Bauer Willi, Video
Kommentare 125

Volksbegehren… (Video)

Liebe Mitbürger

Ich habe mir mal meine Gedanken zum Volksbegehren in Baden-Württemberg gemacht. Und überhaupt zu Volksbegehren. Die Frage: wem nützt es? Den Bauern? Den Bienen? Es besteht die Gefahr, dass viele Bauern aufhören müssen, wenn dieses Volksbegehren durchkommt. Und wenn die Bauern verschwunden sind, hilft das den Bienen auch nicht. Also überlegt gut, informiert euch. Bei Wissenschaftlern, die was davon verstehen. Fragt euren Politiker vor Ort, wie er dazu steht. Kommt rauf aus Land, sprecht uns an. Und vielleicht seht ihr unterwegs #grüneKreuze. Was es damit auf sich hat, können wir euch auch erklären.

Und wer sich breiter informieren will, sollte sich diesen Beitrag des SWR ansehen. Da werden die richtigen Fragen gestellt. Der Beitrag heißt „Rettet die Bienen – Artenschutz contra Landwirtschaft“

https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzExNTQzNTY/

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125 Kommentare

  1. Walter Parthon sagt

    Gerald G. Grosz

    Der heutige „Tag der Deutschen Einheit“ wirkt, angesichts eines von Angela Merkel zutiefst gespaltenen Volkes, wie übler Hohn.
    Die Schutzmantelmadonna des Einzelfalls tauschte die Einheit der Bürger gegen ihre eigene moralische Selbstüberhöhung, wechselte Verantwortung und Verpflichtung gegen die eigene Eitelkeit, verspielte die Demokratie zu Gunsten des eigenen Machterhalts, ersetzte die Meinungsfreiheit durch eine Zensur der selbstdefinierten Merkel’schen Political Correctness, opferte den Zusammenhalt als bürgerliche Tugend zu Gunsten der Stärkung extremistischer Ränder.
    28 Jahre nach der Besiegelung der Einheit und der endgültigen Überwindung der DDR, 29 Jahre nach dem Fall der Mauer herrscht heute ein Klima der Angst, der Unsicherheit, der Unfreiheit, etabliert sich eine Demokratur alter Prägung. Der damalige „Wind of change“ hat sich heute zu einem Sturm der Entrüstung und des Widerstands entwickelt. Eine traurige Bilanz kann man jetzt schon ziehen: Merkels „Wir schaffen das-Politik“ verursachte bereits mehr Opfer und menschliches Leid, als es Todesopfer an der Mauer in Berlin zu beklagen gab. Der 3.10. sollte daher sinnigerweise in Zukunft „Tag der Opfer des Einzelfalls“ heißen!

    3+
    • firedragon sagt

      Herr Parthon,

      Deutschland ist eine Demokratie, keine Diktatur.

      Frau Merkel hat/kann nicht im Alleingang agieren.
      Da gibt es eine Vielzahl an Köpfen, die für das Heute verantwortlich gemacht werden können.

      Und so, wie es heute läuft, dafür wurden vor Jahrzehnten die Weichen gestellt.

      Die Weichensteller von damals, kann man heute nicht mehr zu Verantwortung heranziehen.

      0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Eine Demokratie ist die Diktatur einer Mehrheit über eine Minderheit. 🙁

        1+
    • Thomas Apfel sagt

      Das ist ja mal eine gute Idee. Lustig auch der Heini vom BUND, als ob es keine Bio-Umstellungsförderung gäbe: Selbst in NRW, wo die Umstellungsförderung extrem hoch ist, hat das kaum Auswirkungen auf die tatsächliche Umstellungsbereitschaft.
      Dauerkulturen: BW 1.275 €/ha / NRW 2.160 €/ha
      Gemüse: BW 975 €/ha / NRW 1.440 €/ha
      Besonders lustig die Vorstellung „die Bauern können dann höhere Preise und mehr Bio-Förderung per Gesetz einfordern“. Da müsste dann BW die Kleinstaaterei des 18. und frühen 19. Jahrhunderts wieder einführen, mit Zollschranken (im eigentlichen Wortsinn) an allen Zufahrtstraßen. bei einer Umstellung von 50 % der Fläche auf Öko, würden die erforderlichen Summen schon bei jetzigen Fördersätzen mehr als den gesamte Etat der Direktzahlungen kosten. Die Bio´s werden sich ihren kleinen Markt schon noch selber kaputtschießen. Nur bis es soweit ist wird die gesamte deutsche Landwirtschaft in Geiselhaft genommen, mit zu erwartenden Kollateralschäden deren Beseitigung Jahrzehnte dauern wird.

      7+
      • sonnenblume sagt

        Bauern können dann gesetztlich höhere Preise einfordern. Was denkt dieser Mensch wirklich bei dieser Äußerung? Wie fühlt man sich, wenn man dem Zuschauer wissentlich den größten Schwachsinn erzählt. Der Mann muss schon sehr gut verdienen damit er seinen Gesicht für so etwas hergibt.

        4+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Im Rundfunk wurde auch von der Aktion berichtet, da meinte ein Passant,
        die Bauern wären von der chemischen Industrie instrumentalisiert.

        Abgesehen davon, dass es eine bodenlose Frechheit ist, und Bauern als mehr oder weniger als „unfähig“ zu bezeichnen, muss man sich fragen, ob der Passant einen Sprung in der Schüssel hat.

        5+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Ach so?

            Man sollte schon die Fähigkeit besitzen, zwischen Unsinn und Wahrem zu unterscheiden.
            Wer das nicht kann, sollte einfach die Klappe halten.

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    • firedragon sagt

      Ehemaliger Landwirt,

      das war eine sehr anschaulich dargestellte Situation der befürchteten Lage, die sich aus einem generellen Pflanzenschutzverbot ergeben könnte.
      Aufzuzeigen, dass heimisches Obst und Gemüse mal nicht mehr zu kaufen sein könnten.
      Wir werden sehen, wie das Volk „entscheidet“.

      1+
      • Inga sagt

        Warum gehört es nicht zum Allgemeinwissen,
        dass diese PSM und der Wirtschaftsdünger politisch forciert wurde, als hier zu Lande nicht für jeden genügend Nahrungsmittel da war!

        Warum haben die Bauern dieses Allgemeinwissen alleine?

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  2. fruchtking sagt

    Ich denke wir erleben hier gerade eine schleichende Zwangsenteignung. Vieles was Bauern zu gute kam, wurde oder wird abgeschafft. Stattdessen werden Mehrkosten, Bürokratie und Auflagen eingeführt. Vor allem für Kleinbetriebe kaum zu schaffen. Dies scheint so gewollt. Durch Klima und Insektenschutz Demos bekommt der Gesetzgeber einen Freifahrtschein um dem Bürger noch mehr zu schröpfen. Also dreht sich alles nur ums Geld. Auch der Grossteil der Verbraucher kauft da wo’s am billigsten ist, egal wo es herkommt. Ich fühle mich komplett verarscht. Da ist es auch egal was für ne Partei man wählt. Die rudern alle in die gleiche Richtung

    7+
    • Inga sagt

      Warum dürfen denn Berufsfremde ein Begehren zu haben?

      Die PSM sind doch weitgehendst geprüft, oder nicht?

      0
  3. brouss sagt

    Bezüglich Insekten wäre es auch interessant, was alles und in welcher Menge aus Auspuffen und Schloten in die Umwelt gelangt. Ich habe was von Terpenen in Erinnerung.
    Neulich habe ich ein Moped neben dem Geräusch auch schon riechen können, bevor es um die Ecke kam.

    1+
  4. Thomas Apfel sagt

    Eine wichtige Ursache für die Fehleinschätzung der tatsächlichen Auswirkungen der Landwirtschaft auf Artenvielfalt ist die „offene Flanke“ beim Pflanzenschutz. Wir haben es versäumt zu erklären, was chemischer Pflanzenschutz tatsächlich bewirkt. Das hat den Imkern den Weg in die völlige Überhöhung der Bedeutung dieses kleinen Zweiges der LW geebnet. Die glauben ihre Behauptungen tatsächlich und wir haben diese Diskussionen vermieden, aus Angst über das „Gift“ das wir anwenden, reden zu müssen.
    Fakt ist, dass es außerhalb der direkten Anwendung, vor allem in weit entfernten Schutzgebieten keine Auswirkungen der Pflanzenschutzanwendungen gibt und geben kann, sondern hier eine völlige Fehleinschätzung seitens der Naturschutzverantwortlichen vorliegt, wie sich selbst überlassene Gebiete sich in ihrer Entwicklung bezüglich Biodiversität verhalten.
    Wie sonst ist es zu erklären, dass ausgerechnet in den Gebieten mit Raumkulturen wie Obst und Weinbau die Biodiversität extrem hoch ist, und das wohlgemerkt auch innerhalb der Obstanlagen. Am Kaiserstuhl, einem Gebiet mit intensiven Raumkulturen und einer hohen Behandlungsdichte findet sich die in Deutschland höchste Artenvielfalt.
    Im Bodenseegebiet und anderswo werden IN DEN Obstanlagen 80 Wildbienenarten nachgewiesen. Und gerade unsere vielen „Freunde“ aus der Welt der Insekten und Pilze, die wir jährlich in ihrer Entwicklung begrenzen müssen , sind der lebende Beweis dafür, dass der chemische Pflanzenschutz nicht Hauptursache eines Verlustes an Arten und Menge ist. Es ist auch gar nicht das Ziel der chemischen Unterstützung des Pflanzenschutzes irgendeine Art auszurotten, sondern deren Auftreten auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.
    Der Pflanzenschutz hat sich insbesondere in Deutschland in den letzten 40 Jahren erheblich verändert: Es gibt kaum noch Mittel, die überhaupt in die Kategorie Gift fallen.
    Es werden bei deutscher Ware selbst bei den extrem genauen Nachweismethoden kaum noch PSM-Rückstände gefunden. Wir wenden fast nur Nützlings- schonende Insektizide an. Allein dieser Umstand hat zu einer enormen Reduzierung gerade der notwendigen Insektizidanwendungen geführt. Tatsächlich Biodiversität schädigende Insektizide gibt es dagegen im Bio-Anbau fast ausschließlich.
    Ich glaube aber, dass dieser Zug der Möglichkeit Dinge zu erklären, in Bezug auf die gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklung, abgefahren ist.

    21+
    • @ Thomas „Apfel 🙂 “
      Super Kommentar! Aber: „Fakt ist, dass es außerhalb der direkten Anwendung, vor allem in weit entfernten Schutzgebieten keine Auswirkungen der Pflanzenschutzanwendungen gibt und geben kann, sondern hier eine völlige Fehleinschätzung seitens der Naturschutzverantwortlichen vorliegt, wie sich selbst überlassene Gebiete sich in ihrer Entwicklung bezüglich Biodiversität verhalten.“ Deine richtige Aussage wird vom BUND durch diese völlig unbewiesene Behauptung kontakariert: „Ein bedrückendes Phänomen ist die Fernwirkung der Gifte und Düngemittel selbst in weit entfernten Naturschutzgebieten.“

      2+
  5. brouss sagt

    Wenn ich mir den Herrn Gerstmaier in dem Video ansehe, dann gibt das ein weiteres Argument für meine These:
    „Die Öko-Bewegung hat zuerst Kranke angezogen!“
    Als ich das erste Bild von der Greta sah, dachte ich die hat ne psychische Störung. Es hat nicht lange gedauert und dann war was von Asperger/Autismus zu lesen.
    Ich weiß nicht woran der Gerstmaier leidet ( nervös, abgehackte Sprache), aber für psychisch sauber halte ich den nicht.
    Bei dem Wunsch nach mehr Bio muss es ja nicht nur darum gehen, mehr Umsteller zu gewinnen. Ich denke es steckt auch der Wunsch dahinter an die Fläche von Aufgabe-Betrieben zu kommen.
    Der Hr. Gerstmaier mag vllt. auch ein geschäftliches Interesse haben, denn mehr Bienen bringen ihm auch mehr Geld.
    In Bayern hat sich die Zahl der Bienenvölker, in Zeiten des Bienensterbens, von 2008 mit 152 000 Völkern auf 180 000 in 2017 erhöht. Die Honigbienen sind größer und aggressiver gezüchtet und verdrängen die Wildbienen. Wenn der Hr. Gerstmaier also was für die Wildbienen tun will, dann sollte er als Erstes weniger Völker halten.

    11+
  6. Elisabeth Ertl sagt

    Was ich interessant finde: Im Jahr 2000 sehnte sich das ästhetische Empfinden nach der Kulturlandschaft der Barockzeit, und die fanden die Touristen z.B in den Alpen. Da gab es praktisch noch keine Chemie und eine große Artenvielfalt. Mittlerweile hat sich die Landwirtschaft dort rationalisiert mit großen Freilaufställen, Güterwegen auf Almen, Wiesen ohne große Artenvielfalt etc. Aber jetzt wünschen sich die Touristen dort nicht die alte Kulturlandschaft zurück, sondern eine Wildnis ohne Einfluss des Menschen. Als ob wir nach 1800 kollektiv psychologisch aus irgendeiner Mitte gerückt wären. Es wäre für den Philosophen eine lohnende Aufgabe herauszufinden, was die Leute im Innersten wirklich suchen, wenn sie mit der Landwirtschaft so unzufrieden sind.
    Ich finde leider jenes Buch nicht mehr, wo jemand ehemalige Knechte und Mägde unserer Großelterngeneration im Altersheim von früher erzählen ließ. Alle waren froh und dankbar, dass der Sozialstaat ihnen eine Leben ohne materielle Sorgen bot, und dass die alte Plackerei und Schinderei ein Ende hatte. Und trotzdem war da eine Wehmut über etwas Verlorenes. Und der Widerspruch bei diesen Leuten, die beides erlebt hatten, der findet sich interessanter Weise noch immer im kollektiven Unbewussten: man will die billigsten Lebensmittel und gleichzeitig die Agrarlandschaft längst vergangener Zeiten.

    4+
    • Brötchen sagt

      Elisabeth, die suchen eine Erdung zur Natur.
      Heute sind von den Jugendlichen ein Grossteil psychisch krank. Wer noch nie mit einer Erkrankung zur tun hatte bekommetnicht mit, wie viele das betrifft, weil das auch nicht breitgetreten wird.
      So eine Entwicklung gab es schonmal so in den 1920 zigern. Dort wurden viele Ding entwickelt, die heute noch aktuell sind, Bauhaus und die Lebensreformer. Die Ursache damals war auch die industriealisierung und die Entfremdung von der Natur.
      Die LW. Wird dafür als Projektionsfläche genommen, die kann das aber nicht erfüllen.

      6+
      • Elisabeth Ertl sagt

        Was da vordergründig von der Landwirtschaft erwartet wird, das kann sie nicht erfüllen. Aber vielleicht lohnt es sich, damit aufzuhören, aus Überforderung das Dahinterliegende gar nicht mehr anzuschauenn – diese ganze psychotische Gesellschaft. Denn sie ist ja da, mit so einer Übermacht da, dass sie den Bauern jetzt erst recht Unerfüllbares abverlangt will mit diesem neuen Gesetz.
        Eine SoLaWi ist selbst dann wertvoll, wenn sie scheitert. Die Erfahrung bleibt und kann den Beteiligten nicht mehr genommen werden. Wenn sie sich zurückziehen, wissen sie warum. Bei uns sind die Mountainbiker eine Landplage für Alm- und Forstwirtschaft. Man schwankt zwischen Verboten und dem Ausweisen von bestimmten Strecken, aber damit wird man der Sache nicht Herr, diese Leute fahren einfach wo sie wollen, und der Tourismus kann sie im eigenen Interesse nicht vergrämen. Ich wäre für einen Führerschein-Kurs mit verpflichtenden Praktika in Land- und Forstwirtschaft, und dann für Nummerntafeln, um Sanktionen erteilen zu können. Man muss sich da etwas einfallen lassen, um die berechtigten Bedürfnisse dieser psychisch Kranken so zu kanalisieren, dass sie keinen Schaden anrichten. Vielleicht wird das noch die Alternative zum gegenseitigen Bashing Landwirt/Konsument

        1+
        • Brötchen sagt

          Solawi kann der machen, der gern mit Menschen arbeitet.
          Der bäuerliche Betrieb, das sind meist Einzelkämpfer, die können nicht mit Menschen bzw. Personalmanagement. Das ist wieder der Vorteil von Grossbetrieben, da musst du das können.
          Wir hatten zu ostzeiten ein sogenanntes Leitungspraktikum ein halbes Jahr im Betrieb, da ging es nur um Personalführung.
          Heute die neu kommen, die sind bezüglich dessen total unbeleckt und stolpern in simple fallen rein.
          Ist auch so wie mit Herdenschutzhunden , der Schäfer arbeitet immer mit Hunden, aber nicht der Rinderhalter. Wer das nicht gerne macht, wird das nicht gut machen.

          2+
          • firedragon sagt

            Guten Morgen Frau Ertl, Brötchen,
            um den „psychisch Kranken“ jetzt nicht negativ zu sehen : es sind oftmals Menschen, die in manchen Lebensphasen überfordert sind. Beruf, Familie usw.
            Es ist nur verständlich, dass diese Menschen ihr Heil in der Natur suchen (oder Kirche /Kloster).
            Das, was sie in der Natur oder LW suchen, gibt es nicht mehr oder sehr selten.
            Die LW ist auch nicht für Therapien geeignet, dazu sind wir nicht ausgebildet (s. Brötchen).
            Was wir auf unserem Betrieb festgestellt haben : ab und an kommt ein solcher Mensch. Er ist uns behilflich – ganz einfache Arbeit – er kann dabei abschalten und das hilft diesem Menschen, den angespannten Arbeitsalltag zu verkraften. Dieser Mensch ist glücklich dabei, er verklärt aber auch nicht die LW.

            Vielleicht täte das Bildungsministerium gut daran, LW und Umwelt als Fach zu etablieren. Vielleicht auch so weit zu gehen und sagen, ein Praxisjahr verpflichtent einzuführen. Es muss sich ja jeder ernähren, da liegt es doch eigentlich nahe, Grundkenntnisse zu besitzen (ein Huhn legt nur ein Ei am Tag, nicht zehn)

            2+
            • Brötchen sagt

              Äh die sind nicht überfordert. Das ist in bestimmten Lebensphasen fehlgeleitet z.b. Pubertät, auch durch die neuen Medien und die Umstände. Heute kann man das richtig „ausleben“.

              Ich kenne einige Schicksale im Bekanntenkreis , das ist keine Überforderung.

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              • firedragon sagt

                Ja Brötchen,
                mir sind auch Fälle von, ich drücke es mal so aus „hausgemachten“ Problemfällen bekannt.
                Deswegen : ein Praxisjahr in der LW (ohne Handy), geht in Härtefällen natürlich nur mit psychologischer Unterstützung.
                Aber es gibt auch die Menschen, die einfach „nur“, aus welchen Gründen auch immer, überfordert sind.

                1+
                • Elisabeth Ertl sagt

                  Das Praktikum in der Landwirtschaft gibt es ja an den Waldorfschulen – grundsätzlich eine gute Idee.

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          • Wie meinst du das, Firedragon?
            Wer in Betonwüsten wohnt fühlt sich doch weniger wohl, als in einem Fachwerkdorf mit Pflanzen drum rum?
            Warum brauchen Menschen in Hochhäusern Blumen auf dem Balkon?
            Der muß eher seine Wohnung danach schmücken, dass er sich wohlfühlt. Oder er hat Spaß am der Spraykunst in langweiligen Unterführungen oder sonst wo!

            Warum fühlen sich Menschen im Blätterwald wohler als im Nadelwald?

            Das wird sogar in jeder Stadtplanung berücksichtigt.

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            • firedragon sagt

              Hallo Inga,
              wie ich das meine?
              Nicht jeder, der in einer „Betonwüste“ lebt, leidet an psychischen Problemen.
              Hoffe ich zumindest – sonst hätten wir riesige Probleme.
              … naja – Probleme haben wir… oje

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              • Richtig,
                nicht jeder, man kann ja dann sein Leben anders ausschmücken.
                Aber man ist anfälliger dafür!

                0
  7. Landwirt sagt

    in Deutschland fragt kein Mensch nach, das wenn er Schuhe von zalanto oder Deichmann kauft, ob er dann einen Schuhmacher in Deutschland kaputt macht.
    Warum…..es gibt faktisch keine Schumacher mehr in Deutschland.
    Den ob Adidas oder billig Schuhe, alles kommt
    aus billig Land.
    Und genauso wird es unseren Lebensmitteln ereilen.
    Mit den gegenwärtigen zahl an Auszubildenden
    in der Landwirtschaft ist die Zukunft bereits besiegelt.

    9+
    • Die Lebensmittel sind doch schon Billigramsch,

      was machen denn die Marktschreier, die sie in die Menge werfen?
      Dabei sind auch geräucherte Mettwürste.

      Wäre das früher möglich gewesen, als man für die Lebensmittel noch 50% des Familieneinkommens zahlen mußte?
      Als man Tiere noch als Individuen sah und mit Respekt geschlachtet hat?

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      • firedragon sagt

        Hm Inga,
        Lebensmittel sind kein Billigramsch.
        Unsere Grundnahrungsmittel haben „nur“ ihre Wertschätzung irgendwo zwischen Ackerboden und manch einem Regal verloren.

        1+
        • Deswegen sind sie zum Billigramsch verkommen!
          Warum lockt der LEH mit Billigangeboten von Fleischwaren?
          Warum schmeißen Marktschreier mit Lebensmittel darum?
          Als Zeichen ist, dass so viel weggeschmissen wird.

          Hat es das früher gegeben, als man Lebensmittel noch mehr wertschätze und die Hälfte eines Montagehalt für die Lebensmittel ausgeben mußte?
          Damals kannten die Menschen noch den Weg vom Acker ins Regal!
          Sie wußten, warum die Butter oder das Eigelb im Sommer gelblich und im Winter eher weiß, weniger Farbe hast, ist, sie kannten zum Teil die Kartoffelsorten noch.
          Deswegen haben ja die Menschen die Wertschätzung zwischen Lebensmittelherstellung zwischen Acker und Regal verloren.
          Wenn man weniger „Ackergifte“ einsetzen würde, käme es zur Lebensmittelknappheit und käme der Gesundheit des Menschen und der Ökologie zu Gute,

          wenn man nicht von irgendwo in der Welt einführen würde.

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          • firedragon sagt

            Inga,
            das sind keine „Acker Gifte“.
            Es würde wahrscheinlich in Deutschland auch nicht wirklich zu einer Lebensittelknappheit kommen.
            Man würde sich einschränken müssen, das ja!
            Vom Ausland käme wahrscheinlich auch was rein, aber zu welchem Preis?
            Und ich spreche nicht von Geld.

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            • Da hast du so etwas von Recht, Firedragon!

              Der Ausdruck „Ackergifte“ war nur eine Provokation von mir!

              Ja, ich weiß auch , dass der Preis nicht aus Geld besteht!

              Aber das sollten sich die, die den Zusammenhang von Acker und Regal nicht mehr nachvollziehen können, mal verinnerlichen!

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              • firedragon sagt

                Inga,
                die Provokation ist Dir gelungen.
                Das mit dem Acker und dem Regal wird ja in verschiedenen Themen hier bei „Bauer Willi“ zu erklären versucht.
                Der eine kann es verstehen, der andere nicht und manche wollen ganz einfach nicht.
                Wir können nur Fragen, so gut es geht, beantworten, wie sich der Mensch letztendlich seine eigene Meinung daraus bildet, das werden wir nicht wissen.

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  8. Friedrich sagt

    @Obstbäuerin. Du triffts den Nagel auf den Kopf. Vielleicht kannst du dir mal das Buch von Douglas Murrays „Wahnsinn der Massen“oder von Dr. Markus Krall „Wenn schwarze Schwäne junge kriegen“oder von Daniel Stelter „Das Märchen vom reichen Land“ beschaffen und lesen. Schneller gehts, wenn du dir im Internet den Vortrag von Dr. Markus Krall anhörst: „Der Euro ist am Ende. Wann kommt der Crash ?“ Dann weist du auch in welche Richtung das“ Ganze“ hier läuft. Wir Bauern sind in diesem Land die letzten , die hier konservativ und nachhaltig wirtschaften. Wir haben den Nachteil , daß wir uns nur unzureichend wehren und das nutzen unsere grünen Freunde als Ersatz für die Atomkraftzerstörung aus . Man braucht ja etwas als Geschäftsmodell , um einen Gegner oder Schuldigen für das Leid der Welt zu haben. Schlimm nur , daß unsere Kanzlerin aus purem Machterhalt das mitmacht. Sie weis ganz genau , daß sie in zwei Jahren , nach ihrer Kanzlerschaft , einen Schrotthaufen hinterläßt und hat , so stand es mehrmals im Internet , eine Bleibe in Südamerika gekauft , weil sie genau weis , daß sie sich hier in Deutschland danach nicht mehr sehen lassen kann.

    4+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Obstbäuerin, Friedrich gebe ich in der Hinsicht Recht was seine Buch Empfelungen betrifft. “ Wenn schwarze Schwäne junge kriegen ist ein besonderes Buch.
      Der Vortrag im Internet reicht fürs erste um sich ein realistisches Bild zu machen.

      1+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Friedrich,“ Wir Bauern sind in diesem Land die letzten ,die hier konservativ und nachhaltig wirtschaften. Wir haben den Nachteil, daß wir uns nur unzureichend wehren und das nutzen unsere grünen Freunde, als Ersatz für die Atomkraftzerstörung aus“
      Friedrich, wie würde nach deiner Ansicht denn eine Gegewehr aussehen???
      Kein Berufsstand in Deutschland ist so zerstritten wie die Bauernschaft.
      Das hat opjektive Gründe, aber die helfen uns Landwirten nicht weiter.
      Ich persönlich, sehe zum jetzigen Zeitpunkt , keinen Lösungsansatz für dieses Problem.

      2+
  9. Ich finde es schade, daß bei dem Thema wieder nur Erzeuger gegen Verbraucher wettern von wegen wer hätte mehr Ahnung oder nur ’ne Meinung.

    Wenn die Preise so katastrophal sind, daß selbst Umwelt- und Tierwohlauflagen wehtun, dann ist das Problem nicht die Forderung nach höheren Umweltstandards, bei denen Deutschland sicherlich schon im Vergleich weit vorne ist, sondern das Problem ist die Wirtschaftspolitik.

    Aber so lachen Müller Milch, Cargill, Edeka, Aldi, Nestle und Co. einfach weiter …

    Scharfmacher und Ignoranten gibt es auf beiden Seiten. Man sollte sich nicht zu pauschalen Verurteilungen hinreißen lassen, wenn ich die Kommentare so sehe.

    Was ist der Gegenvorschlag: Weniger Steuern, weniger Auflagen, weniger Kontrollen und die Wissenschaft wird sicherlich was erfinden?! Ich fürchte, am Preis wird all das nichts ändern. Jede Produktivitätssteigerung würde eh nur wieder eingepreist werden.

    Man muß den wirtschaftlichen Kampf führen, nicht übereinander lästern, wer’s am besten weiß!

    Wenn es so weitergeht, überstehen nur Großbetriebe und Direktvermarkter, so mein Eindruck.

    1+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn man sagt,
      dass die Verbraucher mehr BIO wünschen und es an der Ladenkasse nicht umsetzen, ist das nicht gegen Verbraucher gewettert, sondern schlicht und einfach die Tatsache.

      Welcher Bauer kann bei dieser Situation auf BIO umstellen?

      Wie schrieb Herwig Scholz n seinem Kommentar hier im Forum?

      „Der Ökolandbau gerät auch heute schon immer mehr in den Fokus des weitgehend kommerzorientierten Lebensmitteleinzelhandels (LEH). Geiz scheint in Deutschland nun mal eben geil zu bleiben. Der konzentrierte LEH ruft wie immer nach einheitlichen großen Chargen makelloser Ware möglichst mit Ökosiegel. Das kann der ökologische Landbau auch nur mit immer größer werdenden Betriebsstrukturen leisten. Der Weg ist vorgezeichnet. Kleinere Betriebe stören da nur und würden langfristig gnadenlos über den Weg der Reklamationen wegen Kleinigkeiten oder nicht mehr Kosten deckenden Preisen an den Existenzrand gedrückt und zur Aufgabe gezwungen, es sei denn es finden sich regional/lokal an bisherigen Strukturen vorbei andere solidarische Wege“

      https://www.bauerwilli.com/weniger-insektenmasse-aber-mehr-vielfalt-gut-so/

      6+
      • Brötchen sagt

        Ehemaliger, es ist auch bei Bio so, wenn es eine Krise geben sollte. Z.B. Wirtschaftskrise, bei einer Ware, die das doppelte kostet, kann man diese nicht für den konventionellen Preis abgeben, man hatte ja den hohen Aufwand.
        Man kann aber konv. Ware für 10 Cent oder 20 günstiger abgeben. Das muss man auch bedenken. Das erstere ist eine Katastrophe das zweite ist noch irgenwie zu verkraften.
        Wenn konv. Ware viel teurer wird, sagen wir mal ein Drittel, dann kann Bio z.b. auch nicht gleich nachziehen.
        Hochpreisphasen konv. sind für Bio ganz schlecht.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      So ist es: Es wird in Zukunft Großbetriebe und Direktvermarkter geben, der Konsument hat somit eine Wahl, und er wird damit voll und ganz zufrieden sein.

      1+
  10. Friedrich sagt

    Wenn drei Leute ein Volksbegehren in Gang setzen können , dann ist das sicherlich zu hinterfragen. Ohne viel Geld läuft da nichts. Wir haben hier vielleicht noch ein wenig Marktwirtschaft , aber mit 50% Bio ist die sozialistische Planwirtschaft perfekt. Auch das vom
    Grundgesetz verbriefte Eigentumsrecht wird damit ausgehebelt. Kann nur jedem einmal das Buch von Prof. Kirchhoff „Berherzte Freiheit“, oder von Roland Bader das Buch „Die belogene Generation“ empfehlen. Was da von den Herrschaften im Volksbegehren gefordert wird , ist nicht anderes als Enteignung und Vorgabe , was der Verbraucher in Zukunft zu Kaufen hat. Also Bevormundung . Das hatten wir doch schon in der DDR. Noch nichts gelernt ? Wenn das so weitergeht , dann nehmen uns diese Taugenichse auch noch die Häuser weg . Alles mit dem Argument das Klima o.ä. zu retten. Es gibt überhaupt keine , über Jahrzehnte ermittelte Zahlen oder Daten zur Insektenentwicklung. Das ist immer nur eine Behauptung. Lediglich in UK , in Rothamstedt, gibt es seit den 1930er Jahren ermittelte Daten. Danach gibt es nur in den urbanen Gebieten (Städte) , einen um rd. 30% geringeren Falterbesatz (wegen Licht). Die Grünen behaupten immer nur Dinge und machen so mit der Dummheit der Leute Politik. Trotzdem gilt es dagegen anzugehen , sonst geht unser Gemeinwesen ruckzuck den Bach runter. Diese Leute sind dabei, unseren ganzen , seit dem Kriege erworbenen Wohlstand, zu vernichten. Das Ziel dieser Leute es mit der verfallenden Währung zu schaffen , ist fast schon erreicht. Kann nur den Mitbürgern raten den „Tanz ums Goldene Kalb“zu unterlassen und sich um die wirklich naheliegenden Dinge unseres Wohlstandes zu kümmern.

    23+
  11. Obstbäuerin sagt

    Zahlen lügen ja bekanntlich nicht. Ich hab mal nachgerechnet und das hoffentlich nicht wieder falsch. Also, von etwa 8 Milliarden Menschen auf der Erde haben 4 Millionen gegen den Klimawandel protestiert und davon 1,4 Millionen in Deutschland. Das heißt wir stellen 1% der Weltbevölkerung und 28,6% der Klimaretter. Sind wir jetzt die Nation der ganz Schlauen oder etwa nicht?

    9+
    • Altbauer Jochen sagt

      Liebe Obstbäuerin,
      Klimarettung und anderes,
      WIR SCHAFFEN DAS,-oder etwa nicht ??
      hoffentlich stehen wir als Nation der ganz Schlauen nicht
      am Ende als die Dummen da.

      6+
    • Ich verstehe die Logik dahinter nicht?

      Nur weil jemand in der Minderheit sein mag, soll er Unrecht haben.

      Hmm … wie hieß der damals noch … Kopernikus …

      Relativierung der Gegenposition ist eine unredliche rhetorische Angewohnheit, wenn man nicht in der Sache diskutieren möchte.

      Fragen Sie sich lieber, wieviele Deutsche sich mit dem Essen mehr auseinandersetzen als nur „lecker, viel und billig muß es sein“! Das vermeintliche Problem machen nicht diejenigen, die den Finger in die Wunde legen, sondern die, die es als selbstverständlich erachten.

      Und am Ende sind wir alle die Gelackmeierten. Die Umweltforderungen können doch nur zum Problem werden, weil Politik und Verarbeiter mit Handel die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kaputtgewirtschaftet haben. Als hätten Ökos Einfluß auf die niedrigen Erzeugerpreise und freie Marktwirtschaft des ewigen Wachstums …

      Tja, wieviele Höfe gibt es noch, weniger als 260.000 in Deutschland? Also das tut sich nicht viel im Vergleich zu den „Klimarettern“, oder?

      Das Höfesterben muß enden zum Wohle aller. Aber am Höfesterben haben nicht Ökos Schuld, sondern die wachse oder weiche Mentalität, Unterbietungswettkampf am Weltmarkt … und die Grünen sind meines Wissens eher gegen Mercosur, während CDU und FDP es bejubeln.

      Also machen Sie es sich nicht so einfach! Sachlichkeit beginnt damit, daß man sein Gegenüber respektiert und es nicht relativieren, diskreditieren oder ähnliches möchte!

      Der Dialog ist wichtig, was aber bedeutet, daß man auch bereit ist, selbst nachzugeben. Was bringt eine Diskussion, wenn man nur auf seinem Standpunkt verharren möchte? Das ist wie Demokratie nur dann, wenn die Mehrheit in meinem Sinne abstimmt.

      1+
      • Obstbäuerin sagt

        Hallo Herr Suhr, NACHGEBEN heißt in unserem Fall AUFGEBEN. Denn wenn wir die Wünsche erfüllen sind wir nicht mehr rentabel. Aber das muss Ihnen ja inzwischen klar geworden sein.

        7+
      • Elisabeth Ertl sagt

        Wenn Sie das Höfesterben stört, Herr Suhr, dann kaufen Sie doch einen dieser aufgebenden Höfe und zeigen Sie uns unter Respektierung des Gegenübers, wie man ohne Wachsen-und-Weichen-Mentalität und Unterbietungswettkampf erfolgreich wirtschaftet. Bei uns ist die ÖVP gegen Mercosur. Ökos haben sehr wohl Einfluss auf die niedrigen Erzeugerpreise. Sie können beim Direktvermarkter kaufen und mehr bezahlen. Angebote gibt es genug, auch in den Städten, sie werden halt nicht angenommen. Ich habe keinen Wunsch nach Vermehrung meines Besitzstandes, ich bin zufrieden. Aber die Mehrheit wills sichs permanent verbessern, und daher muss die Wirtschaft wachsen. Es gäbe ja kein Wirtschaftswachstum mehr, wenn die immer größer werdende Masse der Konsumgüter nicht gekauft würde. Und wenn die Ökos nicht da ansetzen, wenn sie nicht wieder wie die Hippies mit einer Minimalausrüstung an Gütern auszukommen suchen, wenn sie kapieren, dass es der Verzicht ist, der den Menschen vom Tier unterscheidet; wenns heißt, naja ein paarmal im Jahr kann man schon auf Urlaub fliegen, halt nicht jedes Wochenende, dann haben sie nichts begriffen. Und deshalb glaube ich nicht, dass sich etwas ändern wird, bevor die Lebensmittel knapp werden. Aber die derzeitigen Forderungen laufen ohnehin darauf zu.

        3+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Herr Suhr,
        Sachlichkeit beginnt damit, daß man sein Gegenüber respektiert und es nicht relativieren, diskreditieren oder ähnliches möchte,das ist richtig, zur Sachlichkeit gehört auch dass man such die Argumente der Bauern anhört und nicht die eigenen mit päpstlicher Unfehlbarkeit vorträgt.

        In unserer Gegend gibt es 3 reine Bioläden, in die ich mal gerne reinschaue, aber aus Prinzip nichts kaufe, weil ich keinen Mehrwert bei BIO kenne.

        Einer der Läden, angeschlossen an eine gut gehende Gärtnerei hat einen BIO Betrieb übernommen, der vorher insolvent war.
        Der Betrieb ist nach 5 Jahren immer noch in den roten Zahlen, weil die Zahl der Kundschaft mehr als dürftig zu bezeichnen ist, obwohl die Gärtnerei die im selben Gebäude ist, sehr gut geht.

        Aber glauben sie mir, das Volksbegehren ist ein Irrweg, nicht nur für die Bauern, und die Bevölkerung auf dem Land, auch für die Insekten.

        Jubel über die Rettung von Condor und deren 5.000 Arbeitsplätzen, statt 3 Tage im Schwarzwald, geht es weiter 3 Tage mit dem Flieger nach Malle.

        8+
      • Arnold Krämer sagt

        „Das Höfesterben muß enden zum Wohle aller. Aber am Höfesterben haben nicht Ökos Schuld, sondern die wachse oder weiche Mentalität“.

        Herr Suhr, wollen oder können sie es nicht verstehen? Für die Betriebsaufgabe als Schlusspunkt einer (machmal Jahrhunderte währenden) Betriebsentwicklung gibt es „1000“ verschiedene Gründe. Sie sind sowohl im ökonomischen wie aber auch oft im rein privaten Bereich zu finden. Ein paar private Gründe liste ich Ihnen hier einfach mal auf:
        – keine Familiengründung
        – Gesundheit, Tod, Krankheit, Unfall
        – Nachfolger fehlen, sind ungeeignet, kein Interesse
        – Familienkonflikte, mangelnde Unterstützung, Scheidung
        – Überforderung, fachlich, organisatorisch
        – fehl. Selbstvertrauen, allgemein Demotivation

        In der Vergangenheit hat der technische Fortschritt in allen seinen Ausprägungen zu strukturellen Überschüssen und damit zu permanenten (realen) Preissenkungen geführt. Das ist zweifelsohne richtig. Aber damit ist weitgehend Schluss, weil der technischer Fortschritt nur noch in sehr kleinen Schritten erkennbar und wirksam ist und jetzt auch die Politik massiv ins Spiel kommt. Sie sorgt dafür, dass durch Auflagen und Verbote die Produktivität in den Betrieben zurück verordnet wird. Das ist in gewisser Weise neu bzw. wird durch das Ausmaß und die Intensität der Eingriffe zum Kostentreiber für die Landwirte schlechthin und wird für die Masse der Betriebe auch durch weitere Rationalisierung oder Größenwachstum nicht aufzufangen sein. Oder glauben Sie, dass ein Betrieb mit 1000 ha Ackerfläche im Osten mit 1000 ha zusätzlich noch billiger produzieren kann? Höhere Erzeugerpreise können auch nicht herbeigebetet werden. Damit wird das Höfesterben nicht weniger sondern deutlich zunehmen. Also wiederholen sie bitte nicht ständig die gleichen, wirklich falschen Aussagen.

        7+
        • Brötchen sagt

          So ist das gut erklärt!
          Oder Herr Suhr soll doch mal anschaulich erklären, was passiert wenn die Lebensmittelpreise um 20 % steigen!
          Benzin, Heizung, Miete, Strom, Abgaben sind schon stark gestiegen.
          da ist keine Luft mehr, oder das geht so Lasten anderer Bereiche vor allem dem Konsum.
          Und die linken sind doch für ungeregelten Zuzug!
          So bekloppt kann man doch gar nicht sein, das nicht zu begreifen!
          Sahra Wagenknecht hat es begriffen und dafür wurde auch die linke abgestraft in BB und sachsen. Die haben richtig Federn gelassen!

          3+
      • Berthold Lauer sagt

        Herr Suhr, das mit dem Höfesterben hat man ihnen doch jetzt schon oft genug erklärt! Vielleicht sollten sie ja Mal ergründen, warum es das Tante Emma Läden Sterben gab, warum es das Bäcker und Metzger Sterben gibt, warum es das Dorfgaststätten Sterben gibt, warum Handwerksbetriebe sterben ….. Und das, obwohl alle sie ganz toll fanden und ganz wichtig und ihnen viele Tränen nachweinen und gar nicht merken, daß sie selbst ihnen die Existenzgrundlage entzogen haben!

        2+
  12. Bauer Fritz sagt

    Lesenswert/Hörenswert
    Autoritäre Weltverbesserer
    (https://www.deutschlandfunkkultur.de/autoritaere-weltverbesserer-schamgefuehl-als-moralkeule.1005.de.html?dram:article_id=459055)

    Da dieser Tage Feindbilder am laufenden Band produziert werden – Populisten, Rassisten, Sexisten; Klimakiller, Tiertöter, Fleischfresser; Kreuzfahrttouristen, Superreiche, Konsumkapitalisten – sickert durch die Hintertür der kostenfreien Moralisierung etwas sehr Gefährliches in den Humus der Republik und vergiftet peu à peu ihr soziales Klima: eine puritanische Moral der Askese, die über Verbot und Verzicht zu gefälligem Verhalten erziehen will.

    Wer sich falsch verhält, wird als schuldig an den Pranger gestellt. Wer seinen Lebensstil nicht ändert – jetzt, sofort und absolut – soll sich schämen. Flugscham. Fleisch-Scham. Konsum-Scham. Klassenscham. Elitenscham. Alter-weißer-Mann-Scham.…

    Wissenschaftler werden attackiert, wenn sie „falsche“ Frage- und Themenstellungen aufwerfen.

    Wer bestimmt das ‚Wie‘?
    Das Dürfen bringt ein Machtverhältnis zum Ausdruck: jemand gewährt, der andere gehorcht. Aber wer erlaubt da wem was mit welcher Legitimation? Die zu Recht so hoch gehaltene Pluralität und Diversität der unterschiedlichsten Lebensentwürfe und ihr Prinzip ‚Jeder lebe und entscheide nach seiner Fasson’ wird nun an Bedingungen geknüpft. Nach erfolgter Gesinnungsprüfung senkt oder hebt ein anonymes moralisches Zentralkomitee dann den Daumen.
    Das hat autoritative, fast autoritäre Züge.
    So würde jede ernstzunehmende offene politische Debatte verschwinden.

    Irrweg aus Anmaßung und Anklage
    Nicht die Demokratie als solche ist in Gefahr, sondern die liberale Demokratie: die auf Aushandlung, Ambivalenz, Eigenverantwortung, Pluralität und Prozess basierende beste und auch anspruchsvollste Gesellschaftsordnung, die es gibt.

    Aktivismus mag Aufsehen erregen, ja, aber die Tugend der Mäßigung, die Fähigkeit zu Kompromiss und Pragmatismus ist nötiger und wichtiger als Hybris, Anmaßung und Anklage.

    Und was die Welt im konkreten rettet, ist immer noch: stilles und vor allem nachhaltiges Engagement. Aber das ist natürlich furchtbar langweilig.

    12+
    • Naja, die Rechten haben gerade Zulauf, weil sie behaupten, niemand müsse sich ändern. Alles könne so bleiben, wie es wäre, Schuld haben immer die anderen …

      Es geht an die Grundfrage von Egoismus und Konsum-/Spaßgesellschaft.

      Siehe Earth Overshoot Day: Wenn es mehr als zwei Erden braucht für die Rohstoffe, die wir in Deutschland jährlich verschleudern, dann leben wir über unsere Verhältnisse. Und als zweiten Schritt muß man schauen, wo die Ressourcen rausgehauen werden (Reichtum verkleht deutlich mehr nebenbei). Wenn Emissionen nicht absolut gemessen werden sondern relativ zum Fahrzeuggewicht, dann ist das schon ein Armutszeugnis, so wird die Dreckschleuder SUV ökologisch besser als der Klein-PKW, das kann’s doch nicht sein. Oder Befreiung von der EEG-Umlage für Energiefresser, so daß wir immer mehr Einwegplastikflaschen haben. Oder brandgefährlicher biozidverseuchter Wärmedämmsondermüll an Fassaden für mehr Energieeffizienz oder besser mehr Mietwucher. Schön auch die so genannte geplante Obsoleszenz, Dinge fallen schnell auseinander, kaum daß die Gewährleistung vorbei ist, damit man sich schnell Neues kaufen muß.

      Informieren Sie sich mal über Not in my Backyard:
      Was Bürger so alles gern hätten, aber nicht nebenan, bitte. So schön eine Schule sein mag, aber wer will laute Kinder um sich haben … oder Windkraftanlagen … oder Umgehungsstraßen … oder Sozialwohnungen … oder Biohöfe …

      Bedenken Sie außerdem, daß diejenigen, die gerade so eine Kritik am stärksten erfahren, also Schüler, noch gar nicht in der Position sind, mit Boykott etc. was zu bewegen. Diese können nur laut sein und versuchen, sich Gehör zu verschaffen bei den Verantwortlichen.

      Von Wegwerfquote für Lebensmittel und Co. ganz zu schweigen.

      Oder anders gesagt:
      Das Freiwilligkeitsprinzip ist immer schon lächerlich gewesen.
      Und freier Markt funktioniert nur, wenn alle Handelspartner auf Augenhöhe zueinander stehen, weswegen der Staat da mehr regulieren muß.

      0
  13. firedragon sagt

    Nebenbei :
    Jemand hier, der AK ’s aus PL hat. Fragt die mal, was bei denen gerade anläuft.
    Unsere berichten, dass die Bauern dort ebenfalls die „Nase voll haben“.
    Die dt. LW ist nicht allein!

    7+
    • bauerhans sagt

      die polnischen bauern,schlepperfahrer beim erdbeerbauern,kommen hierhin,um geld für ne maschine zu verdienen,die sie sich nebenbei über traktorpool suchen.

      1+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Polen hat im letzten Jahr 2 Millionen Tonnen Äpfel produziert, der Eigenverbrauch liegt bei 500.000 Tonnen und warum das?

      Weil die für Neuanlagen 75% Zuschuss bekommen, auch mit deutschen Steuergeldern.

      4+
  14. Salamander sagt

    Im Jahr 2018 wurden in Deutschland laut Statistischem Bundesamt 80% der pflanzlichen Ernährungsgüter importiert. Wenn sich die landwirtschaftliche Produktion in Deutschland halbiert, dann werden eben 90% der pflanzlichen Ernährungsgüter importiert, zu einer wie von Elisabeth Ertl und dem Ehemaligen Landwirt angekündigten Lebensmittelknappheit kommt es deswegen nicht. Es gibt genügend Agrarstaaten, die auf den Export von landwirtschaftlichen Produkten angewiesen sind, um sich aus der Armut zu befreien. Diese werden die entstehende Lücke gern füllen.

    Dass diese Produkte bei der Welternährung fehlen, ist kein Argument, denn mit den durch den Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen erwirtschafteten Devisen können die Agrarstaaten ihre Landwirtschaft industrialisieren und den Ertrag entsprechend steigern. Weltweit wird mehr als die Hälfte aller Ackerflächen mit präindustriellen Methoden bearbeitet. Da ist noch viel Luft.

    Die Bauern haben schlicht kein Druckmittel, um die Politik unter Druck zu setzen oder die notwendigen Unterschriften für ein eigenes Volksbegehren zusammenzukriegen.

    4+
    • Elisabeth Ertl sagt

      Beim letzten Absatz ist Ihnen natürlich zuzustimmen. Immerhin hat auch die CDU die Bauern aus wahltaktischen Gründen bereits fallen gelassen. Für die Folgen des haarsträubenden fachlichen Blödsinns, den Sie hier verbreiten, wird der Lauf der Geschichte allerdings Sie und Ihresgleichen voll zur Verantwortung ziehen. Denn das Fachwiisen über Landwirtschaft ist immer noch bei den Bauern zu Hause, und die Fakten richten sich nicht nach Ihrer Wunschrealität.
      Und im Übrigen halte ich Sie für einen Troll.

      4+
            • Elisabeth Ertl sagt

              Der Kommentar des ehemaligen Landwirtes bezieht sich auf Sie, nicht auf mich, falls Sie das auch wieder nicht kapiert haben sollten.

              0
            • Elisabeth Ertl sagt

              Und damit Sie jetzt einmal Ruhe geben:
              Der Selbstversorgungsgrad errechnet sich aus der Inlandsproduktion plus Import minus Export, und das in Relation zur Nachfrage. Lesen Sie mit dieser Anleitung nochmals Ihren Text, den GANZEN Text, nicht nur das, was Sie für sich unterstrichen haben, und führen Sie auf einem Beiblatt die entsprechenden Rechenoperationen durch, und Sie werden merken, dass der Selbstversorgungsgrad bei 80 bis 80% liegt. Und falls Sie gemeint haben sollten, dass wir z.B. mit Südeuropa – im Sinne der Arbeitsteilung im Rahmen der EU – Obst, Gemüse und Öl gegen Milch und Fleisch tauschen, dann können Sie trotzdem nicht die deutsche Lebensmittelproduktion halbieren, ohne in Südeuropa eine Hungersnot zu provozieren, die man sich dort niocht gefallen lassen wird. Und wenn Sie die ganze EU zum Veganismus zwingen wollen, dann werden die Südeuropäer ihr Obst, Gemüse dringend selber brauchen. Dann müssen Sie zu Hause die Anbauflächen dafür extrem ausweiten, nicht halbieren.
              Und genau zu diesem Thema bin ich mit Ihnen schon einmal sehr ausführlich in Dialog getreten, und es macht keinen Spaß, damit wieder von vorne zu beginnen, nur weil Sie das ignoriert haben.

              4+
              • „Und damit Sie jetzt einmal Ruhe geben:
                Der Selbstversorgungsgrad errechnet sich aus der Inlandsproduktion plus Import minus Export, und das in Relation zur Nachfrage. “

                Na ja, liebe Elisabeth, also da dürfte Salamander jetzt tatsächlich mal meckern *lach* . Denn diese Relation würde 1 ergeben. Produktion plus Import minus Export ist die inländische Nachfrage.
                Der Selbstversorgungsgrad errechnet sich etwas anders: Im Zähler steht die Inlandsproduktion im Nenner der Verbrauch/die Verwendung, also Produktion plus Importe minus Exporte.
                Und genau, die liegt bei uns bei etwa 80 – 90 Prozent. Nun kann man natürlich sagen, dass so ein Durchschnittswert wenig bringt. Tut er aber durchaus, denn es spricht viel dafür, dass die Landwirtschaft tatsächlich in der Lage ist, mit der zur Verfügung stehenden Fläche auch etwa den Bedarf an Nährstoffen in der Höhe des Selbstversorgungsgrades zu decken.

                Und vielleicht kann mir mal jemand sagen, warum die Kommentare manchmal an ganz anderer Stelle auftauchen?

                2+
                • Brötchen sagt

                  Lady, wenn die Kommentare tief verschachtelt sind muss man genau gucken, auf welches Antwortenfeld man klickt. Wird die Verschachtelung zu tief, ist das kaum noch zu überblicken. Zudem wird die Verschachtelung durch eine einrückung sichtbar gemacht. Auf kleinen Bildschirmen nicht mehr erkennbar. Die Spalten werden irgendwann zu schmal und dann ist Schluss mit einrücken.
                  Das System funktioniert nur mit wenig Verschachtelung.

                  0
              • Elisabeth Ertl sagt

                Noch etwas: zu den präindustriellen Landwirtschaftsformen gehört die Lebensweise der Indigenen am Amazonas. Und die Luft nach oben ist das Abbrennen des Regenwaldes. Nur das will die europäische Bevölkerung ja auch nicht.

                1+
                • Danke Brötchen, das „Einücken“ habe ich bisher gar nicht bewusst gesehen. Mich nur auch manchmal gewundert, warum unter einigen Posts gar kein Antwortfeld war. Jetzt ist mir das klar.
                  Nun muss ich nur das Einfügen von Emojis üben! Aber auch das wird sich sicher finden.

                  0
              • Salamander sagt

                Der Selbstversorgungsgrad ist das Verhältnis von Bruttoeigenerzeugung landwirtschaftlicher Produkte zum Gesamtverbrauch. Er sagt nichts darüber aus, aus welchem Land die Ernährungsgüter stammen, die ich im konkreten Fall auf dem Teller habe.

                Beispiel: Wenn Deutschland 5 Millionen Tonnen Äpfel im eigenen Land erzeugt und 5 Millionen Tonnen Äpfel einerseits aus Neuseeland importieren und andererseits wieder nach China exportieren würde (meinetwegen in Form von Apfelmus), dann sagt der Selbstversorgungsgrad nichts darüber aus, welche Äpfel konkret nun aus Eigenerzeugung stammen. Deutschland kann seine 5 Millionen Tonnen eigenen Äpfel vollständig als Apfelmus nach China exportieren und seinen Bürgern 100% Importware aus Neuseeland in den Obstkorb legen, die 5 Millionen Tonnen Äpfel sind trotzdem im Selbstversorgungsgrad enthalten.

                Wenn von meinen Steuerngeldern Subventionen für die deutschen Apfelbauern abgezweigt werden und ich dafür neuseeländische Äpfel kaufe, meinetwegen auch, weil die billiger sind, sind meine Steuergelder ein reines Geschenk an die deutschen Apfelbauern. Ich als Verbraucher und Steuerzahler bekomme dafür nichts zurück. Wenn ich teure Äpfel kaufe, die explizit als deutsche Ware gekennzeichnet sind, zahle ich einmal Steuern und dann zusätzlich noch den höheren Preis.

                Kommt weiter hinzu, dass der Selbstversorgungsgrad in den einzelnen Produktgruppen nicht ausgewogen ist. In den tierischen Kategorien beträgt er teilweise über 100%.

                Fakt ist: Deutschland verfügt über 16,7 Mio. ha Fläche, die für landwirtschaftliche Produktion genutzt werden. Davon sind 10 Mio. ha für Tierfutter (je hälftig Grünland und Acker) belegt, 2,7 Mio. ha für Energiepflanzen, Industriezwecke und Kosmetika. Bleiben also nur 4 Mio. ha für einheimische pflanzliche Ernährungsgüter übrig, die teilweise mit und ohne Weiterverarbeitung exportiert werden. Unterm Strich führt das dazu, dass der deutsche Verbraucher letztendlich konkret nur 20% einheimische pflanzliche Ernährungsgüter auf dem Teller hat.

                1+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Glauben sie mit ihren Kommentaren lassen sich die Probleme lösen?

          Und wenn sie mit anderen In Dialog treten möchten, sollten sie ihre Links lesen und auch noch verstehen können.

          4+
      • Bleiben Sie sachlich!

        Sie wissen doch sicherlich, daß unsere Selbstversorgungsquote bei 85% fallen ist. Bei Obst besonders niedrig, weil wir da gern Exotischen importieren. Und daß unsere Landwirtschaft im Unterbietungswettkampf mit anderen Nationen steht, sollte auch seit Mercosur offensichtlich sein?!

        Es gibt leider wirklich Stimmen in Deutschland, die Landwirtschaft outsourcen wollen.

        Und die Wachse-oder-Weiche-Mentalität sowie keine nennenswerten Initiativen gegen Bodenspekulation außer von der LINKEN zeigen, daß auch landwirtschaftsfremde Investoren Landwirtschaft betreiben können, siehe Fielmanns Hof in Lütjensee, der für seinen Bio-Betrieb mal eben 655.000 Euro Subventionen eingesackt hat. ALDI-Nachwuchs kauft sich gerade in Ostdeuschland ein nebenbei. Bonduelle in der Ukraine usw.

        http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/018/1901853.pdf

        Abgelehnt von der Koalition:
        https://www.agrarheute.com/politik/koalition-lehnt-linken-antrag-bodenmarkt-transparenz-ab-550257

        Frage: Wenn immer mehr Höfe auch mit Ansage des Bauernverbandes von wegen „natürlicher Strukturwandel“ draufgehen, also der Wandel wohl hin zu wenigen Großbetrieben gewünscht zu sein scheint, wie soll dann die Landwirtschaft noch genug Stimmen haben, wenn es kaum noch Menschen in der Landwirtschaft gibt. Vor nicht allzulanger Zeit waren es noch 5% der Bevölkerung …

        0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wo lesen sie, dass ich von einer Lebensmittelknappheit geschrieben habe?

      Der Selbsversorgungsgrad liegt bei 90%, allerdings bei Obst nur bei 13%. Bananen und Orangen wachsen bei uns nicht.

      In BW werden 370.000 Tonnen Äpfel geerntet. Natürlich können wir diese Äpfel dann von Südafrika, oder von Chile importieren und werden dies dann noch als Umweltmaßnahme feiern, denn wir haben ein paar Wildbienen gerettet.
      Wen interessiert schon die Insekten in diesen Ländern, wichtig ist doch dass die deutsche Landwirtschaft am Ende ist.

      Hurra, was sind wir für Umweltschützer!!!!!!!

      4% aller Lebensmittel, die in Deutschland verbraucht werden, kommen aus Übersee. Die Wegstrecken, die diese 4% zurücklegen, macht im Vergleich mit allen Lebensmitteln über zwei Drittel aus.
      Ware aus Übersee wird größtenteils mit dem Schiff transportiert. Im Vergleich mit den anderen Transportmöglichkeiten ist das noch am besten. Wären da nicht die langen Wegstrecken: Die Importware verbraucht 11-mal mehr Energie, stößt 11-mal mehr CO2 aus und verbraucht 28-mal so viel Schwefeldioxid wie einheimische Produkte.
      Der „Klimakiller“ ist das Flugzeug: Ein Kilo Lebensmittel, das per Luftfracht transportiert wird, verursacht 170 Mal so viele Emissionen wie ein Kilo, das mit dem Schiff befördert wird. In Bezug auf die Emissionsbilanz bedeutet das: für ein Kilo Lebensmittel aus Übersee, das per Schiff transportiert wird, können 11 Kilo innerhalb von Deutschland geliefert werden. Für ein Kilo Lebensmittel mit dem Flugzeug, sind das knapp 90 Kilo einheimische Nahrungsgüter.
      Das Institut für Alternative und nachhaltige Ernährung Gießen zeigte in einer Studie, dass täglich 140 Tonnen Lebensmittel nach Deutschland eingeflogen werden. Zwar ist das weniger als 1% aller angebotener Lebensmittel, verursacht jedoch 10 bis 16% der Treibhausgase, die durch alle Transporte entstehen.
      Per Luftfracht werden v.a. leicht verderbliche Lebensmittel transportiert, wie Fisch, Gemüse, Obst oder Fleisch. Während lediglich 0,01% aller importierten Bananen eingeflogen werden, gelangen dagegen 90% der Papayas über den Luftweg in die BRD.
      Würde man nur die Lebensmittel importieren (bezogen auf alle Transportmittel), die aus klimatischen Bedingungen nicht bei uns wachsen (z.B. Bananen, Kaffee, Tee), könnte man dadurch über 22% der Emissionen einsparen.
      Würde man die Hälfte der Lebensmittel, die in Deutschland mit dem LKW transportiert werden, von der Straße auf die Schiene verlagern, könnte man 16% der CO2-Emissionen einsparen.

      https://nachhaltig-sein.info/privatpersonen-nachhaltigkeit/wirkung-von-lebensmittel-transporten-auf-umwelt-infografik

      4+
      • Ich finde die Wegwerfquote viel dramatischer.

        Auch sehe ich die Notwendigkeit, in der Landwirtschaft CO2 rauszuhauen. Wollen wir Tiere hinter Filtern in geschlossenen Ställen halten für eine bessere CO2-Bilanz? Oder noch weniger Pflug/Mechanik, noch mehr Chemie, weil weniger Kraftstoffverbrauch?

        Die Frage ist eher: Wie kann die Gesellschaft ein Gegengewicht schaffen?

        Humusbildung kann außerdem den Boden zu einer super CO2-Senke machen, Konzepte wie Dauerhumus auf Basis von Terra Preta/Biochar oder Braunkohle (Novihum) finde ich sehr vielversprechend.

        0
        • Brötchen sagt

          Herr Suhr!

          Sie werden in der LW und Lebensmittelindustrie immer eine bestimmte Wegwerfquote haben. Das werden Sie auch nie ändern können, nur in die Richtung, das es noch mehr wird!

          Aus meiner Erfahrung her, war es früher, soll heißen 70 und 80 ziger viel mehr als heute!
          Damals gab es noch kein Vakuumieren, kein Schutzgas, keine Begasung und Kühlkammern für Äpfel und Kartoffeln. Keine so ausgefeilte Kühlkette, keine so gute Hygiene bezüglich Mikrobiologie.
          So wie wir damals gearbeitet haben, die Leute würden heute einen Schock bekommen.

          Damals hat man bei Kartoffeln mit Wegwerfquote von mind. 25 % gerechnet, dass konnte bis 50 % gehen.

          Anfang der 90 ziger kamen die Kartoffellagerhäuser auf, im Osten. Das war schon ein Meilenstein.
          Der Mähdrusch, war nicht so ausgefeilt , da ist viel wieder hinten raus geflogen.

          Die Schweine hatten einen Futteraufwand von 4, heute liegen wir bei fast 2,6- 2,8 kg Futter je kg Schwein….und und und.
          Das Bier hat sich nur 1 Woche oder 2 gehalten, weil kein Pasteur und zu unhygienische Abfüllung.

          1+
    • firedragon sagt

      Frau Ertl, Ehemaliger Landwirt,
      der Salamander „schießt“ doch gar nicht gegen die LW. Er hält mögliche Tatsachen vor.
      Deswegen ist er auch kein Troll.
      Wobei, wir hatten mal einen Hund, der hieß so, war ein tolles Tier 😊.

      3+
      • Elisabeth Ertl sagt

        Firedragon, was halten Sie davon, die Produktion der deutschen Landwirtschaft zu halbieren?

        0
        • Brötchen sagt

          Frau Ertl warten sie mal ab, dass geht schneller, als sie denken.
          Bei uns macht eine grosse Milchviehanlage dicht, Tierschutzauflagen und Schweine hören auch ne Menge auf. Stillgelegt Flächen haben auch zugenommen.

          4+
        • firedragon sagt

          Guten Abend Frau Ertl,

          was ich persönlich von einer Halbierung halte ?

          Ich hatte gerade ein sehr interessantes Gespräch mit einem klugen Kopf,
          Es ging nicht nur um LW, eigentlich fast gar nicht. Wir haben uns über die derzeitige schwächelnde Auftragslagen in manchen Industriezweigen unterhalten. Produktion, Absatz u.s.w.
          Über Energiegewinnung, E-Mobilität, über deren Machbarkeit.
          Bio Produkte aus dem Ausland, die ihren Status Bio alleine deswegen schon verloren haben, weil sie hierher gekarrt wurden.
          Es ist in so ziemlich allen Bereichen so dermaßen rumgepfuscht worden, überall hat die Politik unausgegorenes Zeugs angeleier, ohne an die Folgen zu denken, an Machbarkeit und das schlimmste oder egoistischste der Politik:
          sie nennt nicht die Folgen, die sich daraus ergeben.

          Frau Ertl, wir sind Landwirte (Sie auch), wir verstehen unser Handwerk.
          Das dürfen Sie und wir alle nicht vergessen.
          Ich habe persönlich keine Angst, wir sind in Lage uns zu versorgen.

          Lassen wir sie doch, wenn sie es wollen. Wir haben vor den möglichen Folgen gewarnt. Was können wir noch mehr tun ?

          5+
    • „Im Jahr 2018 wurden in Deutschland laut Statistischem Bundesamt 80% der pflanzlichen Ernährungsgüter importiert.“

      Auch wenn Sie das nun zum wiederholten Male behaupten: Das steht weder in der Analyse noch ist es richtig.
      Ich halte Sie zwar nicht für einen Troll, Salamander, frage ich mich aber schon , was das soll.
      Aber klar, wenn man verlinkten Zahlen nicht richtig versteht, wird es auch schwierig, sie in einen anderen Kontext – hier das Volksbegehren- einzusortieren.

      Mal platt gesagt: Es interessiert die Landwirte hier im Lande herzlich wenig, wieviel Anbaufläche Kaffee in anderen Ländern braucht. Und um solche Fragen geht es bei der von Ihnen verlinkten Analyse. Aber es geht an die Existenz vieler Betriebe, wenn wie gefordert ,etwa in Naturschutzgebieten kein Einsatz von PSM mehr möglich ist bzw. arg willkürlich eingeschränkt wird.
      Und ein Agrarstaat ist ein Land, das auf der untersten Stufe der Entwicklung steht. Da gibt es nicht viel mehr als Agrarwirtschaft. Und die reicht mit Mühe, die eigene Bevölkerung zu versorgen.
      Solche Staaten sind gar nicht in der Lage, irgendwelche „Lücken“ zu schließen.

      3+
  15. Brötchen sagt

    Zum Abschluss des Videos als Klugsch….kleiner Hinweis.

    Eine Drohung verbunden mit einer Erpressung ist nicht so elegant als Abschluss.
    Widerspricht sich auch etwas.
    Es gibt „angeblich“ dann keine Landwirte mehr, aber es macht dann ja doch noch jemand LW (die man nicht will).

    Volksbegehren an sich sind ja erstmal nicht schlecht, das Problem ist, wer mit welchen Mittel welche Mengenan Leuten mobilisieren kann.
    Minderheiten sind dadurch zu wenig geschützt!

    Gestern hatte ich eine schöne Grafik zum Wald gesehen, in dem Bereich (Holzverarbeitende Industrie und Waldbewirtschaftung) sind recht viele Menschen beschäftigt, vor und nachgelagert. Das waren in etwa so viel wie im Automobilbau? Glaube so in etwa war das. Wusste ich auch noch nicht.

    0
    • Bauer Willi sagt

      Doch, es gibt dann auch noch Landwirtschaft. Aber nicht so eine, wie sie sich alle wünschen…

      6+
      • Brötchen sagt

        Ja ist schon richtig, nur eben nicht so klar formuliert. Das nutzen die Gegner aus.
        Ansonsten hat mir das Video gut gefallen!

        0
      • Elisabeth Ertl sagt

        Wobei nicht klar ist, was genau sich die Leute da überhaupt wünschen. Da liegt viel in einem irrationalen Nebel.

        2+
  16. Brötchen sagt

    Hinweis zum Thema:

    Hobby-Imker Echte Bienenretter: Promis machen Honig!
    BRISANT | 25.09.2019 | 17:15 Uhr

    0
  17. Ehemaliger Landwirt sagt

    Ein drittel des Landes in BW ist bereits unter Schutz gestellt, folglich ist am Kaiserstuhl kein Weinbau und am Bodensee kein Obstbau mehr möglich, Auch in meiner Heimat Ortenau sind viele Weinbergsflächen im Landschaftsschutzgebiet, die vollkommen aus der Produktion fallen. Die Gemeinden sind entsetzt und sind sich sicher, dass der Urlauberstrom versiegen wird.
    Am Kaiserstuhl herrscht bei den Banken die Alarmstufe ROT, weil sie riesige Kredite an die Weinwirtschaft vergeben haben.

    Wie wird es kommen, wenn das Volksbegehren erfolgreich ist?
    In der Not werden die Betriebe, die nicht in einem Schutzgebiet liegen auf BIO umstellen, in einem Markt der bereits jetzt gesättigt ist.

    Damit ist man am Ende des Obst und Weinbaues in BW angekommen.
    Auch der vielgepriesene Streuobstbau wird dem Tode geweiht sein, wenn die Förderung eingestellt wird.

    Das Heulen und Zähneknirschen wird unendlich sein, auch bei denen die für das Ende gestimmt haben.

    Aber sagt nicht hinterher, wir haben es nicht gewusst.

    12+
    • Warum können Berufsfremde ein Begehren in der LW durchsetzen?
      Sie können Wünsche äußern, aber sonst nichts!
      Die kann man auch so weit es geht und die Natur zulässt versuchen zu erfüllen.

      Wo sie doch gar keine Fach-Kenntnisse von der Art der Arbeit haben.
      Genauso wenig von den Konsequenzen haben.
      Wer gibt denen das Recht dazu?

      0
  18. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Warum so ungestüm!?

    Die heutigen gesellschaftlicherseits aufs Schärfste kritisierten koventionellen Landwirte werden nun allseits per Gesetz zu „PLANWIRTEN“ geadelt.

    Adel verpflichtet! – Wir müssen uns innerhalb unserer Produktionen JETZT an diesem neuen Spielplan orientieren. (Ironie off – um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen 🙂 )

    Unzählige Kleeflächen, Hektare an neuen Spielwiesen landauf, landab – zum Verlustieren für Insekten und Menschen. Künftig machen diese imaginären Glückseligkeiten alle satt!

    14+
    • bauerhans sagt

      „Adel verpflichtet!“

      unser landhandel war insolvent und hat sich jetzt mit einem aus dem fürstentum lippe zusammen getan.

      wir bekommen jetzt adelige von-preise!
      bei betriebsmitteln natürlich die bis-preise.

      3+
  19. firedragon sagt

    Guten Morgen Willi,
    guten Morgen an alle, die Willi ’s Video anschauen,

    fällt Euch eigentlich auf, von welch wunderschöner Naturmusik dieses Video begleitet wird?
    Die vorlaute Grille, die da unbeirrt am zirpen ist. Die Vögel, die weiter ihr Lied trällern.

    Landwirtschaft ist nicht böse.

    4+
      • ja,
        weil ihn das Viech geärgert hat und von seiner wichtigen Rede ablenken wollte!

        Du das Viech war bestimmt keine Honigbiene, sondern ein anderes Insekt, das auch in die Biodiversität seine Aufgabe hat,
        aber nicht den Bauer Willi zu vertreiben!

        0
  20. Elisabeth Ertl sagt

    Ich wäre für eine entsprechende Retourkutsche. Wenn Umweltschützer undurchführbare Forderungen stellen dürfen, die dann allen Ernstes Gesetz werden, dann dürfen wir Bauern das doch auch. Wenn das Gesetz durchgeht, dann werden nämlich die Lebensmittel knapp. Wir fordern daher die Rationierung von Lebensmitteln, vor allem die von tierischen Produkten, aber auch von Obst und Gemüse. Niemand soll mehr etwas wegwerfen können, ohne dann Hunger zu leiden. Und wir fordern die Wiedereinführung von Binnenzöllen in der EU, sowie staatlich festgesetzte Lebensmittelpreise, um angemessenes Entgelt für 50% Bio durchzusetzen. Um soziale Härten abzumildern, fordern wir einen Subventionsstopp für die Landwirtschaft, denn der Durchschnittsbürger kann sich auch den Dreifachenpreis für Lebensmittel leisten. Das ersparte Geld soll dann in Gratis-Lebensmittelmarken für Bedürftige gesteckt werden, sozial gestaffelt. Dann hat der Besserverdiener halt weniger Geld für Flugreisen, und das dient dem Klima.

    11+
    • Elisabeth Ertl sagt

      In Österreich fordern die Grünen übrigens schon 100% Bio – das erleichtert dann manches …..

      1+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Ich vermute mal, dass 100 % Bio nur für die einheimischen Lebensmittel gelten soll

        2+
      • brouss sagt

        Und hier nimmt man Bio- Milcherzeuger gar nicht auf um den Preis hoch zu halten.
        Wenn man 30% Bio (oder noch mehr) will, braucht man eine Aufnahmepflicht.

        0
    • firedragon sagt

      Frau Ertl,
      also das mit den Flugreisen würde ich nochmal überdenken.
      Der Staat sollte die ganz verbieten, spart den Staat (Steuerzahler) Geld – s. derzeitiges Dilemma.

      0
      • firedragon sagt

        Ach, habe ich vergessen :

        Das ganze Kerosin was da oben ausgeschüttet wird, würde die Umwelt nicht mehr belasten.

        1+
    • Elisabeth Ertl sagt

      Und dann suchen wir mit der Lupe ein paar einsichtige KonsumentInnen, vor allem im betuchten Spektrum, das schon seine Bezugsquellen im Trockenen hat und von Sozialschmarotzern die Nase voll hat, und treten mit ihnen in Dialog. Die sorgen dann für ein professionell gemachtes Gesetz. Irgendein radikal grüner Jurist wird sich schon im Ministerium finden, der da grünes Licht gibt.

      1+
  21. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, Willi hat wieder mit viel Herzblut auf die zu erwartenden Risiken hingewiesen.
    Werden die angesprochenen es annehmen noch einmal überdenken? Iich glaube nein.
    Der Obstbauer hat es ja klar zum Ausdruck gebracht. “ Wir haben alle eingeladen sich vor Ort die Produktion anzuschauen, gekommen ist keiner“.
    Diese Erfahrungen machen wir Landwirte doch alle. Man hat als Bürger Angst Sachen zu sehen ,die die bisherige Meinung die man hat über den Haufen wirft.
    Da man auch keine überzeugenden Argumente vorbringen kann bleibt man sicherheitshalber solchen Veranstaltungen fern.

    4+
    • Gephard sagt

      Ich war letztes Jahr auf einem Hoffest mit Besichtigung der Felder und Gewächshäuser und es war verdammt gut besucht. Die Leute wurden sogar mit Bussen zu weiter entfernten Feldern gekarrt. Der Landwirt hat allerdings auch gut Werbung gemacht an seinen Marktständen, im Fahrgastfernsehen der Straßenbahnen und im Lokalblatt. Zudem gab es ein Rahmenprogramm mit Band, Grillen, Bratkartoffeln, ein Eiswagen, Kinderbespaßung sowie die Möglichkeit, Sonntags frisches Gemüse zu kaufen.

      Ich war überrascht, welchen Aufwand sie betrieben haben, aber ich glaube, so macht man es gerade Familien leicht, eine Hofbesichtigung den Kinder schmackhaft zu machen.

      Wenn wirklich niemand gekommen ist, würde ich die Ursache nicht nur beim „Volk“ suchen.

      0
      • bauerhans sagt

        hoffeste laufen immer gut,nur ist der aufwand für den einzelbetrieb immens!
        das rechnet sich nur,wenn auch ein entsprechender absatz gegeben ist.
        hier macht einer jährlich ein event mit 10000 besuchern,der macht das richtig professionell und ordentlich gewinn dabei.

        0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bei uns nennt sich das „Tag der offenen Stalltür“.
        Diese Aktionen sind gut besucht, man sollte sich aber im Klaren sein, die Hälfte der Besucher sind Berufskollegen.

        Einmal war der Besucherandrang sehr bescheiden und das war in einem BIO Betrieb.

        4+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Der Obstbauer hat gesagt, dass er die Initiatoren des Volksbegehrens auf den Hof eingeladen hat und die sind nicht gekommen.

        3+
  22. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, ein sehr gut gemachter Beitrag des SWR, das sollte man an dieser Stelle auch einmal bemerken. So etwas hat mittlerer Weile Seltenheitswert in deutschen Medien.
    Der Studiogast und Mitinitiator der Initiative, war schwach und einseitig in seinen Antworten, einfach stur auf sich selbst fixiert.
    Bin gespannt was Ottmar dazu sagt. Die Alb unterstützt dieses Volksbegehren ja bedingungslos.

    5+
    • Obstbäuerin sagt

      Es stellt sich doch die Frage, Brandenburgbauer, wer steht hinter diesen Aktivitäten. Ich sehe merkwürdige Persönlichkeiten in vorderster Front, die seltsame Sachen sagen und doch ganz sicher sind, dass das Recht auf ihrer Seite ist. Und die Politik sieht untätig zu, wie der Karren an die Wand gefahren wird oder setzt noch einen drauf.

      9+
    • Ja, er hätte sich mehr informieren müssen!

      Wenn das Volksbegehrten so groß geschrieben wird,

      warum wird dann nicht auf jedem Rathaus eine Stelle für einen
      Agraringenieur für die Beratung
      interessierter Menschen für das Volksbegehren ausgeschrieben?

      Das Volksbegehren muss doch dann dem Steuerzahler so viel Wert sein, oder?

      0
  23. Walter Parthon sagt

    100 Auflagen – 1.000 Fragen. Kündigt das Aktionsprogramm Insektenschutz von Bundesumweltministerium und BMEL Zusammenarbeit und Kooperation auf? Wir Landwirte setzen auf Gemeinsamkeit. Umwelt- und Naturschutz geht uns alle an! Natürlich auch uns Landwirte. Wir arbeiten schließlich in und mit der Natur. Deshalb leisten wir unseren Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt. #Insektenschutz geht nur gemeinsam MIT uns Bauern.

    2+

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