politischen Karriere von dem Schleudersitz Landwirtschaftsministerium wieder herunterzukommen. Der Rest ist einfach handwerklich schlecht gemachtes Vorwort zu einem der vielen unsinnigen“ Tage des/der …..“ mit der untergeschobenen bekannten Überhöhung der Bedeutung der Bienen auf der einen Seite und der obligaten Schuldzuweisungen an die Bauern auf der andern Seite. Interessant sind die dauerinflationären Formulierungen „Die Landwirte müssen mitgenommen werden“.
      Nee, die müssen nicht mitgenommen werden, sondern fachlich auf Augenhöhe mitbestimmen.

      Wenn ich allerdings den Gestern vorgestellten „Niedersächsischen Weg“ in der Landwirtschaftspolitik sehe, haben die üblichen Verdächtigen, mit Einversändniserklärung der Kammer und des Landvolkes, ihre Forderungen zu 100 % durchgesetzt. Von flächendeckender Biodiversitäts- Beratung und 15 neu zu schaffende „Ökologische Stationen“ für Beratung und Kontrolle in den Gebieten, über Pflanzenschutzverbot (mit zu beantragender Ausnahmegenehmigung) selbst in vielen Landschaftsschutzgebieten bis zu Öko-Verpflichtung bei Neuverpachtung landeseigener Flächen und 10 – 15 % ÖVF ist alles drin. Na, da kann ich nur “ Herzlichen Glückwunsch“ sagen, tolle Steilvorlage für die anderen Bundesländer.

      2+
      • sonnenblume sagt

        Genau so sieht es aus. Anders kann man das Geschehen der letzten Monate wirklich nicht mehr beurteilen.

        1+
      • Mark sagt

        Der „Niedersächsische Weg“ ist ein 100% Abschrift des unsäglichen Eckpunktepapiers in Ba-Wü. In beiden Fällen waren die Bauernverbände involviert und haben meines Erachtens komplett versagt, da sie aus Angst vor einem erfolgreichen Volksbegehren die Hosen voll hatten. Weil der Berufstand beiden Fällen den kopmpletten Unsinn abgenickt hat, besteht keinen Chance mehr auf Abwenden oder Korrekturen. Im Grunde hat sich der Berufstand selbst Schach Matt gesetzt.

        4+
        • Reinhard Seevers sagt

          Der Niedersächsische Weg, Auszug: “

          8. Eine Beratung der Landwirte für einen verbesserten Biotop- und Artenschutz wird in Kooperation zwischen LWK, anderen Beratungsträgern und dem Naturschutz aufgebaut. Mögliche Kooperationspartner für die Implementation können Schutzstationen, die Landkreise oder auch der NLWKN sein. So ist es möglich, lokale Projekte gemeinsam mit den Landwirten zu erarbeiten und Strukturen zu gestalten. Ziel ist der Aufbau einer flächendeckenden Beratung bis 2025.

          14.Die Neuversiegelung von Flächen in Niedersachsen wird bis zum Jahr 2030 auf unter drei Hektar pro Tag und in den Folgejahren weiter auf Netto-Null bis spätestens zum Jahr 2050 reduziert.

          Schön, die Bürokratie hat ihren Arbeitsplatz sicher und sämtliche Bauvorhaben werden bis 2050 auf Null gefahren…..echt? Brüll!

          2+
      • sonnenblume sagt

        Die Kammern sind doch nur noch Erfüllungsgehilfen der Ministerien und die Verbände wollen bei den Kammern, zumindest ist es vor Ort so, nicht in Ungnade fallen. So jedenfalls unsere Erfahrung. Das Ergebnis sieht man. Es wird wohl in kaum einem Bundesland anders sein.

        1+
  6. Richter Christa sagt

    Und diese Infos von einer ehemaligen Weinkönigin. Na das ist ja mal eine Überraschung 🤦🏼‍♀️

    1+
  7. Karl Timme sagt

    Mein Puzzel von Gestern,

    Es lebe die Biene Maja!!
    Frau Klöckner sollte sich nach neuen Referenten umsehen, nicht im Haus des BMU (von dort kennt Mann ja solche Darstellungen)!!
    Es geht der Vorsitzenden vom Verband Deutscher Garten-Center um Marketing :>Die Biene ist ein Sympathieträger Da muss der Bauernverband in seinem Garten noch ein bisschen umbauen, damit wir da auch hin kommen Bieneninstitut Celle<
    Hier wird die Bedrohung der Biene nicht in der Form der Ldw gesehen, sondern in der unprofessionellen Haltung vieler Bienenvölker.

    Geschichtlich:
    Die Insekten sind älter als die ausgestorbenen Dinosaurier, manche Arten sind fast unverändert. Wer will uns glauben machen das diese widerstandsfähigen Lebewesen von uns ausgerottet werden könnten. Das halte ich für eine menschliche Überheblichkeit! Die Insekten sind und werden nicht von unserem Handeln abhängig. Sie haben kein Artensterben, die Menschen entdecken im Gegenteil immer neue Arten die bisher nicht bekannt waren, aber schon sehr alt sind.
    Wenn es den Menschen einmal nicht mehr geben wird, die Insekten werden überleben!

    6+
    • Ludger Theis sagt

      Das sie so einen offensichtlich erstunken und verlogenen Bericht so unreflektiert an die Medien weitergibt zeigt schon das sie ebend gar keine Kernkompetenz im Bereich Acker Garten Tiere also im Bereich Landwirtschaft hat und diese Unwissenheit sehr vehement medial ver breitet und somit ebend sich ihren Auftrag mehr oder weniger mit vorsatz verweigert.

      1+
    • Ein Privatier sagt

      Wenn der von Menschen verursachte Klimawandel nicht gestoppt wird, dann werden alle Menschen bald wie die Fliegen sterben.

      Bei den nächsten Wahlen geht es um die ganze Welt.
      Dank Angela werden die in Deutschland Lebenden die Klima-Avantgarde der gesamten Menschheit!

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  8. KJB sagt

    Stadtmensch: Bin seit über 40 Jahren Bauer. Wir haben nebenbei 116 große Bäume (Apfel, Birne, Wahlnuss, Kirsche, Renekloden, Mirabellen) und auch einige Sträucher (Quitten, Pfirsich, Haselnuss).

    Noch nie habe ich ein Fungizid oder Insektizid eingesetzt, jedoch beispielsweise Trichogramma (Schlupfwespen). Es gibt durchaus Sorten, die wenig anfällig sind. Beispielsweise meine Lieblingsäpfel Brettacher, Glockenapfel, Roter Boskop etc. Es gibt auch Süßkirschen-Sorten in denen man keine Maden findet.

    Klar gibt es (Schad)-Insekten und Schorf etc. im überschaubaren Umfang. Na und? Wem das nicht passt, der kann sich ja beim Discounter makellose Hochglanz-Bioware aus Asien oder Übersee holen.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wir hatten früher 3 Brettacher Bäume.

      Die hälfte wurde für den Eigenbedarf geerntet, die ander Hälftewurde zu Saft verarbeiten, die ging ohne Pflanzenschutz, Aufeinmal hat der Schorf so zugeschlagen, dass nicht einmal Blätter auf den Bäumen waren, ein Baum war ein Km entfernt.

      Erst mit Fungizidbehandlungen, konnte wieder geerntet werden.

      Es kommt auch auf das Klima an. Bauern mit Kirschbäumen, in 400 bis 500 Metern
      Höhe erklärten uns immer, das die kein Pflanzenschutz brauchen. Mit der Erwärmung wurden die eingeholt. Da in diesen steilen Lagen kein sinnvoller Pflanzenschutz möglich ist, wurde der Obstanbau weitgehendst eingestellt.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Das mit dem nicht gespritzten Obst geht sicher, gíng ja viele Jahrhunderte lang. Bei Ihnen ist das noch so wie es früher war, ein par große Bäume hinterm Haus, drunter Gras oder Gartenkulturen. Mal erntet man Obst, mal halt nichts oder wenig. Kein Geschäftsmodell für die Spezialisierung. Hans -Joachim Bannier in Bielefeld baut fast 1.000 Apfelsorten ohne Pflanzenschutz an. Zur Wahrheit gehört aber auch hier: Die Erträge liegen im langjährigen Mittel bei 5 – 6 t/ha zu 70 % in Verarbeitungsqualität. Davon kann Niemand leben und wir bräuchten in Deutschland für die Marktversorgung 200.000 ha, statt wie jetzt 33.000 ha. Also Fazit= wenig hilfreiches Geschwätz eines Selbstversorgers mit viel verfügbarer Fläche – nachhaltig geht anders.

      1+
  9. Ostendorf ( Am Ende mit nur einem "F" ) sagt

    Moin, hier ein anderer Blickwinkel.

    Es ist schon verwunderlich, im Zeitraum von 1818 bis 1974, somit im Zeitraum VOR der Markteinführung von Glyphosat sind laut der Roten Liste des BfN ( Bundesamt für Naturschutz ) insgesamt 38 Wildbienenarten ausgestorben.
    Aber nach der Markteinführung von Glyphosat bis Heute ist nur eine Wildbienenart ausgestorben,
    Wenn somit vor Glyphosat alle 4 Jahre eine Wildbienenart ausgestorben ist, aber danach nur eine Wildbienenart in 45 Jahren, verstehe ich nicht weshalb Glyphosat angeblich die Wildbienen gefährdet ?
    Das Statistische Ergebnis ist doch sonnenklar, Glyphosat verringert die Gefahr der Ausrottung von Wildbienen um 1122 %

    https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/roteliste/Dokumente/Rote_Liste_D.zip

    Achtung dieser Text kann Spuren von Sarkasmus enthalten

    6+
  10. Obstbäuerin sagt

    Inzwischen haben auch die Imkerverbände und deren Mitglieder erfahren, dass der Rückgang der Rapskultur, so wie es die Landwirte vorausgesagt haben, als die Beize mit Neonicotinoiden verboten wurde, ein zunehmendes Problem bei steigenden Völkerzahlen darstellt. Nichtsdestotrotz bleibt das Verbot von Pflanzenschutz und Glyphosat eine zentrale Forderung der Imker. Weil es aber von den Guten kommt, wird es nun netter umschrieben wie z.B. in der Petition BIENEN UND BAUERN RETTEN. Eine Größenordnung von 80% Abhängikeit der Landwirte von der Bienenbestäubung würde die Forderungen der Imker noch berechtigt erscheinen lassen – 7% jedoch nicht. Vielleicht schaffen wir es ja, endlich mal klar zustellen, dass Imker Tiere halten, genau wie Hühner, Schweine oder Rinder und sie das Produkt Honig, das ihnen die Biene liefert, vermarkten wollen. Der Unterschied zu anderen Tierhaltern ist der, dass sie nicht für das Futter ihrer Tiere selber sorgen, sondern das als gesellschaftliche Aufgabe, bzw. Aufgabe der Landwirte outgesourct haben. Ich bin der Meinung, dass es vollkommen falsch ist, wenn der Bauernverband hier den Bienenrettern zum Munde redet und mit immer größerem Entgegenkommen Schuld eingesteht, die gar nicht vorhanden ist.

    14+
    • firedragon sagt

      Obstbäuerin,
      ich untertscheide jetzt mal ganz klar zwischen Nutzbienen und wilden Bienenarten. Frau Klöckner vermischt das nämlich.
      Wir arbeiten mit einem Imker zusammen (hab ich schon geschrieben). Nach der letzten Rapsspritzung stellt er seine Bienen auf und er hat keine Probleme. Er profitiert von uns, indem er tonnenweise Honig erntet und wir haben Honig für umme, so viel wir essen können.
      Zu den wilden Verwandten. Wir haben Äcker, die je nach Kultur nicht so „erntekomfortabel“ sind. Da kommt dann was an Blühstreifen rein, wenn was vorbeifliegt, kann es sich bedienen. Es steht aber auch genügend anderes Zeugs rum und Hecken hat’s auch. Die wilden Arten finden genügend vor. Blühstreifen anzubieten ist okay – ich sehe es nur als Blödsinn an, wenn irgendwo in der Walachei, wo es eventuell keine Nist- und Übetwinterrungsmöglichkeiten gibt, Blühstreifen anzulegen, wenn bekannt ist, dass die Viecher nur um 300 Meter fliegen.
      Und noch was zum Video und der Aussage, es würde summen und brummen. Hinterrücks steht ein Bienenstock, stünde der bei mir im Wohnzimmer, summt’s und brummt’s da genauso.

      2+
      • Obstbäuerin sagt

        Ja firedragon, an der Basis läuft es oft friedlich. Wir haben auch gute Kontakte zu Imkern. Das ändert jedoch nichts an den Tatsachen, dass Imkerverbände gemeinsam mit Nabu und Co. gegen Landwirte Politik machen. Letztes schlechtes Beispiel der angeblich hochbelastete und medial verkippte Honig eines Brandenburger Imkers auf der whs Demo. Der hat den Landwirt jetzt verklagt. Was die Blühstreifen angeht, bin ich der Meinung, wenn der Boden so schlecht ist, dass eh nix wächst, kann man das machen. (Wir machen das ja auch.) Einen Anspruch darauf haben die Imker jedoch nicht.

        3+
    • Stadtmensch sagt

      Ja doch Obstbäuerin! Du hast dich auf Krieg gegen Imker eingeschossen. Gesten kurz vor sieben hatten die bei Dlf eine Sprecher von BASF im Interview (ein Grüner). Die sehen den Parameter Biodiversität nicht als Nettes Beiwerk für „Sekunderbedürfnisbefriediger“ (Touristen, neurotische Städter, u.a.), sondern als eine Art Feedback (Regelstrecke aus automatisierungstechnischer Sicht), um die Agrarchemie von unerwünschten Nebenwirkungen zu befreien. Und wenn es keine funktionierenden Ökosysteme mehr gibt, die mehr oder weniger an die Kulturlandschaft angepasst sind, kann man auch nichts mehr anpassen. Dann entwickelt man Mittel im Blindflug. Irgendwie waren die vor Jahren schon weiter als wir jetzt. Seite 13: http://www.bauerwilli.com/wp-content/uploads/2016/05/Weissensee_BASF-Biodiversit%C3%A4t-praxisnah-umgesetzt.pdf

      Außerdem: Schaut mal in „Das große Fressen“ (Kosmos Verlag) rein. Sowas kann man doch nicht einfach wegspritzen, nur weil der „Endverbraucher“ kein Fleckchen auf der Apfeloberfläche erträgt. Ok – den letzten Satz nehme ich zurück. Wir müssen es leider von diese Erde tilgen, dieses Leben. Wegen Wohlstand, bzw. erstklassiger Nahrungsmittelqualität.

      1+
      • Stadtmensch sagt

        Kleiner Nachtrag (sinngemäß aus o.g. Buch): wenn sich nicht genügend Blattläuse entwickeln können, hat man im nächsten Jahr auch keine Blattlausräuber. Wer legt eigentlich die Schadschwelle fest? Der Praktiker mit seiner mehr oder weniger vorhandenen Erfahrung oder Stichproben mit anerkannten Zählmethoden?

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        • Obstbäuerin sagt

          Wir haben einen Pflanzenschutzdienst, der uns da unterstützt. Ansonsten auch Erfahrung und zählen.

          3+
        • Ostbauer sagt

          Dafür gibt es zB in Brandenburg das staatliche Amt für Pflanzenschutz, die auf Referenzflächen und je nach Witterung genau zählen und eventuell auch Warnhinweise geben.
          Unterhalb der Schadschwelle zu spritzen ist ein Verstoß; kann ganz schön teuer werden.

          3+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Wenn sich nicht genügend Blattläuse entwickeln können, braucht es auch keine Nützlinge.

          Der Praktiker hat das Auge, ob die Läuse bekämpft werden müssen, da kommt weder der amtliche Pflanzenschutzberater, noch der private Berater auf den Hof.

          2+
          • Ostbauer sagt

            Ging ja auch nur um die Festlegung der Schadschwellen; gucken und zählen musste schon selber. 🙂

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          • Inga sagt

            Dafür braucht der Praktiker abe reinen gewissen Lehrgang mit viel Sachkunde, wo er einen bestimmten Schein für bekommt, damit er die PSM ausbringen darf!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Inga, zum Erwerb und Ausbringung mancher PSM braucht man den Sachkundeausweis.

              Diesen kann man durch einen Lehrgang, oder durch die Ausbildung erlangen.

              Weiterbildung ist erforderlich, die muss man unter behördlicher Aufsicht absolvieren.

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        • Jochen Böhrer sagt

          Bei virusübetragenden Blattläusen ist die schadschwelle wesentlich geringer, als Sue sich vorstellen können…

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      • Obstbäuerin sagt

        Das ist alles nicht falsch, Stadtmensch. Ich habe mich jedoch nicht auf Krieg mit den Imkern eingeschossen, sondern versuche mich nur dagegen zu wehren, dass sie mir durch ihre Politik die notwendigen Arbeitsmittel entziehen wollen. Wenn es diese Agrarchemie ohne unerwünschte Nebenwirkungen zum jetzigen Zeitpunkt gäbe, könnte man die Forderungen verstehen aber es gibt im Moment keine vernünftigen Alternativen. Vor allem nicht für Glyphosat. Und es geht auch nicht um den einen Fleck auf dem Apfel, sondern um einen Ertrag, der die hohen Kosten abdeckt. Wenn Du schon mal einen Apfelbestand mit hohem Schorfbefall gesehen hast, weißt Du, was ich meine. Frag den Ehemaligen, der weiß, wovon ich rede.

        1+
          • firedragon sagt

            Stadtmensch,
            ist doch super, wenn man weiß woran bei den einzelnen Nick’s ist – dann kannst Du ja demütigst Fragen an Ehemaliger Landwirt stellen.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Werter Herr Stadtmensch,
            sicherlich haben sie mitbekommen, dass meine Äpfel entweder an die Saftindustrie verkauft, oder zu Schnaps verarbeitet werden. Außerdem habe ich noch ein paar Bäumchen, für den eigenen Verzehr.
            Uns macht ein Schorffleckchen nichts aus, aber letztes Jahr habe ich den Schorf zu wenig bekämpft, was zur Folge hatte, dass ich bei 240 Bäumen kaum schorffreie Äpfel ernten konnte.

            Anders ausgedrückt, die Äpfel wären nicht als Tafelobst vermarktbar gewesen.

            Die Sorte Sirius, die galt als Schorfresistent bis letzes Jahr glaubte ich das auch. Revena, auch als Schorfresistent angepriesen, war auch nicht frei von Schorf.

            1+
  11. Ein Privatier sagt

    Das, was geschieht, geschieht mit und unter Merkel.
    Das Volk, der Souverän, hat sich abgewählt.

    1+
  12. Christian Bothe sagt

    Da hat aber die“Oberweisel“zum Weltbienentag wieder alle Register gezogen…Auf jeden Fall sehr unterhaltend und die Biene Maja hätt‘s gefreut.

    1+
    • firedragon sagt

      Es gibt eine Menge „interessanter“ Tage
      https://www.deutschland-feiert.de
      zu sehen unter – Liste aller Aktionstage-, die Erklärung, für was ein solcher Tag „dient“, kann da auch nachgelesen werden.
      Man stelle sich vor, jedes Ministerium würde sich zu den einzelnen Themen so ausführlich zu Wort melden…

      1+
  13. Christiane sagt

    Ich glaube, dass von anderer Hand bzw Kunst (zb Soundgarten)/ Politikern / Eliten dieses « Verschwinden » der Insekten gemacht wurde …
    Dazu haben die nicht das Recht! Auch wenn gedealte Pflanzen vlt. keine Insekten brauchen oder wie auch immer – viele denken jetzt ich bin verrückt aber gut – wir haben alles, dass is die Scheisse die sie sich umtransformieren lassen nicht wert …
    wir brauchen unser Leben für uns wie auch diese Individuen – gleiches is doch bei den Tieren – Nein zur Massentierhaltung wo das Tier was noch von seinem Leben hat und zu unnatürlichen Lebensbedingungen
    Sie haben selber ein Leben, das können sie ausquetschen Punkt

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Was für Pflanzen sollen gedealte Pflanzen sein?

      Irgendwie, verstehe ich nicht, was sie mit ihrer Post vermitteln wollen.

      6+
  14. Astorianer sagt

    Deutschlandweit immer mehr ausgewiesene Ausgleichsflächen, die mit Bäumen bepflanzt und mit Gras eingesät sind. Immer mehr Blühäcker und immer mehr Siedlungsflächen und für alles muss Ackerland herhalten. Wann frage ich mich hat dieser Wahnsinn ein Ende. Die Groko ist dabei mit hilfe der NGO,s die Landwirtschaft an die Wand zu fahren. Ein Nabu Mitglied hat mir einmal gesagt: Mann muss 1000 % Fordern um 100 % zu erreichen. So an Übertreibungen sehe ich auch den Beitrag von Julia Klöckner.

    6+
  15. Reinhard Seevers sagt

    Heute in der Regionalprawda, eine ganze Seite „Summende Städte“ (von Christina Marina)
    Stichwort „Biene“, Wichtigstes Nutztier hinter Schwein und Rind……

    …“ Astrid Zühl drückt sich drastischer aus: „Auf dem Land ist es inzwischen ziemlich gruselig.“ Außer Rapsfeldern gebe es für die Bienen fast keine Nahrung mehr. Nachdem sie Rapshonig geerntet hätten, müssten Land-Imker ihren Bienen deshalb schon das Futter für den Winter geben. Diesbezüglich hätten Stadt-Imker mehr Glück: „Bei uns blüht zu dieser Zeit noch die Linde.“…usw. usw…

    Der Kampf -Stadt versus Land- wird dadurch noch angeheizt….und die Wähler sitzen nunmal in den Städten.

    3+
  16. Mark sagt

    „120 Völker wurden als von Pestiziden vergiftet gemeldet“. Ist die Vergiftung durch Pestizide zweifelsfrei erwiesen? Falls ja, wäre es wichtig, die näheren Umstände dazu zu erfahren.
    PS: Meine Einschätzung zu Frau Klöckners „Fchkompetenz“ habe ich schon vor einiger Zeit hier mitgeteilt. Sie entspricht der Ihrigen.

    1+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Es kommt immer mal vor, dass Bienen vergiftet werden.
      Vor einigen Jahren gab es ein Bienensterben und die ganze Fachwelt stand vor einem Rätsel.
      Was war geschehen?

      Ein Mann erbte von einem Onkel einen Obstacker, ein Haus mit Inventar. Im Keller stand ein Behälter von früher mit einem PSM, das mit E anfängt.

      Offensichtlich war der Mann – von Beruf Schreiner – der Meinung, dieses Mittel in blühende Bäume spritzen zu müssen.

      Über das Medienecho brauche ich mich nicht einzulassen, der wahre Sachverhalt war dann kein Medienbericht mehr wert.

      2+
      • Inga sagt

        Und was hat das PSM „E“ mit den Obstbüten gemacht und wie wirkt es, weil die Bienen davon getötet wurden?

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        • Karl Timme sagt

          Inga,

          war auch ein beliebtes Mittel bei Selbstmördern und Mördern, als PSM sehr stark blau färbend.

          1+
  17. Paul sagt

    dass man biologische Wesen als „systemrelevant“ bezeichnet, will ich überhört haben 😱!! Hat die denn kein Respekt vor anderen Lebewesen 😳.

    Maschinen oder technische Dienstleistungen können eventuell “ systemrelevant“ sein, aber doch keine Lebewesen, die nichts von „unserem System“ ahnen..

    3+
    • Inga sagt

      aber wir nutzen Lebewesen in unserenSystem!
      also sind auch Systemrelevat, oder?

      Sonst bräuchten wir kein Maschinen, incl. Maschinenbau und -industrie!

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  18. Thomas Apfel sagt

    Es ist schon erschreckend, wie man förmlich die Angst der Politiker und Verbandsfunktionäre spürt, für irgendeinen falschen Zungenschlag medial verrissen zu werden. Erschreckend finde ich auch, dass Randolf Menzels „Forschungen“ zu Bienen und Neonic´s völlig unkritisch übernommen werden (wenn seine Ergebnisse und Methoden richtig wären, gäbe es binnen Tagen keine Bienen mehr!) Zur nächsten Saison steht z.B. Thiacloprid (Calypso/ Biscaya) nicht mehr zur Verfügung, für das es keine verfügbare Alternative gibt. Das Ganze trotzdem das Institut für Bienenschutz in Braunschweig diesen Wirkstoff als völlig ungefährlich für Honigbienen einstuft. Der ganze Bienenhype ist einfach aberwitzig. Wieso müssen jetzt alle Menschen Bienen füttern? Was genau tun Honigbienenhalter für die Biodiversität ?- Sie bringen lediglich EIN Nutztier in die Landschaft ein und erwarten, dass ALLE das Füttern übernehmen! Wieso muß das überreichliche Vorhandensein von Honigbienen durch öffentliche Fütterungen noch gefördert werde (es gibt sehr viel mehr Bienenvölker als die Statistik vermuten lässt, da insbesondere Hobbybienenhalter aus steuerlichen Gründen meist deutlich weniger Völker angeben) ?
    Der einzige brauchbare Beitrag war die Aussage des Wissenschaftlers zu Wildbienen „Wir wissen so gut wie nichts über Vorkommen und Populationsdynamik“
    Die Bauernverbände müssen endlich kritischer werden, von dem totgerittenen Pferd des angeblichen Bienensterbens abspringen und ihre Mitglieder vor diesen Schwachsinnsauswüchsen schützen. Biodiversität durch mehr Struktur in der Landschaft JA; Das Nutztier Hongbiene gehört aus diesem Kontext verbannt, sonst kann man zu keinen vernünftigen Lösungen mehr kommen. Ich habe dieses Honigbienengejammere SOWAS von SATT !!

    14+
    • Mark sagt

      @ TA
      Dem kann ich nur beipflichten. Dass Politkerinnen wie Klöckner dem NOG-induzierten Mainstream nachträllern kann ich ja noch verstehen. Die Rolle, die der Bauernverband einnimmt, ist schon schwerer verständlich. Auf der einen Seite fröhnt er der internantionalen Wettbewerbsfähigkeit und dem Weltmarkt, auf den anderen hängt er sich gerne das grüne Scheinheiligkeitsmäntelchen um. Das Gebaren im Zusammenhang mit den Volksbegehren in Ba-Wü und in NDS sprechen Bände. Weder die Öffentlichkeit noch die Bauern kann er damit wirklich überzeugen.

      1+
    • Karl Timme sagt

      Herr Apfel,

      im Beitrag zu Ihren Wildbienen sprach ich schon von Nutztierhaltung (Nutztierbiene) als abgrenzung zur Wildbiene. Die Nutzbiene sprich honigbiene ist aus der Wildbiene gezüchtet worden. Sie wurde Domestizitiert wie das Nutzpferd, Hausschwein, Milchkuh und Andere. Schon als Jäger und Sammler wuste mann um das süße Geheimnis der Honigsammler. Bis Ende des 19 zenten Jahrhunderts war der Honig der Süßstoff.
      Die Wikinger tranken Ihren Met, der aber schon viel älter war (auch im alten Ägypten kannte mann vergorenen Honig.
      So gesehen ist die Nutzbienenhaltung die älteste bekannte Massentierhaltung.
      Wird Sie jetzt nur wegen dem Lied von Karell Gott so verehrt oder liegt der Mythos woanders?
      Zahlreiche Flurnamen in den Gemarkungen zeugen von den vielen Plätzen auf denen die Bienenstände gestanden haben (Immetuun, Bienenzaun). Das war eine Allmende, daher rührt wohl auch das Recht der Immker auf kostenloses gutes Futter für Ihre
      Nutztierhaltung.

      2+
  19. Dr. Anton Kraus sagt

    Die Sprechzettel von Frau Kloeckner warm gespickt mit konstruierten Zahlen und Begriffen, wie sie seit Jahren von BUND und NaBu gebraucht werden, um in der Öffentlichkeit ein falsches Bild über die Bedeutung der Biene zu erzeugen und im Umkehrschritt vermeintliche Bedrohungen und Schädigungen durch die moderne Landwirtschaft als besonders verächtlich darzustellen. Dass eine Ministerin sich solcher “Informationen” bedient, disqualifiziert sie endgültig. Wir müssen Eindeutige Definitionen machen: was sind Nutzpflanzen, was sind Blütenpflanzen, was sind Nutzpflanzenkategorien, welche Bestaeubungsarten benötigen welche Pflanzenarten, welches Gewicht haben Nutzpflanzen für die Ernährung, für die Biodiversitaet und für das Leben für Mensch und Tier. Wenn man wie bei der Ministerin den Eindruck gewinnt, dass alles irgendwie mit Bienen zusammenhängen soll, ob es um Bienenbestaeubung, Insektenbestaeubung oder irgendwelche Bestaeubung an sich geht. Dieses Interview war eine der negativsten Offenbarungen ueber ihre Kompetenz. Wir müssen es auf den Punkt bringen: 1) nicht 80% der Nutzpflanzen hängen von Bienenbestaeubung ab, sondern mehr als 80% der Nutzpflanzen für die menschliche und tierische Ernährung hängen nicht von Bienen oder Insektenbestaeubung ab, 2) etwa 75% der Kalorien, die wir zum Leben täglich essen, kommen von nur 12 Pflanzenarten und 5 Tierarten und alles diese Nahrungsmittel brauchen keine Bienen oder Insekten um hohen Ertrag zu bilden, und 3) in Deutschland werden nur auf etwa 7% der LN Pflanzen angebaut, die wirklich Bienen oder Insekten zur Bestäubung brauchen. Und, wir sollten sagen, dass diese kandwirtschaftlichen Flaechen sowie Raps und Zwischenfruechte die Hauptnahrungsquelle für Bienen sind. Ohne die landwirtschaftlichen Flächen koennten bei uns nicht 1 Million Bienenvoelker ernährt werden. Und wir sollten mit Zahlen klarstellen, wo die echten Gefahren für das Bienensterben bei den 900.000 von ausgebildeten Imkern betreuten Völkern im Jahre 2019 herkam: 120 Völker wurden als von Pestiziden vergiftet gemeldet, aber 17% der gesamten Volker oder mehr als 150.000 Völker starben durch Varroa. Fakten statt Märchen!

    19+

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