Monate: April 2017

52 Wochen „all inclusive“…

Ein Gastbeitrag von Bauer Fritz aus Österreich …oder – Was man sich als Bauern nicht mehr erklären kann Wir lesen oft mit Erstaunen bei Berichten aus der Hotelbranche, dass die Anzahl jener Menschen steigt, die mit dem Bezug der Unterkunft auch das „Recht“ auf Miterwerb an allem ableiten, was nicht niet- und nagelfest ist. Handtücher, Bilder, ja selbst die TV-Geräte und anderes mehr wechseln da schon mal den Besitzer. Ärgerlich für den Hotelier. Was einem aber am Urlaubsort recht und vor allem „billig“ erscheint, wird man sich doch zu Hause auch nicht nehmen lassen. Im Folgenden eine unvollständige Erfahrungsübersicht zur beliebigen Ergänzung seitens deiner Leser: Junge Bäume während jeder Jahreszeit bieten dem Urban-Landlover die Chance für den Winter vorzubauen und Brennholz für den Kachelofen zu bereiten. Man ist an der frischen Luft, man bewegt sich und schwitzt – so wie es die Gesundheitsmagazine vorschlagen. Motorsäge, Teleskopschneider, Axt und Schneidezange hat man im Off-Road-Flitzer „zufällig dabei“. Nun aber mal ehrlich, es wird doch keiner erwarten, dass man wirklich das Zeug an Ästen und Dürrholz sammelt, das …

Lügenpresse…

Nein, es geht nicht um Journalisten, sondern um ein neuartiges Gerät, das ein Start-up Unternehmen im Silikon Valley auf den Markt gebracht hat. Was es kann? Es kann Saft aus Obst pressen! Dazu wird  geschnitzeltes Obst – in aufwändige Plastikbeuteln verpackt – mitgeliefert, diese werden in das Gerät gesteckt und auf Knopfdruck presst es nun ein (1) Glas Saft aus. Das geht allerdings von Hand genau so schnell. Hier ein Video (Intro überspringen) Das Start-up hat in den letzten Monaten 120 Millionen Dollar eingesammelt, unter anderem auch von Unternehmen wie Google. Übrigens: das Gerät kostet 400 US $. Und das meint die andere Presse dazu: https://www.derwesten.de/panorama/diese-luegenpresse-kostet-400-dollar-id210324907.html http://www.stern.de/digital/online/nespresso-fuer-saft–warum-die-hightech-saftpresse-juicero-gerade-einen-shitstorm-erlebt-7421542.html http://www.manager-magazin.de/unternehmen/it/saftpresse-juicero-ceo-meldet-sich-nach-wirbel-zu-wort-a-1144195.html 0

Wenn Rheinländer und Westfalen…

Am Rande eines Termins in „meiner“ Genossenschaft, in dem es um viele landwirtschaftliche und agrarpolitische Themen ging, habe ich Christina Schulze Föcking getroffen. Sie ist gelernte Landwirtin, stammt aus Westfalen und ist seit 2010 für die CDU im Landtag NRW. Wir haben spontan ein Gespräch geführt. Teils humorvoll, teils ernsthaft, spontan in jedem Fall.   0

Interview: mit Prof. Dr. Kussin, Hochschule Osnabrück

Prof. Dr. Matthias Kussin lehrt an der Hochschule Osnabrück „Medien- und CSR-Kommunikation“. Im gleichnamigen Studiengangsprofil können Studierende dort einen Master in Agrar- und Lebensmittelwirtschaft mit Schwerpunkt Kommunikation und Nachhaltigkeit erwerben. Ich habe ihm ein paar Fragen gestellt:   Herr Kussin, der Landwirtschaft geht es ja ein wenig wie den Energie-Produzenten: jeder will sie, jeder braucht sie, aber die Art und Weise der Energiegewinnung steht in der Kritik. Steht die landwirtschaftliche Branche zu Recht in der Kritik und, falls ja, was kann sie unternehmen? Egal ob zu Recht oder nicht – die Landwirtschaft sollte auf Kritik reagieren. Offenbar scheinen die Menschen den Wert von Versorgungssicherheit bei Energie und Ernährung nicht zu honorieren. Beide Branchen sollten sich deshalb stärker mit der Frage beschäftigen, was die Menschen darüber hinaus wollen – und ihr Angebot aber auch ihre Kommunikation daran ausrichten.   Wir sehen im Dialog die Chance, mit der Gesellschaft wieder „ins Reine“ zu kommen. Wir erklären ihnen die Fakten, sagen, warum wir so wirtschaften wie wir wirtschaften. Doch das scheint nicht anzukommen. Warum? Wir werden heute von …

Ruinöse Preispolitik der Discounter…

meint der grüne Landwirtschaftsminister Remmel in NRW. Und „die Verbraucher werden dass irgendwann mal zu spüren bekommen“. Bravo Herr Remmel, Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung…. http://www.nw.de/nachrichten/wirtschaft/21754450_Preisdruck-zwingt-Landwirte-in-OWL-haeufig-zur-Aufgabe.html 0

Wasserversorgung für Pflanzen

Langsam wird es eng mit der Wasserversorgung. Am Standort Köln-Flughafen (beim mir in der Nähe) liegt der Anteil des pflanzenverfügbaren Wassers in der obersten Bodenschicht bei nur noch 10%. Erst unterhalb von 30 cm steht noch ausreichend Wasser zur Verfügung. Für Wintergetreide und Raps dürfte das kein Problem sein, aber für alle Sommerungen, die jetzt schon in der Erde sind. Ihr könnt euer Bundesland und dort die nächste Wetterstation individuell om der Leiste oben eingeben. http://www.dwd.de/DE/leistungen/bodenfeuchte/bodenfeuchte.html 0

Landschafts-Grafiker…

Nachdem die Nachbarn vor Ostern die Kartoffel gepflanzt haben, werden jetzt die Dämme geformt. Das geschieht mit einem Häufelgerät, dass mit Zinken vorne die Erde lockert, dann mit zwei Scheiben pro Reihe zu einem Wall aufschüttet und mit den nachfolgenden Dammform-Blechen in die gewünschte Form bringt. Da der Boden trotz 10 mm Regen immer noch sehr trocken ist, war es nicht einfach, das Gerät richtig einzustellen. Schließlich hat es doch noch geklappt und jetzt sieht es richtig gut aus. Ich finde, so ein gehäufeltes Feld sieht im Licht der untergehenden Sonne richtig gut aus. Als hätte es ein Künstler gemacht… 🙂 Hier das Video, das die Maschine bei der Arbeit zeigt. Falls ihr euch über den Trecker wundert: unseren 30 Jahre alten John Deere haben wir nur für diese Arbeit behalten. Er arbeitet aber auch auf drei Betrieben.   Euer Bauer Willi   0