Bauer Willi
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52 Wochen „all inclusive“…

Ein Gastbeitrag von Bauer Fritz aus Österreich

…oder – Was man sich als Bauern nicht mehr erklären kann

Wir lesen oft mit Erstaunen bei Berichten aus der Hotelbranche, dass die Anzahl jener Menschen steigt, die mit dem Bezug der Unterkunft auch das „Recht“ auf Miterwerb an allem ableiten, was nicht niet- und nagelfest ist. Handtücher, Bilder, ja selbst die TV-Geräte und anderes mehr wechseln da schon mal den Besitzer. Ärgerlich für den Hotelier.

Was einem aber am Urlaubsort recht und vor allem „billig“ erscheint, wird man sich doch zu Hause auch nicht nehmen lassen. Im Folgenden eine unvollständige Erfahrungsübersicht zur beliebigen Ergänzung seitens deiner Leser:

Junge Bäume während jeder Jahreszeit bieten dem Urban-Landlover die Chance für den Winter vorzubauen und Brennholz für den Kachelofen zu bereiten. Man ist an der frischen Luft, man bewegt sich und schwitzt – so wie es die Gesundheitsmagazine vorschlagen. Motorsäge, Teleskopschneider, Axt und Schneidezange hat man im Off-Road-Flitzer „zufällig dabei“. Nun aber mal ehrlich, es wird doch keiner erwarten, dass man wirklich das Zeug an Ästen und Dürrholz sammelt, das da schon am Boden liegt. Dann lieber doch ein paar von den dünneren Stämmen umgelegt, die da ohnehin zur Genüge so rumstehen. Und der Bauer wollte ja eh durchforsten, das hat er jetzt auch gespart. Nur nicht aufregen.

Da wäre noch Bärlauch. Steht da ja in Massen rum. Schmeckt gut. Blumen der Saison und Palmkätzchen (wann wenn nicht rund um Ostern) wären ja auch sinnlos, wenn sie keiner mitnimmt. Und zuhause in der Vase sehen die doch richtig schön aus. Wald- und Feldbeeren: die paar Kilo, die man sich da beim Nordic-Walken pflückt fallen doch eh nicht auf. Nur nicht aufregen.

Der Sommer kommt!

Weiter im Jahr ergeht sich die land-affine Frau von Welt am eigenhändigen Sammeln von Feldfrüchten. Blühender Raps oder Mohn bieten sich an, Getreideähren und Sonnenblumen zur rechten Zeit, – wird ja in den Landlifestyle-Blättern soooo schön dargestellt, was man daraus machen kann. Man freut sich an „gefundenen“ Zierkürbissen als Dekoration, oder „für Fortgeschrittene“ auch an Gemüse aller Art vom näheren oder viel, viel weiteren Wegesrand zum genüsslichen Verzehr (Motto „selbst gejagt und gesammelt“).

Obst aus „freier“ Entnahme ist auch wirklich zu verlockend (Birnen, Äpfel, Kirschen, Zwetschken en passant beim Spaziergang. In den Kochshows hört man ja auch immer wieder „Besorgen sie sich die Zutaten am besten in ihrer Nähe“ (von wegen regional und CO2-neutral und so. Man denkt ja an die Umweltschonung und schont dabei auch gleich die Brieftasche). Weintrauben von den Hauswänden der niedlichen Bauernhäuser, da kann man nicht widerstehen. Sind ja auch nur ein paar, also nicht aufregen.

Für die tierischen Mitbewohner ein wenig Grünfutter fürs Meerschweinchen oder den Hasen daheim. Hunde aller Rassen und Größen sollen da auch gleich wieder mal ihren Jagdinstinkten nachgehen dürfen. „Faß“, „Lauf“, „Such“ hallt es bei der „lustigen“ Jagd in Hühner-, Kuh- und Schafherden samt allfälliger Notdurft-Platzierung von Herrl, Frauerl und Hunderl bevorzugt in Weideflächen. Ist ja ohnehin schon genügend Tierscheiße dort. Und ist ja alles Natur, warum also aufregen?

Das Jahr neigt sich dem Ende zu: zeitgerecht widmet man sich auch dem Aussuchen des „eigenen“ Christbaums und seiner Entfernung (vom Stock geschnitten oder in halber Höhe gekappt – man will ja nicht protzen). Misteln en gros oder en detail (für den Eigenbedarf oder zum Weiterverkauf im städtischen Umfeld) – Das schafft Freude bei Freunden und es gibt so einen richtig weihnachtlichen Flair. Attention please – Timberman at work!

Raus in die Natur!

Was man aber wirklich liebt, sind die vielfältigen Feldwege als Teststrecken für Motorräder, zur Erprobung des Geländeverhaltens seines SUV´s, als Galoppstrecken beim Ausritt mit dem Wind im wallenden Haar. Es soll auch schon Quad-Fahrer gegeben haben, die Gruppenfahrten in erntereifen Rapsfeldern vorgenommen haben. Weil – ist ja ohnehin alles schon braun und kaputt und man kann gar nicht verstehen, warum der Bauer sich so aufregt!

Ach ja, der Bauer! In diesen Zeiten der Freizeitnutzung sollte sich der bäuerliche Eigentümer tunlichst nicht blicken lassen. Oder gar das Nutzungsvergnügen durch Eigennutzung beeinträchtigen. Die Wirtschaftswege gehören doch schließlich allen. Und wie käme auch der städtische Freizeitsportler auf seinem Off-Road-Bike dazu, seinen aerodynamische zwischen die Arme gesenkten Kopf in den Wind zu heben, damit er nicht unverhofft in einen abgestellten Ernte-Anhänger donnert. Den soll der Bauer bitte so hinstellen, dass es das Fahrvergnügen nicht stört. Über so viel Unverständnis des Landmannes muss man sich doch aufregen!

Von Zeit zu Zeit deklariert man ja gerne auch seine Verbundenheit mit der Landbevölkerung. Man besucht Tage der offenen Tür, Hoffeste, und dergleichen Uriges, Echtes, Naturverbundes. Mitgenommene Erinnerungsstücke davon sollen diese Verbundenheit bezeugen, auch wenn die „Mitnahme“ vom Veranstalter als solche gar nicht vorgesehen war. Blumenschmuck, Dekorationsgegenstände in, am und rund ums Hofgebäude, ein Blumenstrauß aus dem Bauerngarten für die Liebste zu Hause, selbst gepflückt, zum Nulltarif. Schließlich heißt es doch „Tag des offenen Hofes“…

Zurück zur Natur…

…aber bitte mit den SUV: die Entleerung der Auto-Aschenbecher bietet sind fast zwangsläufig an bei Zwischenstopps beim Landside-Cruising, ebenso wie die „Seitenfenster-Flugentsorgung“ von allseits beliebten Powerdrinks-Dosen (besonders handzerdrücktes Alu) bis hin zu harten und weichen Alkoholika in Flaschen (egal ob Glas oder Plastik).

Sperrmüll aller Art (Kühlschränke, Fernseher, Autobatterien) machen sich nach Meinung mancher besonders nett in Wald und beliebt ist mancherorts auch der Sport des Alt-Fahrrad-Weit- und Wegwerfens in Getreidefelder. Der Bauer kann ja vor dem Mähdrescher herlaufen, damit er sich nicht aufregt, wenn die rostigen Bikes die Dreschtrommel zum Stehen bringen. Kann doch aufpassen!

Bemüht man sich als Bauer – mit mühevoller Unterdrückung seines Ärgers – die verwunderte Frage zu stellen, was oder warum der eine/die andere hier mache, bleibt einem oft nur der Mund offen ob der diversen ausgesprochenen oder gedachten Antworten. Als da wären: „Ist ja noch genug da“, „Das bisschen geht doch keinem ab“, „Wer wird denn so kleinlich sein“, „Wächst ja wieder nach“, “ Der Hit ist aber immer noch die gern benutzte Aussage „Ich subventioniere dich ja ohnehin genug mit meinen Steuern.“ Also reg Dich nicht auf.

Die Menschen sind gerne auf dem Land. Die Einzigen, die einen dort dauernd irgendwie stören und dauernd was zu meckern haben sind die Bauern.

Man fragt sich selbst als Bauer nur kopfschüttelnd nach dem „Warum“ oder „Wieso“: Ist es Dummheit, Faulheit, Gedankenlosigkeit, Frechheit, Gemeinheit, Bösartigkeit? Oder ist es einfach nur der Verlust von Anstand und Unrechtsbewusstsein?

Anders herum gefragt: Was würde passieren, wenn ich mir auch nur ein Blümelein aus einem Balkon-Blumenkasten abschneiden oder beim Stadtrundgang eine Rose aus einem Vorgarten pflücke? Von einem ganzen Tulpenstrauß mal ganz zu schweigen. Wenn der Vorgarten mir gehören würde, würde ich mich tierisch aufregen.

Bauer Fritz

 

 

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40 Kommentare

  1. Zenzi sagt

    @Bauer Fritz Nicht ihre Darstellung halte ich für Agressiv, die Ironie war sehr wohl herauszulesen. Es sind die Antworten, die klischeehaften „So sinnse die Städter“ uvm.
    Ich wohne sehr Naturnah, mit Obstgarten, mein Grundstück (8000 m2) nicht eingezäunt. Fuchs& Has sagen sich hier GuteNacht, Spaziergänger verirren sich auch mal und tappen durch meinen Garten. Der Obstgarten ist so groß, dass der Eigentümer nicht alles erntet. Da wird auch mal was mitgenommen, was ich für OK erachte. Habe es auch schon Asylanten angeboten, dass sie sich nehmen dürfen oder es für die Tafel gespendet. Wenn ich im Garten bin, spreche ich die Spaziergänger an. Minimum ein „Servus oder Hallo“ Viele fragen nach dem Weg. Unverbindliches Geplaudere, immer die selben Fragen „HabensiedennkeineAngsthierso…“ Wer meint, seine Bierflaschen oder Zigarettenstummel hier liegen lassen zu müssen, der wird bestimmt darauf hingewiesen. Miteinander reden und nichts runterschlucken war und ist immer der beste Weg.
    Es kommt halt darauf an WIE man eine fehlgelaufene Sache anspricht. Feiernden Jugendlichen sage ich gleich, dass JEDER Müll weg muss, denn Schafe fressen auch Filterzigaretten und Bierflaschendeckel.

    Sollten sie* gleich einen Strauß Blumen hier rupfen wollen, werde ich sie nass spritzen. Desgleichen Quad-/Trial- und Mountainbikefahrer die ich schon von weitem aus dem Wald herrauschen höre.
    Unsensible Menschen gibt es überall. Begegnet mir einer oder erzählt mir wer Quatsch werde ich es demjenigen widerspiegeln.

    * Sie könnten aber auch ein Glas Wasser bekommen, denn zu mir ist der Weg steil.

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  2. Paulus sagt

    Die gleichen bzw. ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht.
    Weihnachtsbäume holen – geschenkt. Ich bin ja eh nur alle paar Monate mal vor Ort und da muss man halt Nachsicht üben.
    Ein paar Ballen Stroh die ich selbst kaufen musste, zu welchem Zweck auch immer entwenden – geschenkt.
    Die trockenen Reiser einer Benjeshecke mit der Motorsäge kleinschneiden und auf einen Pkw-Anhänger laden – geschenkt. Man benötigt ja Anmachholz für den Kamin.
    Als ich jemand darauf ansprach, war dieser der Meinung er würde ja nur Abfall entsorgen. OK, dachte ich und habe versucht ihn zu belehren.
    Das uns dauernd elektrische Weidezaungeräte geklaut werden, führe ich mal auf die zunehmende Wildschweinpopulation zurück. Schließlich muss sich ein Waldanrainer ja schützen. Also ist das irgendwie auch OK. Insofern -ebenfalls geschenkt.
    Unseren Nutzgarten hatten wir mit einem deutlichen Hinweis an der Dorfstraße für Jedermann geöffnet. Wir sind ja schließlich nur an Wochenenden da und können weder alles ernten noch verarbeiten. Damit meinten wir aber nur das Gemüse.
    Dass wir anschließend weder Kaminholz noch Zaunpfähle und auch keine Blumenkübel mehr hatten, war in unserer Vorstellung so nicht gedacht.
    Fazit ist, wir sind stinkig und das Dorfleben hat für uns seinen Charme verloren. Steht übrigens alles zum Verkauf.

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  3. Andreas Schmid sagt

    Ich stelle fest, dass viele die „lauthals“ nach Naturschutz schreien sich selber nicht an das Naturschutzgesetz halten. Ich hatte gestern wieder ein solches Gespräch. Die sind über meine eingezäunte Viehweide gelaufen. Sie sah nach außen etwas nach Öko aus, aber dass das laufen über wachsendes Gras nach dem Naturschutzgesetz verboten ist wusten die zwei offensichtlich nicht. Ich lasse gerne Leute über meine Felder laufen, wenn sie keinen Schaden machen, aber wer meint mit Mitgliedschaften und spenden mir noch mehr Vorschriften zu machen hat sich gefälligst an das Naturschutzgesetz zu halten. Oder er soll austreten und das spenden bleiben lassen.

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  4. Friedrich sagt

    Leider ist das so wie beschrieben und teilweise noch viel schlimmer. Meine Erfahrung ist die , daß es für 90% der Leute keine Gesetze brauchte, denn die halten sich an normale Umgangsformen. Problem sind die 10% der Leute , die auch nicht immer dieselben sind. Hierfür werden die Gesetze gemacht. So gibt es in allen Schichten und Berufen der Bevölkerung diese Scheißkerle , die sich alles herausnehmen und über alles hinwegsetzen. Teilweise ihr Tun als Kavaliersdelikt ansehen und kein Schuldgefühl oder Unrechtsbewußtsein haben. Davon kann ich leider auch die Bauern nicht ausnehmen.
    In meinem Bereich ärgern mich die Hundeleute , die acht Stunden arbeiten und nach und vor der Arbeit ihre Hunde gassi gehen lassen auf anderer Leute Grund und Boden. Auch die Leute , die ihre überflüssigen Möbel , Teppichböden usw. einfach auf den Feldwegen entsorgen. Wundere mich auch über die vielen Tierschützer , die es bei voller Arbeitszeit verantworten können , ein Tier zu halten.

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    • Bauer Fritz sagt

      Von Friedrich zu Friedrich:
      Danke für deinen Beitrag. Ich meine ja auch, daß es viele (wenn meiner Einschätzung vielleicht auch nicht 90%) sind, die normale Umgangsformen haben. Ich meine auch, daß es kein Berufskollege jemandem von diesen Mitmenschen verwehrt, sich etwas von der Fülle, die uns doch alle erfreut, mitzunehmen. Aber der Anstand gebietet es wohl zumindest danach zu fragen und allein die beiden schönen Worte „Bitte“ und „Danke“ öffnen viele Türen und Gespräche.

      Mir ist aber genau diese so oft an den Tag gelegte kaltschnäuzige Selbstverständlichkeit sauer aufgestoßen, mit der man/frau meint, sich einfach an allem bedienen zu können bzw. überall tun und lassen zu können, wie es einem gerade einfällt.

      Und wie ich hier lese, gibt es auch bei euch in Deutschland solche Beispiele genug.

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  5. e. radmacher sagt

    ….mindestens genauso schlimm sind die „neuen“ lifestyle jäger. sie lassen sich ein bis zweimal im jahr blicken, jagen die letzten verbliebenen hasen in einer von monokulturen geprägten landschaft bei ihren modeschaugesellschaftsjagden, ausgebildete hunde dabei weitestgehend fehlanzeige…..krankgeschossenes wild wird grundsätzlich nicht nachgesucht und, wenn es sich um tauben handelt, selbst erlegtes nicht. hegeaufwand null, biotop- und habitat erhaltende maßnahmen ebenso….jagd als statussymbol und geschäftsanbahnungsmodell a la golf

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    • Paulus sagt

      Hallo e. radmacher,
      Sie gestatten mir, dass ich ihren Vortrag für überzogen halte und ihnen nur bedingt Glauben schenke. Unabhängig davon sprechen sie in der Tat ein Problem an, dass man nicht unter den Tisch kehren kann. Ich bin selbst Jäger und habe z.B. nach einer Entenjagd zu der ich eingeladen war, mal festgestellt, dass irgendwie keiner die Enten haben wollte. Das mit dem Rupfen ist ja auch so eine Sache.
      Dabei ist es ganz einfach. Nachdem ich vorführte wie man in maximal 5 Minuten zu einer küchenfertigen Ente kommt war das Problem beseitigt. Bei Tauben geht das noch schneller. Das war jetzt aus dem Nähkästchen …
      Sie sollten aber eines nicht vergessen. Ein Jagdpächter benötigt für jede Biotop- und Habitat erhaltende Maßnahme zunächst einmal das Einverständnis des Grundeigentümers und das ist auch richtig so. Das Anlegen von z.B. Hegebüschen ist gar nicht so einfach.
      Und jetzt verrate ich ihnen noch was, die Jagd hat als Statussymbol und Geschäftsanbahnungsmodell schon längst ausgedient. Die Zeiten sind vorbei.

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      • bauerhans sagt

        „habe z.B. nach einer Entenjagd zu der ich eingeladen war, mal festgestellt, dass irgendwie keiner die Enten haben wollte.“

        das war früher schon so: kaninchen,enten oder tauben wurden an die „kötter“ verschenkt,die aus pommern stammten,hier als flüchtlinge auf den höfen arbeiteten und aufgrund der grösse der familie,sehr gern dieses wild nahmen.

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      • e.radmacher sagt

        danke für den kommentar, herr paulus, ich gestatte. ich bin selber landwirtssohn, jäger und grundeigentümer in einer jagdgenossenschaft. oben erzähltes war ebenfalls aus dem nähkästchen. allerdings, so muss ich zugeben, der hinweis zum grundsätzlichen nichtnachsuchen ein wenig übereifrig und emotional. mit dem geschäftsanbahnungsmodell haben sie eventuell sogar recht, allerdings kann ich ihnen auf grund meiner tätigkeit im rahmen der brauchtumsvermittlung versichern, dass eine neue jägergeneration, insbesondere der männer, heranwächst, deren große zahl weniger an der natur interessiert ist, als vielmehr am gesellschaftlichen ereignis. frauen, in jhrer zahl stetig zunehmend, bilden hier glüclicherweise eine äusserst bemerkenswerte ausnahme.

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  6. Sandra Kuhn sagt

    Vor einigen Jahren, bei einem Bekannten, dessen Hof ab vom Schuss auf einer Waldlichtung steht:
    Die Familie hat sich gerade zum Mittagessen in der Küche eingefunden. Ein Blick aus dem Fenster weckt Erstaunen. Nicht weit vom Haus entfernt auf der Wiese beigt eine Wandersfamilie den Holzhaufen aufeinander, um die mitgebrachten Würste zu grillen. Unser Bekannter geht raus, grüsst höflich, fragt, wo sie denn herkommen würden. Er fragt auch nach, ob sie einen Garten besitzen. Schön, da freue er sich aber. Sie würden in dem Fall in nächster Zeit einmal vorbei kommen und ihre Würste bei ihnen im Garten grillen.

    Muss ich erwähnen, dass die sich ziemlich rasch verzogen haben?

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  7. Lukas sagt

    Ich kann dem geschriebenen auch nur zustimmen!
    Leider wird das egoistische Verhalten un die Rücksichtslosigkeit immer Größer in unserer Gesellschaft. Nur was dagegen tun??
    Ist ja leider nicht nur bei uns auf dem Land so.

    1+
  8. Altbauer Jochen sagt

    Das Verhalten vieler Menschen orientiert sich an dem
    was gerade noch „legal“ ist . Aber nicht alles was legal ist,
    ist auch legitim!
    Meiner Ansicht nach gibt es davor auch noch eine Grenze
    des Anstands oder sogar der Ehrbarkeit.
    Dessen sind sich wohl nicht alle bewusst.

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  9. bauerhans sagt

    ich wirtschafte in einem sehr dicht besiedelten gebiet und muss mich zunehmend mit der gemeindeverwaltung auseinandersetzen,die böschungen und wege bis zum feldrand bepflanzt hat(wir sind extrem waldarm),aber sich beim zurückschneiden in späteren jahren sehr schwer tut.

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  10. Der Brandenburgbauer sagt

    Sehr guter und lehrreicher Beitrag. Bisher nur Zustimmung. Wo bleiben die Kritiker? Aus meiner Sicht dürfte es hierzu keine geben. Aber warten wir es ab!

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  11. G. Scheips sagt

    Kommentare hier: Der Liebe Gott läßt doch für alle wachsen. Die schweren Trecker sollten auf den „Wanderwegen“ nicht fahren dürfen. Unsere Wirtschaftswege sind also neuerdings „Wanderwege“? In den Osterferien sollte das Güllefahren verboten werden.

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