Bauer Willi
Kommentare 85

“Vergifteter Frühling”

Der Titel des Artikels in der Frankfurter Allgemeinen ist von Christian Schwägerl nicht von ungefähr gewählt. Soll er doch an den “Stummen Frühling” von Rachel Carson erinnern.

https://www.faz.net/aktuell/wissen/vergifteter-fruehling-im-schutzgebiet-18718618.html

Als Zeugnis würde ich dem Autor schreiben: “Er bemühte sich stets im Rahmen seiner beschränkten Möglichkeiten”. Das Schimpfen über den bösen Bauernverband, der angeblich “weiter seine Pestizide haben will”, ist natürlich für einen Artikel in der FAZ notwendig. Click-baiting nennt man das.

Was Herr Schwägerl – wie übrigens viele andere Autoren auch – völlig ausser Acht lässt ist die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln. Die würde nämlich in Frage gestellt.

Wenn es Volkes Wille sein sollte (ich meine jetzt nicht den Willen der urbanen Eliten) dann können wir Deutschland “pestizidfrei” machen. Das bedeutet auch eine pestizidfreie Biolandwirtschaft! Und es bedeutet, dass Deutschland sich bei der Ernährung jetzt vollständig vom Ausland abhängig macht. Gut, wir haben dann mehr Bienchen und Blümchen.

Vielleicht kann Herr Schwägerl das ja in seinem nächsten Artikel in der FAZ auch mal beleuchten. Es wäre für ein vollständiges Bild sehr notwendig.

 

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85 Kommentare

  1. firedragon sagt

    Herr Schwägerl,

    bevor Sie diesen Satz “… aber er produziert Nahrung nur wegen der Biodiversität im Boden …” nochmal verwenden, außer hier (es sei Ihnen verziehen), informieren Sie sich bitte dringend bsplw. über
    – Nematode
    – Drahtwurm
    – Erdfloh

  2. promberger konrad sagt

    Stichpunktartig ein paar Gedanken zu Herrn Schwägerls Ansichten.
    Ich selber habe zu 2/3 Grünland knappe 10ha Ackern davon30% Kleegras.Alles was an-
    gebaut wird, kommt in die Milchviehfütterung. Ich versuche den Pslm. Einsatz auf das
    Notwendigste zu begrenzen.Das schaut bei einem reinen Ackerbaumarktfruchtbetrieb,der
    Getreide,Raps, Mais,in sauberer Qualität zu Weltmarktpreisen produziert anders aus.
    Ich habe an anderer Stelle schon mal ausgeführt, was im Bioackerbau vor und nach der
    Ernte auf dem Acker rumgefahren wird um Unkraut zu verdrängen, oder dessen Wurzeln
    zum Vertrocknen an die Oberfläche zu bringen.
    Warum immer die einseitige Stichelei gegen die Landwirtschaft.
    Mein Radio bringt jede Wochhe die rüpselnde Kuh daher. Jetzt fangen sie aber auch an
    zu berichten das allein die Zementherstellung einenFußabdruck hat der dem des Individialverkehrs entspricht. Selbst grüne Politiker sprechen aber von Bauen,bauen bauen. Wenn Herr Schwägerl die WC Spülung betätigt sind 10l Trinkwasser erstmal
    weg. Der Düngewert seiner Hinterlassenschaft ist auch weg, wenn der Klärschlamm
    wegen Kontamition mit Haushalts und Kosmetikchemie, Medizin und Mikroplastik-
    rückständen verbrannt werden muß. Hätte noch dutzende Beispiele, gehe jetzt aber
    in den Stall. Letzte Frage: Wann werde die Raubtiere, aber auch Haustiere auf Fleisch
    los umgestellt?

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  3. Danny sagt

    In meinen Augen gibt es kein echtes Bio mehr! Das gab’s mal vor dem 2. Weltkrieg. Ein echter Biobauer darf keine Zigarette rauchen, trägt nur Schurwolle, wäscht seine Wäsche nur mit Wasser, pflügt mit dem Pferd, hat nur Kerzenlicht, mäht mit der Sense, behandelt sich und seine Tiere bei Krankheit nur mit Knoblauchsaft usw usw und selbst die Kontrollöre kommen aus der näheren Umgebung mit dem Fahrrad, zu Ross oder zu Fuß und schreiben mit Schiefer. Nur das ist für mich Bioerzeugung!!!

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    • Inga sagt

      Es wurden früher auch keine Bioartikel in Plastik verpackt.

      Aber sonst würde es auch nicht so viel Bioprodukte für jeden geben.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Genau Danny, DAS ist die Zukunft!😎
      Wird aber ausschließlich in der Agrarbranche so umgesetzt werden. Der Rest darf so weitermachen wie bisher.

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    • Manuela Romero sagt

      In dieser Hinsicht wäre ein bisschen mehr Bio auch den Konsumenten anzuraten.

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  4. Inga sagt

    Viehfutter kommt auch von Dauergrünland und einjährigem Gras auf Ackerland, Herr Finger. Es gibt bestimmt auch Maisanbau für Futterzwecke.

    Es ist bestimmt nur die gesamte Getreideanbaufläche gemeint, wo auf 57 % Futtergetreide drauf wächst.

  5. Danny sagt

    Wenn ich ich das schwarze Getreide sehe, das nicht gegen Fusarium behandelt wurde und oft große Probleme in Bezug auf Fruchtbarkeit (in der Tierhaltung) verursacht vergeht mir der Hunger auf Lebensmittel die aus diesem Getreide hergestellt werden. Und ich weiß ehrlich gesagt nicht Warum man z.b auf eine Fusarium Behandlung verzichten soll!?

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    • Inga sagt

      Warum haben wir in dieser Hinsicht, des Volkes Wille zu berücksichtigen.
      Wo es doch kein Fachmann für die Herstellung dieser Lebensmittel ist.
      Soll der Maurer ohne Zement im Mörtel mauern ?
      Soll der Bäcker ohne Backtriebmittel Gebäck herstellen?
      Der Koch ohne Salz Suppe kochen?

      Soll man die stark verschmutze Krankenhauswäsche mit umweltfreundlichen Feinwaschpulver bei niedriger Temperatur waschen?

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  6. Vielleicht werden die Schutzgebiete auch durch PFAS vergiftet, wer weiß wo das Teufelszeug überall Schaden verursacht. Da gibt es keine Zulassungsbehörde wie bei den Pflanzenschutzmitteln.

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  7. Mathias Schur sagt

    Moin in die Runde!
    Auf Pflanzenschutz zu verzichten, heisst Lebensqualität verringern!
    Wer will das, und wer zahlt das. Von Globilisierung zu sprechen und damit den
    Raubbau und die moderne Sklaverei in den Billig-Erzeugerregionen dieser Welt zu rechtfertigen, ist doppelmoralisch! Und -biologische Landwirtschaft kommt auch nicht ohne Regulierung von Pilzen und Insekten aus! Das wird gerne totgeschwiegen! Verbieten wir doch mal den Kupfer im Bio-Anbau… Mit Wirkungsgraden von 40-50 % bei biologischen Insektiziden bleibt die erfolgreiche Produktion ein Lotteriespiel. Und die biologischen Mittel sind ja nicht weniger toxisch, als konventionelle Insektizide- mindestens aber sind sie teurer…

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    • Inga sagt

      Hat man sich da auch über andere Initiativen Gedanken gemacht, die Insekten, Vögel, die gesamte Biodiversität zu erhöhen?

      Wie war das wieder mit den

      Eh da Flächen
      Ackerrandstreifen

      man kann doch in ausgeraubten, flurbereinigten Fluren wieder Hecken und Bäume anpflanzen.
      Das Thema wird schon über 50 Jahre behandelt, und da wird wohl auch was gegen geschehen sein.
      Oder ist das nur wieder Schuldzuweisung?

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  8. Danny sagt

    In Bezug auf die Artenvielfalt kann ich nur bemerken, daß diese ständig zunimmt! Vor einigen Jahren gab es bei uns weder Wildschwein, Waschbär, Biber, Luchs noch Wolf! Was in meiner Gegend alles schon vorkommt bzw zum Problem geworden ist. (Vor allem Wildschweine, Biber, Wolf).

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    • Bergamasca sagt

      Danke für diesen Kommentar! Von der Alpensüdseite aus kann ich noch Dachse und vor allem Stachelschweine hinzufügen. Letztere werden es im Zuge des Klimawandels auch bald weiter nach Norden schaffen, wartet’s mal ab. Die machen bei uns mehr Kartoffeln kaputt als die Wildschweine. Safaripark statt Landwirtschaft.

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  9. evo.... sagt

    Ich verstehe auch nicht, warum die eigentliche Ursache für die BSE-Krisen nie in der Presse diskutiert wurde:

    http://www.animal-health-online.de/gross/1999/08/16/bse-durch-wachstumshormone/1/

    Das wäre ein Thema, mit dem ein Journalist berühmt werden könnte. Das müsste jetzt doch verjährt sein! Wenn der Bauer sich genauer informiert und weiß was in Bayern gelaufen ist, dann wird eines klar:

    Beim Staat weiß man, mindestens seit 1990, dass BSE eine Pharma-Panne war. Erst vor ein paar Wochen war es Thema.

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    • Ulrich sagt

      BSE ist keine Pharmapanne, Jacob-Kreuzfeld-Kankheit ist viel älter, weil einer von den beiden Ärzten 1934 schon gestorben ist, und die haben diese Krankheit auch entdeckt!

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      • evo.... sagt

        BSE gibt es freilich schon lange. Aber die Häufung in England war eine Pharma-Panne. Wachstumshormone, mit denen z.B. der Fußballer Messi behandelt wurde, hat man früher aus Rinder-Hypophysen gewonnen. Und da hat man dann mal ein BSE-Hirn mit verarbeitet und die Leuts und die Viecher infiziert. Der Udo Pollmer hat gesagt, dass alle BSE-Viecher in England mit Hormonspritzen infiziert wurden.
        Es ist absolut verständlich, dass der Staat das vertuschen muss. Als Rinder-Bauer weiß er doch, was so gemacht wird.

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  10. komplizierter Wurzelwicht sagt

    Solange wir schon geradezu zwanghaft daran festklammern, in Ausschließlichkeit nur Nahrungsmittel erzeugen zu wollen/müssen, läuft alles heute komplett nur noch schief, nicht weniger als unsere Höfe stehen zwischenzeitlich zur Disposition. wen juckt‘s?

    Unsere bäuerlichen Hirnwindungen sind quasi leider schon mit dem Einsaugen der Muttermilch fatalerweise nur hierauf programmiert; jeder einzelne IT- Spezialist, der sich hiermit-gestern, heute, morgen, übermorgen- beinahe mühelos die eigenen Taschen vollzuschaufeln vermag, wird einen Teufel tun, das schnurrende Kätzchen solcher hoch effizienten Gelddruckmaschinen stoppen zu wollen im Interesse der einzelnen Bauern.

    Der Bauer – was, herrjemine bitte schön, fange ich auch mit einem Bauern an!?
    Auf Augenhöhe ist wahrlich viel zu hoch, zum Wurm müssen wir sie machen, damit wir auf ihnen herumtrampeln können. – Wie lange verharren wir Bauern noch komplett bewegungsunfähig, gefährlich altbacken in dieser ehrentwürdigenden Schockstarre!?

    Wittern unsere empfindsamen Superspürnasen -gelistet dereinst unter Bauernschläue ;-)- heute nicht förmlichst unter einem vollkommen neu zu definierenden Marketingkonzept endlich Morgenluft , versteckt hinter einer schon krassen „Kundendienstpolitik“ unserer grünen ThinkTanks, die genau das natürlich nicht auf ihren Flimmerbildschirmen haben. Der medial wiederholt an den Tag gelegte agrarpolitische Zerstörungswille könnte ins genaue Gegenteil umschlagen, wenn wir Bauern diese Chance beherzt ergreifen wollten. Tun wir das!? Ergreift uns dieser unbändige Veränderungswille; oder bleibt es bei unserem Herumjammern, das die Öffentlichkeit nur noch anwidert!?

    Würmer braucher wir in unseren Böden, dahin sollten wir uns allerdings nicht selbst verkriechen wollen!!!

    Wir Bauern blenden einfach stoisch aus, dass das, was wir nachweislich gegenwärtig effizient in unseren Ställen, auf unseren Äckern, produzieren, in diesen Mengen niemand braucht. Ein manifestiertes Erzeuger-Ramschpreisniveau als bittere Abstrafung in Folge: Was nix kostet, ist auch nichts wert. Keine wirkliche Wertschöpfung also für unsere Höfe!!!

    Ein solches „VIEL ZUVIEL“ für die falsche Produktionskette versetzt im Endeffekt unseren LEH in die Lage, uns dabei hemmungslos, ganz brutal in die Knie zwingen zu können. Die unzähligen unfreien Unternehmer auf ihren Höfen spielen diese perfiden Ränkespielchen willenlos doch noch immer mit. Ja, wir schimpfen wie die Rohrspatzen, was aber verändern wir an unserer misslichen Lage proaktiv tatsächlich!?

    „Es muss sich was ändern, aber g‘schehn darf nix…“ so der altehrwürdige Bayer Karl Valentin.

    Unser Gebäudesanierer Habeck vergisst aktuell geflissentlich, dass wir Bauern Biogas in rauen Mengen produzieren könnten. Nun ja, wird anstelle dessen die Wärmepumpe in unseren stylischen Architektenhäuschen zur förmlichen „Energiebombe“ mutieren, werden unsere Höhlenbewohner noch mehr Strom neben einer systematisch elektrifizierten Individualmobilität innerhalb unserer Straßennetze brauchen. Dieser Strom ist sodann alternativlos. Die Feldbewirtschafter können in diesem Wirtschaftsbereich als maßgebliches Puzzleteilchen fungieren….

    Es gibt sehr viel für uns Bauern zu tun; …auf den richtigen Baustellen im Einsatz!!!

    Wenn man „fortschrittliche Artikel“ wie vorstehenden in der FAZ systematisch ins Leere laufen lassen will, so sollten wir stillschweigend DAS(!) umsetzen, was dort komplett sorgenfrei gefordert wird. Eine Nahrungsmittelproduktion auf unsere Höfen ist heute mega-out.

    Wenn man derzeit im ländlichen Umfeld die Regionalzeitungen aufmerksam studiert, so wird immer wieder ins Auge stechen, wie oft heute über Holzdiebstahl lamentiert wird. – Unvorstellbar vor ein paar Jahren noch, dass man sich bei eben selbigen Straftatbeständen fürwahr auch noch die Hände schmutzig machen würde.

    Viele Holz-Kleptomane – viele energiereiche Diebe. Wer hätte gedacht, dass unsere Energiewende derart ungeschönt äußerst rasant um sich greift!?

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    • Buersfruu sagt

      du hast es auf den Punkt gebracht, weniger ist mehr …. ich warte noch immer darauf, wann sich dann Mal die schweigende Mehrheit zu Wort meldet. Irrsinn was da gerade überall abläuft und für die Schreiberlinge und Wortakrobaten in den Medien kann ich nur beten: Herr lass Hirn vom Himmel fallen !

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  11. evo.... sagt

    Das ist auch wieder eine “Witzforderung”:

    https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/bioland-schlaegt-neue-abgabe-auf-fleisch-pflanzenschutz-und-stickstoffduenger-vor-13330359.html

    Der soll erstmal dafür sorgen, dass bei Bioland kein gespritztes Kunstdüngerstroh von Glyphosatäckern mehr verwendet werden darf. Oder das Gemüse für die Bio-Veganer nicht mehr mit Schlachtabfällen aus der Massentierhaltung gedüngt werden darf.

    Einfach mal Bio und Konventionell strikt trennen, dann erst kann die Leistungsfähigkeit von Bio reell beurteilt werden.

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    • Smarti sagt

      Diese dummdreisten Forderungen von Biolandschef Plagge sind zum Schreien ! Merkt der nicht, dass er den Biobauern selber das Grab gräbt ?
      Erst die Bauern insgesamt diffamieren, dann viel zu spät merken, dass es auch Bio trifft… so ein doofes A..
      Es wird darauf hinauslaufen, dass es keine Bauern mehr gibt, weil die von den ganzen Aaaas auf dieser Welt so genervt sind, dass sie lieber selber “hungern”, als noch für die zu arbeiten.

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  12. Marian E. Finger sagt

    Bauer Willi hat mal in einem Artikel den Standpunkt vertreten, dass ihr Landwirte alles liefern könnt, wenn es angemessen bezahlt wird, egal, ob das nun hochwertiger Brotweizen, Blümchenwiesen, sahnige Milch oder Feldhamster sind.

    Es gibt den einen oder anderen Physiker wie Harald Lesch, der in Unterhaltungsshows auftritt, aber wenn die Politik nun den Unterhaltungswert zum Wesentlichen der Physik erklären und die Physiker verpflichten würde, in Spaßshows aufzutreten, würde sich doch niemand mehr die Mühe machen, ernsthaft Physik zu studieren. Und alle, die sich ernsthaft für Physik interessieren und wissenschaftlich arbeiten wollen, wären maßlos enttäuscht. Oder etwa nicht?

    Seid ihr als Landwirte nicht enttäuscht, wenn ihr von NGOs, Politik und Medien in die Bespaßungsbranche von Blümchenwiesen und Bienchen gedrängt werdet? Die Produktion von Lebensmitteln hat doch ein ganz anderes Gewicht als Blümchenwiesen. Da steckt doch eine ganz andere Notwendigkeit und Ernsthaftigkeit dahinter. Hättet ihr noch das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, wenn ihr euch hauptsächlich um Bienchen und Blümchen kümmern und die Natur in eine Kulisse aus einem Biene-Maja-Film verwandeln müsst?

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    • firedragon sagt

      Herr Finger,

      ich hätte nicht nur, nicht mehr das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun, ich würde dann nichts mehr Sinnvolles tun.

      Es geht darum, wenn gesagt wird “Naturschutz gibt es nicht zum Nulltarif”, dass, wenn LW darauf umswitchen soll, sie davon leben muss. Und das in gleicher finanzieller Höhe, als wenn sie weiterhin LW betreibt.
      Die eigenen Gefühle oder Befindlichkeiten dürfen dabei keine Rolle spielen, da greift dann Pragmatismus, ganz einfach.

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      • Birgit Grabenkamp sagt

        Seitdem das hiesige Veterinäramt meine Großtiere abgeholt hat, und getötet hat, mache ich auch nichts mehr….
        Den einzigen Stall, den ich gemistet habe, war der,in dem meine alte ( 8,5 Jahre) Sau Schni-Schni unter Qualen niedergedrückt hat um an ihre Halsvene zu kommen.
        Der “Fachmann” vom Amt wurde von der Tierärztin gelobt…
        … die anderen 6 Schweine wurden geschlagen. ALLES NORMAL ????
        Ach ja, Schni-Schni hat ein bisschen gehumpelt, mehr nicht. Videos gibt es genug.
        Und mein Flaschenkind ( Kuhkalb) ist dann innerhalb von einer Woche auf der anderen Weide verhungert. Die Ohrmarken habe ich dann bei einem neugeborenen Kalb fotografiert….
        ALLES NORMAL ❓

        • Reinhard Seevers sagt

          “Videos gibt es genug.”
          Zeig her, hört sich ziemlich psycho an, was Sie schreiben.

    • Inga sagt

      Wir sind doch ökologisch gebildeter als früher, als der Acker nur als Nahrungsmittelbeschaffung in extensiv dienen mußte, weil noch nicht so viel Münder zu stopfen waren.

      Das ökologische System braucht Bienchen und Blümchen, die der Bauer mit seiner intensiven Bewirtschaftung nichtig verdrängen darf.

      Also werden ein Paar Äcker stillgelegt und da werden Blümchen n für Bienchen angebaut.
      Und wer finanziert das?

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    • Mark sagt

      @MEF
      Klasse Denkansatz und Argumentation den Bauervertreter unbedingt aufnehmen sollten!!! Die Antwort auf die abschliesende Frage kann nur NEIN lauten!

  13. Christian Schwägerl sagt

    Hallo Bauer Willi – ich freue mich über die Beschäftigung mit meinem FAS-Artikel (und ignoriere jetzt mal die wüsten und unsachlichen Beschimpfungen auf Facebook und auch hier), aber wundere mich über die sehr selektive Darstellung, denn ich habe in dem Artikel Positionen des Bauernverbands und aus der Bauernschaft wiedergegeben:
    – Warnung vor Ernterückgängen samt Quantifizierung in ha und Tonnen Getreide
    – DBV-Forderung nach alternativen Verfahren der Pestizidreduktion wie precision farming
    – Warnung vor „Zwangsökologisierung“ aus Brüssel
    – Kritik an Vertrauensbrauch in Sachen Landschaftsschutzgebiete
    Zudem nenne ich die grundsätzliche Kritik von Prof. von Tiedemann an der Reduktionsstrategie im Agrarausschuss.
    Haben Sie das überlesen?
    Als Teil einer noch ausführlicheren, von mir betreuten Artikelserie bei RiffReporter haben wir auch Klaus Kunz von Bayer und Prof. von Tiedemann interviewt: https://www.riffreporter.de/de/schlagworte/pestizide
    Im FAS-Artikel schildere ich die Ergebnisse von wissenschaftlichen Studien oder im Fall der Nationalakademie Leopoldina einer Stellungnahme nach Auswertung zahlreicher Studien. Beispiele für zitierte wiss. Studien sind Hofmann et al, 2018 https://www.sciencedirect.com/…/abs/pii/S0048969717323926 , Liess et al 2021 https://www.sciencedirect.com/…/abs/pii/S0043135421004607 , Berendse et al 2010 https://www.sciencedirect.com/…/abs/pii/S1439179109001388 zum Nachlesen.
    Alles handwerklich saubere Arbeiten – warum sollte die Darstellung von wissenschaftlichen Ergebnissen in einem Wissenschaftsteil problematisch sein?
    Die Stellungnahme der Leopoldina zur Zukunft der Agrarlandschaft gibt es hier: https://www.leopoldina.org/…/biodiversitaet-und… den Offenen Brief gibt es hier: https://zenodo.org/record/6461468#.ZArxTOzMIpx
    Ob eine pestizidfreie Biolandwirtschaft auf 100% in Dtld machbar oder wünschenswert ist, thematisiere ich in dem Artikel nicht (das steht ja auch nicht zur Diskussion und es geht in dem Text um den aktuellen Streit zu „ökologisch sensiblen Gebieten“) und äußere auch keine kommentierende Position dazu.
    Auch auf dieses Thema sind wir in der RiffReporter-Serie genauer eingegangen: https://www.riffreporter.de/…/ackerbau-ohne-pestizide…
    Natürlich ist Ernährungssicherheit das wichtigste Thema. Das ist aber etwas anderes als den Status quo zu sichern. Denn dieser Status quo untergräbt, siehe Zitat von Frans Timmermans und Leopoldina, die Ernährungssicherheit. Wichtige Faktoren für Ernährungssicherheit sind moderne Züchtungsforschung, das Hinterfragen von Konsummustern (57% der Getreideernte für Tierfütterung) und eben die Regeneration des Ökosystems Agrarlandschaft.
    Alles in allem finde ich es problematisch, wie Sie in Ihrem Kommentar wesentliche Inhalte meines Artikels weglassen, um das Ganze samt mich als Autor in eine Schublade zu pressen.

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    • Smarti sagt

      Hallo Herr Schwägerl, könnten Sie bitte Ihren Artikel hier einfügen, damit wir Landwirte ihn auch lesen können ? Freundliche Grüsse und Willkommen.

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      • Christian Schwägerl sagt

        Lieber Herr Gresshöner,
        danke, das mache ich gerne, denn es freut mich grundsätzlich sehr, wenn sich Menschen mit meinen Artikeln beschäftigen, auch, wenn es in Form von Kritik ist (sofern diese sachlich ist). Ich nehme sachliche Kommentare auch sehr ernst und überprüfe meine journalistische Praxis oder gehe Hinweisen auf neue Themen und neue Quellen nach.
        Auf Facebook ist die Diskussion noch hitziger als hier, aber leider hört sie meistens auf, wenn es dann um Sachargumente geht statt um Schubladendenken, was ich sehr schade finde.
        Ein häufiges Missverständnis ist, ich würde mir, wenn ich die Einschätzungen, Analysen oder Positionen der EU-Kommission oder aus der Wissenschaft wiedergebe, mir diese zu eigen machen. Eine Wiedergabe ist aber keine Übernahme.
        Danke für Ihr Interesse! Christian Schwägerl

    • Marian E. Finger sagt

      Ist das so, dass 57% der Getreideernte ins Tierfutter gehen? Oder sind 57% der Ackerflächen fürs Tierfutter? Bitte um Verifizierung!

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      • Marian E. Finger sagt

        Ich habe letzthin einen Vortrag Uni Hamm gehört – Thema: Energiewende – in dem behauptet wurde, dass 20% der Ackerfläche für Energiepflanzen verwendet werden.

        Heißt das: 60% der Ackerflächen fürs Tierfutter, 20% für Energiepflanzen, bleiben also 20% für den Anbau von Lebensmitteln direkt für Menschen. Und dann haben wir noch Überschüsse, was Kartoffeln, Zuckerrüben und Getreide angeht?
        Mit Ackerfläche meine ich die 11,7 Mill. Hektar, also ohne Grünland. Oder geht Grünschnitt auch in die Energiegewinnung?
        Stimmen diese Angaben?
        Mir selber kommen die Zahlen strange vor.

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        • Inga sagt

          Da sind wir doch schon einen Schritt weiter
          Wenn wir zu viel Nahrungsmittel produzieren, dann können wir davon etwas für den Naturschutz abgeben.
          Im Form von weniger ernten.
          Weniger ernten, weil wir weniger düngen und PSM verwenden,
          oder
          weniger ernten, indem wir Fläche von der Nahrungsmittelproduktion für Ernergiepflanzen nutzen?

        • Smarti sagt

          Im Jahr 2019 lag die Menge an landwirtschaftlich genutzter Fläche in D bei 16.7 Millionen Hektar. Das macht einen Anteil von 50.8 % an der Gesamtfläche aus.
          Von diesen 16.7 Millionen ha sind 11.7 Millionen ha Ackerfläche. Auf dieser Fläche werden Lebensmittel und Futter angebaut. Mehr als die Hälfte davon wird für den Lebensmittelanbau genutzt, knapp die Hälfte davon wird für Weizen, Gerste, Mais etc. für Futterzwecke verwendet. Dazu muss man auch wissen, dass für eine fachgerechte Bewirtschaftung von Ackerland die Kulturen “durchgewechselt” werden müssen – es kann kaum Lebensmittel nach Lebensmittel angebaut werden !
          Von den 16.7 Millionen ha sind ca. 4.8 Millionen ha Dauergrünland, also Wiesen und Weiden.
          Quelle: Destatis, TVT

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          • Smarti sagt

            Auf 2.6 Millionen ha werden Nawaro´s ( Nachwachsende Rohstoffe für die Biogasanlagen. Biogasanlagen sollten als Einkommensalternative für Tierhalter dienen, sowie ab 1990 die verpflichtenden Flächenstilllegungen zu verringern. Um der Überproduktion der Landwirte in der EU zu entgegnen, hatte man diese eingeführt.
            Weitere Energiepflanzen sind Bäume ( Wald ), der ist nicht in der Landwirtschaftlich genutzten Fläche mitgerechnet.
            Quelle: FNR

      • Christian Schwägerl sagt

        Lieber Herr Finger, die Zahlen von BLE und BMEL beziehen sich jeweils auf die Menge in Tonnen, nicht die Fläche. Beste Grüße
        Christian Schwägerl

    • Reinhard Seevers sagt

      Ich hab mal bei zenodo den Brief über den food-system-change durchgelesen…:
      Da steht u.a.
      “Nach unseren Berechnungen
      entspricht die Menge des in der EU verschwendeten Weizens etwa der Hälfte der
      ukrainischen Weizenexporte und einem Viertel der sonstigen Getreideexporte.”

      Man kann das natürlich nicht prüfen, auch nicht hinterfragen, aber wenn es stimmt, ist es doch komisch, dass Essen so billig sein kann….
      Jetzt wäre es doch an der Zeit, die Preise so anzuheben, dass niemand mehr auf die Idee kommt, Essen wegzuwerfen. Ich bin gespannt auf die Reaktion der Bürger in der EU.
      Die Lösung liegt auf der Hand, einfach nix mehr importieren….dann löst sich das Problem von ganz alleine.

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      • Inga sagt

        nee, geht nicht, wegen dem Export der Industriegüter.

        Jetzt wäre es an der Zeit, die Preise für den Bauern so anzuheben, was dann auch eingereiht wird,
        daß dieser keine Subventionen mehr braucht.
        Bringt auch ein größeres Gleichgewicht für die Umwelt, weil dann weniger weggeschmissen wird.
        Wieviel Toastbrot oder andere Backwaren wird weggeschmissen? Wieviel Tonnen Backweizen ist darin verbacken, auf wieviel ha sind die gewachsen?

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Christian Schwägerl

      zunächst einmal vielen Dank, dass Sie hier mitdiskutieren. Das ehrt Sie. Was die “wüsten Beschimpfungen” angeht, so kann ich die hier im Blog nicht erkennen. Deutliche Kritik ist erlaubt, Beschimpfungen nicht, denn dieser Blog soll seine sachliche Grundorientierung behalten.
      Was die Selektion angeht: ich habe bewusst nicht den gesamten Artikel zitiert, dass können die Leute aus dem Link entnehmen. Leider war der Artikel für mich zu lesen, ansonsten hinter der Bezahlschranke. Das war für mich nicht erkennbar.

      Dann also einige Auszüge, die mir aufgefallen sind:
      “Ein Pestizidverbot würde demnach insgesamt knapp 3,9 Millionen Hektar Agrarland betreffen. Deshalb sieht der Deutsche Bauernverband (DBV) die Pläne als Frontalangriff auf die Landwirte und als „Gefahr für die Ernährungssicherheit“. DBV-Präsident Joachim Rukwied warnt vor Ertragsverlusten, wenn Kulturpflanzen nicht mehr mit chemischen Mitteln gegen Wildkräuter, Insekten und Pilze geschützt werden können. Die Agrarwirtschaft versucht, eine Verabschiedung der „Sustainable Use Regulation“ vor der nächsten Wahl zum EU-Parlament im Frühjahr 2024 möglichst zu verhindern.”

      Hier wird doch der DBV als Buhmann dargestellt. Tatsächlich ist ein Verbot von 50-80% der Pflanzenschutzmittel eine Gefahr für die Ernährungssicherheit. Es sei denn, man importiert alle Lebensmittel.

      Ein weiteres Beispiel:
      “In einer groß angelegten Studie haben im Jahr 2010 Wissenschaftler um Frank Berendse von der Universität Utrecht in acht Ländern die verschiedenen Stressfaktoren verglichen, die für den Rückgang der Artenvielfalt ursächlich sein könnten. Sie gingen dabei über die Ländergrenzen hinweg verschiedensten Faktoren auf den Grund, etwa wie groß die Äcker sind und wie viel gedüngt wird. „Von den dreizehn Faktoren der landwirtschaftlichen Intensivierung, die wir gemessen haben, hatte der Gebrauch von Insektiziden und Fungiziden konsequent negative Effekte auf die Biodiversität“, folgern die Forscher.”

      Das ist banal. Es ist die Aufgabe von Insektiziden, Insekten zu bekämpfen. Überhaupt wehrt sich jeder Landwirt gegen Biodiversität. Er will eine Kultur beernten. Auch der Bio-Bauer.

      “Ohnehin möchte die Ampelkoalition den Anteil der pestizidfreien Biolandwirtschaft von heute elf Prozent der Agrarfläche bis 2030 auf 30 Prozent steigern. Mit einem Pestizidverbot auch in Landschaftsschutzgebieten ließe sich das kurzfristig forcieren.”

      Und an dieser Stelle setzt meine Kritik an: hier hätten Sie als anständiger Journalist, der alle Seiten beleuchtet, erwähnen müssen, dass dann die Selbstversorgung mit Lebensmitteln in Deutschland nicht mehr möglich ist. Davon ist aber im gesamten Artikel nicht die Rede. Was auch fehlt: Eine Folgenabschätzung für die Landwirte. Damit finden Sie sich aber mit der EU-Kommission in guter Gesellschaft, die erst jetzt damit anfängt zu überlegen, was Farm to Fork mit den Bauern und den ländlichen Räumen macht. Sie sprechen auch nicht darüber. Ist es Ihnen egal, ob mein landwirtschaftlicher Betrieb eine Zukunft hat?
      Ich habe in den letzten Jahren an zwei Workshops mit dem Bundesamt für Naturschutz teilgenommen. 3 Bauern, 21 Naturschützer. Hier wurde – sehr wissenschaftlich und fast emotionslos – über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutiert. Tagelang, mit recht vernünftigen Ergebnissen und – ganz wichtig – lösungsorientiert.

      Es tut mir leid, aber ich bleibe bei meiner Meinung, dass Ihr Artikel außer Anklage niemanden weiterbringt. Aber vielleicht kann ich meine Kritik ja auch mal bei Riff-Reporter loswerden und so auch die urbanen Eliten erreichen 🙂

      Auf die einzelnen Punkte wie 57% für Futter etc. bin ich jetzt nicht eingegangen. Meine Frau ruft gerade zum Mittagessen. Wenn ich jetzt nicht sofort komme, gibt es Ärger….

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      • Christian Schwägerl sagt

        Lieber Bauer Willi – ich gebe in dem Artikel Positionen des Bauernverbands zu Ernährungssicherheit, Machbarkeit usw. sachlich wieder. Das ist journalistisches Handwerk und darin eine „Anklage“ zu lesen, kommt mir wirklich absurd vor. Sie schreiben zugleich: „hier hätten Sie als anständiger Journalist, der alle Seiten beleuchtet, erwähnen müssen, dass dann die Selbstversorgung mit Lebensmitteln in Deutschland nicht mehr möglich ist. Davon ist aber im gesamten Artikel nicht die Rede.“
        Aber genau dieses Argument gebe ich doch mit den Zitaten in sachlicher Form wieder.

        Hätte ich den Bauernverband nicht zitiert, würde es zu Recht heißen, der Bericht unterschlage dessen Positionen.
        Das Wichtige an der Berendsen-Studie ist die Gewichtung verschiedener Faktoren, insofern ist das alles andere als banal.

        Und Nein, Landwirte kämpfen nicht per se gegen Biodiversität, sondern leben von ihr – ohne Biodiversität keine fruchtbaren Böden, keine Wasserspeicherung in der Landschaft, kein Erosionsschutz, keine natürliche Schädlingsreduktion uvm.
        Was die Folgenabschätzung von Farm-to-Fork anbelangt, so stimmt es nicht, dass diese erst jetzt begonnen wurde. Es hat sie – weil Pflicht – gegeben, sie wurde jetzt nur nochmal erweitert. Kritiker sehen darin Zeitschinderei. Die Bedeutung von Biodiversität für die Ernährungssicherheit wurde aus dem erweiterten Prüfauftrag gestrichen, was kein gutes Zeichen ist.
        Mein Artikel ist keine „Anklage“, sondern stellt die verschiedenen Positionen von EU, Bundesregierung, Bauernverband und Wissenschaft dar. Umwelt-NGOs bleiben dabei übrigens außen vor. Würden Sie das jetzt als Komplott des Autors Schwägerl gegen Nabu etc. deuten wollen?
        Ich habe zum Beispiel auch Klaus Kunz von der Bayer AG zum Thema Pflanzenschutz interviewt. Stecke ich jetzt mit der Industrie unter einer Decke?
        https://www.riffreporter.de/de/artikel/pestizide-glyphosat-bayer-landwirtschaft-klaus-kunz-esg-interview (auch hier: nein)
        Ich beobachte in zunehmender Häufigkeit, dass Boten und Botschaft verwechselt werden. Den Unterschied sollte man aber berücksichtigen.

    • Lady sagt

      Hallo Herr Schwägerl
      Auch mir ging es nicht anders. Ich habe ihren Artikel als Anklageschrift verstanden und empfunden. Ehrlich gesagt war ich etwas schockiert:
      Schon der Eingangssatz: ließ nichts Gutes erwarten.
      “Die deutsche Agrarlandschaft verarmt.”
      Im übertragenen Sinne kann man das so sehen. Aber das haben Sie nicht gemeint.
      “70 Prozent der Böden seien in einem schlechten Zustand, was die Nahrungsmittelproduktion in bestimmten Gebieten bereits einschränke.” sagt Timmermanns.
      Oha , das ist schon eine ziemliche Dreistigkeit. Und das würde doch wohl niemand schreiben,der es anders sieht. Ich kenne niemanden, der besser auf seinen Boden aufpasst als es Bauern üblicherweise machen. Das ist gelebte Nachhaltigkeit! Von den Vorfahren geerbt, um es an die nächste Generation weiterzugeben. Für einen Politiker ist ein solcher Zeitraum sicher schwer fassbar, was die Aussage von T.allerdings nicht entschuldigt.
      .

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      • Christian Schwägerl sagt

        Liebe „Lady”, mein Artikel hat Positionen dargestellt wie die von Herrn Timmerman oder des Deutschen Bauernverbands. Ziel ist es, dass der Leser sich seine eigene Meinung dazu bilden kann.
        Viele Grüße
        Christian Schwägerl

        • Lady sagt

          Tut mir leid, Herr Schwägerl, dann haben Sie Ihr Ziel verfehlt. Auf mich hat Ihr Artikel wie eine Anklage gewirkt. Sie haben zwar diverse Positionen aufgeführt, aber diese durch die Wortwahl, durch bestimmte sprachliche Konstrukte , durch die Überschriften in ein eindeutiges Licht gesetzt. Bitte respektieren Sie, wenn ich Ihnen die gewünschte Neutralität nicht attestieren kann. Ein einfaches Beispiel:
          “Auch das Summen, Brummen und Flattern der Insekten wird stetig weniger.”

          Ich habe die digitale FAZ abonniert und nicht die Taz, daher mein geäußertes Erschrecken.
          Auf dem Acker will ich ganz bewusst die Biodiversität reduzieren, auch in meinem Gemüsegarten. Das mag erschrecken ändert aber nichts.

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          • Christian Schwägerl sagt

            Guten Abend, die Überschrift, Unterzeilen und Zwischenzeilen machen ganz allgemein immer die Redaktionen und nicht die Autoren, weil diese stark vom Layout abhängen. Das nur als Hinweis.

            Die Formulierung „Auch das Summen, Brummen und Flattern der Insekten wird stetig weniger“ ist eine bildliche Wiedergabe der Ergebnisse zahlreicher Studien, über deren Aussagen, Schwächen und Methodik ich anderer Stelle ausführlich geschrieben habe. Auch wenn das Monitoring sicher noch verbessert werden kann, ist die Verarmung der Agrarlandschaft gut dokumentiert: https://www.leopoldina.org/uploads/tx_leopublication/2018_3Akad_Stellungnahme_Artenrueckgang_web.pdf
            Und ich habe die Position des Deutschen Bauernverbands wiedergegeben – das ist eine Darstellung, aber keine „Anklage“:

            „Ein Verbot würde demnach insgesamt knapp 3,9 Millionen Hektar Agrarland betreffen. Deshalb sieht der Deutsche Bauernverband (DBV) die Pläne als Frontalangriff auf das Businessmodell der Landwirte und als „Gefahr für die Ernährungssicherheit“. DBV-Präsident Joachim Rukwied warnt vor Ertragsverlusten, wenn Kulturpflanzen nicht mehr mit chemischen Mitteln gegen Wildkräuter, Insekten und Pilze geschützt werden können. Die Agrarwirtschaft versucht, eine Verabschiedung der „Sustainable Use Regulation“ vor der nächsten Wahl zum EU-Parlament im Frühjahr 2024 möglichst zu verhindern.
            Die Kontroverse hat auch die Wissenschaft erfasst. Als sich Anfang Februar in einer Anhörung der Agrarausschuss des Bundestags mit den Pestizidplänen beschäftigte, standen sich zwei Lager von Wissenschaftlern gegenüber: Der Pflanzenpathologe Andreas von Tiedemann von der Universität Göttingen stellte grundsätzlich infrage, ob Pflanzenschutzmittel reduziert werden müssten, da ihre Vorteile überwögen. Dagegen empfahl die Agronomin Sonoko Dorothea Bellingrath-Kimura vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung einen Pfad zu einer pestizidfreien Landwirtschaft. (…) Özdemir möchte in der aktuellen Weltlage alles vermeiden, was ihn in den Verdacht bringt, die Ernährungssicherheit zu gefährden. Seit dem russischen Angriff schürt die Agrarwirtschaft Ängste vor Hunger in Deutschland – obwohl ein Großteil des hier angebauten Getreides in die Tierfütterung und die industrielle Verwertung geht. „Die Umsetzung der vorgeschlagenen Regelungen würde alleine bei Getreide jährliche Ertragsverluste in der Größenordnung von rund sieben Millionen Tonnen zur Folge haben“, rechnet der Deutsche Bauernverband vor.

            In Internetforen wettern Landwirte gegen die „Zwangsökologisierung“ aus Brüssel und beklagen einen drohenden Vertrauensbruch. Der Bauernverband fordert, statt Verboten Künstliche Intelligenz, Drohnen und das sogenannte Präzisions-Farming auszuweiten, um Pestizidmengen zu reduzieren. Unterstützt wird die Agrarwirtschaft zum Beispiel von mehreren osteuropäischen EU-Staaten und Österreich.“

            Natürlich kann ein Acker keinen Wildwuchs vertragen, aber er produziert Nahrung nur wegen der Biodiversität im Boden und auch wegen der Leistungen der umgebenden Biodiversität, etwa wenn Feuchtgebiete in Trockenzeiten Feuchtigkeit spenden.

            Beste Grüße
            Christian Schwägerl

            • schmeckt gut sagt

              Herr Schwägerin, sprechen Sie auch unvoreingenommen mit uns Bauern, so wie sie es bei dem Austausch von Argumenten zwischen Bauern und Kritiker erwarten. Bei uns geht es immer um die Existenz. Übrigens auch bei Bio. Auch Bio ist auf “Pestizide” angewiesen. Ohne funktioniert es nicht – bei offenen Grenzen.

            • Reinhard Seevers sagt

              “Natürlich kann ein Acker keinen Wildwuchs vertragen, aber er produziert Nahrung nur wegen der Biodiversität im Boden und auch wegen der Leistungen der umgebenden Biodiversität, etwa wenn Feuchtgebiete in Trockenzeiten Feuchtigkeit spenden.”

              Sind Sie jetzt Landwirt und Ökologie in Einem? Wie erklären Sie sich die Erzeugung von Gemüse auf Pflanzsubstrat so ganz ohne Natur und Bienchen? Vertikal Farming kommt ebenfalls komplett ohne Natur aus, wird nur nachgeahmt.
              Das Ziel ist doch Nahrung ohne Natur herzustellen……also, wer möchte, dass Bauern aussterben?

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    • Smarti sagt

      Wenn die Leopoldina sich ein Sandwich macht, dann ist es wissenschaflicht belegt.
      Genau so einen Käse schreiben Sie ab – und das wissen Sie auch.

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    • Buersfruu sagt

      Da haben wir es doch wieder,die bösen “Fleischesser/ Produzenten” sie werfen mit Zahlen um sich ohne den Hintergrund zu kennen und zu beleuchten. Noch Mal für alle Dummen : Für die Tiernahrung wird nur Getreide verwertet, dass für den menschlichen Verzehr so nicht geeignet ist. Wir müssten es andernfalls wegwerfen! Oder es kommt in die Biogasanlage, wo es natürlich viel lieber gesehen wird, da können dann auch die Veganer ihr Handy oder die Klimaretter ihr Auto aufladen. sie sollten sich richtig informieren und mit der Materie ganz auseinandersetzen bevor sie Zahlen und Fakten verdrehen, bis sie in das zur Zeit angesagte Weltbild passen . lassen sie sich doch Mal von einem Landwirt, dessen tägliche Arbeit es ist Getreide zu produzieren erklären wo der Zusammenhang von Dünger, Pflanzenschutz und Verwertung für menschliche Nahrungsmittel ist. und setzen sie sich dann noch Mal hin und schreiben.

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  14. Ludwig sagt

    Diese Leute leben abseits jeglicher Realität. Mein Gedanke : Fünf Tage a fünf Stunden Strom abstellen am Tage und das Gehirn dieser Leute wird sich um 180 Grad drehen. Solange die es nicht merken , kann nur ein leichtes Klopfen auf den Hinterkopf helfen.

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  15. sonnenblume sagt

    Geht es nun ernsthaft um das Thema an sich, oder sind diese ganzen Diskussionen mittlerweile ein Geschäftsmodell , um sich in der Gesellschaft im Gespräch zu halten. Wenn ich unsere heimatliche Presse ansehe, dann stellt man doch fest, dass täglich irgendwo von irgendwem Termine zum Thema Natur angeboten werden. Ist das wirklich alles ernst gemeint, oder bietet sich hier ein neues Betätigungsfeld um mangelnde soziale Verbindungen aus zu gleichen, bzw die Zeit auszufüllen die man selber nicht mehr zu gestallten weiß.

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    • Bergamasca sagt

      Ihr Zweifel ist berechtigt. Journalisten sind in der Regel Freiberufler und schlecht bezahlt. Was sie schreiben, muss auch marktfähig sein. Und dieses Thema ist grundsätzlich immer titelseitentauglich.

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      • Christian Schwägerl sagt

        Lieber Bergamasca,
        ich war schon Redakteur, habe ein Medium als Vorstand geleitet und arbeite als freiberuflicher Journalist.
        Und ja – wie Landwirte müssen auch Journalisten müssen von ihrer Arbeit leben und Medienhäuser sich finanzieren können. Ansonsten ist die Gefahr, dass Recherchen mangelhaft sind oder das Einkommen aus PR und anderen fremden Arbeitsfeldern kommen muss. Oder dass massenweise Journalisten entlassen werden, wie nun bei Gruner&Jahr.
        Und ja, Artikel und Themen müssen auf Interesse stoßen…
        Aber würde man einem Schreiner vorwerfen, dass er Möbelstücke baut, die Leute kaufen wollen?
        Diese Frage hat aber rein gar nichts mit Qualität zu tun und dass man bei seinen Beiträgen immer das journalistische Handwerk ausübt und seinen Regeln folgt.
        In diesem Fall heißt das zum Beispiel:
        – Darstellung der Positionen aller Beteiligten, ausführlich auch die des Deutschen Bauernverbands
        – Überprüfen der Zitate und Aussagen
        – Suche, Auswahl, Lektüre und Überprüfen der wissenschaftlichen Studien
        – Hintergrundrecherchen mit Fachleuten und Fachliteratur
        Und einiges mehr.
        Dass dieses Thema titelseitentauglich wäre, kann ich übrigens nicht bestätigen. Und ich richte meine Themenwahl ganz sicher nicht danach aus, ob etwas reißerisch sein kann, ganz im Gegenteil.
        Beste Grüße
        Christian Schwägerl

        • Reinhard Seevers sagt

          Herr Schwägerl würden Sie zustimmen, wenn ich sage, wir benötigen weniger Journalisten? Wir haben schon zu viele, und zu viele bedeuten Meinungsmüll aufgrund alleiniger Selbsterhaltung. Sie können sich nicht mit der Leistung eines Schreiners vergleichen, weil es keinen Kunden gibt, der etwas nachfragt, sondern es werden Beiträge einfach gebracht, ob gewollt oder nicht….im Nachhinein erst erkennt man Notwendigkeit und Sinn….

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          • Inga sagt

            Doch,
            bei einer IndividuellAnfertigung beim Schreiner, dem Handwerksmeister.

            Aber die Möbelfabrik muß schon anfertigen, was dem Kunden gefallen könnte, weil es dann doch im Möbelhaus verkauft werden soll.

            Individuellanfertgung ist ökologischer.

          • Christian Schwägerl sagt

            Lieber Herr Seevers,
            ich möchte jetzt nicht jedes journalistische Produkt oder Produkt, das sich journalistisch nennt, pauschal verteidigen, dazu ist die Variabilität in der Qualität zu hoch (das Phänomen kennt man zB auch in der Gastronomie). Aber offenbar wünschen Sie sich eine Gesellschaft mit wenig oder kaum Journalismus. Da würde ich Sie bitten, das zu durchdenken: Es würden nur noch die stark kontrollierten, interessengetriebenen Mitteilungen von Parteien, Behörden, Firmen, NGOs aufeinanderprallen, plus meist auf Anekdoten beruhende Social-Media-Posts, plus Studien aus der Wissenschaft, die die meisten Menschen nicht im Details lesen und interpretieren wollen. Es gäbe keine Instanz mehr, die unabhängig zwischen all diesen gesellschaftlichen Gruppen steht und eine unabhängige Kontrollfunktion ausübt. Das Fehlen von Presse und Pressefreiheit ist eines der wichtigsten Merkmale von Diktaturen.
            Ich würde ganz im Gegenteil sagen, angesichts von Anekdoten auf Social Media, Desinformation und PR braucht es deutlich mehr Investitionen in journalistische Expertise, Recherche und Faktenprüfung.
            Jedenfalls gilt das englische Sprichwort „Be careful what you wish for”.
            Im Übrigen nehme ich jede sachliche Kritik gerne an und beschäftige mich damit. Ich vermisse aber sowohl hier wie auf Facebook Argumente in der Sache, z.B. in Form von Hinweisen auf Studien o.ä.. Zudem scheint wirklich jeder hier schlichtweg zu übersehen, dass ich in dem Artikel gar keine eigene Position äußere, sondern die Positionen von EU-Komission, Deutschem Bauernverband, Bundesregierung und diversen relevanten Wissenschaftlern darstelle. Die Kritik an den geplanten Neuerungen aus der Bauernschaft werden sachlich referiert.
            Beste Grüße
            Christian Schwägerl

            • Reinhard Seevers sagt

              Jeder rechtfertigt sein Tun und seine Wichtigkeit, sogar der Kulturbetrieb.
              Warum schreiben Sie denn nicht über die Lügen und Verstrickungen z.B. in Bezug auf das Methan oder die Nitrat- Lüge, so wie es Georg Keckl seit nunmehr 13 Jahren publiziert hat? Ich glaube nicht an die wiederholt ausgerufenen heren Ziele des Journalismus in der Demokratie, dafür habt schon zu viel Porzellan zerschlagen

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        • Inga sagt

          Sowie der Bauer sein Wirtschaftsgebäude mit Inhalt finanzieren muß, so müssen Journalisten das Medienhaus finanzieren. Klar, und der Koch seine Küche und das Restaurant, der Bäcker die Backstube und das Café.

          Aber anscheinend verdienen die Journalisten noch zu viel Geld, denn sonst wären sie nicht so übermütig, wenn es um Themen geht, die sie erst lernen und verstehen, bzw. recherchieren müssen. Was ist das denn für eine Kultur, bevor man sich die Mühe macht das Thema besser zu recherchieren, wird es einfach nieder gemacht und negativ dargestellt?

          Wie hier in der Min: 45 zu hören:

          Also nicht nur bei dem Thema Landwirtschaft,
          aber hier gelingt ihnen nur, weil der Bauer und der Verbraucher zu weit entfernt ist.
          Man müsste die Journalisten doch dazu verpflichten, das dem Thema, daß sie bearbeiten aufklärerisch darzustellen. Dann hätten sie ihre Aufgabe friedlich erfüllt.
          Nicht nur bei Thema Landwirtschaft, sondern auch bei anderen respektvollen Themen wie Habermas.

          Hier beschweren sich Precht und Lanz auf gleiche Weise über Journalisten, wie sie über den Soziologen und Philosophen Habermas herziehen.

          Bei Min: 45
          https://www.youtube.com/watch?v=fbWYDMgaB8Q

          also nicht nur über die Landwirtschaft ziehen die so her, sondern auch über andere wichtigen Themen.
          Das muß aufhören, muß zur Strafsache werden.!!!

  16. Schmeckt gut sagt

    Ahh, jetzt ist die Katze aus dem Sack. Alles auf Links drehen mit einer Ressourcenverschwendung ohne Ende und die LW hat die größte Schuld und auch diese an der “Misere” zu tragen – im aktuellen Ticker: “Bundeskanzler Olaf Scholz rechnet mit Wachstum wie zu Zeiten des “Wirtschaftswunders”. “Wegen der hohen Investitionen in den Klimaschutz wird Deutschland für einige Zeit Wachstumsraten erzielen können, wie zuletzt in den 1950er und 1960er Jahren geschehen” – kann das funktionieren oder geht es gnadenlos daneben? Ein paar Stichworte hierzu: 100% Rohstoffabhängigkeit, Abhängigkeit von globalen Lieferketten, bewußte oder auch naive Interpretation wissenschaftlicher Daten zugunsten der “alternativlosen Transformationen”, Folgenabschätzungen werden politisch verhindert, EU-Planung: der kaputte Wald und Moore, die erst in 100 Jahren nenneswert in der Lage sind CO2 zu speichern, retten das Weltklima….

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    • Reinhard Seevers sagt

      Es KANN nicht funktionieren…der Bauwillige bzw. der Zwangsbauverpflichtete MUSS einen Mehrwert durch die Forderung nach Weltrettung erkennen und FINANZIEREN können. Warum sollen sich Menschen verschulden, wenn sie nicht wissen, ob sie morgen noch einen Job haben? Die Mehrheit ist demnächst über 50 und wird sich dreimal überlegen, ob es sich überhaupt noch lohnt in irgendetwas zu investieren, die Jungen haben noch nicht genug Kohle und die ganz Alten bekommen keinen Kredit mehr.
      Ökonomisch betrachtet kann es nicht funktionieren…auch wenn sie 50% subventionieren…bleiben immer noch 50% Bereitwilligkeit zur Geldverbrennung.

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  17. Thomas Bröcker sagt

    Der eigentliche Skandal ist ja, dass gerade die angewendeten Pflanzenschutzmittel eben so gut WIE KEINEN EINFLUSS auf die Biodiversität haben. Bewirtschaftete Äcker mit ordentlichen Erträgen lassen weder im Bio- noch im konventionellen Anbau die Biodiversität der “Hungerfelder” des 19. Jhd´s zu. Wenn ein Feld mit dem Pflug seiner Biodiversität “beraubt” wird, so ist das die Notwendigkeit den angebauten Kulturpflanzen die Konkurrenz vom Leibe zu halten. Das ist seit Jahrhunderten so. Herbizide haben das aufwändige händische Hacken und Zupfen des Unkrauts verdrängt. Sicher gibt es heute viele mechanische Möglichkeiten der Unkrautbekämpfung (und die werden ja auch angewendet). Die Biodiversität in den Produktionsflächen verbessern diese Maßnahmen definitiv nicht. Es ist allein die Landschaftsstruktur und die Dauerhaftigkeit der Strukturelemente, die über die Biodiversität bestimmen. Alles andere ist Marktabgrenzungsgeschrei der mittlerweile rückläufigen Biobranche. Eine Schande, dass solch ein unwissenschaftlicher Müll in einem Industrieland wie Deutschland die Politik bestimmt.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Wenn es global geschieht, muss etwas viel Umfänglicheres vorgehen….ansonsten gäbe es in diesem Lande aufgrund der Unmengen an Pestiziden der letzten 60 Jahre bereits keine Fliege mehr.

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    • evo.... sagt

      Sehe ich ähnlich. Seit Jahrzehnten haben wir immer mehr Bio-Landbau und trotzdem hat die Biodiversität gelitten. Ursache sind da andere Einflüsse. Z.B. hat man in den USA einen Zusammenhang zwischen Fischsterben und Reifenabrieb gefunden. Oder das Missmatch zwischen Laichen von Heringen und der Algen als Nahrung.

      Oder die Dürren und der Temperaturanstieg durch die Windräder. Vor paar ein paar Tagen habe ich was am Beispiel des Menschen gelesen. Da entscheidet schon ein Temperaturunterschied von 2 Grad über Leben und Tod.

      Aber die grünbraune Branche wird immer sofort alles propagieren, das Geld bringt.

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    • Christian Schwägerl sagt

      Lieber Herr Bröcker,
      die im Artikel zitierten Studien kommen zu einem anderen Ergebnis, und wenn diese „Müll” sind, sollten sie das den Wissenschaftlern, Gutachtern und den Journals mitteilen. Ich habe diese Studien samt Methodik gelesen und zusammengefasst.
      Beispiele für zitierte wiss. Studien sind Hofmann et al, 2018 https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0048969717323926 , Liess et al 2021 https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0043135421004607, Berendse et al 2010 https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1439179109001388 zum Nachlesen.
      Alles handwerklich saubere Arbeiten – warum sollte die Darstellung von wissenschaftlichen Ergebnissen in einem Wissenschaftsteil problematisch sein?
      Die Stellungnahme der Leopoldina zur Zukunft der Agrarlandschaft gibt es hier: https://www.leopoldina.org/presse-1/nachrichten/biodiversitaet-und-management-von-agrarlandschaften den Offenen Brief gibt es hier: https://zenodo.org/record/6461468#.ZArxTOzMIpx

      Beste Grüße
      Christian Schwägerl

      • Reinhard Seevers sagt

        Unabhängig vom Überbringer der Nachricht….die 8 Punkte der Leopoldina zum Management von Agrarlandschaften sind in meinem Augen akademisch+theoretische Idealvorstellungen von einer Agrarlandschaft, die so nicht einmal theoretisch umsetzbar sind. Die starken Nutzungskonflikte zwischen allen Beteiligten sind nicht quantifizierbar und nicht vorhersehbar. Sonst müsste es sofort und absolut ein Verbot jedweder Neuversiegelung geben. DAS wird mir der Fall sein, deswegen würde ich solche Luftschlösser weder ernst, noch annehmen.

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  18. Ferkelhebamme sagt

    BIODIVERSITÄT! (Hicks) Steht über allem! Über die Nahrungsmittelversorgung müssen wir uns in D keine Sorgen machen. Sagen sie.
    Der Flächenverbrauch für Siedlungsgebiete und Straßenbau ist wieder gestiegen, mit 55/ha pro Tag wird das Ziel von 30 ha deutlich verfehlt. Die Bevölkerung dagegen wächst. In Argentinien verdorrt die Ernte, die südeuropäischen Länder leiden jetzt schon unter Wassermangel.
    An alle, die etwas mehr IQ haben als gestapeltes Toastbrot: sollen wir den Pflanzenschutz wirklich einstellen? Für eine sach-und fachgerechte Ausbringung sind wir übrigens bestens ausgebildet und die Mittel Deutschland-typisch geprüft.
    Wenn die Mehrheit das will, machen wir das. Aber nicht heulen

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die Angaben für die Flächenversiegelung stimmen doch hinten und vorne nicht….
      Oder scannen sie täglich die ganze Republik ab? Wenn man lediglich die baurechtlich relevanten über die Statistik erfasst, dann hat man vielleicht 50% erfasst. Auch eine neue Terrasse versiegelt Boden und reduziert die Grundwasserbildung.

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      • sonnenblume sagt

        Die kommt dann, wenn erste negative Auswirkungen zu sehen sind. Aber es wird dann doch so erklärt. Man muss die Vergangenheit aufarbeiten. In der Zeit wurde nach heutigen Maßstab doch nicht mehr wie alles falsch gemacht. Heut muss nun alles korrigiert werden. Da kann es dann schon mal zu Überreaktion kommen. Bedauerlich, aber mal will doch das Beste. Sind eben Kollateralschäden.

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      • firedragon sagt

        Jep, hinter Bezahlschranke.

        “… Artenschutz oder Bauernschutz? …”
        Das sind die ersten drei Wörter im Fettgedruckten, was ich lesen kann.
        Ich kann mich zu dem Artikel nicht äußern, was ich allerdings ‘interessant’ finde, das Wörtchen “oder”.

        Suggeriert es doch, entweder kannste Blümchen und Bienchen gucken oder haste Nahrung daheim.

        7
  19. Frikadellen piet sagt

    moin toll was uns alles gesagt wird man sollte vielleicht bald in der Berufsschule schon anfangen Zeitung zu lesen und das als Maßstab zu nehmen für die Ausbildung bin gespannt wo sowas hinführt

    4
  20. Schmeckt gut sagt

    Moin Willi. Es ist ganz klar: wenn wir keine Möglichkeit mehr haben, Schaderreger so zu regulieren, dass wir genug und in der vom Kunden/Handel geforderten Qualität ernten, machen wir den Laden zu. Insofern stimmt dein Hinweis auf die nicht funktionierende Biolandwirtschaft. PS: mittlerweile nutzen wir schon zu 50% Biomittel. Aber nur die, die auch effektiv wirken .-)

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