Alois
Kommentare 52

Hört auf zu jammern! Angelt lieber!

Folgenden Appell hat Thies geschrieben. Er ist Landwirtssohn aus Nordniedersachsen, hat aber das Pech gehabt, dass sich sein Bruder bei der Geburt vorgedrängelt hat. 🙂 So hat er  Landwirtschaft studiert und hat derzeit eine Trainee-Stelle. Am vergangenen Donnerstag hat er seinen 26. Geburtstag gefeiert. Nachträglich noch herzlichen Glückwunsch. Auch zu diesem aufmunternden Brief.

Die jetzige Situation ist für einige Betriebe existenzgefährdend. Das Problem ist allerdings, dass schon seit Jahrzehnten unsere Botschaft an die Gesellschaft war, dass es gerade sehr schlecht ist. Wie glaubhaft klingt es dann zu sagen: „Jetzt geht es uns aber tatsächlich richtig schlecht.“ Der Verbraucher soll das erfahren, aber er will es gar nicht wissen. Nur weil ein Kind Spinat essen muss, ändert das nichts daran, dass es aber keinen Spinat essen will. Zu sagen, wie schlecht es einem geht ist keine Öffentlichkeitsarbeit und erst recht kein Marketing. Würdet ihr bei einem Landhändler einkaufen, der dauernd bettelt: „Kaufe bitte zu einem höheren Preis bei mir, weil es mir wirtschaftlich so schlecht geht?“ Da rechnet man doch eher mit der baldigen Insolvenz und schaut sich nach anderen um.

Natürlich jammere ich auch gerne über die jetzige Situation und die Diffamierung durch bestimmte Gruppen. Das ist menschlich und das muss sein, weil man ansonsten irgendwann platzt. Aber bedenkt, dass das Jammern nur bei einem Menschen das Bewusstsein verändert… und dieser Mensch bist du selbst. Du jammerst, weil du ein Ventil für den Frust brauchst und die Umstände als unfair empfindest. Aber ändert das etwas an den Umständen? Jammern ist wie Petzen in der Schule. Die Bürgerinitiativen und Agrar-Kritiker schießen mit Papierkugeln auf uns und wir weisen sofort den Lehrer darauf hin. Ihr wisst, wie beliebt Petzen sind?

Transparenz: ja, die ist wichtig. Euren Betriebsspiegel mit Hektar, Eigenlandanteil und GV interessieren vielleicht eure Kollegen, aber den Verbraucher müsst ihr anders ansprechen. Wenn ihr einen Engländer vor euch habt, der kein Deutsch versteht, sprecht ihr doch auch auf Englisch. Wenn ihr trotzdem Deutsch redet, nur weil ihr Deutsche seid, wird er euch nicht verstehen. Deshalb sprecht mit dem Verbraucher „verbraucherisch“. Fachbegriffe zeigen zwar, dass ihr die Experten seid, aber der Verbraucher versteht nicht, von welchem Thema ihr überhaupt redet. Es ist egal, ob ihr 50, 500 oder 5000 Schweine haltet. Sagt einfach, ihr haltet Schweine und ihr liebt die Viecher mit ihren Steckdosen. Und mit der Angabe „100 Hektar“ kann der Laie auch nichts anfangen. Vorgestern habe ich dazu einen super Satz gehört: Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Und ihr wollt die Gesellschaft angeln.

Die Leute in der Stadt haben großes Interesse an eurer Arbeit. Häufig wird die Romantisierung der Landwirtschaft verteufelt. Aber dieser Trend zeigt doch eins: Die Stadtbevölkerung hat Sehnsucht nach Landleben und wäre gerne an eurer Stelle. Die sind neidisch auf euch! Und Neid ist die beste Bestätigung dafür, dass ihr den besten Job der Welt habt und den super macht. Und gerade dieser Kontrast zwischen schönem Garten mit kleinen Blumenbeeten und einem modernem Betrieb und innovativer Technik ist ein riesiger Bonus. Kontraste fallen auf. Da rechnet niemand mit. Von einem Marketingfachmann habe ich den Satz zu hören bekommen: „Auffallen oder untergehen.“ Einen Artikel, in dem das drin steht, was man erwartet, braucht man nicht mehr lesen. Erzeugt er durch vermeintliche Unstimmigkeiten Aufmerksamkeit, wird er gelesen.

Ruft euren Lokalredakteur der regionalen Presse an und sagt, ihr wollt einen ganzseitigen Bericht über euren Hof. Ihr baut gerade keinen Stall und ihr habt nichts aktuelles vorzustellen? Doch! Ihr habt euch selbst und euren Betrieb, der einzigartig ist. Von den hunderttausenden von Höfen in Deutschland ist kein Betrieb wie eurer. Und auf dem Rest der Welt gibt es auch keinen. Ihr und euer Betrieb seid Unikate. Ihr verkauft euren Betrieb wie ein einzigartiges Kunstwerk, das ihr zusammen mit eurer Familie gemalt habt. Und dieses Kunstwerk wird nie fertig sein, weil jede Generation wieder ihre eigenen Pinselstriche hinzufügt. Also ist es auch für immer interessant für jedermann zu wissen, was bei euch passiert. Zeigt´s ihnen. Das Ganze kostet Zeit und Geld und man kann nicht sehen, welchen Nutzen das am Ende in harten Euros hat. Viele Marketing- und PR-Beauftragte jammern, weil ihnen die Finanzabteilung dauernd im Nacken sitzt und sie ihre Stelle rechtfertigen müssen. Aber ich kann euch genau sagen, wieviel Geld gute Öffentlichkeitsarbeit bringt: Es ist exakt der Wert der gesamten landwirtschaftlichen Einnahmen eures Betriebes!

Sind die Bürger in der Gemeinde informiert, entstehen keine diffusen Ängste und jeder Bürgerinitiative wird der Wind aus den Segeln genommen. Macht ihr das nicht und euer Stallneubau wird verhindert, entwickelt der Betrieb sich nicht weiter und eure Generation war die Letzte, die den Hof bewirtschaftet hat. Dann ist der Laden dicht und es kommen gar keine landwirtschaftlichen Einnahmen mehr rein. Wer eine Diskussion eröffnet, hat sie eigentlich schon gewonnen. Manche haben Angst davor schlafende Hunde zu wecken. Aber ein ausgeschlafener Hund beißt kräftiger zu. Redet über euren Betrieb, bevor andere es tun. Öffentlichkeitsarbeit ist für eure Produktion ebenso wichtig wie Diesel im Tank und Futter im Trog. Es gibt in der Branche schon sehr gute Vorbilder. Direktvermarktungsbetriebe machen mit der Werbung für ihre Produkte gleichzeitig Öffentlichkeitsarbeit. Großes Lob hier an die Winzer, Obst-, Spargel-, Weihnachtsbaum-, Erdbeer-, Gemüsebauern, die Ferienhöfe usw. Auf der Grünen Woche habe ich viele Frauen und Männer aus der Landwirtschaft getroffen und dachte: „Oh Junge, so wäre ich auch gerne.“

Kommuniziert selbstbewusst auf „verbraucherisch“. Zeigt was auf euren Höfen klasse läuft. Was nicht so klasse läuft, gehört in die Betriebszweigauswertung. Die würde man ja auch nicht veröffentlichen. Hier mal zum Abschluss ein Grundschema: „Ich bin ein Super-Typ und habe gerade einen Spitzen-Text geschrieben“.

Nehmt den richtigen Köder und dann Petri heil!

Euer Thies

 

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52 Kommentare

  1. Thies sagt

    Natürlich führt erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit nicht 1:1 zu einem steigenden Absatz. Der Eindruck, dass wir von der Gesellschaft immer nur negativ gesehen werden, ist falsch. Die meisten Menschen sind neutral bzw. befassen sich noch nicht mit dem Thema. Das Gefühl, dass 95 % der Gesellschaft unsere Arbeit kritisieren, ist ein akustischer Trugschluss. Das sind 5 %, die so laut schreien, dass wir sie für 95 % halten. Der Rest ist in Wartestellung. Und die warten darauf, dass wir Ihnen unseren Betrieb erklären. Es gibt nicht DIE Landwirtschaft. Jeder kann nur glaubhaft erklären, wie es auf seinem Hof läuft. Pauschalierungen und Generalisierungen funktionieren nicht oder nur kurz und werden im Laufe der Zeit immer entlarvt. Das sind meistens nur platte Parolen, egal ob in die eine oder andere Richtung.

    2+
    • Bauer Willi sagt

      Hallo Thies
      Dass mit den 95% sehe ich genauso. Aber die 5% machen die Stimmung und bestimmen die öffentliche Meinung. Die Berichterstattung von den beiden Demos in Berlin haben das auch gezeigt. Von daher müssen wir auch auf die zugehen. Frage nur, ob die das immer wollen?
      Bauer Willi

      0
    • „Das Gefühl, dass 95 % der Gesellschaft unsere Arbeit kritisieren, ist ein akustischer Trugschluss. Das sind 5 %, die so laut schreien, dass wir sie für 95 % halten. Der Rest ist in Wartestellung. Und die warten darauf, dass wir Ihnen unseren Betrieb erklären.“

      Das mit den 95% und den 5% sehe ich auch so. Aber die 95 %, bzw ein großer Teil der 95% ist nicht in Wartestellung, sondern er folgt der Argumentation und dem Geschrei der 5%.

      Die warten nicht das ihr den Betrieb erklärt, sondern werden in ihrer Meinung von den 5% geprägt.

      Hier müsst ihr euch die Deutungshoheit und Meinungsmacht zurückerobern. Das kann unter anderem damit gehen das ihr euren Betrieb erklärt, aber auch indem ihr den Behauptungen und Geschrei Fakten und nachvollziehbare Argumente entgegensetzt.

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  2. Gast sagt

    Lieber Thies,
    ob Du ein Super-typ bist kann ich nicht beurteilen, da ich Dich nicht kenne.
    Aber einen Spitzen-text hast Du nicht geschrieben, sondern, mit Verlaub, ziemlichen Stuss.

    Es nützt nämlich gar nichts in verbrauchergerechter Sprache dem etwas zu beschreiben, was er gar nicht haben will.

    Das schafft vielleicht die Lebensmittelindustrie mit viel Werbemillionen: sie zeigen uns idyllische Bilder und wenn man dann fragt wo den das „Gut Fühldichwohl“ ist und man es gerne sehen möchte, fliegt der Schwindel auf.

    Und genauso wird es Bauern gehen, die in freudiger Erwartung ihre Ställe mit Intensivhaltung öffnen oder mit blumigen Worten umschreiben, wie sie Gülle ausbringen oder mit Pflanzenschutz Tierchen oder Pflänzchen abmurksen.

    Das einzige was sie ernten werden, dürfte ein mittelmässiger Shitstorm sein (frag mal die Jungs die meinten eine Webcam der eine arme Sau in einem Ferkelschutzkorb zeigt, sei eine Prima Marketing Idee). Wobei reale „Scheisse“ verteilen sonst eher ein Fachgebiet der Bauern ist.

    Gut und schön über Landwirtschaft reden und das auch zeigen, das kann eben nur jener, welcher auch gute und schöne Landwirtschaft macht, und zwar leider nicht nach seinen eigenen Kriterien, sondern nach den Kriterien des Bürgers bzw. Verbrauchers.

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    • bauerhans sagt

      klar der verbraucher findet die süssen tierchen im stroh toll,aber kaufen tut er das billige.

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      • Gast sagt

        es kam gestern im ZDF eine sehenswerte Reportage „Alles arme Schweine“
        http://www.zdf.de/planet-e/planet-e.-6019322.html

        und ich glaube es wurde wirklich recht neutral die verbesserte konventionelle Haltung mit Bio bzw. den Schwäbisch Hällerschen verglichen.

        Und so sehr sich Frau Lechner auch bemühte, am Ende hatten die fröhlich auf der Weide und im Stroh tobenden „Möhrenköpfle“ einfach einen grossen Sympathievorsprung.

        Und wenn dann Bühler sagt „Wir Bauern müssen doch machen, was der Verbraucher will und nicht das was Monsanto uns vorgibt“ dann hat er meine volle Zustimmung. Und seine Lieferanten fühlen sich vermutlich recht wohl in der „Nische“, genauso wohl wie ihre Schweine. (und ich mich in meiner kleinen Nische)

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        • Sandra Harms sagt

          Das blöde ist nur, wir können nicht alle eine niesche finden so wie du andreas… du wärst doch sicher ziemlich angefressen wenn wir alle auf dinkel brötchen machen und uns neben dich auf den markt stellen…. letzlich ist es doch scheiß egal ob bio oder konventionell, es muss eine vernünftige öffentlichkeits arbeit her…..

          2+
        • Gast sagt

          Michl, meines Wissens sucht Bioland für Edeka im grossen Stil und zwar mit jahrelangen Abnahmegarantien zu hohen Preisen.

          Ob die Schweine die Bühler schlachtet, konventionell gehalten oder nur konventionell (weil nicht zerifiziert) sind, kann ich nicht beurteilen. Laut seinen Erzeugerrichtlinien sind z.B. Vollspalten verboten, gilt das etwa nicht für die „normalen“ Mastschweine, die er auch schlachtet?

          Eines ist gewiss, der kommt bei den Verbrauchern gut an, vielleicht auch weil er den Schulterschluss zu den sonst verpönten Umwelt- und Tierschützern gesucht hat und pflegt.

          Ich meine, daß sein Engagement die ganze Region vorangebracht hat, aber das weisst Du vermutlich besser.

          Dass ich grundsätzlich gegen Schweinehaltung bin, ist ja bekannt, insofern ist es schon was Besonderes wenn die Bühlerjungs mich überzeugen konnten, das schaffte bisher nur Hermannsdorfer.

          Ich finde es auch spannend, wenn da einer glaubwürdig sagt: „mehr Ferkelverluste hab ich nicht“ und meint, wenn man gutes Stroh nimmt, gibts keine Probleme. Und dann sagt Frau Lechner genau das Gegenteil. Wer hat denn nun Recht?

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Hermannsdorfer?

            Wenn ein Herr Schweisfurth Millionen durch Schlachtung von konventionellen Schweinen verdient hat, kann man sich schon eine Hobbylandwirtschaft leisten.

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          • bauerhans sagt

            „Ich finde es auch spannend, wenn da einer glaubwürdig sagt: „mehr Ferkelverluste hab ich nicht“ und meint, wenn man gutes Stroh nimmt, gibts keine Probleme…“

            ich hatte 30 jahre sauen und keinen opa im stall.
            hohe verluste gabs in den ersten 7 tagen,wenn nicht ständig jemand anwesend war.
            ich bin dann von pressstroh auf häcksel,dann auf späne umgestiegen und die verluste wurden weniger.
            auf kunststoffboden wars noch en tucken sauberer und die sauen hatten weniger strahlenpilz.
            die statisk weisst für frei laufende sauen höhere verluste aus,als für fixierte.

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    • Bauer Willi sagt

      Ja, Andreas,
      und der Bauer, der gute und schöne Landwirtschaft macht, bist natürlich nur du! Ich finde es toll, wie Du einen 26jährigen, der Freude am Beruf hat, so niedermachst. Und wie du auch sonst alle konventionellen Landwirte in Sippenhaft nimmst. Soll ich jetzt auch das Messer rausholen und die Bio-Bauern niedermachen?
      Bauer Willi

      12+
      • Gast sagt

        Lieber Willi, schön dass Du nun in mir ein weiteres Feindbild gefunden hats und gleich die Messer wetzt, auch Dir lege ich in ruhiger Stunde die „Schweine“-Doku ans Herz, auch, oder gerade, weil es da mal nicht um mich geht.

        Ich halte es hingegen für sehr sinnvoll sich damit zu befassen, was der Bürger will und artikuliert anstatt nur an die Discounterkasse zu starren und rumzujammern, was der böse Verbraucher anrichtet.

        Und ich stehe zu meiner Meinung, wer nichts Schönes (im Sinne der Verbraucherwünsche) zeigen kann, der sollte lieber nichts zeigen und in Ruhe weiterarbeiten.
        Biobauer Andreas

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Schöne Landschaft?

        Wald uns Wiesen, 10 Monate Winter und 2 Monate kalt. 😉

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    • Hallo Andreas,
      ich hab mal ein paar Fragen an Dich

      Woher weist du eigentlich was „der Verbraucher haben will“ ? Ich kann mir vorstellen das du weist was deine Kunden haben wollen, aber woraus kommt deine Weisheit in Bezug auf „den Verbraucher“ ?

      Und wer meinst du macht „gute und schöne Landwirtschaft“ Und darf darüber reden?

      Und woher weist du was welche Kriterien „der Bürger und Verbraucher“ da anlegt?

      Erklär doch mal mal bitte.

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      • Gast sagt

        Liebe Sandra, die Industrie macht dazu teure Untersuchungen, z.B. Meinungsumfragen und neutrale Produkttests usw.

        Das wäre Aufgabe z.B. des Bauernverbandes.

        Ansonsten gibt es jede Menge Umfragen und Studien, die erklären, was der Bürger gerne hätte, die kann man sich ja mal anschauen.

        Bauer Willi hat bisher immer nur auf das Einkaufsverhalten gestarrt und den Verbraucher als „verlogen“ hingestellt, der „schöne“ Landwirtschaft will, aber doch billig kauft. Dieses wissen wir nun alle und weiter darauf rumzureiten bringt keinen Betrieb weiter.

        Für seinen Betrieb kann dann ja immer noch jeder machen, was er für richtig hält: Masse oder Klasse.

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        • Gast sagt

          oh Sorry, jetzt hatte ich gelesen dass Sandra gefragt hätte, Rebecca (so es die ist, die ich meine) hätte ich gar nicht geantwortet. Aber nun ists schon raus…

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  3. Richtig so – sprich über die guten Dinge! Alles was nicht läuft fällt grundsätzlich unter die Kategorie „unternehmerisches Risiko“. Und zu diesem Aspekt gibt es viele Prozesse die man immer wieder kritisch unter die Lupe nehmen muss – auch wenn es schlimmstenfalls um die Aufgabe eines Betriebszweiges geht. Jeder Betrieb mit einer Fläche so um die 80 ha Eigenland bekommt an Pacht im Jahr mehr, als mancher Arbeitnehmer verdient!

    1+
    • bauerhans sagt

      bauern produzieren unflexible güter,von wegen „unternehmerisches risiko“
      und von der pacht gehen die festkosten runter und die steuer,nur der rest kann verbraucht werden.
      80ha haben wenige.

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        • bauerhans sagt

          der muss seine acker-,hof- und gebäudeflächen unterhalten,versichern und diverse beiträge zahlen.

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          • Wenn die keinen landwirtschaftlichen Betrieb mehr haben, brauchen die auch keine Gebäude- und Hofflächen mehr. Außer in strukturschwachen Regionen, gibt es auch für Gebäude und Hofflächen andere Nutzungsmöglichkeiten. Wer für einen kleineren Betrieb 20.000 bis 30.000 Pacht pro Jahr erhält, wird schon wissen wie viel Geld für das eigene Grundstück übrig bleibt.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      60 % der Landwirtschaftsfläche sind Pachtflächen, davon hat mal der aufgebende Betrieb gar nichts.

      Im Durchschnitt des Bundesgebietes sind die durchschnittlichen Pachtpreise zwischen 2010 und 2013 um 19 Prozent auf 243 Euro je Hektar angestiegen, bei Ackerland etwas stärker (+ 20 Prozent) als bei Grünland (+ 18 Prozent). Von einem niedrigeren Niveau ausgehend fiel der Anstieg der Pachtpreise in Ostdeutschland prozentual stärker aus (+ 21 Prozent auf 171 Euro je Hektar) als im früheren Bundesgebiet (+ 14 Prozent auf 290 Euro). Damit bleiben die Preisunterschiede zwischen dem Westen und dem Osten weiterhin beachtlich. Wesentlich stärker als die Durchschnittspachten sind die Preise für Neupachten (Pachten in den letzten 2 Jahren) angestiegen, nämlich zwischen 2010 und 2013 um fast ein Drittel (+ 32 Prozent) auf 313 Euro je Hektar. In den neuen Ländern fiel der prozentuale Anstieg etwas schwächer aus als in den westdeutschen Bundesländern.

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      • Wenn 60% Pachtflächen sind, erzielen diese Verpächter heute bereits einen wesentlichen Anteil ihres Einkommens. Im Norden und Osten kenne ich jedenfalls keine Flächen die man zwischen 243 und 313 € pro ha pachten kann. Expandierende Betriebe zahlen mehr als das doppelte. Da wird doch auch der Unterschied deutlich. Betriebe, die nicht kaufmännisch geführt werden jammern und haben oft Probleme. Eine kaufmännisch gesunde Betriebsführung führt fast immer zum Erfolg, diese Unternehmen wissen, wie man auch mit Pachten über 500 €/ha noch Geld verdienen kann…

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  4. Sandra Harms sagt

    Wirlich mal ein sehr guter artikel, der sollte den ein oder andere von uns mal wachrütteln! ich stimme voll und ganz zu, das man mit fachbegriffen, einem stadtmensch nicht mal das schwarze unterm fingenagel erklären kann!
    aber ich rate jedem zu überdenken, was er tut im bereich öffentlichkeitsarbeit, gerade den kollegen die vieh halten, denn es ist ja kein geheimnis, das gerade nach artikeln in zeitungen, die netten tierschützer gern mal nachts stallungen besuchen…

    „Sind die Bürger in der Gemeinde informiert, entstehen keine diffusen Ängste und jeder Bürgerinitiative wird der Wind aus den Segeln genommen.“ das ist prizipiell richtig, aber je höher der anteil von zugezogenen Städtern in einem dorf, umso mehr probleme gibt es, wie ich selbst schon erfahren musste :
    2011, wollte ich mit einem verwandten zusammen einen neuen kuhstall bauen, wir haben uns mehrere ställe angesehen, und uns auch schon entschieden was und wie wir bauen wollen, damit meine 30 und seine 40 kühe aus der anbindehaltung kommen, und aus dem dorfkern verschwinden, wir hatten sogar einen passenden bauplatz im auge, südlich vom dorf, genau in der richtung aus der am wenigsten wind kommt. wir haben darauf dann das ganze dorf in die gastwirtschaft geladen, essen und trinken für lau, und haben unsere pläne vorgestellt, und besonders darauf geachtet das nicht der eindruck entsteht das wir uns vergrößern wollen,bis sonst wo… der abend verlief wirklich positiv, wir beantworteten hunderte fragen, und alle waren soweit wie es erkennbar war den neuen stall positiv eingestellt. dann dauerte es ganze 6 tage, bis in der zeitung zu lesen war “ bürgerinitiative gegen kuhstall gegründet….“ natürlich, an vorderster stelle zugezogene leute, die auch nicht gekommen waren als wir inormiert haben, was wir vorhaben…. die zeitung, berichtete in folge ein paar mal von der initiative, hat aber nicht einmal das gespräch mit uns gesucht, um die gegenseite zu wort kommen zu lassen und einige klarzustellen. wir haben rund 4 wochen nachgedacht, und uns dann entschlossen die pläne zu begraben. die bürgerinitiative merkte irgendwann, das wir ja garnicht bauen und löste sich dann wider auf….. heute haben wir beide keine kühe mehr…
    Was ich euch damit sagen will, wenn ein dorf sich einig ist, ist vieles kein problem, ist das aber nicht so, und sind viele zugezogene da, kann es zu problemen kommen, zb so wie bei willi, wo nachts die polizei am mähdrescher auftaucht…

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    • Stadtmensch sagt

      …das man mit fachbegriffen, einem stadtmensch nicht mal das schwarze unterm fingenagel erklären kann!
      Häh?? Ich gehöre immerhin zum Akademikerproletariat!!! 😉

      Es stimmt, der Beruf des Landwirts gehört zu den angesehensten Berufen. Das steht zumindest in einem populärwissenschaftlichen LW-Buch, das ich hier schon
      genug beworben habe. Wenn ihr euch jetzt bedingt durch die „Fünfte Fruchtfolge“ verständnislose Städter auf den umgewidmeten Acker und somit auf die Pelle
      geholt habt, kann ich das nicht bedauern. Ansonsten betrübt es mich etwas, dass ihr immer noch denkt, die Spendensammel- und Empörungsindustrie wäre nur
      dazu da, euch das Leben schwer zu machen. Wenn ich in deren Angenda schaue steht da ganz groß: „Erhalt der kleinbäuerlichen Landwirtschaft mit regionalen
      Wirtschaftskreisläufen“ und somit der Erhalt von Arbeitsplätzen und Pflege kleinteiliger Kulturlandschaft.
      Also scheint ihr den Strukturwandel in der LW eher als Chance zu begreifen: Etwas Ökolandbau für reiche Edelgaumen und Moralisten hier
      und Massenproduktion mit optimaler bzw. angepasster Qualität da. Ganz wie der Markt (der große Götze) es wünscht.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        #Wenn ihr euch jetzt bedingt durch die „Fünfte Fruchtfolge“ verständnislose Städter auf den umgewidmeten Acker und somit auf die Pelle
        geholt habt, kann ich das nicht bedauern. #

        Es soll sogar Landwirte geben, die holen sich sündhaft teure Rechtsanwälte um das Begehren von Kommunen nach Bauland abzuwenden.

        Bürgermeister: “ Herr G………, denken sie bitte an die Gemeindefinanzen, die Gewerbesteuer brauchen wir unbedingt, das Schimmbad, der Kunstrasen für das Stadion usw., das alles kostet Geld“.

        Wir waren zu fünft, insgesamt hat die Abwendung des Bebauungsplanes über 7.000 Euro gekostet.

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        • Sandra Harms sagt

          @ Stadtmensch, du warst auch nicht gemeint, in meinem beispiel mit dem schwarzen unterm fingernagel.
          @ ehemaliger landwirt,
          es ist ja nicht überall immer ein neubau gebiet, das für „Verstädterung“ sorgt., vielfach sind es die ehemaligen dorfbewohner! jugendliche gehen in unserer gegend da hin wo arbeit ist, und das sind lüneburg,hamburg,oder wolfsburg… das elternhaus wird dann verkauft, wenn die elter unter der erde oder im heim sind, natürlich möglichst teuer…. und schon hat man stadtmenschen vor der nase…. fragen ob man das vielleicht kaufen würde, tut keiner, man kommt meist erst dahinter wenn der möbelwagen vor der tür steht….
          manchmal ist es schade, das ich keine schweine habe, hätte ich welche, würde so manchen abend im sommer das Körnergebläse bis nach mitternacht heulen….

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            @ Sandra
            Abwanderung ist bei uns kein Problem, da bei uns die volle Besetzung der Arbeitsplätzen nur durch französische Arbeitnehmer befriedigt werden können.

            Es ist so, dass viele von Auswärts die schöne Gegend sehen und hier ein Haus bauen wollen.

            Das Problem ist, dass wir eine extreme Realteilung hatten und diejenige Grundstücksbesitzer, die Verpachtet haben, oder auch Nebenerwerbslandwirte gerne verkaufen, manche möchten die Plätze auch für die Kinder.

            In unserem Dorf (4800 Einwohner) gibt es keinen Schweinestall und nur ein Landwirt hat eine kleine Mutterkuhhaltung, aber Weinbau und Obstbau. Alle wollen eine Qualität die uns die Natur nicht von alleine liefert, aber wehe man fährt mit dem Planzenschutzgerät durch die Baumreihen und schon ist der Teufel los.

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    • Stephan Becker sagt

      Eine Idee zum Thema Öffentlichkeitsarbeit:
      In den letzten Jahren waren jede Menge Jugendoffiziere aber sicher auch andere Offiziere gern gesehene Gäste in den Schulen (angesichts unseres Rohstoffbedarfs in aller Welt):

      Bundeswehr an Schulen: Antreten im Klassenzimmer!
      Von Armin Himmelrath, Montag, 13.04.2015
      8100 Vorträge vor fast 140.000 Schülern, Tausende weitere Veranstaltungen: 29,9 Millionen Euro gab die Bundeswehr im vergangenen Jahr für Nachwuchswerbung im Klassenraum aus.

      http://www.spiegel.de/schulspiegel/abi/bundeswehr-an-schulen-30-millionen-euro-fuer-nachwuchswerbung-a-1027935.html

      Warum nicht auch mal öfters einen Landwirt zu einem Vortrag einladen oder gleich die ganze Klasse zum Hof fahren, damit die hautnah die Landwirtschaft erleben. Das ersetzt vermutlich meistens mindestens 1 Monat Schule, wenn das Ganze richtig gemacht wird.
      Die verschiedenen Bauernverbände und vor allem die Bioverbände haben doch sicher jede Menge Referenten, die dafür eingesetzt werden können.

      Hier ein Beispiel einer Exkursion eines Walddorfkindergartens, der einen Monat lang auf einem Hof (Pente) der solidarischen Landwirtschaft verbracht und mitgeholfen hat:

      Das pflügende Klassenzimmer – Handlungspädagogik und Solidarische Landwirtschaft(

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      • Stephan Becker sagt

        Eine kleine Korrektur: Es ist kein Walddorfkindergarten gewesen, sondern eine Walddorfgrundschule – eine dritte Klasse wars.

        Die schlechte Nachricht: Danach musste der Hof abgerissen werden!

        Neeee, Scherz! 😉

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  5. Schweinebauer Piet sagt

    So ist es und wenn es wieder passt, laden wir wieder Verbraucher ein und zeigen Ihnen Hof und Stall!

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  6. Richtig toll geschrieben – dazu passend der Satz, den wir auf jeder Fortbildung für Schulmilch/obst hören: „Wir müssen den Verbraucher/die Kinder dort abholen, wo sie stehen.“ Das ist nicht immer ganz einfach an den diversen Schulen, Infoständen, mit unseren Feriengästen usw., aber mit jahrelanger Erfahrung funktionierts immer besser.

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  7. Ehemaliger Landwirt sagt

    Mein lieber Thies,

    in deinem Bericht ist viel Wahres daran und Du hast uns Winzer wegen unserer Darstellung auch gelobt. Es ist halt auch einfacher einen Weinkeller zu präsentieren, als einen Rinderstall.

    Was mich aber stört, ist der inflationäre gebrauch mit dem „jammern“.

    Jedem anderen Beruf wird zugestanden, für einen höheren Lohn zu streiken, bei Landwirten nennt man dies jammern.

    Gerade, wenn man aus der Landwirtschaft stammt, sollte man dieses Wort meiden.

    1+
    • Thies sagt

      Was wir aus der Landwirtschaft als berechtigte Beschwerde an der momentanen Situation aussprechen, kommt beim Verbraucher aber als „Gejammere“ an. Was der Sender meint und was der Empfänger versteht, ist nie deckungsgleich. Und in diesem Fall (und eigentlich in jeder Situation) ist es wichtiger, was bei dem Verbraucher ankommt und nicht, was wir damit meinen. Den Weinkeller und Rinderstallvergleich finde ich gut. Es geht genau eben darum, dass es egal ist, ob man zwischen Weinfässern oder HFs arbeitet. Beide Landwirte haben Spaß daran und machen ihre Arbeit gerne. Ein Landwirt muss seinen Betrieb für den schönsten Arbeitsplatz der Welt halten, damit er das glaubhaft an den Verbraucher kommunizieren kann.

      1+
    • Michael Haagen sagt

      Da muss ich mal eine Lanze für die Winzer brechen. Die verkaufen vergorenes Obst und machen einen Kult darum. Diesen Kult glaubt die ganze Welt und jeder bildet sich „im Abgang den Duft von Johannisbeeren und alten Autoreifen ein“.
      Warum schafft es ein Landwirt nicht, sein Produkt so anzupreisen? Ich lese ständig von billiger Milch und billigem Fleisch. Das kommt meist aus der Landwirtschaft.
      Setzt Euch hin und überlegt. Produziert keinen Massenartikel, sondern „Eichelschwein“, „Bergweiderind“, oder sonstwelche schwungvolle Namen. Oder meint jemand, dass der „Hinterberger Sommertraum“ nicht nur eine Weintraube ist?

      1+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Winzer verkaufen vergorene Weintrauben, Wein aus Trauben nennt man einfach Wein, im Gegensatz zum Apfelwein, der wird aus vergorenem Obst gewonnen.

        Es kommt manchmal auf die Präsentation an,
        Ein Betrieb hat mal einen Wein als nur für Weinkenner angepriesen und der Wein blieb im Keller liegen. Nach langem Überlegen wurde der Wein für Weinkenner verkauft und der Absatz steigerte sich immens.

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  8. Palla sagt

    Sehr schön geschrieben!

    Wir müssen zuerst mal bei uns selbst anfangen. Unsere eigene Einstellung und unsere eigene Darstellung sind der Schlüssel. Zudem müssen wir es viel besser nutzen, dass Nichtlandwirte uns wohl tatsächlich um Manches beneiden. Nicht umsonst hat eine Zeitschrift wie die Landlust so einen Erfolg!

    Hilfreich wäre es, wenn wir uns gemeinsam engagieren würden und uns von Marketing- und Werbeprofis unterstützen lassen würden. Leider gibt es immer noch zu viele Kollegen, die das noch nicht begriffen haben und lieber den Kopf in den Sand stecken oder sich gegenseitig bekriegen und die Frage ist, wie man die mit positiver Energie ansteckt!

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    • Das Problem ist glaub ich die Uneinigkeit und Vielschichtigkeit der Bauern. Die CMA als zentrales Marketinginstrument wurde ja platt gemacht, und ich kann mir nicht vorstellen das es auf freiwilliger Basis zu einem gemeinsamen größeren Engagement kommt.
      Am erfolgversprechendsten wäre es wenn die gesamte Landwirtschaft beworben würde.

      Eigentlich müsste ein Produkt wie zum Beispiel Milch promotet werden wie eine Biermarke oder Coca Cola.

      Aber das würde wahrscheinlich spätestens an den Bio und Öko Betrieben scheitern die ihren betriebenen Mehraufwand nicht ausreichend in Szene gesetzt sehen.

      Die werden sich ja nicht einmal mit einem gemeinsamen Label einig.

      Das Demowochenende in Berlin war für mich von außen betrachtet da sehr aufschlußreich. Was Landwirte dazu bringt mit diversen Aktivisten der „Wir haben es satt“ Demo durch die Straßen zu ziehen konnte mir bisher noch niemand plausibel erklären.

      Schade, aber in absehbarer zeit wird sich da wohl nichts ändern.

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  9. Jürgen Baums sagt

    Endlich ein Landwirt, der es kapiert hat! Ich wähle ihn zum Pressesprecher und Kommunikationschef des Dornröschen-Bauernverbandes.

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  10. Michael Reber sagt

    Danke Thies! Im Moment drehen wir uns doch im Kreis. Wir schimpfen auf den Verbraucher (unseren Kunden!), weil der zum großen Teil billig (preiswert?!) einkaufen will.
    Und warum ist der Preis so niedrig? Weil wir viel zuviel produzieren. Wir wollen ja exportieren! Quatsch mit unseren Produktionskosten!
    Und wir loben uns selbst, dass alles gut ist, so wie wir es machen. Wir nehmen zum ganz großen Teil die Kritik gar nicht auf und führen keinen Dialog. Wir sind die Guten, Bio geht gar nicht, weil die ja nicht die Welt ernähren können. Dabei können wir soviel davon lernen.
    Gerade hier in den Sozialen Medien merke ich gerade, dass ich von Verbrauchern kaum mehr Likes oder Rückmeldungen bekomme. Das müssen wir schleunigst ändern! Da hast Du echt recht! Und wir müssen viel selbstkritischer werden.

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    • Michael Haagen sagt

      Welch Erkenntnisse hier aufkommen. Ich bin verwundert. Erst gestern musste ich mir auf Anregungen, die ich als Techniker im Gartenbau (Produktion und Marketing) gerne mal gebe, nur dumme Antworten anhören. Aber egal, ich habe mein Auskommen.

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  11. Bauer Willi sagt

    hallo Hans
    schick mir mal eine Mail mit der Mail-Adresse der Zeitung. Ich nehme die dann mit auf in meinen Verteiler.
    Bauer Willi

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  12. bauerhans sagt

    genau das mache ich seit jahren in der tageszeitung!
    leider ist der freundliche redakteur jetzt im ruhestand und der neue ist interessanterweise DIPL.ING.AGRAR,der gern die linie des bauernverbandes darstellt,obwohl die zeitung der grossen volkspartei gehört,die mit nem S beginnt.

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    • Junkenbur sagt

      trotzdem dranbleiben!
      Im zweiten Teil deiner Ausführung bist schon wieder ins jammern verfallen. Das will der Ing. doch gar nicht hören.

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