Bauer Willi
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Stellungnahme einer Bürgerinitiative, die Bauern retten will

Diesen Serienkommentar (in blau) findet sich in Massen auf der Seite der EU.  Deshalb unter dem Text noch mal der Hinweis auf die Möglichkeit, seine persönliche Meinung an die EU-Kommission zu schicken. “Machen ist wie wollen, nur besser”

Der massive Einsatz von Pestiziden hat verheerende Auswirkungen auf die Biodiversität und stellt eine ernsthafte Bedrohung für unsere Gesundheit, das Wasser, die Luft und den Boden dar. Er gefährdet erheblich unsere Ernährungssicherheit, unser Klima und unsere Artenvielfalt. Um unseren Kindern und zukünftigen Generationen eine Zukunft zu geben, brauchen wir dringend einen Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft und in der Art und Weise, wie wir unsere Umwelt behandeln. Wir müssen agro-ökologische Praktiken anwenden, um mit der Natur und nicht gegen sie zu arbeiten.
Die Europäische Bürgerinitiative “Bienen und Bauern retten” begrüßt den Vorschlag der Europäischen Kommission, den Einsatz von Pestiziden in der EU zu reduzieren. Der Vorschlag ist jedoch zu schwach, um den notwendigen Wandel in der Landwirtschaft zu bewirken: Es bleibt keine Zeit mehr für halbe Sachen!
Eine Reduzierung um 50% bis 2030 reicht nicht aus. Wir fordern die Kommission, den Rat und das Europäische Parlament auf, viel ehrgeiziger zu sein. Agro-ökologische Landwirtschaft steigert die Erträge und schützen gleichzeitig die Gesundheit und die Biodiversität. Durch eine kosequente Umsetzung von integriertem Pflanzenschutz (Integrated Pest Management, IPM) kann der Pestizideinsatz in wenigen Jahren um mehr als 80% reduziert werden.
Agro-ökologische Landwirtschaft trägt zu einer Stärkung der Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit bei, zur Verbesserung der Dürreresistenz und zur Vermeidung der hohen Kosten und der Abhängigkeit von Pestiziden und synthetischen Düngemitteln. Die neue “Verordnung zum nachhaltigen Einsatz von Pestiziden” sollte eine direkte Verknüpfung zum EU „Gesetz zur Wiederherstellung der Natur“ sowie zur Initiative “Nachhaltiges EU-Lebensmittelsystem” sicherstellen, da alle direkt miteinander verbunden sind!
In Übereinstimmung mit den Forderungen von 1,2 Millionen Bürgerinnen und Bürgern, die die Europäische Bürgerinitiative “Bienen und Bauern retten” unterstützen, fordern wir die EU auf, zu handeln. Wir fordern:
1. Eine 80-prozentige Reduzierung synthetischer Pestizide bis 2030, mit einem Fördersystem, das Landwirte belohnt, die mit der Natur arbeiten (GAP-Finanzierung). Wir sind nicht mit den Schlupflöchern einverstanden, die geschaffen wurden, damit einige Mitgliedstaaten ihr nationales Reduktionsziel auf 35% senken können, ohne grundlegende Änderungen in den landwirtschaftlichen Praktiken vorzunehmen.
2. Ein vollständiges Verbot der giftigsten Pestizide (d.h. der “Substitutionskandidaten”) bis 2030: Es gibt Alternativen, daher müssen sie sofort verboten werden!
3. Die Verordnung sollte eine längerfristige Zielperspektive beinhalten, die eine vollständige Abschaffung synthetischer Pestizide bis 2035 vorsieht. Die nationalen Aktionspläne sollten der Kommission zur Genehmigung vorgelegt werden und es sollten Sanktionen für Mitgliedstaaten vorgesehen werden, die die Ziele nicht erreichen.
4. Die Grundprinzipien des integrierten Pflanzenschutzes (Integrated Pest Management, IPM) sollten verbindlich vorgeschrieben werden. IPM sollte sehr genau definiert sein. Zum Beispiel sollte eine fünfjährige Fruchtfolge zur Norm werden, um den Schädlingsdruck deutlich zu verringern.
5. Die Verordnung sollte auch klarstellen, was IPM nicht ist: Das Sprühen aus der Luft, das Beschichten von Saatgut mit Pestiziden, neue Gentechnik, sowie der Einsatz von Pestiziden mit sogenannter “Präzisionstechnologie” sollten nicht als IPM angesehen werden, da sie nicht darauf abzielen, die Abhängigkeit der Landwirtschaft von Pestiziden zu verringern.
6. Der Einsatz von Pestiziden sollte nur als letztes Mittel erlaubt sein und nur dann, wenn präventive, mechanische und biologische Maßnahmen nicht den erforderlichen Erfolg gebracht haben. Dies sollte von den Landwirten dokumentiert und von staatlichen Behörden kontrolliert werden.
7. Ein Mindestanteil von 10% stillgelegter Flächen für die Natur. Dies schont wertvolle Ressourcen und trägt zur Schädlingsbekämpfung bei.

Pflanzenschutz: Schick Deine Meinung an die EU-Kommission

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66 Kommentare

  1. Silberne Ähre sagt

    Vlt sollte man erstmal den Einsatz von Kerosin und Schweröl reduzieren bevor man immer weiter an essentiellen Mechanismen herumschraubt von denen man keine Ahnung hat. Aber ja die gute Lufthansa, Airbus, AIDA und wie sie alle heißen das sind alles herzensgute Menschen, die haben auch keine große Lobby (🤣), deswegen können und müssen wir als EU diese riesigen Unternehmen mit milliardenschweren Hilfen retten aber das wirklich Wichtige wie Landwirtschaft oder auch die eigene (arbeitende) Bevölkerung lassen wir verkümmern. Es kann einem nur Angst und Bange werden, wenn man sich überlegt welche Leute in den letzten Jahren hier das sagen haben bzw. hatten. Auf eine baldige Besserung hab ich nur noch wenig Hoffnung. Die werden das schon schaffen den ganzen Laden gegen die Wand zu fahren.

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  2. “Ich mach seit 38 Jahren Pflanzenschutz, als Praktiker, als Berater und als Verkäufer.”
    Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing,
    Oder… Man kann eine Sache auch ein Leben lang falsch machen.

    • Bauer Willi sagt

      Nennen Sie mir bitte ein Beispiel aus Ihrem Leben. Was haben Sie Ihr Leben lang falsch gemacht?

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    • Thomas Bröcker sagt

      Der chemische Pflanzenschutz ist durch die Globalisierung zu Stande gekommen. Er wird ebenso wenig wieder verschwinden wie die moderne Medizin. Auch dort gibt es Einige, die gern zum Medizinmann und Schamanen zurück möchten. Die praktischen Folgen der modernen Medizin für unser Wohlbefinden und unsere Lebenserwartung verhindern das, da die Menschen da ganz pragmatisch sind. Die Hetze gegen moderne Medizin findet genau deshalb medial nicht in dem Maße statt, wie Selbige gegen die moderne Landwirtschaft. Wegen meinem Essen muss ich nicht zum Fachmann (Arzt), daher darf eben Jeder jeden Müll erzählen und diejenigen, die für die vollen Teller sorgen “haben ihr Leben lang alles falsch gemacht”. Mehr Arroganz geht nicht, Pan(i) @Makrome.

      Ausgangspunkt für den chemischen Pflanzenschutz als Methode und Wissenschaft war der zweimalige Niedergang des europäischen Weinbaus im 19. Jhd.. Erst wurde die Reblaus eingeschleppt und alles brach zusammen, dann wurden durch einen französischen Botaniker die “reblausfesten Amerikaner” als Unterlage aus Amerika eingeführt. Sie brachten innerhalb kurzer Zeit den Weinbau (nach anfänglicher Besserung) wieder zum Zusammenbruch. Diesmal war es eine Pilzkrankheit, die sie mitgebracht hatten, der falsche Mehltau. Selbiger Botaniker hat dann die “Bordeaux-Brühe” entwickelt und eingesetzt, das erste Kupfermittel.
      Auch heute ist es so, dass der globalisierte Handel, neben allen Vorteilen für den Wohlstand, immer wieder Pflanzenkrankheiten in Gebiete bringt, wo sie neu sind und keine Gegenspieler haben. Genau aus diesem Grunde ist die moderne Pflanzenmedizin auch der notwendige “Werkzeugkasten” zur Reparatur der Globalisierungsfolgen.
      Wie in der Humanmedizin auch (die mit ihren Medikamenten die größten Mengen an Rückständen im Wasser hinterlässt), werden die “Pflanzenmedikamente” immer zielgenauer und risikoärmer. Angefangen haben beide Systeme mal mit dem sehr giftigen Arsen.

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      • Monocore sagt

        Nebenbei: Kupfer wirkt fungizid, ist aber ein Schwemetall, das sich im Boden anreichert. Es war jahrzehntelang Hauptbekämfungsmittel gegen Peronospora (Falscher Mehltau), so das einige Weinbergsböden heute relativ stark mit Kupfer belastet sind. Da es anorganisch und in der Natur vorkommend ist, darf es im ökologischen Weinbau eingsetzt werden, wo es noch das wichtigste Mittel gegen Peronospora ist. Aber darüber recdet man in Bio-Winzer-Kreisen nicht so gerne…
        Ich glaube auch, das es ein Trugschluss vieler Verbraucher ist, das im Bio- oder Öko-Anbau keine »Pestizide« bzw, Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden. Es sind halt nur solche natürlichen Ursprungs.

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        • Limes sagt

          “Ich glaube auch, das es ein Trugschluss vieler Verbraucher ist, das im Bio- oder Öko-Anbau keine »Pestizide« bzw, Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden.”
          Ja vielen Verbrauchern ist der Einsatz von PSM im Öko Landbau leider nicht bewusst und leider werden weder von staatlichen Stellen noch von den Öko Verbänden Zahlen erfasst und veröffentlicht. Warum ist wohl klar. Falls es doch allgemein zugängliche Zahlen zum Einsatz von PSM und gerne auch Pflanzenstärkungsmitteln sowie Grundstoffen im Ökoanbau gibt wäre ich für Angabe einer Quelle dankbar.

          Hier mal die Grössenordnungen Kupfereinsatz (BVL 2021 Wirkstoffabsatz) und die wichtigsten Öko Kulturen in ha (aktuelle web Seite Ökolandbau)

          Öko Flächen wichtiger Kulturen behandelt mit Kupfer
          Wein 10600 ha + Kartoffel 10100 ha + Apfel: 6100 ha = Summe 26800 ha

          Wirkstoffabsatz Summe Kupfer in to (BVL 2021 Wirkstoffabsatz)
          2019 270,5 to = 10,1 kg/ha
          2020 283,7 to =10,6 kg/ha
          2021 428,2 to = 16 kg/ha
          Die kg/ha ergeben sich aus Kupfer Wirkstoffmenge / 26800 Öko Fläche
          Die kg/ha sind gemittelt über alle Kulturen und können je nach Kultur deutlich höher bzw niedriger sein. Es geht nicht um die letzte Komma Stellen sondern um Größenordnungen.
          Man sieht eine deutliche Steigerung von 51% 2021 zu 2020. Erstaunlich habe ich noch nirgends in den Medien lesen können!

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  3. ReinerStoff sagt

    Soso Bienen und Bauern retten….

    Und die Bauern “rettet” man mit lauter Auflagen und Verboten von der bösen Agrochemie und das wars dann, bzw. schaut danach zu, wie sie ökonomisch völlig aufgerieben werden?

    Diese “europäische” Bürgerinitiative, die mit ihren 1,2 Millionen “Unterschriften” hier einen auf dicke Hose machen will, stellt noch nicht einmal 0,5% der EU Bevölkerung! Als ich das letzte Mal etwas mit Campact zu tun hatte, musste auf keinste Weise eine Identifikation/Identität eines real existierenden Bürgers nachgewiesen werden und mit mehreren Emailaddressen konnte mal mehrmals “unterschreiben”…. dazu kommt, der Großteil dieser Teilnehmer besteht aus GERMAN ANGST und Österreich, dann lange nichts mehr, und dann der europäische Rest. Hätte man zur Teilnahme das Haus verlassen müssen, wärs wahrscheinlich nur ein Bruchteil der Teilnehmer.

    Wenn es nicht so traurig bzw gefährlich wäre, könnte man über diesen Irrsinn lachen, aber bei der heutigen Politik, egal ob in Deutschland oder der EU, die sich von Populisten/NGOs treiben lässt bzw regelrecht Angst vor diesen hat, muss man mit dem schlimmsten rechnen, denn das Volk will das ja so…

    Und gegen solchen Irrsinn soll und muss der einzelne Landwirt anschreiben?

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  4. Rudolf Weishaupt sagt

    Gestern, 17.8.2022, las ich im Feuilleton (!) der Süddeutschen Zeitung einen Artikel zur Wasserknappheit in Frankreich. Unterzeile: „Europa muss seine Landwirtschaft umstellen.“ Mit Umstellung war gemeint, dass der Futtermittelanbau für landwirtschaftlich erzeugte Tiere wegen des hohen Wasserverbrauchs reduziert werden soll.

    „Europa muss“ heißt für mich: Wir müssen reduzieren, nicht die Landwirtschaft muss reduzieren. Der Unterschied ist wichtig! Ich empfinde es einfach als schäbig, wenn „die Landwirtschaft“ nun zum Sündenbock gemacht wird. „Wir“ haben das doch alles gewollt und mitgetragen. „Wir“ Verbraucher wollten möglichst viel und möglichst preiswertes Fleisch. Landwirte, Lebensmittelverarbeiter, Handel haben dies unterstützt.

    Wenn sich nun zeigt, dass dieses Modell wegen Wassermangel oder aus anderen Gründen nicht mehr funktioniert, müssen „wir“ (Verbraucher, Landwirte, Lebensmittelverarbeiter, Handel) auch gemeinsam die Lasten tragen, die damit verbunden sind. Alles andere, insbesondere den Schwarzen Peter bei den Landwirten abzulegen, wäre ungerecht. Gerechtigkeit!

    Die anhaltende Trockenheit in Europa, besonders betroffen Italien und Frankreich, aber auch Deutschland, ist nur ein Aspekt. Ich weigere mich, mit Leuten zu diskutieren, die Probleme wie Klimawandel, Artensterben oder Bodenverarmung leugnen. Ich freue mich über Vorschläge, wie die Probleme gemeinsam angegangen werden können.

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    • Karl Timme sagt

      Rudolf Weishaupt,
      Ihr Beitrag ist sehr erfrischend!
      Den Klimawandel ignoriert heute kaum noch einer. Die Frage ist doch ob er in seiner Tendenz gestopp werden kann?
      Das ist Ihre Frage.
      Können wir das Umkehren was 2 Generationen vor uns gemacht haben?

      Nein, die fossilen Brennstoffe, die in den Nährstoffkreislauf freigesetzt wurden, lassen sich nicht mehr einfangengen.
      Wir sind dabei, das Klima zu schaffen welches die fossilen Brennstoffläger geschaffe hat.
      Ohne diese freigesetzten Nährstoffe wären die heutigen Erträge nicht möglich!
      Wenn wir in Zukunft die wachsende Weltbevölkerung ernähren wollen, sind wir auf diesen erhörten (Dinozeiten) Nährstoffkreislauf angewiesen.
      Alle Bemühungen dieses zu unterbinden, oder zurückzufahren führt in ein Desaster. Weil nicht möglich!
      Die bisher freigesetzten Nährstoffe lassen sich nicht wieder in der Erde verbuddelen!!

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      • Brötchen sagt

        Karl Timme!

        “Den Klimawandel ignoriert heute kaum noch einer.”

        So einfach ist das meiner Meinung nicht!

        Wenn man sich eine Bildung über lw. Themen bilden will, sollte man unbedingt das Feuilliton der SZ oder irgendeiner Zeitung lesen bzw. die Meinung eines unabhängigen Experten einer NGO einholen! 😉

        Wenn man etwas in seinen vielfältigen Auswirkungen “managen” will, muss man erstmal eine halbwegs objektive Analyse machen.

        Man kommt nie der objektiven Realität zu 100 % nahe!
        Selbst die Physik benutzt Modelle, die nur bei bestimmten Voraussetzungen gelten.
        Zudem sind biologische Systeme chaotisch, die sich nur über Modelle beschreiben lassen, die Wahrscheinlichkeiten benutzen.
        Da kommt man dann mit dem Begriff Leugnung nicht sehr weit.

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    • Lady sagt

      “„Europa muss“ heißt für mich: Wir müssen reduzieren, nicht die Landwirtschaft muss reduzieren. ”

      Herr Weishaupt, was sollen wir reduzieren? Und was sollte das Ergebnis sein?
      Sie sind also der Meinung, “wir” hätten etwas falsch gemacht. Und in der Folge die Landwirtschaft auch. So wirklich greifbar ist da für mich wenig.
      Und der Begriff Leugner sollte mal ganz schnell dahin zurück, wo er herkommt. Das polarisiert und reduziert auf ein schlichtes schwarz/weiß.
      Woran machen sie denn die angebliche Bodenverarmung fest?
      Der Boden ist für viele landwirtschaftliche Betriebe existenziell wichtig. Und die sind zu blöd, das zu erkennen? Komisch eigentlich, dass viele Betriebe bereits sehr alt sind. Neue Vorschläge sind immer willkommen. Aber die Grundvoraussetzung ist doch, die Anerkennung der bisherigen Leistung und des vorhandenen Wissens und Könnens. Und zwar ohne jegliche Relativierung. Da zeigt sich, ob Sie es mit der beklagten Schäbigkeit auch ernst meinen.

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  5. Thomas Bröcker sagt

    Nur mal ganz am Rande: die Fruchtfolgen haben genau das Ziel Biodiversität auf dem Acker (Produktionsfläche) zu reduzieren. Die Reduktion der Schädlingspopulationen und der “natürlichen” Biodiversität auf dem Acker durch “Aushungern (Futterpflanze ist auf einmal für längere Zeit nicht vor Ort) ist DAS Grundprinzip erfolgreichen Ackerbaus seit Jahrhunderten. Chemisch synthetischer Pflanzenschutz ermöglicht (bei richtiger Landschaftsstruktur) überhaupt erst das Tolerieren einer temporär stärkeren Biodiversität. Wenn Du den Acker nach den geforderten Stilllegungen nicht mit z.B. Glyphosat “bereinigen” kannst, kannst du dir eine solche Unkrautvermehrung gar nicht leisten. Das braucht Jahre und Unmengen fossiler Energie, so etwas wieder zu korrigieren.
    Von unseren Vor-Ort-Vegan-Bio´s wird der Acker nach fünf Jahren Nutzung quasi dem Unkraut und der “Biodiversität” überlassen. Argumentation: “Auf so einem durch die konventionelle Landwirtschaft “ausgebombten” Boden kann man eben nicht produzieren.
    Biodiversität und Bioanbau hängen kausal ungefähr so eng zusammen, wie die Zahl der Störche mit der Zahl der Geburten.
    Die Ertragszahlen der “pestizidbefreiten” Landwirtschaft liegen vor (“freiwachsendes Bio” = unter 25 % der Erträge der modernen Landwirtschaft), da muss doch verdammt noch mal die etablierte Agrarwissenschaft mal auf den Putz hauen. Es nützt auch nichts, wenn die eine oder andere Kultur mal in die Nähe der konventionellen Erträge kommt, sie muss nämlich vorher durch unproduktive (oder nur über ausreichenden Tierzahlen produktive) Kulturen “erkauft” werden. Daran ändert jegliche Art von Träumergeschwafel NICHTS. Die Bio-Bauern sind doch nicht zu dämlich ihre mögliche Ertragskapazität zu erreichen. Die ist nur halt durch die dogmatische Abwehr von (gut steuerbarer) Mineraldüngung und ertragssichernder “Pflanzenmedizin” auf die Kapazitäten von vor 60 Jahren (aus welcher die Anbaumethoden kommen) beschränkt.

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  6. Mathias Schur sagt

    Ich finde es schlicht empörend!
    Hier wird die Arbeit von Tausenden wissenschaftlich und praktisch ausgebildeten Landwirten in Deutschland von einigen wenigen “beurteilt”, verurteilt und diffamiert.
    Ich mach seit 38 Jahren Pflanzenschutz, als Praktiker, als Berater und als Verkäufer.
    Ich stelle mich nicht vor einen Fachmann aus einer anderen Branche und sage: Du machst da was falsch! Das ist anmaßend und vermessen. Und wenn dann eine ganzheitliche, alle Aspekte der Weltbevölkerungs-Ernährungsthematik einbeziehende Betrachtung und Diskussion mit den Nichtfachleuten geführt wird, dann mach viele “zu”. Das mutet an, wie mittelalterliche Hexenjagd. Unsere Lebensqualität und unser Wohlstand basiert auf der guten Arbeit der landwirtschaftlichen Produzenten in Deutschland und anderen Ländern. Und sie basiert auf wissenschaftlichem Fortschritt.
    Wir befinden uns in der ständigen Vorwärts-Entwicklung. Die Arbeitsweisen, Technik und Produktivität der Landwirtschaft wird immer besser, die Pflanzenschutzmittel immer harmloser. der größte Teil unterliegt gar keiner Giftklasse mehr!
    Wer die oben gestellten Forderungen nicht differenziert und zuende denkt, wird sich die Frage gefallen lassen müssen, welchen Teil der Weltbevölkerung er zunehmend hungern oder verhungern lassen möchte.
    Ich glaube diese Forderungen sind auf dem schwarzen Kontinent schon jetzt völlig unverständlich, siehe auch die Kollegin aus Afrika an der Diskusion auf den DLG-Feldtagen.
    Wir müssen den “fachfremden” Politikern klar machen, dass sie sich nicht vor dem “Wählerwillen” hertreiben lassen sollten, den die wissen oft nicht, was sie tun ( oder fordern!)
    Die Politik hat die Richtlinienkompetenz und muss auch weiter in die Zukunft schauen. Wir sehe gerade die Auswirkungen der wenig strategischen Energie-Politik, Soll das in der Ernährungspolitik auch so laufen? Fangen wir dann an, mit der Bundesmarine Getreideschiffe “umzuleiten”? Aufwachen!

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    • Inga sagt

      “Unsere Lebensqualität und unser Wohlstand basiert auf der guten Arbeit der landwirtschaftlichen Produzenten in Deutschland und anderen Ländern. Und sie basiert auf wissenschaftlichem Fortschritt.”

      und sie garantierte schon fast 70 Jahre dadurch den Erfolg unserer Volkswirtschaft.

      Wird das jetzt von denen, die das nicht wissen mit Füßen getreten?
      Die sollen sich was schämen.

      Die sind doch auch mit den billigen, aber guten Lebensmittel groß geworden.

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    • Günter sagt

      “Ich mach seit 38 Jahren Pflanzenschutz, als Praktiker, als Berater und als Verkäufer.”
      Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing,
      Oder… Man kann eine Sache auch ein Leben lang falsch machen.

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      • Inga sagt

        In diesem Fall eben nicht!

        Denn es gab ja immer effektivere und ökoverträglicere Mittel, die ein langes Verfahren der Zulassung hinter sich haben.

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      • Limes sagt

        Hr Suhr weiss worüber er redet denn als Praktiker, Berater und Verkäufer hat er einen Sachkundeprüfung ablegen müßen und seinen Sachkundenachweis muß er alle 3 Jahre auffrischen. Dem grössten Teil der Personen die sich zu dem Thema Pflanzenschutz äussern fehlt hingegen jegliche Fachkenntnis wahrscheinlich gehören dazu auch Politiker/innen die über Gesetze entscheiden. @Günther haben sie einen Sachkundenachweis?

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        • Inga sagt

          Die sind sich doch selber nicht gut genug, weil sie davon keine Ahnung haben, deswegen werden die offiziellen Anwender
          deffamiert.

      • evo.... sagt

        Die Strobilurine als eine der Hauptgruppen von Fungiziden sind ja im Prinzip Naturstoffe:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Strobilurine

        Die Azole kommen auch in der Natur vor.

        Wenn nur noch die paar fungiziden Wirkstoffe der Biobauern verwendet werden, werden sich ganz schnell auch da Resistenzen bilden. Oder sind die so ultragiftig?

      • evo.... sagt

        Was auffällt ist, dass Demeter wieder im Kommen ist. Das hat schon die politische Führung von 1933 …. 1945 priorisiert. Ich hab vor paar Jahren Demeter Produkte im Dorfladen gesehen und gesagt:

        “Demeter war schon die LW der Natsies und der Geist erwacht anscheinend wieder!”

        Dann haben sie Anschläge gemacht bei mir. Leiter angesägt, Müllbeutel mit toten Hühnern in die Wiese gelegt, Steine auch, Loch in die Fahrspur gegraben, dass es mir das Gestänge der Spritze verbogen hat. Die Spritze darf ich nicht über Nacht draußen lassen, sonst gibt es eine Nickligkeit. Und noch ein paar mehr.

        Ich meine als Demeter-Bauer sollte man auch dazu stehen können, dass man die LW der Natsies und der SS macht.

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        • Inga sagt

          Ich weiß nicht was das mit den Nazis und SS zu tun hat, Evo

          dazu bräuchte ich mehr Zusammenhang

          Vielleicht lag es einfach an der damaligen Zeit oder Demeter ist vielleicht in der Weimarer Republik oder schon vorher da gewesen.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Wir leben in einer Demokratie. Da müssen Lösungen plakativ sein. Keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel mehr, nur jene, die Biolandwirte verwenden, das ist eine Lösung, die jeder Wähler versteht. Differenzierter funktioniert es einfach nicht.

      • Anne sagt

        Wie ist das nochmal in Sri Lanca? Wurde dort alles auf Bio umgestellt, die Bevölkerung hungert, jetzt ist wohl ein Bürgerkrieg im Gange. Nur hört man davon in den Medien nichts

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  7. evo.... sagt

    Kann man Schweineställe nicht zu Schaf-, Ziegen-, oder Hasenställen umbauen. Dann macht man alles Grünland, denn dort braucht man kaum Pestizide und schon kann man locker um 80 % reduzieren. Zu essen gibt es dann entsprechendes Fleisch (plus Milch) und gesammelte Kräuter. Löwenzahn, Ampfer, Wildkohl und div.. Hin und wieder könnte man mal einen Acker umbrechen und Kartoffeln oder Getreide anbauen. Oder Mais den man hackt.

    Streuobst würde auch gehen. Und Samen von Gräsern abstreifen.

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    • Wolfgang Kolbe sagt

      Können wir tun, aber nicht für bald 10 000 000 000 Menschen. Bei dieser Lebensweise würden 2/3, einfach verhungern. Ist vielleicht auch von den Eliten so gewollt. Schaut euch mal deren Denkmodelle zum Great Reset an. Einfach nur pervers. Den Kämpfern an der Basis ist nicht bewusst für wessen Interessen sie kämpfen.

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  8. Heike Schneider sagt

    Es ist richtig unsere Landwirtschaft umzustellen, aber jeder Bürger muss dann auch ordentlich für diese gesünderen Lebensmittel bezahlen. Sie müssen einen fairen Preis haben, der natürlich auch bei den Bauern und nicht im Handel alleine ankommt!

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    • Obstbäuerin sagt

      Ist es wirklich richtig, die Nahrungsmittelsicherheit aufzugeben? Ich schätze mal, das über die Hälfte der Bevölkerung die höheren Preise schlicht nicht bezahlen kann, nachdem die Heizkostenrechnung beglichen ist.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Umstellen im Sinne von „zurück ins Mittelalter“? Ist es nicht sinnvoller, weiterzuentwickeln im Sinne von Precision Farming, regenerative Landwirtschaft, Vertical Farming, etc? Es sollte massiv Geld in die Forschung investiert werden und nicht an ineffiziente Bio-Landwirtschaft verschwendet werden.
      Und inwieweit sind die Lebensmittel gesünder? Verstehe ich nicht

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    • Limes sagt

      “aber jeder Bürger muss dann auch ordentlich für diese “gesünderen Lebensmittel” bezahlen.”
      Als Bürger bin ich der Meinung unsere Lebensmittel die mit Einsatz modernster Produktions-, Lager- und Verarbeitungstechnik erzeugt werden sind gesunde Lebensmittel. Eine zusätzliche Belastung durch höhere Lebensmittelkosten ist für mich nicht tragbar und vor allem nicht sinnvoll angesichts der sehr guten Qualität, Vielfalt und Menge der in Deutschland verfügbaren Lebensmittel.

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  9. Mathias Schur sagt

    Pflanzenschutz ist Lebensqualität! Wer wollte denn bei sengender Sonne noch Unkrut hacken. Solange das nicht sicher von Robotern gemacht werden kann, müssen wir das mit der Düse erledigen.
    Und die ausländische Konkurrenz der hiesigen Landwirtschaft rüstet gerade auf, teilweise unter der Fahne des LEHs: In Nordafrika wird für 1 € Stundenlohn die handarbeitsintensiven
    Kulturen für den hiesigen Frischmarkt produziert, und hier gehen die Sonderkulturbetriebe vor die Hunde. Das hatten wir vor ca 30 Jahren schon mal in Frankreich, als dort die Mindestlöhne eingeführt wurden. Den Normalverbraucher interessieren die internen Problem der Branche leider nicht und der LEH verhält sich konsequent gewinnmaximierend , und melkt seine Kundschaft. Wir werden deshalb in der Versorgungssicherheit die gleiche Abhängigkeit von anderen Erzeugungsmärkten haben, wie die Autoindustrie von Zulieferern aus China und der Ukraine.
    Die in diesem Jahr gelebte Illoyalität des LEHs zur deutschen Nahrungsmittelerzeugung lässt nur eine konsquente Anpassung an die Veränderung des Kaufverhaltens zu: Die Produzenten müssen unmittelbarer auf die Endkunden zugehen, sie gut bedienen und sie vom hier erzeugten Produkt überzeugen!
    Die Importquote für Obst und Gemüse stieg in den letzten 2 Jahren von 70 auf 75 %
    Seien wir Verkäufer und begreifen die Krise als Chance.

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  10. Mark sagt

    “Man müsste” diesen Forderungskatalog dieser ominösen Organisation ebenso wie ähnliche Veröffentlichungen (z.B. diesen grottenfalschen Pestizdatlas) Punkt für Punkt fachlich sauber widerlegen und dies noch intensiver veröffentlichen wie dies die NGO´s tun. Die Frage ist halt, wer ist “man müsste”?

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    • Smarti sagt

      Mark, das ist wie bei einer Hydra – hau ihr einen Kopf ab und es wachsen zwei neue Köpfe nach.
      Als Demonstrant wird man schon mal vorsorglich als Querdenker UND als Rechtsradikal tituliert.
      Ich würde Lachen empfehlen solange es noch geht – bald könnte es uns Deutschen im Hals stecken bleiben.

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  11. firedragon sagt

    Aha … es gibt also eine europäische Bürgerinitiative, soso – was für Bürger sind das eigentlich?
    Ganz toll, dass die die Bienen (in erster Linie) und auch noch Bauern “retten” möchte.

    Mädels – ich möchte von Euch nicht gerettet werden, ich möchte in Ruhe arbeiten können, ohne Zwischenreingequatsche.

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  12. oberländer sagt

    Leute last dies dummen Nxzxs den Karren vollends in den Dreck fahren
    und bringt Euch und die Eurigen in Sicherheit.

    Unser Politkaste lässt sich nur mit Feuer und Schwert wieder in eine
    brauchbare Richtung bringen .
    Das ist aber verboten.

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  13. Obstbäuerin sagt

    Ich habe die Unterschriftenkampagne bei campact verfolgt. Soweit mir bekannt ist, kommen etwa 75% der Unterschriften aus Deutschland. Diese breit angelegte Durchseuchung der Bevölkerung mit falschem Wissen hat schon kriminelle Züge. Eigentlich ist es Aufgabe der Medien, so etwas aufzudecken aber vielleicht gibt es ja Boni von dieser oder jener Institution, wenn das Gegenteil passiert. Die Tabelle der EU für die Reduzierung der Pflanzenschutzmittel sieht für Deutschland und Belgien 55% vor, für Italien sogar 62% und für unsere osteuropäischen EU-Länder Reduktionen um die 30%. Da hat man die Ukraine sicher schon gedanklich in den Kreis aufgenommen, damit die Produktion gesamteuropäisch nicht ganz so drastisch zurückgeht. Unserer Pflanzenschutzexpertin S.W. wird dazu schon eine hübsche Bienen- und Bauerngeschichte einfallen. Ich glaube wir können uns die Finger wund schreiben und den Mund fusselig reden – der Zug ist abgefahren. Wenn jetzt nicht noch was unerwartetes passiert, wird es wohl wie in Sri Lanka enden.

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    • Brötchen sagt

      Stimmt die Bevölkerung ist völlig “verstrahlt”!
      Selbst Rentner verzichten auf Fleisch! Weil das denen es eingetrichert wurde.
      Junge Leute glauben sowieso an die große Transformation.

      Meines Erachtens hilft nur, sich selbst irgendwie krisenfest zu machen.
      Der “Untergang” ist nicht mehr aufzuhalten.

      Phase zwei “Lernen durch Schmerz” tritt in Kraft.

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      • Smarti sagt

        Brötchen, es ist einfach nur schade, dass Phase zwei mal wieder – zumindest anfangs – die Falschen erwischt. Was ist Deiner Meinung nach Phase drei ?

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        • Brötchen sagt

          Phase 3 Trümmerfrau

          Es trifft immer die, welche nicht verantwortlich sind!

          In Dt. wird immer periodisch alles zerkloppt, sonst könnten wir ja mal schön leben.

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          • Brötchen sagt

            Phase 4 ist die, wo Dir die Verursacher erklären, was Du in Phase 1 gesagt hast.

            Der ewige Kreislauf des Lebens 🙂

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    • Ferkelhebamme sagt

      „Diese breit angelegte Durchseuchung der Bevölkerung mit falschem Wissen hat schon kriminelle Züge.“
      Unser Landwirtschaftsminister (krass ab Min 8)

      https://www.ardmediathek.de/video/unser-land/gespraech-mit-cem-oezdemir/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2RkNjM0ZTdlLWJmZTItNDYyMS1iZGU1LWU0ZjQ1YWJjZWMwMw

      Apokalyptische Panikmache, fachlicher Unsinn, Schuldzuweisung an Vorgänger, ständiges Ablenken vom eigenen Nichtstun, und schließlich noch die Trumpfkarte: unsere Kinder!
      Das ist schlimmste Propaganda von einem Minister! Den deutschen Schafen, die dem angsterfüllt hinterhertrotten, kann man da fast nicht mal böse sein.
      Wo sind die anderen Parteien und vor allem Wissenschaftler, die ihn ruckzuck auseinandernehmen könnten?

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  14. Jochen Böhrer sagt

    In einem Land und einer Staatengemeinschaft mit auf Sachkunde basierenden politischen Entscheidungen könnte man solche Spinner lächelnd ignorieren. Leider haben es solche Traumtänzer bis in höchste Ebene geschafft und lassen sich gerne von solchen Forderungen treiben. Der Verantwortung für die Bürger in Sachen Ernährungssicherung wird man in den Parlamenten kaum noch gerecht.

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  15. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Die diesjährige Ernte hat wieder gezeigt,dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sehr vorteilhaft und wirtschaftlich ist.
    Wenn die EU das infrage stellt und nur Nachteile durch Pflanzenschutzmitteleinsatz sieht,stelle ich fest,dass deren Blick bewusst darauf ausgerichtet ist,die Landwirtschaft zu behindern.
    Was bringt es,auf diese ideologisch populistische Sichtweise zu reagieren!

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  16. Mohrmann Hans sagt

    Der Verzicht auf künstlichen Dünger und Pestizide, die sogenannte “biologische Landwirtschaft” reduziert nachgewiesenermaßen die Erträge um 50%. Die Zwangstillegung von weiteren 10% der landwirtschaftlichen Flächen würde damit die Erträge auf nur noch 45% reduzieren. Die Frage stellt sich also, wie wir dann gleichzeitig die Bevölkerung um 55% reduzieren, oder?

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    • Smarti sagt

      Ironie ! : Es braucht nicht die Bevölkerung reduziert werden, es reicht wenn JEDER Teller nur noch zur Hälfte gefüllt wird.
      Kontrolliert wird das von den Gleichen, die heute die Tierhalter kaputt machen – äh kontrollieren, morgen kontrollieren, dass nur noch drei Körperteile gewaschen werden und dann übermorgen…
      Bis April 23 ist ( vielleicht ) die Ernährung gesichert.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Lt Minister Ö. müssen die Bauern nur richtig geschult werden, dann schaffen sie mit Öko auch mindestens 75% der Konventionellen. (s. oben verlinktes Video).
      Hallo Biobauern, lasst ihr es euch einfach so gefallen, als zu blöd zum Wirtschaften dargestellt zu werden?

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        Bei den Bios,die ich kenne,liegt der Gewinn im Handel und im doppelten Agrargeld!

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  17. Frikadellen piet sagt

    Es wurde vergessen zu erwähnen dass man vor jedem Arbeitsgang fünfmal um die Maschine läuft und dann auf die Maschine pinkelt viel Erfolg

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      • Frikadellen piet sagt

        Da fällt mir aber nichts mehr zu ein wenn man dauerhaft Pestizide schreibt statt Pflanzenschutzmittel und so weiter tut mir leid

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        • Jochen Böhrer sagt

          An diesem wording sollten wir uns nicht aufreiben. Das hat nun mal Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch gehalten und ist sachlich auch nicht falsch. Denn Pflanzenschutzmittel gehören nunmal zu den Pestiziden.

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          • Monocore sagt

            Gerade das »wording« mcht den Unterschied. Mit der gezielter Wortwahl kann man Assoziationen und Emotionen beeinflussen. Und »Pest«(izid) klingt nun mal für Laien bedrohlicher als (Pflanzen-) »Schutzmittel«. Es hat schon seinen Grund, warum einige Umweltverbände auch gerne den Begriff (Acker-)»Gift« für Pflanzenschutzmittel wählen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Pestizid (von lateinisch pestis ‚Geißel‘, ‚Seuche‘ und lat. caedere ‚töten‘) ist eine aus dem englischen Sprachgebrauch übernommene Bezeichnung für Chemikalien und Mikroorganismen, mit der als lästig oder schädlich angesehene Lebewesen, Viren und Viroide getötet, vertrieben oder in Keimung, Wachstum oder Vermehrung gehemmt werden können. Im Allgemeinen sind damit Stoffe gemeint, die vom Menschen hergestellt und eingesetzt werden. Im Englischen werden die Begriffe natural pesticides und dietary pesticides geprägt, um von Pflanzen erzeugte Fraßgifte zu bezeichnen.[1]

          Pestizide lassen sich einteilen in:

          die Pflanzenschutzmittel, die zum Schutz von Pflanzen und -erzeugnissen eingesetzt werden;
          die Biozide, die zum Schutz der menschlichen Gesundheit oder zur Haltbarmachung von Materialien (mit Ausnahme pflanzlicher Lebens- und Futtermittel) – z. B. beim Anstrich von Hauswänden – eingesetzt werden.
          Quelle Wikipedia

          • Brötchen sagt

            Du Schnapsbrenner, was ist diese Wikipedia, wo wohnt das? 😉

            Und kann man das trinken?

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          • Inga sagt

            Wie fraglich sind sie bei Hausanstrichen, wo sie doch nur abregnen und ins Erdreich versickern.

      • Jochen Böhrer sagt

        In einer vernünftigen Welt würde der Blödsinn dieser Bürgerinitiative als Satire oder Comedy eingeordnet. Es fällt wirklich schwer, das so ernst zu nehmen, wie es leider gemeint ist.

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        • Limes sagt

          wenn die Welt es überhaupt wahrnimmt ordnet sie dies als “german comedy” ein.
          Leider hat diese “german comedy” jedoch Auswirkungen auf Landwirte in Deutschland denn hier gibt es Komiker in Politik und Zivilgesellschaft die solche Vorschläge bis ins Detail umsetzen und durch deutsche Beamte kontrollieren wollen. Diese werden dann wiederum durch NGO`s kontrolliert.

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      • Smarti sagt

        Lachen oder weinen, durchdrehen oder eine gute Flasche Wein mit Popcorn ?
        Wir stellen den Hof jetzt um auf “Ihr könnt uns mal”.
        Das geht so: lächeln, Mund halten, warten…

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