Bauer Willi
Kommentare 61

Meine erste Lesung in der Großstadt

Auf Einladung “meines” Verlages, der mitten in Frankfurt seinen Dienstsitz hat, war ich zu einer Lesung über mein Buch. Spannend, denn bisher habe ich eher mit ländlicher Bevölkerung zu tun gehabt. Die Diskussion war überraschend sachlich und von positiver Grundtendenz geprägt.

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61 Kommentare

  1. sonnenblume sagt

    Welche Themen wurden bei der Diskussion am Meisten nachgefragt? Konnte man Schwerpunkte erkennen also bekannte Themenfelder, oder auch Dinge die den Zuhörern völlig neu waren?

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    • Bauer Willi sagt

      Schwerpunkt waren die vielen Narrative, die über die Landwirtschaft existieren. Wie sagte es ein Teilnehmer: Die Dinge stimmen nicht oder sie stimmen so nicht, wie sie erzählt werden. Das war für mich/uns natürlich sehr wohltuend zu hören.

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  2. Frikadellen piet 44 sagt

    moin deine Lesung war sehr schön und das hört sich sehr gut an was du geschrieben hast also hoffe ich dass sehr viele Leute belehrt werden und eine bessere Meinung der Landwirtschaft bekommen dank bauer willi

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  3. Smarti sagt

    Blasenkatheter ziehen 🙂 . Ja ! Und dann einigen Leuten kräftig ans Bein pinkeln !
    Wie erreicht man denn alle Zielgruppen ? Mit einem Blog, mit der Teilnahme an allen sozialen Medien ? Mit Artikeln, wo jetzt wirklich für jeden etwas dabei ist… ?!
    Um gegen die Probleme anzuschreien, die jetzt die Leute wirklich beschäftigen ( so all das ganze Krisengedöns plus die Krise eigenen Geldbeutel ) da bräuchte es wirklich ein Tsunami – eine Welle reicht da nicht.
    Einen Idee zum Weiterentwickeln wäre vielleicht der Ansatz, dass die Landwirte sagen, so geht es nicht mehr weiter… weil… ( Einkommen, Nachkommen, Überarbeitung, Mobbing…)
    Und dass dann münden lassen in Büsum.
    Um Hilfe rufen, und zwar nicht um Almosen und nicht den Staat. Sondern die, die auch morgen noch was zwischen den Zähnen haben wollen.

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  4. Ludwig sagt

    Willi , perfekt gemacht. Ich habe das Buch bereits gelesen und zwei weitere verschenkt. Du hast Landwirtschaft top erklärt und nachvollziehbar für Berufsfremde gemacht. Leider haben die Verwaltungen , NGOs, Fachpolitiker , usw. dieses Fachbuch nicht gelesen . Auch die Ideologen , wenn sie es denn gelesen haben, wollen aus ihrer sektenartigen Ideologie der Realität nicht folgen. — Inzwischen haben diese Leute George Orwell bei uns eingeführt.
    Also alles “Gläsern”. Jeder Furz muß erfasst werden. Von Berufsfreiheit des Handelns ist nichts übrig geglieben. Papier und EDV- Erfassung für “Nichts” ist jetzt angesagt. Doch mit Papier und EDV-Daten erfolgt keine Produktion und die wollen diese Politikkaoten anscheinend nicht mehr. Das wird unser Gemeinwesen zu Fall bringen, denn ohne harte Arbeit und entsprechender Produktion auf allen Ebenen geht hier unser Gemeinwesen vor die Hunde. Leider will keiner die monströse Verschuldung im Euroraum sehen, mit der hier alles überdeckt wird. Zum Schluß kurz aus dem Buch von Prof. Sinn -Die wundersame Geldvermehrung- zitiert : “So führte der Anstieg der Staatsschulden in der Eurozone von 6,7 Billionen im Jahr 2008 auf schätzungsweise 11,4 Billionen Euro bis Ende des Jahres 2021 “.
    Das BIP (Bruttoinlandsprudukt) liegt im Euroraum bei rd. 10 Billionen Euro. Laut den Recherchen von Dr. Markus Krall (Wenn Schwarze Schwäne Junge kriegen) sind alle Währungen zwischen 120 – 140 % vom BIP zusammengebrochen. Es wird also schwierig für den Euro in der nächsten Zeit , denn eine Ansage gibt es nicht. Inzwischen hat die EU-Politik fast alle wichtigen EU- und EZB-Verträge gebrochen . Warum wohl ? Erschwerend kommt jetzt noch der Angriffskrieg Rußlands und die damit einhergehende Energieverteuerung dazu. Mit dem Begriff “Sondervermögen” sollen doch nur weitere Verschuldungen verdeckt werden und die Bürger für “Dumm” verkauft werden.

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  5. Elisabeth Ertl sagt

    Zum Thema Nitrat:
    Ich habe schon verstanden, dass da in Deutschland von der Politik unsachgemäß gehandelt wurde. Aber kann man das tatsächliche Nitratproblem mit nur einem Satz abtun, ohne näher darauf einzugehen.
    Österreich hat ein sehr repräsentatives Messnetz und weist viele Gegenden aus, wo das Grundwasser unbedenklich ist, aber eben auch belastete Gebiete.
    Auch das österreichische Trinkwasser ist einwandfrei – aber eben gebietsweise nur deshalb, weil es aufwändig aufbereitet werden muss. Die Mehrkosten muss der der Konsument tragen, und darum wird seit Jahren gestritten. Jetzt ist der Verfassungsgerichtshof damit befasst:
    https://www.bvz.at/burgenland/politik/verfassungsgerichtshof-vfgh-prueft-nach-beschwerden-aus-dem-burgenland-nitrat-verordnung-burgenland-agrar-verfassung-vfgh-wasser-oesterreich-nitrat-wasserleitungsverband-noerdliches-burgenland-339795020

    Eigentlich verlangt die EU von der Landwirtschaft, so zu wirtschaften, dass das Wasser nicht aufbereitet werden muss. In Österreich ist die Politik säumig, entsprechende Verordnungen zu erlassen.

    Nitratbelastetes Trinkwasser kann jedenfalls erhebliche Gesundheitsprobleme verursachen: https://www.ages.at/mensch/ernaehrung-lebensmittel/rueckstaende-kontaminanten-von-a-bis-z/nitrat-und-nitrit

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    • Reinhard Seevers sagt

      Wie kann man eine so komplexe Problematik in einem solchen Kontext ausreichend thematisieren….das ist doch auch nicht Sinn des Buches.
      Nennst du mir ein Wasserwerk in Deutschland, das Wasser wegen zu hoher Nitratwerte aufbereiten muss? Ich kenne keines.

      Aus der website des OOWV (Trinkwasserversorger in einem Intensiv-Tierhaltungsgebiet)

      “Nitrat selbst ist nicht giftig. Täglich nehmen wir über die Nahrung Nitrate auf, vor allem aus Obst und Gemüse. Ein Teil des Nitrates wird mit dem Trinkwasser aufgenommen. Eine gesundheitliche Gefahr geht jedoch von den Stoffen Nitrosamin und Nitrit aus, die aus Nitraten entstehen können. Deshalb gibt es für Trinkwasser einen gesetzlichen Nitrat-Grenzwert von 50 mg pro Liter.

      Aus allen Wasserwerken des OOWV wird Trinkwasser abgegeben, das diesen Grenzwert weit unterschreitet. Unser Trinkwasser ist daher absolut unbedenklich direkt aus der Leitung trinkbar.

      Damit das so bleibt, setzen wir ein umfassendes Programm für den Grundwasserschutz um. In enger Kooperation zwischen Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Forstwirtschaft fördern wir die besonders grundwasserschonende Bewirtschaftung der Böden in unseren Trinkwassergewinnungsgebieten.”

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    • Bauer Willi sagt

      Liebe Elisabeth

      1. ich finde es ärgerlich, dass bei Nitrat im Trinkwasser reflexartig immer und ausschließlich die Landwirtschaft als Verursacher herangezogen wird. Du machst das auch.
      2. Nenne mir die Anzahl der Fälle, in denen Blausucht bei Säuglingen auftrat. Und auf Trinkwasser zurückzuführen war
      3. Weißt Du, wie viele Wasserwerke in Deutschland eine Denitrifikationsanlage in Betrieb haben? Meines Wissens sind es zwei.
      4. Der Nitratwert von Rucola liegt bei 7000 mg/kg.
      5. Der Grenzwert von Trinkwasser wurde von 90 mg auf jetzt 50 mg abgesenkt.

      Wir haben hier im Rheinland seit Jahrzehnten sehr gut arbeitende Wasserkooperationen von Landwirten und Wasserwerken. Die Werte des Trinkwassers sind in Ordnung und verbessern sich fortlaufend.

      Ich hasse diese Negativauswahl! Ich bin richtig wütend! Ich lasse mir auch keine Verniedlichung des Problems vorwerfen sondern erwarte eine vernünftige und wissenschaftlich korrekte Einordnung des Problems, das ohne jede Frage in einigen Regionen Europas auftritt.

      Punkt!

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ich hole bei solchen Gelegenheiten immer mein Lieblingszitat raus, das ich mal vor 6 Jahren in einer Fachzeitschrift gefunden hatte:

        “Der Beitrag von Dr.-Ing. Bernhard
        Hörsgen, dem Präsidenten des DVGW
        und Vorstand der Gelsenwasser AG, reflektierte
        die Lösungsansätze bei der
        Trinkwasseraufbereitung…..

        Gewässerschutz sei oft erst mit der
        Angst der Bürger um ihr Trinkwasser
        durchsetz- und finanzierbar, so Hörsgen.
        Bei technologisch hoch entwickelten
        „Wasserfabriken“ nehme zwar der Druck
        auf den Gewässerschutz ab, aber die
        Störanfälligkeit des Aufbereitungsprozesses
        steige.”

        Dem Bürger Angst machen, um danach die Kosten der generellen Wasseraufbereitung allein einer Gruppe anzulasten…super Idee von den Wasserverkäufern, finde ich.

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      • Reinhard Seevers sagt

        1 Salat mit Rucola und Rote Beete und du bist tot….ich weiß schon, warum ich kein Rucola mag…schmeckt nach Nitrat dat Zeuch.
        Ich spüle meine Hinterlassenschaft mit Wasser in die Kläranlage. Das Wasser hat einen Nitratgehalt von 4mg/L…welch eine Schande.

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      • sonnenblume sagt

        Bei Google findet man unter Nitrat folgende Angaben. 75% Landwirtschaft, der Rest kommt aus Verkehr, Industrie und Abwasserbehandlung.
        Wie verlässlich sind diese Zahlen? Unter Wald findet man auch hohe Nitratwerte.
        Was ist mit Adblue? Dort findet man unter Stickstoffverbindungen, sie tragen zu einem beträchtlichen Teil zur Eutrophierung benachbarter Ökosysteme bei.
        Und unter dem Gesichtspunkt lass uns mal das deutsche Straßennetz anschauen.
        Da möchte ich doch die 25% von Verkehr usw. etwas anzweifeln. Oder kann man irgendwo genaue Zahlen mit Datumsangaben finden?

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        • Reinhard Seevers sagt

          “Wie viele Nährstoffe auf diesem Weg in den Gewässern landen, wird in Deutschland nicht erfasst, fanden die Forschenden heraus. Dies wird nur für urbane Räume berechnet. Dabei sind die Mengen beachtlich: Zehn Prozent des Gesamtstickstoffs, der von versiegelten Flächen tatsächlich in den Gewässern landet, wird übersehen, ebenso wie rund 13 Prozent des Gesamtphosphors.
          “Die Nährstoffbelastung von Bächen und Seen wird systematisch unterschätzt. Dabei sind Nährstoffe, insbesondere Phosphor, der wichtigste Stressfaktor für heimische Insekten, Muscheln oder Krebse. Was das mit diesen Wirbellosen macht, wird bislang nicht erfasst”, sagt die Autorin der Studie, Hong Hanh Nguyen.”

          https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2023-02/bodenversiegelung-eintagsfliege-oekosystem-discounter/komplettansicht

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          • sonnenblume sagt

            Den Artikel hab ich gelesen. Meine Frage: Hat man denn einen Überblick wie die Grundwasserkörper, oder besser jene Wasserkörper verlaufen in denen die Beprobung stattfindet? Fließen sie durch außerlandwirtschaflich stark belastete Gebiete und werden dann zufällig auf dem nächst gelegenen Acker beprobt?
            Dann hat man doch schon eine Verfälschung bei der Ursachenforschung.
            Übrigens, im Watt bekommen wir für bestimmte Arten einen Nährstoffmangel. Findet man bein NDR.

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            • Brötchen sagt

              Sonnenblume vergiss das…..wie soll das gehen

              Bevölkerungsdichte ist ja das eine…..wir sind zentral gelegenes Transitland!
              Wenn ich sehe was auf den Ost Westachsen los ist…..naja

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              • sonnenblume sagt

                Na gut! Dann sollte man sich auch etwas mit der lautstarken Verurteilung der LW zurück halten. Aber wer gibt schon mehr oder weniger freiwillig diesen Joker aus der Hand. Ätzend.

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                • Brötchen sagt

                  In Dt. geht es immer auf die kleinen……die sich schlecht wehren können….

                  Je mehr Öko umso mehr Nitrat hast Du auch!

                  Hat das schon mal jetzt jemand angesprochen?

                  Die Bevölkerungsdichte steigt ja noch, Ziel was Scholz genannt hat sind 90 Mio….das sind fast 10 % mehr Einwohner.

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                • sonnenblume sagt

                  Nährstoffmangel im Watt. Weniger Nährstoffeintrag, für Seegras und Wattwurm gut, weniger Algen, Sandklaffmuschel, Gemeiner Wattwurm und Bäumchenröhrenwurm haben nichts zu fressen.
                  Das Öko mehr Nitrat bringt, ist nicht verwunderlich. Aber ist doch Ökonitrat. Nicht so schlimm wie unser. Ist Biologisch.
                  Jedenfalls wäre die Wirtschaftsweise bei den Wasserwerken nicht gern gesehen. Sie würden das sofort bei den Proben sehen. Ist hier einmal bei einer Neueinsaat von Grünland aufgefallen. Verhehrende Werte waren die Folge. Glyphosat ja, aber Flügen nein. Mit öko ist man von der Problematik ja auch nicht so weit weg.

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                • sonnenblume sagt

                  @Brötchen, wir haben weder Rotes noch Gelbes Gebiet. Mich ärgert einfach die allgemeine Verunglimpfung der deutschen Landwirtschaft. Entweder haben andere so viel Dreck am Stecken, oder wir sollen den Weg für andere Wirtschaftzweige frei machen. Vielleicht liegt die Wahrheit auch in der Mitte.

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                • Brötchen sagt

                  Du wir sind rotes Gebiet, was denkste was hier los ist…..die drehen völlig frei.

                  An die kleine Omi bei der Coronademo da trauen sich drei Polizisten ran…..und bei den Bauern, liegt ja alles schön offen, da können wir mal stänkern gehen.

                  Sollen Sie mal machen, gibts eben nix zu essen, ihr habt es so gewollt.

                  Den Döner für 15 Euro und die Salatjurke für 6 Euro öko 12 Euro. 😉

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                • sonnenblume sagt

                  Na die Geschichte mit dem nix zu essen, die bekommen wir wohl nicht so schnell hin. Der LEH wird den Laden schon am Laufen halten. Auch wenn alles teurer wird. Deshalb wird die Politik aber wohl vom einmal eingeschlagenen Weg nicht abgehen. Das kann ich mir mittlerweile nicht mehr vorstellen. Die sind so überzeugt von ihrer Richtung. Du siehst doch jeden Tag, dass Argumente und Fakten kein Gehör mehr finden.

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          • Brötchen sagt

            Ist ja an sich logisch durch die versiegelten Flächen fließt Starkregen in einzelnen Stellen nur ab und konzentriert sich auf, was dann dort höhere Werte.

            Ich habe mal Bevölkerungsdichten rausgesucht, obwohl das ja nur Durchschnittswerte sind

            8,8 Russ
            37 USA
            94 Spanien
            117 Fr.
            123 Polen
            148 China
            230 Dt.
            330 Vietnam

            Wie kann man dem “irren” Glauben anhängen, die Stickstoffaustausch da gegen Null drücken zu wollen.

            HUndedichte 9 % und in Fr. wohl 38 % was immer diese Zahl bedeutet….wahrscheinlich Hund pro Einwohner..

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            • Brötchen sagt

              Dichte in Schweden ist 25 ! und die sagen einem Land was die zehnfache Dichte hat, wie Umweltschutz gehen soll…(Über Greta)

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              • Brötchen sagt

                Die 9 % Hunde wären ja auch ca. 20 Hunde pro Qkm….wenn ich jetzt nicht falsch liege.
                Die kacken auch nur an bestimmten Stellen….

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      • Elisabeth Ertl sagt

        2017 wiesen in Österreich etwa 10% der Trinkwasserproben Grenzwertüberschreitungen auf. Heißt natürlich umgekehrt, 90% waren in Ordnung. Seither gibt es einen Nitrat-Aktionsplan, und da ist das Ziel noch nicht zur Gänze erreicht. 2023 gibt es wieder eine neue Verordnung. https://noe.lko.at/nitrat-aktionsprogramm-verordnung-napv-2023+2400+3703538#:~:text=Keine%20D%C3%BCngung%20im%20Herbst%20auf,einmaliger%20Umbruchsm%C3%B6glichkeit%20in%205%20Jahren
        Mag ja sein, dass da Deutschland schon weiter ist.

        • sonnenblume sagt

          Frau Ertl, ich bin einfach der Meinung, dass der Staat, aus Bequemlichkeit und weil vielleicht sehr unbequeme Wahrheiten ans Licht kämen, nicht ganz so genau hinschaut wo das Nitrat entsteht und her kommt. Jedes Land hat Landwirtschaft. OK. Aber es gibt auch noch sehr, sehr viel mehr auf diesem Staatsgebiet! Und das sollte man nicht vernachlässigen.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Also ich schlage vor, mal an den Rändern der Bahnhöfe zu messen…wenn ich die ganzen Stehpinkler aufaddieren würde, die jeden Tag an den Fahrradständern und den Buswartehäuschen pullern, dann würde ich sicherlich ganz viel Phosphor finden. 😎
            Oder auf den Parkplätzen der Bundes- und Landesstraßen. Da sollte man einen Messbrunnen einrichten. Konzentrationen sind bestimmt schnell auffindbar.

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            • sonnenblume sagt

              Gegen das Parkplatzproblem haben sich hier an einer Stelle die Landwirte gewehrt. Hat funktioniert.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Die Landwirtschaft steht auch nicht überall in gleichem Maß in Verdacht. In der südlichen Steiermark hat es eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit Wasserwirtschaft/Landwirtschaft gegeben. Wenn es dort dann genau entlang der Mur noch immer lauter rote Punkte gibt, hat das wohl nichts mit der Landwirtschaft zu tun, sondern mit Abwasser, zumal es dort entlang des Flusses auch viele Industriebetriebe gibt. Im Raabtal sind die paar roten Punkte auch exakt in den Industrieorten.
            Im intensiven Landwirtschaftsgebiet im Nordosten Österreichs sind die roten Punkte aber über die ganze Fläche verteilt. Dort ist wenig Niederschlag, da verdünnt sich das Nitrat aus dem Boden nur schwer. Da ist dann sehr wohl die Landwirtschaft in der Verantwortung.
            Im Oberösterreichischen Zentralraum gibt es sowohl viel Industrie als auch sehr intensive Landwirtschaft. Da wird wohl beides eine Rolle spielen.
            https://tappwater.at/pages/nitrat-im-trinkwasser

            • Ostbauer sagt

              Hallo Elisabeth,
              Nitrat im Grundwasser; nicht im Trinkwasser; ist sehr komplex.
              Ich kann Dir nur meine Erfahrungen mitteilen.
              Wir sind seit 3 jahren “Rotes Gebiet” Eine Messstelle weist seit ihrer Errichtung 1992 Nitratwerte von um die 120 mg aus im Oberpegel, welcher bei 25 m unter Flur liegt. Der Trinkwasserleiter auf 40 m unter Flur liegt bei 0,5 mg.
              Wir haben uns vor ca 10 jahren mit mehreren Uni`s zusammen getan, um dieses Problem zu analysieren.
              Einstimmige Aussage aller “Experten”: Es Ist keine Ursache der heutigen Landwirtschaft!
              Dazu muss man wissen, dass bei den hier gegebenen Verhältnissen alleine das Wasser von “Oben”, 25-30 Jahre benötigt um im ersten Grundwasserleiter anzukommen.(von Denitritifikation will ich gar nicht erst anfangen)
              Selbst in der Anströmung auf die Messstelle benötigt das Wasser 1 Jahr/m. Wir reden hier also über Zeiträume von mindestens 25 Jahren oder sogar 80-100 Jahre bei eventuellen Punkteinträgen.
              Erklär mir mir doch bitte mal , wie ich das kurzfristig ändern soll und es sich auch in den Messwerten niederschlägt. Selbst der EuGH hat im Urteil gegen Deutschland anerkannt, dass 25- 30 jahre vergehen können, bis sich positive Ergebnisse einstellen.
              Also , warum machen wir alle 2 Jahre eine neue Düngerrefom ?
              Jeder sagt:” ist nun mal so, ich tue auch nur meine Pflicht”; ich zahl die Zeche dafür!
              Für ein angebliches Risiko.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Dabei steht die Risiko/Gefahr Relation in keinem Verhältnis. Das ist ein Popanzt!

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Einerseits verstehe ich, dass die Vorgangsweise in Deutschland nicht zweckmäßig ist. Andererseits kann auch nicht die Lösung sein, gar nichts zu tun, nur weil es so viele unterschiedliche Situationen gibt. Tatsache ist, dass in Österreich Düngerreduktion – natürlich nur in den tatsächlich betroffenen Gebieten – sehr wohl etwas gebracht hat. Aber es geht auch gar nicht immer um weniger Dünger. Eine ganzjährige Bodenbedeckung verhindert auch die Stickstoffverlagerung in tiefere Bodenschichten, und zwar sind artenreichere Begrünungen effizienter.

      • Rolf Sieling sagt

        Oft liegt es an Torf im Untergrund, warum bestimmte Gebiete Nitrat aufweisen, z.B. rund um Bremen. Dafür gibt es in Niedersachsen seit fünfzig Jahren die Harzwasserleitung. Es gibt aber auch seitdem doppelt soviel Häuser, Gärten, Pools und auch Menschen, die doppelt soviel duschen. Dadurch wird doppelt soviel Wasser gepumpt mit dementsprechend manchmal Problemen in der Qualität.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn es nur das Nitrat wäre, dann hätten viele Bewohner in Mittelbaden keine Probleme, es ist ein Stoff der in der Landwirtschaft nicht verwendet wurde, aber immer noch in Pfannen, Oudoorkleidung usw.

      Vermutlich kommt es von Kompost, dem Papierabfälle beigemischt wurde.
      Unser Trinkwasser ist nicht belastet.

      https://www.stadtwerke-rastatt.de/de/wasser/Trinkwasser-Schutz-PFC/Wasser-Aktuelles/Online-Broschuere-PFAS-PFC-in-Mittelbaden_304734.html?ConsentReferrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

  6. Inga sagt

    So,jetzt wissen alle wie vielschichtig und Verantwortungsvoll die Aufgabe eines Bauernhofbesitzers und -bewirtschaftet ist.
    – beneidenswert?
    – möchte jemand mit ihm tauschen? (darf dann auch einen großen Traktor fahren)

  7. Bergamasca sagt

    Kompliment, aus Ihnen wird noch was ganz Großes, Herr Kremer-Schillings!
    Eigentlich wollte ich mit dem Kauf ja bis zum nächsten Besuch in der alten Heimat warten, aber ich habe es nun doch getan und Amazon bemüht, mir Ihr Buch nach Italien zu liefern 😉

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  8. Reinhard Seevers sagt

    Frage an den Autor: Wie war die Zuhörerschaft altersmäßig zusammengesetzt?

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    • Bauer Willi sagt

      Im Mittel Ü 50. Ganz ehrlich: ich würde vermutlich auch auf keine Lesung gehen. Jetzt, wo es die eigene war, hab ich da mal eine Ausnahme gemacht… 🙂

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      • Reinhard Seevers sagt

        Das hatte ich vermutet. Das zeigt mir auch, dass die angesprochene Leserschaft vorwiegend in diesem Altersbereich sich befinden wird. Das Problem ist die Jugend und die Familien mit Kindern, die sich höchstwahrscheinlich nicht angesprochen und damit auch nicht einbezogen fühlen werden.
        Da kommt zu dem Imageproblem der Branche noch das Generationenproblem für eine Erreichbarkeit “der Gesellschaft” hinzu. Also, die junge urbane Gesellschaft wird alles Geschriebene aus meiner Sicht nicht erreichen, sie bleibt in einer eigenen Weltsicht verhaftet und folgt den Slogans der beworbenen Weltrettungsversprechen….Oder wie seht ihr das?

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          • Reinhard Seevers sagt

            Du meinst, es bedarf sog. Umerziehungslager? 😎
            Die Erziehung übernimmt seit Jahren zunehmend social media sowie einseitig ausgebildete und geframte Lehrkörper, nicht das Elternhaus. Deswegen haben wir doch auch die ganzen Probleme….

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            • Peter sagt

              Europa ist ein einziges Umerziehungslager und Deutschland ist die Versuchsstation für die noch “besseren” Methoden.

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                • Peter sagt

                  Umweltschutz (Klimaschutz) ist nur ein Vorwand, so, wie irgendwann mal Religion/Kirche oder Sozialismus.

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              • Inga sagt

                Warum
                irgendwann mal Religion/Kirche oder Sozialismus.
                Warum jetzt noch nicht?
                Warum sind denn so viele Szenarien, die die Experten 1990 prophezeiten und schon wussten jetzt nach 2010 eingetreten?

                Uns Normalos ershienen die damals auch übertrieben!

        • Brötchen sagt

          Reinhard, wer geht heute zu einer Lesung, oder wer liest ein Buch :)….Du ja 🙂 und meine Frau…..die liest nur Schund und Schmutzliteratur ( nach alter DDR einstufung )
          Mit gaaaanz großen Buchstaben einem schönen breiten Rand und zwei Sätzen auf jeder Seite ;).

          Nicht mal ich lese ein Buch komplett von Anfang bis Ende..
          Das neue von Julie Zeh hatte ich mir vorgenommen…aber ob ich das schaffe…

      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        Aktivitäten auf Meta/Facebook,Youtube, Twitter oder Instagram würdens bringen,wären aber sehr aufwändig und nervenaufreibend,weil nur emotionaler Gegenwind käme,schätze ich.
        Da müssten Profis ran,bleibt die Kostenfrage.

    • Pälzer Buh sagt

      Habe das ganze Video (während meines letzten Rebschnitt’s) “nur” angehört👍. Wieviele Menschen waren da anwesend?

  9. Christian Bothe sagt

    Sehr gut diese Buchvorstellung ,Dr.Willi Kremer-Schillings!
    Habe es gerade angefangen zu lesen, und hoffe auch Einschätzungen zur etwas anders strukturierten Ost-LW zu erhalten…

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    • Inga sagt

      Ja,
      Es müsste mehr auf Familienbetriebe eingegangen werden und warum die ökologischer und erhaltenswerte sind.
      Warum die Großbetriebe im Osten theoretisch rationeller arbeiten.
      Was macht das mit der Umwelt.

      Oder was gäbe es da noch mehr zu beachten, Herr Bothe!

      • Christian Bothe sagt

        Ersteres sehe ich natürlich nicht so, als einer der Betriebe von 1200 ha LN oder eine 10000er Mastanlage geleitet hat! Die Großbetriebe im Osten arbeiten rentabel nachhaltig und sind deshalb zukunftsfähig! Kleinbetriebe haben es da schwerer und ökologischer Landbau wird mit seiner 48% Leistung im Verhältnis zum Konvi und seinen Erträgen nur ein subventioniertes Nischendasein fristen. Da können unsere grünen Weltverbesserer noch so viele „Lottozahlen“ bis 2030 in die Landschaft schmeißen!

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  10. Frikadellen piet 44 sagt

    moin ein Bauer in der Stadt was aufgeregt
    man kann ja nicht so weit gucken wie normal auf dem Land aber Frankfurt hat eine tolle Skyline nachher höre ich das mal

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