Bauer Willi
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Sechs Jahre – neue Ziele

Liebe Leser und Leserinnen

Am 12. Januar 2015 habe ich meinen ersten Text „Lieber Nachbar“ veröffentlicht, wenig später den Text „Lieber Verbraucher“. Sechs Jahre ist das nun her. Damals dachte ich, dass das Engagement und der Stoff nur für wenige Wochen reichen würde. Tatsächlich sind es in den sechs Jahren mittlerweile über 2.400 Artikel und mehr als 92.000 Kommentare alleine im Blog – also ohne Facebook –  geworden. Dafür vielen Dank, denn ohne euer Interesse wäre das nicht möglich gewesen.

  • Neue Ziele

Seit vielen Monaten geht mir der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf, ein weiteres Buch zu schreiben. Einen Titel und die ersten 40 Seiten hatte ich schon seit langem, es dann aber nicht weiter verfolgt. Einen Verlag habe ich noch nicht, erst will ich etwas Vernünftiges zu Papier bringen. Am Material scheitert es nicht.

Jetzt – auch dank Corona – hätte ich die Zeit, mich mehrere Stunden am Tag und mehrere Tage hintereinander intensiv mit einem Thema zu befassen, zu recherchieren und zu formulieren.

Diese Zeit will ich mir jetzt nehmen. Das bedeutet, dass ich (vermutlich!) weniger als bisher im Internet unterwegs sein werde, dort weniger schreibe und auch weniger kommentiere. Mal sehen, ob mir das gelingt. Und ja, ich will auch wieder mehr Zeit für mich und meine Familie haben. Denn eigentlich bin ich ja Rentner…

  • Besinnung auf das Wesentliche

Ich habe mir diesen Schritt lange überlegt. Ich steige nicht aus, aber ich will jetzt erst einmal den Schwerpunkt meiner Zeit und meiner Energie in das Buch-Projekt stecken, weil ich daran Spaß habe. Für Vorträge, Interviews, alle Arten von Gesprächen, Tipps oder Ratschläge stehe ich natürlich weiter zur Verfügung.

Und wenn ihr selber einen guten Text habt, den ihr als Gastartikel hier veröffentlichen wollt: immer her damit!

Euer Bauer Willi

 

 

 

 

 

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65 Kommentare

  1. Obstbäuerin sagt

    Der Blog von Bauer Willi ist eine der ganz seltenen öffentlichkeitswirksamen Plattformen, die dem modernen Landwirt, der in der Natur arbeitet wirklich zugesteht, einen realistischen Blick für die Probleme und z.T. für ihre Lösung zu haben. Ich habe mich in der letzten Zeit auf anderen Plattformen umgesehen und wieder mal das kalte Grausen bekommen, wie falsche Behauptungen wieder und wieder geteilt werden. Von allen Seiten (jetzt gerade von der SPD) kommen unrealistische Forderungen, wie unsere Landwirtschaft umgestaltet werden soll. Aus meiner Sicht können SPD, Linke und Grüne heiraten. Und zu allem Überfluss eine neue wissenschaftliche Untersuchung zum Artensterben, die wieder die Krefeldstudie einbezieht. Der Fleischatlas, frisch auf dem Markt, unterstützt die Forderungen von „Wir haben es satt“, die sich aus meiner Sicht in „Wir sind so satt“ (ist aber nicht von mir) umbenennen sollten. Ganz zu schweigen von den Veganern, die gerade die Medien erobern und wahrscheinlich schon länger viele, die dort arbeiten. In solchen Zeiten ist es wirklich hilfreich ein Projekt zu haben, für das es sich lohnt, aktiv daran zu arbeiten. Dafür beneide ich Dich, Willi.

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    • Smarti sagt

      Sali Obstbäuerin

      Magst Du Hunde ? Ich habe Mini-Aussies ohne Papiere, Welpenpreis 1400.- ( ca. 150.- für Chip und Impfung ), Kriege jede Woche mindestens eine Anfrage, obwohl ich schon seit einem Jahr sämtliche Inserate und HP geschlossen habe. Die Warteliste ist übervoll…
      Mit einem Weibchen anfangen kostet ja fast nichts, die Welpen sollten aber die ersten Wochen im Haus aufwachsen – das gibt schon etwas „Gerüche“ und Arbeit.
      Unter zwei Würfen pro Jahr braucht man keine Steuern zahlen und keine Bewilligung vom LRA. Mittelgrosse, unkomplizierte Hunde verkaufen sich besser, und fressen auch nicht so viel und sind nicht so empfindlich wie ganz kleine oder ganz grosse.
      Weil Tierschützer Kleininserate ( z.B. bei Ebay ) bald verbieten – ist in Östereich bereits geschehen – werden private Züchter ausgebremst. Deshalb schätze ich, dass die Nachfrage auch die nächsten Jahre sehr hoch bleibt. Dank der Posts meiner Welpenkäufer habe ich Anfragen auch aus den Nachbarländern.

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      • Stadtmensch sagt

        Ja, macht das. Wir haben einfach zu wenig Hunde hier! Die tun wir dann ins Tierheim, wenn uns das Spielzeug zu langweilig geworden ist…

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        • firedragon sagt

          Und ich dachte, die Tierheime seien leer, weil alle mit Hunden draußen rumlatschen…

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          • Smarti sagt

            die Tierheime sind alle leer, weil derzeit kein ( Welpen) -Nachschub mehr aus Rumänien kommt. Wir importieren nicht nur Lebensmittel, sondern auch sehr viele Pferde und Hunde von weit her. Die „lauten“ Tierschützer (es gibt genug arme Hunde, nicht noch mehr züchten), kannst Du mit den „lauten“ Veganern in den gleichen Topf schmeissen…
            Die kaufen dann übrigens auch veganes Hundefutter oder neu Futter aus Mehlwürmern :).

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      • Obstbäuerin sagt

        Das ist ein nettes Angebot, Smarti. Danke. Wir hatten vor ein paar Jahren mal eine hübsche Draußenkatze und als sie von unserem Gabelstapler überfahren wurde, weil sie taub war (17 Jahre alt) waren wir schon traurig. Aber Tiere im Haus ist nicht mein Ding. Ich beobachte sie lieber in der Natur.

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      • Paulus sagt

        @Smarti, passen diese Mini-Aussies besser zu Chanel oder zu Dior? Diese Frage wäre für die überfüllten Tierheime evtl. interessant.

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        • Smarti sagt

          Es sind Hütehunde für Schafe, ähnlich wie der Border-Collie, aber mit weniger Trieb und deshalb auch ein unkomplizierter Familienhund. Ich habe erst einmal einen Hund zurückerhalten, obwohl ich allen Käufern den vollen Preis zurückzahlen würde – eben damit er auf keinen Fall ins Tierheim müsste. Wenn mal ein Rassehund im Tierheim ist, dann meist ein billig-Kofferraumhund aus Polen. Oder eben die wilden Rumänen, denen es auf der Strasse oder auch im Rudel im Tierheim besser gefällt als eingesperrt in der Stadtwohnung. Ich kenne Leute, die einen Hund vom Tierheim für 300.- Euro retten und dann für Hundetrainer, neue Möbel und Tierpsychologen 3000.- Euro ausgeben :).
          Leere Tierheime kriegen weniger Spenden, deshalb sind sie immer voll. Zur Not werden die letzten Hunde einfach nicht vermittelt, bzw. es sind Listenhunde oder wirklich unvermittelbar.
          Eine Familie mit Kindern kriegt beispielsweise fast nie einen Tierheimhund, obwohl für die Entwicklung von (Einzel)-Kindern in meinen Augen ein Hund sehr wichtig wäre. Auch Menschen über 70 kriegen keinen Hund mehr….
          Landwirte sind gut genug um Hundefutter zu liefern aber den viel lukrativeren Hundeverkauf sollen sie den Hundehändlern, pardon Tierheimen überlassen ?

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    • Brötchen sagt

      Obstbäuerin, falls Du etwas den Bluuuuuuuutdruuuuuuuck hochjagen willst:

      Voila—–https://www.radioeins.de/programm/sendungen/mofr1013/_/-wir-haben-es-satt—forderungen-fuer-die-agrarwende.html

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      • Stadtmensch sagt

        Hier @brötchen, das ist doch was für euch Rechte: https://www.youtube.com/watch?v=vyOKlGRrHbQ
        Da heiraten nicht RRG sondern man heiratet den lieben Gott!

        Coalrunner, Kreationisten, Waffennarren, …90%!
        In diesem herrlichen Land gibt nicht son Gewese um synthetische Kohlenwasserstoffe, *ninnens, Müsli, Fahrradwege, …nee. Das ist die Zukunft!

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        • Brötchen sagt

          Jenau!

          Du weißt das, weiß ich doch 🙂
          Im Ernst:
          Wenn das wenigstens in irgendeiner Ecke stimmig wäre, was die Tante da erzählt, dann könnte man das ja verstehen.
          Da war ja in der Parteiversammlung zu Ostzeiten mehr Wahrheit.
          Aber so…

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Wenn die Tante die Halbierung der PSM fordert, dann haben die das doppelte, als Notwendig verwendet.

            Würde ich den Schorf bei den Äpfeln mit Kupfer (BIO) verwenden. müsste ich 0,3 bis 0,5 Kg je Hektar und Meter Kronenhöhe verwenden,
            Nehme ich Score, brauche ich nur 75 Gramm.

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            • Inga sagt

              Wofür werden die staatlichen Pflanzenschutzämter von unseren Steuergelder bezahlt? Die können doch in ihrem Auftrag Versuche machen, oder?

              Ob die das nicht weiß?

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        • Obstbäuerin sagt

          Stadtmensch, wie bist Du denn drauf. Als Petra Kelly die Politik der Grünen noch mitbestimmte, war es auch eine Antikriegspartei aber das ist mit Joschka Fischer abhanden gekommen und als Landwirt muss man doch nicht rechts sein, um die Politik dieser drei Parteien als lebensbedrohlich zu empfinden.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            In den Augen von manchen gibt es nur 2 Richtungen,
            wer nicht Links ist, den stellt man in die Rechte Ecke.
            Wenn man von der Allgemeinbildung heraus weiß, dass die Reichkriegsflagge nicht verboten ist, meinen manche, dass man automatisch die AFD wählt.

            Wie einfach doch die Welt ist, oder auch nicht.

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            • Stadtmensch sagt

              Ich weiß mittlerweile auch, dass die Welt nicht so einfach ist. Aber Lagerbildung bis zum Stillstand?

              Der Herr Bahlmann sagt, wir brauchen hierzulande (unter den gegenwärtigen Bedingungen) nicht mehr produzieren (investieren):
              https://www.bauerwilli.com/ein-moralischer-mindestpreis/#comment-193899

              Und „die Tante“ sieht die Lösung ebenfalls in der Halbierung der Tierhaltung und Pflanzenschutz mit manueller Schädlingsregulierung oder Brennnessel-Tees. Also auch noch Halbierung der sonstigen Urproduktion.

              Von zwei Seiten zum Aufgeben gedrängt, würde ich mich auch auf das Einstreichen von Vermögensvorteilen aus Landbesitz konzentrieren (s. Link oben a.a.O). Z.B. aus Versiegelung durch Speckgürtelausbau oder Golfrasen, oder Ställe-zu-Bastelräumen…endlos die Möglichkeiten…

              Gut gemeint ist eben nicht gut gemacht. Wie oben in dem Youtube-Link. Da verbietet man das Fach Religion in den Schulen und erreciht das Gegenteil, indem die Kinder gleich komplett zu Hause unterrichtet werden. Das gleiche beim Kampf gegen Drogenmissbrauch. Wenn das Zeug legal wäre, könnte man kontrolliert abgeben und helfen. Man hätte keinen Stress und keine Kosten mit Drogenkriegen. Die meisten Drogen-Wirkstoffe sind eh‘ in legalen rezeptpflichtigen Antidepressiva-Medikamenten enthalten.

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              • Brötchen sagt

                Link hab ich mir nicht angesehen Stadti….

                Herr Balmann hat auch nicht die volle Wahrheit gepachtet.

                Aber ansonsten geb ich Dir recht!

                Wegen der Lagerbildung, eine Gesellschaft, in der sich die Regierung nicht an die Regeln hält, erwartet das sich Fritzchen auch an die Regeln hält?

                Und bei Extrem Openborderpolitik, wo ständig die „Verbindlichkeiten“ aufgekündigt werden, soll zusammenhalten?
                Da braucht es einen extrem starken Kleber!?

                Mein Meinung zu dem Problem der Lagerbildung.

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                • Brötchen sagt

                  kannste die ganze EU Problematik auch noch mit zu packen….

                  So kommt ein Baustein auf den anderen, wo die Leute sich sagen, na dann guck ich nur noch, das ich mit dem A….an die Wand komme.

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                • Stadtmensch sagt

                  @Brötchen: „na dann guck ich nur noch, das ich mit dem A….an die Wand komme“

                  …geht nach hinten los.

                  Ich schätze, jede Entität bekommt die Administration, die sie verdient. Nur um mal die Begriffe Volk und Nation nicht überzustrapazieren…

                  „kannste die ganze EU Problematik…“

                  Ich schätze wir sind einfach überfordert damit, den institutionellen Überbau zu durchschauen. Obwohl wir alles auf sein Funktionieren setzen. Wer klammert sich nicht an Institutionen? Kenne niemanden hier in der Ersten Welt.

                  Trotz „Aufklärende Blogs“, „Qualitätsmedien“, „Hausverstand“… Ab einer gewissen Strukturtiefe stellt sich ein Ohnmachtsgefühl ein und die ganze Superstruktur erodiert oder bricht gleich ganz zusammen, weil sie von unten nicht mehr gestützt oder gefüttert wird…

                  Deshalb will man jetzt wohl erstmal die Landwirtschaft abschaffen. Ist wie eine Autoimmunerkrankung…

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                • Brötchen sagt

                  Stadti

                  ich denke das hat mit Durchschauen nix bzw. nicht entscheidendes zu tun.

                  Die Menschen brauchen ein Ziel, worauf die gemeinsam hinarbeiten können.
                  Dann gewisse Regeln des Zusammenlebens und die müssen so ungefähr eingehalten werden bzw. der Staat muss sich für jeden erkennbar darum bemühen.

                  Das Auseinanderdriften siehst Du sehr schön im Straßenverkehr und in den Großstädten.

                  Auf Volk und Nation will ich da gar nicht abheben.

                  Wie Du so schön schreibst, geht es nur um eine überschaubare Struktureinheit-

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                • Stadtmensch sagt

                  Du drückst es nur anderst aus:

                  „muss sich für jeden erkennbar darum bemühen.“

                  –erkennbar–
                  –überschaubare Struktureinheit–

                  Daran haperts. Mit Hausverstand und abgestützt auf Hörensagen lässt sich nur eine Gemeinschaft von 150 Personen von jedem Einzelnen wirksam kontrollieren (sagen die Anthropologen). Also Horde. Daran ist unser Denkapparat durch Evolution angepasst. Gehts drüber hinaus, ist äußerer Zwang nötig.

                  So eine Gemeinschaft kann aber keine EPYC Prozessoren entwickeln. Dann gibts keine vernünftigen Server, kein Netz, …grausam!

                  Also muss einfach nur der Zwang entsprechend abstrahiert werden, dass die Menschen in dem abstrahierten Zwang wieder ihr bekanntes Muster erkennen und sich entspannen bzw. sich ein Gefühl von Kontrolle-haben entwickelt.

                  Habt ihr das damals in euren Parteirunden auch so auf den Punkt gebracht?

                  Sorry für die geklaute Zeit 😉

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                • Brötchen sagt

                  Du die Leute kriegen das schon mit, das der Staat sich an die Regeln selbst nicht hält.

                  So blöd sind die auch nicht.

                  Geht um ganz einfache Dinge, wie gleiches Renteneintrittsalter, Bedingungen für Hartz 4 usw..

                  „Habt ihr das damals in euren Parteirunden auch so auf den Punkt gebracht?“

                  Damals hat da kaum noch jemand dran geglaubt, heute glauben die das wirklich, was die von sich geben.

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                • Brötchen sagt

                  Ergänze:

                  du kannst mit Zwang arbeiten oder mit Motivation.

                  Im crazy hippie germany gibt es beides nicht mehr für die Gemeinschaft….

                  deshalb kommt da nur noch gequirlter Mist raus…

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                • Stadtmensch sagt

                  „du kannst mit Zwang arbeiten oder mit Motivation.
                  Im crazy hippie germany gibt es beides nicht mehr für die Gemeinschaft….“

                  Ja, diese Diagnose hab ich so ähnlich vor kurzem auch irgendwo aufgeschnappt.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Habe die Beiträge von Herr Bahlmann nicht alle gelesen, in einem gebe ich ihm Recht, in der derzeitigen Situation werden nur noch unverbesserliche Optimisten in Ställe investieren.

                Salbeitee ist gut gegen Halsschmerzen, aber zu einer Pilzbekämpfung habe ich in Kräuter kein vertrauen. In der Forschung ist einiges zu erwarten, schauen wir mal, wenn was gescheites herauskommt, es hilft und auch noch bezahlbar bleibt, dann kann es mir recht sein.
                Beim Fleisch müsste auch der Verbraucher auf die Hälfte verzichten, wer glaubt, dass dies machbar ist, der glaubt auch noch an den Storch, der die Kinder bringt.

                „Veredelung“ durch Bauland, da braucht man den Bürgermeister, der viel Geld bezahlt, damit man auch die horrenden Steuern bezahlen kann, aus dem Land lohnt es sich nicht, wenn man ein normales Familieneinkommen hat.
                Golfrasen ja, wenn man dann noch als Greenkeeper angestellt wird, das wäre besser als Ackerbau und Viehzucht.

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      • Obstbäuerin sagt

        Geht leider nicht zu öffnen, Brötchen aber dergleichen läuft im Moment auf allen Kanälen. Zur Beruhigung habe ich gestern mal wieder ein Bild gemalt.

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            • Brötchen sagt

              Obstpflückerin 😉

              Gut ausgedrückt!

              „Zwei Ahnungslose unterhalten sich.“

              Ich vermute mal, die sind sowas von sich überzeugt, das sie vollen Durchblick haben.

              Ich freu mich ja so, heute früh in der zeitung, wir bekommen noch drei Windräder, von einer Firma aus Bremen.

              Ist doch toll?!

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          • firedragon sagt

            https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/erlebnis-hessen/sendungen/erlebnis-hessen–der-traum-vom-biodorf,sendung-52510.html

            Passt zu der Aussage „enkeltaugliche LW“, kommt in dem Beitrag auch vor.
            Es geht da um SoLaWi, zeigt den Werdegang ganz gut und eben auch, dass man damit kein Volk satt bekommt. Wird auch ganz deutlich von den Teilnehmern so benannt, es geht nicht darum satt zu werden, sondern um ein Lebendsgefühl …
            Es sollte dann aber schon allen Beteiligten klar sei, ein Lebensgefühl sättigt nicht.

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            • Stadtmensch sagt

              Menno! Da stellt sich jemand hin, versucht ein Dorf wieder zu beleben, den Städtern eine Perspektive für ihr tristes Dasein aufzuzeigen, in Hessen tierfreundliche Schlachtmethoden einzuführen und hier wird wieder nur gemeckert. Es war mal wieder ein Hitzesommer! Warten wir erstmal ab, bis Apfels Thomas hier mit den Daten zu seinem SoLaWi-Projekt aufschlägt.
              Und? Hast du den Bläuling auf dem Wiesenknopf gesehen? Sowas hat Obstbäuerin bestimmt noch nicht in ihrem Konvi-Kalender? Kleiner Insider-Gag 🙂

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              • firedragon sagt

                Stadtmensch,
                das Dorf war belebt !
                Ich mecker nicht und wieso denkst Du, ich bin nicht für die Weidetötung ?
                Und ja, es war ein Hitzesommer, danach folgten noch zwei … ohne Wasser wächst auch dort nichts.
                Ja, ich habe den Falter gesehen, Du, den sehe ich sogar in natura …

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                • bauerhans sagt

                  Reset eben im WDR.

                  die holten ehrenamtlich reste im grossmarkt ab, stoppelten beim biobauern und verkauften das dann im eigenen billigladen zu preisangeboten der käufer.
                  aber auch da kam der „kleinkapitalist“ und wollte für ne ganze karre gemüse 25 cent zahlen.

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              • bauerhans sagt

                „hier wird wieder nur gemeckert.“

                hier fing einer anfang der 80er als biobauer an und hat wirklich gearbeitet und gemeint,er könne aufwand sparen d.h. weniger kosten gleich mehr ertrag.
                nur schaffte er das körperlich nicht und hilfskräfte kosteten zuviel.
                hinterher hatte ich erfahren,dass er jährlich geld zuschiessen musste und das war begrenzt.

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              • Obstbäuerin sagt

                Stadtmensch, da hast Du wirklich recht. Ich hab die Sendung auch gesehen und unter den vielen Bläulingen hier ist der nicht dabei, weil der Wiesenknopf fehlt. Aus Sicht der Ameisen finde ich die Art und Weise dieses Falters für Nachkommen zu sorgen, nicht akzeptabel.

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                • Stadtmensch sagt

                  „Art und Weise dieses Falters für Nachkommen zu sorgen, nicht akzeptabel“

                  Da empfehle ich auf ARTE die Doku über den Kuckuck.
                  Der afrikanische „Honiganzeiger“ ist erst ein Asi was Aufzucht angeht! 😉

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Das Land kann kein Auffangbecken für frustrierte Städter sein, die ihre Vorstellungen von Landwirtschaft, von den NGOs beziehen.

                Wenn ich höre, vor 30 Jahren, mit 0,5 Hektar einen Vollerwerbsbetrieb und dann noch das ganze Dorf versorgen?

                Das sind Vorstellungen von Städtern, aber von einem ausgebildetem Landwirt?

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  2. Paulus sagt

    Die Aussage von Bauer Willi „Denn eigentlich bin ich ja Rentner…“ ruft bei mir ein freundliches, oder sollte ich besser sagen, eher mitleidiges Lächeln hervor.
    Eigentlich bin ich mittlerweile auch Rentner, heißt aber nix. Außer gewissen Freiheiten habe ich einen stramm durchstrukturierten zehn Stunden Tag. Dabei schickt mich meine Frau weder zum einkaufen noch muss ich bügeln oder ähnlich schwachsinnige Tätigkeiten verrichten. Es ist z.B. die Mitarbeit in einem Gremium, ein wenig Verbandsarbeit, Mathe und Physik mit einem Nachbarsjungen, und vor allem eine selbst auferlegte to-do-List. Ob die darin aufgeführten Aktivitäten, die mich wahrscheinlich die nächsten 10 Jahre beschäftigen würden sinnvoll sind lasse ich mal dahin gestellt. 😉 Wenn ich durchs Dorf fahre sehe ich immer einen Rentner, der auf ein Sofakissen gestützt aus dem Fenster guckt. Ich versuche mir immer vorzustellen was in dessen Kopf so vor sich gehen mag. Könnte ja auch ein Philosoph sein, der mir mit seinem Denken, seinen Erkenntnissen oder ganz einfach in Sachen Freiheit weit voraus ist.
    Um auf den Beitrag von @Friedrich zurückzukommen: Es gibt diese verdammte anerzogene Selbstdisziplin und ein eben solches Verantwortungsbewusstsein. Ich wär nicht unfroh als Rentner davon befreit zu sein.

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    • Bauer Willi sagt

      @Paulus
      dass mit dem Mitleid verstehe ich nicht. Erklärst Du mir es?

      Die Sache mit der anerzogenen Selbstdisziplin ist so ne Sache. Braucht ganz viel inneren Schweinehund, sich darüber hinwegzusetzen. Zum Beispiel den Wecker einfach überhören. Oder noch anarchistischer: erst gar nicht stellen… 🙂

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Dabei schickt mich meine Frau weder zum einkaufen noch muss ich bügeln oder ähnlich schwachsinnige Tätigkeiten verrichten.“

      Das nenne ich mal eine interessante Aussage.

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    • M.H. sagt

      Wohl dem, der eine Frau für die “schwachsinnigen Tätigkeiten“ hat, wenn er selbst für höheres bestimmt ist!

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      • Paulus sagt

        @ M.H. es ist in der Tat eine Frau, allerdings nicht die Berufstätige mit der ich verheiratet bin. Die Dame bekommt übrigens so ca. das Doppelte des Mindestlohns plus sonstiger Zuwendungen, ist äußerst zuverlässig und sehr froh darüber, dass sie uns manch haushaltsübliche Aktivitäten abnehmen kann.
        Jetzt könnte ich dir noch sagen wie lange es bei mir dauert ein Hemd zu bügeln; ist ja nicht so als ob ich es in grauer Vorzeit nicht schon einmal versucht hätte. 😉

        Wenn ich einen Schüler aus der Nachbarschaft intensiv in Mathe und ein wenig in Physik unterstütze geschieht das selbstverständlich ohne Entgelt. Den Burschen drängt es in ein Ingenieurwissenschaftliches Fach. Mit dem in NRW-typischen Schulwissen würde er mit großer Wahrscheinlichkeit scheitern.
        Was wollte ich jetzt damit sagen? Jeder sollte das tun was er am besten oder auch wirklich kann und sich damit einbringen, statt dumm herum zu labern.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Im Süden ist man der Meinung, was im Norden für das Abi verlangt wird, ist das Wissen der Realschule im Süden.

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          • Paulus sagt

            Ehemaliger, du bist nicht auf dem letzten Stand. In NRW gibt es Dank der Sozialdemokraten und der Grünen schon längst das Abi h.c. Alle mit einem Abi über 2,5 werden Friseure. Das ist ein anspruchsvoller Beruf, ist ja gar nicht so einfach die Fußballerfrisuren hin zu bekommen.
            Die mit einem einser Abi schaffen immerhin die Studiengängen Gender -„Wissenschaften“, Politologie und ähnliche Laberfächer. Das Problem mancher Bachelors and Masters besteht lediglich darin einen Taxiführerschein zu bekommen. Ist übrigens im Süden nicht anders als im Norden.
            Also, bring du den Geneigten bei wie man Zwetschgen, Kirschen und Wein anbaut; ich versuche es bei den Anderen mit Mathe und Physik. Schließlich brauchen wir beides.
            Entscheidend ist die übrigens die Performance der Unis. Da ist die RWTH in Aachen Spitzenreiter, und dann kommen mal so allmählich München und Karlsruhe. 😉

            +1
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Hab bei meinen Söhnen versucht, ihnen Obst und Weinbau bei zu bringen, hat nichts gebracht, – vermutlich zu dumm – deshalb habe ich denen vom Studium bei der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen abgeraten und das KIT Karlsruhe empfohlen.
              Zum Steinekloppen reicht ein Abschluss in Informatik und Physik in Karlsruhe. 😉

              0
  3. Friedrich sagt

    Inga

    Das Getreide ist nur vom Mähdrescher grob gereinigt. Beim Einlagern in der Siloanlage wird es gleich mit dem Windsichter gereinigt. Schon beim Abkippen in die Getreideannahme staubt es wie verrückt. Einen Tag ohne Maske hält man es schon aus , aber über mehrere Tage geht das an die Gesundheit. Meine FFP2-Masken von 3M haben ein Ventil zum Ausatmen. Auch der Staub bleibt im Maskenflies haften. Auch zum Reinigen der Siloanlage setze ich eine Vollschutzmaske auf , denn der Laubbläser wirbelt kräftig Staub auf. Innerhalb weniger Stunden hat man so ruckzuck die Anlage sauber.

    +1
  4. Smarti sagt

    Ich wünsche Dir ganz viel Spass und viel Erfolg beim Schreiben Deines neuen Buches. Ich bin ja schon sehr gespannt, vielleicht kommt ja hin und wieder ein kleiner Text zum Gegenlesen ? :).
    Hoffentlich findest Du auch weiterhin viele Gastschreiber, denn hier bei Dir ist es, gerade in letzter Zeit, unglaublich spannend und lehrreich. Nirgends sonst wird ein Thema von so vielen Seiten beleuchtet und dabei bleibt der Ton immer angenehm freundlich.
    Macht süchtig 🙂 und ist eine gute Grundlage für viele spannende Gespräche in unserer Familie. Danke an alle fleissigen Schreiber und vor allem auch Dir im Namer meiner Familie.

    +7
    • Bauer Willi sagt

      Versprochen. Ich bin ja nicht weg, sondern will einfach etwas mehr Muße haben. Sicher werde ich auch ein paar Texte fürs Buch hier „ausprobieren“ und die „Schwarmintelligenz“ nutzen.

      Und Danke fürs Lob, das aber allen hier gehört.

      0
  5. Friedrich sagt

    Brötchen

    Neulich hatte ich in der Kleinstadt Termine und wunderte mich über eine lange Rentnerschlange
    vor der Apotheke. Die standen wegen der FFP2-Masken an. Die waren am Klönen und hatten wohl nichts besseres zu tun.Meine Frau hat mir neulich auch welche mitgebracht. Komische Dinger. Da lob ich mir meine schon immer gekauften FFP2-Masken, die ich in der Getreideernte im Lager gebrauche.

    +2
    • Inga sagt

      Wozu braucht man bei der Getreideernte solche Masken?

      Oder sind das welche gegen Staub, also staubdicht?
      Da kann man bestimmt leichter durchatmen, denn die lassen keinen Staub durch. Die Masken gegen Viren sind dagegen noch viel dichter, nämlich nur virendicht und deswegen lässt es sich schwerer da durch atmen.
      Rentner haben ja Zeit mal darüber zu diskutieren.

      0
  6. Friedrich sagt

    Ja Willi , daß ist schon in Ordnung. Mach dein Ding , wie es dir gefällt . Diese Freiheit haben wir als Rentner . Wir können , aber wir müßen es nicht tun. Schreib dein Buch und wenn du noch ein oder zwei Blogtexte in der Woche bringst , dann ist das doch ok. Auch ich bin froh , daß ich im Betrieb noch meine Arbeit verrichten darf und nicht mich nur noch beschäftigen muß. Gut , daß man sich als Rentner noch Ziele setzt und so seine Zufriedenheit findet. Wenn ich viele Rentner hier im Dorf so sehe , die von Morgens bis Abends vor dem Fernseher sitzen , dann denke ich , daß es das doch nicht sein kann. Die letzten Jahre gehörte es zu meinen selbstgesetzten Aufgaben mind. 2 – 3 Kommentare/Woche hier bei dir abzugeben. Ich denke , daß es wohl schon fast 1000 Texte gewesen sein müßten. – Ohne deinen Blog hätte es die vielen Demos nie gegeben , sodaß jetzt auch eine gewisse Eigendynamik eingetreten ist. Frau Merkel würde heute nicht mehr sagen , daß die Landwirtschaft „durch ist“ und das ist dein Verdienst.

    +4
    • Brötchen sagt

      Friedrich sei froh, wir Landwirte haben immer sinnvolle Aufgaben.

      Heute früh den Frust eines Rentners im Lockdown gelesen……mein einziger Höhepunkt de Tages…..einmal zu Aldi und zurück….

      0
  7. Edakteur sagt

    Ich bin sicher, dass der Blog von Bauer Willi in den letzten 6 Jahren einen erheblichen Einfluß auf Bewußtsein und Handlung von Politikern und LEH gehabt hat!
    Dafür meinen besten Dank!
    Ich wünsche hier weiterhin viele Diskussionen und fachliche Beiträge.

    +10
    • Inga sagt

      Ja, man müsste es zum Zeitgeist, bzw. MODE machen, dann reden alle davon
      Die Massenmedien wollen auch um Sinn von Allen berichten, damit die Auflagen und Einschaltquoten stimmen
      Und die Politik???

      Die brauchen doch Wählerstimmen.

      0
    • Christian Bothe sagt

      Ob der Blog Politiker jeglichen Couleurs beeinflußt hat, bezweifle ich. Vom LEH ganz zu schweigen. Wenn dem so wäre, hätten wir weniger unsinnige Regularien in Deutschland für unsere Landwirte in Ost und West! Nichtsdestotrotz ist dieser Blog eine gute Sache für den Meinungsaustausch unserer Landwirte. Ich denke die Idee eines 2.Buches ist toll(hatte es ja schon mal angeregt) und Bauer Willi sollte es tun, wenn er es möchte!

      +1
      • Edakteur sagt

        @Christian: Ich denke, der Einfluß beim LEH ist sichtbar!
        Soviel Werbung für eine gute Landwirtschaft und regionale Produktion dieser sieht man erst seit wenigen Monaten…

        0
        • Christian Bothe sagt

          Habe gerade den neuen Flyer von Kaufland 14.-20.1. im Kasten.Wenn ich mir den so (eine Vertriebsgesellschaft Ost) muss ich sagen: „außer Spesen nichts gewesen!“ Leider…

          0
  8. Jürgen sagt

    Traurig für die Welt – aber gut für Dich! Ich kann das absolut nachvollziehen und wünsche dir eine gute Zeit mehr für Dich. Chapeau für das was du geleistet hast und bereichere uns weiterhin ab und zu mit deinen Gedanken und Meinungen. Manche Dinge steigern sich im Wert wenn man sie limitiert 😉

    +2
  9. bauerhans sagt

    ich schreib gern kurze leserbriefe in der NW.
    zuletzt darüber,dass die bezirksregierung in der zeitung öffentlich die landwirte beschimpft,sie wären geldgierig,weshalb der naturschutz nicht voran käme.
    das wurde nicht veröffentlicht,aber die redaktion kam auf mich zu und wollte einen bericht über mich als betroffenen machen,der ich aber nicht bin.
    der WLV hier äusserte sich nicht dazu,obwohl hier die pressestelle vor ort ist.

    +1
    • Inga sagt

      Wann war das?

      Ich dachte die Leute wären durch die Massenmedien ud den Schlepperdemos etwas aufgeklärter in der Beziehung, oder?

      Mich hat ja gewundert, dass während den Schlepperdemos nicht ein Einziges mal der Satz fiel:

      „Die Bauern wollen nur angeben und ihre dicken Schlepper zeigen“

      Aber er ist nicht gefallen und ich dachte, Dank Bauer Willis Aktionen in seinem Buch „Sauerei“, den Massenmedien usw.

      Eigentlich wäre es an der Zeit, ja man könnte es als Zeitgeist betrachten , dass die Menschen den landw. Problemen offener gegenüberstehen.

      0
    • bauerhans sagt

      ich stellte eben fest,dass mein leserbrief heute veröffentlicht wurde.
      asche über mein haupt.

      +1

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