Bauer Willi
Kommentare 62

Bauernproteste in Toulouse und Avignon am 16.01.2024

Zwei Videos mit Bauernprotesten. Ansehen, in voller Länge.

Erstaunlich, wie gelassen Bevölkerung und Ordnungsbehörden dieses Vorgehen dulden.

Mir persönlich geht diese Form des Protestes zu weit. Keine Ahnung, wer für die Kosten des Aufräumens aufkommt. Das zweite Video zeigt die Demonstration in Avignon.

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Hier die Demon in Avignon:

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Wer noch Zeit und Lust hat, sich einen interessanten Podcast anzuhören, in dem Markus Lanz gut und David Precht eher schlecht wegkommt, kann ab Minute 15 zuhören.

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62 Kommentare

  1. Ludwig sagt

    Das seit Anfang der 2000er Jahre hier die Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen ist doch jedem Bauern klar durch fehlnde Einnahmen und permanenten Einfluß der Politik .
    Dieselrückvergütung , LKW-Maut, CO2-Steuer und geringere Prämie aus Brüssel haben seit dem 1. Dezember zur bäuerlichen Explosion geführt. Das hat alle Bauern , die mal von ihren Höfen runter konnten mit den Schleppern zur DEmo gebracht und es wird weitergehen und dazu kommen jetzt alle Leistungsträger dieser Gesellschaft die auch von der Räuberbande in Berlin und Brüssel ausgepresst werden. Arbeitsplatzverluste, Betriebspleiten und -verlagerungen tun ihr übriges dazu um die Mitbürger auf die Straße zu bringen. Für uns ist das explodierende Faß aber noch nicht leer, sondern nachfolgende Punkte sind noch wegzudemonstrieren. Höhere Grundsteuern, Rote Gebiete, Tierwohlkosten,Enteignung des Vermögens und natürlich die getreidepreissenkenden Getreidemengen aus der Ukraine, um nur einiges zu nennen. Hierfür sind dezentrale Demos gut, um z.B. die LKWs und Züge aus der Ukraine den Grenzübertritt zu verweigern damit hier die Märkte nicht verfallen. Hierfür eignen sich die LKWs und Schlepper hervorragend, dazu noch die Zufahrten der Zentrallager versperren , denn die LEHs waren immer die besten Helfer der Regierung um unsere ldw. Preise niedrig zu halten. Jetzt heist es durchhalten und besonnen die DEMOS planen. Dann wird das ganze auch ein Erfolg. Wichtig dabei , nicht unsere Verbraucher zu lange im Stau stehen lassen und Rettungswege auf machen.

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  2. Sonja Dengler sagt

    Bauern kommen nicht zum Ziel, wenn sie ständig auf die Mainstream-Medien starren, in denen sie auf jeden Fall schlecht wegkommen – obwohl man wie ein Mantra vor sich herträgt, dass man sich distanziere von…. Mit dieser Distanzierung machen die Medien nur eines: sie erklären die Proteste für bösartig, im schlimmsten Fall für harmlos und sinnlos.
    Nein, wir müssen die anderen Medien stärken, die helfen und deren Stimme dadurch, dass wir sie anklicken, lauten machen. Z.B.: DEI WELTWOCHE, Tichys Einblick, Achse des Guten, Paz.de, Philosophie perennis, Epoch Times, um nur einige zu nennen. Dort lesen sich die Artikel ganz anders – und sie bauen auf und machen Mut. Nicht aufgeben. Das letzte Wort ist noch lange nicht gesprochen.

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    • Kleinbauernsohn sagt

      Dass sich die Artikel in diesen “Medien” anders lesen, könnte eventuell daran liegen, dass du da ausschließlich rechte Propagandaklatschblätter auflistest, die natürlich auf dem Rücken der Krise wieder ihre eigenen Narrativen pushen wollen. Warum sollte man solch einen Blödsinn also unterstützen?

      Solche Kommentare zeigen perfekt, wie verfahren die ganze Situation ist. Uns fällt jetzt massiv auf die Füße, dass breite Teile der Bevölkerung – sorry, ich kann es nicht anders sagen – dumm wie Brot sind.

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      • Limes sagt

        “sorry, ich kann es nicht anders sagen – dumm wie Brot sind.”
        @Kleinbauersohn Sollte ihre Namensgebung den Tatsachen entsprechen sollten sie wissen mit Brot macht man keine dummen Sprüche!
        Brot ist ein wertvolles Nahrungsmittel und wird in diversen Formen angeboten.
        Einfach mal die verschiedenen Brotformen anschauen, offen für verschiedene Inhalte sein, Ambiguitätstoleranz praktizieren dies ist echte gelebte Toleranz. Ist man offen für andere Meinungen kann ein Dialog entstehen dies führt evtl zu Veränderungen. So wie es angehen wird das jedoch nichts.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Auszug aus NZZ – Artikel:
          “Etwas leichter in der Berichterstattung als die Landwirte haben es die aktuellen «Demos gegen rechts», die sogar Bundeskanzler Olaf Scholz besuchte.”

          Das hat System und eine erzieherische Komponente. Niemand wird es wagen gegen diese “gute” Sache zu stellen….und dass auf der Trucker-Demo kein einziger verantwortlicher Politiker sich den Menschen zur Diskussion stellt, zeigt doch mehr als deutlich, welche Ziele diese Regierung verfolgt: Ablenkung von den eigenen Fehlern, Feigheit vor den Bürgern und gleichzeitig die Verunglimpfung des demokratisch gewählten politischen Gegners. Man hat das “Gute” auf seiner Seite, ist regierungstechnisch aber komplett unfähig. Wer DAS nicht bemerkt, der ist wirklich dumm.

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          • Eifelbauer sagt

            Was mir gerade sehr zu denken gibt: Warum gehen gerade jetzt Massen von Menschen auf die Strassen um gegen eine Gefahr zu demonstrieren, die von den Teilnehmern einer Veranstaltung ausgehen soll, die bereits mit der Wannseekonferenz verglichen wurde.
            Abgesehen davon,dass sich ein solcher Vergleich absolut verbietet, weil er eine ungeheuerliche
            Verniedlichung dieses absoluten Tiefpunktes deutscher Geschichte darstellt, frage ich mich,
            warum sich jetzt so viele engagieren gegen eine – momentan jedenfalls allenfalls hypothetische und herbeigeredete Bedrohung, während nach dem Massaker der Hamas
            an jüdischen Zivilisten und den darauffolgenden offen antisemitischen Aufmärschen, und
            Veranstaltungen an deutschen Hochschulen die Reaktionen darauf, was jedenfalls die Anzahl
            angeht, doch sehr überschaubar war!
            Das von Ihnen angedachte Ablenkungsmanöver ist daher nicht ganz von der Hand zu
            weisen Herr Seevers.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Merz hat eben bei Caren Mioska geunkt, dass die CDU – Werte nach den jetzigen Demonstrationen merklich steigen würden…..der ist wirklich naiv.😆

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  3. Arnold Krämer sagt

    Die Landwirte kommen mit ihren Argumenten in D nicht durch. Die Medienmacht ist einfach zu stark und politikbestimmend, weil viele dort nicht selbst denkend sondern nur noch aktivistisch unterwegs sind.
    Hier ein aktuelles Beispiel aus der FAZ:
    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-tierwohl-abgabe-braechte-die-transformation-der-landwirtschaft-voran-19460377.html (hinter der Bezahlschranke)

    In der Einleitung heißt es:
    “Die Abgabe für den Umbau der Tierhaltung könnte nun endlich kommen – die falschen Argumente gegen sie sind schon da. Dabei macht sie nur klar: Die Veränderung der Landwirtschaft betrifft uns alle”.

    ENDLICH – große Sehnsucht der Autorin!
    FALSCHE Argumente – die gibt es nicht! Es gibt nur solche , die man unterschiedlich gewichtet!
    Veränderung BETRIFFT uns alle – mal wieder der Betroffenheitskult, WIR!

    Es ist nicht gut bestellt um unser Land. Landwirtschaft und sonstige Realwirtschaft hat einfach durch die erheblichen Produktivitätssteigerungen in den letzten Jahrzehnten zuviele Menschen “freigesetzt” für fragwürdige Aktivitäten.

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    • Ertl Elisabeth sagt

      “Es ist nicht gut bestellt um unser Land. Landwirtschaft und sonstige Realwirtschaft hat einfach durch die erheblichen Produktivitätssteigerungen in den letzten Jahrzehnten zuviele Menschen “freigesetzt” für fragwürdige Aktivitäten.”
      In meiner Jugend haben wir noch auf den Feldern der befreundeten Biobauern händisch Ampfer gestochen. War eine gesellige Veranstaltung am Wochenende für eine Jause ein- bis zweimal im Jahr. Um das Jahr 2000 herum haben bei uns die Biobauern eine Förderung vorgeschlagen, die an die Zahl der Arbeitskräfte geknüpft ist. Das wurde abgelehnt. Dann hat der LEH durch Preiskampf die Industrialisierung auch der Biolandwirtschaft erzwungen. Und jetzt leiden ausgerechnet die Biobauern unter der Abschaffung des – klimaschädlichen – Agrardiesels, weil sie ohne Glyphosat mehrmals Pflügen und/oder grubbern müssen.
      Wo Balmann allerdings recht hat: Wenn die Gesellschaft mehr Biodiversität, Klimaschutz und Tierwohl will (und das wollen wirklich nicht nur ein paar Aktivisten, sondern die meisten Menschen in meinem Umfeld wollen das), muss man das akzeptieren, und es wäre viel klüger gewesen, rechtzeitig proaktiv praxistaugliche Vorschläge zu machen, als zu warten, bis einem praxisferne Praktiken aufgezwungen werden. Es gibt ja diese Vorzeigebetriebe, die beweisen, dass es geht, das kann man ja nicht vertuschen.
      https://steiermark.orf.at/v2/radio/stories/2808879/

      Unser Landwirtschaftsminister Molterer (1994 bis 2003) war schon während seiner Amtszeit, also vor mehr als 20 Jahren konfrontiert mit Forderungen nach Ökologisierung auch der konventionellen Landwirtschaft und mehr Tierwohl. Mit dem Hinweis auf die Preiskämpfe der Supermärkte hat er das als fromme Wünsche abgetan. So etwas wie eine Tierwohlabgabe hätte man in wohlhabenderen Zeiten viel einfacher durchsetzen können als jetzt, wo Menschen kämpfen, sich das Essen überhaupt leisten zu können.
      Dass es die ökologisch notwendigen Landschaftselemente und Blühstreifen und Hecken in vielen Gegenden Österreichs noch immer nicht gibt, daran hat auch schon Molterer Anteil, der immerhin fast 10 Jahre lang Minister war. Er hat entsprechende Kritik stets abgeschmettert mit dem Hinweis, dass ohnehin bereits 10% der österreichischen Betriebe Bio seien. Gerade in seiner Amtszeit ist die Zahl der Biobetriebe kaum gestiegen, nämlich um etwa 1000 auf insgesamt 20.000 Betriebe. Die Biobauern sahen sich als Aushängeschilde missbraucht und als Deckmantel dafür, wie viel in der konventionellen Landwirtschaft noch im Argen lag. Molterer hielt dagegen, dass es für Bio keinen ausreichenden Absatzmarkt gebe. Er hat aber auch nichts für einen Absatzmarkt getan. Die meisten Agenden hat er ausgesessen mit der Behauptung, das können nur die EU bestimmen.
      Der kritik an Nitrat im Grundwasser begegnete Molterer mit dem Hinweis, dass Österreich gerade mit der Gewässersanierung Gewaltiges geleistet habe, und hat auch nichts getan.

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      • Obstbäuerin sagt

        Frau Ertl, diese Vorzeigebetriebe gibt es auch in Deutschland. Z.B. der Bauer des Jahres 2023, der als Seiteneinsteiger (ehemaliger Banker) sicher finanziell unabhängig wirtschaften kann. Oder gestern Abend im RBB vorgestellt ein Bio-Direktvermarkter – Frau arbeitet im Hofladen – Mann im “Nebenerwerb” als Abgeordneter im Landtag. Wenn nur 10% der Bio-Getreideernte (2023) als Brotgetreide verwendet werden kann und der Ertrag insgesamt nur die Hälfte des Konventionellen Ertrages ausmacht, frage ich mich, wie damit die Versorgung gesichert werden soll. Wenn 90% der Ernte dann als Futtermittel zur Verfügung steht, müssen doch auch mehr Tiere gehalten und als Folge mehr Fleischprodukte gegessen werden. Jetzt fällt ihnen ihre eigene Strategie – alle sollen weniger Fleisch essen aber dann bitte nur Bio – auf die Füße. Viele essen jetzt weniger Fleisch aber wenn, dann aus der normalen Landwirtschaft.
        “Niedersachsen teilte im September 2023 mit, die für die Prämienzahlung angemeldeten Ökofläche sei in 31 von 37 niedersächsischen Landkreisen gegenüber August 2022 zum Teil deutlich zurückgegangen.” Wenn ich das richtig interpretiere gibt es dort einen rückläufigen Bio-Trend.

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        • Ertl Elisabeth sagt

          Ich rede ja nicht von Bio, die Borchert Kommission spricht auch nicht von 100% Bio, nicht einmal der Green Deal.
          Ich finde, eine Demokratie kann nichts Besseres hervorbringen als eine Zukunftskommission Landwirtschaft. Da saßen nur wenige Bauern drin, also soll der Rest sich jetzt an der Diskussion beteiligen, wie das finanziert werden soll. Und wenn die es nicht wissen, sollen sie ihre Ziele überdenken.

      • Andreas sagt

        Elisabeth: “Um das Jahr 2000 herum haben bei uns die Biobauern eine Förderung vorgeschlagen, die an die Zahl der Arbeitskräfte geknüpft ist.”

        Warst Du zufällig vor ca. 22 Jahren im Hefterhof, wo ich mein Konzept von der EU-Förderung nach dem Arbeitsbedarf eines Betriebes vorgestellt habe ?

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        • Arnold Krämer sagt

          Die Idee den bäuerlichen Familienbetrieb und seine Förderung über den Arbeitszeitbedarf zu definieren wurde schon Mitte der 1980er Jahre in Niedersachsen diskutiert, weil gewisse agrarstrukturelle Fehlentwicklungen in Weser- Ems erkennbar waren. Im Rest der westdeutschen Republik hat man das damals aber alles nicht verstanden, was ablief und wo es hinführte. Und dann kam die Wende. Da gab es plötzlich ganz andere Dimensionen und das Denken erweiterte sich bei den (westdeutschen) Bauern, leider nicht in der Politik, auch nicht in der Verbandspolitik. Wir hatten plötzlich nicht nur den Nord-Süd-Unterschied sondern im Osten eine dritte agrarische Grundstruktur. Man hat aber so getan, als wenn man mit der alten Agrarpolitik weiter machen könnte. Das Ergebnis (teilweise Elend) sehen wir jetzt.

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          • Andreas sagt

            Herr Krämer, ich hatte zum Vorschlag zur Förderung über den Arbeitszeitbedarf auch mehrere Gespräche mit dem damaligen EU-Agrarkommissar Franz Fischler.
            Unter anderen auch bei seinem Besuch auf meinen Betrieb am 14. 11. 2003.
            Franz Fischler hat mir bestättigt, dass eine Unstellung der Förderung möglich wäre. Leider wurde Sie von allen Bauernverbänden, auch sogar von der Bundes-AbL strikt abgelehnt.
            Die Berufsgenossenschaft (Unfallversicherung) hat dieses System bei ihrer Beitragsberechnung dann voll umgesetzt, mit der Folge, dass ein 20 Hektar Betrieb pro Hektar nun das 3 fache an Beitrag bezahlt als ein 200 Hektarbetrieb. 🙁

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        • Limes sagt

          eine Förderung nach der Anzahl der Arbeitskräfte auch in der Landwirtschaft ist unsinnig. Führt nicht zu einer Verbesserung der Lebens- und Umweltbedingungen und ist nicht finanzierbar bei steigenden Gehältern. Wer entscheidet wieviel Arbeitskräfte pro was (Kuh, Schwein, ha, kg Obst, dt Weizen, Bauernhof …) eingesetzt werden sollen. Bürgerräte, Expertenräte…. Der Gedanke ist schon gruselig.
          Solche Gdankenspiele erinnern irgendwie an Amish in USA die leben auch in ihrer eigenen Welt. Wer das bei uns machen möchte kann es gerne praktizieren soll aber nicht damit belästigen.

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          • Andreas sagt

            Limes@ es geht nicht um die Anzahl der Arbeitskräfte.
            Sondern um einen standartisierten Arbeitsbedarf.
            Prof. Bahrs hat dazu für die Berufsgenossenschaft ein Berechnungsmodell entwickelt, dass nur nach den Angaben aus dem Mehrfachantrag den Arbeitsbedarf pro Betrieb berechnet.
            Wenn du Bauer bist, berechnet die Unfallversicherung genau nach diesen Modell deinen Beitrag. Ist doch echt gruselig !!!

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            • Limes sagt

              @Andreas Berufsgenossenschaft ist kein passendes Modell und die Frage ist ist es noch zeitgemäss.
              Arbeitsbedarf auch standardisierter Arbeitsbedarf für Massnahmen in der Landwirtschaft auch anderswo einhaltet immer auch die Kosten der Arbeitskraft selbst bei der zunehmenden Büroarbeit. Umfang wird wohl von den verschiedenen Interessenskreisen unterschiedlich gesehen.
              Mal ein krasses Bsp Kartoffelkäfer Kontrolle. Da gibt es den Ansatz viele Menschen laufen über die Felder und suchen nach Käfern und Larven. Anderer Ansatz Einsatz PSM im Rahmen integrierter Pflanzenschutzmassnahmen. Sie sehen da ist eine grosse Spannbreite bei den Kosten. Nimmt man dann die Summe der Produktionsmassnahmen um eine Kartoffel zu erzeugen wird es noch unübersichtlicher. Ähnliche Spannbreiten gibt es in anderen Bereichen. Ist doch nicht sinnvoll aufwendige Massnahmen zu fördern die unsere Lebensmittel unnötig verteuern. Hinzu kommen dann noch die Aufwendungen für diverse “Experten” die solche Sätze berechnen sowie der Politik und der Verbände/Organisationen die diese mühsam ausverhandeln. Gruselig oder

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          • Lady sagt

            “eine Förderung nach der Anzahl der Arbeitskräfte auch in der Landwirtschaft ist unsinnig. ”

            Ja das sehe ich genauso. Zumal das im Widerspruch steht sowohl zu unserem Landwirtschaftsgesetz als auch zu den Römischen Verträgen . Ganz eindeutig war zunächst die Steigerung der Produktivität das Ziel und zugleich auch der Weg . Und da sind die Ergebnisse auch mehr als passabel! Und wie es hier bereits öfter stand: Jetzt ist die Landwirtschaft Opfer des eigenen Erfolgs. Und zu der nachlassenden Dynamik bei Prozess- und auch Produktinnovationen kommen on top Düngeverordnung, Stilllegungsverpflichtungen, Verringerung bzw. Verteufelung der Nutztierhaltung etc. Da muss jeder unternehmerisch denkende Mensch schlicht passen, das geht einfach nicht.

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            • Arnold Krämer sagt

              Man sollte mit dem Thema differenzierter und ehrlicher umgehen. Die Vorschläge zur degressiven Abschmelzung der GAP-Prämien insbesondere für die sehr großen flächenstarken Betriebe im Osten, vereinzelt auch im Westen, immer zurecht begründet mit den Kostendegressionsvorteilen dort, wurden immer abgeschmettert mit dem Hinweis auf die Fremd-Arbeitskräfte, die dort neben dem Familien-Unternehmer arbeiten.
              Das jetzige Fördermodell der EU ist im Kern eine Subvention des Faktors Boden. Die neuen ergänzenden Sonderelemente zur ökologischen Förderung sind nur ein Nachteilsausgleich. Gefördert wird der Eigentümer ggfls als Verpächter durch die Überwälzung der Zahlungen, die ja extrem transparent sind.
              Alle Subventionen des Staates sind mehr oder weniger, teilweise vollständig eingepreist sowohl bei den Produkt- wie auch bei den Faktormärkten. Es wird Zeit, dass die Landwirte und die Poltiker das erkennen und sich aus dem System verabschieden.

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            • Ertl Elisabeth sagt

              “Ganz eindeutig war zunächst die Steigerung der Produktivität das Ziel und zugleich auch der Weg .” ZUNÄCHST schon. Aber wenn man dann Arbeitskräfte nur noch aus Kostengründen freisetzt und für unsinnige Arbeit bezahlt, hilft das der Produktivität auch nicht mehr weiter.

      • Frank sagt

        “Schade, dass es die Tierwohlabgabe nicht längst gibt, die hätte ja in besseren Zeiten eingeführt werden können …” (sinngemäß)

        Das Ziel kann doch nicht sein, einer über Jahrzehnte und Parteien hinweg unfähigen Politik noch mehr finanzielle Verfügungsmasse zu verschaffen.

        Auf die gleichlaufende Idee, dass man in besseren Zeiten auch schon mal Subventionen hätte abbauen können, kommt man dann aber lieber nicht.

    • Ingrid Dannhorn sagt

      Landwirtschaft und sonstige Realwirtschaft hat einfach durch die
      erheblichen Produktivitätssteigerungen in den letzten Jahrzehnten
      zuviele Menschen “freigesetzt”
      für fragwürdige Aktivitäten.

      SUPER SATZ !!!!!!!!!

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      • Ertl Elisabeth sagt

        Mich fasziniert noch immer das Buch “Small is beautiful” von E. F. Schumacher.
        Der Autor hält fest, dass Maschinen dann gut sind, wenn sie eine sinnstiftende Arbeit erleichtern und deren Möglichkeiten erweitern.
        Aber sie dürfen nicht sinnstiftende menschliche Arbeit ersetzen. Letzteres tun sie aber seit den 1990er Jahren in zunehmendem Maß. Dafür versucht man, die freigesetzten Menschen mit fragwürdigen Aktivitäten bei Laune zu halten. Und weil die keinen Sinn ergeben, braucht man immer mehr Freizeit, um das Leben zu ertragen.
        Wenn es nach Prof. Balmann geht, sollen nun bis 2040 weitere 60% Vollblutbauern, die ihre Arbeit draußen grundsätzlich sehr gerne machen, freigesetzt und durch KI ersetzt werden. Weil sich ein wachsender Teil der Bevölkerung sonst das Essen nicht mehr leisten kann. Warum? Weil die, welche jetzt nach den freiwerdenden landwirtschaftlichen Böden gieren, ihnen das Geld weggenommen haben. Die KI ermöglicht es ihnen dann, der Bevölkerung noch mehr Geld wegzunehmen. Wo soll das enden?

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    • Eifelbauer sagt

      Arnold Krämer: “Die Landwirte kommen in D mit ihren Argumenten nicht durch”
      Ich glaube grade im Moment dreht sich was: Die Demonstrationen mit Menschen und Maschinen sind
      das Eine, die Tatsache, dass Menschen aus dem landwirtschaftlichen Umfeld es geschafft haben über
      hartnäckige Medienarbeit langsam auch in den urbanen Wahrnehmungsbereich vorzudringen ist aber
      etwas ganz anderes.
      Bemerkenswert ist, dass dies nachhaltig keiner der bäuerlichen Organisationen gelungen ist, die ja über Beiträge, die Sie von ihren Mitgliedern erhalten, mindestens eine gewisse finanzielle Grundlage für Ihre
      Arbeit hätten. An erster Stelle ist hier der Bauernverband zu nennen, der ja auch über ein flächendeckendes Organisationsnetz in ganz Deutschland verfügt.
      Ein Dr.Kremer-Schillings, alias Bauer Willi, ein Markus Wipperfürth, ein Christian Lohmeier bringen
      die Landwirtschaft und den ländlichen Raum insgesamt aus einer authentischen Perspektive zurück
      in das Bewusstsein des städtischen Volkes.
      Entscheidend ist hier m.E. unabhängig von den ganz unterschiedlichen Charakteren der Sachverstand:
      Zunehmend mehr begreifen die Leute,dass die hohlen Worthülsen und Phrasen die quer durch Politik
      und Journaille verbreitet werden eben nicht die Wirklichkeit abbilden,sondern vielfach die Bilder,die
      bestimmte Außenstehende auf uns haben oder erzeugen WOLLEN.

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  4. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Ein Zwischenruf randständig:

    …Es geht eine Träne auf Reisen!!!

    Honorarprofessor Klaus Josef Lutz hat mit sofortiger Wirkung sein Aufsichtsratsmandat bei der BayWa AG niedergelegt.

    Gestärkt: Vorständ Pöllinger bleibt…

    Was sagt Rukwied dazu!?

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  5. Andreas sagt

    Smarti ” Noch haben “unsere” Proteste eher Volksfestcharakter, so mit Lagerfeuer, Bratwurst, Kinderwagen und Musik.”
    Bei uns klatschen die Städter am Straßenrand dafür auch begeistert Beifall, wenn die Schlepperparade vorbei fährt.
    Bei dem Pflegepersonal hat das Klatschen der Bevölkerung auch dazu geführt, dass alle ohne Lohnerhöhung wieder mit großer Begeiterung bis zum Umfallen weitergearbeitet haben.

    Die Franzosen kann man nun wirklich nicht verstehen, die können mit ihren Traktoren das billige Heizöl fahren. Dank ihrer 56 Atomkraftwerke gibt es billigen Strom so viel sie wollen.
    Das wäre doch der Traum vieler protestierender Bauern bei uns, wenn eine neue Regierung aus CDU/CSU/AfD das in Deutschland auch erreichen könnte

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    • Marian E. Finger sagt

      Naja, sooo billig ist der Strom in Frankreich auch nicht mehr. Sowohl der AKW-Betreiber als auch die EDF haben Milliarden Verluste eingefahren und sind deshalb wieder vom Staat übernommen worden. Wenn ich es recht weiß, liegt der Preis derzeit bei 16 Cent/kWh.

      Die Bauern in Frankreich protestieren aus verschiedenen Gründen: gegen den Import von Fleisch, gegen die Agrarpolitik der EU, gegen die Wasserpolitik, gegen die permanente Bevormundung. Wenn ich es recht verstanden habe, will Frankreich das Glyphosatverbot und die Halbierung der Pestizide durchsetzen, auch wenn die EU da einen Rückzieher gemacht hat.

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      • Limes sagt

        16 Cent/kWh wie in Frankreich davon kann man hier in D nur träumen wir liegen bei ca 40 Cent/kWh

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  6. Stef sagt

    Franzosen und ihre Protestkultur, ein Klassiker:

    https://www.youtube.com/shorts/OVCmF_EeLEQ

    Arbeite viel in Frankreich, da gibt es schon auch heftige Kritik an den Landwirten und ihren Protesten. Allerdings geht das halt in der allgemeinen Protestkultur etwas unter. Es gibt ja ständig heftigere Proteste von allen möglichen Gruppen. Und so, wie es bei uns eine Berliner Blase gibt, so gibt es die noch viel schlimmer in Paris. Allerdings ist halt die Wertschätzung für gutes Essen allgemein größer. Ein großer französischer Gemüseanbauer hat mir das mal so gesagt, Euch Deutschen reicht es, wenn ein Biolabel drauf klebt, in Frankreich muss es schmecken (und auch einen gewissen Ruf haben).

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  7. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Protest muss provozieren. Wolfgang Herles beschreibt das hier mal:

    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/herles-faellt-auf/mehr-anarchie-na-endlich/

    Jetzt im nachhinein geht es in den Berichterstattungen immer noch sehr viel über die Art des Protestes, friedlich, keine Rechten, usw. Das haben die Verbände und auch die Landwirte selbst ausgelöst durch das Übermaß an Abgrenzung, schlussendlich wie an der Fähre sogar ohne jeden Grund. Das eigentliche Problem ist und bleibt die beabsichtigte Transformation des gesellschaftlichen Lebens unter Zuhilfenahme der politischen Maßnahmen die dann letztlich zu den Zuständen führen die wir jetzt haben. Deswegen basieren die Demos auch auf Agrardiesel, weil die Verbände die anderen Dinge zur Beglückung der Menschheit mittragen.
    Es ist doch interessant das der neue argentinische Präsident Javier Milei erstens per Linienflug nach Davos zum WEF reist (was nach seinen Angaben Massen Geld spart; wie sind die Deutschen dahingekommen?) und sich dann mutig hinstellt und die Forderungen des WEF, Agenda 2030, Sozialisierung, usw. in Frage stellt und ablehnt.
    Aussage von ihm:
    „Wir sind hier, um die Länder des Westens einzuladen, auf den Weg der Freiheit zurückzukehren. Lassen Sie sich nicht von der politischen Kaste und den Parasiten einschüchtern, die auf Kosten des Staates leben.“
    Die Tagesschau hat übrigens nicht berichtet!

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  8. Limes sagt

    “Erstaunlich, wie gelassen Bevölkerung und Ordnungsbehörden dieses Vorgehen dulden.”
    Jedes Land und jedes Milieu hat seine eigenen Rituale und Formen des Protestes. Einige Bilder erinnern an Kreuzberger oder Kiez Nächte in anderen Städten z.B Hamburg oder Leipzig mit dem Unterschied die Bilder in Frankreich zeigen ein kontrolliertes Feuer welches offensichtlich von relaxten Zuschauern überwacht wird die nicht feige weglaufen. Mist abkippen hat in Frankreich eine lange Tradition. Die Deutschen machen das ordentlicher die stellen eine Strohballenparade in Berlin z.B vor dem Reichstag zusammen. Wer das wegräumt und ob das Stroh anschliessend verbrannt wird kann ich nicht sagen. Gehe davon aus die Entsorgung wird sicher ordentlich durchgeführt und dokumentiert. Auf jeden Fall wurde der französische Mist im Sinne von Tierwohl vorher sinnvoll als Einstreu genutzt.
    “Keine Ahnung, wer für die Kosten des Aufräumens aufkommt.”
    Gute Frage. Die stelle ich mir auch immer wieder in anderem Zusammenhang z.B wenn ich durch Sprayer Cities wie Hamburg oder Berlin aber auch andere Städte fahre. Da sind Sprayer – Schmierfinken communities offensichtlich ganzjährig aktiv. Wer zahlt für das Entfernen dieser hirnlosen Verschmutzungen? Wohl die Allgemeinheit, Hausbesitzer….?

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  9. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Gewalt war und ist für mich noch nie ein probates Mittel gewesen, um die richtigen Gedankenanstöße in Gange setzen zu wollen; weit eher blockiert diese in schnell aus dem Ruder laufenden Exzessen, kaum mehr zu kontrollierenden Auswüchsen, wo hernach in nicht verwunderbarer Folgeerscheinung die falschen Parteiprogramme medial in Szene treten.

    Die weitgehend geordneten, sich an geltendem demokratischem Recht orientierenden Bauernproteste hierzulande kommen da weit eher meinem persönlichen Gutdünken nach.

    Obgeich ich mich selbst für den stillen, dabei aber medial auch in großer Reichweite stattfindenden Protest entschieden habe. – Hat nicht wenig Nerven gekostet, die größte Blockade übte hier irrwitzigerweise die Jounaille selbst aus: Man überließ der Bauernhasserfraktion zu Hunderten, bei manchen Artikeln zusogar zu Tausenden hauseigen die absolute Deutungshoheit (Stichwort „Netti”quette – welche Netiquette!?) Jeder(!) Bauernkommentar wurde unter den fadenscheinigsten Argumenten sofort gelöscht, man verlieh schlichtweg dem gemeinen Bauern KEINE STIMME!

    ZENSUR – lupenreine ZENSUR!!!

    Welche Rückschlüsse lässt aber genau letzteres auf eine heute (noch) funktionierende freiheitliche Demokratie zu!? – Für mich erheblich irrlichterne fatale Signalsetzungen, die gerade jene zu beflügeln wissen, die vielleicht bis dahin noch unsicher waren, ob sie aus Protest der AfD die eigene Stimme verleihen möchten.

    An die breite Front der Bauerngegner-Journalisten:

    Damit haben SIE(!!!) höchst persönlich unserem noch friedliebenden Deutschland wahrhaftig einen Bärendienst erwiesen. – DARÜBER, genau DARÜBER, sollten Sie alle einmal weit reflektierter nachdenken wollen. – Die ideologisch verbrämte journalistische Weisheit ist keine Lösung!!!

    Cogito ergo sum

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    • Smarti sagt

      Kleberchen machen mit einem Logo und Sprüchen drauf ? Und das dann als Aktion beim LEH bewerben ? Nicht für Ampelmänner und Hampelwähler geeignet, da von unseren Bauern produziert… oder so ähnlich.
      Man könnte das als Diskussion beim Milchtag anregen – aber sehr wahrscheinlich “muss” ein Lebensmittelhersteller unpolitisch bleiben. Obwohl, wenn es ja seine Lieferanten direkt betrifft ?

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  10. Smarti sagt

    Das hat mit Dialog nichts mehr zu tun, sondern ist “nur” noch Frustabbau. Es ist nur mein Gefühl/ meine Blase ! – aber von Freunden höre ich, dass das Stadt-Land-Gefälle noch viel grösser ist als hier bei uns in Deutschland. Genau genommen kenne ich nur drei Familien näher.
    Deren Kinder gehen früher in die Schule als hier, sind den ganzen Tag dort und wer danach nicht viele Jahre studiert ist “ein dummter Tölpel” – und genaus so benehmen sich auch einige “feine” Jugendliche, die ich persönlich kenne. Ihr Bett selber beziehen ?! :). Aber über andere ablästern.
    “Richtig” arbeiten ist da nicht, dann lieber nach der Schule jahrelang arbeitslos, sie finden das normal – machen ja alle ihre Freunde so. Die wollen nur noch weg, machen aber selber kaum etwas dafür ausser motzen.
    Die Väter arbeiten viel und schwer im grossen Schlachthof des Onkels, andere Arbeitsplätze gibt es nicht dort wo sie wohnen. Sie würden lieber etwas anderes arbeiten und deshalb sind sie recht unzufrieden mit ihrem Leben, ich kann es verstehen.
    Genau deshalb ist es so unglaublich wichtig und richtig, dass jetzt die Handwerker und einfach alle, zusammenhalten und dafür sorgen, dass es bei uns nicht so weit kommt. Noch gibt es genaue Anweisungen für die Protestierenden, Treffpunkte, wo die Polizei die Kolonne begleitet… und dass Traktoren, die einzeln fahren sich nicht zu Gruppen formieren sollen. Also Alles, um nicht negativ aufzufallen. Noch haben “unsere” Proteste eher Volksfestcharakter, so mit Lagerfeuer, Bratwurst, Kinderwagen und Musik..
    Wenn sich aber so fast gar nichts ändert,-eben das gefühlte Stadt-Land oder wir malochen für Euch, es bleibt aber nichts hängen- dann wird sich auch das Klima hier verändern. Dass die Landwirte dann eine arme Treppe quälen glaube ich nicht – eher umstellen sie mal ein paar Tage eine Stadt – zusammen mit den Handwerkerbussen und den Lastwagen ist das nicht so schwer.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      …vielleicht ist auch einmal zu prüfen, ob man über eine zeitweise Unterbrechung der Lieferkette nachdenken darf. Neben den Bauern ist ja auch die Transportlogistik negativ tangiert.

      Einfach mal den Futterkorb höher hängen, wenn man die Leistung der Bauern nicht mehr zu würdigen weiß.

      Habe gerade über den Äther einem Lebensmittelhändler gelauscht, einem “engelsgleichen” Managertyp, der mit für meine Begriffe hängenden Flügelchen seine reinen, gaaaar nicht klebrigen Fingerchen in Szene zu setzen wusste – meinte er zumindest. – Das Frühstücksbrötchen ist mir da förmlichst im Halse steckengeblieben…

      Gut dass es kein Bildradio gibt, so konnte keiner einen Blick auf sein vor lauter Lügen puterrotes Gesicht erhaschen…

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      • Smarti sagt

        Wurzelwicht, ab Montag immer Punkt Zwölf sollen alle Handwerker, Lastwagen, Autofahrer stehen bleiben. Für fünf Minuten, egal wo auf der Strasse man gerade ist.
        Das ist doch ein Anfang, es muss aber richtig die Runde machen, dass es alle wissen, verstehen und mit machen. Fünf Minuten ist der Anfang.

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  11. Thomas Bröcker sagt

    Eigentlich kann man sich das Gelaber von Precht und Lanz nicht antun … zu viel überflüssiger Füllstoff, zu viel Redundanz … aber in einem Punkt haben sie recht:
    Wenn Özdemir “ja dagegen war”, soll er jetzt nicht labern und lamentieren sondern zurücktreten. Das wäre die Konsequenz, wenn er als Minister davon überzeugt wäre, dass das Beschlossene falsch ist. Als Beispiel zitieren si den Rücktritt von Leuthäuser-Schnarrenberger in Zusammenhang mit dem großen Lauschangriff.

    Von Özdemir hat man seltsamerweise vor diesen Beschlüssen nichts davon gehört, dass er irgendwo gegen wäre. Eigentlich war der doch wochenlang in der Versenkung verschwunden, dass man sich schon gefragt hat ob ihm denn etwas zugestoßen ist.
    Mir wird jedenfalls schlecht bei dem wichtigtuerischen Duktus dieses Selbstdarstellers.
    Aber er ist lt. Umfragen angeblich der fünftbeliebteste Politiker.

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      • Smarti sagt

        Oh, das ist aber deutlich. Warum gibt es eigentlich noch Abstimmungen, wenn sowiso alle in einer Partei einer Meinung ( die von wem eigentlich ) sind ? Diskutieren die eigentlich noch miteinander? War jetzt eher eine rhetorische Frage.

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      • Betty sagt

        Danke für den link. Oben neben “Abstimmung” kann wird Einblick in die “Debatte” gewährt. Hat das jemand gelesen?
        Özdemir mit seinen “nur wenige Cent pro Kilo mehr” hört sich jedenfalls an wie Parteikollege Trittin mit der Kugel Eis vor Jahren, die sich inzwischen zu einer Lawine ausgewachsen hat – Ende immer noch nicht absehbar.
        Seltsam, wie dort mit Schlagworten umeinand geworfen wird, ohne dass sie in die Tiefe eröffnen, was sie wirklich mit uns und dem Land vorhaben – und wie sie das konkret angehen werden.

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  12. Georg sagt

    Da wär in D längst die Schlägerbrigarde da…. man muss Ihnen klar machen dass Sie von uns nicht mehr gewählt werden. Bauern, Handwerker, Spediteure….

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  13. Werner Locher sagt

    Wie heftig muss/darf ein Bauernprotest sein, damit die Regierung zuhört und auf die Anliegen eingeht? Wenn Bauern protestieren ist es immer eine Gratwanderung, Man will ja nicht die Medien gegen sich haben…….

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    • Frikadellen piet 45 sagt

      guten Morgen dann bin ich sehr gespannt auf die Videos dich nachher schauen und anscheinend ist das so wie beim Fußball da sind die Fans in Deutschland auch ruhiger als im Ausland

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      • Thomas Bröcker sagt

        Apropos Video: gestern gab es bei der Böll-Stiftung der Grünen im Umfeld der Grünen Woche eine Podiumsdiskussion (von 10.00 – 12.00. ) mit Häusling und Konsorten zum Thema
        “Pflanzenschutz oder UmweltSCHMUTZ ?”

        Wenn man den Livestream anklickt kommt ein Youtube – Video mit Sahra Wagenknecht “Wie die Verbotsdiskussionen der AFD nützen”

        Das finde ich an sich je sehr lustig, dass bei einem Video ausgerechnet der Böll Stiftung Sahra Wagenknecht aufploppt. Mich hätte diese Diskussion zum Pflanzenschutz aber mehr interessiert. Hat Jemand den Livestream dazu gefunden ?

      • Frikadellen piet 45 sagt

        moin ich habe mir jetzt die Videos angeschaut und glaube wirklich dass wir viel zu ruhig sind vielleicht sollten wir mal richtig Rabatz machen Christian Lohmeyer wäre da vielleicht ein guter Ansprechpartner

    • Reinhard Seevers sagt

      So sieht’s aus….der Bauer bleibt in einer Zwickmühle. Ähnlich wird es bei der Deutung der ZKL – Ziele, wenn man im Grunde nun laut ruft: “Wir würden ja gerne, aber ihr bezahlt ja nicht!”
      Dabei ist man sich doch gar nicht einig in den Zielen der ZKL und lehnt den Inhalt eigentlich ab
      Wie will man das kommunizieren, falls man in die Situation der Zustimmung kommt?
      Das ewige Dilemma wird bleiben, weil KEINER eine wirkliche Lösung zum Durchschlagen des Gordischen Knotens hat.
      Auch der Widerspruch von auskömmlichen Erzeugerpreisen bei gleichzeitiger Sicherung bezahlbaren Lebensmitteln für die Bürger ist nicht auflösbar, ohne die Zerschlagung des LEHs.
      Tierwohlabgabe ist das nächste…..alle wollen es, keiner wird bezahlen und dennoch steht es auf der gesellschaftlichen Agenda. Kein Land in Sicht

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    • Thomas Bröcker sagt

      Na ja, in Deutschland vermischen sich Mentalität und Angst vor den Folgen im Sinne von Erich Mühsams “Revoluzzer”

      “es war einmal ein Revoluzzer
      im Zivilstand Lampenputzer
      …..

      dann ist er zu Haus geblieben
      und hat dazu ein Buch geschrieben
      Nämlich, wie man revoluzzt
      und dabei doch Lampen putzt!

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        Cem hat solch eine zuversichtliche Tonlage,er stellt einen Sachverhalt da,aber sagt nichts verbindliches aus.

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    • Inga sagt

      genau richtig,

      aber wer hört schon hierzulande auf Bauern,
      Da müssen schon andere Berufsgruppen
      wie die Selbständige Handwerker u.ä.mithelfen.

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    • Betty sagt

      Herr Locher – wenn man den Protest der Trucker in Kanada betrachtet wurde der von der Regierung auch ausgehebelt. Die niederländischen Bauern haben es wohl geschafft, eine eigene Partei aufzustellen und damit nicht wenige Stimmen gewinnen können. Ob es politisch zum Wohle der Landwirte auf Dauer nutzen wird oder ob das dann auch wieder durch die Krake übernommen werden kann – das muss man abwarten.
      Aber hie wie da: kriegen wir wirklich mit, wie es da nach Protesten und Wahlen weiter läuft? Und wäre eine bessere Vernetzung bzw. noch mehr gemeinsame Vorgehensweise nicht angebracht?

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